Saturn im 76/700

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Alex221

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Hallo liebe Astro-Freunde,

Habe erst vor kurzem mit Planetenbeobachtungen angefangen und bin daher noch sehr fasziniert, die Planeten mit eigenen Augen zu sehen.
Gestern habe ich mal wieder Saturn beobachtet. In schönem Gelb leuchtete er und seine Ringe konnte ich auch erkennen, wenn auch nur sehr klein (mit einem 12.5mm Okular).
Da ich noch neu in der Hobby-Astronomie bin, begeistert mich selbst dieses kleine Bild des Saturn schon sehr. Es ist doch einfach was anderes, die Planeten mit eigenen Augen zu sehen, als nur auf Fotos :)

Einen schönen Sonntag noch euch allen.
LG Alex
 
Hallo Alex,

ein schöner Bericht. Auch Beobachtungen mit kleiner Ausrüstung haben ihren Reiz. Solche Erlebnisse prägen einen ein ganzes Sternguckerleben lang und sind oft die Initialzündung für eine lebenslange Beschäftigung mit der Astronomie.

Bei mir war es ähnlich: Als ich Jupiter das erste Mal mit seinen Monden durch meinen damals 60/900er bei 40-fach beobachtete, hat mich das wahnsinnig fasziniert. Das war wohl auch einer der Auslöser dafür, dass mich die Planeten auch heute noch am meisten faszinieren.

Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß und Erfolg mit der Astronomie.

CS und VG Christian
 
Hallo Christian,

danke, ich werde bestimmt noch viel Spaß haben :)
Mein Teleskop besitze ich schon seit mehr als 20 Jahren. Ich dachte immer, mehr als den Mond beobachten ist nicht drin. Vor zwei Monaten habe ich mich dann mal im Internet informiert, was so möglich ist. Hatte auch Fotos von Jupiter und Saturn gefunden, die mit einem 76/700er gemacht wurden.
Ich war so begeistert, dass Planetenbeobachtungen mit meinem unprofessionellem Teleskop möglich sind. Gut, dass ich es so lange aufgehoben habe ;)
Jupiter mit seinen Monden habe ich auch schon beobachtet und bilde mir auch ein, die Bänder zu sehen (weiß nicht, ob man die wirklich sieht).

LG Alex
 
Hallo Alexandra,

bei mir war es seinerzeit das Reiterlein im Großen Wagen durch einen Aldi-Refraktor beobachtet, was bei mir die Faszination und die Begeisterung für dieses Hobby auslöste.

Ich wünsche Dir noch viele solcher Erlebnisse und weiterhin viel Spaß.

Rene
 
Hi Alex,
ich hab nach Jahrzebnten auch meine olle Kinderröhre mal aus dem Keller geholt, ein 60/700 Weltbllick aus Japan war das und hab nachgeholt, was ich als Kind nicht verstanden habe mit dem - damals wusste ich auch nicht dass ich damit überhaupt Planeten sehen könne, es geht natürlich, klein aber fein und wenn es das Erstemal ist, ist es eh immer ein tolles Erlebnis!
Bleib dran am Okular und Gruss von Anette
 
Zitat von Alex221:
...ich war so begeistert, dass Planetenbeobachtungen mit meinem unprofessionellem Teleskop möglich sind. Gut, dass ich es so lange aufgehoben habe ;)
Jupiter mit seinen Monden habe ich auch schon beobachtet und bilde mir auch ein, die Bänder zu sehen (weiß nicht, ob man die wirklich sieht).
Hallo Alex, tja, Galilei wäre froh gewesen, wenn er über solch ein Teleskop hätte verfügen können. Er konnte mit seiner 20-facher Vergrößerung zwar den Tanz der vier größten Jupitermonde und die Phasen der Venus erkennen, aber die Natur der Saturnringe konnte er noch nicht ergründen. Für ihn sah der Saturn aus, als hätte er zwei kleine "Knubbel".

Wenn das 76/700 gut kollimiert ist, sind die zwei markanten Wolkenbänder des Jupiters sicherlich zu sehen.

