Rollhütte in welche Richtung schieben?

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Vigo79

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Guten Morgen,

in welche Richtung sollte man am besten die Rollhütte wegschieben können? Ich bin noch nicht allzu vertraut mit unserem Sternenhimmel.
Ich würde mal grob sagen nach Westen? Den Norden brauche ich zum einnorden und im Süden/Südosten hab ich die meisten für Anfänger relevanten Deep Sky Objekte. Sehe ich das so richtig?

Gruß Vigo
 
Hallo Vigo

wenn der Himmel frei ist dann nach norden.
1. Der Polarstern ist ca 49° hoch und sollte locker über das Rolldach kommen.
2. In der Sternwarte wird die Montierung entweder fest montiert oder wiederholbar aufgebaut ohne neu justieren zu müßen sonst brauche ich keine Rolldachhütte. Bei festmontage wird die richtige einnordung nicht über den Polsucher gemacht sondern eingescheinert.

Gruß Rolf
 
Servus Vigo,

hab letztes Jahr meine Rolldachhütte gebaut und stand vor derselben Frage.

Zur Auswahl standen bei mir nur Norden und Osten aufgrund des Bauorts.

Ich habe mich dann für Osten entschieden und die Säule auch etwas in die südwestliche Ecke versetzt. Hab die Entscheidung bisher nicht bereut. Die Objekte steigen aufgrund der Erddrehung im Osten auf und ich hab auch Richtung Norden mehr freie Sicht.

Das Dach kann ich so nen halben Meter aus dem Bereich der Hütte komplett rausschieben, sonst hätte mich das Dach durch seinen spitzen Winkel selbst noch zu sehr eingeschränkt.

Tom
 
Hallo Vigo,

reden wir hier von einer Rollhütte (die als ganzes weggeschoben wird) oder von einer Rolldachhütte, bei der nur das Dach weggeschoben wird?

Wird die ganze Hütte bewegt sollte man (freien Himmel rundum vorausgesetzt) diese nach Norden schieben, da diese Himmelsrichtung zum Beobachten iaR. uninteressant ist (Kometen und ggf. Nordlichter ausgenommen). Da die Montierung normalerweise in einer solchen Hütte verbleibt, ist die Sicht auf den Polarstern nicht so wichtig, man scheinert die Montierung einmalig ein. Ist allerdings eine andere Himmelsrichtung in der Sicht ohnehin blockiert, würde ich die Hütte ebenfalls dorthin schieben.

Beim Rolldach ist es, falls die Dachhöhe nicht sehr groß ist, eigentlich egal, wohin man das schiebt.

Grüße, Coyote
 
Danke für eure schnellen Antworten.
Ich werde eine Betonsäule bauen und hab schon seit nem halben Jahr den Adapter dafür daheim liegen. Drauf kommt eine Celestron AVX. Ich denk aber die wird mal ein paar Wochen drauf bleiben aber übern Winter trau ich der Sache nicht (Korrosion etc). Die Rollhütte selbst habe ich noch nicht komplett durchdacht, evtl kommt mich eine kleine fertige "Gartenhütte" für Gartengeräte billiger. So ungeschickt bin ich aber nicht im Umgang mit Holz und werds wohl selber bauen. Ich denke da an so ca 1x1m. Da könnte ich mich des Nachts selbst auch reinsetzen und bin ein wenig windgeschützt.
Ich habs letzten Winter auch soweit geschafft alles auf der Terasse aufzubauen und vom Wohnzimmer aus zu steuern. Der neue Aufstellort ist leider zu weit weg vom Wozi :)
Achja, die Höhe der Betonsäule beschäftigt mich auch etwas. Wie gesagt, darauf wird eine Celestron AXV gesetzt und dann eine DSLR mit normalen Kameraobjektiven.
Ich glaub zum einstellen nen Hocker benutzen weil zu hoch ist besser, auch für DS Objekte, also es zu niedrig zu machen.
 
