Richtiges Teleskop für einen Einsteiger?

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DarkShadowInSil

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Hallo

Ich wollte mal fragen, welches Teleskop ihr einem Einsteiger Empfehlen würdet?

Das Preisleistungs verhältnis wäre wichtig. Mehr als 300 Euro wollte ich für dein Anfang eig. eher nicht ausgeben, oder wirkt das zu unterirdisch von den Preisen her?

Wie viel Leistung kann ich für 300 euro denn erwarten?

Liebe Grüße
 
Hallo!

Was möchtest Du denn beobachten?

Grüße

fquadrat
 
Hallo,
Zitat von DarkShadowInSil:
Das Preisleistungs verhältnis wäre wichtig. Mehr als 300 Euro wollte ich für dein Anfang eig. eher nicht ausgeben, ...
Da lässt sich prinzipiell was machen.
Zitat von DarkShadowInSil:
...oder wirkt das zu unterirdisch von den Preisen her?
Keineswegs.
Zitat von DarkShadowInSil:
Wie viel Leistung kann ich für 300 euro denn erwarten?
Das hängt natürlich von deinen Erwartungen ab. Aber mit einem Gerät dieser Preisklasse kann man schon über viele Jahre hinweg beobachten.


Generell läuft das bei deinem jetztigen Anforderungsprofil auf einen Dobson hinaus, denn da stimmt das Preisleistung-Verhältnis in jedem Fall. Wenn du mit der Größe, dem Gewicht und der manuellen (=händischen) Nachführung klarkommst, ist ein Dobson eine gute Wahl. Bei deinem Preisrahmen ist ein neuer 6" f/8 Dobson drin. Gebraucht dann auch ein 8" f/6 Dobson. Mit 3-4 einfachen Okularen und einer einfachen Sternkarte lässt sich schon einiges anfangen.

Wir haben hier übers Forum zum Beispiel einen 6" f/8 Dobson + 4 günstigere Okulare für unter 200 Euro bekommen. Damit lassen sich Mond und Planeten schon gut beobachten. Auch im Deepsky-Bereich (Nebel, Galaxien, Sternhaufen, ...) kann man viel entdecken. Aber das hängt auch immer von den Erwartungen ab.

Das war jetzt einfach mal ein Vorschlag für ein möglichst großes Teleskop für kleines Geld. Es gibt natürlich noch viele andere Varianten, die mich persönlich nicht so sehr überzeugen. Deshalb belasse ich es erstmal hierbei. Du wirst sicher noch mehr Meinungen/Empfehlungen hören ;)

Generell ist es aber immer gut, sich vorher mal Teleskope live anzuschauen und unter dem Nachthimmel einen Blick zu riskieren.

Gruß, Robert
 
Hallo,
hast du schon einmal durch ein Teleskop einen Nebel angeschaut? Manche Leute denken, man sieht Farben und Strukturen, wie man sie vom Hubble-Teleskop kennt.
Ich sage es deshalb, dass du nach der Ausgabe von 300 Euro nicht enttäuscht bist über das, was man wirklich sieht.
Mein Tipp: Gehe einmal in eine Sternwarte oder schau mal durch ein Teleskop eines Amateurastronomen.
 
Hallo "DarkshadowInSil",
Zitat von DarkShadowInSil:
Ich wollte mal fragen, welches Teleskop ihr einem Einsteiger Empfehlen würdet?

Das Preisleistungs verhältnis wäre wichtig. Mehr als 300 Euro wollte ich für dein Anfang eig. eher nicht ausgeben, oder wirkt das zu unterirdisch von den Preisen her?

