Schmidt Newton

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

nachtvogel

Aktives Mitglied
Ich bin seit längerem am Grübeln, was als nächstes Instrument kommen sollte. Dachte Leistungsmäßig an die Klasse C9 bis C11 und GOTO wäre auch mal ganz nett. Hauptsächlich mache ich Video/CCD-Astronomie. Das hat mich dann doch mal auf die Schmidt-Newtons gebracht, die ja hier doch immer wieder mal kurz ins Gespräch kommen und bei fotographisch guter Leistung ja doch ganz billig kommen.

Im Moment kenne ich nur die Meadedinger, wobei mich der 10er interessieren würde.

Dazu eine Menge Fragen, vielleicht kann mir der eine oder andere eine davon beantworten:

- Gibts die nur bei Meade (angeblich ja früher auch Celestron, dem scheint aber nicht so)

- Eklatante Vor-/Nachteile?

- Warum ist dieser Bautyp so selten?

- Die LXD 55 soll ja an der Grenze sein mit dem Tubus. Reichts für CCD im Minutenbereich oder wäre das sinnlos? Was taugt die Montierung generell, mit welcher bekannten wäre sie den stabilitätsmäßig vergleichbar. Habe selber die EQ-5 aber die wäre wohl überlastet mit einem 10er.

- Nachdem Wolfi kein Meade mag [ ;-D ], was ist denn im Münchner Raum ein brauchbarer Meade-Dealer?

- Testberichte; HPs dazu?

- Wäre ein normaler Newton (z.B. so ein 250er TS) mit Komakorrektor besser? Wobei ich allerdings die Sache mit dem offenen Tubus hasse und kein Problem hab wenn ich etwas länger auskühlen lassen muß ...

Grüße,
Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,


Na ja, Schmidtplatten schleifen ist nicht jedermanns Sache. Das lohnt sich erst bei grösseren Stückzahlen, weil die über eine Ansauganlage geschliffen werden


Die Schmidtplatte sitzt aus Gründen der Kompaktheit nicht an der optisch optimalen Stelle. Diese wäre deutlich weiter vor dem Hauptspiegel. Dies führt zu Restfehlern. Ich bevorzuge deshalb Newton + Komakorrektor.

Die Schmidtplatte neigt bei der geringsten Feuchte zum Beschlagen. Man braucht wohl eine lange Taukappe (hilft ja auch gegen Streulicht) und ggfs. eine kleine Heizung.

Ich kenne zwar die LX55 nicht, aber es gibt überhaupt keine Meade-Montierung die so richtig gut für CCD wäre. Da die Montierung für CCD-Fotografie (zumindest im Primärfokus) das wichtigste ist, würde ich mir das mit der Montierung nochmal überlegen.

Beim normalen Newton kannst du durch den (wechselbaren) Komakorrektor mehr Einfluss nehmen. Auch auf die Brennweite, die für die Montierung ggfs. schon zu grosse ist. Ausserdem kannst du leicht die passende Montierung für dich finden und den Newton Tubus getrennt kaufen...
 
Hallo Andreas,

der Vorteil der Schmidt-Newtons ist das geringere Koma gegenüber dem reinen Newton gleicher Brennweite. Ich habe das Mal in OSLO gerechnet, und komme bei einem 250mm Schmidt-Newton f/4 auf ungefähr die gleiche Koma wie bei einem 250mm Newton f/6. Das ist fotografisch schon ein erheblicher Unterschied. Einen f/4 Newton bekommt man im Kleinbildformat nur mit exotischen Korrektoren im ganzen Feld scharf, ein einfacher handelsüblicher reicht da meistens nicht. Man bekommt also ein schnelleres System mit der Randschärfe eines Gerätes mit deutlich größerer Baulänge. Wenn Dein Schwerpunkt CCD ist, dann brauchst Du allerdings eine sehr schwere Montierung und die kostet deutlich mehr Geld als die LXD55. Dann wirst Du wohl z.B. mit einem LX200GPS im Endeffekt günstiger fahren.
Wenn Du eine zweite Meinung willst hier die Adresse von zwei Händlern in München, die unsere Produkte verkaufen:
Foto-Video Sauter Sonnenstraße 26 80331 München 089-55 15 04-42 www.foto-video-sauter.de;
Astrocom GmbH Lochhamer Schlag 6 82166 Gräfelfing 089-8583 660 www.astrocom.de.
Da beide Firmen auch Feedback von den Anwendern aus der Praxis haben, ist Dir sicher mehr geholfen.

Clear Skies

Tassilo
 
Eine Aufnahme mit dem 8" f/4 GSO mit Komakorr..

