Satellitenschüssel als Spiegel: Ist das möglich?

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Re: Metallspiegel aber flüssig

In Deinem zweiten pdf-File wird explizit auf die Giftigkeit hingewiesen, anfassen der Legierungen nur mit Handschuhen.
Zudem werden sie, wenn man's doch tut, dort schwarz. Wie bestaendig ist so ein Material in Luft?
Ui, hatte gar nicht soweit gelesen. Aber da steht, der schwarze Film, der sich auf der Haut bildet bei dem Umgang damit. Klingt nach einfach Schmutz, wenn man damit arbeitet, nur dass die Rückstände von diesen Legierungen eben giftig sind wenn man sie aufnimmt, sprich z.B. mit diesen Schmutzfingern isst.

Ich denke, wenn man z.B. auf einem Glasträger so eine Legierungsschicht aufbringt, und hinterher dass ganze spiegelmäßig belegt, dann ist diese Schicht rundherum abgeschlossen. Verdampfen tut da ja nichts mehr, also sollte es eigentlich keinerlei Problem darstellen, außer dass man beim Aufbringen dieser Schicht eben vorsichtig sein muß, aber hinterher nicht mehr.

Dumm ist nur, dass da steht, die Dinger würden mit Aluminium reagieren, wenn sie in solchen Formen geschmolzen werden. Wie werden denn Teleskopspiegel genau belegt? Wenn diese Legierung schon kalt ist, könnte man sie dann mit Alu bedampfen oder eher weniger?

Auf http://www.optikpraxis.de/ unter Prozessbeschreibungen / Vakuum Bedampfen steht für die Aluschicht 660°C und für SiO2 1713°C. Das könnte gehen, wenn der Rohling selber kalt gehalten wird, und somit die mitgebrachte Wärme von den Gasmolekülen sofort ableiten kann. Wenn er selber heiß würde, würde die parabol-Schicht wegfließen... Wer kennt denn jemanden der jemanden kennt der davon Ahnung hat? Hallo Stathis!? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Gruß, Henning
 
Re: Metallspiegel aber flüssig

Hi,

theoretisch hört sich das schonmal ganz gut an. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Der aufgebrachte Kleber oder Lack darf seine Oberfläche während des aushärtens nicht in derart verändern dass sich eine Art "wabbel" Fläche ergibt (ähnlich einer Wasseroberfläche über die Wind weht, oder Autolack)). Hab auf einen Al träger mit Parabolfläche mal eine Dicke Schicht Cu,Ni,Cr aufdampfen lassen, die Fläche war anschließend nicht glatt sondern hatte im millimeterbereich eine sichtbare Oberflächen unebenheit.


Kleber gibt es in verschiedenen zähflüssigkeiten dünnflüssig bis teigig die viskosität kann sich während des aushärtens (temp) zunächst auch stark in Richtung geringerer viskosität ändern.
Was Klebstoffe angeht könnte Fa. Polytech Waldbornn ein guter Ansprechpartner sein.

Was Lacke angeht kann ich dir leider keine konkreten hinweise geben (am besten im "wer liefert was" nach Firmen mit "know how" suchen).

Die Wahl der entsprechenden Kleber oder Lacke ist sicher der Schwerpunkt der nötigen Entwicklungsarbeit.




Grüße
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> RoRo


Eine Idee sind 5% vom fertigen Produkt (doch immerwieder schön so eine Protzentangabe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )




 
Carbonkonstruktion - Glas oder Keramikbeschichtet?

Hallo Leute,

mal langsam bitte, sind ja ziemlich abenteuerliche <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> Ideen hier...

Satschüssel, ja das ist mal was anderes als diese ewigen Lambdatstel - Diskussionen, hier geht´s endlich mal um messbare Millimetertstel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> . Und das ganze noch Off - Axis, da sind wir dann bei den Spiegeln mit der scheinbar verschwundenen Obstruktion, welche aber in wirklichkeit einem ca. 3x so großem Spiegel welcher durch´s Schreinerloch beobachtet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> gleicht.

Aber Spaß bei Seite: ich überlege auch schon lange und habe über verschiedene Möglichkeiten nachgedacht. Was mich am meisten mal interessieren würde, wären Versuche mit leichtgewichtigen Kohlefaserkonstruktionen, auf welchen Glas (Keramik,....) oder Ähnliches, in Schichtstärken von einigen Millimetern aufgebracht wird. Diese Spiegel sollten dann wie die üblichen Glasspiegel zu schleifen sein (Selbstbauer mittels Fliesentool).

Gibt es dazu schon Versuche und Ergebnisse???

C.S.

Johann
 
Re: Carbonkonstruktion - Glas oder Keramikbeschichtet?

Hallo Sofi99!

Also dazu fällt mir nur ein: Thomas wollte ja was leichtgewichtiges bauen.

Ich bin megafaul <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> und denke darüber nach, wie man einen Spiegel ohne Schleifen hinkriegt (Schicht in rotierende Form gießen).

Und Du willst wieder schleifen...

Ich selbst habe noch nie geschliffen und ehrlich gesagt davon auch null Ahnung.

Aber vom Ansatz her müßte das so sein:
Du nimmst nen Glasrohling, und trägst das gröbste ab.
Dann drehst Du ihn um, und trägst dort eine entsprechende konvexe Form ab, so dass das Glas am Schluß wie eine Obstschale aussieht. Damit die Glasschale dabei nicht kaputt geht, belegst Du die spätere Spiegelwölbung mit ein wenig Pech oder ähnlichem, und gießt den Rest mit Gips aus, so dass nach dem Umdrehen das Glas auf der vollen konkaven Fläche aufliegt. Und arbeitest nicht zu schnell mit ner Flex, obwohl es "nur" die Rückseite ist.

Dann kannst Du auf der Rückseite eine Tragestruktur aufbauen, z.B. aus Carbon. Dabei denk aber daran: GfK, Carbon etc. sind alles Werkstoffe, die eine gewisse Elastizität haben. Das ist entscheidend, wenn Du hinterher auf der Oberseite parabolisierst, dabei mußt Du nämlich die Durchbiegung berücksichtigen, die bei so einer dünnen Glasschale auch von einer Carbonstruktur kaum aufgefangen werden kann. Hauptsache es biegt sich überall gleich - klingt komisch, aber im Ernst, dann müßte es wieder gehen. Das bedingt eine KLEINE Größe der Waben etc. in Deiner Struktur (ich sag mal ganz grob in der Größenordnung der Glasdicke, nicht größer)!

Jetzt bin ich mal gespannt, wie mich die Spiegelschleifer auseinander nehmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Viele Grüße, Henning
 
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