Refraktoren/Spiegelteleskope: Was ist besser?

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Hallo Karsten,

okay ich danke dir für die Tipps und werde mich da mal etwas zurückhalten bevor ich pauschalisierte Aussagen die das Gegenteil bewirken von dem was sie sollten (nämlich kein System grundsätzlich schlecht machen) auf die Menschheit loslasse :)

Grüsse Benny
 
Hallo Benny,

ja, siehe Hannes, es ist zum Aufgeben kein Grund. Arbeite das mal durch, wie Du in Deinem anderen Beitrag beschreibst. Ich sehe wohl das grundsätzliche Problem, dass viele Leser heute eher plakative Aussagen verlangen, die sie dann grundsätzlich auch mal falsch verstehen oder auch nicht in ihrer Wichtigkeit einordnen können.
Das geht Dir auch nicht allein so, ich habe auf meiner Homepage auch einige Altlasten aufzuarbeiten, wozu ich mir demnächst die Zeit nehmen muss. Das ist ganz normal so und es wäre komisch, wenn man sich nicht weiterentwickeln würde.
Wie schon gesagt, eine reine Demontage würde dem nicht gerecht. Es gilt halt einfach, aus diesen "plakativen Aussagen" das potenzielle Missverstehen herauszuhalten. Das ist weniger eine Frage Deines Grundlagenwissens als eine Anforderung an die didaktische Aufbereitung.

Meine Herangehensweise an das Thema ist übrigens in der Hauptsache der Gedanke, dass man ein Optiksystem nicht nur nach seinen Fähigkeiten nutzen sollte, sondern dass es der Hersteller schon nach seinen Fähigkeiten bauen sollte. Der 80/1200, der seit kurzem bei mir liegt, ist dafür ein gutes Beispiel. Ein Fraunhofer-Achromat, der mit seiner langen Brennweite eben so gebaut ist, dass das Optikprinzip sauber funktionieren kann. Wenn man sich genau die Frage stellt, kommt man eigentlich für jede Optik auf eine Grundbewertung. Ein Gregory Mak ist zum Beispiel auch davon abhängig, mit zunehmender Öffnung ein immer kleineres Öffnungsverhältnis zu haben, weil sonst das Optikdesign "überzogen" ist. Meiner Erinnerung nach ist so bei 6" f/10 das ganze schon kritisch. An der Stelle braucht man eben Standard-Literatur wie den Laux oder Rutten & van Venrooij. So kommt man schonmal zu einer grundsätzlichen Einschätzung, was so eine Optik überhaupt können kann.

Zur hier im Thread konkret gewordenen Teleskop-Anfrage: Auch wenn es langweilig erscheinen mag, so ist Günthers Aufstellung zum 8" f/6 Dobson nicht neu, aber trotzdem bewährt und gut. Wer so ein Gerät transportieren kann, ist damit wirklich sehr gut ausgestattet. Wer es etwas leichter will, wäre ein Kandidat für einen 6" f/6 Newton, den es aber leider eben nicht im Einsteiger-Preisbereich zu kaufen gibt... An dieser Stelle auch nochmal dies: http://www.svenwienstein.de/HTML/der_kleine_apo.html

Clear Skies
Sven
 
Hallo Zusammen,

ohne hier Zündstoff geben zu wollen, ich habe in der Nacht vom Sonntag zum Montag mit meinem 80/600 Refraktor Oberflächenstrukturen auf dem Mars beobachtet. Dabei waren auch Einzelheiten, wie Verzweigungen, zu erkennen. Eine angefertigte Skizze deckte sich mit der späteren Kontrolle am PC. Schon verblüffend...

Details zum Equipment: William TMB APO, Baader Hyperion (bis 5mm), Abbe Barlowlinse

Durch dieses Erlebnis bin ich sehr gespannt darauf mal so gute Bedingungen (Seeing) mit meinem 8"f6 Newton zu erwischen.

Viele Grüße,

Peter
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Clemens!