Hallo Sternfreunde,

und hier eine Aufnahme durch den 200/800mm GSO Newton mit dem Baader Koma Korrektor

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/gsseiten/200-800-M31/200-800-M31.jpg

Und hier NGC 7789 durch den TS Newton 300/1200mm mit dem Baader Koma Korrektor

Link zur Grafik: http://www.teleskop-service.de/Orion/TS/12zAufnahmen/7789-Newt.jpg

Bilder sagen mehr, als 1000 Worte

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: Eine Aufnahme mit dem 8" f/4 GSO mit Komakorr..

Hi Wolfi,
für einen exotischen Komakorrektor nicht schlecht. Vielleicht wird M31 mit dem Schmidt-Newton ja auch noch punktförmig. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Eine Aufnahme mit Vixen R200SS+Komakorrektor

Link zur Grafik: http://www.vehrenberg.de/images/galerie/deger_m31.jpg

... und hier einmal ein Bild (Aufnahme: Michael Deger) mit einem Vixen R200SS Newton und serienmäßigem Koma-Korrektor(Im Lieferumfang des R200SS enthalten).
Weitere Infos zu diesem Bild gibt`s auf unserer website
www.vehrenberg.de unter Galerie.
Mit freundlichen Grüßen
Vehrenberg KG
Meerbuscher Str. 64-78
40670 Meerbusch-Osterath
Tel: 02159/5203-15/21/23
Fax: 02159/5203-33
E-Mail: service@vehrenberg.de
 
Hallo...

Im Prinzip wurde schon alles gesagt, ich möchte aber nochmal auf
meinen Erfahrungsbericht mit dem SN6 hinweisen, denn dort findest du auch
Blow-Ups der Ecken der gescannten Dias und kannst dir damit die Größe
des Komas selbst ankucken:

SN6-Bericht

Gleichzeitig finden sich derzeit von mir einige SN6-CCD-Aufnahmen im Aktuelle
Bilder Board, aktuell M1, weitere werden folgen.

An Montierung würde ich für den 10-er mindestens eine G8, besser aber eine
G11 oder Ci700 (die habe ich selbst) empfehlen...von der LXD55 würde ich abraten, genauso
wie von EQ5/6...die OTE150 wär evtl. noch zu prüfen, aber die kommt erst, da gibts also noch
gar keine Berichte.

 
Re: Eine Aufnahme mit... Blow-Ups!

Hallo...

Die ganzen Aufnahmen sind ja ganz nett, aber zumindest ich kann bei diesen
Größen keine Abschätzung des Komas vornehmen...zoomt doch mal eine Ecke raus und
bringt die ins Forum, dann sieht man das.

Bitte nicht übel nehmen, aber ich find es etwas sinnlos, mit derart verkleinerten
Aufnahmen die (sicher gute) Qualität eines Komakorrektors beweisen zu wollen...

 
Re: Eine Aufnahme mit... Blow-Ups!

seufz ... warum immer diese Glaubenskriege?

Ich glaub euch ja gerne, daß man mit einem Newton und Komakorrektor super Bilder hinkriegt. Aber das hilft mir auch nicht soooo viel bei meinen Fragen weiter, zumal ich mit einem Komakorrektor an einem f4er Newton alles andere als gute Erfahrungen habe.

Außerdem kommt Kleinbild eh nicht in Frage und bei einem 1/2" CCD-Chip ist das wohl nicht soooo dramatisch.

Danke für die Adressen. Gibts die Tuben eigentlich auch alleine?

Werd wohl mal nach Möglichkeit mal ein paar Vergleiche life unterm Sternenhimmel machen.

Andreas
 
Re: Eine Aufnahme mit... Blow-Ups!

Hallo...

Also zu den Glaubenskriegen:

Ich will, bewahre, keinen solchen anfangen, trotzdem hätten mich mal Blow-Ups
(nicht Push-Ups! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ) von Bildern bei f/4-5 und KomaCorr interessiert, eben um sie mit meinen
vergleichen zu können...als ich mein Gerät gekauft habe, gab es keinen 150/750-er Newton
mit 2-Zoll-OAZ auf dem Markt, daher gabs zu dem Gerät keine Alternative...ich habe mich also aus
anderen Gründen für das Schmidt-Newton-Prinzip entschieden, hatte bisher aber noch keine Gelegenheit,
mal wirklich einen Vergleich in Sachen Koma machen zu können...

