Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe...

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rookiefrank

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Habe heute durch den "Big Boss" von Seben geschaut.
Nichts gegen die Firme Seben.
Habe selbst ein 8-24mm Zoom Okular welches ich sehr gut finde, aber der "Big Boss" ist schlichtweg eine Fehlkonstruktion.
Ich habe noch nie eine so schlechte Optik gesehen....
Jedes noch so billige Fernglas bringt mehr Detail als der Seben.
Einfach Grotte..........
Selbst die Montierung ist Mist, nicht zu vergleichen mit der
Lidl Monti....
Alles hakt und hat Spiel...

Totales Entsetzten das Gerät....

Frank
 
Hallo Frank

Wenn du es neu gekauft hast,tausche es gleich wieder um.
Teleskope der Firma Seben sind allgemein nicht anzuraten.
Es wird wohl kaum einen geben der Positives über diese Geräte erzählen wird.
Das Zubehör wie Okulare sollen ja angeblich noch brauchbar sein,die Teleskope aber sind eine katastrophe.
Seben zielt direkt auf die Einsteigergruppe,indem sie Optiken für atraktive Preise herstellen,die aber absolut nicht brauchbar sind.
Da wurde schon alles mögliche bekannt geworden,wie zerkratzte Spiegel,zu kleinen FS der den Hs nicht annähernd ausleuchtet,verdreckte Okulare etc.
Ist eben nur was für die Mülltonne.
Scheint immer noch bei vielen nicht angekommen zu sein.
Das so was überhaupt verkauft werden darf ist schlicht eine frechheit.

Grüße
Manfred
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo Frank,

nun ja... vor etwas mehr als einem Jahr waren die 150/1400 Teleskope (die von mindestens 2, wenn nicht 3 größeren Importeuren in Umlauf gebracht werden) die meistabgeratendsten Teleskope.

Der Grund ist eigentlich weniger ein optischer. Das Problem ist die Justage. Ich würde zunächst mal sagen: Der Big Boss durch den Du geschaut hast, war völlig dejustiert.
Es gibt für das Teil eine Justageanleitung von einem Besitzer, der das mit Filmdose offenbar brauchbar ausgeknobelt hat. Finde ich mit Google nicht mehr. Ich habe meinen 114/1000 Cat-Newton (gleiches Optikprinzip) mit Laser gut justiert bekommen.
Natürlich, kauft man einen Laser, ist der Preisvorteil gleich mal im Eimer...
Optisch hingegen kann so ein Gerät mit Kugelspiegel und dem dazugehörigen Korrektor nach Jones-Bird-Prinzip sauber abbilden. Damit sind gute Planetenbeobachtungen möglich. Nur ist ganz klar, dass in dieser Preisklasse auch die Serienstreuung zuschlägt, so dass man eben auch wirklich auf eine "Vollgurke" stossen kann.
Also, wo immer dieser Big Boss steht - man sollte ihm erstmal eine Justage angedeihen lassen, bevor man ihn komplett verdammt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo,

Das Seben, das ich getestet habe war natürlich nicht meins.
Hat ein Bekannter bei mir vorbeigebracht.
Ich habe das Gerät auch noch mal mit dem Laser kollimiert.
(Nachdem ich das Barlowelement ausgebaut hatte.)
Die Abbildung ist ein wenig besser geworden...
Dennoch ist der "Big Boss" maximal in der 50mm Billigrefraktor-Region anzusiedeln.

Frank
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hi Frank,

aus eigener, übler Erfahrung mit meinem Cat-Newton: Sicher, dass nicht der Fangspiegel verdreht ist? Warum hast Du nicht Barlowed-Laser angewandt? Das ist für diese Optik angebracht. Ist überhaupt eine korrekte Mittenmarkierung vorhanden, und sagt auch der Sterntest aus, dass die Optik sauber kollimiert ist?