Das entspannte Öffnungsverhältnis des Teleskops sorgt für ein scharfes Bild bei Planeten.

Am Besten mal einen erfahrenen Sternenfreund schauen lassen, ob die Optik gut kollimiert ist oder sich selbst mal in das Thema "Sternentest und Beugungsbilder" einlesen.

Eine wesentliche Verbesserung dürfte mit moderneren Okularen zu erzielen sein.

Da gibt es genügend Anregungen, z. Bsp. hier, wo ein Sternenfreund etliche Verbesserungen vorgenommen hat.

"Aufgepeppt" und mit einem Satz "Goldkanten" Okulare ausgestattet, kann man fast alle Messierobjekte sehen. Einige davon sehr befriedigend. Beispielsweise dürfte die Betrachtung der hellen Galaxien M 81 und 82 ein Aha-Erlebnis hervor rufen.

Ich wünsche dir noch viel Spaß und viele "Entdeckungen" mit dem Teleskop.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hallo Hans-Jürgen und Alex,

so leid es mir tut, aber bessere Okulare dürften bei 0,96-Zoll OAZ-Durchmesser schwierig werden. Die werden meines Wissens nach nicht mehr in guter Qualität hergestellt. Ich weiss auch nicht, ob es die noch gebraucht gibt.

CS und VG Christian
 
Hallo Christian,

manchmal tauchen mit diesem Steckmaß Okulare der Bauarten Kellner oder Ortho auf dem Gebrauchtmarkt auf, die kann man je nach Brennweite ganz gut verwenden.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von copernicus:
...aber bessere Okulare dürften bei 0,96-Zoll OAZ-Durchmesser schwierig werden.
Hallo Christian, richtig, deswegen hatte ich ja eine "Tuning"-Seite verlinkt. Darin beschreibt der Autor, dass er den kleinen Auszug gegen einen 1,25" Auszug getauscht hat.
Aber davon einmal abgesehen, mit ein wenig Bastelei ließen sich vielleicht ein paar 1,25" Okulare an dem kleinen Auszug verwenden.
Für einen Anfänger ist das sicherlich schwierig, der er ja nicht einfach auf einen Fundus von Okularen zum Probieren zurück greifen kann.
Ich habe beispielweise den Satz "Goldkanten", wo ich schon mal zwei Brennweiten erfolgreich an einem Vixen Spektiv eingesetzt hatte. Da lassen sich die Steckhülsen abschrauben, ohne dass das Linsenpaket heraus fällt. Somit könnte man die vielleicht auch an einem 0,96" Auszug probieren oder gar verwenden.

Gruß Hans-Jürgen
 
Hi an euch,

Ich wusste erst nicht, dass ich nur einen 0,96" Okularauszug habe und habe mir ein 6,3mm Okular bestellt, allerdings 1,25". Dann stellte ich fest, es passt nicht. Sehr schade. Aber ich hebe es auf.
Umbauen möchte ich mein Teleskop nicht, darüber habe ich auch schon einiges gelesen. Ich lasse es so und spare lieber für eine bessere Ausstattung :)
Die Montierung an meinem Teleskop nervt nämlich ganz schön. Eine kleine Berührung und es wackelt alles wie verrückt. Auch der Sucher ist nicht so gut.
Für die ersten Beobachtungen ist es ok. Dass ich Jupiter, Saturn und Venus sehen kann finde ich schon sehr faszinierend.
Werde also noch eine Weile meine Freude daran haben, die Planeten in kleinem Format zu beobachten.

VG Alex
 
Hallo Alex,

ja, auf eine bessere Ausrüstung zu sparen, halte ich für sinnvoller. Es gab mal früher bei Vehrenberg einen Adapter von 0,96 auf 1 1/4 Zoll, wie hier im Selbstbau (unten auf der Seite):

http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=75483

Allerdings muss man hierbei mit Vignettierungen rechnen, da das Gesichtsfeld der ursprünglichen Okularhülse kleiner ist.

