Refraktoren/Spiegelteleskope: Was ist besser?

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Hallo Theoden,

die Rechnung ist doch ganz einfach:

Entscheidend für die Auflösung von Kugelsternhaufen sind folgende Faktoren:

1) die scheinbare Helligkeit der hellsten Sterne des KH
2) die visuelle Grenzgröße
3) das Lichtsammelvermögen des Teleskopes

Und nicht unerwähnt bleiben soll, daß es Teleskopseitig keine
nennenswerte Verluste geben darf, durch Streulicht, Aberrationen,
Farbfehler, etc.

Wenn man nun die Faktoren 1 bis 3 betrachtet, so darf das
Lichtsammelvermögen des Teleskopes kleiner sein wenn die
visuelle Grenzgröße entsprechend besser ist (Hochalpen,
Namibia, chilenische Hochebene, 4000m hoch auf Hawaii wie
O`Meara mit seinem 4" Televue Apo).

Ebenso ist klar, daß einige KH mit helleren Sternen eher
aufgelöst werden als KH mit scheinbar schwächeren Sternen
(weil sie weiter entfernt stehen).

Für den typischen deutschen Landhimmel stimme ich der Ansicht
von M. Birkmeier zu, daß 8" die sinnvolle Mindestgröße für
Deep Sky Beobachtungen ist, wenn auch Kugelsternhaufen auf
dem Programm stehen.

Im Suaerland habe ich einmal bei einem Kugelhaufenmarathon
im Spätfrühling knapp 30 Kugelhaufen mit 8" auflösen können
(= mehrere Sterne des KH als einzelne Sterne sichtbar).

CS,Karsten
 
Lidl-Scope etc., so habe ich den Eindruck, bringen den Einsteiger eher wieder weg von der Astronomie.

Als ich damals angefangen hatte, war mein erstes Teleskop ein 8" SC. Weniger wollte ich nicht und ich habe lange gebraucht, mir dieses Gerät leisten zu können.
Heute gibt es billigere Einsteigerteleskope. Aber am Anfang sind 8" Pflicht.

Hallo,

das klingt, als wolltest Du Dein perönliches Empfinden zur Allgemeingültigkeit verabsolutieren. Jedenfalls sind viele Sternfreunde nicht ihrer Pflicht nachgekommen und haben mit sehr viel kleineren Öffnungen ihren Weg zur Hobbyastronomie gefunden, auch das Lidlscope dürfte dazu beitragen.

Dagegen lese ich desöfteren im Gebrauchtmarkt, wie ein Einsteiger seine High-End-Ausrüstung verkauft - "wegen Hobbyaufgabe" und "kaum benutzt"...

Bis denne, Ronny
 
Guten Tag,

ich möchte meinem Vorschreiber recht geben. Ich habe mir bei ebay einen Refraktor ersteigert. Mit 60/800 keine grosse Öffnung...Allerdings war er auch nicht teuer und jeder sollte erst mal ausprobieren, ob er überhaupt Spass daran hat Sterne zu gucken. Es ist ja nicht jedermanns Sache bei Kälte und Dunkelheit irgendwo zu stehen. Und für den Anfang tut es es auch was kleines um mal den Mond oder die Planeten zu schauen. Ich denke, es gibt genug Leute, die sich sowieso zuviel davon versprechen und hinterher entäuscht sind wenn man eine Galaxie oder einen Nebel nicht so sieht wie beim Hubble oder auf tollen Fotos. Ausserdem muss man sich erst auch einmal zurechtfinden...Das ist für einen Anfänger (bin ich selber noch) schwierig genug. Man muss sich bei diesem Hobby zunächst mal an Kleinigkeiten erfreuen können.

Gruss Albertli
 
Hallo,

ich meine auch dass man sich einen Gefallen tut im Rahmen seiner Möglichkeiten mit etwas "Vernünftigen" einzusteigen, habe das aber nicht getan (70/900), und auch kleine Röhren können einen guten Einstieg bilden, wenn das Interesse gross genug ist um bei der Stange zu bleiben, das wird dann ohne Anleitung und Austausch mit anderen schnell zur Durststrecke, aber andererseits kann es ja nur noch aufwärts gehen ;)

CS Benny
 
Zitat von KaStern:
Für den typischen deutschen Landhimmel stimme ich der Ansicht
von M. Birkmeier zu, daß 8" die sinnvolle Mindestgröße für
Deep Sky Beobachtungen ist, wenn auch Kugelsternhaufen auf
dem Programm stehen.

Hallo Karsten!

Interpretiert man Martins Birkmaiers Aussage so, dann stimmt es natürlich völlig!