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Hallo Vigo,
1 x 1 Meter und reinsetzen? Ich hab 2,5 x 2,5 und das ist schon knapp. Du musst ab und zu um die Säule herumturnen, das darf nicht zu eng sein.
Die Höhe der Säule ist abhängig von der Höhe der Hüttenwände, du willst sicher auch tiefstehende Objekte beobachten.
Und was den Winter und die Korrosion angeht, mein Zeug steht seit 2 Jahren ununterbrochen in einem gut durchlüfteten Gartenhäuschen und funktioniert immer noch (Montierung, Teleskope, Mgen, Dslr).
Gruß
Rainer
 
Moment Rainer, bitte nicht mit einer Rolldachhütte verwechseln. Ich will die komplette Hütte beiseite schieben und dann als "Windfang" nutzen. Die Säule und das Equipment stehen dann im Freien vor der Hütte :) Deswegen glaube ich dass 1x1m reichen.
 
Hallo Vigo,

wenn die Ventilation im Gartenhäuschen stimmt, kannst du dein Zeug da ruhig das ganze Jahr über montiert lassen. In meiner RollDACHhütte lasse ich auch alles montiert und da rostet mir auch nix weg.

1x1 Meter, also in etwa ne Duschkabine, halte ich aber auch für sportlich. Ich würde die Rollhütte etwas größer wählen, so dass du auch mit einem kleinen Tischchen darin platz findest um das ganze Equipment bedienen zu können.

Was die Schieberichtung betrifft, würde ich auch wenn möglich nach Norden schieben.
 
Hei Vigo,

wenn du die Hütte komplett wegschieben willst sind auch der eine qm aus meiner Sicht vollkommen ausreichend.
Jedoch Westen wäre die falsche Richtung, Norden die beste.
Schaue mal in Stellarium wie sich die Sterne bewegen und du siehst sofort das der Norden die beste Wahl ist um freie Sicht zu haben.
Ausserdem wird die Hütte ein "wenig" höher sein als dein Teleskop und bei einer Entfernung von einem Meter siehst du locker über sie hinweg.

Du kannst ja mit Profilen oder Kanthölzer die du für die Hütte brauchst ein "Modell" erstellen und so Tagsüber schon sehen wie es sich mit deinem Equipment verhält, geht schnell und du bist dir sicher nicht alles versetzten zu müssen.

Grüße Max
 
Genau so werd ichs machen. Grad Richtung Norden hab ich kaum Platz, aber den muss ich mir dann schaffen :)
Muss jetzt mal sehen wie ich die Schienen am Boden am besten/günstigsten hinbekomme. Bzw nen Lieferanten für Edelstahl Profile hab ich, wegen den "Rädern" muss ich noch gucken.
 
Da würde ich mich mal bei den Herstellern von Schiebetoren umschauen, die bieten häufig passende Sätze von Schienen und Laufrollen an.
 
Hallo Vigo,

Ich habe mir letztes Jahr auch eine Rollhütte um meine EQ8 auf Betonsäule gebaut.
Damit es hübscher aussieht ist die Hütte als kleiner 5-eckiger Turm mit Spitzdach ausgelegt. Ich schiebe die Hütte nach Norden weg, da sie aber sehr kompakt ist stört sie nicht bei der Beobachtung/ Fotografie.

Die Ausrüstung hat alle Wetterlagen so gut überstanden, allerdings habe ich eine Heizmanschette um den Sockel der Montierung gewickelt (ca 15 Watt Heizleistung), dies verhindert Nässe an der Montierung zuverlässig.

Tip:
Achte darauf das die Luft von unten nach oben zirkulieren kann um Feuchtigkeit zu vermeiden und um die wärmeentwicklung im Sommer zu begrenzen.

Ausserdem habe ich die Tür so ausgelegt, das diese die Position um die Säule fixiert. Tür zu bedeutet auch sturmsicher.