Wie viel Leistung kann ich für 300 euro denn erwarten?

als Ergänzung zu den Tipps sind vielleicht noch diese Seiten für Dich interessant:

http://taunus-astronomie.blogspot.de/2012/05/imgegensatz-zu-vielen-artikeln-auf.html

http://home.arcor.de/piu58/aindex.html

http://www.deepsky-visuell.de

Gruß

Ronald
 
Hi DarkShadowInSil,

Ich bin eher an der Beobachtung von Nebeln interessiert.

das ist was ganz spezielles. Dafür ist vor allem viel Öffnung (minestens 6", 8" sind besser) und ein richtig dunkler Landhimmel notwendig. Aus einer Stadt heraus kannst das schlecht beobachten. Nebel sind furchtbar lichtschwach. Die saufen in hellen Stadthimmel ab. :(

Wenn Du Nebel beobachten willst, solltest Du auf alle Fälle einen Dobson nehmen. Da steckt fast das ganze Geld in der Teleskopoptik. :super:

Und Dir klar drüber sein, daß Du eventuell weit mit dem Auto fahren mußt, bis Du dunklen Himmel hast. :(

Zudem ist Dein Budget an der absoluten Untergrenze. Denn Du brauchst neben dem nackten Teleskop auch noch weitwinklige Okulare (die Okulare, die beim Teleskopkauf dabei sind, sind nicht wirklich der Bringer, wenn Du Nebel beobachten möchtest), einen Sternatlas (damit Du da oben die Nebel findest) sowie eine Rotlichttaschenlampe (zum Lesen im Atlas) und weil ein Dobson ein Spiegelteleskop nach Newtonbauart ist, mußt Du auch noch lernen, wie man das Teleskop nach dem Transport vor der Beobachtung justiert.

Nebel (also Galaxien, Supernovaüberreste, Planetarische Nebel und H-Alpha Gebiete) sind im Teleskop immer nur graue fluffige Wölkchen. Wie Zigarettenrauch. Mehr nicht. Feine Strukturen kannst Du da als Anfänger nicht sehen. Und auch mit viel Beobachtungserfahrung bleiben es "graue etwasse".

Der Anblick im Teleskop ist nicht mit bunten Fotografien zu vergleichen.

Ehe Du also wegen falscher Erwartungen 300 Euro verbrätst und dann völlig enttäuscht bist, gehe zu einer Sternwarte und laß Dir mal ein paar Nebel zeigen. Und dann entscheide, ob es das ist, was Du erwartet hast.
 
Hallo Fee,

Zitat von Sternenfee123:
Nebel (also Galaxien, Supernovaüberreste, Planetarische Nebel und H-Alpha Gebiete) sind im Teleskop immer nur graue fluffige Wölkchen. Wie Zigarettenrauch. Mehr nicht. Feine Strukturen kannst Du da als Anfänger nicht sehen. Und auch mit viel Beobachtungserfahrung bleiben es "graue etwasse".

Der Anblick im Teleskop ist nicht mit bunten Fotografien zu vergleichen.

Ich gebe dir recht. Da liegen schon Welten zwischen manchem visuellen Anblick und einem tollen Foto. Als Anfänger tut man sich sowieso immer etwas schwerer, bei den genannten DS-Objekten subtile Strukturen zu erkennen. Allerdings bleiben diese nicht zwangsläufig struktur- und farblos. Mit entsprechender Erfahrung und dem geeigneten Teleskop ist da eine ganze Menge mehr zu machen. Da werden hellere Nebel plötzlich farbig, auch wenn es im Vergleich zum langbelichteten Foto eher zartere Pastelltöne sind. Auch jede Menge Strukturen kann man sehen.

Sicher, mit 6-8 Zoll Öffnung und einem Budget von 300 Euro sind da Grenzen gesetzt. Aber man kann dem angehenden Sternfreund schon vermitteln, dass hier nach oben "viel Luft" ist.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

Mit entsprechender Erfahrung und dem geeigneten Teleskop ist da eine ganze Menge mehr zu machen. Da werden hellere Nebel plötzlich farbig, auch wenn es im Vergleich zum langbelichteten Foto eher zartere Pastelltöne sind. Auch jede Menge Strukturen kann man sehen.

Du hast deutlich mehr Deepsky-Erfahrung als ich. Ab welcher Öffnung kannst Du unter einem deutschen Himmel Farben bei welchen Nebeln sehen? Und was kostet die dafür notwendige Ausrüßtung (Teleskop + passende Okulare) mindestens?
 
