Schwarze Streifen bei Sony Alpha 6400 - Star Eater Problem?

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pmneo85

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Hallo Zusammen,

ich habe ja gestern Nacht eine Widefield Aufnahme mit meiner Sony Alpha 6400 gemacht.
Dabei habe ich jeweils 120s bei ISO200 belichtet (siehe M108 + M97 + Widefield)

Das Problem ist, dass sich an den Sternen nach dem Stacking schwarze Streifen gebildet haben:

Streifen.jpg


Diese lassen sich in einer Roh Aufnahme bereits erkennen:
StreifenRaw.jpg


Sieth für mich so aus, als hätte da die Kamera irgendwas herum gepfuscht. Dabei bin ich auf das Star Eater Problem gestoßen? Kennt das hier jemand, oder hat jemand ähnliche Probleme erlebt?

Langzeit Rauschunterdrückung ist bereits deaktiviert. Sonst habe ich keine passende Einstellung gefunden.

Danke & Gruß
 
Das gleiche Phänomen trat bei einem Bekannten auf, der eine Sony ILCE-6300 verwendet. Er startete sine astrofotografischen Versuche mit ISO 400, da dieses Kameramodell ab diesem Wert (und bei höheren Einstellungen) ISO-invariant ist (dies gilt übrigens auch für Dein Modell):


Die Artefakte, die Du zeigst, waren bei ISO 400 zu sehen, nicht jedoch bei ISO 800 und ISO 1600. Ich nehme an, dass das für Dein Modell ebenfalls gilt -- einfach mal ausprobieren.

Die ILCE-6300 verwendet leider eine verlustbehaftete Kompression, die dazu führt, dass die Bittiefe des ADC von 12 bzw. 14 bit nicht voll ausgenutzt wird. Die verlustbehaftete Kompression ist bei diesem Modell nicht abschaltbar. Vermutlich ist dies aber überhaupt keine modellspezifische Eigenschaft, sondern eine Eigenschaft von Sony's proprietären Datenformats (also von ARW-Dateien) an sich, siehe auch:

Außerdem macht es einen Unterschied, ob man im Single shot modus (maximale Belichtungszeit: 30 s) oder im Bulb modus aufnimmt. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird im single shot modus die A/D Wandlung mit 14 bit durchgeführt, im Bulb modus jedoch nur mit 12 bit:
(Im Abschnitt "The Sony A6300 offers impressive image quality performance", beginnend mit "Looking at RAW performance,...")
In jedem Fall wird jedoch anschließend die verlustbehaftete Kompression durchgeführt, die die effektive Bittiefe weiter verringert.


Mein Fazit:

1. Offenbar muss man die ISO-Einstellungen < 800 für die Astrofotografie unbedingt vermeiden.

2. Möglicherweise ist nicht die effektive Bittiefe die alles entscheidende Größe, aber es kann nicht schaden, beide Aufnahmemodi (Single shot, 30 s / Bulb, > 30 s) auszuprobieren und die Ergebnisse an Integrationen mit der gleichen Gesamtbelichtungszeit zu vergleichen.

Bernd
 
Hallo Bernd!

Danke für deine tolle und ausführliche Antwort!

Bei 30s ISO 800 hatte ich es auch noch nicht gesehen, aber da kommen halt sooooo viel Frames zusammen ;) Diese Nacht habe ich mit ISO 200 und 180s Frames gearbeitet und da waren sie wieder ....

Sony.jpg


Dann werde ich diese Nacht mal ISO 800 Probieren und 120 oder 180s Probieren.

Es ist auf jeden Fall deutlich zu sehen, dass sie nur an hellen Sternen auftreten. Das ganze Bild von oben ist hier zu finden.

Gruß
 
Ich benutze keine Sony-Kamera, aber wenn Du Einstellungen findest, die mit Deiner Kamera optimale Ergebnisse liefern, wäre es toll, wenn Du das hier postest. Dann würde ich die Information gerne an meinen Bekannten, der nicht deutsch spricht, weitergeben.

Viel Erfolg!

Bernd
 
Also, erste Tests mit 180s und ISO 800 von gerade eben, zeigen _keine_ dunkleren / schwarze Streifen an hellen Sternen!
 
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