Der Anfänger könnte durch diese Aussage jedoch den Eindruck erhalten, dass man "darunter" gar nichts sieht.
Ich denke da an meinen ersten "Ausflug" zu den Sternen mit meinem Max Refraktor 50/600. Als ich damit erstmals Andromeda, Hantelnebel, Lagunennebel und Omeaganebel sah, war ich unheimlich stolz und erstaunt.#
Ja - alle diese Objekte konnte ich, dank meinen 6 mag Landhimmel mit diesem kleinen Teleskop erkennen und nicht vergessen -
Deep Sky Objekte sind nicht immer nur Galaxien mit mag 14 oder Doppelsterne mit 1" Abstand.
Daher weigere ich mich, diesem Satz aus der Augsburger "Bibel" :biggrin:, einem Anfänger unter zu jubeln.
Ein Anfänger kann ruhig mit etwas Kleinem beginnen, finde ich.
Dann soll er auf ein Teleskoptreffen gehen und sich selbst ein Bild von den unterschiedlichen Gerätetypen machen.
Beim Durchschauen und ausprobieren, wird er sich dann selber entscheiden, was es dann letztlich wird.
Ich plädiere bei Anfängern deshalb gerne zu einem kleinen ED( oder richtigem Apo bei genügend Finanzen), weil er dieses Gerät dann später auch als Reisefernrohr oder für die Naturbeobachtung benutzen kann, sollte er drauf kommen, das er sich vom Sternegucken etwas anderes erwartet hat.

lg Theo

 
Zitat von hasebergen:
Deep Sky erst ab 8 Zoll? Na, zuviel Birkmaier gelesen, wie *lach* ??


Tach auch Hannes,


Alpenhimmel iss was feines, da fährst Du dann ohne Instrument hin, weil ja 8mm völlig ausreichen (lach).

Egal wo, unter gegebenem Himmel zeigt ein 8-Zöller immer mehr als ein Dreieinhalbzöller. Ein 80'er ist klar ein schönes Genussmittel, wenn man was größeres in der Hinterhand hat ;o)

Clemens ist Schüler und sucht was erschwingliches mit annehmbarer Qualität, also lass den Snob drin.


Gruß Franjo
 
Hallo Leute,

nach Theo nun die andere Variante.

Ich plädiere bei Anfängern gerne für einen visuellen Allrounder und der sollte nach meiner Definition in der Lage sein,
zumindest die hellsten Objekte aller dem visuell beobachtenden Hobbyastronomen zugänglichen Objektklassen unter hierzulande ünlicherweise vorliegenden Bedingungen so zu zeigen, dass er anhand von eindeutig erkannten Strukturen die Natur des Objekts erkennen kann.

Dieses Teleskop muss (auch nach heftigsten und langwierigsten Forendiskussionen immer noch unstrittig) 6-8" Öffnung aufweisen sonst wird das nichts.

Die bezahlbarste derzeit erhältniche Variante ist ein 8" F/6 Dobson.

Diese Definition sollte den absolut unsinnigen Spruch "DS beginnt erst ab 8" und alle seine Ableitungen m.E. unbedingt ersetzen.

Ein solcher Allrounder ist m. E. für einen Beginner immer dann das beste Teleskop, wenn er es händlen kann und will!!!
Dabei bemerke ich auch, dass schon mein 4zölliger Refraktor mit Stativ und Monti keineswegs transportabler ist als mein 8" Dobson.
Dies und meine Vorliebe für Weitfeldbeobachtungen veranlasste mich auch, die Monti des kleinen Richfielders einzusparen und den 8er und den 4er gemeinsam auf eine Dobsonmontierung zu packen.
Dabei kommen nie und für niemanden je Zweifel auf, welches der beiden Teleskope das "Hauptrohr" ist, weder beim Ansehen noch beim Durchsehen.

Mein immer bestehendes Angebot, auch Mal einen höherwertigen Refraktor bis 5" aufzusatteln wurde noch nie genutzt, allerdings sind Teleskoptreffen auch eher Orte der Beobachtung denn ebenso leidiger wie unsinniger Streitereien, zumal dann wenn der Ausgang JEDEM klar ist.

In der Praxis hat eben jedes Teleskop seine Bereichtigung, seine bevorzugten Anwendungen und halt auch seine Grenzen und die liegen eben da, wo sie auch die Theorie beschreibt.

Ich zitiere Mal etwas:
"An der Begrenzung jedes Auffang-Apparates, den der Sternenfreund heute oder künftig zum Sammeln des Gestirnenlichts anwenden mag, entstehen Störungen im Strahlengang desjenigen Lichts, das an dieser Begrenzung ringsum eintrifft.....Die Begrenzung wird unter allen Umständen da sein und es ist keine Möglichkeit denkbar, den Randstörungen zu entgehen. diese Störungen, im wesentlichen BEUGUNGSERSCHEINUNGEN, trüben die Reinheit der im Instrumente entstehenden Abbildung des Gestirns. Je stärker man vergrößert, desto mehr leidet die Schärfe der Bildeinzelheiten und es gibt eine Grenze von der an ein Zuwachs der vergrößernden Kraft des Instruments nicht mehr dazu beigträgt, das Bild für unser Auge in immer kleinere Einzelheiten aufzulösen......"

Robert Henseling 1947 (Blick durchs Fernrohr) zur heute viel bemühten doch kaum begriffenen Beugungsbegrenztheit von Optiken.
Die Sprache ist nicht mehr aktuell, der Rest schon und macht klar, was man zwar gerne hätte aber eben immer noch nicht kaufen kann, sei der Versuch auch noch so teuer.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von *entfernt*GMS:
Diese Definition sollte den absolut unsinnigen Spruch "DS beginnt erst ab 8" und alle seine Ableitungen m.E. unbedingt ersetzen.


Hallo Günther,


Du hast ja Recht, der Spruch ist ziemlich pauschal.

Aber Öffnung in vernünftiger, vom Beginner beherrschbarer Qualität ist dank China erschwinglich geworden. Man muss nicht mehr wie früher mit max. 60mm anfangen, und das ist ein Segen!