Die Meade SN-Tuben gibts auch einzeln, z.B. beim Fernrohrland (www.fernrohrland.de), da
hab ich nämlich meine her <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Aufnahme mit Randvergrösserung R200SS

Hi Zusammen,

nun gut: Biddeschön.
Diese Aufnahme mit dem R200SS und seinem Komakorrektor, Justage=Auslieferungszustand, da wär noch was drin...:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Koma/M27-VixenR200SS.jpg
Hat den Ausschnitt gekennzeichnet, der vergrössert so aussieht:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Koma/rand.jpg

Da in der Aufnahme auch ein wenig Nachführfehler mitspielt (sie ist übrigens händisch und visuell scharf gestellt) noch ein Stückchen aus der Mitte:
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Koma/mitte.jpg

So, ich denk, das sollte Aussagekräftig sein.

Clear Skies
Sven
 
Re: Aufnahme mit Randvergrösserung R200SS

Hallo...

Ok, danke, dann kann ich vergleichen...meine Kiste macht deutlich längere Sterne, allerdings
ist die auch nicht optimal kollimiert gewesen, sieht man am unterschiedlichen Koma zwischen links und
rechts.

Aber so ists aussagekräftig!

 
Stellungnahme muß schon erlaubt sein

Hi Andreas,

das ist eigentlich kein Glaubenskrieg, nur isses wohl vom Händler am Anfang dieses "Abzweiges" nicht die feine Englische, zu behaupten, man bekäme f/4-Newtons nicht für Kleinbild korrigiert, den SN wohl, und ein Bildervergleich lässt dann den SN gegen verschiedene korrigierte Newton alt aussehen.
Da muß es doch auch gerade den Anbietern solcher korrigierter Newtons erlaubt sein, Stellung zu nehmen. Und selten konnte eine Stellungsnahme so handfest mit Bildern belegt werden, wie in diesem Thread.

Clear Skies
Sven
 
Re: Stellungnahme muß schon erlaubt sein

Hallo Sven,

1. Ich glaube nicht, dass das was mit feiner englischer Art zu tun hat. Die Leistung des Vixen Gerätes kenne ich, aber da sprechen wir von einer Kombination von fest eingebautem Komakorrektor mit einem Hauptspiegel, der eine zusätzliche Deformation 6. Ordnung aufweist (wenn ich mich nicht irre). Das meinte ich mit exotisch, und wir bewegen uns dabei auch in einer anderen Preisklasse.

2. Der Vergleich f/4 Schmidt-Newton mit f/6 Newton (beide ohne Korrektor) ist trotzdem richtig, das kann jeder selber nachrechnen.

3. Wenn die Kombination mit dem Komakorrektor so gut ist wie oben genannt, kann ich die Poster nur herzlich dazu einladen, an unserem Fotowettbewerb teilzunehmen. Die mit ähnlichen Geräten aufgenommenen Fotos, die mir vorliegen sind am Rand nicht so scharf. Also frisch ans Werk, wir beissen nicht, und es gibt schöne Preise zu gewinnen. Wer die ganzen Sachen schon hat, kann auch andere Produkte im gleichen Gesamtwert bekommen.
http://www.meade.de/Seiten/fotowettbewerb.html

4. Ich habe gar nichts gegen Stellungnahmen, im Gegenteil. Wenn wir hier von diesen dummen Glaubenskriegen wegkommen, zu Threads die auch Informationen vermitteln wie dieser, ist allen geholfen. Es ist soviel Vaporware im Umlauf, da ist es doch erfrischend, wenn mal tatsächlich über Fakten gesprochen wird, die auch belegt sind. Ich denke der Ton meines Beitrages war sachlich, also sollte man das nicht als Angriff oder sonstwas auslegen. Wenn es gewünscht wird, werde ich allerdings in Zukunft auch die inflationär eingesetzten Worte wie "Riesig", "Trauminstrument", "legendär" und "gigantisch" verwenden.

Clear Skies

Tassilo
 
Re: Stellungnahme muß schon erlaubt sein

Hallo...

Nur als Tip: Der Link zum Fotowettbewerb funzt nicht.

Zu den inflationär gebrauchten Wörtern:

Da fehlt aber noch die "Bestpreisgarantie" sowie die "Tiefstpreisgarantie" nebst
den üblichen Killern "Ronchitest" "Interferogrammtest" und "Sterntest inklusive"... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

 
Re: Stellungnahme muß schon erlaubt sein

Ok ... versuchen wir einfach mal die Sache friedlich zu klären.

Allerdings muß ich schon sagen, daß ich es auch schon genossen hab, wenn Komakorrektor und Newton nicht besonders harmonieren, also soooooooo problemlos ist das auch nicht immer.