Wenn ich als Neueinsteiger noch was dazu sagen dürfte:

Meiner Meinung nach haben 2 Punkte die Du angegeben hast, bereits die Frage beantwortet:

Budget: € 500.- und "hauptsächlich Deep Sky"

Da kann es nur ein Dobson sein, den um die 500 Piepen bekommst Du inkl. Montierung keines der anderen Systeme, weder Cassegrains, Refraktoren noch Newtons mit denen Du im Deep Sky was besonderes erreichen wirst, zumal diese dann ja auch auf eine deutsche Montierung gepackt werden müßten/sollten. Ausser man billigt einem 150/750 Newton oder einem 5" Refraktor auf einer EQ5 bereits Deep Sky Status zu.
( Bitte nichts gegen einen 6" Newton oder 5" Refraktor, nicht falsch verstehen!)

nur meine Meinung

lg Theo
 
Zitat von gibeon:
Hallo Zusammen,

ohne hier Zündstoff geben zu wollen, ich habe in der Nacht vom Sonntag zum Montag mit meinem 80/600 Refraktor Oberflächenstrukturen auf dem Mars beobachtet. Dabei waren auch Einzelheiten, wie Verzweigungen, zu erkennen. Eine angefertigte Skizze deckte sich mit der späteren Kontrolle am PC. Schon verblüffend...

Details zum Equipment: William TMB APO, Baader Hyperion (bis 5mm), Abbe Barlowlinse

Hallo Peter!

Ich glaube nicht, das so eine Aussage Zündstoff wäre.
Ich beobachtete am selben Tag wie Du mit meinem FH 80/1200
und kann diese Beobachtung bestätigen.
Zum Newton 8"f6:

Durch die größere Öffnung müßte der Newton natürlich mehr zeigen, jedoch bedingt durch die größere Öffnung und Seeinganfälligkeit, wird das wohl nur ein paar Mal im Jahr der Fall sein!

lg Theo
 
Hallo Theo,

Zitat: "...Durch die größere Öffnung müßte der Newton natürlich mehr zeigen, jedoch bedingt durch die größere Öffnung und Seeinganfälligkeit, wird das wohl nur ein paar Mal im Jahr der Fall sein!... Zitat Ende

Würdest Du das auf einen 12 oder 16" Dobson beziehen, könnte ich Dir (ggf.) zustimmen. Bei einem 8" f6 jedoch nicht. Der geht immer, auch unter schlechteren Bedingungen.

CS
Winfried
 
Zitat von Berberich:
Hallo Theo,


Würdest Du das auf einen 12 oder 16" Dobson beziehen, könnte ich Dir (ggf.) zustimmen. Bei einem 8" f6 jedoch nicht. Der geht immer, auch unter schlechteren Bedingungen.

CS
Winfried

Hallo Winfried!

Wäre natürlich noch zu erörtern, was - "geht immer" -bedeuten soll. Ich habe bisher noch keinen Newton gesehen, der an Mond und Planet IMMER das zeigt, was er theoretisch könnte.
Ausgenommen natürlich die Newtons unter 8", die zeigen tatsächlich fast immer, was sie können, vor allem langbrennweitige Newtons ab f6.
Aber wie gesagt, das sind meine eigenen Erfahrungen, die natürlich keinen Anspruch auf absolute Richtigkeit haben.

lg

Theo
 
Hallo Clemens,

wir waren ja schon bei dem langweiligen Standardvorschlag, einen 8" f/6 Dobson zu nehmen. Das Budget erlaubt ein vollständiges, wenn auch nicht luxuriöses Zubehörpaket, also eine Komplettausrüstung.
Langweilig oder nicht, es scheint mir die beste Lösung, und was sich als Vorschlag ob der vielen Wiederholungen langweilig liest, wird für Kurzweil unter'm Sternenzelt sorgen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Clemens,

also ich kann Svens Empfehlung nur beipflichten. Auch ich habe mich seinerzeit für einen 8"f6 entschieden und es bisher nicht bereut. Der 8"er ist wahrscheinlich DER Allrounder schlechthin. Es dürfte schwierig werden diese Leistung für diesen Preis bei einem anderen Telekop zu finden...

Viele Grüße,

Peter
 
Wiederum eine Zustimmung.

Für das Buget ist der 8" f6 Dobson, kann jemand sagen was er will, das universellste, einfachste und beste Gerät dieser Preisklasse, mit dem man nahezu alles beobachten kann, was das Herz begehrt.

