Schattenspiel auf Jupiter mit Io 13./14. Mai 2017

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saturn61

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Hallo Holger, Matthias, Ivo und Foxi,

mir ging es vorwiegend darum, wieder einmal einen Schattenwurf auf Jupiter zu erleben und zu dokumentieren.
Bis kurz vor Mitternacht war es hier im westlichen Münsterland bedeckt. Dann lockerte es langsam auf. Geduld war gefragt. Zum Glück war Wochenende und am Sonntag konnte etwas länger geschlafen werden.

Aufgenommen wurden die Videos im SER-Format mit FireCapture. Verwendet wurde eine ASI 120 MM-S an einem SC 16" f=10. Filter IR 742. Gain der Kamera 80 %. Schwankende Belichtungszeit aufgrund von dünnen Wolken. Im Mittel 8,5 ms. Es wurden 7045 Bilder in 60 Sekunden aufgenommen und mit Autostakkert gemittelt. Verwendungsrate 75%. Bildbearbeitung in Registax mit Wavlet 1:1 Stufe 70.

Das Seeing war meiner Ansicht nach eher ungünstig. Aber da bin ich kein Experte. Man hat darauf ja keinen Einfluss und muss es nehmen, wie es kommt. Und zudem ändert sich das Seeing ja von Sekunde zu Sekunde. Vorhersagen zum Seeing halte ich aus der Praxis für sehr schwierig bis unmöglich.
Ein ruhig stehendes Planetenbild gab es nicht. Es zogen immer wieder dünne Wolken durchs Blickfeld. Die beigefügten Bilder zeigen je ein günstiges sowie ein ungünstiges Rohbild aus dem Video (gewichtet in Autostakkert).

Sternfreundlicher Gruß

Günther
 

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Hallo Günther,

Super dokumentiert und vor allem von den Details her sehr gute Aufnahmen !

Vom Gefühl her würde ich aber sagen, dass das Seeing eher überdurchschnittlich gut war. Selbst im schlechten Einzelframe kann man ansatzweise kleine Details ausmachen. Bei unterdurchschnittlich schlechtem Seeing wäre ein solchen Einzelframe nur Matsch...


Gruß, Torsten
 
Hallo Günther,

da schließe ich mich Torsten an. Das Seeing muss echt klasse gewesen sein, dafür spricht auch die hohe Verwendungsrate.
Zur Zeit kann ich da kaum mehr als 50 % nehmen.

Ist schon erstaunlich wie gut die Schleppen im weißen Band im IR zu erkennen sind. Im S/W Bild fällt dabei auch die Aufhellung der Bänder nicht so auf.

Bei den Seeingprognosen bin ich inzwischen immer skeptischer. Die treffen bei mir fast gar nicht mehr zu.
Gestern waren die nicht mehr so gut wie die Tage zuvor aber siehe da, war dann besser als erwartet. Leider störte eine dünne Wolkenschicht, ich musste die Belichtungszeit von ca. 10ms auf über 20ms erhöhen. Das sorgte für dürftige Framezahlen.
Aber trotzdem waren mehr Details zu erkennen als die klaren Tage zuvor.


Gruß,
Holger
 
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