Sinkender Stern von Vixen?

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AstroCarsten

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Hallo,

kann es sein, dass Vixen in den letzten Jahren einiges an Image verloren hat? Als ich vor ca. 5 Jahren mit der Astronomie anfing, hatte ich immer das Gefühl, Vixen sei das Maß aller Dinge. Überall wurden deren Montierungen und Teleskope empfohlen.

Heute liest man davon recht wenig. Ich habe so das Gefühl, die billigen Teleskope aus China und Taiwan im Einstiegssektor und die Edel Apos´s wie TMB und Takahashi im oberen Preisbereich haben Vixen ziemlich abgelöst.

Wíe seht ihr das?

Viele Grüße

Carsten
 
Hi Carsten,

ich sehe das etwas anders.

Zumindest im Bereich der Montierungen haben die Vixengeräte nach wie vor einen sehr guten Ruf. Die Klassiker GP und GPD2 sind von der Qualität deutlich über den Chinateilen anzusiedeln, dazu kommt, das der Preisunterschied zu diesen nach der Preissenkung bei Vixen stark geschrumpft ist. Die Sphinx bzw. Sphinx DX sind konkurrenzlos kompakte und leichte Goto-Montis und die New Atlux braucht sich im Vergleich zur EM-200 oder G-11 auch nicht zu verstecken.

Bei den Teleskopen ist das Angebot sehr viel reichhaltiger geworden, Vixen ist hier meistenteils in der oberen Mittelklasse anzusiedeln. Das war aber m. E. früher nicht anders, ein Edel-Image wie Astro-Physics oder Zeiss hatte Vixen auch damals nicht. Einzige Ausnahme waren vielleicht die FL-Apos, die es leider heute nicht mehr gibt.

Beste Grüße

Manfred
 
Hallöchen

Ein wenig sehe ich das so wie Carsten. Die GP-DX war ein Begriff für jedermann.
Mit der Sphinx hat Vixen aber meines Erachtens ein wirklich geniales Montierungskonzept total verkorkst umgesetzt.

Gruß
Andy
 
Hallo,

Ich muss sagen dass ich auch das Gefühl von Carsten und Andy teile.
Zu den Montis kann ich nichts sagen obwohl ich jetzt schon des öfteren auch nicht das beste von seitens mancher Händler gehört habe. Aber wenn ich die Fertigungsqualität meines 1 1/2 Jahren alten VC200 mit der meines Equinox ED120 vergleiche, kann der Vixen nicht mithalten. Interessant wäre jetzt einen Vixen Refraktor mit dem Equinox zu vergleichen...

Grüsse
André
 
Hallo,

leider scheint es wirklich so, das es nun nach Firmen wie Meade und Celestron auch Vixen erwischt und sich die Frimenleitung Gegestrategien überlegen muß um nicht gegen Skywatcher, GSO und andere chinesischen oder taiwanesischen Firmen zu unterliegen und vom Markt verdrängt wird.

Der Qualitätsstandart ist abgesehen von den Montierungen bei Vixen bereits beträchtlich gesunken, weil der Konsument dies scheinbar nicht mehr bezahlen will, vgl. Einsteigerpakete die vor 10 Jahren noch an die DM 3000.-- oder ATS 20.000.-- gekostet haben dürfen heute noch maximal 500.-- bis 1000.-- Euronen kosten und selbst dann gehen sie teilweise weg wie Sauerbier.
Ein FL 102/920 so wie ich ihn besitze hat bei uns in Österreich ende der 80er Anfang der 90er die stolze Summe von ATS 50.000.-- incl. der GP ohne Motorisierung gekostet, dies entsprich inflationsbereinigte 5500-6000 Euro heute, schautmal was z.B. ein Tak TSA102 inkl. GPD2 und GoTo heute kostet - nur mehr die Hälfte.

Mir ist durchaus klar das die Preise in der Vergangenheit überzogen waren, nur die Qualität stimmte natürlich auch ,
in Zeiten von drastischen Einsparungsmaßnahmen wird natürlich an allen Ecken und Enden gespart und bitte vergleicht mal die optische und "Angreif"qualität von Vixen Fernrohren heutiger Produktion und die die vor 10-20 Jahren gebaut wurden.