Das Problem ist, daß ja eigentlich immer noch keinerlei Statement über den Sinn von SNs gefällt ist.

Meine Sichtweise:

Ich habe diverse kleine Newtons/Dobs und Refraktoren bis 8" und möchte von der Mintron-Videoastronomie in Richtung CCD-Astronomie gehen. In ein paar Jahren habe ich die Möglichkeit eine kleine eigene Sternenwarte anzulegen, dann kommt eh was großes. Ich möchte also ein Instrument haben, das mir ein paar Jahre gute universelle Dienste tut, für CCD-Fotographie ok ist und transportabel ist. Anschluß an einen Autoguider sollte otional möglich sein.
Auch macht es natürlich wenig Sinn, jetzt z.B. weit über 6000 Euros für ein gut montiertes Cassegrain zu blechen, wenn dann in 2 oder 3 Jahren ein stationäres Instrument in Reichweite liegt.
Da muß ich Tassilo rechtgeben, der Vixen-Vergleich hinkt natürlich gewaltig wegen des Preises.

Meine Überlegung war, auf den 10er SN von Meade zu setzen (allerdings mit einem stabilern Stativ unter der LXD 55) und irgendwann bei Wolfi noch eine CCD (MX716 oder so) zu erstehen. Ich denke, das wäre doch ein netter Start und eine gute Beschäftigung für ein paar Jahre.

Meine Beobachtungsnächte sind was seeeehr gemütliches, wenn das Instrument länger braucht um auszukühlen, ist mir das ziemlich egal - da ziehe ich einen geschlossenen Teleskop-Körper vor.

Und f4 ist halt schön schnell ;-)

Nun ists hoffentlich etwas klarer.

Andreas

 
Hallo!
Also ich hab mir diese Diskussion nur kurz überflogen und bin nicht sicher ob diese Argumente schon gefallen sind Also bitte nicht böse sein, wenn ich hier was wiederhole!
1. Der SN braucht etwas länger zum Auskühlen.
2. Der SN schützt den Spiegel vor Staub.

Um nochwas deiner Entscheidung beizusteuern ist es wohl erwähnenswert, dass die Schmidtplatte dazu da ist, die sphärische Aberration des Hauptspiegels auszugleichen und nebenbei noch ein wenig die Koma zu veringern. Der Komakorrektor ist, wie sein Name schon sagt, für die verringerung des Komas gedacht.
Soweit meine Einschätzung.
MFG Michael
 
2. Der SN schützt den Spiegel vor Staub.

dieses argument kann ich nicht nachvollziehen.

staub hat praktisch nie optische relevanz. wenn er doch mal
zuviel wird, bläst man ihn einfach weg.
abgesehen davon: auf der schmidtplatte lagert sich noch mehr
und schneller staub ab, als tief im tubus am spiegel.
wo soll hier also der vorteil liegen?

im gegenteil: die schmidtplatte taut, gerade auch weil sie
so dünn ist, superschnell zu. dann brauchst du eine taukappe
>>> gewichtserhöhung >>> höhere windanfälligkeit >>> stabilere monti

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo Michael,

ich kann Deine Argumentation verstehen.

Aber:

Ein guter Newton hat, wenn dann nur eine minimale sphärische Aberation. Da braucht ein Koma Korrektor nichts zu korrigieren.

Wir sind nicht unbedingt die Anbieter mit den farbigen marktschreierischen Hochglanzprospekten und wir versuchen nicht, mit irgendwelchen Formeln zu argumentieren, wir versuchen einfach nur praxisgerechte Instrumente anzubieten.

Ein kleiner Einwand aus der Praxis, da ich auch lange Zeit mit einem Gerät mit Schmidt Platte gearbeitet habe:

Sicher, die Schmidt Platte schützt den Hauptspiegel vor Staub. Aber die Schmidtplatte selbst ist sehr exponiert mit ein paar Nachteilen:

Es sind zwei zusätzlichen Glas-Luftflächen im System, die natürlich auch Licht kosten.

Die Vorderfläche kann, aufgrund der exponierten Lage, schnell verschmutzen. Zuviel Reinigen nützt langfristig der Vergütung auch nicht.

Bei unseren feuchten Nächten ist man in jedem Fall gezwungen, eine Tauschutzkappe zu verwenden. Bei 10" Öffnung sollte die Tauschutzkappe mindestens 40cm überstehen. Das vergrößert natürlich den Hebel und die Belastung.

Wir haben bei uns in der Ausstellung einen 10" Schmidt Newton aufgebaut und direkt daneben einige andere Geräten.

