SCT C9.25 EdgeHD - Blendrohr

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fhirsch

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Hallo zusammen,

Ich habe in meinen Aufnahmen immer wieder Ausbrüche an Sternen festgestellt die ich nicht zuordnen konnte und immer auf Verkippung, Abstand oder Kollimation geschoben habe - bis mir jetzt während der Kollimation bei Tagselicht auffiel dass der äussere Bildkreis komplett unrund ist... was scheinbar durch den Samt passiert der sich im Blendrohr löst?!

Meine Fragen:
Sind die Blendrohre bei den EdgeHD's im Auslieferungszustand mit Samt ausgekleidet oder hat hier der Vorbesitzer eine "Optimierung" gemacht die mir nun auf die Füße fällt...

Bildschirmfoto 2023-06-09 um 13.44.40.png
 
Hallo Du
bei meinem C11EHD ist mattschwarzer Lack drauf. Glaube nicht, dass das beim C9,25 anders sein sollte.
Optimierung beim Blendrohr soll angeblich mehr wirksam sein, als das komplett innen zu verkleiden.
Mein Blendrohr hat auch einen Lackabplatzer, den man an den Bildern sieht. Sollte ich mal beheben.
LG Franz
 
Danke, ich habe auch noch diverse „Optimierungsanleitungen“ gefunden die genau das beschreiben. Das Problem bei mir scheint dass das DC-Fix 2 mm am Blendrohr übersteht… Wie ich das auf dem Bild interpretiere habe ich den Eindruck dass der Bildkreis nicht durch die Öffnung der Schmidtplatte sondern durch das Blendrohr begrenzt wird - noch dazu dass eben die Kante unrund und ausgafranst ist. Wie sich das dann aber auf die Schärfe und Sternabbildung auswirkt ist mir leider nicht bekannt…

Falls es mir jemand erläutern könnte wäre ich echt dankbar! ?
 
Hallo fhirsch (Vorname wäre schön),
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit unsymetrischen Abbildungen gemacht. Allerdings war es bei mir ein von mir eingebrachtes Papprohr, welches mit Veloursfolie beklebt war.

Das Blendrohr zu optimieren ist sicher sinnvoll. Zur Zeit plane ich das mit Hilfe eines Freundes aus dem Forum, der mit Blenden für das Blendrohr dreht.

Bie deinem edgeHD ist das sicher etwas komplizierter, als beim Standard C8.
Viele Grüße
Peter
 
Hallo Peter, kannst Du Dich noch daran erinnern ob bzw. wie sich das bei Dir auf die Abbildung von Sternen im Fokus ausgewirkt hatte? Ich habe bei das Problem dass meine Sterne gerne Ausbüche haben die dann über den gesamten FOV in eine Richtung zeigen. Also weder Abstand noch Tilt oder CA... Aber vielleicht weiß ja auch dein Freund der die Blenden baut wie hier potentielle Auswirkungen sein könnten?

Momentan tendiere ich dazu die DC-Fix im Blendrohr komplett zu entfernen - in der Hoffnung dass dann keine Klebereste bleiben…

Liebe Grüße,
Frank
 
Hallo Frank,
Ich hatte damals beim Sterntest unrunde Beugungsbilder. Diese waren mit dem Entfernen der Pappröhre verschwunden. Allerdings musste ich seinerzeit komplett neu kollimieren. Das hatte sicher auch einen Einfluss.
Jedenfalls ist das Blendrohr bei den SCs von der Stange eine erhebliche Streulichtquelle! Meins ist jetzt komplett und glatt mit Velours beklebt und trotzdem sieht es beim Fotografieren mit dem Smartphone ins Blendrohr so aus:

IMG_20230604_202222.jpg

Nach dem (probehalber) einsetzen von Blenden aus schwarzem Bastellkarton zeigte sich das dann so:
 

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Zuletzt bearbeitet:
Aber die Wirkung von Blenden ist sicher besser in einem eigenen Thread aufgehoben. Deine Variante hat ja noch diesen Korrektor. Das macht das vielleicht komplizierter.

Ich würde die Folie einfach entfernen. Dann weißt du mit Sicherheit, ob des daran gelegen hat.

Viel Erfolg und viele Grüße.
Peter
 
Wenn die Veloursfolie über steht und franselig ist, hat das natürlich Auswirkungen auf die Abbildung.

Das Licht wird an jeder Kante gebrochen.
Daher müssen z.B. Bahtinovs und co ja auch absolut symetrisch sein.

Auch zeigen ja Objektivblenden (Lamellen) gut die Lichtbrechung.
Hier entstehen die sogenannten Sunbeams.

