"schnelles" Teleskop

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Pascal123

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Guten Tag,
ich suche ein Teleskop welches mein aktuelles Lidl ersetzen kann.
Ich bin zwar zufrieden mit dem Gerät, doch ich geh kaum raus, weil ich einfach keine Lust habe den ganzen Krempel mitzuschleppen und dann dann die langsam laufende Montierung zum Beobachtungsobjekt hinzuführen, welches ich meistens nicht mal finde, weil mein Sucher oft nicht richtig justiert ist.
Ich will also etwas das man am besten auf ein Fotostativ mit Videoneiger setzen kann und welches schnell einsatzbereit ist.
Ausgeben will ich maximal 500€.

Gruß
Pascal
 
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Re: ,

Hallo Pascal,

ich habe gerade das maximum was auf einem Fotostativ tragbar ist getestet:

4" kurzer Refraktor, 120/600 von SKW z.B., auf TS VT Stativ mit Kopf ist Grenzwertig, funktioniert aber bis 100Fach recht gut. Auf einer AZ3 ist es etwas besser und genauso Transportabel wie mit dem Fotostativ. Ist für mich das ultimative DeepSky-Schnellspechteling Gerät.

Je kleiner das Rohr, um so weniger wackelt es. Das 80mm Rohr ist aber fast schon zu knapp wegen der Öffnung. Wenn Du Planeten beobachten möchtest, würde ein 3" ED gut passen.

Das "schnelle" Teleskop sollte aber nur als Ergänzung zu Deinem Lidl gesehen werden, da damit Planeten/Mond nur mit Filter ohne Farbfehler "schön" zu beobachten sind. Da ist der Lidl farbreiner.

Hast Du schon mal einen Leuchtpunktsucher verwendet?

CS
Charly
 
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Re: ,

Hi Pascal

Spar dir die 500€ !

1. Justier deinen Sucher (Geht tagsüber sehr einfach, geeignet ist abgesehen von der Sonne so ziehmlich alles, was ein paar 100m weit weg ist)

2. Falls er einfach nix taugt (5x24?) schau nach Alternativen (Telrad, 8x50 [ok, recht teuer] oder Starpointer) oder bastel dir aus einem halben Taschenfernglas selbst einen.

3. Wenn dir die Monti zu sperrig ist, adaptier dein Teleskop auf ein gutes (!) Fotostativ.

4. Falls das Einnorden zu kompliziert erscheint, machs ganz grob per Kompass oder schau, ob sie sich kippen lässt (Alt/Az)

5. Mit gelöster Klemmung bist Du schneller am Beobachtungsobjekt als die meisten GoTo Systeme; Feintrieb / Motor brauchst Du erst, wenn Du das Ziel verfolgst.


CS

Jürgen
 
Re: ,

Hi!

Tipp aus eigener Erfahrung: Nimm irgendwas aus Holz oder Stahl und achte darauf, dass es auf eine gute Höhe einstellbar ist.
Ich hab mit Stahl-Stativen von Manfrotto und Holzstativen von Berlebach sehr gute Erfahrungen gemacht, die sind auch durchdacht. Mein Berlebach hat zum Beispiel Gummifüße, die sich zurückschrauben lassen und dann Stahlspitzen zum in den Boden rammen freigeben.
Vom Gewicht her würde ich eher zu Holz neigen, ob es auch die Schwingungen besser dämpft, weiß ich nicht - Holz steht da aber auch in einem guten Ruf, ich hab nur keine zwei vergleichbaren Stative zur Verfügung.

Als Neigekopf habe ich für mein 80/600 einen schweren Videokopf von Teleskop-Service, was allerdings recht ruppig ist, auch wenn er mit dem Gerät noch ganz gut zurecht kommt. Ich würde heute eher etwas mit Feineinstellung wie die BP60 von Baader Planetarium dazu kaufen (wenn die dein Gerät trägt -> Hersteller fragen) oder eine passende Giro-Montierung mit Rutschkupplung. Das Problem bei diesen und ähnlichen Montis ist, dass sie wohl durchrutschen können, falls Du schwere Okulare austauschst - aber beim Lidl dürften wohl eher kein 2"-Zubehör dranhängen :/ .