Hi Robert,

Ui, da hast Recht. Jetzt erinnere ich mich, daß ich so kleine PN´s auch schon in meinem 8"er als winzige sternähnliche Fleckles/Scheibchen in türkies gesehen habe. Merci fürs Erinnern. :)

Bei "Nebel mit Struktur" denk ich halt immer an großflächige Objekte mit vielen Bogenminuten Durchmesser (M42, M57, M27, NGC 1499...). Und auf die bezog sich meine Frage an Werner...
 
Hallo Fee,

Nur 2 Paradebeispiele: M42 (Orionnebel) und NGC 7662 (Blauer Schneeball). Ich kann dir jetzt nicht auf Anhieb sagen, ab welcher Öffnung genau Farbe bei diesen beiden Objekten zu sehen ist. Das kommt auch auf die Farbsensitivität des Beobachters an und ist damit individuell auch sehr unterschiedlich. Hierbei sind rein statistisch gesehen die Frauen sogar im Vorteil. ;)

Mit Sicherheit geht es bei M42 bereits ab 7" (sogar in vagen Ansätzen von Stuttgart bei sehr guten Bedingungen). Kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Auch der blaue Schneeball zeigt unter dunklem Himmel mit dieser Öffnung bereits einen leichten Ansatz von Farbe. Bitte aber nicht falsch verstehen: Damit dies offensichtlicher wird sollte man hier besser einen 10" oder gar 12" einsetzen. Je größer, desto besser. Im 18" beispielsweise siehst du eine ganze Palette von unterschiedlichen Farbtönen in M42.

Einen 6" besitze ich nicht und habe auch keinen Zugang zu einem Gerät mit dieser Öffnung. Ob allerdings ein Anfänger diese Beobachtungen mit 6"-8" Öffnung bereits nachvollziehen kann, möchte ich eher bezweifeln. Aber auch hier gibt es große individuelle Unterschiede. Deswegen bin ich da eher vorsichtig in meiner Einschätzung.

Ich denke, dass man mit Newtontelekopen in Dobsonbauweise bereits unter 1000 Euro brauchbare Fernrohre ab 10" Öffnung bekommen kann, welche mit nicht allzu großer Anstrengung Farbtönungen an einigen DS-Objekten zeigen.

Viele Grüße
Werner

 
Hallo Werner,

danke für die Erklärung zu den Farben. Ich denke, ein 10" Dobson liegt weit über dem angedachten Budget vom TO, auch wenn ich den für reine "Nebelbeobachtung" selber auch empfehlen würde. ;)

Aus meiner Sicht beißt sich da der Beobachtungswunsch mit dem geplanten Budget...
 
Zitat von DarkShadowInSil:
Ich bin eher an der Beobachtung von Nebeln interessiert.
Dann würde ich Maksutov-Cassegrains ausschließen, ebenso langbrennweitige Refraktoren.

Vorschläge: Dobson, Newton auf parallaktischer Montierung, kürzerbrennweitiger Refraktor.

Letzterer ist aber ein Spezialist für große Nebel, da im angestrebten Preisbereich nur ein Achromat erhältlich ist, welcher kurzbrennweitig keine hohen Vergrößerungen erlaubt.

Der Dobson bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis und hat wahrscheinlich einen hilfreichen 2"-Auszug, der Newton auf Parallaktik erspart einem das Schubsen.

Zu beachten ist, daß man auch noch Zubehör benötigt, besonders Okulare.
 
Danke für die Antworten, ich werde mal schauen wann ich zeit für einen Besuch in der nächsten Sternenwarte habe. Will mir das erstmal genauer anschauen^^

Grüße
 
Hallo leute!
Ich bin neu hier und freue mich das ich diese seite gefunden habe hoffe und glaube hier auch richtig zu sein!!
Nun ja wie mit sicherheit viele hier bin ich neuling und habe nicht soooo die erfahrung mit teleskopen.
Ich habe zum geburtstag einen newton teleskop mit einer EQ2 befestigung bekommen 130mm "Maksutov"?!