CS Flextor

 
Hi Manfred,

huch... also ich sehe da so einige Pannen, die Vixen geschadet haben.
Das sind zum einen sicherlich geschäftliche Entscheidungen, was mit Vermarktungsstrategien zu tun haben muss. Man hat ja mit Vehrenberg quasi auch einen großen Teil der Präsenz der Marke über Bord geworfen. Ob denen wirklich nicht bewusst war, dass ein Großteil der Sternfreunde, für die ein Teleskop dieser Klasse in Frage kommt, miteinander reden? Da tut ein Skandal nicht gerade gut.

Aber darüber hinaus sehe ich bei Vixen doch stapelweise Fehleinschätzungen über Kundenwünsche betreffend der Produktpalette.
2001 war mir negativ aufgefallen, dass man am Komakorrektor des R200SS keinen Filter anbringen konnte. Juhu, schon Anfang 2007 (Ende 2006?) war ein Gewinde angebracht und das Teil hieß fortan Komakorrektor 2. Dass derweil hauptsächlich mit CCD fotografiert wird und der Komakorrektor diesen Anforderungen nicht mehr gut gewachsen ist, hat man irgendwie übersehen. Ups!
Ähnlich sieht es mit dem Programm an Teleskopen aus. Ich weiß nicht genau in welchem Jahr, aber 2003 dürfte es gewesen sein, als DED Apos kamen, die einen Feldkorrektor für Mittelformat-Fotografie hatten. Nicht nur, dass der Korrektor im ersten Versuch zurückgerufen werden musste, weil die Randabbildung von Sternen Regenbögen zeigte, sondern auch ein totales verschlafen der Entwicklung weg von der Chemie hin zu kleinen CCD-Chips (die heute langsam wieder größer werden). Was damals gefragt gewesen wäre: Ein Apo mit kleinem aber hochkorrigierten Feld, Sternabbildung bis in IR und UV hinein so gut wie möglich, weil Sperrfilter für hellere Sterne einfach nicht dicht genug sind. Schon wieder Ups.
Dann die Sphinx-Montierung, bzw. die Entscheidung, diese nur mit Starbook steuerbar zu machen. Das Starbook aber hat bis heute keine rote Displaybeleuchtung, und anstelle wenigstens rote Folie zur Abdeckung anzubieten, entschied man sich, nur auf Anfrage dem Sternfreund eine graue Folie zu liefern - man war nicht in der Lage die Kartendarstellung des Displays derart abzuändern, dass in einem "Rotlichtmodus" alle Kartendetails erkennbar gewesen wären. So beobachten dann Starbook-User ohne Dunkeladaption, wenn sie nich Vixen wegen der Folie hinterherrennen, und ob die graue Folie wirklich ausreicht, um die Adaption zu schützen?
Ach... schon wieder ups!
Dann war da noch das VMC, das dem hauseigenen VC erstmal im visuellen Bereich Konkurrenz machte. Fotografisch zog man das VC vor, da dem VMC lange Jahre der Reducer fehlte. Nun gut, dann nimmt man das VMC halt visuell - äh - stellt sich nur die Frage, ob es denn wirklich soviel Vorteile gegenüber einem SC hat.
Als großer Bruder kam dann das VMC äh, ja wie groß isses eigentlich? Irgendwie muss das eigentlich jeder Interessent erstmal wahrgenommen haben als "wie soll ich das denn montieren"? Da hatte man gewartet, ob ein R250SS kommen würde, dann kam das, und man mochte Zweifel haben, ob die Atlux es wirklich trägt. War da schon über Bord geworfen, dass viele Vixen-Teleskope für die Interessen von Astrofotografen zugeschnitten waren? Wäre ein R250SS nicht für die Stammkundschaft interessanter gewesen? Ups...
