Seestar S30 Pro oder Dwarf3 oder DSLM?

Gibt's denn gĂŒnstige Empfehlungen fĂŒr Weitfeld Apos? Mit meiner A6400 plus 135er sollte das vielleicht gerade noch so mit meinem Nomad funktionieren!? Mindestens 10 -30 Sekunden Belichtungen sollten doch damit möglich sein!?
Ab welcher Belichtungszeit braucht man denn ein Guiding? Oder ist das eher von der Brennweite abhÀngig?
Das tolle an den Smarties ist halt die Einfachheit...
 
Hi Rico,

das Feld verfĂŒgbarer Apos ist doch vielfĂ€ltig und sollte fĂŒr Deine Bedingungen angepasst sein. Dazu spĂ€ter noch etwas mehr. Zum Thema Guiding... NachfĂŒhrfehler wachsen linear zur Brennweite, das hast Du also schon richtig vermutet. Man könnte jetzt hier Modellrechnungen machen, das wĂŒrde aber zu weit fĂŒhren. Ein kurzer Check ĂŒber die KI sagt mir aber, dass bei Deinen Belichtungszeiten ab einer Brennweite von 300-350mm die Luft dĂŒnn wird.

Wenn man nun mal in Richtung Apos schaut, kommt der nĂ€chste limitierende Faktor: Deine Nomad. Hier wĂ€re rein vom Gewicht von ~3,5kg m.E. auch das Limit bei 250-300mm Brennweite, um insgesamt im Rahmen zu bleiben. Da denke ich bei Apos natĂŒrlich gleich an ein rotes KĂ€tzchen, die sind aber nicht billig, dafĂŒr aber - so glaube ich - fĂŒr Dich und Dein Setup das Optimum: Apochromatischer Refraktor AP 51/250 RedCat WIFD (aktuell um 1k€). Damit wĂŒrde Dein bestehendes Setup funktionieren, und Du hĂ€ttest die meiner Meinung nach die fetteste Optik fĂŒr Widefield / Deep Space die Dein Setup schafft. Alles was grĂ¶ĂŸer wird, schafft Deine Nomad nicht und verlangt Guiding, ergo wĂ€re noch grĂ¶ĂŸeres Investment nötig.

FĂŒr Deine Bilder und dem, was ich denke was Du vorhast, wĂŒrde ich aber definitiv in Richtung Redcat gehen. Da bist Du qualitativ auf nem anderen Planeten hinsichtlich QualitĂ€t und langfristigen Möglichkeiten im Vergleich zu den Smart Scopes. Und wenn Du Dich spĂ€ter doch noch fĂŒr eine neue Montierung, Guiding, grĂ¶ĂŸer... whatever entscheidest, wirst Du das KĂ€tzchen trotzdem nicht missen und einsetzen. Die Smart Teleskope sind weder technisch noch funktionell fĂŒr Deine Zielanwendung gedacht und gebaut - technisch und vom qualitativen Endprodukt der Rohdaten - leider! Ich will Dir das deshalb auch nochmal so konkret sagen. Meine Meinung.

VG Thomas

 
Danke fĂŒr deine ausfĂŒhrliche Antwort. Bei meiner "Suche" nach einem evtl passenden Teleskop bin ich natĂŒrlich auch ĂŒber das Redcat gestoßen.
Außerdem ĂŒber das SVBony SV555, welches preislich deutlich nĂ€her an einem 135er wĂ€re.
Das SV503 wĂ€re nochmal deutlich gĂŒnstiger, ist aber kein Apo und keine Ahnung wie viel "schlechter" das im Vergleich wĂ€re...
Eine stabilere Montierung ohne Goto sollte doch auch halbwegs gĂŒnstig zu bekommen sein.
Wobei mir die Einfachheit der Einnordung mit dem Laser des Nomad schon sehr gefÀllt.
Klar wird es mit anderen Montierungen und einem Scope wahrscheinlich genauer, aber wenn ich sehe wie lange mein Fotokumpel braucht, bis da alles eingestellt ist... Puh...

Ein anderer Fotokumpel hat auch ein Polarscope fĂŒr den Nomad, damit hab ich nix hinbekommen und auch nicht wirklich viel gesehen...


Gruß Rico
 
Lt. KI sollte mit einem 51er Redcat und dem Nomad 30 Sekunden Belichtung möglich sein. Das wĂ€re schon mehr als ĂŒberhaupt gedacht und ich denke sogar ganz gut brauchbar...
 
Hi Rico,

es gibt auch von Askar noch einen APO mit Ă€hnlichen Spezifikationen. Preislich liegt das je nach Ermessen im Rahmen der Gesamtkosten fĂŒr ein astrofotografisches Setup meines Erachtens aber alles recht nahe beieinander oder es gibt valide GrĂŒnde, warum ein GerĂ€t 10% oder 20% mehr oder weniger kostet. Die Redcats sind daher nach meiner EinschĂ€tzung schon der Goldstandard, auch hinsichtlich Preis-/Leistung und QualitĂ€t - das ist und bleibt aber auch individuelle Geschmacks- und Priorisierungsfrage. Am Beispiel der beiden angesprochenen Apos: SV555 = Preis/Speed-Monster, RedCat 51 = mechanisch/optisch die rundere Premium-Lösung (vor allem fĂŒr Full Frame und schwere Setups) und wenn Du es eben sauber bis in die Ecken magst. Das "Schlimme" heutzutage: Es gibt fĂŒr fast jeden Umstand eine Premium-Lösung. Ist eben alles "nur" eine Frage des Geldbeutels.

