Saturn Cassini Teilung

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Was mir dazu einfällt (ich las da einen besseren Artikel, aber weiß gerade nicht, wo) sind folgende Gegebenheiten, die dabei auch eine Rolle spielen:



Siehe auch: Optische Täuschung – Wikipedia - wo die Quadrate A und B gleich hell sind.

Das Auge ist natürlich sehr maßgeblich - allein von der systemimmanenten "Hard und Software" her - für viele Effekte der Wahrnehmung verantwortlich, deren wir uns beim Beobachten nicht bewusst sind. So sind Features wie "Kontrastüberhöhung an Kanten" und andere bereits implementiert, und noch dazu ändert sich das Verhalten beim Umschalten von Zäpfchen- auf Stäbchensehen. Insgesamt kann ich das Zusammenspiel dieser Komponenten eigentlich schwer überblicken, gerade wenn es um so helle, flächige Objekte wie Planeten geht.

Ich würde das gerne besser verstehen, denn die Kette von der Teleskop-Öffnung bis zum "Human-Stacking" im Gehirn ist eine sehr diffizile und lange...

lg
Niki
 
Hallo Christoph,

nein, genau so verhält sich das nicht. Gerd hat es doch bereits plausibel erklärt. Ich empfände es übrigens als fair, wenn du deine Rhetorik gegenüber anderen kritisch hinterfragenden Diskussionsteilnehmern etwas mäßigen könntest. Ich habe mich bereits etwas zurück genommen, wie du unschwer oben sehen kannst.

Zitat von ws_mak12:
P.S.: Das Wort "Nonsens" oben nehme ich zurück und entschuldige mich bei allen, bei denen das negativ angekommen ist. Ich könnte es durch einen anderen Begriff ersetzten, mache ich aber nicht, da ohnehin klar ist, was gemeint war.

Ich hatte außerdem weiter oben angemerkt, dass du bei den Anwesenden dieser Diskussion nicht der Einzige bist, welcher Jupiter mit einem recht guten 4 Zoll viele Male in den letzten Jahren (darunter auch Transits) beobachtet hat. Ist dir vermutlich entgangen. Nur der Vollständigkeit halber möchte ich darauf hinweisen, dass Jupiter in früheren Jahren eine bei weitem bessere Beobachtungsposition im Vergleich zu 2020 hatte.

Es ist natürlich auch sehr vorteilhaft, wenn man hochaufgelöste visuelle Eindrücke von großen Geräten bei Optimalbedingungen kennt und zum Vergleich heranziehen kann. Das vermindert das Risiko von "Fehlinterpretationen/optischen Täuschungen" an kleineren Geräten beträchtlich. Anhand deiner bisher erwähnten Ausführungen geht da jedenfalls nichts analoges bei dir hervor.

Von irgendwelchen unterschiedlichen Farbnuancen auf dem Mondscheibchen oder Strukturen (oder was auch immer) konnte ich allerdings bisher nichts mit 4" Öffnung bemerken, so sehr ich mich auch angestrengt hatte. Auch mir liegen keinerlei Videos/Fotos von einem 4" weltweit vor, was deine doch sehr ungewöhnliche Beobachtung bestätigen könnte.

Im vorliegenden Fall steht das übrigens im Einklang zur Theorie. Die Gesetze der Optik/Physik gelten auch für dich wie für alle anderen, Christoph.

P.S.: Darf ich dich fragen, seit wann du Planeten beobachtest und hiervon schon an anderer Stelle in früheren Jahren ggf. davon berichtet hast?

Viele Grüße
Werner
 
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Hallo Niki,

Ich würde das gerne besser verstehen, denn die Kette von der Teleskop-Öffnung bis zum "Human-Stacking" im Gehirn ist eine sehr diffizile und lange...

Dazu kommt, dass auch die Farbwahrnehmung gerade in der visuellen Astronomie eine recht vertrakte Angelegenheit ist. Es gibt online diverse Tests, die man machen kann, um seine eigene Farbwahrnehmung im Hinblick auf äußerst geringe Farbunterschiede in den verschiedenen Farbbereichen des sichbaren Spektrums zu überprüfen.

