SC in "offenen Tubus" einpflanzen?

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Hallo!

z.Z. wird ein altes C8 bei eB.. in einer Auktion angeboten. Eine Möglichkeit für Dich.

Ein einziges im ganzen eBay! Das war auch schonmal anders... Übrigens bin ich mir gar nicht sicher, ob das ein C8 ist. Von den Proportionen her und im Vergleich mit dem 50er Sucher sieht es eigentlich zu klein für ein C8 aus. Zumindest an meinem wirkt der 50er Sucher deutlich kleiner als der auf diesen Bildern. Leider ist kein Foto von vorne dabei auf dem man wirklich sehen kann, was es genau ist.

Grüße
Maximilian
 
Servus beisammen,
@maximilian:
Es ist ein C8. Der Verkäufer nennt nur noch die Optikfirma die auf dem Aufkleber steht.
Optik Ruhnke gab es auch in München. Damals eine Vehrehberg Vertretung.
Ich kaufte damals, 1990 , mein erstes VIXEN Teleskop. Ein NP 80L.
 
off topic
Mein C8 ist auch bei Ruhnke gekauft, 1983. Allerdings in Hamburg. Ruhnke Optik war eine kleine Kette für Optik, Brillen.
on topic

Die Schwarzen C8 mit der Bauweise kamen gegen Ende der 80´er Anfang der 90´er auf den Markt, glaube 89-93.
Auch bei denen wurde die Optik (Hauptspiegel zu Fangspiegel) handretuschiert. Daher beim Umbau die Lage von HS zu FS und Korrektorplatte merken.
Martin :)
 
Ich warte lieber, bis hier mal eins angeboten wird.
Diese Dinger bei ebay sind mir nicht geheuer, die Verkäufer noch weniger :ROFLMAO::ROFLMAO:
 
Hallo zusammen,

vielleicht hat das hier im Forum schon mal jemand praktiziert und kann aus eigener Erfahrung darüber berichten ..
Den SCs wird ja nachgesagt, dass sie sehr lange Auskühlzeiten benötigen und im Laufe der Nacht auch oft der Außentemperatur "hinterher hängen".
Inspieriert durch meinen ganz offenen 8" Newton, der thermisch hervorragend scheint, stelle ich mir nun die Frage,
ob es nicht möglich / sinnvoll wäre, für ein SC einen "offenen" Tubus zu bauen.
Ich stelle mir einen HP Tubus vor, in den über die ganze Fläche verteilt große Öffnungen gefräst werden (wirklich große Öffnungen, nicht kleine Löcher), diese Öffnungen dann mit Staubschutz zu versehen und damit einen permanenten, zuverlässigen Temperaturastausch zuzulassen.
Hat das schon jemand hier im Forum so praktiziert?
Wie sind die Erfahrungen?

Gruß Martin



Ich denke schon, dass das geht.
Man wird auf eine Reihe von Problemen treffen, konstruktiver Art, aber generell geht das mit Sicherheit.

Die Idee mit dem Hartpapier ist gut, zumindest, wenn man das Prinzip testen will.
Die Öffnungen kann man mit schwarzem Gewebe verkleiden, von innen.
Dann kann die Luft zirkulieren und grober Staub bleibt draussen, innen wäre der Tubus dann in Sachen Streulicht teiloptimiert.

Später könnte man über eine Aramid-Wabenkonstruktion oder CfK nachdenken.

Kritisch sehe ich die Übergänge vom Hartpapier zur Teleskophardware, also die vordere Fassung und natürlich die Spiegel- und OAZ-Seite. Da müsste man sich in Sachen Verschraubungen einiges überlegen, da man in Hartpapier ja keine Gewinde schneiden kann.
Zumindest keine, die ihre Funktion erfüllen.
Das wäre aber bei CfK oder anderen Verbundwerkstoffen aber auch nicht anders.

Also, ich denke, das geht.
Das Glück ist mit den Mutigen. Solange Du den Originaltubus nicht wegwirfst, kannst Du es ja rückgängig machen.

Ich würde das angehen!
:-)


Viele Grüße
Thomas
 
Falls HP-Tubus würde ich in den HP Tubus vorne und hinten je einen Ring einsetzen für die Gewinde.
Leider habe ich bisher nur ein preislich vernünftiges Angebot gefunden, aber da ist leider die Schmidt-Platte verkratzt.
 