Ich empfehle Dir, Deine langfristige Perspektive und Entwicklung im Rahmen Deiner Möglichkeiten zu beurteilen. Mit welchem Equipment willst Du ĂŒber die nĂ€chsten 5-10 Jahre wohin? Was darf es abseits Deiner aktuellen Möglichkeiten in Summe kosten und welchen Anspruch hast Du an GerĂ€t und Ergebnis. Klar kann man sich auch rantasten. ErfahrungsgemĂ€ĂŸ kommt das hintenraus aber meistens teurer als wenn man die anfĂ€nglich hohen Kosten strukturiert geplant und umgesetzt hĂ€tte, und das meist auch noch mit deutlich mehr Komfort. Ich empfehle daher lieber Step-by-Step in die GerĂ€te zu investieren, die Dir nachhaltig nutzen, qualitativ hochwertig und bestĂ€ndig im Setup sind. Nichts hetzt Dich. Übergangslösungen sind Kompromisse, und die bedeuten im Grunde immer ein Nachgeben in dem, was man eigentlich will.

LG Thomas
 
Die 6400 wÀre wegen dem Cropfaktor interessant. Mit nem 135er wÀre ich dann auch bei 200mm Bildausschnitt...

Die Redcats gibt's gebraucht fĂŒr ca. 750 Euro...
Was ich jetzt irgendwo gelesen habe, daß diese eher fĂŒr kleinere Sensoren optimal sind und das SV555 eher fĂŒr Vollformat und APSC...
Es gibt auch noch ein SV545, mit 200mm Brennweite und fĂŒr knapp ĂŒber 500 Euro. Das klingt sehr interessant und was ich so gelesen und bei Astrobin an Fotos gesehen habe, sind die Svbony schon sehr gut...

Ich verstehe deine Meinung und das stimmt sicherlich auch. Wer billig kauft, kauft zweimal...
Momentan weiß ich allerdings noch nicht, wo ich bzw was mich in 5-10 Jahren reizt.

Andere Frage, braucht man unbedingt so ein EAF? FĂŒr diese brauchts ja dann auch wieder entsprechende Software!?
 
Hi Rico,

Hand aufs Herz, wenn Du das, was Du jetzt schon machst verbessern willst, geht bei Dir mittelfristig alles relativ straff in Richtung eines ambitionierten Amateur-EAA-Setups. Dabei ist die Frage der gewĂ€hlten Optik auf dem Niveau dann einerseits detail-lastig aber in manchen Sachen auch erschreckend einfach. Vorab, lass Dich von den Bildern bei Astrobin nicht zu sehr verzaubern. Hier steht bei manchen Bildern ein extensiver Nachbearbeitungsprozess und neben der Optik kannst Du ja sehen, welch "nettes" Equipment fĂŒr das Ergebnis verantwortlich ist. Alleine die Software muss man haben und beherrschen. Ich bin aktuell in meiner Vertiefung mit PixInsight und sage mal in kurz so, die Lernkurve ist steil. Mich beschleicht aktuell eher das GefĂŒhl, dass Du Dich in die gesamte Thematik EAA und die Möglichkeiten etwas intensiver Einlesen solltest, bevor Du eine Kaufentscheidung triffst. Das meine ich nicht böse oder vorwurfsvoll, sondern eher mit RĂŒcksicht auf Dein Potential hinsichtlich der gezeigten Bilder und der Möglichkeiten.

ZurĂŒck zum Thema. 750,- fĂŒr das KĂ€tzchen ist sehr fair (bleib kritisch bei zu gĂŒnstigen Angeboten!). Zu Deiner Aussage ("irgendwo gelesen...") Andersherum wird ein Schuh draus: Das Readcat ist explizit fĂŒr Vollformat und APS-C ausgelegt wĂ€hrend SV555 typischerweise mit 44 mm Bildkreis angegeben wird – also ebenfalls „Vollformat-tauglich“, aber mit weniger Reserve. Beim Vergleich Deiner in Frage kommenden Apos kann man kurz und schmerzlos zusammenfassen: Bei Nomad + 30 s -> RedCat 51 fĂŒr „einfach & sauber“, SV555 fĂŒr „viel Leistung pro Euro“, SV545 fĂŒr „maximal weit“, SV503 fĂŒr spĂ€ter -> nicht jetzt. Die Frage ist aber, wie weit ist "spĂ€ter"? Mit einer - vorsichtig gesagt - "anstĂ€ndigen" Montierung Ă€ndert sich das nĂ€mlich ganz schnell, da die Nomad Dich limitiert und langfristig vielleicht auch noch eine dedizierte Astro-Cam anklopft. Ohne das ĂŒberstrapazieren zu wollen, aber genau das meinte ich mit Vorstellungen zu Perspektive und Entwicklung. Lass das mal paar Tage sacken, meine Empfehlung! Auch enorm hilfreich: FĂŒttere Deine Gedanken mal 1-2 Monate in eine Bezahl-KI (GedĂ€chtnis-Modus der KI anschalten!), das fruchtet enorm -> wichtiger tipp!