Wie oft waren Leute meiner Generation (bin 54) enttäuscht und haben diese herrliche Leidenschaft wieder aufgegeben?

Mit 'ner vernünftigen Öffnung am Anfang wären wir vielleicht in viel, viel zahlreicherer Gesellschaft. Eine (zu?) kleine Öffnung sollte nicht die Nagelprobe für echtes Interesse sein, für viele ist sie leider der Grund zum Aufhören bevor der Spaß überhaupt richtig angefangen hat, das ist immer wieder schade.


Gruß Franjo
 
Hallo Franjo,

wir sind im gleichen Alter (bin 55) und denken wohl gemeinsam, was wohl gewesen wäre, hätten wir damals die Möglichkeit gehabt, für so wenig Geld solch tolle Geräte erstehen zu können.

Hätte es damals heutige Preise gegeben, es gäbe heute mindestens doppelt so viele Astroamateure, denn sehr viele, die das damals machen wollten, schreckte, wie mich auch, der hohe Preis ab.

Zugegeben, ich bin mit einem 8" Meade SC "groß" eingestiegen. Hatte nun mal auch das entsprechende Alter und das Geld dazu. Vorher war nichts, garnichts möglich. In den 70-ern kostete ein Newton in 6 oder 8" 6400 DM - unerreichbar bei dem, was man damals verdiente.

Heute kann der Einsteiger unter Geräten um die 300 Euro wählen. Und warum sollte er auf Lichtsammelvermögen verzichten und mit einem gleich teuren Refraktor beginnen, der, mit um die 400-600mm liegende Brennweite die Hochvergrößerung am Planeten und Doppelstern nicht einmal zuläßt?

Gut, wir "streiten" (zum Glück diesmal nicht polemisch, sondern fair) mal wieder um Kaisere Bart und jeder hat seine Vorlieben. Trotzdem halte ich es mit Günther, das 8" f6 ist nun mal zwischenzeitlich wirklich, von Preis und Qualität der Optik, DIE eierlegende Wolfmichsau.

CS
Winfried
 
Günther, Winfried und Franjo!

Natürlich hätte auch ich( 44)damals mit einem Dobson angefangen wenn es denn damals 1974 solche Dinger( zu solchen Preisen!) gegeben hätte - gar keine Frage!

Ich möchte nur eine Frage noch in den Raum stellen:

"Der Anfänger hat eine gewisse Erwartungshaltung um es mal locker auszusprechen. Da stellt sich mir die Frage, erwartet er sich von so einem dicken mächtigen Rohr nicht vielleicht zuviel, wärend er beim kleinen Gerät überrascht wäre, was man da alles zu sehen bekommt?"

Wie hies es zu meiner Anfängerzeit? Zuerst befasse Dich mit einem Fernglas und einer drehbaren Sternenkarte, um Dich am Himmel zurecht zufinden, dann erst greife zu einem Teleskop!

Was natürlich in Zeiten von erschwinglichem Goto keine Gültigkeit mehr hat, aber wäre es deswegen auch falsch?

lg Theo

 
Hi!

Mal ein anderer Gedanke: Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ein ein heutiger 8-Zöller die Erwartungshaltung vom Anfänger besser erfüllt als ein 8-Zentimeter-Teleskop vor ein paar Jahrzehnten. Zumindest mache ich immer auf unserer Sternwarte immer wieder die Erfahrung, dass einige unserer Gäste vom Anblick von M13 oder M57 im C14 enttäuscht sind - gut, das Gerät steht in der Innenstadt, aber da zeigen die 14" immer noch mehr als ein C8 unter besserem Himmel.

Jetzt hab ich mir spaßeshalber grad mal ein paar Astrobücher angeschaut, die aus den 1950ern stammen oder noch älter sind. Da zeigen die Abbildungen, wenn überhaupt Deep-Sky drin ist, häufig irgendwelche unscharfen, schwarz-weißen Kleckse, was wohl gleichermaßen durch die Druckqualität und die Filmtechnik kommt. Gute Detailfotos gibt's eigentlich nur bei Galaxien oder beim Pferdekopfnebel. Vom heutigen Standpunkt aus wirkt das nicht sehr beeindruckend - aber die Bilder wecken keine allzugroßen Hoffnungen, sondern sind fast schon realistisch. M13 wirkt in meinem 80/600ED jedenfalls eindrucksvoller (zwar kleiner, aber schärfer) als das Foto in Burnhams Celestial Handbook.
Heute stehen dem Anfänger zwar erschwingliche 8-Zöller zur Verfügung, aber die konkurrieren mit den Aufnahmen von Slawik, Seip und Co - von den NASA-Fotos mal ganz abgesehen. Daher könnte ich mir gut vorstellen, dass die Enttäuschung durch den 8-Zöller heute fast noch größer ist als die durch den 8-Zentimeter vor fünfzig Jahren...

Für den Anfang ist - sobald man einigermaßen regelmäßig beobachten will und nicht bei einem Sternwartenverein Erfahrungen sammeln kann - Öffnung wichtig. Ich habe so den Eindruck, dass die ganzen kleinen Optiken - sei es der Volksapo oder einfach nur das Fernglas, das ja eigentlich am Anfang stehen sollte - erst dann geschätzt werden, wenn man mal ein "richtiges" Teleskop gehabt hat. Allerdings begeistern sie dann umso mehr, weil doch einiges an Geschleppe entfällt. Deep Sky mit kleiner Öffnung ist kein Problem - wenn man weiß, was man zu erwarten hat.