Falls HP-Tubus würde ich in den HP Tubus vorne und hinten je einen Ring einsetzen für die Gewinde.
Leider habe ich bisher nur ein preislich vernünftiges Angebot gefunden, aber da ist leider die Schmidt-Platte verkratzt.

Ja, genau, einen Ring.
Den sollte man einkleben, mit Epoxidharz. Ring und Tubus mit ganz feinen Löchern versehen, 1 - 1,5mm Durchmesser. Da kriecht das Harz dann rein, habe ich bei meinem Kugeldobson gemacht. Da passiert dann nichts mehr.

Ich würde das an Deiner Stelle mal simulieren, eine Art mock up bauen.
Für mich wären da viele Fragen offen.
Es ist immer ungünstig, wenn man am "lebenden Objekt" Verbindungs- und Befestigungsverfahren testet.
"Dreimal abgeschnitten und immer noch zu kurz!", sagt meine Oma immer.

Vielleicht treibst Du ja irgendwo HP-Tubi oder -ringe als Reste auf.
Dann kannst Du mal testen, wie man klebt, die zu klebenden Teile fixiert, wie sich das Zeug bohrt etc.

Ich würde auf keinen Fall mit dem "echten" HP-Tubus üben, das wäre unprofessionell.

Viele Grüße
Thomas
 
Ich hab schon viel mit HP, Carbon etc. Tuben gemacht.
Das sollte klappen!

Da ich im Moment auch eher Richtung (HP) Volltubus mit ordentlich Belüftung denke,
kreisen die Gedanken um eine weitere Option, ich bin aber nicht sicher, ob das wirklich Vorteile bringt.

Da ich das Teleskop mit "richtigem" Okularauszug nutzen möchte und mit 2" Zenitspiegel müsste der Fokus relativ weit nach hinten, der Hauptspiegel also etwas nach vorne.
Der Spiegel ist ja nicht justierbar und hängt nur auf dem Blendrohr, richtig?
Wenn man jetzt statt dessen eine richtige Zelle bauen würde mit radialer Lagerung, könnte man den HS justierbar machen ...
Ich muss aber erst konkret sehen ob das überhaupt geht und weiß wie gesagt nicht, ob es Vorteile brächte ...
 
Ich kenne Leute, die haben bei ihrem SCT Korrektionsplatte und Sekundärspiegel voneinander getrennt - nach meiner Erinnerung wurde die Schmidtplatte nach vorne verschoben. Ziel war eine Verbesserung der Bildfeldebnung. Aber da gibt es heutzutage elegantere Lösungen...

Stefan Korth
 
Hallo Stefan,

das ist der im Thread schon verschiedentlich genannte "nicht kompakte Umbau".

CS
Jörg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Martin

Auch wenn man beim SC und MC oft sehr weit heraus fokussieren kann, so haben sie beide doch einen "Idealfokus", also einen genau definierten Spiegelabstand, wo die Spotabbildung am höchsten konzentriert ist.
Weicht man zu sehr davon ab, vergrößern sich die Spots und der Strehl sinkt.
Frag mich aber nicht um wie viel man fokussieren kann.
Besser wäre es eine leichte Barlow zu verwenden, wenn man mehr Backfokus braucht.

CS
 
"Mehr" Backfokus brauche ich eigentlich nicht.
Es gibt hier im Forum einige Beiträge, wo der 'ideale' Abstand genannt wurde, werde ich suchen.
Ich würde den HS dann dort fest in einer justierbaren Zelle positionieren WENN die Justierbarkeit des HS einen nennenswerten Vorteil bringt ... das weiß ich leider nicht (schlagt mich, wenn das falsch ist, aber beim Kugelspiegel sollte das fast egal sein ?) (und wenn es überhaupt konstruktiv geht).
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie es aussieht muss ich den Schritt "üben am C8" überspringen.
Es wird wohl ein C11 EHD, welches hoffentlich in ca. 2 Wochen den Besitzer wechselt.
Ich bin schon ganz hibbelig ... :ROFLMAO:
 
Hi!

Zum Thema Backfocus: Für die Schmidt-Cassegrains ist die Info hier:
Für die EdgeHD im Whitepaper:

Beste Grüße,
Alex
 
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