Ich will das Gerät wirklich nicht besser machen, als es ist, aber diese Optiken können durch die richtige Justage eine ansprechende Leistung erbringen. Erst wenn die fehlschlägt würde ich von einer Vollgurke sprechen.
Der Grund weshalb ich nachhake ist der: Die Optik enthält nur sphärische Flächen, und die kriegen die Chinesen erfahrungsgemäß gut brauchbar hin.
Da das Gerät nun schonmal da ist, sollte man sich auf die Fehlersuche begeben. Also am besten mit einem Sterntest mal abklopfen, ob die Justage wirklich stimmt, ob der Spiegel nicht verspannt ist, und so weiter. Manches lässt sich wirklich leicht korrigieren. Nachdem das alles fehlgeschlagen ist, kann man die Optik gerne mit einem Raketentriebwerk versehen und zur spektakulären Entsorgung in die Sonne schießen...

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

ich sag nur "ed80" und dann weiss man, was die chinesen hinbekommen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

ist der "big boss" ein newton, dann knn man ihn (undauch alle anderen newtons) nicht nur mit einem "laser" kollimieren.

ich habe die erfahrungen live erlebt und dachte ich habe alles top eingestellt und trotzdem nur "matchbilder" gehabt.

die zuhilfenahme eines chesire-okulars hatte dann die wende gebracht.
die website von pteng war bei mir so daas schlüsselerlebnis.

nach dieser info hatte ich mir ein solches justierokular geliehen und dann mit laser +chesiree alles neu eingstellt und ...... ups .... super bild, statt nur "matsch"

mit seben habe ich gar keine erfahrung und deshalb weiss ich auch gar nix über das teleskop ...... aber ich empfehle mal eine gründlcihe einstellung incl. sternentest.

man darf auch nicht vergessen, das die umstände (seeing usw) so extrem viel ausmachen, dass man wirklich bissl vorsichtig mit seinen prognosen zu der quali eines gerätes umgehen sollte.

ich habe mir ein lx200 gekauft und dachte beim ersten test: "ach du schxxx ..... so fettes teil gekauft und nix besser".
habe das schöne gerät dann einige tage erneut getestet und dann mal ordentlich auskühlen lassen und viel bessere bedingungen gehabt und dann konnte ich endlich sagen : "wow"

same procedure mit meinem ed80 ........ so ist das halt.

naja .. ich bin sozusagen newby, aber denke mir, das unsere erfahrenen forenfreunde das icher auch so sehen.

gruß
andi
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Bei einem Seben kannst du noch soviel justieren wie du willst,dabei kommt trotzdem nichts raus.
Ich habe sonst keine vorurteile gegen irgendwelche Teleskop Hersteller,aber wer Seben kennt,wird wohl auch nichts anderes sagen.
Außerdem schafft dir endlich mal vernünftiges Zubehör an,dann wirst du erst recht wow sagen.

Grüße
Manfred
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Moin,


sorry Manfred, aber mit Pauschalurteilen bist Du immer etwas schnell, das wurde ja auch schon deutlich als Du Dich kürzlich über Dobson/Newton-Teleskope abfällig geäußerst hast.
Das diese Firma tatsächlich auch brauchbare, -wenn auch keine Spitzenteleskope-, herstellt, ist z.B. nachzulesen auf der HP der Eifeltwister, unter Erfahrungsberichte.

Ich bin wahrlich auch kein "Sebenfreund", aber einfach eben alles über einen Kamm scheren ohne weiteren Hintergrund/Begründung finde ich etwas schwach und unnütz.

Dann vielleicht einfach mal die Tastatur ruhen lassen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />

Nix für ungut.


Viele Grüße

Michael
 
Teleskop nicht aufgeben!

Moin Zusammen,

ich möchte dem undifferenzierten Abwatschen nochmal was sachliches gegenüberstellen, um damit den mitlesenden Besitzern solcher Geräte Mut zu machen, dass sie ihr Gerät in mehr als brauchbaren Zustand versetzen können.