Dann auch noch der Umbruch bei den Apos, alle klassischen Geräte verschwanden vom Markt und neue Geräte wurden eingeführt, man wusste nicht recht, ob man nur "weiss-blaue Geschichten" verkaufte, um für die neue Farbgebung der Sphinx gewappnet zu sein, oder ob wirklich wieder Vixen Foto-Qualität drin steckte. Die neuen Geräte mussten sich erst einen Namen machen. Und damit die Namensfindung auch gleich funktionierte, bot man parallel eine in China gefertigte Billigserie an, man weiß nicht recht, ob als Einstieg in niederpreisigere Marktsegmente, oder doch wieder als Konkurrenz aus eigenem Hause. Schwer zu vermitteln, das Vixen-China-EDs besser (weil teurer) als China-Sonstwer EDs seien, während gleichzeitig die neuen Vixen Japan-EDs nochmals besser seien. Ups...
Und auch die Vixen Viper, als ETX-Konkurrenz kann man einreihen, bei Vehrenberg ist sie jahrelang abgeblitzt, weil sie nicht recht zum sonstigen Anspruch der Marke passte. So kam denn nun ein VMC 110, dass wenn man es betrachtet, vielleicht eine Alternative ist zu... ja... zu was? Zum ETX 125? Zum Nexstar 5? Zum 127er Travelmak? Irgendwie ein Marktsegment, was bereits heiß umkämpft ist. Schlechte Chancen, in so einem Bereich dann noch ein Häppchen vom Markt zu bekommen. Ups...
Ach, und wo man noch von Vixen Montierungen spricht, ich schaue grad mal nach... Jawoll, es gibt sie noch, die SD-1 und die DD-1 hat einen Nachfolger DD-2 bekommen. Da finden wir zwei Teleskopsteuerungen wie sie spartanischer kaum sein können, zu preisen, bei denen die Billig-Konkurrenz gleich die Motoren mitliefert. Immerhin, es gab mal Zeiten, in denen eine DD-1 so 30 Mark weniger kostete, als eine MTS-3, die schon PEC bot, programmierbar war und an den PC angeschlossen werden konnte. Ups...
Die neuen NLV Okus sind ja jetzt auch erschienen, angekündigt doch vor 2 Jahren schon, dann in aller Stille verschwunden, und nun plötzlich da. Man fragt nach, optisch neu? Nein, alles beim alten, die gleiche Optik, die wir schon von den LVs kennen in einen lustigen, modernen Marketing-Knubbel - tschuldigung, in eine einstellbare Augenauflage - verhüllt. Am Einblick der LVs hatte bis jetzt eigentlich niemand was zu meckern, aber wenn man am leichten Gelbstich und an dem eher flauen Bild einiger Brennweiten vielleicht was getan hätte? Nein, stattdessen haben nun auch die Plössl-Okulare den Gummiknubbel bekommen, braucht man, wenn man heute am Markt bestehen will. Ups...
Naja, immerhin, die LVW sind noch die alten, aber sollten sie's denn sein? Optisch schon, zumindest kann man die Brennweiten 22mm bis 13mm eine Bank nennen, besonders für die modernen, schnellen Teleskope. 8mm und 5mm könnte man vielleicht mal bezüglich der Spotabbildung anschauen, aber das 3,5mm macht an entsprechend schnellen Optiken wieder was her. Nur was ist mit dem Gehäuse? Gut schaut es aus, der Einblick ist auch prima, blos hätte man sicher ein paar mehr davon verkauft, wenn man vor drei Jahren ein Gehäuse mit Foto-Anschlussgewinde und eventuell vielleicht einer einstellbaren Augenauflage gehabt hätte. Die Augenauflage hätte man ja intelligent bauen können, so dass die Okulare nicht noch dicker werden müssen, wie es bei Meade & Co der Fall ist. Aber genau Meade immitiert man doch mit den NLVs und den NPLs. Eigenes Image? Ups...