Ergo sollte die Blendrohrauskleidung exakt abschließend und eben sein.
Ohne franseln und Co.

Gruß Markus
 
Das kommt davon wenn Tonpapier mit Flüssigkleber direkt in‘s Blendrohr gepappt wird… am Ende habe ich mit in Alkohol getunkte Wattestäbchen versucht den Kleber zu lösen und die Reste mit Pinzette und Fingerspitzen rauszuknubbeln ohne dass was nach hinten fällt. Mal sehen ob das zunächst mal mein primäres Problem mit der Abbildung löst bevor ich mir dann Gedanken um eine Optimierung mache.

CS, Frank

IMG_7406.jpeg
 
Zuletzt bearbeitet:
Das kommt davon wenn Tonpapier mit Flüssigkleber direkt in‘s Blendrohr gepappt wird… am Ende habe ich mit in Alkohol getunkte Wattestäbchen versucht den Kleber zu lösen und die Reste mit Pinzette und Fingerspitzen rauszuknubbeln ohne dass was nach hinten fällt. Mal sehen ob das zunächst mal mein primäres Problem mit der Abbildung löst bevor ich mir dann Gedanken um eine Optimierung mache.

CS, Frank

Den Anhang 335444 betrachten
Ach du meine Güte! :eek:
 
Wie ich das auf dem Bild interpretiere habe ich den Eindruck dass der Bildkreis nicht durch die Öffnung der Schmidtplatte sondern durch das Blendrohr begrenzt wird

Hallo Frank,
Das ist sicherlich der Fall. Wenn wir mal davon ausgehen, dass die bei Celestron wissen was sie tun, ist die Länge des Blendrohres genau auf die mögliche Ausleuchtung und Ausblenden von Störlicht ausgelegt. Wäre es kürzer, würde letzteres in die Röhre fallen, ist es länger (wie bei deinem mit Überstand) vignettiert es.

Die Blenden die wir gerade anfertigen, müssen auch weiter hinten im Blendrohr sitzen, damit sie nicht zu einer Abschattung führen und trotzdem die Wandung des Blendrohres ausblenden. Aber das ist wie gesagt ein eigenes Thema.

Jedenfalls hast du mit dem Entfernen des Tonpapiers schon mal viel erreicht!

Viele Grüße,
Peter
 
Hallo Frank,
Das ist sicherlich der Fall. Wenn wir mal davon ausgehen, dass die bei Celestron wissen was sie tun, ist die Länge des Blendrohres genau auf die mögliche Ausleuchtung und Ausblenden von Störlicht ausgelegt. Wäre es kürzer, würde letzteres in die Röhre fallen, ist es länger (wie bei deinem mit Überstand) vignettiert es.

Die Blenden die wir gerade anfertigen, müssen auch weiter hinten im Blendrohr sitzen, damit sie nicht zu einer Abschattung führen und trotzdem die Wandung des Blendrohres ausblenden. Aber das ist wie gesagt ein eigenes Thema.

Jedenfalls hast du mit dem Entfernen des Tonpapiers schon mal viel erreicht!

Viele Grüße,
Peter
Danke Peter,

Ja - ich bin auch der Ansicht dass der Hersteller eigentlich weiß was er tut - dass es dann immer noch Gründe gegeben kann etwas zu verändern ist durchaus legitim, je nachdem für was der OTA genutzt werden soll.

Hätte ich die Pappe nicht rausgepfrimelt hätte ich vermutlich gar nicht bemerkt dass meine Kamera mit dem SC Adapter (Überwurfmutter) eines nahmhaften Herstellers gar nicht in der Achse sitzt (+/- 1 mm) und die Kollimation mit dem OCAL wäre nie korrekt gewesen. Folglich werde ich wieder brav auf ClickLock umbauen und die Adapter Schlacht erneut beginnen um auf 146,05 mm zu kommen… ? Bin gespannt ob ich dann meine Probleme in den Griff bekomme!

Viele Grüße,
Frank

IMG_2351.png
 
Hallo.

Ich habe den Eindruck, Celestron weiß sehr gut um diese neuralgische Stelle des inneren Blendrohrs Bescheid und hat im Lauf der Zeit deshalb da so einiges probiert. Weshalb man sich gut überlegen sollte, ob Bastelei im konkreten Fall wirklich noch was bringen kann. Bei älteren Modellen (schätze älter als 15 Jahre) oder verbastelten jüngeren mag das evt der Fall sein, bei unverbastelten jüngeren Exemplaren wäre ich sehr vorsichtig.