Meine Empfehlungen für den Einstieg sind übrigens meist entweder ein Dobson so um die 8", wenn man günstig viel sehen will, oder ein alt-az-montierter längerer Refraktor (8-10cm), wenn man keine Lust hat, das Teleskop zu kollimieren, wenn's alle paar Monate mal benutzt wird. Von der Bedienung her nehmen die sich nicht viel, und der Refraktor sieht mehr nach Teleskop aus als nach "Mülleimer" :/ Außerdem ist er handlicher (wobei ich vielleicht voreingenommen bin - bislang hatte ich nur mit einem 16"-Dobson zu tun, der praktisch ungenutzt ist, da zu schwer, zu unhandlich und regelmäßig entweder dreckig (obwohl er eigentlich gut verpackt ist) oder dejustiert ist).

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo,

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ein ein heutiger 8-Zöller die Erwartungshaltung vom Anfänger besser erfüllt als ein 8-Zentimeter-Teleskop vor ein paar Jahrzehnten.

Da ist was dran, wer die Geduld hat die das Hobby verlangt wird dabeibleiben, wer das nicht hat, hört auch mit 8" auf. Aber wenn alle Rahmenbedingungen stimmen (Geld, Transportmöglichkeit und -wille) dann machts auch nix mit etwas grösserem einzusteigen ;)

Grüsse Benny
 
Hallo Alex!
Da gehe ich völlig konform mit Dir
was wird denn der Anfänger als erstes beobachten?
Genau, wenn möglich den Mond, die Sonne oder die Planeten, wenn vorhanden.
Diese Objekte findet auch der Anfänger und dazu darf es auch ein bischen weniger Öffnung sein.
Diese Erfahrungen können den Anfänger dann eigetnlich nur noch zu einem hochwertigerem Gerät mit noch mehr Öffnung anspornen, weil der Anfänger so überrascht ist, was er mit so einem kleinen Teil sieht.
Da ist er sicher nicht entäuscht.
Unter dem Motto - "was muß man da erst mit 8" oder 10" sehen, wird er dann sicherlich beim Hobby bleiben und sich ein größeres Gerät anschaffen, das er dann möglicherweise bereits richtig beurteilen und bewerten kann, nachdem er seine Erfahrungen mit dem kleinen Teleskop gemacht hat.
Das große Teleskop kann einen Anfänger ,angesichts der Informationsflut und den professionellen Fotos in den Medien, nur enttäuschen, befürchte ich.
Da dürfte das Gesehene den Erwartungen eines Anfängers möglicherweise nicht gerecht werden.

Wie gesagt - ist nur meine persönliche Meinung und Empfehlung für einen Anfänger.

lg Theo
 
Alex,

schon richtig, die Erwartungshaltung misst sich heutzutage an den Aufnahmen von Hubble, Marlin und Slavik. Auch viele Neueinsteiger glauben, das sehen zu können.

Da hilft zuvor wirklich nur der Gang in die Sternwarte, um später nicht enttäuscht zu sein.

Wenn man den Anfänger in diesem Hobby behutsam auf die Realität hinführt, was wir ja alle, die eine eigene Sternwarte betreiben, wohl auch tun, dann kommt auch kein Frust auf. Ich kann nicht immer alles sehen (Atmosphärenbedingt), und das muß ich dem Einsteiger auch sagen.

Ansonsten ist Deinem Beitrag nichts hinzuzufügen, höchstens noch, daß der Frager sich das alles mal in seinem Kopf sammelt und überdenkt, was er nun möchte. - Gewiss keine leichte Entscheidung, auch wenn ich immer zum Dobson tendiere.
Das war mal anders, bevor ich einen dieser Lichteimer selbst bedient hatte. Früher glaubte ich immer, "damit findest du so und so nichts...". Das hat sich mit dem Deep-Sky-Reiseführer und dem Telrad rapide geändert. Heute steht mein großes Meade nur noch rum, zum beobachten trage ich den Dobson raus (8" f6) und wenn das Wetter mitspielt, kommt der große Bruder in 12" nach. Das SC verwende ich fast nur noch bei Sternführungen, wenn Kids dabei sind, da die noch nicht die notwendige Geduld haben.

Und anstelle eines kurzen APO`s nehmen wir, zum gemütlichen Spechteln, das Miyauchi 20/30 x 77mm. Just for fun und um zu zeigen, daß es damit auch gehen kann, wenn auch nicht so deutlich aufgrund eben der kurzen Brennweite.

CS
Winfried

...mach mich nun raus, ich muß noch zu einem Kunden...
 
Hi Leute,

ich bin auch schon 49 und ja, es dürfte vielfach zutreffen, dass ich über die Aus- und Einblicke die mein 114er bot mehr gestaunt habe als mancher heutige Einsteiger an gleicher Stelle mit 8". Das Stichwort heißt wohl Reizüberflutung im Medienzeitalter.

Das ist aber eigentlich eher genau das schlagende Argument für den 8" F/6, auch weil es den günstigen Einsteigerdoban in 6" F/6 immer noch nicht gibt.

Ein neuerdings erhältlicher 6" F/6 OTA mit 2" OAZ in sicher guter Qualität kostet über 500 € (nackich wie man so sacht).
Ein 4" FH mit passender Monti kostet 300-400 €, eher mehr.
Ein 8" F/6 Dobson ist ab 300 € zu haben.

