Rich-Field-Teleskop

b_schaefer

Mitglied
Der 130er PDS von Skywatcher sieht doch schon ziemlich gut für den Zweck optimiert aus. Der große, relativ kurzbauende Auszug sollte die Nutzung der vollen Öffnung ermöglichen. Der große Fangspiegel sollte auch ein kurzbrennweitiges Übersichtsokular ausleuchten. Was wäre denn daran noch dringend zu optimieren? Gelegentliches justieren ist ja nicht das große Problem, denke ich.

Sind solche mitgelieferten Schellen eigentlich dafür geeignet, bei Bedarf den Tubus darin zu drehen, um das Okular an eine bequeme Position zu bringen?

Und, an Mathias‘ Frage anschließend, was bräuchte man für so ein Gerät als Untersatz?

Viele Grüße,
Sebastian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sebastian,

ich hab mal beim Händler meines Vertrauens geschaut, da gibt es den:
Skywatcher N 130/650 Explorer 130PDS OTA.

Dazu werden folgende Montierungen empfohlen:
a) Skywatcher AZ-EQ-5-GT SynScan GoTo
b) Skywatcher EQM-35 PRO SynScan GoTo
c) Skywatcher Star Discovery AZ SynScan WiFi GoTo

Rein nach dem was der Tubus wiegt (4Kg) scheint die Discovery ausreichend zu sein.

Ich benutze meinen 120/600 mit einer
AZ-S GoTo.
Die kommt eigentlich von einem Maksutov 127/1500. Funktioniert aber bestens mit dem 120/600.
 

b_schaefer

Mitglied
Danke Mathias!

Montierungen sind ziemliches Fachchinesisch für mich. Aber soweit ich das verstehe, sollte man eher nicht an die angegebenen Grenzen gehen. Zudem benötigen die Empfehlungen alle Strom, oder? Für Weite Felder braucht man ja nicht unbedingt GoTo. Eigentlich würde das Peilen über das Rohr da ausreichen, oder?

Mir geht es darum, zu verstehen, wie man für den Zweck (‚Rich Field‘) eine sinnvolle Ausrüstung planen würde. Mit Fernglas und Refraktor verstehe ich das halbwegs, beim Newton versuche ich zu lernen.

Übrigens meinte ich im vorherigen Beitrag natürlich langbrennweitiges Übersichtsokular...

Viele Grüße,
Sebastian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sebastian,

vor weg, ich bin (auch) noch Anfänger, kann somit nur aus meinem bis dato nur eingeschränkten Efahrungsschatz schöpfen.

Ja, alle die von dem Händler aufgeführten Montierungen sind GoTo, also mit Strom.
Wie gesagt ich benutze meinen Refraktor mit einer
AZ-S GoTo.
Die eigentlich von einem Maksutov 127/1500 kommt. Rein vom Gewicht her hatte ich auch erst die Befürchtung das es eng wird. Aber für das rein visuelle Beobachten ist es ausreichend. Kamera würde ich nicht mehr drauf packen.

Dann stellst Du Dir eine manuelle Montierung vor? Paralaktisch oder Azimutal?
Eine Paralaktische wäre die EXOS-2/EQ-5. Die trägt bis zu 13 Kg und ist auch noch gut transportabel. Die wiegt mit Stahtativ ca. 14Kg. Mit einem Newton (der oben erwähnte) oder einem Achromaten (der meine 120/600) bist du noch unter 20Kg. Ohne Okulare und anderes Zubehör natürlich ;-).

Ich denke mal, das Du mit einem Sucher auch zurecht kommst, wenn kein GoTo sein soll. Für die hellen Objekte im Bereich Rich-Field sollte es auch gehen (Stichwort M31). Ansonsten ist es halt von Deiner Umgebung abhängig was Du über den Sucher erreichst und was nicht.

Was die Okulare angeht, benutze ich zum Aufsuchen ein 31mm Hyperion und geh dann runter auf 17mm Redline oder 13mm Hyperion. Je nach dem wie es besser für mich passt.

Hoffe es hilft was.
 

