Ringnebel M57, NGC 6826, Plejaden, Jupiter & Uranus am 08.09.2023

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tucana1

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Hallo zusammen,

nachdem ich am 06.09.2023 meiner Meinung nach erste gute fotografische Ergebnisse erzielen konnte, ging es gestern wieder visuell weiter:

Benutztes Equipment:

20 Zoll Dobson
2000mm Brennweite
Okulare:
1x 56mm Übersichtsokular (35-fach) (Omegon SuperPlössl)
1x 28mm Übersichtsokular (71-fach) (No-Name, war beim Teleskop dabei)
1x 15mm Okular (133-fach) (Omegon Panorama 2)
1x 9mm Okular (222-fach) (Explore Scientific Ar)
Barlowlinse:
1x 3-fach Focal Extender Barlowlinse (mit 28mm Okular 214-fach, mit 15mm Okular 400-fach, mit 9mm Okular 666-fach) (Explore Scientific)
Filter:
1x UHC Filter (Omegon Pro UHC)


Da ich gestern Abend Uni in Hannover hatte, konnte ich erst gegen 24 Uhr/ kurz vor 1 Uhr morgens beobachten, M57 war das erste Deepsky Objekt, dass ich letztes Jahr mit dem 20 Zöller beobachten konnte, ich schaue mir M57 häufig als erstes Objekt immer an, weil es für mich immer recht einfach ist, es zu finden.

M57 gegen 1 Uhr:

Bei 133-fach eine gleichmäßige Lichtkugel, mit Loch in der Mitte, aber leider recht verschwommen. Meine Frau meinte, M57 leicht grünlich wahrnehmen zu können, ich sehe ihn leider immer nur schwarz-weiss.
Bei 400-fach wirkt M57 verschwommen, aber noch deutlich zu erkennen, Konturen sind nicht zu erkennen.
Schwächere Vergrößerungen habe ich nicht ausprobiert, da ich M57 schon in der Vergangenheit sehr oft beobachtet habe, und ich ihn nicht so "spektakulär" fand.



NGC 6826 gegen 2 Uhr:
Bereits letztes Jahr habe ich versucht, den "blinkenden" Nebel zu sehen, leider ohne Erfolg.
Stellarium auf meinem Tablet hat mir dieses Jahr aber sehr geholfen. Letztes Jahr habe ich über eine halbe Stunde gesucht und entnervt aufgegeben, dieses Jahr habe ich gelernt, wie man Sternkarten "richtig" liest. Stellarium war in diesem Zusammenhang wirklich eine große Hilfe.
Ausgehend von Delta Cygni und Iota Cygni habe ich entlang eines "Dreiecks" nach Norden geschwenkt.
In der Nähe von NGC 6826 gibt es mit Theta Cygni ein markantes Dreiergespann aus Sternen. Auch im Sucher sind die drei Sterne schwach sichtbar, wobei der Himmel bei uns in Minden wirklich nicht gut ist.
Der Nebel hebt sich vor Allem dadurch ab, dass er auch bei schwacher Vergrößerung wie ein "verwaschener Stern" aussieht.
Mich hat immer interessiert, ob der Nebel tatsächlich "blinkt"?.
Da der Nebel viel kleiner ist, als M57, habe ich gleich mit 133-fach angefangen.
Ich habe im Internet gelesen, dass der Nebel verschwindet, wenn man ihn abwechselt mit direktem und indirektem Sehen fokussiert. Bei mir war es leider nicht so.
Bei 133-fach und UHC ist der Zentralstern sichtbar, verschwindet aber abwechselnd, wenn man ihn mit direktem und indirektem Sehen anschaut, der Nebel jedoch nicht.
Bei 133-fach wirkt der Zentralstern weiß-kaltblau, der Nebel kaltblau, ist aber leicht dunkler als der Zentralstern.
Bei 400-fach und UHC wirkt der Blinkeffekt schwächer, ich hatte fast das Gefühl "feine Adern" im Nebel zu erkennen.

Jupiter gegen 2 Uhr:
Leider erscheint Jupiter mit dem 20 Zöller extrem hell. Ich habe an Graufilter nachgedacht, da außer den äquatorialen Wolkenbändern sonst nicht viel zu sehen ist.
Bei 133-fach habe ich immer eine Styroporplatte auf den Hauptspiegel gelegt, bis ich erfahren habe, dass dadurch auch die Auflösung viel schlechter wird.
Außer den äquatorialen Wolkenbändern war auch nicht mehr zu sehen. Eine große Lichtkugel bei 133-fach, 222-fach und 400-fach.