Damit ist die große Öffnung auch noch unter finanziellen Gesichtspunkten der "vorsichtigste" Einstig und...wo wir schon dabei sind, die Zeiten wo ein 8" F/6 im Teleskoppark "GROß" zu nennen war, sind auch schon länger vorbei.
Die guten alten Zeiten......jajaja....?!?!

CS
*entfernt*
 
Zitat von Franjo:
Zitat von hasebergen:
Deep Sky erst ab 8 Zoll? Na, zuviel Birkmaier gelesen, wie *lach* ??


Tach auch Hannes,


Alpenhimmel iss was feines, da fährst Du dann ohne Instrument hin, weil ja 8mm völlig ausreichen (lach).

Egal wo, unter gegebenem Himmel zeigt ein 8-Zöller immer mehr als ein Dreieinhalbzöller. Ein 80'er ist klar ein schönes Genussmittel, wenn man was größeres in der Hinterhand hat ;o)

Clemens ist Schüler und sucht was erschwingliches mit annehmbarer Qualität, also lass den Snob drin.


Gruß Franjo

Moinsen Franjo ...

Snob? Soll ich das so verstehen, das ich dem Clemens einen 80er Apo empfohlen haben soll? Ist da (passiert ja bei einigen hier) der unsinnige Hannes-schreibt-was=muss-eine-Apoempfehlungsein-reflex hochgekommen ;)?!?

Neenee, hab ja ganz bewusst dies Beobachtungen mit nem 80er Newton aus den Alpen zitiert.

Ich werde doch den Deubel tun, hier nochmal was zu positiven Eigenschaften diese miserablen, versch******* Apos zu schreiben. :totlach2:

Weil, dann kommt sie wieder ... die Lawine derer, die ... ;)

Und das - ich wiederhole mich - ein Mehr an Öffnung dem Weniger an Öffnung i.d.R. bei gleicher Quali und gutem Himmel überlegen ist, Binsenweisheit.

Das einzige, was ich mit meine Postings sagen wollte, ist, das Deep Sky eben nicht erst mit 8" beginnt und das solche Aussagen ... naja ... :mauer:

Greetzle Hannes
 
Hallo Theo,

auf dem Papier betrachtet, ist das eine respektable Einstellung. Aber in der Praxis stellt sich heraus, dass kleine Optiken mit gewohnheitsmäßig unzureichenden Montierungen auf den Markt geworfen werden, und da stellt sich der Einsteiger wohl eher die Frage, wie wackelig denn dann so ein Riesenrohr erst sein wird!
Kauft man aber eine ansprechende Montierung hinzu, und man kann sich da auf den Standpunkt stellen, dass es selbst für 80mm Öffnung durchaus eine Montierung der GP-(Clone-)Klasse sein kann, dann landet man wieder bei Preisen, die im Vergleich zum Dobson nicht besonders attraktiv sind.

Oder mal mit den (aus dem Gedächtnis frei wiedergegebenen) Worten eines Händlermitarbeiters: "Man muss sich im Klaren darüber sein, dass diese ganzen günstigen und kleinen Geräte nichts weiter sind, als Spielzeug. Für den Preis ist auch nichts anderes möglich."

Die harte Realität, der man sich stellen muss, ist, dass eine (durch Stabilität, nicht Schnickschnack) komfortable Montierung für sich schon über 200 Euro kostet. Dabei ist völlig egal, ob es eine parallaktische oder azimutale Montierung ist (und Goto geht gleich mal gar nicht). Der Dobson hingegen kommt quasi "ohne Montierung" aus, dass ist der minimalistische Vorteil dieser Bauweise und das zahlt sich genau in diesem Preisbereich maximal aus, weil man mit allen sonstigen Lösungen im Prinzip ein "Paket aus Schwächen" einkauft.
Konkret: Ich kaufe für 300 Euro ein parallaktisch montiertes Teleskop (ohne Zubehör). Ich kaufe:
- Nachteile einer justieranfälligen, obstruierten, günstig produzierten Spiegeloptik
oder
- Nachteile eines farbfehler behafteten Achromaten, der auch mechanisch wenig überzeugend aufgebaut ist und genauso die Serienstreuung günstiger Optiken hat.
Dazu kaufe ich die Nachteile einer billigen Montierung, die mechanisch unzureichend stabil ist, auf einem unzureichenden Stativ (Plastikübergänge) steht, in der Handhabung schlecht ist und mühsam mit Handwellen bewegt werden muss (wenn nicht sogar die Wellen fehlen und nur Drehknöpfe da sind).

Man kauft ein Paket von Nachteilen, die sich auch nicht beheben lassen, es sei denn durch Verkauf des Teiles an den nächsten leidensfähigen Sternfreund.

Der 8" f/6 Dobson hingegen hat sich als ohne Bastlerkönnen verbesserbar, erlernbar, beherrschbar, optisch verträglich, robust und zuverlässig erwiesen. Das macht seine Attraktivität aus. Zur kleineren Summe der Nachteile kauft man dazu noch eine wesentlich überzeugendere optische Leistung ein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven!


Über eines sind wir uns ALLE einig, auch ich:

Preis/Leistung = Dobson 8"f6 Punkt - keine Diskussion!