Ich hatte mir stattdessen eine Vixen Porta gekauft - solide Alt-Az-Montierung mit Feineinstellung, leider auf Alu-Stativ. Das Stativ ist so lala (Alu halt und recht niedrig, davon abgesehen aber in Ordnung - will sagen, es steht solide genug, wirkt nur nicht sonderlich hochwertig), um die Monti auf einem Fotostativ zu betreiben, bräuchte ich noch einen Adapter. Wenn die Höhe für dich okay ist oder Du noch eine Halbsäule draufsetzt, ist die Porta aber auch eine Überlegung wert. Sie ist allerdings sperriger als ein Fotoneiger und nicht zusätzlich noch für die Fotografie einsetzbar.

Gruß,
Alex
 
Re: "schnelles" Teleskop

Hi Pascal,
stopp, nicht gleich was anderes kaufen, sondern besser mal Problem schildern.
Was meinst Du mit langsam laufende Montierung hin führen?
Du hast nicht etwa einen Motor angebaut und versuchst so Objekte anzufahren, oder?

Suchen statt finden? Dann tausch den 6x30 aus. Ein Peilsucher wäre mein Tipp.

UNd wenn Du doch die Monti tauschen willst, dann wäre auch mein Tipp die Porta.
Die BP60 hält das Rohr zenitnahe m.E. nicht und die Adaption des Lidl muß auch erst gelöst werden.
Gehen würde auch Giromini oder das TS Tritonstativ mit Neigekopf 32.
CS
 
Re: "schnelles" Teleskop

Hi Pascal,
ich würde jedem auch einen Kurzen, einen Richfielder empfehlen für mal eben Schnellspechteln. Aber die AZ-3 so unkompliziert sie ist, hat ihre Grenzen, dann wenn man den Zenit anfahren will, da hat Antares Recht, wenn er die Porta von Vixen empfiehlt, davon träum ich noch, dann hätte ich wirklich ein absolut perfektes Schnellspechtelgerät, welches bei mir tatsächlich den Lidl abgelöst hat und diesen darin übertrifft....Grüssel von Anette
 
Re: "schnelles" Teleskop

@ Antares: Síe bewegt sich für meinen Geschmack einfach zu langsam.

@ Alle: Danke für die Antworten.
 
Re: "schnelles" Teleskop

Ich verstehe nicht, wieso sich die Montierung nicht schnell genug bewegt ... Was soll sie denn machen? Rennen? Klemmung auf, grob anpeilen, Klemmung rein, fein einstellen ... fertig?! Mit dem LIDL in der Normalausstattung stellt man doch (wenn man weiß, wo man am Himmel hinwill) fast alles in unter 10 Sekunden ein.

Gruß
Adson
 
off topic: welche azimutale mit Feineinstellung?

Hi Alex,
Zitat von Kerste:
[...])Ich würde heute eher etwas mit Feineinstellung wie die BP60 von Baader Planetarium dazu kaufen (wenn die dein Gerät trägt -> Hersteller fragen) oder eine passende Giro-Montierung mit Rutschkupplung. [...] Ich hatte mir stattdessen eine Vixen Porta gekauft - solide Alt-Az-Montierung mit Feineinstellung,
Nebenfrage: was hatte Dich veranlasst, die Porta der BP60 vorzuziehen?
Werde meine Giro wohl jetzt verkaufen & stehe deshalb vor der Entscheidung...
cs: Claus
 
Re: off topic: welche azimutale mit Feineinstellun

Hi!