Plejaden gegen 2:45 Uhr:
Bei 71-fach sind die Deichselsterne nicht alle auf einmal im Okular sichtbar. Bei 35-fach eher, aber das Gesichtsfeld ist im Plössl-Okular sehr klein. Ich denke, die Plejaden beobachtet man am Besten mit Fernglas oder kleinem Teleskop. Bei höheren Vergrößerungen geht die Deichselform verloren.

Uranus gegen 3 Uhr:
Nachdem ich letztes Jahr schon Neptun als kleinen Lichtpunkt sehen konnte, habe ich mich diesmal an Uranus versucht. Das Teleskop war auch in der richtigen Himmelsgegend zwischen Jupiter und den Plejaden.
Dank Stellarium hat es recht schnell mit dem Suchen geklappt. Im Sucher und bei 35-fach steht Uranus als Teil einer Raute. Diese ist im Sucher schnell zu finden. Ich bin selber überrascht, wie schnell man Uranus in einer Ecke mit recht schwachen Sternen finden kann, wenn man weiss, wie man Sternkarten richtig lesen kann und nicht aufgibt. Nach vielleicht 10 Minuten war Uranus im Teleskop zu sehen. Bei 35-fach in der Okularmitte fokussiert und gleich mit 222-fach gestartet. Eine gleichmäßige helle Lichtkugel, eher wei´, leicht türkis, keine Details sonst sichtbar. Bei 400-fach auch nicht, die Kugel wirkt aber deutlich größer. Dann... für mich wirklich ein kleiner Gänsehaut-Moment. Links von Uranus, auf etwa 10 und 11 Uhr eine leicht pixelige Aufhellung beim indirekten Sehen, beim direkten Sehen sieht man nichts. Ich habe es mit Beiden Augen ausprobiert und dann nochmal mit Stellarium überprüft. Ich habe Oberon und Titania indirekt als Aufhellung gesehen!
Für mich war es wirklich etwas ganz besonderes. Noch nie habe ich Monde der äußeren Planeten Uranus und Neptun gesehen. Laut Stellarium war auch Ariel in der Nähe, aber weder im direkten, noch indirektem Sehen erkennbar. Bei der Überprüfung im Stellarium musste ich immer das Tablet falsch herum halten, da das Bild umgekehrt ist.
Trotzdem Top! Ich versuche heute nochmal Oberon und TItania zu erwischen. Vielleicht wenn der Mond noch nicht aufgegangen ist, vielleicht kann ich sie auch als kleinen Lichtpunkt sehen, wer weiß.

Gegen 4 Uhr war dann die Beobachtungsnacht für mich zu Ende.

Ich selber habe gemerkt, dass 400-fach meine maximal mögliche Vergrößerung an meinem Beobachtungsort ist. Danach knickt der Kontrast ein und das Seeing wird sehr schlecht. Mit 666-fach habe ich es schon öfters gemerkt, dass die Vergrößerung eigentlich zu hoch ist.
Hat eigentlich schon jemand visuell Oberon und Titania gesehen? Ich habe immer noch leichte Zweifel, dass die Aufhellung in der Nacht Einbildung war.


Gruß
Adam
 
Jupiter gegen 2 Uhr:
Leider erscheint Jupiter mit dem 20 Zöller extrem hell. Ich habe an Graufilter nachgedacht, da außer den äquatorialen Wolkenbändern sonst nicht viel zu sehen ist.

Hallo Adam !

Jupiter sollte in einem guten 20 Zöller doch eigentlich mehr sein als nur eine helle Kugel mit 2 äquatorialen Bändern. Bist Du sicher, dass das Gerät gut justiert ist, um wirklich perfekte Ergebnisse zu liefern ?

Gruß
Sascha
 
Hallo Adam !

Jupiter sollte in einem guten 20 Zöller doch eigentlich mehr sein als nur eine helle Kugel mit 2 äquatorialen Bändern. Bist Du sicher, dass das Gerät gut justiert ist, um wirklich perfekte Ergebnisse zu liefern ?