Eine neue EQ3 mit elektrischer Nachführung, die auch nicht das Gelbe vom Ei ist und ein ED80/600 kostet da bereits mehr als der Dobson.
Noch billiger( leider auch in Qualität und Mechanik) gibt es nur noch bei Lidl( 70/700 oder ETX70).

Die beiden Letztgenanten können jedoch sicherlich nur überraschen und nicht entäuschen.

Mir gefällt einfach der Slogan:

"Langsam mit der Braut ins Bett!" :biggrin:

Wenn auch heutzutage ein 8" kein Rießenteil mehr ist, so kann ein Anfänger weder mit 5cm noch mit 20cm sinnvoll umgehen.
Ich kenne zwar keine nachvollziehbaren Bilanzen, aber der Anteil der Wiederaussteiger aus diesem Hobby ist bei den Dobsonianern sicherlich gleich groß, wie bei den Refraktorianern, nur behalten sich viele den kleinen Refraktor als Naturspektiv und schauen immer einmal wieder auf den Mond.
Der Dobson Besitzer verschleudert sein Gerät und schaut dann nie wieder durch ein Teleskop.
So verliert er dieses( unseres!) schönste Hobby der Welt völlig aus den Augen, was schade ist, finde ich.

Soviel vielleicht noch zur weiteren Anregung!

lg Theo





 
Linse oder Spiegel? - Was tut dem Anfänger gut ...

Hi allerseits!

Enttäuscht werden kann man nur, wenn man vorher zu hohe Erwartungen hatte.

Wer - wie ich - hier im Forum durch die harte "Intensivberatermangel" :super: gedreht wurde - freiwillig wohlgemerkt!) ;) - der hat schon mal gute Chancen nicht über eine zu hohe Erwartungshaltung zu stolpern.

Wer dann noch die Chance wahrnimmt, sich bei einer Volks- oder "Privat"-Sternwarte oder bei anderen Astro-Kollegen, die entsprechenden Anschauungen einzuholen, wird bestens gerüstet sein, um einschätzen zu können, ob und wie er einsteigt um dann doch eher kontinuierlich dieses Hobby zu praktizieren.

Wer allerdings mehr oder weniger spontan von Hochglanzprospekten und tollen (bunten!) DSO-Bildchen in diversen Publikationen zum Kauf eines Teleskops (egal ob Linse oder Spiegel, "dick" oder "dünn") verleitet wird, wird wohl auch zwangsläufig erstmal mit Enttäuschungen zu kämpfen haben ... und oft die Lust oder zumindest etliche Nerven verlieren.

Ich "kämpfe" übrigens auch ... mit Streulicht der übelsten Sorte auf meinem Balkon am Rande eines Millionendorfs ... aber ich habe den "Kampf" bewusst aufgenommen - nachdem ich eben hier durch oben genannte "Mangel" gedreht wurde ;)
Leider konnte ich bisher noch nicht so richtig "zum Gegenschlag ausholen", da Wetter und Zeit den "Schlachtplan" nicht ganz unerheblich beeinflussen ... :)

Übrigens ist das wohl auch so ein "Aufgabepunkt":
Wetter und seine Eskapaden. Ich denke mal, dass das auch nicht wenige anfangs Begeisterte so "verzweifeln" lässt, dass das Teleskop ziemlich tief verräumt wird ;)

Fazit: Für den, der den Weg hier in dieses Forum vor dem Kauf eines Teleskops gefunden hat, ist das schon mehr wie die "halbe Miete" zu 'nem tollen Hobby :super:
 
Hallo Theo,

Ich kenne zwar keine nachvollziehbaren Bilanzen, aber der Anteil der Wiederaussteiger aus diesem Hobby ist bei den Dobsonianern sicherlich gleich groß, wie bei den Refraktorianern
Meine Beobachtung sieht anders aus. Es gibt reichlich Wiedereinsteiger, die berichten, sich von den Problemen mit ihrem Kaufhausteleskop (ob Klein-Refraktor oder sogar 114/900 auf EQ1 (!!!)) haben abschrecken lassen. Häufig ist es dann der Blick durch ein Teleskop mit 8" Öffnung gewesen, der sie bei irgendeiner Gelegenheit plötzlich zu der Erkenntnis brachte, dass da mehr geht.

Meiner Meinung nach machst Du denselben Fehler wie praktisch alle Einsteiger: Die Wichtigkeit der mechanischen Qualität und der Handhabung des Teleskopes wird unterschätzt! Ich nenne den günstigen Dobson da übrigens nicht optimal, aber eine andere Klasse ist der nicht nur optisch, sondern auch bezüglich der Benutzung.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von *entfernt*GMS:
Ein neuerdings erhältlicher 6" F/6 OTA mit 2" OAZ in sicher guter Qualität kostet über 500 € (nackich wie man so sacht).
Ein 4" FH mit passender Monti kostet 300-400 €, eher mehr.
Ein 8" F/6 Dobson ist ab 300 € zu haben.

Moin Günther & all

bei dem sicher bald kommenden 6"/f6 Newton bin ich auf die Preisgestaltung doch mal sehr gespannt: Sollte dieses Gerät von GSO & altera kommen, MUSS der eigentlich billiger sein, als der bekannte 8"f6er Newton. Denn er ist kleiner, leistet weniger als der 8er und sollte in der Herstellung auch günstiger sein.

