Hallo Maximilian,
wow, ich wusste gar nicht, dass jemand dieses nicht ganz triviale Problem schon so umfassend attackiert hat. Aber wie Du ja schon bemerktest, gibt es heutzutage kaum noch weiße Flecken auf der Landkarte der Möglichkeiten.
Da die Bahnneigungen der großen Planeten von Jupiter bis Neptun allesamt weniger als 1° von der sog.
invariablen Ebene abweichen, sind solche Transits jedenfalls nicht von vornherein ausgeschlossen, aber auch nicht automatisch garantiert. Es kommt dann auch auf die Orientierung der Bahnknoten an, und die sind keineswegs alle auf einer Linie.
Ein erster Schritt zum Auffinden von
möglichen Transits besteht dann in der Identifizierung sämtlicher heliozentrischer Konjunktionen für einen bestimmten Zeitraum. Auch diese vergleichsweise simple Arbeit haben schon andere fleißige Geister erledigt:
Heliocentric Conjunctions of Jupiter, Saturn, Uranus and Neptune
In einem zweiten Schritt müsste man dann die heliozentrische Latitude der an der Konjunktion beteiligten Körper, also z.B. Uranus und Jupiter, überprüfen. Auch solche Daten kann man online abrufen:
Heliocentric Coordinates of the Planets
Zusammen mit den solaren Abständen ergibt sich dann über den Strahlensatz ein Kriterium für ein positives Transitereignis.
So könnte man also im Prinzip die Liste der heliozentrischen Konjunktionen durcharbeiten und aussieben. Zugegebenermaßen ein mühseliges Geschäft, das wir uns nach deinem Fund gottseidank schenken können.
Gruß, Peter