Für mich sind, für die astrofotografische Anwendung ein paar Faktoren wichtig:

Massiver Auszug - 2" - der darf sich am Tubus nicht verwinden.

Helles farbneutrales Bild

Solide Mechanik am Fang- und Hauptspiegel

Vernünftige optische Qualität

Jenseits aller Hochglanzprospekte und Formelschiebern lade ich die Sternfreunde einfach mal ein, sich ein Bild bei uns zu machen. Schauen Sie sich den Schmidt Newton an und vergleichen sie ihn direkt mit anderen klassischen Newton Systemen.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleksop-service.de

PS: Natürlich ist auch beim Schmidt Newton der Stern Test dabei (smile...)
 
Hallo...

Also jetzt muß ich dochmal...:

Ein guter Newton hat, wenn dann nur eine minimale sphärische Aberation. Da braucht ein Koma Korrektor nichts zu korrigieren.

Doch, eben die außeraxiale Koma, beim Newton prinzipbedingt, wenn ich das richtig weiß...beim
richtigen, vollen Schmidtnewton (Schmidtplatte im Krümmungsmittelpunkt, also 2x Brennweite, macht keiner, klar, trotzdem) ist
die Koma (das Koma ?) Null, auch prinzipbedingt..Stichwort Flat Field Kamera oder Schmidtkamera.

Wir sind nicht unbedingt die Anbieter mit den farbigen marktschreierischen Hochglanzprospekten und wir versuchen nicht, mit irgendwelchen Formeln
zu argumentieren, wir versuchen einfach nur praxisgerechte Instrumente anzubieten.

Aha, weil es scheints keine (Meade-) SNs bei Wolfi gibt, sind diese also "nicht praxisgerecht" ?
Oder wie soll ich das verstehen ?

Es sind zwei zusätzlichen Glas-Luftflächen im System, die natürlich auch Licht kosten

Ja, genauso wie ein Newton mit KomaCorr...da sind auch mindestens zwei Flächen mehr im Strahlengang, also auch
Lichtverlust...oder arbeitet der KomaCorr über dielektrische Kraftfelder auf Dilizium-Basis ?

Bei unseren feuchten Nächten ist man in jedem Fall gezwungen, eine Tauschutzkappe zu verwenden. Bei 10" Öffnung sollte die Tauschutzkappe
mindestens 40cm überstehen. Das vergrößert natürlich den Hebel und die Belastung.

Oder man nimmt nen selbst gebauten Kendrick (Kostenpunkt: 30.- Euro) und dann kommt man ohne Tauschutzkappe aus...das Teil
brauch ich z.B. auch am 150/1200-er FH, weil der ist sonst auch nach 2h dicht...

Fazit: Wer irgendwann mal was anderes als einen Newton fährt, wird in DL um irgendeine Art von Kendrick nicht rumkommen...
wir sind halt hier nicht in Namibia...

Soviel mal dazu, damit mich keiner falsch versteht, ich will hier keinen Glaubenskrieg und hab meine
Entscheidung für ein SN-System auch schon begründet, aber das man den SN hier abservieren will, weil er von Meade ist,
das sollte auch nicht sein...wer meinen Erfahrungsbericht gelesen hat, weiß auch, das ich an dem Gerät auch einiges zum Aussetzen
habe...auch da ist nicht alles Gold was glänzt, aber bei Orion oder so ists auch nicht so.

 
daß zwischen meinen Zeilen so viel Platz ist...

Hallo Tassilo,

da freue ich mich, denn obwohl ich das Thema gar nicht angeschnitten habe, gibt es nun so etwas wie eine Absichtserrklärung, von übertriebenen Leistungsversprechen Abstand zu nehmen.

Zu 1.
Von einer anderen Preisklasse war nie die Rede, und der Produktionsaufwand, eine Schmidtplatte über Vakuum zu schleifen dürfte wohl mit dem Aufwand einer Spezial-Spiegelbedampfung vergleichbar exotisch sein.
Der oft genug erfolgreich eingesetzte Baader Korrektor ist ein handelsüblicher Korrektor, ich finde daran nichts exotisches. Ich wüsste nicht, welchen exotischen Korrektor man kaufen müsste. Übrigens bewegen sich Vixen R200SS-Korrektor und Baader Korrektor preislich in gleichen Gefilden.

2. Den Vergleich reiner Newton und SN habe ich in keiner Weise angegriffen oder angezweifelt. Das tue ich aber jetzt, denn hier bewegt man sich in einer anderen Preisklasse! Dazu geht es beim SN um mehr Gewicht, also kostet das auch noch einmal mehr Geld für die Montierung.