Und so upst sich Vixen nun voran, und die Sache mit dem sinkenden Stern wundert da nur wenig. Wer fünf Jahre braucht, um eine Gewinde in die Fassung eines Komakorrektors zu schneiden, der kann sich wohl ausrechnen, welche Chance er hat, dem "Zeitgeist des Marktes" hinterherzurennen.

Schöne Teleskope die auch schön Abbilden und mit den LVWs auch wirklich gute Okulare sind nach wie vor bei Vixen im Programm, aber seit der Jahrtausendwende kann man über das Verhalten dieses Herstellers nur ständig den Kopf schütteln. Aber wenigstens das ist Zeitgeist und bei anderen Herstellern mal ganz genauso!

Clear Skies
Sven
 
Hi!

Ich muss gestehen, ich war schon immer ein Vixen-Fan. Vielleicht auch, weil mein erster Newton auch von Vixen war. Jedenfalls war ich immer sehr zufrieden. Und so hab ich mich dann auch letztens wieder für Vixen entschieden.
Und wieder bin ich sehr zufrieden und habe meine Entscheidung nicht bereuht.
Ich besitze die Sphinx und den ED81s. Ich finde die Sphinx entgegen aller Kritik sehr durchdacht und sehe auch nicht, wo da die großen Kritikpunkte sind. Ich finde die Steuerung mit dem Starbook sehr komfortabel und die Folie ist für meine Ansprüche dunkel genug. Noch dazu ist sie kompakt und sehr leicht, dafür dass man ordentlich was draufpacken kann.
Tja, aber das ist dann wohl auch Geschmacksache.
Beim ED hab ich mich allerdings auch etwas gewundert über manche Dinge. Optisch ist er 1A, keine Frage. Auch der Auszug trotz "normalem" Zahn und Trieb ist klasse. Allerdings frage ich mich wirklich, wieso an einem 1000 Euro Apo so ein billiger 2-Punkt Klemmring dran ist. Der ist absolut unbrauchbar für schweres Zubehör.
Auch gewundert hab ich mich, als ich letztens die Taukappe abschrauben wollte und plötzlich die Taukappe samt Optik in der Hand hatte. Verstehe ich nicht, wieso das so konstruiert ist.
Da machen sich andere Hersteller leider schon scheinbar mehr Gedanken um den Bedien-und Transportkomfort.

Viele Grüße,
Anna
 
Hallo Anna,

Das mit dem Klemmring kann ich gut nachempfinden, bei einem VC200 ist es noch wunderlicher das dieser mit einem Flipmoiror verkauft wird daher klar für Astrophotografie ausgelegt ist, ein echter Klemmring würde da sicher nicht sooo viel mehr kosten...
Aber das ist nicht das einzige Manko, ich musste meine Vorderabdeckung bearbeiten damit sie hielt, die Abdeckung der Justierschrauben ist aufgeklebt so das man man diese erst abreissen muss bevor man justieren kann (bei Taka ist dieser aufgeschraubt das würde sicher auch nicht einen grossen Preisunterschied machen) und die Okularabdeckung war total unbrauchbar. Der OAZ könnte auch etwas besser gebaut sein, auch war keiner fähig mir ein user guide in einer anderen Sprache als japanisch zukommen zu lassen...
Das sind natürlich alles nur Detail Punkte die sich nicht gravierend auf die Tauglichkeit des Gerätes selber auswirken aber es häuft sich halt zusammen und lässt einen unagenehmen Nachgeschmack von Minimalismus nicht nur im Munde...

Grüsse
André
 
Zur Vixen-Akzeptanz am Markt

wäre ggf. noch hinzuzufügen, daß sich deren Vorstand vor ca. zwei Jahren in einem Interviev so geäußert hat, man wolle die gehobene Mittelklasse bestücken. In das hohe Preissegment wolle man nicht, Billigware möchte man nicht anbieten.

Und genauso macht es Vixen heute.
Es bietet in der preiswerten Einsteigerklasse kaum etwas mehr an und in der höheren Klasse hat man nichts zu bieten.

Und genau in diesen Segmenten spielen sich die Verkaufe hauptsächlich ab. Dies veranlasst Vixen nun, seine Produktion teilweise auch zum ungeliebten Nachbarn zu verlagern, was allerdings sehr lange gedauert hat und ggf. für Vixen zu spät kam. Andere haben sie nun ein- und teilweise sogar überholt.

Das nenne ich absolute Managementfehler!

Trotzdem: die Geräte sind gut und meine GP-DX werde ich wohl nie hergeben. Aber schade ist die verfehlte Produktaktualisierung und die Langsamkeit der Entscheidungen, die schon an Deutsches Behördentum grenz, schon.

CS
Winfried
 
Hallo Carsten,

das kann ich nur bestätigen.
Ich habe mir im November ein VMC260L bei einem Astrohändler bestellt. Dieser wollte es auf die optische Bank "stellen", was er aber offensichtlich nicht gemacht hat.

Vixen Qualität made in Japan

Das blaue Plättchen klebte fest auf dem Hauptspiegel.
Na ja, ich bekam dann ein Ersatzgerät, (mit dem blauen Plättchen an der richtigen Stelle) mit dem ich auch nicht zufrieden war. Also habe ich mit dem Astrohändler einen Wertausgleich vereinbart und es ihm zurückgeschickt. Der sagte mir dann, das Ding hätte starken Astigmatismus. Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht sagen. Vielleicht wollte er nur den Preis drücken. Auf jeden Fall bekam ich dann 600 Euro weniger, wie wir vereinbart hatten.
Eins weiß ich : Ich werde mir NIE mehr ein Vixen Teleskop kaufen.