Bei diesen Tests schneiden übrigens Frauen im allgemeinen besser ab als Männer, d.h. deren Farbwahrnehmung ist gemittelt besser als die der Männer.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo in die Runde,

vielleicht nochmal zurück zur Cassini-Teilung. Ich habe noch einen single-shot (1/15 sec, ISO 282) von meinem alten C8 (16.3.2004) mit afokaler Projektion an einer prähistorischen Sony DSC-P1. Er zeigt m.M. nach recht gut den visuellen Eindruck so etwa ab 4"-6" bei moderatem Seeing und Vergrößerungen um 200x:

retro_saturn.jpg


Hmm :unsure:, die Sichtbarkeit der Cassini-Teilung... Stark abhängig vom Seeing, der Höhe von Saturn, der Ringneigung, der Qualität der Optik, der Kollimation des Fernrohrs und anderen Dingen. Sehr gute visuelle Beobachtungen gelangen mir mit einem 6mm Radian (V=250x) mit meinem alten 12,5"-Meade-Dobson z.B. in den Jahren 2003 und 2004 bei großer Ringöffnung und hohen Deklinationen. Wenn Saturn bei großer Ringöffnung in hohen Deklinationen steht, sieht man bei gutem Seeing sowohl die Cassini- als auch die Encke-Teilung mit 12,5" wirklich ganz problemlos.

Wir hatten das auch mal mit guten kleineren Geräten getestet, dabei ging Cassini visuell zweifelsfrei ab etwa 3", Encke nicht unter 6".

salü+cs, volker.
 
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Hallo,

hier mal ein screenshot aus dem avi, dann gestackt und dann geschärft... (bissi grün, out of the box)
Eine TRENNUNG der Ringe ist im avi nicht zu beobachten, nur eine Verringerung der Helligkeitswerte.
Ebenso im Summenbild.

In kurzen Momenten ist die Teilung natürlich visuell gut "zu sehen", so wie im geschärften Bild, natürlich auch im 150er Mak.
Aber das kennen ja alle, die die Planeten beobachten und/oder fotografieren... unser kopf-internes "Stackingprogramm" ist ja auch "made by nature" und kann was... :)

lg
Niki

Bildschirmfoto 2020-08-17 um 17.40.11.jpg


2018_08_18_214139_ZWO ASI183MC Pro_Sat_L_AS_P40 tif.jpg
2018_08_18_214139_ZWO ASI183MC Pro_Sat_L_AS_P40_RS_sss.jpg

Camera=ZWO ASI183MC Pro
Filter=L
Profile=Saturn
Diameter=17.56"
Magnitude=0.33
FocalLength=1850mm
Resolution=0.27"

Bildschirmfoto 2020-08-17 um 17.33.42.jpg
 
Hallo Niki und Volker,

2003 war in der Tat ein gutes Jahr für Saturnbeobachtungen, egal ob visuell oder fotografisch.

Ich gehe mit bei 12,5" und Encke-Teilung...!!!Achtung!!! Nicht das sogenannte "Minimum". Dies ist auch in etwas kleineren Geräten sichtbar. Wird des öfteren verwechselt. Die eigentliche "Teilung" bzw. "Gap" im englischen liegt weiter außen im A-Ring. Man schaue sich hierzu hochaufgelöste Fotos (z.B. Hubble o.ä. an).

1597690319580.png




Die beste Sichtung hierzu hatte ich 2006 auf den Florida-Keys an einem wunderbaren 18" F4,3 Zambuto eines amerikanischen Sternfreundes bei ca. 0,4" Seeing. Da war es mehr als deutlich.

Man beachte: Die eigentliche Teilung aufgelöst geht auch hier nicht. Man nimmt hier den "Kontrast" als dunklen "Grauton" einer linienhaften Struktur wahr. Gleiches gilt mit der Cassini-Teilung an kleiner Öffnung, wie leicht rechnerisch ermittelbar.;)

Ein eigenes Ergebnis aus 2003 am 12" Lomo-Newton, verglichen mit heutigen Mitteln Ergebnis natürlich eher bescheiden:

1597690831155.png


Viele Grüße
Werner
 
Hallo Volker,

Hallo in die Runde,

vielleicht nochmal zurück zur Cassini-Teilung. Ich habe noch einen single-shot (1/15 sec, ISO 282) von meinem alten C8 (16.3.2004) mit afokaler Projektion an einer prähistorischen Sony DSC-P1. Er zeigt m.M. nach recht gut den visuellen Eindruck so etwa ab 4"-6" bei moderatem Seeing und Vergrößerungen um 200x:

Den Anhang 151413 betrachten
das stimmt so einfach nicht.
Wenn dann zeigt dieses matschige Bild mit sehr viel rauschen allenfalls das was eher schlechteres Seeing an dem Tag so zugelassen und was der Sensor für Defizite gegenüber unseren Augen bezüglich rauschen und Dynamitumfang hat aber keinesfalls das was mit guten 4 bis 6 Zöllnern bei gutem Seeing visuell so geht.
Es ist daher völlig irreführend hier Öffnungsangaben zu machen wenn die Abbildung rein Seeing limitiert ist und nicht Öffnungslimitiert. Du könntest statt 6“ auch 16“ schreiben denn damit würde bei dem eher bescheidenen Seeing auch nicht mehr gehen eher sogar noch weniger.