Also, es geht um sogenannte Cat Newtons (Gruß an Andi, das ist kein normaler Newton).
Diese Teleskope ähneln äußerlich stark dem Newton. Sie haben aber im unteren Ende des Okularauszuges einen zweilinsigen Korrektor, den man früher in Amateurkreisen fälschlich als "Barlow" bezeichnet hat.
Das habe ich auch vor gut 6 Jahren in diese grobe Zeichnung übernommen (die dargestellte Linsenform ist auch falsch):
Link zur Grafik: http://www.svenwienstein.de/Pics/STNEWTONi.gif
Es ist aber gar keine Barlow, sondern ein Korrektor nach dem Jones-Bird-Prinzip. Bis vor gut einem Jahr war man sich uneinig, ob es wirklich ein Jones-Bird-Korrektor ist, aber die Chinesen geben das selbst auf ihren Export-Info-Seiten so an.
Wozu braucht man diesen Korrektor? Ganz einfach weil der Hauptspiegel nicht wie bei einem normalen "echten" Newton ein Parabolspiegel ist, sondern ein Kugelspiegel. Dieser Spiegel kann normalerweise kein scharfes Bild abliefern, besonders da es bei diesen Geräten ein ca. f/5-Spiegel ist. Die äußeren Bereiche des Spiegels haben nämlich einen anderen Brennpunkt, als die inneren.
Der Jones-Bird-Korrektor korrigiert dies nun (jepp, so ähnlich wie die Brille für Hubble). Aber der Jones-Bird verlängert die Effektiv-Brennweite grob um Faktor 2. Das heisst aus einem Spiegel mit 700mm wird dann ein Teleskop mit 1400mm. Dieser "Teil der Wirkung" des Korrektors erinnert halt an eine Barlow, weshalb man dieses Teil leicht dafür halten kann.

Das ergibt folgende Eigenschaften:
- "funktionierendes Teleskop"
- billige Bauweise durch Kugelspiegel (leicht maschinell zu fertigen)
- kurze, leichte Bauweise, daher weniger Anspruch an Montierung.
- Obstruktion geringer als f/5, aber größer als echter f/10 Newton. Durch den Korrektor kann nämlich der Brennpunkt näher am Fangspiegel liegen.
- Justage ist empfindlich wie bei f/5!
- Da der Korrektor mit dem Okularauszug verschoben wird, ist er nicht immer in optimaler Position zum Hauptspiegel, wirkt also nicht mit jedem Okular optimal.

Übrigens sei da noch auf die Variante hingewiesen, bei der dieser Korrektor nicht im Okularauszug sondern vor dem Fangspiegel montiert ist. Das hat sich irgendwie nie richtig durchsetzen können, scheint ungeheuer schlecht justierbar zu sein.

Jetzt zum Teleskop konkret:
Bei einem Cat-Newton kommt es ungeheuer darauf an, dass die Justage stimmt. Der Jones-Bird muss mittig im Strahlengang sitzen, sonst wirkt er nicht. Wer aber einen Newton "auf gewöhnliche Weise" justiert, der wird vom Korrektor behindert, weil beim Blick durch's Okular der Anblick von Fang- und Hauptspiegel stark verkleinert wird. Außerdem ist es sehr schwer, den Hauptspiegel voll zu überblicken. Dadurch kommen viele Sternfreunde beim Justieren arg ins Schleudern.
Heutzutage greift man da einfach zum Laser - HAAALT! Einfach??? Das wichtigste fehlt, die Justage des Fangspiegels zum Okularauszug, was man eben mit dem Chesire machen sollte, was aber bei diesem Gerät eben schwierig ist, weil man doch schwierigkeiten hat, durch das verkleinerte Bild hinter dem Korrektor.
Bevor man mit dem Laser arbeitet, ist es ungeheuer wichtig, den Fangspiegel genau auszurichten, er darf auf keinen Fall verdreht sein, weil eine Verdrehung des Fangspiegels ("um die Mittelschraube") vom Laser "nicht erkannt" wird.
Leider reicht die Strahlaufweitung durch den eingebauten Korrektor gewöhnlich nicht, um nach der Barlowed-Laser-Methode vorzugehen. Die scheint mir am besten geeignet, also braucht man dazu noch eine Barlow. Klar, dass die Mittenmarkierung auch stimmen muss.
Kann man mit dem Laser nicht arbeiten, dann muss man eben am Stern justieren. Das setzt allerdings auch einen ordentlich justierten Fangspiegel voraus.