Bei mir läuft die Hütte auf Pflastersteinen mittels 4 Baumarktrollen. Zwei sind lenkbar und zwei sind starr. So kann ich sie notfalls auch woanders hinschieben.

Viele Grüße,

Stephan
 
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Hi Stephan,

ist es dir möglich, ein, zwei Bilder einzustellen?

Ich sehe mich vor ähnlichem Problem, allerdings möchte ich den Aufbau einfach nur nach einer Beobachtungsnacht oder für das Wochenende vor Platzregen o.ä. schützen, damit ich im Dunkeln nicht abbauen muss. Meine Säule steht neben der Pferdekoppel, über 50 Meter vom Wohnhaus entfernt und nach stundenlanger und ermüdender Exkursion scheue ich den Abbau quer über den unebenen Grund.

Die Maße sind ähnlich und eher zu vernachlässigen: ± 800 x 1200 x 1600.

Konkret bin ich unschlüssig, womit ich die Seiten verplanke. Feuchtraumplatten sind irre schwer, Hohlkammerplatten sind teuer und nicht so ohne dicht zu bekommen. Sperrholz o.ä. ist günstiger, benötigt aber viel Pflege resp. weiteren Schutz. Und es muss auch keine 200 kg schwer werden. An eine ausrangierte Duschkabine (so albern es klingt!) und entsprechend verstärkt habe ich i.d.T. auch schon gedacht! Alte Telefonzelle wär ne coole Lösung …

Grüße, Olaf
 
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Olaf, ich hab mir gedacht, dass es entweder was fertiges in der Art wird wie im Link, das ich auf nen Schieb-/rollbaren Rahmen setze oder eben selbiges selbst bastle.

Gerätehäuschen <= sowas in die Richtung
 
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Hi Vigo,

ja. Das sind so die Klassiker. Du wirst neben einem Rahmenfundament ein stabiles, fachwerkverschränktes Innenleben hinzufügen müssen, damit es sich beim Verschieben nicht verzieht. Von einer Schienenlösung im Boden habe ich relativ schnell Abstand genommen. Auf meinem Acker sind nahezu ganzjährig Maulwürfe unterwegs, die heben sogar Waschbetonplatten an (besser, sie versenken sie).

Und: Ich würde es auch auf jeden Fall nach Nord/Nordost wegschieben.

Gruß, Olaf
 
Bei uns gibts keine Maulwürfe, würd das Schienensystem evtl auf Sockel stellen. Verstrebungen sind eine gute Idee, will ja evtl auch ne klappbare Ablage haben oder sowas. Mal sehen. Bisher steht ja noch nicht mal die Betonsäule :D
 
Hallo Olaf,

hast du schon mal an kesseldruckimprägniertes Holz gedacht? Damit lässt sich recht einfach ein Grundgerüst konstruieren und an den Wänden nimmst du das gleiche Material als Bretter für eine vertikale Brettverkleidung: http://www.baumarkt.de/nxs/957///ba...gehaengte-Holzfassade-eine-SelbstbauAnleitung
Dann mit einer oder zwei OSB-Platten das Dach herstellen und zum Schutz der OSB-Platten entweder Bitu-Pappe drüber oder mit Alu-Trapezblechen überziehen.

Durch die vertikale Brettverkleidung hast du auch schon den nötigen Holzschutz, denn es bleibt kein Wasser in den Holzverbindungen stehen und die Wände trocken schnell ab. Ein Schutzanstrich würde zwar nicht schaden, aber so ein fertiges Gerätehäusschen streichst du vermutlich 1 mal im Jahr...
 