4. Von Angriff habe ich nicht gesprochen, dennoch ist es unfair, problemlos nutz- und beschaffbare Geräte als "exotisch" abzutun, ohne auf deren Leistung einzugehen. Wenn wir auf diese Weise Teleskope disqualifizieren, nur weil sie einer anderen Preisklasse angehören oder raffinierte optische Lösungen nutzen, dann ist dies weit entfernt von Sachlichkeit.

Beste Grüße
Sven

PS: Da muß noch ein PS dran, denn so ein Fotowettbewerb ist eine schöne Sache. Nur, wenn daraufhin die Bilder jedes Teilnehmers (nicht nur der Gewinner) Meade Europe zur Verfügung stehen, zum Beispiel für Werbung, dann fühlte ich mich als Bildautor über den Tisch gezogen.
Siehe Teilnahmebedingungen...
 
Re: daß zwischen meinen Zeilen so viel Platz ist...

Hi Sven,

PS: Da muß noch ein PS dran, denn so ein Fotowettbewerb ist eine schöne Sache. Nur, wenn daraufhin die Bilder jedes Teilnehmers (nicht nur der Gewinner) Meade Europe zur Verfügung stehen, zum Beispiel für Werbung, dann fühlte ich mich als Bildautor über den Tisch gezogen.
Siehe Teilnahmebedingungen...

Nun, der Wettbewerb ist ja nicht nicht ganz neu. Und genau wegen deiner Argumentation habe ich es schon früher mal verworfen.

Ich warte übrigens noch auf den unwahrscheinlichen Tag, an dem ein Takahashi, Pentax oder ein AstroGraph von P.K. den Wettbewerb gewinnt. Oder hab ich was verpasst?
 
Hallo Michael,

ich kann Deine Argumentation verstehen.

Aber:

Ein guter Newton hat, wenn dann nur eine minimale sphärische Aberation. Da braucht ein Koma Korrektor nichts zu korrigieren.

M.L. ausser Koma


Wir sind nicht unbedingt die Anbieter mit den farbigen marktschreierischen Hochglanzprospekten und wir versuchen nicht, mit irgendwelchen Formeln zu argumentieren, wir versuchen einfach nur praxisgerechte Instrumente anzubieten.

Ein kleiner Einwand aus der Praxis, da ich auch lange Zeit mit einem Gerät mit Schmidt Platte gearbeitet habe:

Sicher, die Schmidt Platte schützt den Hauptspiegel vor Staub. Aber die Schmidtplatte selbst ist sehr exponiert mit ein paar Nachteilen:

Es sind zwei zusätzlichen Glas-Luftflächen im System, die natürlich auch Licht kosten.

M.L. Jo, bei beidseitiger Multivergütung ein ganzes Prozent ( 1%)

Die Vorderfläche kann, aufgrund der exponierten Lage, schnell verschmutzen. Zuviel Reinigen nützt langfristig der Vergütung auch nicht.

M.L. schadet ihr aber auch nichts, dem Hauptspiegel kanns schon mal schaden

Bei unseren feuchten Nächten ist man in jedem Fall gezwungen, eine Tauschutzkappe zu verwenden. Bei 10" Öffnung sollte die Tauschutzkappe mindestens 40cm überstehen. Das vergrößert natürlich den Hebel und die Belastung.

M.L. Newton läuft ebenfalls an. Ausserdem gibts für alle Teleksope die Kendrick Taukappenheizung.

Wir haben bei uns in der Ausstellung einen 10" Schmidt Newton aufgebaut und direkt daneben einige andere Geräten.

Für mich sind, für die astrofotografische Anwendung ein paar Faktoren wichtig:

Massiver Auszug - 2" - der darf sich am Tubus nicht verwinden.

Helles farbneutrales Bild

Solide Mechanik am Fang- und Hauptspiegel

Vernünftige optische Qualität

Jenseits aller Hochglanzprospekte und Formelschiebern lade ich die Sternfreunde einfach mal ein, sich ein Bild bei uns zu machen. Schauen Sie sich den Schmidt Newton an und vergleichen sie ihn direkt mit anderen klassischen Newton Systemen.

M.L. was sieht mann für einen Unterschied, mal raus mit der Sprache

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
 
Hallo!
2Um nochwas deiner Entscheidung beizusteuern ist es wohl erwähnenswert, dass die Schmidtplatte dazu da ist, die sphärische Aberration des Hauptspiegels auszugleichen und nebenbei noch ein wenig die Koma zu veringern.