Gruß
Michael

 
Die Vixen Montierungen NP, SP (-DX)und GP (E bis DX) sind Legenden. Diese Montierungen werden wohl noch viele Jahre Teleskope tragen. Nicht ohne Grund wurden die Konstruktionen hemmungslos kopiert.

Link zur Grafik: http://www.photoinfos.com/astronomie/VixenSuperPolaris/Vixen-SP-Super-Polaris-12.jpg

Bei der Sphinx gefällt mir nicht, dass es keine manuelle Nachführung gibt. Schon bei dem Wechsel zur GP wurden die schönen Drehknöpfe der NP- und SP-Montierungen gegen die billigen aufsteckbaren Knöpfe ausgetauscht. Sehr gut ist die versenkbare Gegengewichtsstange der Sphinx und die Reduzierung des Kabelsalats. Doch das bietet auch eine Skyscan Pro 5 für weniger Geld.

Die Vixen LV Okulare haben einfach zu viel gute und günstige Konkurrenz bekommen. Der umworbene 'bequeme Einblick' ist Standard geworden. Die sind für mich schon aufgrund des kleinen Bildwinkels kein Maßstab mehr. Genauso gibt es Alternativen zu den Vixen LVWs.

Dennoch sollten wir Vixen nicht negativ sehen. Die (hatten) haben schöne Newtons auf GP-Montierungen. Die Holzstative sehen klasse aus. Gibt es die noch?

Tom

 
Hallo Tom,

ich sagte ja nur, das ich mir keine Vixen-Teleskope mehr kaufen würde.
Ich habe schon 4 Jahre eine Vixen GP-DX Montierung auf Teneriffa stehen und ich finde sie einfach super. Vom Preis-Leistungsverhältnis sehr gut, funktioniert auch immer einwandfrei. Ich finde diese Montierung, wie Du schon sagst, legendär.

Gruß
Michael
 
Hallo Michael,

das Logo kann auch nach dem Versand herunter gefallen sein - ist aber schon ärgerlich (sehe ich auch zum ersten Mal). :ironisch:

Was ich jetzt nicht ganz verstanden habe, wenn Du dem Händler unterstellst, daß er das Gerät nicht getestet hat, dann mußt Du doch die Fehler erkannt haben, die das Gerät hatte oder nicht?
Klingt irgendwie so, als ob Du keine Fehler gesehen hast? Oder warum bist Du nicht zufrieden?

Viele Grüße
Nils Kloth

www.astrogarten.de
 
Hallo Tom,

nein, die Holzstative von Vixen gibt es leider nicht mehr.

Da muß auf die Stative von Berlebach & Baader zurückgegeriffen werden.

Viele Grüße
Nils Kloth

www.astrogarten.de
 
Hallo zusammen,

ich denke, der Markt ist einfach ziemlich hart geworden, was die Preisvorstellungen der Kunden angeht. Man merkt bereits, wenn man privat mal das Eine oder Andere verkaufen will, wie dreist da zum Teil heschachert wird. Dasselbe haben mir verschiedene Händler ebenfalls bestätigt. Die Geiz ist geil Welle hat offenbar auch Vixen erwischt.

Ich selbst habe mit verschieden China- Produkten angefangen, weil der Einstieg halt nicht so teuer sein sollte - man weiß ja noch nicht, wie intensiv man das Hobby betreiben will.

Da mir Vergleiche fehlten, war lange Zeit auch alles okay. Irgendwann hat mich dann mal das eine oder andere gestört. (OAZ, Monti usw.) Im Netz wird immer noch viel auf Vixen gehalten.

So habe ich mir nach und nach gebraucht einige Teile von Vixen zusammengekauft. Ich bin sehr zufrieden, vor allem finde ich die Sachen auch im Detail sehr sauber gearbeitet, und das macht einfach Spaß in der Praxis.

Für mich bildet Vixen die Mittelklasse, wo man für - zugegeben etwas mehr Geld - aber auch solide Qualität bekommt.