Bin mal gespannt, wie hier dieser doch etwas vorkommende 6"/f6-Hype preislich durchschlägt...
Kurz: Logischerweise muss ein 6"f6er Dobson bei vergleichbarer Ausstattung billiger sein, al der 8"er/f6.

Nur mal so ein Gedanke ...

Greetz Hannes
 
@ all,

hierzu nur ein kleines Beispiel vom 5. Deutschen Astronomietag, an dem wir mit unserem Club vertreten waren.

Dabei hatten wir einen Selbstbau-Reisedob in 8", meinen 8" f5 und einen 12" GSO sowie das Miyauchi 20x77 und einen Bresser Refraktor.

1. zur Bedienung
Der Bresser war parallaktisch auf einer Billig-Monti aufgebaut, wohl so wie geliefert. Keiner der (unbedarften) Besucher kam mit dieser Montierung zurecht. Alle bemängelten das Gewackel und bekamen nicht mal Jupiter richtig rein, wenn sie es selbst versuchten.
Nachdem wir die Dobsons erklärt und deren Nachführung erläutert hatten, kam selbst unser ältester, ein 84 jähriger Herr mit Stock (!) nach 5 Minuten damit klar und konnte den Mond gut nachführen. Jüngere um die 30 schafften es dann, den Dob bei 150-fach so nachzuführen, daß sie Albireo dem nächsten Beobachter mittig eingestellt "überreichen" konnten.
Wir als Operateure standen nur noch staunend und erfreut daneben und "durften" dann nur noch neue Objekte einstellen.
Ein Abend, der allen gefallen hat.

2. Preis
Alle Besucher waren über die Preiswürdigkeit des 8" Dobsons überrascht. Diesen Lichteimer hätten fast alle jenseits der 2000 Euro-Klasse angesehen. Wohlgemerkt, keiner hatte sich zuvor intensiv mit der Astronomie oder mit den Geräten befasst.

Am Schluß stand der Bresser einsam auf der Wiese und am Schluß hätten wir ihn beinahe vergessen, wieder einzupacken...

Auch der Anbrick im Miyauchi (bei M13) überzeugte. Kaum einer der Besucher dachte, daß man ihn in einem Fernglas sehen könnte. Aber jeder wollte ihn dann als nicht nur verwaschenes Lichtfleckchen auch im "großen" sehen.

Soweit zu meinen gerade ein paar Tage alten Erfahrungen.


CS
Winfried
 
hallo Leute,

so ziemlich jeder der mit dem Sterngucken beginnen möchte, sieht zuerst mal in einem Buch oder einer Zeitschrift oder im TV diese fantastischen Fotos von Galaxien, Kugelsternhaufen, Planeten etc.

Ich habe oft erlebt dass sie dann ganz enttäuscht sind vom Blick durch ein 10cm Teleskop: "Dieses schwache Fleckchen ist die Andromeda Galaxis?" Man wird dann belächelt dass man für sowas Begeisterung zeigen kann.

Fazit: Ein 8" Dobson ist genial für den Beginn! Weniger bringts nicht.

lg Tommy
 
Hallo Tommy,

naja, ob ein 8-Zöller im Vergleich zu den erwähnten Hochglanzfotos die Begeisterung auslöst...
Dein Beispielobjekt M31 finde ich übrigens im Fernglas
am schönsten anzuschauen, wie auch viele andere Deep-Sky-Objekte.

MfG Timmi
 
So Leute,

haben wir nun Clemens vergrault?

Zumindest meldet er sich nicht mehr. Das war aber bestimmt nicht unser Ziel. Ich hoffe, daß er bei unserer zwischenzeitlich "hauseigenen" Diskussion noch mitliest und sich seine Gedanken zu dem Geschriebenen macht.

Denn wir möchten doch auf jeden Fall jeden Anfragenden auch zu unserem Hobby bringen und diesmal waren wir doch ganz "brav"...

CS
Winfried


p.s.: melde Dich mal wieder rein
 
Hallo Hannes,

und auch für alle Anderen....ich sehe da kein 6" F/6-Hype, zumal da zwar ein Gerät inzwischen vorhanden ist welches aber an der Zielgruppe "Low-Budget" Einsteiger mit noch unklarer Interessenlage preislich klar vorbei läuft.
Das seinerzeit angedachte, virtull von Hobbyastronomen innerhal von Minuten konfigurierte Gerät, wird m.E. nicht kommen, da teile ich Deine Bedenken, wenn auch sicher aus anderer Perspektive.

Also bleibt der 8" F/6 der visuelle Allrounder mit dem bei weitem besten Preis-/Leistungsverhältnis und damit für mich das derzeit empfehlenswerteste Einsteigerteleskop.

Garade dieses Teleskop kann und wird häufig auch auch den Weg bereiten für die von vielen so heiß geliebte "kleinere, gerne auch feine Linse", und zwar im zweiten Anlauf als Schnell-, Reise-, Übersichts- und unproblematisches Genußteleskop.
Wenn ich mich selbst betrachte, so bin ich vom Fernglas über den 114er bis zum 8" F/6 gekommen und dieses Teleskop hat mir den Himmel so gezeigt, wie ich es mir immer vorgestellt und gewünscht hatte.
Will ich mehr Öffnung?....Na klar. Dennoch habe ich vor diesen Wunsch einen kleinen Refraktor gesetzt, weil der mir wichtiger war als eine weitere Öffnungssteigerung.
Die Ziele definieren sich eben nicht sofort beim Einstieg sondern über Jahre hinweg und unser Hobby hat den Vorteil, dass man auch jahrelang Zeit hat.
Genau genommen hat mich erst der 8Zöller den kleinen Öffnungen, auch den Ferngläsern, wieder näher gebracht und das Interesse an dem Hobby insgesamt wiederbelebt.

