Rockerbox 8" f/6 - Stress bei Okularwechsel

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Astrograph

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Hallo zusammen
Extra um 5 Uhr aufgestanden, Mars und Jupiter standen auf dem Programm. Am Galaxy 8" f/6 stieg dann mein Blutdruck bedenklich an bei den Okularwechseln, die immer mehr in Richtung 5mm gehen sollten. Entweder bin ich zu dämlich oder die Rockerbox taugt nix. Lässt man das Teleskop los und will Okulare wechseln, bewegt sich der Tubus immer. Nun optimiere ich das teils mit Magneten am Tubus - aber damit bekomme ich ja nur ein Setup mit Okular in den Griff; ziehe ich das Okular raus und will beispielsweise dann das 5mm Ortho einsetzen, ist der Mars schon wieder weg, weil sich der Tubus auf der Seite mit dem Hauptspiegel schon wieder nach unten bewegt hat.
Die Metallfedern sind korrekt eingesetzt usw.
Kurz: Ich suche hier eine Lösung, auch wenn's ne neue Rockerbox sein muss. Wie geht ihr denn mit dem Thema um?

Danke Euch und viele Grüsse
Thomas
 
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Hallo Thomas,
ein Ortho 5mm ergibt 240x. Beim kleinen Gesichtsfeld des Orthos wirst du immer Probleme am Dobson haben. Deswegen benutzen die meisten Weitfeldokulare, die man auch nicht so häufig nachschubsen muss. Ich benutze Panoptics und Pentax XW, aber die HR-Planetary sind auch nicht schlecht und deutlich günstiger.
Beim Okularwechsel achte ich immer darauf, dass auch im leeren Auszug z.B. noch Jupiter zu sehen ist, eine Hand bleibt immer am OAZ. Die Okulare immer nur drehend einführen, Schieben lässt den Dobson verreißen. Kurzbrennweitige Orthos taugen eher für motorisch nachgeführte Teleskope, es liegt nicht unbedingt an der Rockerbox. Dobson schieben ist aber auch Übungssache, hohe Vergrößerungen jenseits der 200x sind nach meinen Erfahrungen eher nervig am Dobson.
Achim
 
Ev. hilft auch eine Bremse an der Rockerbox. Wie ist denn die vertikale Lagerung ausgeführt?
 
Hi Achim - danke für die Hinweise.
Wenn sich der Tubus wirklich nicht ruhig stellen lässt während dem Okularwechsel, muss ich mir wohl selbst etwas bauen, damit das möglich wird. So ist das für mich eine Katastrophe. Kann ja nicht sein, dass man immer mit einer Hand den Dobson festhalten muss, und dann einhändig vorsichtig das alte Okular raus und das neue einsetzen muss.
Das hat auch nix mit Ortho zu tun. Das Problem besteht ja auch bei den grösseren Okularen - der Tubus bewegt sich (ohne jede Berührung) einfach zu stark nach unten.

Thomas
 
Hi Thomas,

Klingt so, als ob du eine Bremse für den Okularwechsel brauchst.
Ich glaube eher nicht, dass es eine zum Tubus passende, fertige Rockerbox mit Bremse oder eine fertige "Anbaubremse" gibt.

Eine Bremse sollte sich aber recht einfach an die Rockerbox basteln lassen. Such mal nach "Friktionsbremse".

Gruß,
Steffen
 
Hallo Thomas,
die Lösung dazu sind Höhenräder, die mindestens Tubusdurchmesser haben, mit Formica belegt sind und auf Teflon-Pads laufen (120° Abstand).
Wenn das immer noch zu locker ist, kann man eine einstellbare Bremse vorsehen an einem Höhenrad.

z.B. so:
http://www.stathis-firstlight.de/atm/bilder/reise_archimedes_bremse.jpg

Ich hab es mit einem Bügel über ein Höhenrad gelöst, gebogen aus einem Streifen Aluminium, besetzt mit zwei Teflon-Pads und einstellbar im Anpressdruck über eine Schraube.
http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/870051/Baubericht_zu_meinem_8_Volltub
 
Hallo und herzlichen Dank an alle soweit!
Das sind ja viele gute Inputs.

Lasst mich mal zusammenfassen:

Folgende Lösungsansätze wurden genannt:
1. Keine Orthos verwenden, sondern Weitwinkel-Okulare
2. Zoom-Okular verwenden
3. Friktionsbremse an die Rockerbox (kann auch als Bügel über ein Höhenrad realisiert werden)
4. Grosse Höhenräder verwenden, die zudem mit Formica belegt sind und auf Teflon-Pads laufen (120° Abstand)
5. Umstieg auf eine äquatoriale Montierung


Ok, ich geh die 5 Punkte mal durch:

1. Weitwinkel-Okulare verwenden
Habe ich auch. Aber bei der Feinarbeit an Planeten möchte ich mein Brandon 6mm und Pentax XO 5 verwenden können, wenn's denn vom Seeing her geht.

2. Zoom-Okular verwenden
Ja, das Speers Waler 5-8 wird gerade zu nem 3.5-7 umgebaut ;) Zum Rantasten an Planeten natürlich top, aber wenn ich dann die optimale Brennweite rausgefunden habe, möchte ich doch schon mit dem Brandon oder Pentax XO noch mehr rausholen können.

3. Friktionsbremse
Das scheint mir Prio 1 zu haben - muss schauen, ob ich sowas an die Galaxy-Rockerbox bauen kann oder ob gleich die ganze Rockerbox neu gebaut werden muss.

4. Grosse Höhenräder verwenden, die zudem mit Formica belegt sind und auf Teflon-Pads laufen (120° Abstand)
Ja, wichtiger Punkt. Bin mir noch über die Reihenfolge nicht sicher: Erstmal eine Friktionsbremse ausprobieren und wenn das nicht reicht, dann grosse Höhenräder? Oder umgekehrt vorgehen?

5. Umstieg auf eine äquatoriale Montierung
Das würde ich sogar machen, wenn die dann nicht mehr wiegt als die Rockerbox und zudem noch besser transportierbar wäre. Das müsste man mal genauer vergleichen. Ggf. käme eine AYO II infrage ...



Danke soweit und viele Grüsse
Thomas

 
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Hallo Thomas,

eine Lösung mit sehr kleinem Eingriff, die aber schon viel bewirken kann
http://www.astrotreff-deep-sky.de/A...ghtbridge-12--Umbau-Hohenrader.aspx#post64117

so was nennt sich "Friktionsbügel" und ist eigentlich immer wieder mal Thema in den Foren.
Dobson und Orthos geht tadellos wenn man eine gute Box und etwas Übung hat. Ich nutze das auf letzte Rille an mond/Planeten auch, so gut WW-Okulare auch sein mögen.

Eine weitere Option wäre eine EQ-Plattform für den Dobson.

Gruß
*entfernt*

 
Hallo Thomas,

mit Rolladengurt unterleg ist die Reibfläche groß und braucht sehr wenig Druck. Gewindebuchsen zum Einschrauben (zusätzlich noch geklebt) halten das jedenfalls locker.
Ich glaube auch nicht, dass sie Meade-Kiste aus Hartholz ist. :pfeif:

Gruß
*entfernt*
 
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