M.L. Korrektur: Der Schmidt Newton ist ein Schmidtsystem bei dem die sphär. Aberration korrigiert wird, Koma gibt es in einem solchen sphärichen System überhaupt keine



Der Komakorrektor ist, wie sein Name schon sagt, für die verringerung des Komas gedacht.
Soweit meine Einschätzung.
MFG Michael
 
jaja ... zwischen den Zeilen.

Ach Leute ... hier quellen doch aus jeder 2ten Zeile simple Aversionen.

Zum Thema (was ja leider fast Nebensache ist): Ich möchte noch anmerken, daß mit einem gängigen Komakorrektor sicher noch weit mehr optische Flächen ins Spiel kommen als mit einer Schmidtplatte, das ist keine Linse sondern ein ganzes System! Zumindest das Argument mit den Flächen kann ich daher nicht unbedingt nachvollziehen.

Es ist mir egal welches Ettiket drauf ist, allerdings habe ich mit Meade nicht gerade schlechte Erfahrungen - mit einigen der hier vergötterten Firmen allerdings sehr wohl. Aber da hat natürlcih jeder seine eigenen Erfahrungen, das kann man nicht verallgemeinern.

Im übrigen: Ich frage mich ob man so Vermutungen auch äußerte, als Celestron vor einigen Jahren mal einen Fotowettbewerb hatte.

Nein ich bin kein Meadefetishist, aber ich habe es gerne objektiv. Vielleicht täusche ich mich ja, aber wäre das SN zufällig ein Celestron, wären hier völlig andere Sachen gekommen, auch wenn es vielleicht keinen Deut besser wäre.
Bitte nicht falsch verstehen, sachliche Kritik wollte ich ja hören um mich entscheiden zu können, aber die Untertöne hör ich wohl ...

Meade hat genauso seine Leichen im Keller wie Celestron und alle anderen ... warum kann man nicht einfach sachlich über die einzelnen Instrumente diskutieren. Zumal meine Fragen ja kaum Meadespezifisch waren sondern meistens allgemeiner Natur.

Sorry Leute, aber das mußte mal raus - gärt schon länger in mir.

naja, einiges hab ich ja trotzdem mitbekommen ... schlage vor, ich mach mir in der nächsten Woche selber ein Bild von einem solchen Gerät - wenns von interesse ist, werd ich das Ergebnis posten.

Clear Skies ... ja ich weis, ist ein Witz bei dem Wetter.

Andreas

 
Re: Stellungnahme muß schon erlaubt sein

Hallo Freunde!

Hmm.......

Die Leistung des Vixen Gerätes kenne ich, aber da sprechen wir von einer Kombination von fest eingebautem Komakorrektor mit einem Hauptspiegel, der eine zusätzliche Deformation 6. Ordnung aufweist (wenn ich mich nicht irre). Das meinte ich mit exotisch, und wir bewegen uns dabei auch in einer anderen Preisklasse.

Ich kenne die Kombination ebenfalls. Aber von einem fest eingebauten Koma Korrektor kann man nicht sprechen!
Zwei Handgriffe und man hat den losen Korrektor in der Hand.
Nagut, wenn ich mir bei Herrn Vehrenberg einen R200SS bestelle, dann ist da serienmäßig der Koma Korrektor dabei, aber in den meisten anderen Ländern, auch in Japan und meines Wissens auch in den USA sieht es so aus, daß der R200SS ohne Koma Korrektor geliefert wird.
In allen möglichen ausländischen Vixen Katalogen wird der Korrektor nämlich optional immer zu dem Gerät dazu empfohlen.
Auch habe ich schon vermehrt von Leuten Gehört, die den Korrektor aus dem R200SS auch erfolgreich an anderen Newtons, auch mit etwas anderen Öffnungsverhältnissen einsetzen -erfolgreich.

Die Deformation 6. Ordnung gehört zum Vixen VC 200L, welcher vom Optikdesign eben ein modifiziertes Cassegrain, gennant VISAC (Vixens Sixth-order Aspheric Cassegrain) darstellt. Dort steckt die 6. Ordnung (eine Hyperbel wenn ich nicht irre) eben schon im Namen.
In Unterlagen der Firma Vixen ist eindeutig von einem "parabolic rimary mirror" die Rede.

