Hallo Leute,
dieses Gerücht mit der öffnungsgebundenen Filternutzung ist wohl nicht auszurotten.
Entscheidend ist die AP mit der beobachtet wird. Je enger der Filter um so schneller geht einem das Licht bei hoher Vergrößerung und damit kleiner werdender AP aus.
Mein 102/500er Refraktor zeigt mit dem engen Baader O III bei guten Himmel und AP 6-7, was mit 2" WW-Okularen locker erreichbar ist, Nordamerika und Pelikan oder beide äußeren Cirruskomponenten in einem Feld, Orionnebel, die großen Nebel der südlichen Sommermilchstraße, alles überhaupt kein Problem, klein aber schon mit Details.
AP 5 mm geht auch noch, dann wird es aber schon recht dunkel und die Anzahl der sichtbaren Sterne nimmt durch den Filter deutlich ab während sie ohne Filter deutlich steigen würde.
Ein nicht so enger O III, wie z.B. der Astronomik und der von Sven eben getestete Seben sollten auch bis AP 4 an kleineren Teleskopen sinnvoll anwendbar sein, an großen Teleskopen ohnehin.
Diese Bindung eines O III an große AP ist der wesentliche Grund dafür, dass ein guter UHC gerade am kleinen Gerät universeller einsetzbar ist. Die Wahl der Objekte ist damit nicht so sehr auf großflächige Nebel und Betrachtugen bei relativ geringer Vergrößerung eingeschränkt.
Beachten muss man auch, dass viele (auch kleine) Teleskope mit Öffnungsverhältnissen von F/8, F/10 und kleiner das Erreichen großer AP mit normalen handelsüblichen Okularen erschweren, bzw. gar nicht ermöglichen. Dann ist natürlich ein O III relativ sinnlos.
Andere kurzbrennweitige "Kleinteleskope" liefern mit großer AP eine Minimalvergrößerung unwesentlich über einem 10x50 Fernglas doch selbst da lässt sich mit Filter die Sichtbarkeit geeigneter Objekte erhöhen.
Man muss halt entscheiden, auf wie viele Sterne der ohnehin durch das Auflösungsvermögen begrenzten Anzahl man bei kleinen Teleskopen verzichten will und wie winzig der durch Filter herausgeholte Nebel sein darf bevor er uninteressant wird.
CS
*entfernt*