Hallo Vigo,
das ist natürlich was anderes. Wenn Du die ganze Hütte wegschiebst sollte 1 m2 reichen. Auch eine gute Lösung.
Gruß
Rainer
 
Ich hab noch eine Zwischenfrage und möchte dazu nicht unbedingt einen neuen Thread erstellen. Hoffe mir kann jemand kurz und knapp ne Antwort geben :)
Thema einnorden. Brennweite bis ca 900mm (Kleinbildäquivalent) mit DSLR und Fotoobjektiv. Angenommen, ich lasse die Montierung auf dem Betonsäulenadapter für längere Zeit drauf, hab eingenordet per Polsucher (kein einscheinern) und nutze einen MGEN Autoguider, ggf auch das Polaralignment meiner Celestron AVX... Muss ich trotzdem jedesmal neu einnorden?
Mein Hintergedanke dabei ist...
1. reicht es den Polarstern in der Mitte des Polsuchers zu haben und sich auf den MGEN zu verlassen
2. oder muss ich die 0,7° Abweichung jedesmal wieder beachten?
3. Ist das ganz egal, weil ich auch das Polaralignment der AVX benutze?

Was meint ihr?
 
Hallo Vigo

1.) Reicht meiner Meinung nach nicht. 900mm sind 900mm und bleiben 900mm, der Sensor hinten dran bestimmt nur den Bildwinkel, aber das ist für die Nachführgenauigkeit nicht von Belang.
2.) Einmal reicht, wenn die Montierung auf der Säule bleibt, sollte auch die Poljustage erhalten bleiben (im gewissen Rahmen, wenn du jedes Mal das Teleskop montierst und wieder abschraubst).
3.) Wenn du ein echtes Polaralignment machst und kein Goto-Alignment, ist der Polsucher egal.
 
Merci Markus, ich hab gestern übrigens deine Webseite geradezu "verschlungen". Bei den Bildern hab ich die Blende/Brennweite vermisst. Als Anfänger in der Astrofotografie und nicht Teleskopbesitzer (hab nur Objektive) bin ich immer dankbar für einen Anhaltspunkt von Blende/Brennweite/ISO etc und die Machbarkeit mit meinem Equipment einschätzen zu können und wie groß das jeweilig vorgenommene Objekt auf meinem Crop Sensor abgebildet wird.
Trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl jetzt raus zu müssen und sofort loszulegen haha :)
 
Hallo Vigo,

Freut mich, dass dir meine Website gefällt und in dir den Drang weckt, direkt raus zu müssen! Ziel erreicht :biggrin:

Hier die Infos:
Der ED-APO hat 80mm Öffnung und 480mm Brennweite, also f/6.
Das 8" ACF hat 200mm Öffnung und 2.000mm Brennweite, also f/10
Das 8" ACF mit Reducher kommt "nur" noch auf eine Brennweite von ca. 1.350mm und damit auf f/6.7

Die Daten findest du unter allen Bildern, also welches Teleskop eingesetzt wurde und ob ein Reducer (Astrophysics CCDT67) verwendet wurde. Die ISO-Werte stehen idR. über dem Bild bei der Belichtungszeit.
 
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Hallo Markus,

danke für den Link. Ja, Druckkesselimprägnierung ist eine gute Wahl. Die Darstellungen der Verlattung sind sehr hilfreich. Das ist wahrscheinlich unter Ventialtionsgesichtspunkten die beste Lösung. Zusatznutzen: die einzelnen Bretter sind leichter und besser zu transportieren als ganze OSB-Platten.

Der Look ist etwas rustikaler aber der ›Zwerg reinigt die Kittel‹.

Dem werde ich einen Versuch gönnen.
Grüße, Olaf
 
Und dank des rustikalen Looks, hält der Unbedarfte das ganze auch eher für einen zusammengedengelten (Garten-)Geräteverschlag als für die Heimat sündhaftteuren Astroequipments.
 
Das unterstelle ich einfach mal, weil wenn du Intarsien und oder aufwendige Schnitzereien im Sinn hättest, würdest du vermutlich nicht nach dem Material fragen :biggrin:
 
Ich war im Urlaub und habe den Thread nicht weiter verfolgt.
Hier mal ein Foto von der Entstehungsphase. Das Dach wurde noch mit Sperrholz und Bieberschwänzen gedeckt.

Die Hütte funktioniert nun seit über einem Jahr problemlos.
 

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