Zum EAF und Deiner Frage... Die ehrliche Antwort: Nein. Die praktische Antwort: Irgendwann ja. ;) Und genau hier beginnen schon die spannenden Fragen, da kommst Du nĂ€mlich in Windeseile zu der Frage von Steuersystemen wie ASIAir, Stellavita oder NINA. Und dann dauert es eben auch nicht mehr allzu lang, dass Guiding doch interessant wird, weil Du lĂ€ngere Subs als 30s willst - und das auch mit ĂŒberschaubarem/planbaren Aufwand geht, wenn man denn will und hier und da ein (gebrauchtes) SchnĂ€ppchen macht. Das fiese an diesen ganzen Fragen: Hier geht jeder Sternenfreund seinen ganz eigenen "Evolutionsprozess". Es gibt kein Optimum an GerĂ€t, Setup oder Lern- und Entscheidungsprozess, welches fĂŒr alle gleich ist.

Long story short: Geh auf einen Apo und lass Dir Zeit mit der Entscheidung. Vllt. hilft hier auch mal, sich die GerĂ€te live anzuschauen (FachgeschĂ€ft, Sternentreffen etc.) oder die fortfĂŒhrende Vernetzung mit Gleichgesinnten.

Also, willkommen in der Equipment-Astro-KopfmĂŒhle! You are not alone! :D

LG Thomas
 
Die 6400 wÀre wegen dem Cropfaktor interessant. Mit nem 135er wÀre ich dann auch bei 200mm Bildausschnitt...
Schau erst wie der Stand zum Star Eater bei der Kamera ist. Gerade bei kleinen Brennweiten und der Milchstraße wĂŒrde ich vermuten, dass der Filter zuschlĂ€gt.

ZusĂ€tzlich ist die A7IV was die LeistungsfĂ€higkeit fĂŒr astrofotografie angeht absolut top. Da kriegst du das gleiche Ergebnis in der HĂ€lfte der Zeit wie mit der A6400. Und das ohne dass dir die kamerasoftware die schwĂ€chsten Details wegbĂŒgelt. UnterschĂ€tze das nicht. Mit einem Apo bist du bei Blende 5-6 unterwegs. Da zĂ€hlt jedes Photon. ZusĂ€tzlich verzeihen die großen Pixel der A7 mehr die Defizite bei der NachfĂŒhrung. FĂŒr Vollformat ist es nur schwieriger gĂŒnstige und trotzdem gut korrigierte optiken zu finden.

Bei kleinen Brennweiten wĂŒrde ich auch mal bei Askar vorbei schauen.

Der kostet weniger als die Redcat gebraucht und kann auch Vollformat.

EAF braucht man nicht zwingend. Es kommt darauf an wie gut das Teleskop den Fokus ĂŒber lĂ€ngere Zeit hĂ€lt. Je kleiner die Brennweite und je kleiner die Blende desto unempfindlicher sind die Systeme gegen Temperaturschwankungen. Man sollte regelmĂ€ĂŸig den Fokus prĂŒfen und wenn man nicht die ganze Zeit dabei hocken will, ist ein Motorfokus halt praktisch. Ob die Teleskope den Fokus halten oder nicht, kommt darauf an ob das im Konzept berĂŒcksichtigt wurde oder ob man andere PrioritĂ€ten gesetzt hat. Ich habe einen 80mm triplett apo der hĂ€lt den Fokus ĂŒber die ganze Nacht egal wie der Temperaturgradient ist. Meinen Evoguide muss ich 2-3x pro Nacht nachfokussieren obwohl der nur die halbe Brennweite. Mein 125mm Apo driftet die ersten Stunden stark, danach bleibt er stabil. Da ist jedes Teleskop anders.

Wenn du qualitativ hochwertige Ergebnisse haben willst, wĂŒrde ich von EAA artigen Setups Abstand halten. DafĂŒr sollte man guiden, dithern und hintergrundlimitiert belichten. Ansonsten kriegst du irgendwann Probleme mit fixed pattern Noise oder auf deutsch Regenrauschen. Je grĂ¶ĂŸer die Brennweite und je schwĂ€cher das Objekt desto eher limitiert dich das. FĂŒr so kurze Belichtungen wĂ€re mir ehrlich gesagt auch der Verschluss auf Dauer zu schade. Sowas ist nichts fĂŒr Consumer Kameras und generell nichts wenn man gute Bilder machen will.

Mit 250mm mag das noch gehen. Aber nur mit dem entsprechenden Unterbau. Keine Ahnung ob dein Nomad das kann. Ich hÀtte meine Zweifel.

Man kann das drehen und wenden wie man will. Mit zunehmender Brennweite steigt der Anspruch an die NachfĂŒhrung deutlich. Da zu sparen bringt nichts. Das sieht man einfach.

Ist wie gesagt immer eine Frage des Anspruchs. Wenn es fĂŒr dich verrauschte Bilder mit verzogenen Sternen tun, dann ist das ok. Wenn du Wert auf eine saubere Abbildung legst, dann muss man in den sauren Apfel beißen und sowohl den Geldbeutel aufmachen als auch sich damit beschĂ€ftigen zu guiden und mit dem Laptop zu steuern.
 
Bei kleinen Brennweiten wĂŒrde ich auch mal bei Askar vorbei schauen.

Der kostet weniger als die Redcat gebraucht und kann auch Vollformat.