Gruß
Sascha

Hallo Sascha,

wenn der GRF gerade zu sehen ist, dann kann ich ihn auch beobachten. Sonst überstrahlt die Planetenkugel die Oberflächendetails.
Ansonsten justiere ich vor jeder Beobachtung mit einem Justierlaser Haupt- und Fangspiegel.

Mit meiner ZWO ASI 678MC habe ich mich auch mal an Jupiter versucht. Leider auch bei 0,01sec Belichtungszeit viel zu hell.

Mir hat man in einem anderen Forum empfohlen, einen Graufilter mit ND 0,6 und ND 0,9 zu kaufen, damit die Details deutlicher werden.


Light_Preview_ASILive_0.01sec_Bin1_22.3C_gain182_2023-09-07_021147.jpg

Mit Styroporplatte davor wird Jupiter etwas dunkler:

Preview_20230907_023041.png

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Gestern war für mich wieder Beobachtungsnacht:

Der Himmel war aber recht dunstig, wie ich finde, auch tagsüber war der Himmel nicht blau, sondern milchig-blau.
Jetzt heute am Sonntag sieht der Himmel auch sehr milchig blau aus...

Ich habe mich gestern nur auf Saturn, M57 und NGC 7662 konzentriert

Saturn gegen 23 Uhr:

Bei 133-fach und bei 222-fach meiner Meinung nach das beste Ergebnis.

Die Planetenkugel erscheint bei beiden Vergrößerungen klar. Bei 222-fach kann man sogar einen Wolkenstreifen auf Saturn erkennen.
Neben Saturn mag ich aber auch immer die Monde zu beobachten. Leider war das Seeing gestern doch recht schlecht.
Da Enceladus vor der Planetenscheibe war, habe ich mich an Mimas versucht, leider ohne Erfolg. Ich habe mich fast 1 Stunde abgemüht mit direktem und indirektem Sehen die Umgebung um die Ringe abzusuchen, leider nichts zu machen.
Bei 400-fach ist für mich auch in dieser Nacht spätestens Schluss. Ich habe es nochmal mit 666-fach versucht. Der Planet wirkt sehr verschwommen, die Monde stark verschwommen und schwach leuchtend. Thetys und Dione verschwinden sogar fast beim direkten Sehen.
Bei 400-fach ist Saturn auch schon verschwommen gewesen. Mimas war nichts zu machen.
Komischerweise erschienen mir Rhea, Thetys und Dione auch bei schwächeren Vergrößerungen extrem schwach. Ich hatte sie vom letzten Jahr Beobachten im August viel heller in Erinnerung.
Leider ist Saturn aktuell spätestens nach 0:30 Uhr schon hinter einer Hauswand verschwunden. Vielleicht klappt es das nächste Mal mit Enceladus und Mimas.
Was mir noch aufgefallen ist; ich hatte in der Nacht im Okular Sterne gesehen, die sich nicht mit der Stellarium App gedeckt haben. Ich hatte fast das Gefühl Mimas gesehen zu haben, da weiter weg noch ein Lichtpunkt war, der in der Stellarium App nicht sichtbar war. Liegt das vielleicht daran, dass ich nur die kostenlose Stellarium App habe und diese nicht alle Sterne zeigt?


M57 gegen 0:30 Uhr:
Beobachtung wie am 08.09.2023 eigentlich keine Veränderung. Das Seeing war meiner Meinung nach aber schon etwas schlechter, als am 08.09.

NGC 7662:

"Blue Snowball" - wie mir immer gesagt wurde, ein sehr einfaches Objekt für die Astrofotografie, da der PN sehr hell ist. Da mein Goto leider gerade nicht funktioniert und mir am Laptopbildschirm die Sterne zu schnell "weghuschen", beobachte ich aktuell nur visuell.