Damit erweckst du einen völlig irreführenden Eindruck.
Du widersprichst dir ja schon selbst.

Wir hatten das auch mal mit guten kleineren Geräten getestet, dabei ging Cassini visuell zweifelsfrei ab etwa 3", Encke nicht unter 6".

Das klingt schon wesentlich realistischer als dein matschiges Bild mit sehr viel rauschen für 4 bis 6“ suggeriert.

Wie du selber offensichtlich genau weist ist die Cassiniteilung visuell schon mit 3“ recht gut zu erkennen wenn die Bedingungen stimmen und natürlich muss auch die Ringöffnung passen. Bei Kantenstellung wird es natürlich nichts mit Cassini, auch nicht im 16 Zöller.
Dieser Sonderfall besteht momentan aber nicht.
Was schon mit einem sehr guten 63mm Achromaten geht zeigt dieses Bild hier


Auch wenn es etwas überschärft ist und vor allem der Kontrast leider extrem überhöht ist.
Dreh den Kontrast mindestens 50% runter dann passt es schon eher.

Grüße Gerd
 
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Hallo zusammen,

anbei noch der Link aus Wikipedia zur Teilabbildung des Saturns mit den unterschiedlichen Ringsystemen.
Ist gestern auf "der Strecke geblieben."

Saturn_Ringsysteme

Viele Grüße
Werner
 
Hallo,

was ist denn hier los.. das ist ja der Oberknaller! Schade, dass ich das jetzt erst lese - die Saaaauuuu ist schon durch´s Dorf getrieben. Manche hier sollten sich mal mit der visuellen Astronomie befassen und nicht nur irgendwelche, theoretische Berechnungen anstellen oder Aufnahmen zerpflücken. Geht raus und schaut durch eure Linsen und über eure Spiegel...

Ihr macht mir echt Angst - frei nach dem Motto:

.... "Oh Gott, jetzt hab ich bei 130mm Öffnung 260x vergrößert und konnte noch etwas erkennen... meine Augen sind schlecht ich muss mein Equipment verkaufen! ...Was ich gesehen habe darf nicht sein!"

"Ein Zeichner schmiert halt was aus dem Gedächtnis auf´s Papier - wird schon passen! Damit konnte er schon immer punkten! - [von der Moderation entfernt. Der Tonfall, verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und Etikette. Uwe :n:]

Ich kauf mir jetzt einen 24"er, damit ich den Mond finde...

P.S. was habt ihr eigentlich für tolle Teleskope???? Ich muss nun wohl meine homepage löschen... alles Fake!

CS Uwe
 
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Hallo Werner

www.the-night-black-white.de

Uwes Beitrag mag etwas überspitzt formuliert sein. Aber ganz ehrlich: Ich habe mich schon etwas gewundert, worüber hier ausführlichst diskutiert wurde. Als ob die Cassini-Teilung gar nicht oder nur ansatzweise zu erkennen wäre usw. Als ob die Skizze eine Kinderzeichnung wäre, die nichts mit der Realität zu tun hätte. War jedenfalls mein Eindruck. Ganz im Gegensatz dazu beobachte ich erst seit anderthalb Wochen mit diesem Refraktor und habe die Cassini-Teilung beim allerersten Mal „laut und deutlich“ gesehen. Ob sie nun pechschwarz war oder dunkelgrau.. egal.

Klar, als Anfänger (falls solche mitlesen) darf man nicht erwarten, man könne irgendein 100mm-Röhrchen aufstellen und gleich beim ersten Blick Saturn mit all seinen Details sehen.
 
Hallo Martin,

klar, kann ich verstehen. Aber mal ehrlich, es geht doch hier nicht darum, dass man diese Teilung nicht "sehen" könnte.

Dass dies auch mit kleinen Geräten geht, ist doch längst klar. Es wurden hier nach meinem Verständnis nur die genaueren Umstände hierzu erläutert und kritisch hinterfragt. Ich finde, das ist durchaus legitim.