Wenn man nun das Gerät wirklich justiert hat, und beim Sterntest auch sieht, dass es justiert ist, dann kann man sich zu einer Aussage über die Bildqualität hinreissen lassen.
Was heisst nun aber "beim Sterntest sehen"? Dazu muss man wirklich mit hoher Vergrößerung vorgehen, also Öffnung mal 2 als Faustregel (notfalls geht Öffnung mal 1,5 auch schon). Dann wird bei einem ausreichend hellem Stern ganz leicht defokussiert, und man erkennt, dass der "Klecks" in der Mitte den Fangspiegelschatten zeigt, der umgeben ist von den Beugungsringen. Diese Ringe sind bei einem ordentlich justierten Gerät alle konzentrisch. Bei dejustage machen sie den Eindruck, als schaue man in einen "Tunnel mit Kurve", sie liegen also nicht alle auf gleicher Mitte.

Wenn man nun so weit gekommen ist und das Bild trotz ausreichendem Seeing immer noch schlecht ist, dann kann man davon sprechen, eine totale Gurke vor sich zu haben. Dann sieht man aber meist auch grob, woran es liegt. Beugungsringe, die nicht rund sind, sondern dreieckig verzerrt deuten auf einen durch die drei Halteklemmen zu stramm gefassten Hauptspiegel hin. Ovale Beugungsringe sprechen für Astigmatismus, der auch durch eine schlechte (zu Stramme) Fangspiegelhalterung erzeugt werden kann. Also ist auch bei solchen Problemen unter Umständen Abhilfe möglich.

Erst wenn das alles nicht fruchtet, dann kann man zu dem Schluss kommen, dass wirklich die Optik vergurkt ist.

Natürlich muss man sich die Frage stellen, ab welchem Zustand des Gerätes man Garantie in Anspruch nehmen sollte.
Aber bevor man bei so einem Gerät auf "wegwerfen" setzt, sollte man sich doch lieber damit beschäftigen.

So, das war eine Menge Stoff. Ganz klar: So ein Teleskop empfiehlt man keinem Einsteiger, und auch ich halte die Bauart Cat-Newton weiterhin für das meist abgeratendste Teleskop. Man kann das aber wirklich rein sachlich mit den Schwierigkeiten begründen, die ein solches Gerät macht. Pauschalurteile über Hersteller sind unnötig.

Unsinnig sind Pauschalurteile über Hersteller und Markennamen im Billigbereich. Schon deshalb, weil diese Importeure ihre Geräte alle von denselben asiatischen Massenherstellern rekrutieren. Baugleichheiten sind hinreichend bekannt!

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo

Da kramst du nun mal einen Testbericht von einem Sebenteleskop hervor,das für seine Preisklasse ganz in Ordnung zu sein scheint,schon glaubst du das man diese Teleskope beruhigt anraten kann.
Na ich möchte nicht derjenige sein,der dem nächsten dieses Teleskop aufschwatz,und prompt auf die Schn... fällt.
Komischerweise habe ich auch noch nie einen erlebt der ein Seben anrät,weil es ja so toll und billig ist.
Es ist nun mal leider so das man für wenig Geld oft auch nur wenig leistung bekommt.
Im fall Seben scheinen solche guten Urteile,wie in deinem angegebenen Testbericht eher die ausnahme zu sein.
Also was soll das,wolltest mal wieder ein bischen auf dem Putz hauen.
In einem bin ich aber einsichtigt,das ich manchmal zu sehr über manche Teleskope aburteile,habe wohl zu recht den fauchenden Tiger als erkennungszeichen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
Sorry,sollte mich ändern,solch eine Holzhammermethode anzuwenden.
Trotzdem bleibe ich dabei,Seben nicht anzuraten,dafür gibt es bessere Alternativen.

Grüße
Manfred
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo,

Ich habe den Seben jetzt noch mal mit der Laser Barlow-Methode kollimiert.
War immer noch ein wenig raus.
Die Schärfe ist jetzt erträglich...