Auch bin ich froh, dass Vixen neben der China - Serie (was auch auf mich verstörend wirkt)immerhin noch die Japan- Serie pflegt.

Da ich - was mein altes Equipment angeht - qualitativ von weiter unten komme, denke ich, über Vixen klagen ist Jammern auf hohem Niveau.

Unterstellt man der Produktpolitik bei Vixen eine gewisse Logik, so stellt sich die Frage, wie stark mittelfristig noch ein Markt für hochpreisige Geräte da sein wird. Immerhin begibt man sich damit in die Nische eines Luxushobbys.


CS, Roman
 
Hallo,

was meiner Meinung nach bei Vixen fehlt, ist eine Palette an 8" - 16" Dobsons auf einem vernünftigen Mittelklasseniveau sowie eine Serie guter SC´s. Gerade in diesem Bereich werden doch größere Mengen verkauft und fast jedem Einsteiger wird ein Dobson ans Herz gelegt.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo allerseits,

Ich war grad zufällig mal wieder auf der Vixen-HP, um Daten nachzuschlagen, und hab da neue Teleskope gefunden. Mit Space Eye und Star PAL soll jetzt wohl eher Lidl angegriffen werden... Die Geräte stehen unter Fraunhofer-Teleskope und sind Geräte mit mit 50 bis 70mm Öffnung auf Alt-Az-Montierung (eventuell sogar mit Feineinstellung, Griffe genug sind auf dem Bild zu sehen). Mit f/10 bis f/16 sollte die Optik zwar gut sein, aber ob die Preisklasse 120-180 Euro sich für Vixen lohnt und halbwegs mechanische Qualität erlaubt?
Hoffen wir mal, dass Vixen sich jetzt nicht allmählich aus der oberen Mittelklasse zurückzieht (zumindest nicht, bevor ich mir eine GP-D2 leisten kann :/ ), wäre schade.

Gruß,
Alex
 
Soweit ich erinnere, standen die Muster schon seit Jahr und Tag in den Büroräumen bei Vixen in Willich.
Vielleicht hatte man bisher nicht den Mut, diese zu verkaufen, auch über Aldi, Lidl und Co. Warum man aber für solche Geräte den Namen Vixen missbraucht, und nicht einen anderen Namen kreiert, ist mir schleierhaft.
Mit freundlichem Gruß
Hans Vehrenberg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Herr Vehrenberg,

tja, die Zeiten eines Generalimporteurs, der Teleskope unterhalb eines gewissen Niveaus ablehnt, sind eben vorbei...

Was Vixen an "neuen" Produkten hat, ist nicht neu, sondern immer nur eine eigene Variante eines bereits erfolgreich am Markt etablierten Konkurrenzprodukts.

Es ist, als hätte man den Erfolg des ETX gesehen und gesagt "sowas brauchen wir auch", nun meint ein Visionär damit, dass man ein ebenso einzigartiges Produkt braucht, bei Vixen scheint man damit zu meinen, dass man ein am Markt etabliertes Produkt auf eigene Faust (und mit eigenen Krankheiten) nachmacht, um sich dann zu wundern, warum man auf dem Produkt sitzen bleibt, wenn es deutlich teurer ist, als die bereits etablierte Konkurrenz, ohne dass eine wirkliche Mehrleistung greifbar wäre. Ob man das nun Viper nennt, oder Skypod mit VMC 110, bleibt sich ganz gleich.
Selbiges Spielchen bei den Vixen EDs aus China, und selbiges Spielchen dann auch mit Supermarkt-Teleskopen. 50mm und 70mm Achromate... Das muss man gar nicht weiter kommentieren, das ist Kommentar genug!
Man könnte auch stundenlang so weiter machen, man nehme die NLV Okulare und die NPL. Was sind diese neuen, innovativen Produkte? Man hat alte Optiken in ein neues "psychedelisches Gewand" gesteckt, sprich von Meade die bullige (aber hohle) Augenauflage abgekupfert, die Meade selbst schon schlecht von Pentax kopiert hat. Das altbackene Optikdesign der LVs, heute kaum noch wirklich konkurrenzfähig zu dem Preis, auch da die Haupteigenschaft "großer Augenabstand" längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist.
Der Komakorrektor 2 - nun endlich mit Filtergewinde, aber optisch immer noch der Alte, der doch wegen der digitalen Revolution mit seinen Spotdurchmessern längst überholt ist, vertieft doch dieselbe Kerbe. Ein neu gerechneter Dreilinser, passend für APS-C Format und mit Standard-Filtergewinde (2", E48,5) wäre doch ein wirklich interessantes Produkt gewesen, wodurch das R200SS als Foto-Kanone wieder ein attraktives Gerät geworden wäre. Aber auch das ist in den Hintergrund gerückt.
So fragt man sich doch bei jedem neuen Produkt seit Sphinx und Starbook, wo denn die praxisgerechte Haptik der Geräte geblieben ist, und wo die einst klare Linie der Vixen Geräte noch zu sehen ist.