Ist es dir lieber, jeder berichtet hier von "Wunderdingen", deren Wahrheitsgehalt gerade du als Anfänger kaum einordnen kannst?

Viele Grüße
Werner
 
Hallo Werner,

leider war ich noch nicht in Florida und habe mir mit einem 18-Zöller hochaufgelöste Planetenbildern verinnerlichen können, die ich als Referenz heranziehen kann - haben vermutlich die wenigsten - brauchen aber vermutlich auch die wenigsten.

"P.S.: Darf ich dich fragen, seit wann du Planeten beobachtest und hiervon schon an anderer Stelle in früheren Jahren ggf. davon berichtet hast?" Was soll denn nun diese Frage??? Du stellst meine Erfahrung in Frage... verstehe...

Das einzige was hier aus meiner Sicht Anfänger verwirrt sind Kommentare wie:

„die Cassiniteilung ist eigentlich noch zu schmal um im 6-Zöller aufgelöst zu werden. Der 14-Zöller müßte gerade so gehen.
Trotzdem kann man sie auch mit kleinen Öffnungen unter guten Bedingungen erkennen. „

oder

„Seriöse, visuelle Sichtungen von hauchzarten Hinweisen auf strukturelle Unterschiede bzgl. Ganymed: Ab ca. 10" aufwärts.“


Mich persönlich haben auch noch andere Kommentare „verwirrt“ aber das wärme ich jetzt nicht nochmal auf.

Und bzgl. Ganymed hab ich einen eigenen thread gestartet - sh. hier: Farbunterschiede auf Ganymed - mit welcher Öffnung gesehen? – bin gespannt was da so berichtet wird.

Gruß
Christoph
 
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Hallo Werner

Natürlich darf man nachfragen, unbedingt! Als mir eine Frage gestellt wurde, habe ich die auch beantwortet :)

Vielleicht haben einige hier einfach etwas unterschiedliche Wahrnehmungen über die Intensität darüber, was in diesem Thread so alles diskutiert und infrage gestellt und als "Wunderdinge" bezeichnet wurde. Die Frage, ob Farbnuancen auf Ganymed beobachtbar sind oder nicht, wurde sinnvollerweise ausgelagert und muss hier nicht mehr weiter diskutiert werden. :coffee:
 
Hallo,

hier:
1597854842031.png


wurde auch vor hundert Jahren die Sichtung der Marskanäle von mehreren Beobachtern unabhängig berichtet.

1597854787531.png


Soll gar nicht schwierig gewesen sein. Wer könnte da bezweifeln, daß es Marskanäle gibt :)
Versucht doch mal die mit einem 3-Zöller zu beobachten. Ich wette es gelingt, beim heutigen Stand des Materials und geübten Beobachtern.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

ich sehe keinen Sinn darin einen Zusammenhang zwischen der Sichtung von nicht existenten Marskanälen mit der Sichtung der real existierenden Cassiniteilung herzustellen.
Die Cassiniteilung kann auch mit kleiner Öffnung bereits real aufgelöst und damit beobachtet werden.
Ich bin auch sehr verwundert über den obskuren Verlauf dieser Diskussion hier der maßgeblich aufgrund deiner unvollständigen Kenntnisse über das physikalische Auflösungsvermögen einzelner Linie hervorgerufen wurde.
So irritierende Aussagen wie

die Cassiniteilung ist eigentlich noch zu schmal um im 6-Zöller aufgelöst zu werden. Der 14-Zöller müßte gerade so gehen.

Oder

Hallo,

die Cassiniteilung ist ca. 4800km breit. In Saturn Entfernung sind das ca. 0,7". Jetzt kann man sich darüber streiten ob man das bei 1,5" bis 2" theoretischem "Auflösungsvermögen" mit einer kleinen Öffnung "gesehen", "wahrgenommen" oder "aufgelöst" hat oder ob man nur den Übergang vom A- nach B-Ring wahrnimmt. Bei der Qualität der Optiken damals ist es auf jeden Fall erstaunlich, daß Cassini da überhaupt etwas gesehen hat. Ich tippe er hat nur die Grenze der etwas unterschiedlichen Helligkeit zwischen A- und B-Ring gesehen, wie mit vielen kleinen Optiken auch. *

Gruß

Heiko

* Er hat also entdeckt, daß der Ring in zwei Teile geteilt war - nicht aber die Lücke selbst.