Die SQA-Reihe von Askar hat tolle Erfahrungsberichte daher absolut einen Blick Wert preislich seriös aber keinesfalls unter gebrauchten Redcat! Der Gebrauchtmarkt aufgrund der Neuheit der GerĂ€te wohl sicher ĂŒberschaubar. Preislich als Neuware aber auf gleichem Level wie Redcat. 1k€ bei den Spezialisten, etwas weniger auf ebay... mit ellenlangen Lieferzeiten... naja. Den Rest via Ali & Co. lasse ich mal ganz weg, wĂŒrde ich nicht machen.
 
@joetaiga auch dir danke fĂŒr deine ausfĂŒhrlichen Gedanken!

Ich denke ich versuche es mit einem Redcat oder SV555... Hier im Forum verkauft gerade jemand sein Redcat 51 fĂŒr 600 Euro. FĂŒr die Differenz zum Neupreis, bekĂ€me ich sogar noch eine stabilere NachfĂŒhrung ( allerdings ohne Goto ). Z. B. Ioptron Skyguider Pro. Oder ne Staradventurer.

Mal sehen was der Markt so hergibt. Muss ja jetzt nix ĂŒbers Knie brechen. Zeitlich war es die letzten Monate eh sehr schlecht, vom Wetter ganz zu schweigen. Bin schon froh, wenn ich es mal wieder schaffe rauszukommen. Solange bis ich da ne Entscheidung getroffen habe, muss halt mein 85er reichen. Bzw. kann ich mir auch ein 135er vom Kumpel ausleihen, um erstmal zu sehen, was der Nomad so macht.
 
Hallo,
das Thema ist noch nicht ganz durch und es stellen sich wieder neue Fragen. Sry.

Also ein kleines Apo steht soweit fest. Die schwere Entscheidung ist nun welches. ..

SV555 Vorteil: gĂŒnstig, scheinbar gute QualitĂ€t bis zum Rand. Neueste Versionen haben wohl auch kein Problem mehr mit Hasenohren bei den Sternen.
Nachteil: Schwerer als die beiden anderen und fĂŒr den kleinen Nomad wohl dann mit Kamera auch zu schwer.

Redcat 51 Vorteil: deutlich leichter als das SV555 , von der QualitĂ€t nochmal ein StĂŒck besser, wenngleich das SV wohl die bessere RandschĂ€rfe hat.
Nachteil: sehr teuer und gebraucht, zumindest die WIFD Version fast nicht zu bekommen.

Askar SQA55 Vorteil: Das wohl schĂ€rfste und von der BildqualitĂ€t her beste Apo der drei. Zumindest was ich in diversen Tests und Reviews gelesen und gesehen hab. Außerdem das leichteste der drei. Sollte somit am ehesten auf dem Nomad noch geradeso funktionieren.
Nachteil: Preislich etwas gĂŒnstiger als das Redcat, aber dennoch teurer als das SV555. Außerdem zwar fĂŒr Vollformata ausgelegt, aber RandschĂ€rfe war bei APS-C deutlich besser. Die anderen beiden sind da scheinbar eher fĂŒr Vollformat ausgelegt.

Bleib ich nun bei meinem Nomad, fĂ€llt das SV555 wohl gleich raus. Das Redcat ist schon toll, aber da das Askar wohl noch etwas besser performen soll und auch noch gĂŒnstiger ist, wĂ€re das wohl die 1. Wahl, zumal nochmal 200g leichter als das Redcat.

Die andere Überlegung wĂ€re, daß ich fĂŒr den Preis des Redcat ( es macht ja auch optisch schon was daher ) ein SV555 und dazu noch ne gebrauchte ( in sehr gutem Zustand ) Staradventurer GTi WiFi Goto bekommen wĂŒrde. Da hĂ€tte ich dann, zumindest gewichtsmĂ€ĂŸig keine Probleme.

Eine andere Montierung, z. B. der Skyguider Pro iPolar ware da auch drin. Hat zwar kein Goto, dafĂŒr scheint mir diese Montierung dank iPolar doch wesentlich einfacher zu sein, als die Staradventurer. Diese hat dafĂŒr Goto, was natĂŒrlich auch fĂŒr spĂ€ter schon sehr gut wĂ€re. Allerdings schreckt mich das Polaralignment mit Polarscope doch noch etwas ab.
Von iOptron gibt es auch noch den Skyhunter iPolar mit Goto, allerdings ist dieser schon unverschÀmt teuer und Goto wohl auch nicht so einfach zu nutzen, wie beim Staradventurer.

Nun stellt sich mir die Frage, SV555 + Staradventurer oder Skyguider, oder das Askar und mit Nomad versuchen...

Wie gesagt, gebrauchte Redcats hab ich nur die Àlteren Versionen gefunden.

Sorry, daß ich wieder mit Fragen nerve, aber je mehr man liest und nachforscht, desto schwieriger wird es ... :rolleyes:

Gruß Rico
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
das Thema ist noch nicht ganz durch und es stellen sich wieder neue Fragen. Sry.

Also ein kleines Apo steht soweit fest. Die schwere Entscheidung ist nun welches. ..

SV555 Vorteil: gĂŒnstig, scheinbar gute QualitĂ€t bis zum Rand. Neueste Versionen haben wohl auch kein Problem mehr mit Hasenohren bei den Sternen.
Nachteil: Schwerer als die beiden anderen und fĂŒr den kleinen Nomad wohl dann mit Kamera auch zu schwer.