NGC 7662 war sehr schwer zu finden. Ich denke auch über eine halbe Stunde hat es gedauert. Leider steht Andromeda gerade so hoch am Himmel, dass ich manchmal die Befürchtung habe, von der Leiter zu fallen, wenn ich fast im Zenit beobachte. Gegen 1 Uhr hat es dann mit 71-fach und UHC geklappt, wenn ich ehrlich bin, obwohl das 71-fach Okular No-Name ist, war die intensiv blaue Farbe mit diesem Okular am Besten zu sehen, auch wenn der PN bei 71-fach hell, aber keine Details sichtbar sind. Der PN sieht bei 71-fach eher wie ein etwas größerer Stern aus.
Bei 133-fach und UHC wirkt der PN größer, aber die Farbe wird schwächer, er sieht nur noch weiß-blau aus.
Bei 222-fach und UHC sieht der PN weiß-kaltblau aus. Der Zentralstern ist bei keiner Vergrößerung sichtbar. Der PN wirkt auch eher wie ein "matschiger runder Haufen". Details sind nicht sichtbar. Ich hatte aber das Gefühl, einen dunklen Bereich innerhalb des Nebels sehen zu können.
Bei 400-fach und UHC bricht der Kontrast fast zusammen. Der Nebel sieht nur wie ein weißer matschiger Haufen aus, mit einem dunklen Bereich innerhalb des Nebels. Sonst sind keine Details sichtbar.

Gegen 2 Uhr war für mich die Nacht dann zu Ende.


Im Übrigen ein grolßes Lob an das Omegon Panorama 2 15mm und an das Explore Scientific Ar 9mm Okular.
Sie haben ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.
Da ich am 18.09. Geburtstag habe, habe ich mir noch überlegt, das Baader Morpheus 12,5mm Okular zu kaufen, dass ich dann auch ohne Barlowlinse verwenden würde. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Okular?
Ich denke, dass ich es auch mal im Feld, statt im Garten probieren sollte, da unser Mindener Himmel doch sehr aufgehellt ist, auch wenn wir am Stadtrand wohnen.
Ich habe auch gemerkt, dass der Hauptspiegel doch sehr verstaubt ist. Ist das eine gute Idee den Hauptspiegel mit einem stärkeren Ventilator zu versuchen, den Staub "wegzupusten"?


Gruß
Adam
 
Hey Adam, detaillierte Berichte, danke hier hierfür. Für mich als 10 Zoll Beobachter wundere ich mich, dass du mit 20 zoll bei deinen Objekten kaum Details wahrnehmen konntest. Habe gestern und vorgestern bei Saturn zwei Wolkenbänder und die Cassini Teilung indirekt beobachteten können.
Jupiter mit 20 Zoll ohne Filter…das hätte mich schon arg geblendet.

VG
Tamás
 
Lieber Adam !

Vielen Dank auch von mir für Deine ausführlichen Beobachtungs-Berichte. Habe letzte Woche bei einem Bekannten mit dessen 20“ Obsession Dobson Jupiter gesehen. ( ebenfalls ohne Filter ) Definitiv hell genug, dass man das Bild gefühlt fast projizieren könnte. ;) Aber ab einer gewissen Vergrößerung und wenn sich das Auge dran gewöhnt hat, geht es. Deshalb wundert es mich so sehr, dass Du keine Details in den Wolkenbändern beschreibst. Diese solltest Du definitiv wahrnehmen können. Nicht nur den „Großen roten Fleck“. Ich bin immer hin und weg von den Details in 20 Zöller. Auch Jupiters Monde nehme ich bei den Beobachtungen im 20 Zöller regelmäßig als flächige Körper wahr. Wenn Du den Staub tatsächlich deutlich auf den Hauptspiegel sehen kannst, könnte es natürlich sein, dass Dir das die ganze Performance regelrecht kaputt macht. Dann würde ich das Ding echt waschen. Anleitungen dafür gibt es hier genug !
( Wäre doch auch für Dich toll, dass Potential des Gerätes auch an Planeten mal richtig zu genießen )

Liebe Grüße
Sascha
 
Hallo Adam,

ich habe das 12,5mm Morpheus aus meiner Sicht ein gutes Okular bis f/4,5.
Allerdings benutze ich es selten an meinem Dobson nur bei gutem Himmel und bei flächigen großen Objekten, dann ist es aber der Bringer.
und ja man kann schon mit 12,5" 3 Uranusmonde erkennen mit 20" sollten sogar 4 drinnen sein.
Probier auch mal bei Neptun die Sichtung von Triton, das geht bei hoher Vergörßerung auch recht einfach.
Das 56mm Plössl und das 28mm noname dürfen an dienm Dobson wohl kaum was bringen.
Wie schaut es mit der Justage aus. Machst du das nach jedem Aufbau? Also mein 14" ist zwar relativ Justeristabil aber nach einer Fahrt in den OdW muss ab und an mit dem Laser nachjustiert werden. Sind meisten snur ein paar cm auf der Spiegeloberfläche projiziert, aber den Fehler siehst du sofort beim unscharfstellen einen Sterns.

cs
Lothar
 
Hey Adam, detaillierte Berichte, danke hier hierfür. Für mich als 10 Zoll Beobachter wundere ich mich, dass du mit 20 zoll bei deinen Objekten kaum Details wahrnehmen konntest. Habe gestern und vorgestern bei Saturn zwei Wolkenbänder und die Cassini Teilung indirekt beobachteten können.
Jupiter mit 20 Zoll ohne Filter…das hätte mich schon arg geblendet.