Nun ich kenne mich wie ich leider feststellen musst nun ja garnicht damit aus und würde gerne wissen ob dies als einsteiger in dieses Thema sich lohnt ohne weitere invetitionen zu tätigen bis auf wie ich in erfahrung gebracht habe ein mondfilter und ein okular 8mm?? Jetzt würde ich gerne wissen wie ich mit dem teleskop umgehen muss.
Equipment waren teleskop Barowlens 1,5x und 2x dazu okular 10mm und 20mm.
Ich benutze es auf dem balkon und vor mir bzw ringrum ist es dunkel so das ich bei klarer nacht sehr viel sehen kann balon ist Südwest balkon und ich bin mr ziemlich sicher das ich abends richtung orion gürtel sehe.

Also wenn ich durch mein teleskop schaue und mal etwas einfage und vergrößere glaube ich nicht das ich es richtig mache und um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht wie es richtig auszusehen hat.
Würde gerne die monde von Jupiter oder die ringe vom saturn sehen oder auch ganz gern vllt mal ein nebel kann mir jmd helfen ?? komme aus dem kölner raum!
 
Hi

Zitat von Big_Bang:
Hallo leute!
Ich habe zum geburtstag einen newton teleskop mit einer EQ2 befestigung bekommen 130mm "Maksutov"?!

Was für eines ists denn genau? Newton? Maksotuv? Oder Maksutov-Newton? Und 130mm Öffnung oder 130cm Brennweite? Falls Du dir nicht sicher bist, kannst auch ein Bild von deiner Ausrüstung machen und einstellen oder noch einfacher im Internet eine ähnlich aussehende suchen und verlinken.

Zitat von Big_Bang:
.... bis auf wie ich in erfahrung gebracht habe ein mondfilter und ein okular 8mm??


Ist beides evtl. praktisch, aber keinesfalls zwingend notwendig. Kommt eben aufs Teleskop und das weitere Zubehör an.


Zitat von Big_Bang:
Jetzt würde ich gerne wissen wie ich mit dem teleskop umgehen muss.

Bedienungsanleitung dabei und verständlich illustriert? Sonst such ich mal eine und verlink die.


Zitat von Big_Bang:
Equipment waren teleskop Barowlens 1,5x und 2x dazu okular 10mm und 20mm.

Auch davon am besten ein Bild oder Link raussuchen. Klingt nach wirklich schlechter Barlow (beliebte Dreingabe) und mittelmäßigen RK-Okularen; letztere kann man zum Durchschauen für die allerersten Nächte aber schon verwenden.


Zitat von Big_Bang:
Ich benutze es auf dem balkon und vor mir bzw ringrum ist es dunkel so das ich bei klarer nacht sehr viel sehen kann balon ist Südwest balkon und ich bin mr ziemlich sicher das ich abends richtung orion gürtel sehe.

Am besten mal per Google Maps oder Kompass schaun, wohin Du tatsächlich schaust. Dann noch z.B. Stellarium und ggf. eine kostenlose App fürs Smartphone runterladen, die dir ebenfalls den Himmel ein wenig zeigt.



Zitat von Big_Bang:
Also wenn ich durch mein teleskop schaue und mal etwas einfage und vergrößere glaube ich nicht das ich es richtig mache und um ehrlich zu sein weiß ich auch nicht wie es richtig auszusehen hat.

Dazu braucht es erst ein wenig Ursachenforschung... Sucher und Telsekop korrekt zueinander justiert? Erstmal mit dem 20mm Okular geschaut und dann zentriert? Richtig fokussiert?


Zitat von Big_Bang:
Würde gerne die monde von Jupiter oder die ringe vom saturn sehen oder auch ganz gern vllt mal ein nebel

Ist alles locker in der Reichweite von deiner Ausrüstung.

Zitat von Big_Bang:
Das ist der wichtigste Punkt: Falls Du über oder aus der Städtischen Dunstglocke beobachtest, siehst Du fast gar nichts und das auch noch ziemlich schlecht. Positiv daran ist aber, dass es überall Amateurastronomen gibt, die mal aufs Feld rausfahren --> am besten mit denen verabreden und mit deinem Teleskop mitgehn, da erklärt sich vieles deutlich schneller und einfacher, als hier in Textform.
--> http://www.astronomie.de/gad/astronomische_Vereine.htm

cs
Jürgen
 
Hi,

da Du einen Balkon hast, solltest Du das nächste Mal das Teleskop etwa 2-3 Stunden vor dem Beobachten schon rausstellen. Damit es sich an die Kälte da draußen anpassen kann. Dann wird das Bild im Okular ruhiger und Du kannst besser scharfstellen.