Redcat 51 Vorteil: deutlich leichter als das SV555 , von der QualitĂ€t nochmal ein StĂŒck besser, wenngleich das SV wohl die bessere RandschĂ€rfe hat.
Nachteil: sehr teuer und gebraucht, zumindest die WIFD Version fast nicht zu bekommen.

Askar SQA55 Vorteil: Das wohl schĂ€rfste und von der BildqualitĂ€t her beste Apo der drei. Zumindest was ich in diversen Tests und Reviews gelesen und gesehen hab. Außerdem das leichteste der drei. Sollte somit am ehesten auf dem Nomad noch geradeso funktionieren.
Nachteil: Preislich etwas gĂŒnstiger als das Redcat, aber dennoch teurer als das SV555. Außerdem zwar fĂŒr Vollformata ausgelegt, aber RandschĂ€rfe war bei APS-C deutlich besser. Die anderen beiden sind da scheinbar eher fĂŒr Vollformat ausgelegt.

Bleib ich nun bei meinem Nomad, fĂ€llt das SV555 wohl gleich raus. Das Redcat ist schon toll, aber da das Askar wohl noch etwas besser performen soll und auch noch gĂŒnstiger ist, wĂ€re das wohl die 1. Wahl, zumal nochmal 200g leichter als das Redcat.

Die andere Überlegung wĂ€re, daß ich fĂŒr den Preis des Redcat ( es macht ja auch optisch schon was daher ) ein SV555 und dazu noch ne gebrauchte ( in sehr gutem Zustand ) Staradventurer GTi WiFi Goto bekommen wĂŒrde. Da hĂ€tte ich dann, zumindest gewichtsmĂ€ĂŸig keine Probleme.

Eine andere Montierung, z. B. der Skyguider Pro iPolar ware da auch drin. Hat zwar kein Goto, dafĂŒr scheint mir diese Montierung dank iPolar doch wesentlich einfacher zu sein, als die Staradventurer. Diese hat dafĂŒr Goto, was natĂŒrlich auch fĂŒr spĂ€ter schon sehr gut wĂ€re. Allerdings schreckt mich das Polaralignment mit Polarscope doch noch etwas ab.
Von iOptron gibt es auch noch den Skyhunter iPolar mit Goto, allerdings ist dieser schon unverschÀmt teuer und Goto wohl auch nicht so einfach zu nutzen, wie beim Staradventurer.

Nun stellt sich mir die Frage, SV555 + Staradventurer oder Skyguider, oder das Askar und mit Nomad versuchen...

Wie gesagt, gebrauchte Redcats hab ich nur die Àlteren Versionen gefunden.

Sorry, daß ich wieder mit Fragen nerve, aber je mehr man liest und nachforscht, desto schwieriger wird es ... :rolleyes:

Gruß Rico
Hallo Rico,

nach den Spots ist der alte Redcat51 der schlechteste der 3 Kandidaten.


Der SV555 und der SQA55 sollten theoretisch nach den Spots in etwa gleichauf liegen.
Praktisch wird sich das noch zeigen mĂŒssen.
Im Wesentlichen ist der Unterschied zwischen SV555 und SQA55 mechanischer Natur.
Der SQA55 hat noch eine Grobverstellung fĂŒr den Fokus was den Fokusweg auf 10mm erweitert, der Helikal des SV555 hat lediglich 3,22mm Weg neue Version.
Wer eine Adaption mit passender LÀnge wÀhlt und nicht im Nahbereich fotografieren möchte der sollte mit den 3,22mm Weg des SV555 aber auskommen.

GrĂŒĂŸe Gerd
 
Hallo Gerd,

ich wundere mich dann aber ĂŒber die Preisunterschiede zwischen Askar und SVBony, zumal ja beide Made in China sind.

LG Olaf
 
Hallo Gerd,

ich wundere mich dann aber ĂŒber die Preisunterschiede zwischen Askar und SVBony, zumal ja beide Made in China sind.

LG Olaf

Der Preis entspricht leider nicht immer den Herstellungskosten + exakt immer der gleichen Gewinnmarge sondern da kalkuliert halt jeder wie es ihm passt und wer meint eine grĂ¶ĂŸere Gewinnmarge zu benötigen der verlangt halt mehr fĂŒr ein vergleichbares Produkt als andere.

Und das man oft auch fĂŒr den Namen bezahlen muss ist ja auch kein Geheimnis.
Ein teures Markenprodukt bekommt man unter anderem Namen auch wesentlich gĂŒnstiger.
Es ist letztlich Gewinnmaximierung denn so schöpft man bei der kaufkrÀftigen Kundschaft die Maximale Gewinnmagre ab und kann gleichzeitig auch noch etwas mit der weniger kaufkrÀftigen Kundschaft verdienen.

Das man exakt die gleiche Optik zu extrem unterschiedlichen Preisen bekommen kann sieht man aktuell zb. sehr schön bei Skywatxcher.

Alte Version mit einfacher und veralteter Mechanik.


Exakt die gleiche Optik mit neuem stark verbessertem OAZ und Tubus.


Wer hier denkt das der Alte besser wÀre nur weil er wesentlich teurer verkauft wurde und wird der ist aber gewaltig auf dem Holzweg.
Das Gegenteil ist der Fall und der Neue wesentlich gĂŒnstigere hat exakt die gleiche Optik + deutliche Verbesserungen an der Mechanik.