Wie man in Japan ernsthaft glauben kann, mit so einer Produktpolitik am Markt bestehen zu können, ist mir Schleierhaft. Somit bin ich froh, dass ich in den wirklich interessanten Brennweiten meine LVW beisammen habe (13mm bis 22mm), die lassen sich nämlich nicht ohne weiteres vom längst vorhandenen China-Clone ersetzen. Ich frage mich nämlich, wie lange diese guten Stücke noch zu haben sein werden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Alex (und die anderen),

Zitat von Kerste:
Ich war grad zufällig mal wieder auf der Vixen-HP, um Daten nachzuschlagen, und hab da neue Teleskope gefunden. Mit Space Eye und Star PAL soll jetzt wohl eher Lidl angegriffen werden... Die Geräte stehen unter Fraunhofer-Teleskope und sind Geräte mit mit 50 bis 70mm Öffnung auf Alt-Az-Montierung (eventuell sogar mit Feineinstellung, Griffe genug sind auf dem Bild zu sehen). Mit f/10 bis f/16 sollte die Optik zwar gut sein, aber ob die Preisklasse 120-180 Euro sich für Vixen lohnt und halbwegs mechanische Qualität erlaubt?
Zitat von Hans_Vehrenberg:
Soweit ich erinnere, standen die Muster schon seit Jahr und Tag in den Büroräumen bei Vixen in Willich.
Vielleicht hatte man bisher nicht den Mut, diese zu verkaufen, auch über Aldi, Lidl und Co. Warum man aber für solche Geräte den Namen Vixen missbraucht, und nicht einen anderen Namen kreiert, ist mir schleierhaft.
das "neue" "Vixen StarPal-50L" erinnert mich doch gewaltig an das "alte" "Vixen Sirius 50L" - mit dem kann man zwar sogar die Cassini-Teilung ablichten ("Saturn im Refraktörchen"), aber ein diskutables Einsteigergerät ist das nicht erst heutzutage sicher nicht mehr (selbst bei Aldi/Lidl etc.) - ganz abgesehen von den Mängeln, die ich in "Sonne mit 50mm-Refraktor" mal beschrieben habe ...

Gruß+cs,
Dietmar
 
Hallo Dietmar,
das StarPal sieht mir doch sehr nach einem China Gerät aus, dein Vixen 50l ist älter und vermutlich in Japan gefertigt worden, oder?
 
Das damals angebotene Vixen 50L wurde komplett in Japan gefertigt. Die Optik war, soweit ich mich erinnere, sehr gut, das Stativ praktisch und schnell einsetzbar. Aber es hatte leider nur 50mm Öffnung und war natürlich, verglichen mit den heutigen Angeboten teuer.
Gruß, Hans Vehrenberg
 
Hallo, nun möchte ich erst mal eine Lanze für Vixen brechen.
1. Es gab mal einen 102/1000 FH, den gibt es immer noch. Meiner war damals vor ca. 15 Jahren schon besser in Farbreinheit und Kontrast als mein Super TeleVue-Genesis "APO" mit f5. Eigentlich ist der Genesis ein Fototeleskop, aber, er wurde im damaligen Prospekt als visuelles Fernrohr beworben, dass nebenbei auch noch ein gutes Teleobjektiv ist.
2. Meine SuperPolaris Monti war auch sehr gut.
3. Ich benutze Vixen Prismenschienen an meinen Takahashis. Tak. bekommt es einfach nicht hin praxisorientierte Lösungen anzubieten.
4. Der 115er Apo eines Freundes zeigt keine Farbe.
.....

