003sec
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Hallo zusammen,
es geht weiter. Schneller als erwartet konnte ich den 16er erneut als Limit bringen. Das Wetter am 18.7. versprach sehr ruhig zu werden. Bodenwind praktisch „0“, keine Scherwinde und Jetstream irgendwo im Mittelbereich. Ich musste allerdings warten, bis Saturn auf der „richtigen“ Hausseite stand. Die Cassiniteilung konnte ich dann im Livebild oft lange halten, das versprach ein gutes Ergebnis. Dieses Mal justierte ich ein ganz klein wenig nach, und machte auch einen Teststack. Symmetrische Beugungsringe um Titan, und dieser eindeutig flächig, schon nach wenigen Sekunden im Stack, super. Vorher experimentierte ich erneut mit dem ADC und möglicherweise bin ich einem strukturellen Problem bei schlechtem Seeing auf der Spur.(Details evtl. später). Bei den Farbfilmen konnte ich nicht auf den ADC verzichten, aber bei der Rot-Luminanz verzichtete ich auf eine Korrektur, obwohl ich rein rechnerisch in der Vertikalen ein paar Prozent der Schärfe verlor. Die Daten stehen im Bild.
Natürlich habe ich auch wieder eine Animation gemacht mit überschärfter Oberfläche. Ich behaupte mal, dass in den nächsten Jahren, wenn Saturn noch höher steigt, es für einen 16er Standard wird, ein paar Wolkenwirbel etc. abzubilden. Hier habe ich jeweils 3 Min. zusammengefasst.
Diese 20 Bilder, nicht ganz so stark geschärft, habe ich derotiert und in das ansonsten nicht derotierte Bild eingearbeitet, indem ich über eine Kontrastfunktion die Konturen freistellen konnte. Ist sicher nicht jedermanns Sache.
Als die Animation fertig war, sah ich eine Bewegung im Ringabschnitt links unten. Daraufhin verlangsamte ich das Video und glaube nun ein Ringspeichenereigniss abgebildet zu haben. Die Richtung und die Geschwindigkeit passen. Die andere Saturnseite zeigt keine Auffälligkeiten. Zweifelsfrei nachgewiesen ist so etwas natürlich erst, wenn es durch einen anderen Beobachter bestätigt wird.
Ebenso verhält es sich mit den „Details“ auf Titan. Natürlich muss man hier ein, oder auch zwei, Fragezeichen dahinter machen. Es ist regelrecht unvermeidbar, dass sich bei einer Schärfung im Innern von kleinen Objekten ein dunklerer Punkt bildet. Ich sehe aber hier (und auch am 10.7.) eine asymmetrische Struktur, und es scheint eben doch eine gewisse Korrelation mit den Bodenstrukturen zu geben. Und das, obwohl Titan von einer dichten Wolkendecke umgeben ist.
und hier noch ein Nachtrag vom 10.7.
Eine Idee wäre, dass es minimale Kontrastunterschiede in den Wolken gibt, die sich mehr oder weniger an den Bodenstrukturen orientieren, und nach einer (gewaltigen) Kontrastanhebung sich eben doch verraten. Ich erinnere in dem Zusammenhang auch an meine Venusbilder mit Rotfilter.
https://astrofotografie.ralf-kreuels.de/der-nahe-himmel/venus-rot
So oder so, die Nacht war ein Geschenk und ich erwarte (in dieser Saison) nun nicht mehr, dass ich da noch Stellschrauben finde, um noch mehr herauszuholen.
Viele Grüße
ralf
es geht weiter. Schneller als erwartet konnte ich den 16er erneut als Limit bringen. Das Wetter am 18.7. versprach sehr ruhig zu werden. Bodenwind praktisch „0“, keine Scherwinde und Jetstream irgendwo im Mittelbereich. Ich musste allerdings warten, bis Saturn auf der „richtigen“ Hausseite stand. Die Cassiniteilung konnte ich dann im Livebild oft lange halten, das versprach ein gutes Ergebnis. Dieses Mal justierte ich ein ganz klein wenig nach, und machte auch einen Teststack. Symmetrische Beugungsringe um Titan, und dieser eindeutig flächig, schon nach wenigen Sekunden im Stack, super. Vorher experimentierte ich erneut mit dem ADC und möglicherweise bin ich einem strukturellen Problem bei schlechtem Seeing auf der Spur.(Details evtl. später). Bei den Farbfilmen konnte ich nicht auf den ADC verzichten, aber bei der Rot-Luminanz verzichtete ich auf eine Korrektur, obwohl ich rein rechnerisch in der Vertikalen ein paar Prozent der Schärfe verlor. Die Daten stehen im Bild.
Natürlich habe ich auch wieder eine Animation gemacht mit überschärfter Oberfläche. Ich behaupte mal, dass in den nächsten Jahren, wenn Saturn noch höher steigt, es für einen 16er Standard wird, ein paar Wolkenwirbel etc. abzubilden. Hier habe ich jeweils 3 Min. zusammengefasst.
Diese 20 Bilder, nicht ganz so stark geschärft, habe ich derotiert und in das ansonsten nicht derotierte Bild eingearbeitet, indem ich über eine Kontrastfunktion die Konturen freistellen konnte. Ist sicher nicht jedermanns Sache.
Als die Animation fertig war, sah ich eine Bewegung im Ringabschnitt links unten. Daraufhin verlangsamte ich das Video und glaube nun ein Ringspeichenereigniss abgebildet zu haben. Die Richtung und die Geschwindigkeit passen. Die andere Saturnseite zeigt keine Auffälligkeiten. Zweifelsfrei nachgewiesen ist so etwas natürlich erst, wenn es durch einen anderen Beobachter bestätigt wird.
Ebenso verhält es sich mit den „Details“ auf Titan. Natürlich muss man hier ein, oder auch zwei, Fragezeichen dahinter machen. Es ist regelrecht unvermeidbar, dass sich bei einer Schärfung im Innern von kleinen Objekten ein dunklerer Punkt bildet. Ich sehe aber hier (und auch am 10.7.) eine asymmetrische Struktur, und es scheint eben doch eine gewisse Korrelation mit den Bodenstrukturen zu geben. Und das, obwohl Titan von einer dichten Wolkendecke umgeben ist.
und hier noch ein Nachtrag vom 10.7.
Eine Idee wäre, dass es minimale Kontrastunterschiede in den Wolken gibt, die sich mehr oder weniger an den Bodenstrukturen orientieren, und nach einer (gewaltigen) Kontrastanhebung sich eben doch verraten. Ich erinnere in dem Zusammenhang auch an meine Venusbilder mit Rotfilter.
https://astrofotografie.ralf-kreuels.de/der-nahe-himmel/venus-rot
So oder so, die Nacht war ein Geschenk und ich erwarte (in dieser Saison) nun nicht mehr, dass ich da noch Stellschrauben finde, um noch mehr herauszuholen.
Viele Grüße
ralf