In erster Linie mal die Tragfähigkeit: Ich hab nen Celestron 80/600, der mit dem ganzen 2"-Zubehör einiges auf die Waage bringt - der Schwerpunkt ist öfter mal so weit hinter den Tubus verlagert, dass ich ihn nicht mal ausbalancieren kann, einfach weil der Okularauszug im Weg ist und die Rohrschellen nicht weit genug nach hinten gehen.
Und da ich gelegentlich auch durch fotografiere (ein paar Sekunden gehen bei der Brennweite noch ohne Nachführung), sollte es möglichst stabil sein. Wobei ich grad auf der Baader-Seite gelesen hab, dass die BP60 auch einen Zeiss 100/640 tragen soll.
Die BP60 habe ich nur auf unserer örtlichen Sternwarte im Schrank liegen sehen, aber nie mit dem dazugehörigen Mak getestet, da der nicht im selben Schrank liegt, sondern in der Physiksammlung der Schule.

Im Prinzip war's eine Entscheidung aus dem Bauch raus - die BP60 hatte ich schon mal in den Händen, die Porta ist was neues - außerdem steh ich auf Vixen-Montierungen. Die beste Reisemontierung, mit der ich bislang geschafft hab, ist eine Superpolaris aus den 1980ern.

Mit der Porta selbst bin ich voll zufrieden. Einziges Manko ist, dass das Alustativ recht niedrig ist und ein Adapter auf ein Fernglasstativ rund 40 Euro kostet - ziemlich happig für ein Aluteil mit drei Löchern und einem Gewinde. Die Schrauben der Stativbeine muss man ziemlich fest zudrehen und die Ablageplatte in der Mitte wird mit einer schwergängigen Plastikschraube gesichert. Wenn's aufgebaut ist, steht das ganze aber auch schön fest. Die Griffe für die Feineinstellung bestehen aus verchromtem Kunststoff und werden nur aufgesteckt, sieht etwas billig aus, geht aber einwandfrei. Achsklemmen hat und braucht die Porta keine, die Rutschkupplung lässt sich nachjustieren. Schön ist der recht große Abstand des Tragarms zum Stativ, sodass die Stativbeine normalerweise nicht stören. Die BP60 ist dafür deutlich kompakter, die Porta ist trotz des niedrigen Stativs recht sperrig. Porta-Schwalbenschwanz gegenüber BP60-Fotoschraube wirkt auch solider.

Langer Rede kurzer Sinn: Es war in erster Linie eine Entscheidung aus dem Bauch raus, mit unterstellter höherer Tragfähigkeit im Hinterkopf. Bereut hab ich's aber nicht und würde die Porta jederzeit wieder kaufen, weil ich da eher was in der Hand habe. (Wenn ich mit dem Fahrrad beobachten fahren würde, sähe die Sache wahrscheinlich anders aus.)
Lediglich das Stativ paßt nicht zur sonst hochwertigen Montierung und wird wahrscheinlich irgendwann ersetzt, sobald ich mir den Stativadapter bastel oder besorg (die Porta ist mit drei Schrauben am Stativ befestigt), erfüllt seinen Zweck aber - auch wenn ein Campingstuhl im Gepäck nicht schlecht ist, wenn man einen Refraktor hat. Aber der gehört ja eh zum normalen Zubehör:-)

Gruß,
Alex

PS: Die BP60 kommt vielleicht aber auch noch in meine Sammlung - im Augenblick reizt mich die AstroTrac-Nachführung ungemein, und da wäre ein kompakter Kugelkopf mit Feineinstellung sehr sinnvoll, um das Teleskop schwenken zu können. Die Porta krieg ich da nicht drauf... aber dieses Jahr wird das nichts mehr.
 
Re: off topic: welche azimutale mit Feineinstellun

Hi Alex,

Danke fürd Deine ausführliche Antwort!
Zitat von Kerste:
Die BP60 kommt vielleicht aber auch noch in meine Sammlung - im Augenblick reizt mich die AstroTrac-Nachführung ungemein, und da wäre ein kompakter Kugelkopf mit Feineinstellung sehr sinnvoll, um das Teleskop schwenken zu können. Die Porta krieg ich da nicht drauf... aber dieses Jahr wird das nichts mehr.
Ja, an diese "Kombi" hatte ich auch schon gedacht.
Einzig der gepfefferte Preis für die astrotrac schrecken mich z.Z. noch, aber irgendwann...

cs, Claus
 
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