Astrozoom GM

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Hallo zusammen,

zunächst mal bin ich kein Parallaktiker, ich baue die Teile immer auf eine Dobsonmonti und die sind inzwischen auch alle selbst gebaut. Die Refraktoren wurden immer als Richfielder und Supersucher auf den Dobson geschnallt.
Montierungstechnisch liegt Armin mit dieser Tabelle nach allem was man hört und liest immer sehr gut und richtig (und nicht nur da):

Deepsky Brothers

Die einzige Ausnahme bei mir ist inzwischen der 100/600er FH. Der kommt ab und an auf einer alten NexStar GT zum Einsastz, die auch für andere, also z.B. Gast-/Testteleskope schon mal als Unterbau herhalten muss.
Der 100/600er ist ein massiver Eigenbau und mindestens so schwer wie ein "normaler" 120/600er, aber da man die Monti nicht anfassen muss, wenn man erst mal fokussiert hat, sondern mit den Motoren fahren kann, geht das noch mit gemäßigten Ausschwigzeiten.

Der 130/650er PDS wäre in der Tat schon beinahe richtig gut fürs visuelle Weitfeld, wenn die Sache mit dem niedrigen OAZ und dem großen FS nicht ein wenig täuschen würde.
Um visuell in den Fokus zu kommen braucht man zwingend eine 35 mm lange Verlängerungshülse zusätzlich zum (Vorsicht Erinnerungsangabe, nicht gemessen) eingefahren 71 mm hoch bauenden FS, macht mit 20 mm Zugabe für Zubehör schon 126 mm über Tubus.
Das bedingt wiederum, dass der große Fangspiegel eher seiner Position im Strahlenkegel geschuldet eben diese Größe hat und trotzdem eigentlich eher knapp ausleuchtet. Das geht z.B. beim PDS noch, da gibt es erschrechelknd viel Schlechteres.
Ohne die Hülse, also mit 91 mm über Tubus wäre das alles dennoch tatsächlich viel entspannter und besser. Wenn man einen kurzbauenden OAZ (mit 40-55 mm Höhe eingefahren) nähme, könnte man mit üppiger Ausleuchtung sogar schon langsam über den nächstkleineren Fangspiegel nachdenken.

Aber leider leider kommt man ja ohne diese babilonischen Turmbauten mit manchen Fotolösungen nicht in den Fokus.
Damit können wir das als Option also schon mal voll vergessen oder müssen es eben basteln, wenn wir wollen und können.
Man muss das, wie schon mal geschrieben, ja nicht wollen, denn soooo schlecht sind die Teile ja auch wieder nicht aufgestellt, zumindest, wenn man willens und in der Lage ist sie alle Schaltjahre und nach Umbaumaßnahmen wieder ordentlich zu justieren.
Und nein, selbst wenn man das will, ist man immer noch weit weg von Perfektion, sondern nur annähernd da, wo man auch an eigentlich gegebene, aber eben verborgene Leistung ran kommt.

Gruß
Günther
 
Zuletzt bearbeitet:

Antares

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Hi
der 130iger PDS macht mir auch viel Spaß und ist mein Schnellspechtler, Richfielder etc wenn es kein FG sein soll. Parallaktisch ist die EQ3-2 ( NEQ3) visuell gut verwendbar. Fotografisch dürfte es auch gehen, wenn nicht viel Wind herrscht. Wer auf Nr. sicher gehen will ist mit GP-Klasse bestens versorgt.
Azimutal, geht sogar die Giro Mini wenn man die Gegengewichtsstange hat und mit 1-2 Kilo belädt.
CS
 

b_schaefer

Mitglied
Vielen Dank für die Auskünfte! Ist bei mir nichts aktuelles, nur zum Verständnis.

Spannend, dass auch Newtons auf Alt-Az montiert werden. Aber klar, warum auch nicht. Das sollte ja auch den Einblick konstanter halten.

Viele Grüße,
Sebastian
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sebastian,

die Rockerbox ist nicht's anderes als eine azimutale „Rockerbox“-Montierung ;-). So hab ich es zumindest verstanden.
 

Antares

Mitglied
Hi Sebastian
jeder Dobson ist azimutal, wenn man es genau nimmt.
Das geht gut aber auch hier muss man schauen, dass die Verhältnisse passen.
Wenn man variabel sein will, nimm wie ich, die Giro III bzw. XXL. Da sind 10 Kilo Belastung nichts. Dazu ein Stahlrohrstativ, wie es sie für EQ5 z.B. gibt. Haken hat das azimutale bei langen Tuben i.V. mit dem Stativ, weil es hier Kollisionen geben kann.
CS
 
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