GrĂŒĂŸe Gerd
 
Hallo Rico,

nach den Spots ist der alte Redcat51 der schlechteste der 3 Kandidaten.


Der SV555 und der SQA55 sollten theoretisch nach den Spots in etwa gleichauf liegen.
Praktisch wird sich das noch zeigen mĂŒssen.
Im Wesentlichen ist der Unterschied zwischen SV555 und SQA55 mechanischer Natur.
Der SQA55 hat noch eine Grobverstellung fĂŒr den Fokus was den Fokusweg auf 10mm erweitert, der Helikal des SV555 hat lediglich 3,22mm Weg neue Version.
Wer eine Adaption mit passender LÀnge wÀhlt und nicht im Nahbereich fotografieren möchte der sollte mit den 3,22mm Weg des SV555 aber auskommen.

GrĂŒĂŸe Gerd
War das nicht bei den Apos so, daß wenn der Fokus eingestellt ist und passt auch der Abstand passt? Was meinst mit Nahbereich und passender Adaption... Brauche ja den Adapter passend fĂŒr eMount fĂŒr meine A7IV...

Was denkt ihr ĂŒber die Staradventurer. Taugt die was fĂŒr AnfĂ€nger?
 
War das nicht bei den Apos so, daß wenn der Fokus eingestellt ist und passt auch der Abstand passt?

Bei einem APO wie dem SV555 wo die gesamte Optik also alle 5 Linsen als Einheit beim Fokussieren verschoben wird muss man sich um den Arbeitsabstand keine Gedanken machen.
Aber man hat hier nur 3,22mm Fokusweg.
Um ĂŒberhaupt in den Fokus zu kommen muss die LĂ€nge der Adaption also schon recht gut passen da man den Helikal ja nur 3,22mm verstellen kann.
Außerdem sind am Fokusring Markierungen fĂŒr den Fokus wie bei klassischen Fotoobjektiven.
Wenn diese Markierungen stimmen sollen also wenn bei Stellung auf unendlich auch der Fokus tatsÀchlich exakt auf unendlich stehen soll dann muss auch der Abstand von 55mm bis zum Sensor exakt eingehalten werden.

Hier geht es aber wie gesagt nicht um den Arbeitsabstand, sondern darum das die Beschriftung der Fokusposition am Fokusring mit dem tatsĂ€chlichen Fokus ĂŒbereinstimmt.

Was meinst mit Nahbereich und passender Adaption... Brauche ja den Adapter passend fĂŒr eMount fĂŒr meine A7IV...

Man kann das SV555 ja auch als ganz normales Fotoobjektiv fĂŒr Terrestrische Aufnahmen nutzen und die Position des Fokus ist ja von der Entfernung des Objekts abhĂ€ngig.
Wenn du im Nahbereich also sagen wir mal bei 5m Entfernung etwas fotografihren möchtest reichend die 3.22mm Fokusweg des SV 555 nicht aus um hier noch in den Fokus zu kommen.

Wer nur Astro möchte also den Fokus eh immer auf unendlich hat dem kann das aber egal sein.

Bei der alten Version war genau bei Fokus auf unendlich der Anschlag.
Bei der neuen Version kann man etwas darĂŒber gehen so das man sicher in den Fokus kommt auch wenn die 55mm nicht ganz exakt stimmen.

FĂŒr eine Astrocam und Einsatz nur fĂŒr Astro wĂŒrde ich empfehlen die Markierungen auf dem Fokusring zu ignorieren und den Abstand bis zum Sensor auf 53,5mm statt 55mm einzustellen
Dann lÀge der Fokus auf unendlich nicht am Anschlag alte Version oder kurz vor dem Anschlag neuer Version sondern bei Mittelstellung des Fokusrings und man hÀtte noch 1,5mm Intrafokalen Weg.
Die Maskierungen auf dem Fokusring stimmen dann aber natĂŒrlich nicht mehr.

GrĂŒĂŸe Gerd
 
Naja, ich wĂŒrde das Apo natĂŒrlich nur fĂŒr Astro verwenden. FĂŒr die "normale" Fotografie hab ich ja meine anderen Objektive.
Wenn das stimmt, was die KI schreibt, ist es so, daß wenn ich mir einen Adapter von M48 auf Sony E-Mount hole, der Abstand dann genau 55mm wĂ€re.

Und wenn ich dich richtig verstehe, hÀtte ich bei dem Askar noch mehr Spielraum zum Fokusieren!?

Gruß Rico
 
Und wenn ich dich richtig verstehe, hÀtte ich bei dem Askar noch mehr Spielraum zum Fokusieren!?

Ja der SQA55 hat noch eine Grobverstellung so das hier 10mm Fokusweg zur VerfĂŒgung stehen.
FĂŒr den SQA55 wird ein Abstand von 50 bis 60mm angegeben und wenn du bei dir genau 55mm realisierst hĂ€ttest du dann noch 5mm Intrafokal und 5mm extrafokal
zur VerfĂŒgung.