Zeigen das dir wichtige Informationen über das tatsächlich erreichbare Auflösungsvermögen bei einzelnen Linien nicht bekannt sind.
Es ist seit langem bekannt und wissenschaftlich allgemein anerkannt das es möglich ist einzelne Linien mit breiten deutlich kleiner der Grenzfrequenz aufzulösen.
Ein Phänomen das auch hier schon öfter diskutiert wurde.

Wer also Sichtungen der Cassiniteilung mit kleiner Öffnung wie dem 2,5“ vom Entdecker zu leugnen
oder zu relativieren versucht bewegt sich nicht auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd und Heiko,

vielleicht wird es deutlicher, wenn man anstelle einer schwarzen Linie auf weißem Grund 2 schwarze Linien nimmt und diese im Abstand parallel von ca. 0,7 Bogensekunden im Gelände anbringt. Im 3 oder 4 Zöller wird man die 2 Linien nicht "trennen", sprich "auflösen" können., sondern es wird nur eine Linie sichtbar sein.

P.S.: Zu schade, dass die Cassini-Teilung uns diesen Gefallen nicht tut., doppelt mit diesem Abstand (siehe oben) daher zu kommen., außer man hat ausreichend "Sprit" intus. :D

Viele Grüße
Werner
 
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Ich habe auch schon von 8,5 mag Superhimmeln gelesen und warte eigentlich noch auf die freiäugige Sichtung von Neptun.
Ich habe heuer auch in der Presse gehört, dass der "Supervollmond" vom 8. April besonders hell ist und ich wartete im stockfinsteren Garten, bis ich wie am Tag Zeitunglesen konnte.:ROFLMAO::ROFLMAO:
CS Tobias
@DocHighCo Du brauchst noch einen Beitrag (jetzt sinds 2019), dann wäre die Jahreszahl mal korrekt:LOL::ROFLMAO:
 
Heiko, vielleicht helfen für Dich eher fotografische Beispiele zum Verständnis:

Warum erkennt man die Linien eines Tennisplatzes in GoogleEarth-Luftbildern, obwohl die Bodenauflösung (ground sampling distance) dort bei ca. 15-20cm Pixelabstand liegt?

Warum sind auf Fotos zentimeterdünne Oberleitungen erkennbar, wenn das iFoV das gar nicht mehr abtasten sollte?

Der hohe Kontrast solcher Strukturen wird an der Auflösungs“grenze“ nicht einfach „vernichtet“, sondern über einen größeren Bereich verteilt, quasi „verschmiert“. Zudem ist manchmal innerhalb einer Abtastung mehr oder weniger Anteil vom Hintergrund oder von der Linie und damit stellenweise auch noch recht viel Kontrast zu den Nachbrpixeln.

Zurück zum Saturn: Im Zusammenhang eher zufälliger vereinzelter dunklerer Abtastungen (wo also die Cassini-Teilung mal zentral von unseren Rezeptoren erwischt wurde) schlussfolgert unser Gehirn ganz gut eine linienhafte Struktur und unser Sehapparat tastet diese dann gezielt ab. Damit sehen wir dann wirklich die Linie.

Weiss man nicht, worauf man achten soll, kann man diese Kontraste auch leicht übersehen und wird dann die Linie auch nicht wahrnehmen. Der Sehapparat muss quasi gesagt bekommen, wo er was zu erwarten hat.

Daher kommt die ganze - im ersten Moment vielleicht etwas esoterisch anmutende - Diskussion um das „Sehen lernen“ und den Einfluss der Erfahrung auf die Wahrnehmung.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

das ist mir ja klar. Und genau darum geht es und das habe ich ja doch öfters gesagt (und Werner). Du redest mir da aus dem Mund. Du kannst eine dunkle Linie weit unter der Auflösungsgrenze detektieren - aber das ist keine Auflösung. Du kannst z.B. nicht sagen, ob da dann zwei Linien eng zusammen sind. Das ist wie bei Sternen. Die sind weit unter der Auflösungsgrenze breit, trotzdem sieht man sie. Keiner würde behaupten, er habe mit seinem Amateurteleskop einen Stern aufgelöst und kann Strukturen darauf erkennen, weil man ihn sieht oder weil er auf einem Bild über viele Pixel verschmiert ist.
Und wie ich oben gezeigt habe, entstehen Artefakte wie Linien (oder Strukturen auf kleinen Oberflächen) oft einfach durch Schärfung. Nur weil man es "sieht" heißt das nicht, daß das auch so da ist. Deine Tennislinien könnten auch eine Reihe heller Kiesel sein oder nur zwei angrenzende unterschiedlich helle Flächen. Die sind nicht aufgelöst.
Ich habe nichts dagegen, wenn einer sich an seiner Beobachtung des Saturn erfreut und auch an der Cassiniteilung die er "sieht". Aber man muß nicht gleich einen Shitstorm lostreten, wenn man versucht zu erklären, wie das zustande kommt, daß man da auch mit kleinen Optiken was sieht und daß das eigentlich nicht aufgelöst ist.