Auch wichtig: Balkontüre hinter Dir richtig zumachen, damit nicht warme Luft durch nen Spalt rausblubbert. Warme Luft verwirbelt mit der kalten Nachtluft und bildet Schlieren. Diese Schlieren werden mitvergrößert...
 
hi Leute danke für eure antworten ja ein bild hatte ich auf ner anderen bereich rein gestellt sollte aber kein prob. sein hier auch ein rein zu stellen.

Also das mit dem teleskop auf balkon stellen und temp anpassen habe ich auch gelesen und auch gemacht!
Tür auch hinter mir zu gezogen.

nun ja ob alles so richtig justiert und kalibriert ist ??? das was ich fest gestellt habe ist doch leider das meine befestigung nicht das beste ist. da es wirklich beim kleinsten berühren sich verschiebt kann aber auch falsch eingestelle sein von mir (mist habe echt kein plan)!
 
das sind sie !!
 

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Hi Big_Bang,

mit der wackeligen Montierung wirst Du (so wie sie ist) nicht viel Spaß haben. Das Gewicht und vor allem der Hebel des relativ langen Teleskopes sind etwas zu viel für die Montierung.

Wenn Du auch noch die Beine vom Stativ weit rausgezogen hattest für bequehmen Einblick ins Okular, dann kann ich Deine Enttäuschung nachvollziehen. Da wackelt alles wie [zensiert]...

Die beiden mitgelieferten Barlow-Linsen sind nicht der "Bringer". Laß die mal lieber weg.

Derjenige, der Dir das Teleskop geschenkt hat, hat es sicherlich gut gemeint, aber er hat da so ziehmlich das suboptimalste Angebot genommen, was es auf dem Markt gibt.

Damit Du weißt, wie es eigentlich ausshen könnte, solltest Du mal zu einer Sternwarte in Deiner Nähe gehen. Schau mal ins GAD. Dort findest Du Sternwarten und Astronomievereine nach Postleitzahlen sortiert. Oder frag mal im Mitgliederboard rum, wer in Deiner Nähe sitzt und Dich mal zu ner Beobachtungsnacht mitnimmt.

Wir haben fast alle mal mit kleinen Teleskopen angefangen. :Trost:

Die Astronomie ist ein schönes Hobby, aber Du mußt noch einiges dazu lernen, bis es alleine richtig Spaß macht. Das geht am besten in einem Verein. Da können die alten Hasen Dir viele Fragen beantworten, Dir zeigen, was Du aus Deinem Teleskop rausholen kannst. Basteln und Optimieren gehört bei uns zum Alltag. :)
 
Hallo Big Bang,

naja so richtig mist ist das jetzt nicht. Du wirst damit die ersten Schritte und Beobachtungen machen können.
Die mitgelieferten Barlowlinsen und Okulare sind bei solchen günstigen Paketen aber meist nicht der Bringer.
Die Barlows sind dafür da die Brennweite deines Teleskops um den auf ihnen stehenden Faktor zu verlängern. Man könnte auch sagen sie vergrößern das Bild um diesen Faktor.
Für die ersten Sichtungen unserer größten Planeten sollte das ausreichen, allerdings wirst du schnell feststellen dass die Barlows deutliche Farbränder (Blau, Rot) an den Planeten verursachen. Das Bild wirkt dann etwas flau und unscharf.
Wenn du die weg bekommen möchtest solltest du in eine neue Barlow (z.B. 3x Barlow) investieren. Die von TS (1,25 Zoll Barlow mit ED Element) sind für Anfänger ganz gut und kosten um die 30 Euro.

