SATURN!!

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Kopernikus

Mitglied
Hi,

Ich hab heute morgen zum ersten mal den Saturn mit meinem neuem Teleskop beobachtet.Es war einfach nur toll.
Aber unter Saturn störte ein Lichtquelle das hat das erkennen der Ringe etwas erschwert.Woran hat es wohl gelegen?Ich bin ziemlich ratlos!!Geht dieses Licht
vielleicht vom Planet selbst aus oder hab ich etwas falsch gemacht???

Gruß

Andreas

PS.:Die Beobachtungszeit war so ca. 7.20 Uhr
 
Hi!

Welche Farbe hatte dieses Licht?
War es evtl. eine Reflexion, die sich mit der Kopfbewegung mitbewegt hat?
Trat das Problem nur mit bestimmten Okularen auf?
 
Hallo,

Das Licht war gelb also so wie ein Stern bloß größer.
Das Problem trat bei allen Okularen auf.
Das licht blieb immer an der gleichen stelle auch wenn ich
mich mit dem Kopf bewegte.

Gruß

Andreas
 
Hallo Andreas,

nur ums wirklich auszuschließen, du hast aber nicht durch ein Fenster beobachtet? Den Effekt kenne ich von Geisterbildern, wenn man durch Fensterglas beobachten will.
 
Hallo,

Neben meinem Beobachtungsplatz gibt es keine Lichtquellle.
Ich habe ein Newton 114/1000 mit gekürztem Tubus.In dem
Okularauszug ist eine achromatische Linse fest eingebaut. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Gruß

Andreas
 
Hallo Andreas,

dann gleicht Dein Teleskop wohl z.B. dem Bresser Pluto/s, mit dem eingebauten Barlow-Element !?
Dieses Element wurde schon häufig verdächtigt, Geisterbilder oder Reflexionen zu verursachen, ich weiß aber nicht, ob zu Recht oder nicht.

Auch die Justage soll an solchen Geräten nicht unproblematisch sein, vielleicht ist das der Grund für Deine Beobachtung.
Ich kann es aber nur vermuten, evtl. gibt es hier Leute, die Erfahrung mit diesem Gerät haben.

Grüße,

Michel
 
Hallo,

Danke für die Antworten.
Noch eine Information:
Dieses Licht hab ich nur bei Saturn gesehen!
Bei anderen Objekten nicht.

Gruß

Andreas
 
Hallo Andreas,

gegeüber des Akularauszuges die Innenwand mit schwarzem Velour auskleiden, halber Tubusumfang innen und ca. 30 cm tief müßten reichen. Das Auszugrohr vom Okularauszug auch bis kurz vor die Korrektuerlinse (mit einem Streifen Druckerpapier erst die Tiefe ausmessen) das Selbe von der Rückseite aus, dann versuche es noch mal mit dem Saturn.

Gruß Günter
 
Hallo Andreas...
Also beim Mond und Deep Sky nicht. Bei Jupiter kann man das ja im Moment schlecht überprüfen. Die Frage ist nicht leicht zu beantworten. Wenn du eine Möglichkeit hast mit dem Scope zu erfahrenen Sternfreunden in deiner Gegend zu gehen, wo man das direkt begutachten kann, wäre das das beste. Aus meiner Sicht vorab kann das folgende Gründe haben.
Wenn es sich um einen Reflektor mit eingebautem Korrektorelement handelt, kann dies auch am sphärischen Schliff des Spiegels liegen. Der Korrektor verlängert künstl. ahnlich einer Barlow-Linse die Brennweite, die eigentliche Brennweite ist viel kürzer. Abbildungsfehler des sphär. Spiegels können damit eher sichtbar sein. Ich hatte auch ein Scope mit Korrektorelement, da hatte ich diese "sphärische Aberration" die nur bei Planeten auffällig wurde, dadurch wurde das Bild aber auch unscharf. Teilabdeckung der Öffnung ( oder eine Blende )sorgt hier für Besserung ( oft ist ein abnehmbarer Deckel in der Tubusabdeckung, mal nur den abnehmen, und dann so mit kleinerer Öffnung schauen...)
Michel hatte die Justage schon angesprochen. Da durch das Korrektorelement und die ursprünglich kurze Brennweite die Hauptspiegelhalterungen beim Blick durch den OAZ schlecht oder gar nicht sichtbar sind, ist die Justage nicht einfach. Schlechte Justage kann auch Ursache sein.
Such mal hier im Forum unter dem Stichwort "katadioptrisch" oder auch "katadioptisch" , dann findest du einiges über das System deines Scopes.