Gruß

*entfernt*
 
Dann definiere "Sehen" doch einfach mal richtig! "Sehen, Wahrnehmen, Detektieren, Auflösen"- Du wirfst da alles kreuz und quer durcheinander und mit deinen falschen Überlegungen und unpassenden Beispielen willst du erfahrene Beobachter und fundierte Beobachtungen schlechtreden.

Wenn die Cassiniteilung zu erkennen ist, dann nehme ich sie auch wahr und damit sehe ich sie. Sie ist ja schließlich kein Hirngespinst. Und wie im anderen Beitrag beschrieben, müssten wir nach deinen Theorien auch zwischen den unterschiedlich hellen/farbigen Saturnbändern schwarze Linien "detektieren"! Das macht das Auge aber nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
" Sehen, in der Physiologie auch visuelle Wahrnehmung genannt, beschreibt den Prozess der Aufnahme von elektromagnetischen Wellen im Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichtes durch das Auge und die Weiterverarbeitung der von der Netzhaut ausgelösten Nervenimpulse im Gehirn zu Bildern." ;) (aus: Sehen - DocCheck Flexikon)
[Von Moderation entfernt. Gelinde gesagt: missverständlich bis persönlicher Angriff]
 
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Hallo Heiko,

OK, verstanden, das ist dann aber eine Definitionsfrage.

Im militärischen Bereich, z.B. mittels der "National Imagery Interpretability Rating Scale (NIIRS)" wird zwischen "erkennen" und "identifizieren" unterschieden, da ist "aufgelöst" nicht dabei. Den Militärs ist recht egal, wie etwas physikalisch funktioniert, wenn sie das Kanonenrohr vom Panzer erkennen, ist es eben da, "aufgelöst" oder nicht.

Wenn ich die Cassini-Teilung in meinen 2 x 2,8" bei ~120x erkenne, ist sie für mich "aufgelöst", sie ist vor dem Hintergrund der Ringstrukturen als existent erkannt. Es ist da wirklich mehr zu sehen als der von Dir genannte Wechsel zwischen verschiedenen Ringbereichen.

Wenn ich die Linien vom Tennisplatz "erkenne", kann ich naturgemäß nicht "identifizieren", ob es eine Kreidelinie, ein anderes Material oder Kieselsteine sind. Aber ich würde sie aus meiner Erfahrung bei der Luftbildauswertung als "aufgelöst" bezeichnen, weil sie eben im Bild vorhanden ist.

Also wenn Du die Definition von "aufgelöst" rigoros auslegen willst, sollte das vorher geklärt werden.

Viele Grüße
Sebastian
 
Dann definiere "Sehen" doch einfach mal richtig!

Das Problem ist, dass hier offenbar nur wenige Augenärzte sind und wenige Hirnforscher... die Abläufe sind uns zwar teilweise bekannt, doch sehr diffizil und äußerst kompliziert. Davon merken wir ja nichts, wenn wir sehen (oder riechen oder schmecken), wir tun das einfach. Zum Auge und zum Sehen fand ich schon früher mal:

http://www.kaschke-medtec.de/Vorlesung V4.pdf (siehe zB Folie 32)
The human eye (dürfte bekannt sein)

vor allem auch:

Einfluss von Pupillengröße und Beugung - PDF Free Download (PDF downloadbar)

Beachtlich außerdem:


Im Summe also für mich schier unüberschaubar, der Mechanismus des Sehens, in Grundzügen ist es vielleicht zu verstehen, aber die Summe macht's aus. Es sind also m.E. viele Faktoren daran beteiligt, sowohl was die chemischen und elektrischen Vorgänge der Netzhaut betrifft, in der schon mal rein physikalisch bei gewissen Sinnesreizen Randzellen gehemmt werden, um Kontraste zu erhöhen, als auch die Synergie aller Effekte in der Verarbeitung im Hirn, wo sowohl bekannte Referenzbilder zur Erkennung herangezogen werden, als auch viele "RAW"-Parameter des Auges in eine Bild umgesetzt werden müssen - in Summe ergibt es das, was wir dann "sehen".

lg
Niki
 
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