Gut im Deep-Sky Bereich und ebenso gut am Planeten. Will ich eine merkellose und absolut kontrastreiche Abbildung eines Planeten sehen, wäre der Refraktor m.E. besser, aber auf jeden Fall (bei entsprechender Anfangsbrennweite) teurer. Und warum am Anfang gleich viel Geld für ein Spezialgerät hinlegen, wenn ich ein nahezu gleichwertiges Gerät dafür als Universalgerät bekomme?

Es gibt für den Einstieg nun mal nichts besseres als einen eingachen Dob, den ich allerdings im 8"-Bereich sehen würde.

CS
Winfried
 
Hallo Clemens,

wenn Du nichtmal weißt, ob ein Dobson auf einen Tisch gehört oder auf einen Schrank, dann solltest Du Dich fragen, ob Du schon entscheiden kannst, dass Dir so ein Teleskop nicht gefällt.
Natürlich gibt es andere Lösungen und mehr Geld lässt sich immer und problemlos auch in weniger Leistung oder mehr Ästhetik (sei sie im Durchsehen oder Ansehen) versenken.

Ich würde Dich bitten, Dich zuerst richtig über die Eigenschaften eines Dobsons zu informieren und dann zu urteilen. Einen Satz Infos auch zu anderen Montierungen gibt es hier: http://www.svenwienstein.de/HTML/montierungen.html

Danach finden wir sicher nochmal einen besseren Ansatz.

Clear Skies
Sven
 
Hi Clemens,

nein ein Dobson hat kein Stativ, die sind i.d.R. schon so gross, dass man sehr bequem mit einem Stühlchen im Sitzen beobachten kann, bei den grösseren kannst du in Zenitnähe auch problemlos im Stehen beobachten ;) Etwas erhöhen kan/muss man die nur wenn man vom Balkon aus beobachtet (was aber ohnehin keine Ideallösung ist).

Grüsse Benny

P.S.:
wenn Du nichtmal weißt, ob ein Dobson auf einen Tisch gehört oder auf einen Schrank
:totlach2: Der war gut :/
 
Hallo Reinhold

Der war echt gut! :D :totlach: :totlach2: :biggrin: :hochachtung: :totlach:

CS
Daniel
 
Hallo Clemens,

mal ne (halbwegs) kurze Antwort:

Pro Refraktor: Mehr Kontrast.

Contra Refraktor: Sauteuer wenn wirklich farbrein.

Pro Reflektor: Immer farbrein, (wenn nicht katadiotptrisch)
Viel Öffnung für erheblich(!!!!!!) weniger Geld, Dobson bei Bedarf parallaktisch nachrüstbar.

Contra Reflektor: je nach Qualität und Fangspiegelgröße ein kleines bissel oder viel weniger Kontrast und Abbildungsgüte als beim Refraktor.


Mein Tip: Hol Dir einen 20cm - Nerwton-Lichtsammler auf Spiegelbasis (vielleicht den gepimpten vom Hannes?), am besten auf Dobsonmontierung. Zeigt Sachen, die ein perfekter kleiner Apo aufgrund mangelnder Öffnung garnicht sieht, und kostet knapp ein Drittel eines 8cm-APO (ohne Montierung!!!!!). Wenn's nicht Dein letztes Telekop ist - umso besser, wir brauchen Nachwuchs, und irgendwie sind wir auch alle Sammler.


Gruß Franjo
 
Zitat von Clemens:

Hallo Clemens,

ja so einen oder - falls Du später doch mal parallaktisch werden willst, vielleicht eher sowas:

http://www.fernrohrland-online.de/astro/index.php?sid=1bf02153090941c6cd95786f7e711c8a&cl=details&anid=e2e46a4a1509cd851.02024985&GSO-8%22--DOBSON-GSD-200-C-AKTIONSGERAeT-200_1200-MM&

Ist nicht nur preisgünstiger, sondern hält wegen Volltubus die parallaktische Option offen. GSO hat einen recht guten Ruf betreffend optische Qualität, und aufgrund des niedrigeren Preises hast Du finanziell noch Luft für Okulare. Sonst schau Dich mal auf dem Gebrauchtmarkt um, da gibt's zuweilen auch was zu holen.