Beim SV555 gab es mit der alten Version tatsÀchlich Probleme immer in den Fokus zu kommen, das könnte auch erste schlechte Erfahrungsberichte erklÀrten und es gab auch in der ersten Charge Probleme mit Verspannung.
Beides wurde aber behoben.
Die Verspannung wurde beseitigt und der Fokusweg ist jetzt etwas grĂ¶ĂŸer und man kann nun etwas ĂŒber die unendlich Position am Fokusring hinaus fokussieren so das man auch bei 55mm Abstand noch etwas Spiel hat um sicher den Fokus ganz exakt zu treffen.

GrĂŒĂŸe Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das mit den Verspannungen ( nennt man glaub pinched optics !? ) fĂŒhrte bei den anfĂ€nglichen Teleskopen scheinbar zu diesen Hasenohren bei den Sternen.
Auch das mit den Backfocus-Problemen hab ich gelesen, die haben wohl den M48 Anschluss verÀndert.

Sogesehen sollte doch nichts gegen das SV555 sprechen. Außer das Gewicht. Aber mit einer Staradventurer oder dem Skyguider wĂ€re das ja egal...
Askar liegt gebraucht auch bei ca. 800 Euro...

Gruß Rico
 
Schau erst wie der Stand zum Star Eater bei der Kamera ist. Gerade bei kleinen Brennweiten und der Milchstraße wĂŒrde ich vermuten, dass der Filter zuschlĂ€gt.

ZusĂ€tzlich ist die A7IV was die LeistungsfĂ€higkeit fĂŒr astrofotografie angeht absolut top. Da kriegst du das gleiche Ergebnis in der HĂ€lfte der Zeit wie mit der A6400. Und das ohne dass dir die kamerasoftware die schwĂ€chsten Details wegbĂŒgelt. UnterschĂ€tze das nicht. Mit einem Apo bist du bei Blende 5-6 unterwegs. Da zĂ€hlt jedes Photon. ZusĂ€tzlich verzeihen die großen Pixel der A7 mehr die Defizite bei der NachfĂŒhrung. FĂŒr Vollformat ist es nur schwieriger gĂŒnstige und trotzdem gut korrigierte optiken zu finden.

Hab jetzt mal gegoogelt, also lt. KI hat die A 7 IV auch das Stareater Problem. Wobei man da wohl die LZ-RauschunterdrĂŒckung ausschalten kann. Hab die aber eh nur an, wenn ich z. B. meinen Vordergrund fotografiere. Bei Astro macht das eh, allein schon wegen der Zeit, keinen Sinn.
Woanders hab ich gelesen, daß man im Bulb-Modus nicht unter ISO 800 fotografieren soll, dann wĂ€re das Problem weg!? Hab bisher eh noch keine Astrofotos unter ISO 1600 gemacht.
 
Hallo Rico!

Ich habe mir im August 2025 um 498 Euronen direkt im DWARFLAB Onlineshop ein Dwarf3 gekauft, weil ich neugierig war.
GrundsĂ€tzlich muss man festhalten, dass man beim Dwarf3 (gilt auch fĂŒr Seestar, etc.) um € 500,00 zwei Objektive, zwei Kameras, eine Goto-Montierung und alle notwendige Software fĂŒr Astrofotografie bekommt.
Neben einem meist ohnehin vorhandenen Smartphone braucht man noch ein stabiles Stativ und fĂŒr EQ-Modus einen guten Neigekopf oder eine Polhöhenwiege.

Das Smart Telescope macht Freude und es generiert fĂŒr den geringen finanziellen Aufwand gute Bilder. Als Einsteiger hat man den Vorteil, dass die GerĂ€te einfach zu bedienen und die Daten einfach zu generieren sind. FĂŒr mich ist das Dwarf ein GerĂ€t, dass nebenbei mitlĂ€uft oder ein ultraleichter Reise- / Wanderbegleiter ist. Wenn man zu Fuss unterwegs z.B. im Gebirge ist das eine interessante Variante.
Neben der automatischen Ausarbeitung kann man von den GerÀten auch die Rohdaten auslesen und erste Schritte mit Deep Sky Stacker, Siril & Co selbst machen.
Nach meiner EinschĂ€tzung sind die Leistungen des Teleobjektivs 35/150 mm mit 8 MPx (Äquivalentbrennweite Vollformat 740 mm) recht ordentlich.
Das Weitwinkelobjektiv 3,4/6,7 mm mit dem 2 MPx dient eher zur Orientierung, der fotografische Output ist ĂŒberschaubar. (Hier sollte das S30 Pro deutlich besser sein!)

Nachfolgend ein paar Fotos mit dem Dwarf:
Alle Bilder wurden von meiner Balkonsternwarte aus gemacht (Stadthimmel mit Industriebeleuchtung in der Nachbarschaft, Bortle 7)

IMG_20250924_221017.jpg


NGC 7000, Teleobjektiv, 2h Belichtungszeit im EQ-Modus, Dualbandfilter, Stacking+RauschunterdrĂŒckung mit Dwarflab, Nachbearbeitung Gimp

2a35cca98590682712bbd1a0905fa030_20250920082952641(1).jpg


Cirrus, Mosaik mit Teleobjektiv, 4h Gesamtbelichtung, Dualbandfilter, Stacking und RauschunterdrĂŒckung mit Dwarflab, Nachbearbeitung mit Gimp

20251031_Mond_Dwarf.jpg


Teleobjektiv, im AZ-Modus, 42 Bilder Stacking+RauschunterdrĂŒckung mit Dwarflab, Nachbearbeitung Gimp

Milchstraße Cygnus_Dwarf3_WW.jpg


Milchstraße Cygnus, Weitwinkelobjektiv, EQ-Modus 1h Gesamtbelichtungszeit.
 