Wenn es sich bei dir nur um einen Lichteffekt handelt, würde ich den Tubus und den Okularauszug innen mit schwarzer Velourfolie auskleiden und sehen ob noch irgendwas blankes im Tubus reflektieren kann. Auch die Innenfläche der Okulare sollte nicht glänzend sein. Reflektionen im Tubus gehen oft merkwürdige Wege.
Vieleicht kannst du uns diese Reflektion genauer beschreiben, es kann vieleicht sein, daß das jemand kennt.

Mario
 
Hallo Mario und Andreas,

Wenn es sich bei dir nur um einen Lichteffekt handelt, würde ich den Tubus und den Okularauszug innen mit schwarzer Velourfolie auskleiden und sehen ob noch irgendwas blankes im Tubus reflektieren kann. Auch die Innenfläche der Okulare sollte nicht glänzend sein. Reflektionen im Tubus gehen oft merkwürdige Wege.

Mhh, ich denke, die Veloursfolie steigert den Kontrast, der Himmelshintergrund wird dunkler und somit die Objekte besser definiert. Eine Einzelreflexion kommt wohl nicht aus dieser Richtung, selbst blanke oder verchromte Schrauben 'verseuchen' das Bild immer insgesamt in der Hintergrundhelligkeit, nie aber punktgenau.
Generell ist es aber eine gute Sache, den Tubus mit Velours auszuschlagen, der Effekt ist selbst für den Anfänger sofort sichtbar.

Doch nun zurück zum Geisterbild. Da es sich um einen katad. Newton handelt vermute ich die Lichtquelle nun auch als Reflex am Korrekturelement. Wenn dem so ist, müsste der Reflex wie beschrieben immer an der gleichen Stelle bleiben, egal welche Haltung oder Okular, aber er müsste wandern, wenn das Objekt im Bildfeld bewegt wird. Andreas (Kopernikus), versuche mal, den Saturn im Bildfeld abwechselnd rechts am Rand und links einzustellen (resp. oben und unten), wandert der Reflex irgendwie aus, ist es der Korrektor. Du sagtest zudem, daß dieser Effekt nur bei Saturn aufgetreten ist? Gut, der Mond ist zu groß und überstrahlt somit den Nebeneffekt und Jupiter ist noch nicht greifbar, vieleicht testest Du das auch mal morgens an der Venus oder nachts an der Wega, hier sollte sich der selbe Effekt einstellen.

Da ich mich mit den Katadioptern nur in der Theorie auskenne würde ich meinen, der Korrektor ist ungenügend vergütet und produziert daher die Reflexion selbst, die sich durch zurückwerfen auf den HS und anschließende, erneute Spiegelung im Bild verstärkt hat, quasi ein Gegenspiegel im Spiegelsystem, ähnlich dem Laserprinzip.

Wenn DEM so wäre, ....tja, was könnte man tun?
a) Gerät zurückgeben (oder Nachbesserung verlangen)
b) Korrektor ausbauen, Fokuslage anpassen (puuuuust, das ist kritisch zu bewerten, da mit der ganzen Bauart auch sphärische Spiegel gerne einher gehen, d.h. ohne Korrektor ein zum Rand hin stark verzeichnetes Bild. Müsste man ausprobieren, siehe hier
c) damit leben...
 