Ich weiß nicht wie sie es in den aktuellsten Baureihen machen, mein C6 ist etwa 10 Jahre alt. Aber da sieht man im Blendrohr zu Anfang (zum Sekundärspiegel hin) ein paar ganz flache terassenartige Stufen und dann weiter nach hinten ein ringsum sehr fein geriffeltes bzw. dicht geringeltes Profil, und alle Strukturen sind von einem ziemlich empfindlichen feinkörnigem tiefdunklem Mattlack überzogen.

Streicht man auch nur hauchzart über dessen Oberfläche, z. B. auch nur um ein Stäubchen oder Partikelchen zu entfernen, entsteht sofort eine deutlich glänzende Spur in der Mattierung - was eher für ihre antireflexive Qualität spricht, denn meines Wissens haben insbesondere hochwirksame Schichten leider mechanisch sehr empfindliche Oberflächen. Je feiner die Mikrostrukturen dieser Materialien, desto besser kann sich das Licht in diesen unregelmäßigen "Irrgärten" zwar totlaufen, aber desto fragiler fallen die Strukturen leider auch aus und sind oft auch schwierig zu erzeugen bzw zu verarbeiten und daher teuer.

(Siehe z. B. Vantablack... oä. Bei militärischen Anwendungen spielt letzteres zwar keine Rolle, auch, glaube ich, wenn es um Verbesserung der mechanischen Eigenschaften geht. Bezeichnenderweise gibt/gab es jodoch früher nur eine israelische Firma, die im Versand auch kleine mit Vantablack beschichtete Klebefolienstücke an privat verkaufte. Es gab damals im Forum mal den Versuch dort eine Sammelbestellung zu organisieren, aber keine Ahnung was daraus wurde und wie das jetzt ist, die Preise waren jedenfalls happig und die Folie empfindlich.)

Ich habe beim Celestron wegen der äußerst sensiblen Innenoberfläche daher jegliches weitere Gefummel im Blendrohr unterlassen, auch wenn leider im vorderen terassierten Bereich etwas Fett von der äußeren Haupspiegellagerung irgendwie auf die Innenseite gekrochen sein muß, und die matte Beschichtung dort glänzend durchtränkt hat, was nun für den bekannten Diamantringeffekt sorgt. Vorsichtige Versuche mit Alkohol oder unpolaren Lömis waren zwecklos. Ich würde das alles bei neueren Celestrons unbedingt hübsch in Ruhe lasse und da nichts verschlimmbessern. (Und hoffen, dass es die Montage inzwischen gelernt hat, es nicht mehr zu gut zu meinen mit dem Fetten der HS-Führung).

Samt hingegen ist preisgünstig und hat zwar eine gute Lichtdämpfung auch im nötigen schrägen Winkel bei streifendem Lichteinfall, trägt aber leider auch etwas auf, was gerade in einem engen Blendrohr eigentlich nicht erwünscht ist. Dennoch habe ich bei meinem Vixen VMC damit eine gute Kontraststeigerung erreicht, denn da war das Blendrohr innen nicht so aufwendig und sorgfältig designt wie bei Celestron, wohl auch etwas zu weit dimensioniert und nur mit einem ziemlich reflektiven glatten Lack innen überzogen.

Manche schwören auch auf irgendwelche Mattlacke, die sie mit gemörsertem Vogelsand vergröbern, der je nach Vorarbeit oder Klima mal hält und mal anfängt zu bröseln, wieder andere schieben statt evt. fusseligem Samt lieber lose Tonpapierrollen rein, und der nächste verklebt das Ganze noch um keine glänzenden Schleifspuren zu hinterlassen, etc. pp.

Es ist also wie so oft vom status quo eine Exemplars abhängig, ob wirklich Handlungsbedarf besteht... Da Blenden einbauen zu wollen, wo konstruktiv beabsichtigt allenfalls für ganz flache Riffel oder Terassenstufen Platz zu sein scheint, halte ich für ziemlich gewagt. Ich denke die jahrzehntelange Erfahrung bei Celestron sollte man nicht zu gering schätzen.

Gruß
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin da ganz bei Dir Matthias,
Erst mal so weit möglich den Ursprungszustand wiederherstellen damit die Abbildung wieder wie gedacht funktioniert. Danke auch für die umfangreichen und detaillierten Ausführungen zu den verschiedenen Varianten, hätte nicht gedacht dass da im Lauf der Zeit so viele Änderungen gemacht wurden! Ich kann das zwar in meinem Kontext noch nicht ganz einordnen (außer dem Prinzip „weniger ist mehr…“), das Wissen wird mir aber sicher noch nützlich sein!

lg,
Frank
 
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