Liebe Firmen,
es liegt mir fern, Geschäftsmodelle zu bewerten. Allerdings drängt sich hier folgendes auf:
Wenn Geräte in D überteuert angeboten werden, kann das nur vier verschiedene Gründe haben - Kostenapparat ( Gehälter / Miete ), Vorgaben vom Hersteller (Länderspezifische Preisliste) oder Abverkauf von Halde da Hersteller Zwangskontingente vorschreibt.
Bezüglich Kostenapparat ist klar, daß D ein Hochlohnland ist - allerdings bezweifele ich sehr stark, daß vergleichbare "Stabsstellen" in der Buchhaltung oder im Verkauf 50 oder mehr Prozent kosten als in den USA - auch dort werden bei besseren Arbeitsverträge Krankenvrsicherungen vom Arbeitgeber übernommen (wenn ich so einige US Händler im Netz betrachte kenne ich die seit über 20 Jahren aus Zeitungen). In dem Bereich wo ich arbeite (US Unternehmen) ist es zumindestens so, daß in USA / UK / D / F annähernd das gleiche gezahlt wird - Also Betriebsrat habe ich solche Listen - und Miete ist in den USA eher teurer als billiger. Also muß das Konzept dieser Händler durchaus was abwerfen - für gute Worte arbeitet niemand 20 Jahre - da droht der Hungertod.
Falls der Hersteller länderspezifische Preislisten vorgibt, die aber weit von gut und böse sind (Wechselkursrisiko) , liegt unter Umständen der Fall vor, daß man sich die Rabattschlacht im Heimatland von denn anderen bezahlen läßt - oder wie es in Hollywood bezüglich der deutschen Filmfonds so schön hieß: stupid german money. Sollte also in USA die Herstellung eines Telekops 1000 USD kosten, es für 2000 USD verkauft werden um Gewinnn zu machen aber es für 1700 USD rausgehauen wird und sich den Rest in Deutschland geholt werden muß - meinetwegen 3000 EUR, ist es eher PFLICHT als KAVALIERSDELIKT so ein Gerät grau zu importieren - entweder die Firma kapiert den freien Markt - oder sie verschwindet zu recht.
Weiter wäre es natürlich absolut fatal - egal was man macht oder wie der Markt sich entwickelt - die Zentrale stellt pro Geschäftsjahr eine von der Zentrale bestimmte, abzusetzende Anzahl Geräte vor die Tür für die man erstemal in Vorkasse treten muß - Allerdings eher im Saisongeschäft mit Bekleidung und Sportartikeln verbreitet - nicht aber im Hochpreissegment.
Der letzte Grund kann Mischkalkulation sein - aber dies schließt sich eigentlich aus, da man recht schnell über "Renner & Penner" Statistiken länderspezifisch rausbekommen kann, was läuft oder nicht - in Rumänien ist der 200 EUR Newton mit EQ3 der Renner - in D wohl eher nicht (Gaußsche Glockenkurve
So - jetzt mal der umgekehrte Weg: in USA bezahlt man für einen Audi A5 36000 USD - mit gleicher Ausstattung wie hier
wo man mindestens 32700 EUR hinblättert. Netto hier in D: 26500 EUR / Veschiffung ca. 900 EUR / Kursabsicherung mit 1,34 USD/EUR --> 36716 USD. Das passt. Und so muß es auch sein. In KEINEM Bereich den ich kenne außer optischen Geräten für die Astronomie (noch nichtmal Foto) sind mir solche Preisgestaltungen bekannt.
Persöhnlich tippe ich auf Grund Nr. 2 - Stupid German Money
Frank