Und zum Thema Montierung und Umgang mit ihr solltest du dich in das Thema "Einnorden parallaktischer Montierungen" einlesen. Du hast leider keinen Polsucher an deiner Montierung, aber zumindest grob (mit Kompass, o.ä.) sollte das Einnorden klappen. Es hat also einen Grund wieso das Teleskop auf so einer komischen gekippten Konstruktion sitzt. ;)

Wenn dich das Hobby dann packt gibt man über die Monate und Jahre verteilt immer mal etwas Geld dafür aus. Dann kommt mal ein Okular dazu, dann eine neue Montierung, dann ein neues Teleskop, Kamera... Und eines Tages stehst du da und erinnerst dich mit einem Schmunzeln an dein erstes Teleskop zurück. ;)


Viele Grüße,
Patrick
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

für 300€ würde ich Dir ein gutes Fernglas (80-100 mm) und evtl. ein passendes Stativ (evtl. auch ein Fotostativ) empfehlen - damit wirst Du genauso viel sehen wie mit einem 300€-Teleskop. Du muss natürlich wissen, dass außer Teleskop noch was an Zubehör gebraucht wird, was dann schnell noch mal 300€ kostet. Mit dem Fernglas siehst Du mit beiden Augen, was viel komfortabler ist, und kannst das Fernglas überall mitnehmen. Es gibt wirklich viele Objekte, die man sehr schön im Fernglas beobachten kann. Und wenn Du später doch noch ein Teleskop zulegen willst - das Fernglas kannst Du neben dem Teleskop immer weiter nutzen. Das billige Teleskop ist dagegen (meiner Meinung nach) nur rausgeschmissenes Geld, kannst später kaum verkaufen.
 
Hallo Eddi,

bin mal gespannt, ob Du mit dem Aufwärmen von Superuraltthreads, schneller zur Freischaltung der Bieterforen kommst?

mfg Werner
 
Hallo Werner,


wie sieht es eigentlich mit Doppelaccounts aus - ist Dir da schon einer aufgefallen?


Viele Grüße Felix
 
Hallo leute. habe mal da so einige fragen an euch.
1. TS 1,25 Zoll Barlow mit ED Element, passt die eigentlich auch auf mein Omegon Newton 130/900mm auf parallaktischer Montierung EQ2 drauf was muss ich da so beachten beim kauf einer Barlows bzw. eines okulares was könnt ihr mir denn so empfehlen.
2. wie zum teufel stelle ich mein telekop ein oder richte es aus?
Verzeiht mir bitte die anfänger fragen aber da ich nicht so den durchblick habe muss ich einfach dies fragen stellen.!
Für schnelle antworten wäre ich sehr dankbar!
 
Hi Big_Bang,

ja, die Barlow kannst mit Deinem Teleskop verwenden.

wie zum teufel stelle ich mein telekop ein oder richte es aus?

bitte besorg Dir das Buch "Fernrohrführerschein". Da stehen alle Grundlagen drinn. Lies es durch, probier aus, was dort vorgeschlagen wird und stell dann konkrete Fragen zu den Dingen, die Du nicht verstanden hast.

Oder studiere ab "Wozu dienen die verschiedenen Achsen bei einer parallaktischen Montierung?" den folgenden Link:
http://www.stern-fan.de/Seiten/montierungen.htm

Oder geh mit Deinem Teleskop zu ner Sternwarte (bitte vorher Termin ausmachen) und laß Dir zeigen, wie es geht.

Oder such im Mitgliederboard nach Beobachtergruppen in Deiner Nähe, mach nen Termin aus.

Du hast ne parallaktische Montierung, den Umgang damit mußt Du lernen. Darum kommst net vorbei. Das muß sein. Das beginnt damit, daß Du erstmal die einzelnen Teile Deiner Montierung mit Namen benennen kannst und weißt, was welcher Knopf bewirkt.

Ist wie beim Autofahren. Da mußt auch lernen, wo das Bremspedal oder die Kupplung und das Gaspedal ist. Und welche Art von Kraftstoff in den Tank muß. ;)

Und dann mußt zumindest ein paar Sternbilder am Himmel identifizieren können. Also auswendig lernen. Dabei ist das Programm Stellarium sehr hilfreich. Ist Freeware, kannst Dir runterladen und damit spielen.