Frage an die ATM-Fraktion: Müsste beim OAZ-Update nicht auch ein größerer Fangspiegel eingebaut werden, damit das größere Gesichtsfeld dieser Okulare voll ausgeleuchtet wird?

Es gibt schon für unter 400 Euro wirklich gute Einsteigerausrüstungen, ggf. auf dem Gebrauchtmarkt.

CS und VG Christianm
 
Ja, ich habe schon einige günstige Einsteiger-Teleskope gefunden, die mir schon genügen würden. Mein momentanes Hauptinteresse liegt in der Planetenbeobachtung und da findet sich schon was günstiges und gutes.
Der Umbau würde mich ja auch was kosten und das Geld spare ich mir dann lieber.
Von dem Adapter hab ich auch schon gelesen, aber der soll auch nicht so optimal sein (zumindest habe ich das in Erfahrungsberichten gelesen).
Bisher rechne ich mal mit Ausgaben um die 300-400 Euro für eine neue Ausrüstung.

VG Alex
 
Hallo Alex!

Mit diesem Teleskop habe ich vor sehr vielen Jahren auch angefangen. An sich hatte es meine Schwester geschenkt bekommen, aber ich habe es anschließend andauernd genutzt. Alle haben mich belächelt damals in der Familie, keiner wollte mitschauen beim Betrachten der Mondberge usw. Naja.

Ich hab das Ding als junger Schüler ohne Mittel und Unterstützung so weit getunt wie es mir möglich war:

Wenn ich mich noch recht erinnere, kann man am Okularauszug (OAZ) den geriffelten Plastikring mit der Klemmschraube für die 0.96"-Okulare einfach abschrauben. Dann hat man nämlich eine 1.25"-Okularaufnahme (!) - wenn auch ohne Klemmschraube. Das stört aber bei der Lage des OAZ nicht. Dann könntest Du nämlich mit 2-3 gebrauchten 1.25"-Okularen das Teleskop noch besser nutzen, und später die Okulare an einem größeren und besseren Teleskop weiter nutzen.

Die originalen 0.96"-Okulare hatte ich zerlegt, die Linsenkanten satt mit Edding geschwärzt, und wieder zusammengesetzt - geht leicht. Bringt nur leicht etwas, aber immerhin.

Der Hauptspiegel ist m.W. mit 3 Klemmen befestigt - die sind regelmäßig viel zu fest und verspannen den Spiegel. Auch hier kann man leicht die Klemmung soweit zurücknehmen, daß der Spiegel nicht mehr wackelt oder gar herausfällt, aber nicht mehr stramm gefasst wird. Das reicht - und verbessert die Abbildungsqualität deutlich!

Das Dreibeinstativ ist großer Mist, stimmt, alles wackelt. Hatte eine Tüte mit Ballast drunter gehängt, und auch das Teleskop von oben etwas mit einem dicken Handtuch o.ä. beschwert - damit ließ sich das Gewackel deutlich dämpfen - ist aber alles nur ein Kompromiß - aber kostet nichts und hilft.

Den Verschlußdeckel hatte ich ausgesägt und mit einer Baader-Sonnefilterfolie bespannt - war mein Reiseteleskop bei der SoFi 1999 in Frankreich - passte in einen großen Reisekoffer und wog nichts.

Nur um Dir ein paar Ideen zu geben...

Habe damals dann auf einen 6" Reflektor mit parallakt. Montierung gewechselt - heute würde ich den Sprung auf einen guten gebrauchten 8"-Dobson empfehlen.

Klare Sicht & weiter viel Spaß,

Gereon
 
Hallo Alex,

für den Schwerpunkt Mond und Planeten würde ich dir einen Maksutov der 90- bis 100-Millimeter-Klasse empfehlen. Den nutze ich auch und bin überaus zufrieden damit.

Ein Dobson macht Sinn, wenn du einen hinreichend großen Balkon oder ein Fahrzeug zum Transport hast. Durch die unhandlichen Abmessungen erscheint ein solcher Tubus gefühlt wesentlich schwerer als er wirklich ist.

CS und VG Christian

P.S.: Auch wenn es OT ist: Deine Signatur spricht mir aus dem Herzen.
 