Doch dann habe ich die Tubusabdeckkappe draufgesetzt und
und die Öffnung zur Mondbeobachtung geöffnet (5cm aussermittig) und ich habe festgestellt,daß er zwar dunkler
wird aber auch eine Klasse schärfer.
Ich konnte bis 170x vergrössern...
...erstaunlich.
Am Mond und Planeten dürfte der Seben jetzt brauchbar sein.
Iss mir ein Rätsel, dieses Phänomen...

Frank
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo Frank,

mach mal den Sterntest. Wenn die Optik abgeblendet schärfer wird, dann könnte eine der optischen Flächen "schlecht" sein. Wenn man jetzt im Sterntest vielleicht sieht, dass der Hauptspiegel verspannt ist, müssten nur die Hauptspiegelklemmen ganz leicht gelockert werden und die Schwachstelle wäre behoben.

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Am Stern sah das gut aus.
Schöne Beugungsringe auf der einen Seite des Fokus.
Auf der anderen graues Scheibchen.
Ich denke die unterschiedliche Darstellung ist bedingt durch
das Korrekturelement.
Fokussiert sah der Stern auch gut aus.
Ein ausgiebiger terrestrischer Test heute Nachmittag
hat auch nur Positives gezeigt.
Ich glaube ich muss die vorschnelle Verdammung des Seben
wohl stark relativieren.
Mittlerweile finde ich ihn gar nicht übel.
Man muss sich nur intensiv mit ihm beschäftigen.

Frank
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo,


einfach mal genauer Lesen, bitte.
Ich habe niemandem zu Seben angeraten, (würde es auch nicht tun), sondern ich bemängel einfach nur Deine Pauschalisierung. Keine Ahnung, wie viele Sebenprodukte Du schon vor Augen hattest um ein solches Urteil zu fällen.

Konstruktiv fand ich Deinen Beitrag nicht unbedingt, keine Fakten, nur pauschale Ablehnung. Wenn Du glaubhaft belegen kannst, mehr als nur ein Seben-Teleskop getestet zu haben, revidiere ich gerne meine Meinung.
Ansonsten; einfach mal Schweigen.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Bei dem Testbericht der Eifeltwister dreht es sich außerdem nicht nur um ein Teleskop der Marke Seben, sondern zwei, welche beide zufrieden stellend bewertet wurden, sowie weitere Seben-Produkte.
Auch das hier besprochene Teleskop scheint ja nun besser als erwartet.

Mir gings einfach nur hierdrum: (Zitat Sven)

Unsinnig sind Pauschalurteile über Hersteller und Markennamen im Billigbereich. Schon deshalb, weil diese Importeure ihre Geräte alle von denselben asiatischen Massenherstellern rekrutieren. Baugleichheiten sind hinreichend bekannt!

Also nochmal, nix für ungut. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />


Also was soll das,wolltest mal wieder ein bischen auf dem Putz hauen.

Lese alle meine bisherigen Beiträge und Du wirst feststellen, ich bin nicht unbedingt der Typ, der "auf den Putz haut". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/crazy.gif" alt="" />


Viele Grüße

Michael
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo Manfred,

Wenn du es neu gekauft hast,tausche es gleich wieder um.
Teleskope der Firma Seben sind allgemein nicht anzuraten.

wiso denn das? Es ist doch egal ob der 150/1400mm katadioptrische Newton
des fernöstlichen Herstellers nun als Seben oder TS oder XY verkauft wird.
Das Teleskop bleibt das gleiche:
Theoretisch durchaus brauchbar, aber von der angesprochenen Klientel (Einsteiger)
fast ausnahmslos nicht beherrschbar. Dazu weniger vielseitig als ein 150/750mm
Newton mit Parabolspiegel da der 150/1400mm einfach viel weniger Gesichtsfeld
am Himmel ermöglicht als der 150/750mm.

Seben Teleskope sind aber ebenso gut oder schlecht brauchbar wie die baugleichen
Teleskope die unter anderen Vertriebsnamen vertickt werden.