Hallo,

Vielen Dank an alle.
Ich werd den Tubus ausgleiden.Es kann dadurch nur besser werden.
Das mit dem Licht werd ich noch mal nach prüfen
bei anderen Sternen.

Noch eine kleine Nebenfrage:

Wisst ihr wenn Jupiter wieder zu sehen ist?

Danke schon mal.

Gruß

Andreas
 
Re: JUPITER

Hallo Andreas,

so langsam aber sicher betritt Jupiter wieder die Himmelsbühne.
Zwar sollte er so allmählich vor Sonnenaufgang zu sehen sein, aber für eine genussvolle Beobachtung steht er dann noch etwas zu tief.
Aber Mitte bis Ende November sollten die Bedingungen in den Morgenstunden langsam brauchbar werden.

Michel
 
Re: JUPITER

Hi,

Danke.Wenn es so weit ist werd ich ihn mal bestaunen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß

Andreas
 
Hi,

Soweit ich weiß ist Jupiter wieder an der Venus vorbei gezogen müsste also über der Venus sein.Mit einem 80/900
dürfte man ihn sehen können.Einfach mal ausprobieren. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß

Andreas
 
Also sehen ist kein Problem und finden am besten mit den genannten Programmen.
Bei Easysky kann man sogar ausdrucke machen und mit rausnehmen, dann findet man ihn recht leicht.

Im Moment ist Jupiteraufgang etwa 4:40 Uhr, also warte noch etwa bis Ende Dezember, dann ist er früher dran.
Saturn geht im Moment um 2151 Uhr auf und ist deshalb im Moment günstiger.
Um ihn dann auch zu sehen, muß man trotzdem noch gut 2 Stunden draufrechnen, bis er aus dem Horizontnebel aufgegangen ist.


Link zur Grafik: http://www.ralfs-webgalerie.de/olb/screenshot-saturn-position.jpg


Hier ein Bild wo er heute um 0:30 zu finden ist.

Hol dir aber unbedingt diese Programme, und du wirst dich recht schnell am Himmel zurechtfinden.

Gruß
Ralf
 
Hi Denaturfoto,
wie Ralfilein schon schrieb, würde ich mit Jupi-Beobachtung noch bis Ende Dezember warten. Derzeit sind die Sichtbarkeitsbedingungen zu schlecht. Der späte Herbsthimmel bietet aber - außer Saturn - schöne Himmelsobjekte, die auch mit einem 80/900mm Refraktor gut möglich sind. Ich nenn` mal ein paar:
- AndromedaGalaxie M31, nordwestlich von Beta And, ist kein Problem
- Triangulum-Galaxie M33,westlich von Alpha Tri, sollte auch möglich sein
-Kugelsternhaufen M15, nordwestlich, in gerader Linie von Epsilon Peg
-Doppelsternhaufen h u. x Persei (NGC 869/884), in gerader Linie zwischen Eta Per und Delta Cas, ist auch unproblematisch
- Gegen Mitternacht ist im Südosten der Orion-Nebel schon mit bloßem Auge sichtbar und ebenso hoch im Süden die Plejaden.
Das wär doch schon mal was für die nächste Beobachtungsnacht.
Als Aufsuchungshilfe kann ich einen Peilsucher sehr empfehlen. Dieser wird am Fernrohrtubus befestigt und projeziert einen Leuchtpunkt an den Himmel. Man sieht also, wohin das Teleskop gerade gerichtet ist.
Als Einsteigerbuch gefällt mir auch "Stars am Nachthimmel" besser als der Karkoschka. Es ist übersichtlicher und berücksichtigt besonders Himmelsobjekte für kleine Teleskope.
Sehr viel theoretisches Wissen, allerdings in recht knapper Darstellung, mit zahlreichen sehr nützlichen Abbildungen, findest Du in Hans-Ulrich Keller, Astrowissen, Kosmos, 25 Euro. Eine Anschaffung, die sich M.E. lohnt.
Weiterhin viel Spaß mit der Himmelsbeobachtung !
Mit freundlichen Grüßen
cs
Shorty

 
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