Hallo Gereon,

Dass man diesen Ring am Okularauszug einfach abschrauben kann bei manchen älteren Teleskopen habe ich auch schon gelesen. Bei meinem funktioniert das leider nicht. Der Ring ist nicht festgeschraubt sondern festgeklebt. Möchte da jetzt nicht zu grob rangehen, nicht, dass ich noch was kaputt mache und dann gar nicht mehr durchschauen kann. Falls du eine Idee hast, wie ich den Ring doch irgendwie runterbekommen sag bescheid. Ein 1,25" Okular zum Testen hätte ich auch hier.

Die Idee mit dem Beschweren zur Stabilisierung ist auch interessant. Probiere ich mal aus.

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Hallo Christian,

Danke für den Teleskop-Tipp. Ich hatte mir bisher dieses rausgesucht: http://www.astroshop.de/omegon-teleskop-n-130-920-eq-2/p,13762
Ob es dabei bleibt, weiß ich noch nicht. Wird noch eine ganze Weile dauern, bis ich mir ein neues leisten kann.

Einen Dobson hatte ich erst auch schon im Blick, aber da das Teil doch sehr groß ist, verzichte ich lieber darauf.

VG Alex

OT: Verwende die Signatur häufig. Hoffe, dass sie bei manchen Menschen zum Nachdenken anregt.
 
Hallo Alex,

das 130/920 ist ein zweischneidiges Schwert, abgesehen davon, dass die Montierung dafür zu schwach ist. Es gibt eine Version auf EQ-3, die eher empfehlenswert ist.

Das Gerät hat einen Kugelspiegel. Das heißt, es werden nicht alle reflektierten Lichtstrahlen in einem Brennpunkt gesammelt, sondern eher auf einer Brennlinie entlang der optischen Achse. Die Folge ist, dass Sterne bei hohen Vergrößerungen leicht weichgezeichnet werden und die Leistung von 130mm Durchmesser nicht voll ausgereizt wird. Es gibt aber auch Erfahrungsberichte, die dem Teleskop eine gute Bildqualität bescheinigen.

Eine Alternative ist die 130/900-Version:
http://www.teleskop-express.de/shop...Q2---130-900-mm-Newtonteleskop---ab-8-J-.html

Die Brennweite ist nur 20 Zentimeter kürzer, was sich in der Praxis nicht bemerkbar macht. Und der Hauptspiegel ist parabolisiert, was früher bei dem Teleskop nicht der Fall war. Es gibt also einen "echten" Brennpunkt.

Hier die EQ-3-Version:
http://www.teleskop-express.de/shop...30-auf-EQ3-2---130-900-mm-Newtonteleskop.html

Auch auf das Risiko hin, dass mir jetzt Werbung unterstellt wird: Wolfi (teleskop-express.de) ist meiner Erfahrung nach ein seriöser Händler, dem man vertrauen kann. Wenn er schreibt, der Spiegel ist parabolisch, gehe ich davon aus, dass es stimmt. Nicht zuletzt, weil er früher hier im Forum und in der Produktbeschreibung ausdrücklich auf den Kugelspiegel und den oben beschriebenen Effekt hinwies.

Hier noch zwei Zeichnungen, die ich durch den oben erwähnten Maksutov angefertigt habe:

http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/893519/Europa-Durchgang_visuell_am_90

http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/905695/Marszeichnung_23.3.2012_mit_90

CS und VG Christian
 
Hi Christian,

Danke für die Tipps. Ich werde mir alles mal genauer anschauen.
Ich denke, wenn es soweit ist, dass ich mir ein neues Teleskop anschaffen werde, frage ich hier im Forum sowieso nochmal nach.
Den Shop kannte ich nicht. Hab den Astroshop halt über google und Links hier im Forum gefunden. Schaue mich daher auch bei deinem genannten Shop mal um.

Tolle Zeichnungen!

VG Alex
 
Hallo Alex,

danke für das Feedback. Ich würde dir raten, im Parallelboard "Astro-Equipment für Einsteiger" einen neuen Tread zu eröffnen und die Geräte, die wir hier erwähnten, dort anzusprechen.