Das gilt ebenso für den Zustand in welchem Teleskop und Okulare sowie Zubehör
beim Käufer ankommen. Da hat man auch bei anderen Vertreibern/Händlern
schon von beschädigter, verkratzter, nicht sauberer Ware gehört sowie
von fehldimensionierten Sekundärspiegeln. Liegt eben am Hersteller in
China der solche Teleskope zu abenteuerlich geringen Preisen produziert.

CS,Karsten
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo Frank,

beschäftigen gut, aber wenn nur auf einer Seite des Fokus Beugungsringe erkennbar sind, während auf der anderen Seite des Fokus gar keine Ringe auftauchen, dann spricht das für eine starke Über- oder Unterkorrektur. Natürlich kann es sein, dass der Korrektor diesen Effekt hat, weil er zusammen mit dem von Dir benutzten Okular weit ab von der Idealposition war, aber gut oder "normal" ist das nicht.
Hauptsache ihr habt das Ding dazu bereden können, dass man damit einigermaßen schauen kann. Der Sterntest entlarvt es aber warscheinlich doch als Gurkenoptik.

Falls ich das so richtig vermute, dann hast Du eigentlich jetzt die Erfahrung gewonnen, wie stark bei einem Teleskop die Justage Einfluss auf die Leistung hat. Da sieht ein Teleskop durch Dejustage um Längen schlechter aus, als es durch kräftige optische Fehler tatsächlich ist.

Trotzdem, man kann es nicht oft genug sagen: Normalerweise bekommt man diese Optik als Einsteiger nicht in den Griff. Daher rate ich vom Kauf dieser Geräte ab. Was man an Preisvorteil erhält, geht dann für den Justierlaser gleich wieder drauf...

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

kann man das nicht korrigieren sven ?

beim sternentest spielt auch seeing und gute temperaturanpassung des teleskop eine griosse rolle, habe ich mir mal sagen lassen.

gruß
andi
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo Andi,

Tubusseeing würde auf beiden Seiten des Fokus die Beugungsringe zermatschen. Ansonsten gehe ich davon aus, dass der 150er Spiegel im Offenen Tubus während der typischen Aufbau- und Ausprobierzeit hinreichend ausgekühlt war. Wenn Zweifel bestehen, dass das Gerät nicht gut genug an die Umgebungstemperatur angepasst war, sollte man den Versuch wiederholen. Die Schilderung scheint mir aber zu krass, als dass hier die Verspannung im nicht ausgekühlten Spiegel ausreichen würde. Auf einer Seite gar keine Ringe - das ist ziemlich wild.

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

wäre es dann nicht besser, er gibt das gerät zurück ?

also gebraucht bekommt er für den selben preis sicher etwas sehr ordentliches.

gruß
andi
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hi Andi,

die Entscheidung muss jeder selbst treffen, aber ich denke wenn die Option bestünde, wäre das schon zur Sprache gekommen, nicht?
Allerdings, was nun "sehr ordentlich" ist, scheint mir ungeheuer Geschmacksabhängig zu sein und beim Gebrauchtkauf ist auch anzunehmen, dass man dann ohne Zubehör dasteht und dann wieder ordentlich Kohle da rein pumpt.

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

ein versuch wäre es vielleicht wert, wenn die folgenden sternentest keine besserung bringen
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo,

Ich hab mich jetzt mal drangemacht, von Grund auf die Schwachpunkte des Seben zu verbessern.

1.Hauptspiegelaufnahme mit unterlegtem Schaumstoff beseitigt.
Ich habe den Spiegel jetzt auf 4 Korkplättchen gelagert,
und die Arretierungsschrauben moderat angezogen.
Seitlich war der Spiegel mit dünnen Plastikstücken
gnadenlos in die Halterung gepresst, die habe ich ersatzlos gestrichen.

2.Fangspiegel entspannt.

3.Die Linsengruppe für den optischen Ausgleich des Kugelspiegels im Okularzug randgeschwärzt mit einem Edinng.

4.Okularzugschifting so gut es ging beseitigt.