Ich, ich, ich...jaja das fällt schon auf...aber wenn wir uns ehrlich betrachten schreiben wir alle nur über uns und unsere Erfahrungen, Ansichten, Erkenntnisse.
Der interessierte Einsteiger muss sich halt die enthaltenen Informationen ziehen und schauen, was für ihn passt und was nicht. Dann haben selbst Argumente und Aussagen die er nicht für sich anwenden will/kann etwas gebracht.

CS
*entfernt*
 
Zitat von Sven_Wienstein:
Meiner Meinung nach machst Du denselben Fehler wie praktisch alle Einsteiger:
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Als Einsteiger würde ich mich, nach über 30 Jahren Hobbyastronomie nicht bezeichnen, ich habe nur eben andere Erfahrungen gemacht als Du.
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Die Wichtigkeit der mechanischen Qualität und der Handhabung des Teleskopes wird unterschätzt!
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Keinesfalls - jedenfalls nicht von mir, ich behaupte einfach das ein kleiner Refraktor von einem Anfänger leichter zu händeln ist und eben auch zusätzlich zur Naturbeobachtung heranzuziehen wäre.
Ich kenne eben viele Anfänger, ´die einem Dobson nicht soviel abgewinnen können, wie Du.
Es gibt sie( auch wenn Dein Dobsonherz es nicht wahr haben möchte ;)) noch immer, die "Gegner" des Dobsons und das ist auch gut so, denn wo sonst könnten wir auch einmal durch einen tollen Apo gucken oder mit einer schönen deutschen Montierung in der Gegend herumkurven?
Wäre doch stinklangweilig wenn auf Teleskoptreffen nur noch Dobsons anzufinden wären oder ?

lg Theo
 
Zitat von Berberich:
Hallo

Nach einigem Lesen und der positiven Verwunderung, daß es keine Ausrutscher gab, mal meine Meinung:

1. Der Frager ist 13 Jahre alt
2. Da Buget dürfte nicht all zu groß sein
3. Wie ich verstanden habe, hat er hier in den Foren einen Bekannten mit Teleskop

Gut, ich bin zugegebenermaßen ein Verfechter des Newtons, habe aber auch einen Refraktor.

Wäre für einen 13-jährigen nicht als Ersteinstieg ein Fraunhofer mittlerer Größe, azimutal montiert und "beigefüttert" mit guter Literatur und einer Sternkarte nicht am besten gedient?


-- Ist nur ein Denkanstoß

CS
Winfried

Hallo Winfried,


guter Denkanstoß!

mein Sohn war vor 3 Jahren auch noch dreizehn, und in dem Alter hat man es nicht mehr mit "Kindern" im Sinne von "Pflegefall" zu tun. Ein sechs- oder 8Zoll-Dobson ist in diesem Alter durchaus körperlich zu bändigen. Kinder (eher junge Erwachsene)) sind viel weniger überfordert - geistig wie körperlich - als wir glauben. Und Öffnung ist nun mal durch gornix zu ersetzen, bei passabler Qualität die ich mal voraussetze. "Fraunhofer" heißt immer mit Montierung und bei akzeptablem Preis mit entsprechend "winziger" Öffnung.
Das bedeutet wackelig, und bei steigender Vergrößerung geht das Licht aus.

Fazit: Dobson is beginner's scope, nothing else!

Gruß Franjo
 
Hi Franjo,

ist ja auch meine Meinung. Muß nur zugeben, daß ich mich bei den Jugendlichen recht schnell verschätze, da ich selbst (leider) keine Kinder habe.
Von daaus gesehen: Dobso, Dobso, Dobson...
Den 13-jährigen sehe ich wohl immenoch als 7-jährigen an und das ist falsch.

CS
Winfried
 
Hallo an Alle die hier mitwirken,

Clemens und ich, wir waren gestern abend auf Beobachtungstour. Zunächst in der Zollern-Alb-Sternwarte in Brittheim, bei einem Vortrag von Silivia Kowollik zum Thema Galaxien und dann noch am 80cm-Spiegel der Sternwarte. M13 und M57 durfen wir uns anschau'n.

Gegen 22Uhr sind wir dann in Richtung RATT losgefahren und dort gegen 23:45 angekommen.

Bei einem 6.0 Himmel hatten wir die Möglichkeit durch 12", 10" und 8" Dobsons zu schau'n. War ein tolles Erlebnis für Clemens, aber auch für mich. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an die netten Teleskopbesitzer.

Folgendes konnten wir beobachten:

- M76
- M27
- M57
- Cirrus
- h und x
- M31 (zwei Stabbänder und Sternhaufen im Nebel sichtbar)
- M81
- M82
- 3077
- M42 (auch durch's Bino am 10") Hammer!!!

Ich glaube Clemens versteht nun, dass ein Dobson schon ne tolle Sache ist, wenn's auf Öffnung ankommt.

Interessanter Weise war der Anblick von M42 im 8"-Galaxy-Dobs fast genau so beeindrucken wie durch den 10". Jedoch war der Anblick im Bino einfach nur umwerfen.

Gruß
Martin



 
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