Naja, das mit der Preisklasse mag ja stimmen, aber dafür bekomme ich beim Vixen ja auch eine überlegene Mechanik und nicht einen wackelnden Okularauszug aus Kunststoff, obwohl in der Werbung eindeutig ein "all metall crayford focuser" zugesichert wird. Okay, der Vixen Schriftzug wird auch noch den Preis etwas nach oben treiben. Aber kann man darauf verzichten, so gibt es auch die Alternative aus Korea von Guang Sheng Optical. Nämlich einen Newton der von den Werten her mit dem R200SS identisch ist.
Auch dieses Gerät kenne ich sehr gut (habs selber). Natürlich kann man dieses Gerät auch hervorragend mit dem Vixen Korrektor kombinieren, obwohl ich mich für die viel gelobte und bewährte Alternative von Baader/Celestron entschieden habe. Ich sehe keinen Grund, warum ein R200SS nun eine bessere Abbildung haben sollte, als ein GSO! Die Mechanik des überarbeiteten GSO ist ebenfalls sehr standhaft, die Fläche der Spinne ist sogar beträchtlich kleiner, der OAZ arbeitet auch ohne tuning Spielfrei. Also gibts hier nix exotisches und über die Preisklasse muss auch nicht geredet werden.

Außerdem muss ich mal sagen, daß mir immer noch die Berechtigung des Schmidt Newton Prinzips nicht so ganz klar ist.
Okay, ein richtiger Schmidt-Newton ist sicherlich eine feine Sache aber doch schon recht unhandlich. Aber selbst bei einer verkürzten Bauweise, mit einer Schmidtplatten ähnlichen Korrektorplatte in der Öffnung, wie es bei den Meade Geräten der Fall ist bleiben doch noch ein paar Nachteile, unter anderem, daß ein solches Gerät ohne Taukappe oder sogar Heizung praktisch nicht betreibbar ist. Da die hiesiege Meade Vertretung ja ihren Sitz im schönen Münsterland hat, wo ich auch beobachte und fotografiere werden die Meade Mannen mir bestimmt recht geben können, sollten sie schonmal mehrere Nächte mit einem SC, SN, MK, MN, FFC... draussen verbracht haben.

Bislang ist mir auch noch nie zu Ohren gekommen, daß ein SN in der Bildschärfe einem klassischen Newton mit Korrektor überlegen sein soll, aber ich lasse mich gern überraschen.

also, schönes Wetter und clear skies,
André

 
Re: jaja ... zwischen den Zeilen.

Hi Andreas,

egal wer das mit dem Fotowettbewerb so macht, ich find's niemals gut. Find ich aber [zensiert], daß Du mir das so unterschiebst.
So, vergöttern ist der nächste Vorwurf, den ich um die Ohren kriege. Nö! Ich vergötter da nicht.
Ganz Objektiv: mein R200SS macht auch die Ecken schön scharf. Und wenn man dessen KK in einen GSO schraubt, achsiehda, dann macht der auch ordentliche Ecken. Und für den GSO wie auch den Orion funktioniert der Baader Korrektor anhand von Bildern belegt.
Wo ist da vergötterung?

Ich finds auch nicht schön, daß ich das hier als Antwort bekomme, und die Flächenzähler sitzen in einer anderen Ecke des Threads. Muß das sein, wenn gerade Du Dich hier im Thread über Glaubenskriege beschwerst, daß Du dieses Ding vom Stapel lässt? Ich denke, daß ich mit meinen Beiträgen zum Thread objektiv bin.
Ich bemühe mich, zu jedem Produkt objektiv zu sein. Der Hersteller ist mir dabei wirklich wurscht. Und deshalb werde ich auch morgen wieder über Plastik-OAZs, Labbertuben und Plastikgabeln herziehen. Das aufgepappte Label ist mir dabei egal. Ich hab auch schon oft genug ein Gerät von Meade wegen guter Eigenschaften gelobt.

Clear Skies
Sven



 
Re: jaja ... zwischen den Zeilen.

Moment - Dich habe ich persönlich überhaupt nicht gemeint,

Ich lese die Threads in einem Stück und achte nie so genau auf die Leute - mir geht es um die Sache und nicht darum, wer genau was sagt.. Ich muß auch sagen, daß ich das mit dem Fotowettbewerb schon sehr oft gelesen hab, daher meine Aversion. Ich finds übrigens auch nicht gut und stimme mit Dir überein - nur ist das für mich nix Meade-spezifisches.

Lies meine Bemerkungen genau, das ging eher an andere (wenn es den unbedingt personell gewertet werden muß)- es gibt also nix, was Du (zensiert) finden solltest. Ok? Gegen DIch hab ich ja nun wirklich gar nix.

Mich nervts halt einfach ... ich bin seit ewigen Zeiten in diesem Forum (vorallem vor dme letzten "Gau") und sobald Meade (oder früher eben die EQ6 - Ihr erinnert Euch?) in einem Thread vorkommt ... wirds seeehr subjektiv. Manchmal mags ja begründet sein, aber wie soll man das noch rausfinden.

Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben