Russentonne - Zenitspiegel

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Moin Gerd,

wie hast du es denn im Moment? Und zu welchem Zweck währe auch noch ganz interessant.

Kürzestmöglich dürfte es mit dem Adapter M42x1 auf T-2 (bisschen runterscrollen) und dem 2" Zenitspiegel mit T-2 Anschluß (ebenfalls runterscrollen) gehen (geschätzt ca. 10mm). 1,25"-ZS mit T2-Gewinde habe ich jetzt auf die Schnelle nicht gefunden.
 
Hallo,
An der Russentonne ist ein Unendlichanschlag. den mußt du erst mal abschrauben. Dann kannst Du den Fokus weiter nach hinten legen, sodaß Du auch einen kurzen Adapter, einen Zenitspiegel und ein Okular dahinter bekommst und gleichzeitig scharf stellen kannst.
Grüße Martin
 
Hallo Thorsten,

vielen Dank für die prompte Antwort.

Die Russentonne (MTO 11-CA) wurde bisher als Teleobjektiv genutzt, ist also astronomisch gesehen noch jungfräulich.
Ich möchte mit ihr in mein altes Hobby wieder einsteigen(Ich hatte vor ca. 30 Jahren einen Refraktor 60/900).
Die Russentonne hat es mir wegen ihrer Mechanik (viel Metall wenig Kunstoff) und geringen Grösse angetan.
Ich möchte Sie erstmal nur visuell benutzen. Ich wohne ländlich mit den üblichen beleuchtungssüchtigen Nachbarn und Strassenlampen.

Zur Adaption habe ich mir folgened Gedanken gemacht:
Wenn man die normalen Adapter m42 -> 1.25" (von TS) mit Zenitspiegel benutzt,verlängert sich die Brennweite stark,
und die Lichtstärke nimmt ab.
Ausserdem denke ich, dass je nach Grösse des Fangspiegels,dieser,nach Hereindrehen der Meniskuslinse in Richtung Hauptspiegel,aus dem vom Hauptspiegel
reflektierten Strahlenbündel nur noch eine Teil herausschneidet und in Richtung Okular wirft. Man verliert also Licht und Auflösungsvermögen.
Die optischen Elemente der Tonne sind ja für f=1/10 gerechnet, und bei diesem Verhältnis wahrscheinlich Optimal. Daher mein Bestreben den Zenitspiegel
möglichst nahe an dem Lichtaustritt zu befestigen.

Meine Überlegung war, den Zenitspiegel direkt am hinteren Tonnendeckel zu verschrauben.
Hat das schon mal jemand versucht. M42->T2 Adapter und Baader 2" Zenitprisma hat durch das
grosse Gehäuse auch schon wieder ca. 2 cm Verlust, und ist ausserdem sehr teuer.




MfG
Gerd
 
Hallo Gerd,

ich habe mit einem Okularauszug und Zenitspiegel am MTO 11-Ca z.B. M 27 + M57 zu Mondlosen Zeiten, ohne Probleme bei 166 fach beobachten können, muss aber zugeben das es schon sehr lang ist.
http://www.g2-astronomie.de/index2.html Unter G2-Sternwachte -Ausrüstung.
Habe mir desshalb, von Borg einen Helicalauszug Nr. 7841 zur montage vor einen T2 Zenitspiegel gekauft , hier: http://www.scopequipment.com/borgheli.htm .
Damit ist der Mac erheblich küzer, was sich optisch aber nicht soo stark bemerkbar machte. Von der Verwedbarkeit unterwegs ist es aber ein Gewinn, was mehrere Spechtelabende bei Bekannten an Grillabenden zeigten. Die von der Beobachungsleistung des Kleinen auf einer EQ3 an Mond Planeten und Nebeln immer wieder erstaunt sind und ich vieleicht garnicht nicht mehr ohne Ihn kommen darf.
Für meine WebCam habe ich den Borg Nr. 7315 mit Noniuseinstellung gleich mit bestellt, beide finden an meinen verschiedenen Teleskopen Verwendung, zur Kombination mit allerlei Zubehöhr.
Vieleicht ist es ja auch was für deinen Mac?

Gruß Günter
 
Hallo Gerd,

ja, die gute alte Russentonne. Die hab ich auch schon lange im Gebrauch (Leitrohr).
Natürlich hab ich damit schon viel rumexperimentiert, und kann Dir folgenden Tip geben:
Wenns darum geht, möglichst wenig von der ursprünglichen Brennweite
abzuweichen, dann mußt Du unbedingt ein 1 1/4" Zenit prisma verwenden,
das so nahe wie möglich an der Tonne montiert wird.
Durch den langen Glasweg im Prisma wird der Fokus um etwa 1/3 dieses Weges
nach hinten verlagert (da ja die Lichtstrahlen im Glas flacher verlaufen).
Das bringt bei 6cm Glasweg schon 2cm.(Ausserdem hat man weniger Reflexionsverluste,
-die Totalreflexion im Prisma ist wesentlich effektiver,
als die Reflexion am Spiegel (wenns nicht gerade ein Maxbrightspiegel ist))

Bei meiner Tonne hab ich mal die Brennweiten bestimmt,
die sich bei Verwendung der verschiedenen Anbauteilen ergeben:
1.: 2" Steckhülse, 2" Spiegel, 1 1/4" Oku: f~1350mm
2.: 1 1/4" Steckhülse, 1 1/4" Prisma und Oku: f~1100mm
Momentan hab ich noch den Nachführexzenter zwischen Tonne und Prisma,
damit bin ich dann bei f~1200mm.

Guß aus Potsdam,
Thomas
 
Hallo Thomas,

bei Prisma denke ich gleich an die Regenbogenfarben. Erzeugt so ein Prisma nicht einen Farbfehler.

Wie bekomme ich das Prisma möglicht nahe an den Lichaustritt. Die Adapter von TS sind schätzungsweise 2-3 cm lang.
Die Alternative über T2 und 2" Prisma ist mit zum jetzigen Zeitpunkt zu teuer.

MfG
Gerd
 
Hallo Gerd,

zunächst muss ich mich berichtigen:
Die Brennweite mit den 2" Teilen lag bei 1600mm!
(Hat doch was Gutes, wenn man seine Basteleien einigermassen dokumentiert!)

Vor einer Farbzerlegung durch das Prisma brauchst Du keine Angst zu haben.
Das Prisma wirkt hier ja wie eine planparallele Platte, die Lichtstrahlen
treten im selben Winkel aus, wie sie in das Prisma eingetreten sind.
Was allerdings passiert, ist, dass die Verlagerung des Fokus,
wie oben erwähnt, für die verschiedenen Wellenlängen leicht unterschiedlich ist (Farblängsfehler),
da ja der Brechungsindex des Glases ja Wellenlängenabhängig ist.
Allerdings bemerke ich bei meiner Tonne mit dem 9mm Nachführokular (V>130)
nichts von diesem Fehler.

Um das Prisma möglichst dicht an die Tonne zu kriegen,
nimmst Du am besten den Russenadpter von Baader, und das Zenitprisma,
das ja ein T2 Innengewinde hat, und sich direkt auf den Adapter schrauben lässt.
(Zwischen Adapter und Prisma evtl. noch den T2 Konterring,
damit das Prisma auch gedreht werden kann)
Auf die andere Seite des Prismas kann dann z.B. die 1 1/4" Okularklemme de Luxe
angeschraubt werden.
Die Baulänge dieser Kombination dürfte kaum zu unterbieten sein.

Gruß,
Thomas
 
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