Wie einige schon geschrieben haben: ein (kleiner) APO ist was feines, aber Deep Sky fängt erst bei 8 Zoll an.


Gruß Franjo
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Franjo:
Zitat von Clemens:

Hallo Clemens,

ja so einen oder - falls Du später doch mal parallaktisch werden willst, vielleicht eher sowas:

http://www.fernrohrland-online.de/astro/index.php?sid=1bf02153090941c6cd95786f7e711c8a&cl=details&anid=e2e46a4a1509cd851.02024985&GSO-8%22--DOBSON-GSD-200-C-AKTIONSGERAeT-200_1200-MM&

Ist nicht nur preisgünstiger, sondern hält wegen Volltubus die parallaktische Option offen. GSO hat einen recht guten Ruf betreffend optische Qualität, und aufgrund des niedrigeren Preises hast Du finanziell noch Luft für Okulare. Sonst schau Dich mal auf dem Gebrauchtmarkt um, da gibt's zuweilen auch was zu holen.

Wie einige schon geschrieben haben: ein (kleiner) APO ist was feines, aber Deep Sky fängt erst bei 8 Zoll an.


Gruß Franjo

Moinsen Fanjo,

Deep Sky erst ab 8 Zoll? Na, zuviel Birkmaier gelesen, wie *lach* ?? Oder diese "einige" sind doch recht unerfahren. Ist aber nicht wahr, Deep Sky fängt ab 8mm an .. nämlich der maximalen AP unterdunklem Himmel.
Und Clemens - Wohort Süddeutschland - hat es dann ja nicht soweit in die Alpen ... mehr muss man dann ja nicht sagen. Kurz: hier "rennt" er mit nem 80mm uns in RheinRuhr mit 12" in sehr vielen Bereichen weg ...

@Clemens, egal was es denn nun wird, ich empfehle: versuch mit Geduld etwas Gebrauchtes zu bekommen! Da geht hier oder im blauen Forum (astrotreff.de) über die Gebrauchtmärkte recht gut. Oder - gelegentlich!!! - auch bei "ebay" (kannst ja hier Rückfrage halten).

Apropos "ebay": da gibts jede Menge teleskopförmig angeordneten Müll mit bisweilen bizarren Versprechungen der Anbieter: Vergiss es! Auch dazu: hier Rückfragen. Es gibt genug erfahrene Leute hier, die Dir im konkreten Fall dann helfen können und werden. Hab Geduld, dann holst Du für Dich das meiste aus deinem Geld heraus.

Greetz Hannes
 
[/quote]



Wie einige schon geschrieben haben: ein (kleiner) APO ist was feines, aber Deep Sky fängt erst bei 8 Zoll an.


Gruß Franjo [/quote]

Steht im Buch eines Augsburger Händlers.(Zufall das der in erster Linie von dem Verkauf von Dobsons lebt? :biggrin:) Der schreibt aber z.B. auch, das ein Kugelsternhaufen im 6" Apo lediglich ein diffuses Fleckchen mit ein bischen Gesprengel wäre, was ein absoluter Blödsinn ist.Da hat der Herr Dobsonverkäufer wohl noch nie durch so ein Teil geschaut. Diese Beschreibung eines KH trifft z.B. auf M13 schon in einem 8 cm Refraktor zu!
Alles sollte man doch nicht als bare Münze nehmen, was irgendwo geschrieben steht.
Auch wenn es in einem Katalog steht.

lg Theo


 
Hallo Hannes, hallo Theo,

so ganz unterschreiben möchte ich Eure Aussagen nun auch nicht. Richtig ist, daß man in einem 8 cm Refraktor M13 AUCH sehen kann. In einem 8" Dobson (ggf. auch im 6") aber auf jeden Fall besser, gerade auch, weil ich hier stärker vergrößern kann.

Daher ergibt sich für mich die Frage: einen "Volksapo", der ansich kein richtiger APO ist mit leichten Fehlern, oder zum gleichen Preis einen größeren Dobson, der aufgrund seiner "optischen Zusammensetzung" farbrein und, wenn gut, dem kleinen APO weit überlegen ist ?