Denn Deine Montierung hat keinen Computer, der sich per GPS die Teleskopposition holt. Die ist gaaanz einfach aufgebaut. Ein Stück Feinmechanik ohne Elektronikschnickschnack. Sowas ist perfekt, um die Orientierung am Himmel mit dem eigenen Kopf zu lernen. Wenn Du das erst gelernt hast, bist völlig unabhängig von Strom, GPS, Gotoproblemen, Alignmentproblemen. :)

Das kann ich Dir nicht übers Internet vermitteln, das mußt selber rausfinden... Entweder die Bedienungsanleitung (falls es eine gibt) lesen oder von Angesicht zu Angesicht (Sternwarte/Beobachtergruppe) Fragen stellen, da geht das in ein paar Minuten, weil man mit dem Finger draufzeigen kann. :D

Du hast das Teleskop jetzt 6 Monate, ein bissy Eigeninitiative mußt schon selber mitbringen...

 
Hallo sternenfee123
Danke erst mal für deine antwort. Also erstmal danke für den Link jetzt weiß ich erst mal etwas mehr.
Also sagen wir mal so sternenbilder auswendig lernen ?!
Muss man alle kennen oder wie wichtig ist es?
Wenn ich auf meinem Balkon bin und klaren himmel habe kann ich einige sternenbilder sehen wie z.B.: Großer wagen kleiner bär oder hell leuchtende sterne wie Altair bzw. Vega, könnte theoretisch auch den saturn sehen, leider ist er aber quasi hinter dem tannenbaum und für mich zumindestent zur zeit nicht mehr sehbar.
Was ich auch herausgefunden habe ist, das der planet jupiter der ja eig auch gut erkennbar sein sollte rechts von der sonne liegt und für mich auch nicht ersichtlich ist.
Frage wäre wenn ich gelt in ein TS 1,25 Barlow investiere reicht es um auch mal etwas zu erkennen??
wollte jetzt wie gesagt einmal die Barlow 1,25zoll ein 3.0 okular und ein mondfilter anschaffen?!
 
Hallo BigBang,

eine Barlowlinse erhöht lediglich die Vergrößerung des eingesetzten Okulars (Wobei ich bei bei deinem Teleskop, das wohl 900? mm Brennweite haben wird, keinen Sinn in der Anschaffung einer Barlow sehe, weil du damit die sinnvollen Maximalvergrößerungen auch problemlos direkt durch die Verwendung kurzbrennweitiger Okulare erreichst, ohne das Bild durch ein weiteres optisches Element verschlechtern zu müssen), inwiefern soll dir das denn beim Auffinden der Objekte helfen? Wenn Saturn von deinem Balkon aus durch einen Baum verdeckt wird, siehst du ihn mit höherer Vergrößerung auch nicht eher.
Wenn du mit bloßem Auge kaum oder gar nicht sichtbare Deep Sky-Objekte beobachten willst, ist das Kennenlernen des Sternenhimmels in der Tat unvermeidlich. Von wo aus beobachtest du denn? Wenn deine Wohnung in der Stadt liegt, musst du zum Deep Sky-Beobachten mit dem Teleskop sowieso rausgehen, an einen Ort, wo der Himmel dunkler ist. Mondfilter wirst du kaum brauchen, bei deinem 130mm-Teleskop sollte seine Helligkeit noch nicht besonders unangenehm sein, außer vielleicht bei Mondbeobachtung bei Vollmond, was aber eh nicht sehr lohnend ist. Und meinst du mit 3.0 Okular ein 3mm-Okular? Das ergäbe bei einem Teleskop mit 900mm Brennweite 300-fache Vergrößerung, das ist viel zu viel. Sinnvoll nutzen können wirst du in Nächten mit durchschnittlichem Seeing wohl Vergrößerungen bis maximal etwa 200x.

Und was meinst du damit, dass Jupiter "rechts von der Sonne liegt"? Sinnvoll beobachtbar ist Jupiter momentan etwa von 4-6 Uhr morgens, wenn die Sonne noch gar nicht aufgegangen ist.

CS,
Fabian
 
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