Seeing immer schlechter?

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praktikant

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Ich habe den Eindruck, dass das die Bedingungen für höhere Vergrößerungen in den letzten Jahren schlechter geworden sind.
Bei Planetenbeobachtungen gibt es nur noch sehr wenige Nächte im Jahr an denen man seine Optik mal ausreizen kann.
Was meint ihr dazu? Nur subjektive Wahrnehmung oder gibt es da Daten dazu?

CS Alex
 
Hallo Alex,
es könnte sein, dass allgemein die Öffnungen größer geworden sind und dass deswegen subjektiv die Bedingungen schlechter werden.
Das ist aber nur eine Vermutung...
Viele Grüße und CS
Martin
 
Hallo Alex,

ich meine, das ist wohl eher eine subjektive Wahrnehmung. Ob es klare Daten pro/contra gibt weiß ich nicht. Das Seeing kann lokal auch in größeren Bandbreiten schwanken. Für eine verlässliche wissenschaftliche Aussage würde man flächendeckende Daten über ein größeres Gebiet benötigen.

Schau dir z.B. mal die lange Schönwetterperiode letzten Herbst an. Da war das Seeing sehr oft gut. Auch dieses Frühjahr zur besten Zeit der Marsbeobachtung gab es einige sehr gute Nächte. Sommer ist naturgemäß nicht so toll. Der Herbst kann aber noch einiges versprechen.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Alex,

deine Vermutung kann ich zumindest für meinen Beobachtungsort (inneralpines Becken) nicht bestätigen. Zum Beispiel gab es 2011 im Oktober/November eine geradezu unglaublich lange Serie von Tagen mit gutem Seeing mit Hochdruckwetter hintereinander.

CS Mike
 
Hallo Alex,

ich hatte auch schon Mal die Idee, aber:

Möglich, dass durch zunehmende Zersiedelung und das Heranrücken von Bebauung an altgewohnte Standorte das lokale Seeing tatsächlich hier und da signifikant schlechter wurde.

Darüber hinaus nimmt man Verschlechterungen wahr, die eigentlich nichts mit Seeing zu tun haben, so z.B. eine deutliche Steigerung der Himmelshaufhellung durch künstliches Licht.
Ich habe einen Standort, das war vor Jahren am Horizont über dem Wald daumenbreit eine Aufhellung zu sehen. Das ist nun dort fast handbreit sichtbar und streckt einzelne Finger noch höher.

Weiterhin zeigt der zunehmende Flugbetrieb, sehr häufig gerade bei Schönwetterlagen, immer öfter die Wirkung, dass einzelne Kondenzstreifen spätestens am Nachmittag zu einem milchigweißen Tuch zerfließen, welches sich oft genug bis lange in die Nacht hinein hält. Miese Durchsicht und Transparzen sind die Folgen.

Nehmen wir zu diesen tatsächlichen Änderungen der Bedingungen noch hinzu, dass heute mehr Leute über schnellere Kanäle eine zumindest quantitativ gesteigerte Kommunikation pflegen, es zusätzlich teils um zusätzlich deutlich größere Öffnungen bei den Teleskopen geht, die schlicht und ergreifend besser beherrscht werden müssen und doch längst nicht immer den Betrieb am öffnungsbedingten Limit zulassen, sondern früher und oder öfter vom Seeing eingebremst werden, dann ergibt sich das gezeichnete Bild recht schlüssig.

Gruß
*entfernt*

Ach ja, Nachsatz:
Ich selbst mutze nicht mehr, wie am Anfang, jede mögliche Halbmondnacht oder diese klaten Nächte mit leichtem hohen Dunst um wenigstens auf Mond und Planeten zu gehen. Gerade leichten, hohen, stehenden Zirren sind als Anzeiger für gutes Planetenseeing bekannt. Mit der zeit verpasst man auch durch Bequemlichkeit mehr gute Nächte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
ihr müsst eben das Seeing einmal messen. So kompliziert ist es gar nicht.
Ich mache das seit dem Frühjahr gelegentlich an einem ausgesuchten Standort.

---> klick

cs Kai
 
Danke für die Antworten. Es scheint also wenn dann ein lokales Phänomen zu sein. CS
 
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