Einerseits gehts hier immer mehr OT, und dort schauen auch mehr User rein, die Einsteigerberatung geben wollen. Dieses Board ist ja primär für Beobachtungsberichte wie dein Ausgangspost.

CS und VG Christian
 
Das wollte ich sowieso dann in dem anderen Board fragen.
Danke auf jeden Fall für die Tipps.
 
Hallo Christian.
Zitat von copernicus:
Es gab mal früher bei Vehrenberg einen Adapter von 0,96 auf 1 1/4 Zoll
Bei TS gibt es zur Zeit zwei Adapter für diese Anpassung. Einer wird einfach zwischen Auszug und Okular gesteckt, der andere benötigt ein Okular mit abschraubbarer Steckhülse, deren Gewinde das Filtergewinde sein muß. Dafür braucht er praktisch keinen optischen Weg.

Allerdings muss man hierbei mit Vignettierungen rechnen, da das Gesichtsfeld der ursprünglichen Okularhülse kleiner ist.
Wer einfach bessere Okulare haben will und bis vielleicht 20 mm Brennweite geht, hat das Problem kaum.

Grüße

fquadrat
 
Alex,

ich bin da seinerzeit einfach mit etwas Abenteuergeist 'rangegangen - und mit Kraft. ;-)
Man kann auch (war mein erster Versuch) vorsichtig mit einem stabilen und vor allem sehr scharfen Messer (Teppich-/Cutter-Messer o.ä.) den Plastikring innen auf den Durchmesser von 1.25" bringen. Kommt nicht so 100%ig auf Exaktheit an, die Okulare müssen nur reinpassen.
Warum der Aufwand: Weil Du mit "richtigen" (aber immer noch SEHR günstigen) Okularen (Plössel, Rank-Keller usw.) ein deutlich größeres Gesichtsfeld hast, de facto nicht mehr den Tunnelblick hast und sogar mit dem kl. Teleskop richtig etwas sehen kannst.

Mit D-C-Fix schwarzer Veloursfolie (Baumarkt oder ebay) kannst Du noch den Tubus innen auskleiden, das erhöht den Kontrast. Als Stativ-Alternative hast Du vielleicht noch Zugriff auf ein großes/schweres/altes Fotostativ...musst ggf. etwas basteln um den Gabel"montierung" des Teleskops daran zu befestigen. Geht auch und bringt etwas Stabilität. Habe manchmal (im Winter) aus einem unbeheizten Dachzimmer heraus geschaut, bei offenem sehr großen Fenster. Dabei lag das Teleskop einfach auf div. Kissen auf, ohne das Wackelstativ. Not macht erfinderisch...Galilei hatte auch bloss einen simplen senkrechten Stab und etwas Schnur zur Befestingung...und hat dennoch so die Jupitermonde entdeckt! Das sollte alle improvisierten Notlösungen in der Teleskopbenutzung rechtfertigen, finde ich. ;-)

Für meine Frau (begeisterte Kuckerin, aber ohne techn. Verständnis und ohne Interesse an den Details) hab ich vor 7 Jahren einen 102mm/1300mm Maksutov-Cassegrain-Tubus mit einer einfachen "rauf-runter/links-rechts" (= alt-az) Montierung auf eine stabilen aber leichten Alu-Dreibein gekauft. Sehr leicht zu bedienen, rel. klein und leicht, nicht teuer, sehr schöne Bilder für die Größe. Sie ist begeistert, kommt gut damit klar...und für den jungen Nachwuchs wird/kann es das erste Einsteigergerät werden.

Sowas hier ist das was ich meine:
http://www.ebay.de/itm/Skywatcher-M...13?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item43d486494d
http://www.ebay.de/itm/SkyWatcher-a...13?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item5b052cb809

Klare Sicht wünscht,
Gereon
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gereon,

ich kann voll und ganz unterstreichen, dass Teleskope der 70- bis 80-Millimeter-Klasse bereits zahlreiche detaillierte Beobachtungen ermöglichen. Ich selbst beobachte regelmäßig mit einem 70/900mm FH und möchte das Gerät nicht mehr missen.