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, dann hätte man beide. Denn jedes Teleskop hat seine eigene Verwendungsmöglichkeit.

Der Klein-APO wäre für mich das Fernreisegerät, der Dobson das Gerät, mit dem ich von zu Hause oder von der nächsten Wiese aus beobachten würde.

Ich habe, schon aufgrund meines fortgeschrittenen Alters und der langen Zeit, in der ich dieses Hobby betreibe, 2 Dobsons und einen Refraktor, allerdings einen alten FH langer Bauweise. - Beide machen mir Spaß und mal nehme ich den einen, mal den anderen. - Ergo kann ich nicht pauschal sagen, der Refraktor wäre dem Newton vorzuziehen oder umgekehrt. Ausgehen müsste man da von gleichen Voraussetzungen, d.h. gleicher Öffnung abzüglich Obstruktion. Und genau da schneidet der Newton einfach besser ab. Nicht seiner Qualität wegen, sondern aufgrund der erheblichen Preisdifferenz.

Und das ist nun keine Schelte Refraktor gegen Newton mit Cola und Chips...

CS
Winfried
 
Hannes und Theo,

Deep Sky fängt ab 8mm an .. nämlich der maximalen AP unterdunklem Himmel.

man kann diese Aussage aber auch so wiedergeben wie sie eigentlich gemeint ist: viele Deep Sky Objekte sind von der Helligkeit dergestalt, dass ein __angenehmes__ Beobachten von __Details__ erst mit 8 Zoll möglich ist. Es geht nicht um die triviale Tatsache, dass man nachts die Augen aufmachen muss um den Sternhimmel zu sehen.

Diese Regel ist natürlich dehnbar, jenachdem welche Umgebungsbedingungen man hat. Dass ein Apo seine Vorteile hat soll hier ausdrücklich nicht in Frage gestellt werden. Trotzdem wurde häufig die Erfahrung gemacht, dass mit 8 Zoll eine Art Vorhang aufgeht. Das hat mit Händlerinteressen soviel zu tun wie der Nickel mit dem Pumpernickel zu tun hat. Dass dazu eine gewisse Qualität der Optik nötig ist, ist klar.

In diesem Thread hat ein Anfänger nach einem Teleskop gefragt, insbesondere die Frage Reflektor/Refraktor aufgeworfen. In der Regel will ein Anfänger mit einem Fernrohr möglichst viel sehen. Und gerade ein Anfänger braucht dazu Licht. Und es gibt heute eben vernünftige 8-Zöller die finanziell auch für viele Schüler in Frage kommen.

@Clemens: ich rate zu maximaler Öffnung die Du Dir bei vernünftiger optischer Qualität leisten kannst. Unter dieser Voraussetzung wirst Du automatisch vom Refraktor abkommen.
Wenn Du unsicher bist wäre ein Teleskoptreffen gut, dann kannst Du vergleichen.

CS

Klaus
 
Hallo Klaus,

ohne den Steitpunkt Reflektor/Refraktor aufkommen zu lassen, ich kann Dir in ALLEN Punkten recht geben.

Hier geht es um einen Einsteiger.
Gut, Lidl-Scope etc., so habe ich den Eindruck, bringen den Einsteiger eher wieder weg von der Astronomie.

Als ich damals angefangen hatte, war mein erstes Teleskop ein 8" SC. Weniger wollte ich nicht und ich habe lange gebraucht, mir dieses Gerät leisten zu können.
Heute gibt es billigere Einsteigerteleskope. Aber am Anfang sind 8" Pflicht.

Ohne polemisch zu werden, aber (an alle!), überlegt Euch mal, wieviel Geld ihr für Schallplatten respective CD`s ausgegeben habt (?). - Für dieses Geld bekäme jeder von Euch mit Sicherheit ein Spitzen-Teleskop.

Man muß die Sache relativieren. Welches Hobby möchte ich angehen?. Dann verzichte ich mal auf`s Kino oder die eine oder andere CD und lege mein (Taschen-) geld zurück. Und schon bald habe ich ein vernünftiges Teleskop!