5. Fangspiegel justiert.

6. Dann Laserkollimiert mit Barlowlasermethode


Der Seben bildet jetzt mit abgeblendetem Spiegel
(Tubusabdeckung und offener Mondöffnung 5cm)
alles bis 6mm Okular sauber ab.

Nicht abgeblendet zeigte er schon gestern einen
schönen Orionnebel, aber bei sehr hellen Sternen
ab mag 0 Komma.

Der Saturn war abgeblendet bis 200x scharf, aber leider
zu dunkel.
Cassiniteilung war bei 90x(da war er schon heller) teilweise sichtbar.

Die Schärfe ist im abgeblendeten Zustand wirklich gut,
doch sobald die Blende abgenomme wird ist Essig an hellen Objekten.

Mein Fazit ist:

Grundsätzlich ist die Qualität des Seben nicht übel,
der Kugelspiegel dürfte sauber geschliffen sein,
die Hardware geht auch,
doch leider hat man es verpasst,dem ganzen eine Auflösung zu geben.

Den das Korrekturelement im Okularzug scheint mir ein simples
Barlowlinsenpaar zu sein, das den Kugelspiegel nicht
ausgleicht.

...schade eigentlich....

Es lohnt sich doch den Seben zu überarbeiten,
und was ganz wichtig ist, so gut wie möglich zu kollimieren.

War oder ist für mich ein schönes Bastelteil mit Erfolgen und Enttäuschung.

Hab ihn für 40 Eur von einem Kumpel gekauft....
Auf meiner Meade LXD500 ist er eine handliche Sache...

Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Ich denke einem Einsteiger ist der "Seben Big Boss"
durchaus zu empfehlen.
Die 150mm zeigen Nebel recht gut( im Gegensatz zu kleineren Öffnungen), und abgeblendet ist er auf dem Mond auch sehr leistungsfähig.
Planeten insbesondere Jupiter mit mag 3 dürften
mit Tubuskappe und geöffneter 5cm Öffnung auch sehr schön sein...
Saturn war scharf, aber ein wenig zu dunkel.

Wunder darf man aber von einem Gesamtpreis von ca. 140 Eur
nicht erwarten.

Allen "Big Bossen" viel Spass mit dem Gerät...

Frank
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hab ihn für 40 Eur von einem Kumpel gekauft....

war das der kumpel, dem du oben noch erklärt hast, wie sch.... das ding ist ? tzzzz tzzzz
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
guter deal...

trotzdem viel spaß damit!


cs
anna
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hallo Frank,

also dem kann ich mich überhaupt nicht anschließen. Wenn die Optik abgeblendet deutlich besser ist, als mit voller Öffnung, dann ist daran gewaltig was vergurkt. Koma dürfte sich nicht zeigen, dafür ist ja der Korrektor da drin (wenn das mal Koma war und nicht was anderes, übles). Ich müsste mal nachlesen, wie gut der Jones-Bird im Feld ist aber ich meine, Koma dürfte er sehr weit außen, also bei starker Dejustage auftauchen.

Ich fürchte, die Optik ist vergurkt, und man wird kaum sagen können, welches Element (Hauptspiegel, Fangspiegel oder Korrektor) daran schuld ist.

Obwohl Koma... wenn alles sonst richtig justiert ist - vielleicht sind die Linsen des Korrektors nicht sauber zueinander verkittet.

Clear Skies
Sven
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

114/900mm Parabol...für Einsteiger...
Mein Tip....

Bin nach Bastelei am Seben schon wieder enttäuscht von dem Gerät...

Ich glaube werde mich meinem 150/1300mm Alt Newton zuwenden...

Habe die Schnauze voll von dem Seben
Schluss aus Ende...

Frank
 
Re: Seben "Big Boss" 150/1400mm eine Katastrophe..

Hi Frank,

kann ich verstehen...
Wenn diese Dinger ihre Leistung zeigen sollen, muss die Optik wenigstens nach einem "Mindeststandard" gefertigt sein. Das dürfte hier absolut nicht der Fall sein.
Was ist mit Gewährleistung/Kulanz? In dieser Preisklasse wird ja oft "gar keine" optische Leistung vereinbart oder versprochen.

Clear Skies
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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