Eine Optimierung des Newton halte ich im vorliegenden Fall nur dann für angedacht, wenn sie ein kleines Zweitgerät haben möchte und sich die Kosten für das Tuning in einem kleinen, überschaubaren Rahmen bewegen.

CS und VG Christian
 
Hallo Gereon,

Ich musste gestern doch mal wieder nachschauen wegen dem Ring am Okularauszug. Habe dann festgestellt, dass er doch nicht festgeklebt ist, sondern selbst ein Gewinde hat und man ihn (nach etwas Kraftaufwand) auch abschrauben konnte.
Hab dann sofort mein 6,3mm 1,25" Okular eingesetzt und getestet, ob es funktioniert.....es hat funktioniert :)
Am Abend habe ich dann damit den Mond, Venus und Saturn beobachtet. Leider war es aufgrund der wackeligen Konstruktion etwas schwierig, aber schon toll, den Mond noch genauer und Saturn etwas größer zu sehen. Viel mehr ist ja mit dem Teleskop wohl nicht drin, aber es war schon sehr bemerkenswert.
Gut, dass ich es nochmal probiert habe mit dem Ring am Okularauszug. Hätte auch gerne Jupiter beobachtet, aber den sehe ich momentan hier nicht mehr, weil er zu tief steht und hinter den Häusern verschwindet. Bei Venus hatte ich auch nur wenigen Minuten.

VG Alex
 
Alex,

das freut mich für Dich. So hat meine Bastelei nach vielen Jahren nun auch Dir etwas gebracht. Mich hat das damals eine Menge gelehrt über den Okularaufbau einfacher Designs (Ramsden, Kellner, Huygens), sowie über die technische wichtigen Detailaspekte der Fernrohrkonstruktion. Wer bereits ein sehr gutes Gerät hat und primär nur schauen will dem kann das alles fast egal sein.

Bei Deinem Teleskop würde ich echt 'mal nach der Hauptspiegelfassung schauen...gerade bei Deinem m.W. Kugelspiegel (ist billiger herzustellen als ein echter Parabolspiegel). Bei mir zeigte der Test am Stern (d.h. Beugungsbild bei sehr hoher Vergößerung) eine dreieckige Form, ein klares Zeichen für die dreiseitige Verspannung des Hauptspiegels. Das beeintächtigt die saubere Abbildung von Details u.a. auch bei den Planeten schon ganz gewaltig. Dagegen hilft die geringfügige Überarbeitung der Halteklammern für den Hauptspiegel.
Im festgezogenen Zustand muß ein Blatt Schreibpapier noch zw. Spiegeloberfläche und Klammer passen, sowohl seitlich als auch oben. Mehr Klemmung führt zur Verspannung. Wenn da Schrauben sind kannst Du sie etwas lösen, und ggf. mit einem Tropfen Nagellack in der gelockerten Position sichern.
Auch die Kollimation mittels Filmdose-/Cheshire-/Concenter-Justierokular kannst Du gut machen, und brauchst das später bei jedem größeren (Newton-)Reflektor auch wieder - das ist also kein unnötig ausgegebenes Geld bzw. unnötiges Wissen.

Was ich beim 76/700mm Newton kostengünstig (= ohne die Gefahr einen echten materiellen Wert zu zerstören) herausgefunden & gelernt hatte, konnte dann beim 150/1200mm Newton schon gleich umgesetzt/genutzt werden. Dito bei allen weiteren Teleskopen. Okularwahl bezogen auf Öffnung & Öffnungsverhältnis, Streulichtvermeidung innerhalb & ausserhalb des Tubus', Stabilität/Schwingungsarmut von Montierung & Stativ/Säule usw.


Das Dazulernen hört für mich nie auf, und der Spaß an der Beobachtung auch nicht. Gestern Abend u.a. wieder einmal die guten alten Mondkrater...why not? ;-)

Weiterhin viel Spaß auch mit kleiner Optik!

Clear skies,

Gereon

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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