Wir hatten in unserer Sternwarte schon viele, die sich GOTO-Geräte oder parallaktische Montierungen gekauft haben - im Billigbereich. Kaum einer kam damit zurecht (Wackeldackel) und wir sollten Geräte erklären, die immer im Kreis gelaufen sind, ohne was zu finden. Leider kamen alle nach dem Kauf zu uns....

Dafür sind wir da, hier in den Foren, um Einsteiger zu beraten, eben, daß sie sich nichts falsches aufschwatzen lassen (die schöne gute "alles ist besser" Werbung).

Ein Refraktor, gleich welcher Art, ist meines Erachtens heute ein Zweitgerät für sprzielle Projekte wie Planeten. Dann aber in langer Ausführung und meinetwegen sogar als AK oder FH ab f10.
Für alles andere gibt es bessere Alternativen.

CS
Winfried
 
Hi Klaus & Winfried,

aber, was soll denn diese Aussage "Deep Sky" BEGINNT erst ab 8" signalisieren - gerade vielleicht auch dem (verunsicherten?) Einsteiger? Das darunter (also vor dem "Beginn") kein DS möglich ist. Und das man mind. 8" benötigt, um DS "machen" zu können. Und das ist ausgemachter Blödsinn!

Klar, das ein mehr an Öffnung (unabhängig ob Spiegel oder Linse) - entsprechende Qualität und Himmel vorausgesetzt - gerade bei DS immer einen Zugewinn bringt, kein Thema.

Aber wie schon gesagt .. n 80er in den Alpen rennt einem 12er in RheinRuhr in vielerlei Hinsicht auch DS mässig weg ...
erinner mich an einen BB, wo jemand mit nem umgebauten 80er Newton aus den Alpen weitflächige Nebel beobachtet hat.
Man probiere dies mal mit auch 20 Zoll aus Düsseldorf oder Dortmund oder .... *humpf*

Greetz Hannes
 
O.K. Hannes,

aber probier das doch mal mit dem 80er in Düsseldorf.....
Klar, der Himmel entscheidet, und wo ich mit dem 80er nichts mehr sehe, geht der 8" Newton immernoch!

Gut, ansich schreibe ich das ja nicht für Dich, dondern für den Frager. Denn am Ende muß er aus unseren gegenseitigen Argumenten das für sich Richtige herauslesen.

Ist fast schon wie ein Kreuzworträtsel. Manchmal passen da ja auch erstmal verschiedene Begriffe rein...

CS
Winfried
 
Hallo Hannes,

ich dachte es wäre klar, neu formuliert:

aber, was soll denn diese Aussage "Deep Sky" BEGINNT erst ab 8" signalisieren - gerade vielleicht auch dem (verunsicherten?) Einsteiger?

Dass er sein Geld lieber in Öffnung investiert und dann auch wirklich viele Deep Sky Objekte entspannt und mit Gewinn beobachten kann.

Das darunter (also vor dem "Beginn") kein DS möglich ist. Und das man mind. 8" benötigt, um DS "machen" zu können. Und das ist ausgemachter Blödsinn!

Da hast Du Recht.
Ich glaube aber nicht, dass das in diesem strikten Sinn so gesagt wurde.

n 80er in den Alpen rennt einem 12er in RheinRuhr in vielerlei Hinsicht auch DS mässig weg ...

Das ist in meinen Augen eine Argumentation, die in die Irre führt:

1) Ich kauf doch kein Gerät, mit dem ich erst in die Alpen fahren muss, ich will doch zuhause was sehen! So habe ich jedenfalls als Anfänger gedacht.

2) Mit nem 8" kann man genauso in die Alpen fahren - und dieses Seherlebnis spielt in einer noch viel höheren Klasse mit.

3) Das Geld das ich spare wenn ich nen Dobs statt den Apo nehme kann ich auch zum Verreisen investieren.


Also nochmal: hier gehts nicht darum irgendein Instrument schlecht zu reden, sondern es geht darum einem Anfänger mit begrenztem Budget und begrenzter Beobachtungserfahrung bei begrenzten Bedingungen möglichst viel Beobachtung zu ermöglichen.

CS

Klaus
 
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