Vielleicht noch zwei NachtrÀge zu meinem Post von oben:
1. AZ oder EQ
FĂŒr Deep Sky verwende ich ausschließlich den EQ- Modus. Zum einen erspare ich mir die Feldbeschneidung am Rand, weil keine oder Ă€ußerst geringe Bildfeldrotation gegeben ist. Zum anderen nutzt die lĂ€ngere Belichtungszeit (bis 90 sec einstellbar) die dynamic range des Chips deutlich besser aus.
AZ-Modus nur bei Sonne, Mond und schnellen Kometen.
2. Hoch- oder Querformat
Ein wesentlicher Unterschied zwischen Seestar und Dwarf3 ist die Chiporientierung.
Seestar S30/pro und S50 Hochformat
Dwarf3 Querformat.
Je nach Objekt passt mal das eine oder andere besser.
 
Soooo - nun werf ich auch noch meinen Senf in die Runde

Das photographieren mit Tracker und DSLM hab ich auch schon hinter mir, und war auch mein Einstieg. Damals noch mit dem MSM, spÀter dann SA2i, und ich hab auch jetzt noch nen Nomad daheim, den ich 1-2x im Jahr verwende.
Bald war klar, dass ich ne modifizierte Cam will. Also auf zu ner gebrauchten A7r
 Das war natĂŒrlich gleich mal ein Quantensprung. Dann kam das RedCat51 als nĂ€chstes Highlight. Aber dann war auch bald klar, dass GoTo her muss, weil es immer lĂ€stiger wurde den ganzen Kram am Himmel sauber zu finden. Also SA GTI, und kurz darauf auch noch ne ASIair, weil die native App zur SA ne Katastrophe ist
..
Du merkst worauf es rauslĂ€uft?! Es kam wie es kommen musst: Guiding und dazu auch gleich noch ne richtige AstroCam (ASI2600MC Pro). Zusammen mit nem dickeren Teleskop wurde dann die NachfĂŒhrung zu klein, und der Schritt zur ZWO AM-Serie war getan
.
Alles in allen ein teurere Weg mit vielen Stolpersteinen, aber auch vielen kleinen Erfolgserlebnissen. WĂ€hrend ich die GerĂ€tschaften hab alles ablichten lassen, hab ich auf YouTube stundenlang mit Wege zur perfekten Bildbearbeitung angesehen - und wurde auch da Woche fĂŒr Woche besser, zusammen mit der DatenqualitĂ€t

Das ganze war ein Prozess ĂŒber rund 3-4 Jahre


Und heute?!
In langen klaren NĂ€chten schnapp ich nach wie vor gern das große Rig (Askar 103, ASI2600 etc) und freue mich dann am Ende ĂŒber qualitativ wirklich mehr als akzeptable Bilder - geht immer besser, aber ich bin zufrieden

ABER: Letzten Sommer kam dann der Dwarf III dazu! In erster Linie aus reiner Neugierde, was man aus diesen „Dingern“ rausholen kann. Und weil ich - wenn tauglich - was fĂŒr unterwegs wollte, wenn wir mit unserem Landy reisen. Da ist kein Platz fĂŒr den ganzen anderen komplexen Kram! Nach ein paar Versuchen war ich hin und weg
 Der Dwarf III produziert eine wahrlich gute BildqualitĂ€t, wenn man ihm etwas Zeit gibt, und die Daten entsprechend liebevoll bearbeitet! Sicher nicht auf dem Niveau eines großen Equipments, aber absolut konkurrenzfĂ€hig zu nem kleinen „Aufbau“ - und dabei deutlich kompakter, preiswerter und unkomplizierter! Der Dwarf III wurde inzwischen von mir durch den Dwarf Mini ersetzt, weil dieser noch kompakter ist! Und dazu wird sich nun der S30Pro gesellen, da mir hier das grĂ¶ĂŸere Bildfeld gut gefĂ€llt! Dabei knipse ich IMMER im EQ Mode
 und hab ehrlich gesagt die Weitwinkellinse noch nie photographisch genutzt
 (fĂŒr Milchstraße nehm ich dann doch meine A7iv mit dem Sony 16mm)
Ich persönlich wĂŒrde mir das Ganze mit nem Tracker auf keinen Fall mehr antun! Lieber mit nem Smartscope einsteigen, versuchen dieses zu verstehen, und die Astro-Bildbearbeitung mit Siril oder PI erlernen (mit den verlĂ€sslich guten Daten der GerĂ€te). Und erst wenn dann nach einer Saison noch Lust auf mehr besteht was aufbauen - zumal man dann auch viel besser weiß, was man will!!

Im DSO-Bilderbereich gibts einen Thread zu den Smartscopes! Da sieht man gut, was diese so abliefern!
Weder das S30Pro, noch der Dwarf III oder Mini sind ein Fehlkauf! Ein S30 oder S50 hingehen wĂŒrde ich nicht nehmen!

Hier mal meine Plejaden mit dem Dwarf III
Plejades_D3.jpeg
 
Hallo Jörg,

ein eindrucksvoller Beweis fĂŒr die QualitĂ€t der "Smarten". Was war denn die Gesamtbelichtungszeit der Plejaden? Bildbearbeitung mit?
 
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