Hallo in die Runde,
hier ist ja noch was dazu gekommen.
Zuerst mal eine Beobachtung, die der Theorie zu widersprechen scheint: Die I/O-Ausgänge des ATtiny 13 können 20 mA treiben. Somit ist
eine LED im Normbetrieb kein Problem für ihn (max. ein Pin gleichzeitig). Dabei erwärmt er sich nur minimal. Das ist auch so, wenn ich die weiße LED, deren Korrekturfaktor höher ist als der für die rote, in der höchsten Helligkeitsstufe betreibe (jetzt bereits über eine Stunde lang). Was also unterscheidet die Theorie, wie sie hier bisher besprochen wurde, von der Praxis? Sie geht von idealen Zuständen aus. Das heißt nicht, dass sie falsch ist.
Laut Datenblatt der weißen LED ist der zulässige Spitzenstrom IFP 100mA bei
1/10 Duty Cycle, 0,1ms Pulse Width. Diese Angabe steht unter "Absolute Maximum Ratings" und ist daher ein Wert, bei dem die Lebensdauer der LED schon drastisch verkürzt wird. Das heißt, sie ist dann nur noch halb so hell. Was ist mit drastisch gemeint? Keine Ahnung. Vielleicht von 70.000 auf 10.000 Betriebsstunden? Und wenn sie bei mir nur 500 Stunden hält? Dann wär sie bei mir nach etwa 9 Jahren nur noch halb so hell.
So viel nur mal zu den Verhältnismäßigkeiten.
Aber es hilft alles nichts, solange es nur vermutet wird.
Deshalb werde ich das tun, was ich sowieso schon vorhatte, und mir ein Oszilloskop zulegen. Damit kann man dann fundierte Aussagen treffen.
Einige Punkte, und Vorschläge, die genannt wurden, sind bedenkenswert, besonders die Basisvorwiderstände für die Transistoren.
Ja, die sind doch unverzichtbar. Bei konstanter Betriebsspannung ist die Auslegung kein Problem. Allerdings verringert sich mit der Laufzeit die Spannung der Batterien. Möglicherweise schaffen Zehner-Dioden (mit Widerstand in Reihe natürlich) zwischen Basis und Masse Abhilfe.
Das wirft meine Platinenvorlage natürlich völlig über den Haufen.
Zitat von Michael:
-Das Potentiometer ist falsch angeschlossen. Die Masseverbindung fehlt und damit ist es kein Spannungsteiler.
-Den Widerstand am Reset brauchst du nicht.
Ups! In der Platinenvorlage ist die Masseverbindung jedenfalls drin. ?)
Stimmt. Dann muss ich den Reset-Pin in einen I/O-Pin umwandeln. Der wird eh nicht gebraucht.
Zitat von Michael:
-LEDs werden nie parallel geschaltet. Seriell würde bei passender Spannung und Strom gehen.
-Du hast keinen Verpolungsschutz drin. Eine Schottky-Diode in Serie mit dem Schalter z.B.
Hmm...dann frag ich mich, wie das bei LED-Kopflampen mit 4 oder mehr LEDs gelöst ist, die mit 3 x AAA betrieben werden.
Verpolungsschutz würde bedeuten, dass ich 4 x AAA Batterien in Reihe als Spannungsquelle brauchte. Außerdem traue ich mir das falsche Einlegen von gleich 3 AAA-Batterien nicht zu. Die Datenblätter einiger Schottky- und normaler Schaltdioden, die ich mir ansah, wiesen alle einen Spannungsfall von 1,1 V aus. Ich habe die, an denen nur 0,3 V abfallen sollen noch nicht gefunden.
Zitat von Michael:
Die Taster brauchen keine externen Widerstände, wenn sie nach Masse schalten und die internen Wid. aktiviert werden....
Das wäre für den Einsatz auf der Lampenplatine i. o. Leider ist meine Entwicklungsplatine von Pollin. Da liefern die Taster beim Betätigen ein high-Signal. Ich bräuchte dann wohl eine der teuren Original-Entwicklungsplatinen (STK500 o.ä.)
Zitat von Michael:
Du kannst beide aber auch nur an einem Pin betreiben, wenn du diesen als ADC-Pin nutzt und die Taster jeweils einem Widerstand nach Vcc bzw. Masse überbrücken.
So hättest du mehr Pins frei und könntest die LED ev. auch ohne die Transistoren direkt an den Pins betreiben.
Da muss ich erstmal überlegen, wie das funktionieren könnte.
Du meinst, in ungeschaltetem Zustand liefern die Widerstände sozusagen eine mittlere Spannung von sagen wir 2,5 V und Taster 2 liefert bei Betätigung Betriebsspannung als Signal und Taster 3 liefert 0 V. Wäre gefährlich, denn wenn beide Taster gleichzeitg gedrückt werden, gibts einen Kurzschluss, vorausgesetzt ich habe Dich richtig verstanden.
LEDs direkt an den Pins betreiben heißt, ich müsste die LEDs in Reihe schalten. Atmel garantiert eine I/O-Ausgangsspannung von 4,5 V bei einer Betriebsspannung von 5 Volt. Ich könnte also maximal 2 rote LEDs und nur eine weiße LED betreiben. Es gäbe dann auch kaum noch Spielraum für schwächer werdende Batterien.
So viel erstmal dazu.
Für alle, die bis hier durchgehalten haben und sich fragen: "Warum so ein Aufwand für eine Astrolampe?!"
Weils Spaß macht.
Gruß André
edit: Tasternummern berichtigt