Vixen sollte sich wieder mehr auf den Refraktorbau konzentrieren, an die Amateuere denken, Chinawahre aus dem Sortiment nehmen und das " Made in Japan " wieder nach vorne bringen.
Ich finde es nicht ehrenhaft, wenn ein Kunde nur nach längerem Bohren die Auskunft erhält oder von Dritten erfährt, wie und wo sein Teleskop her kommt. Es ist gerade für Anfänger schwehr zu verstehen, warum es z.B. einen 80er und einen 81er Refaktor im gleichen Sortiment gibt. Die Preiunterschiede suggerieren mir, der eine taugt nichts, der andere ist top.
Gruß Frank
 
Zitat von baunataler:
Ich finde es nicht ehrenhaft, wenn ein Kunde nur nach längerem Bohren die Auskunft erhält oder von Dritten erfährt, wie und wo sein Teleskop her kommt.

Also zu diesem Punkt möchte ich sagen, dass mir die Frage (per Mail) nach dem Herkunftsland eines Vixen Fernglases nach wenigen Tagen ehrlich und ausführlich beantwortet wurde. Ein "nachbohren" war nicht erforderlich.

Allerdings gebe ich dir recht, dass man es bereits in der Produktbeschreinbung eindeutig kennzeichnen könnte, so dass es keine Vermutungen/ Nachfragen geben muss.

Viele Grüße

Carsten
 
Hallo Frank,

um das mal klarzustellen: Die allermeisten in diesem Thread brechen eine Lanze für Vixen, denn wenn ein China-Importeur so ein Zeug verkauft, zuckt man mit den Schultern: "Das ist normal."
Bei Vixen war das anders und es ist auch noch Potenzial vorhanden, deshalb ist die Kritik an Vixen kein verdammen der Marke, sondern ein "mobilisieren der letzten Hoffnung".
Leider scheint es keinen Draht zu Entscheidungsträgern zu geben, was nicht allein an der Sprachbarriere liegen mag.
Vielleicht war es Vixens "Eigensinn", seinerzeit die stark fotografisch orientierten (ED-)APOs und Reflektoren zu bringen, so dass selbst für die Einsteigergeräte sehr handfeste Foto-Adaptionen, und für die gehobene Klasse sogar fotografische Korrektoren zur Verfügung standen.
Nun scheint sich der Eigensinn in eine Richtung gewandt zu haben, die sich mit den Wünschen vieler "Anhänger" der Marke nicht in Einklang bringen lässt.

Daher ist dieser ganze Thread nicht nur eine Beschwerde oder Anklage, sondern dieser ganze Thread bricht auch eine Lanze für Vixen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
was du schreibst ist richtig. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, hier würden alle auf Vixen rumhacken. Ich finde es gut wie die meisten hier Partei für Vixen ergreifen. Hoffentlich merken es auch die Verantwortlichen.
Hallo Carsten,
es ist nun mal Quatsch sich selber Konurenz zu machen. Es hatte schon eine Weile gedauert, bis die meisten wussten, wo der Unterschied der Geräte ist, außer dem Preis natürlich. Es sollte eigentlich überflüssig sein, aus Misstrauen erst per Mail nachfragen zu müssen. Egal bei welchem Hersteller.
Gruß Frank
 
Wird der momentane Starpal auch noch in Japan gefertigt? Hätte nämlich interesse an einen kleine sehr guten Fernrohr.
 
Hi zusammen,

ich möchte auch noch kurz was zum Thema schreiben.

Ich habe im Laufe des letzten Jahres mehrere kleine, höchst unterschiedliche Refraktoren getestet (William 66 Petzval, William 66 Triplett Apo, Scopos 80, Vixen ED 81).

Mein Fazit: obwohl das Vixen mit Abstand das teuerste Teleskop ist, ist es doch das einzige, das sein Geld wert ist.

Der Scopos ist ein heftiger Farbwerfer (klar, ist ja ein Fraunhofer).

Der William Triplett Apo war total dejustiert.

Der William Petzval war die zweite Wahl, hatte aber immer noch sehr viel Farbfehler,

Der Vixen ED 81 ist für meine Begriffe praktisch perfekt, keine Farbsäume, sauber kollimiert, mechanisch ein Traum - auch ohne Crayford.

Ist zumindest meine Ansicht...

Schönen Abend

Klaus
 
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