Hallo Tamás,

also die Cassiniteilung konnte ich schon sehen, bei 400-fach und verschwommen bei 666-fach, ansonsten das eine Wolkenband. Wobei Saturn selbst auch sehr hell ist.
Wenn ich jetzt einen Graufilter ausprobieren würde, verschwinden dann die lichtschwachen Monde?

Wenn Du den Staub tatsächlich deutlich auf den Hauptspiegel sehen kannst, könnte es natürlich sein, dass Dir das die ganze Performance regelrecht kaputt macht. Dann würde ich das Ding echt waschen. Anleitungen dafür gibt es hier genug !

Hallo Sascha,

hilft es denn mit einem starken Ventilator drüberzupusten, oder kann der Staub und Fuseln den Spiegel zerkratzen?

Wie schaut es mit der Justage aus. Machst du das nach jedem Aufbau?

Hallo Lothar,

ja. Bis jetzt habe ich nur im Garten beobachtet, weil mein Bollerwagen zwei Platten hat. Erst Ende des Monats kriege ich einen neuen Plattformwagen.
DIe Justage mache ich mit einem Justierlaser von Omegon.


Was mir aber noch aufgefallen ist; ich habe am Teleskop eine starke Koma.
Gerade bei den Saturnmonden sehe ich, dass wenn die Monde in der Hälfte zwischen Okularmitte und Bildfeldrand sind, werden die Monde schon zu Kometen.
 
Hallo Adam,

Ja Koma hast du bei Billigokularen bei f/4 auf jeden Fall. Plössl kannst du da vergessen. Deine beiden kurzbrennweitigen kenne ich nicht. Wenn du da auch Koma hast taugen die nichts. Gute Okulare mit großem GF und diw bei f/4 noch einigermaßen abbilden kosten halt einen halben Tausender und mehr.

cs
Lothar
 
Hallo
Ich bin gerade über deine laut deiner Beschreibung sehr negativen Jupiterbeobachtung gestolpert.

Ich bin ,, nur ” mit 8 Zoll und auch nur mit einfachen Plössl Okularen unterwegs .

Jupiter zeigt mehrere dunkle Wolkenbänder mühelos , der GRF nicht zu übersehen .

Details an/in den Wolkenbändern auch in den hellen .
Zahlreiche wellige Strukturen neben dem GRF .
Monde als unterschiedlich große Kügelchen.

Jupitermondschatten als rabenschwarze Punkte schon bei 80x , bei 133x nicht zu übersehen .
Bei 240x Monde vor dem Planeten sichtbar.

Bei 300x und gutem Seeing Details wie auf Fotos , in Worten nicht zu beschreiben.

Das alles mit lediglich 8 Zoll .

Von 20 Zoll erwarte ich wenn Seeing gut ist , Optik in Ordnung ist und alles justiert ist nicht nur Details in den Bändern sondern Details in den Details und bei perfekten Seeing Albedostrukturen auf Ganymed ab geschätzt 450 bis 500x und bei 600x nicht zu übersehen .

Solche Bedingungen wo das möglich ist sind leider äußerst selten , was ich damit sagen will :

Da stimmt irgendetwas ganz gewalt nicht . Das was du da siehst zeigt der ein guter 3 Zöller .

Ich habe da einen Verdacht :
Entweder Spiegel nicht ausgekühlt, Justage mies oder Seeing grottenschlecht … den einen Tag ging bei mir bei 80 bis 133x nichts und anderen Tag stand Jupiter bei 300x wie ausgestanzt im Okular.

Oder war der Spiegel beschlagen ?

Dem würde ich auf den Grund gehen .

Ich tippe aufs Seeing .. wenn das mies ist ist Jupiter nur ein Matschhaufen ohne Details , man sieht dann das er 2 dunkle Bänder hat aber mehr auch nicht .
 
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