Sinnhaftigkeit von Darks bei DSLR / Temperatur | Seite 2 | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Sinnhaftigkeit von Darks bei DSLR / Temperatur

DocHighCo

Mitglied
Hallo Hermann,

eigentlich müßte es dann aber anders herum sein. In Namibia müßten Dir bei geringer Hintergrundhelligkeit und -rauschen das Dunkelsignal erst recht auffallen und Darks Sinn machen. Im Vogelsberg eher nicht.
Aber mache es so, wie Du fühlst, daß es am besten für Dich ist. Das ist ja auch wichtig.

Gruß

Heiko
 

Quasaro

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Hallo in die Runde,

wie man (mal wieder) sieht, ist die Frage nach der Notwendigkeit von Darkframes hinsichtlich der Bildkalibrierung weiterhin höchst aktuell und immer noch von Unsicherheiten geprägt. Ich kann nur empfehlen, sich noch einmal die entsprechenden Beiträge von Frank Sackenheim auf seinem You Tube-Kanal vorzunehmen, die bezüglich der Darkproblematik (aber auch bei anderen astrofotografischen Fragen) keine Wünsche offen lässt.

Gruß
Stefan
 

Thomas_Payer

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Hallo zusammen,

ich verwende für Darks gerne die Zeit des Abbauens am Ende der Nacht oder die Rückfahrt. Dazu kommt die Kamera in die Tasche zusammen mit einem Aluklotz. Könnte genau so gut ein Ziegelstein sein, der dann die Nacht über draußen neben dem Teleskop lag und ordentlich kalt geworden ist. Dann alles zusammen in die Tasche und gut lichtgeschützt einpacken. So bin ich immerhin bis auf ein paar Grad auf dem Niveau der Nacht. War eigentlich immer recht gut passend. Ansonsten gibt es noch die Alternative, ein Thermometer dabei zu haben und Darks dann zu machen, wenn das nächste mal eine ähnliche Temperatur irgendwo zur Verfügung steht. Geht sogar in verregneten Vollmöndnächten ganz hervorragend.

Gruß,
Thomas
 

Nebelhorn

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Hallo,

also meine (veraltete) Kamera (Canon EOS 550d) wird durch die Nutzung durchaus recht warm. Entscheidend für die Stärke des Dunkelstromsignals ist die Temperatur des Sensors und nicht die der Umgebung. Wenn sich nun der Sensor im Laufe der Aufnahmen erwärmt, dann sollte auch das Dunkelstromsignal ansteigen, wenn die Temperatur sich signifikant ändert. Fraglich ist, ob man diesen Effekt kompensieren kann, wenn man die Darks später macht. Vielleicht koennte man alle x Lights ein Dark aufnehmen. Dann sollte es im Mittel ungefähr hinkommen. Oder man lässt die Kamera vor den Lights ordentlich warmlaufen.

Viele Grüße
Jörg
 

Pitufito

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Hallo Arne,

Ich hatte auch mal so eine Frage, und stellte sich dabei raus nach mehreren Tests mit/ohne Interval z.B. zu schiessen für die Temperatur das es keinen Unterschied macht auf meiner Olympus EM-10 Mark2. Selbst hatte ich noch eine Luftkühlung gebastelt die wieder in der Schublade gelandet ist... . Mehr Umstand als Resultat. Darks werden unbedingt gemacht, auch Bias und Flats/Darkflats, und in der selben Nacht bei mir, dauert nicht so viel länger, und habe sowie so keine Eile, der Himmel ist auch noch morgen da. Sehe mit dem ganzen zusätzlichen Aufnahmen bei Langzeitbelichtungen klar ein Yes, darum die noch dazu bei mir.

Das wichtigste was ich gefunden habe bei der gesamten DSLR Sache ist die Spannungsversorgung meiner DSLR. Die liegt immer genau auf vollen fröhlichen 7.5V mit ausreichend Reserve für die Stromstärke. Dummy für meine musste ich selber bauen, plus Anzeige für eine eventuelle Verpolung mit Schutzdiode! Mist ist schnell gebaut.
Unter der 6ºC Außentemperatur kann ich am besten von meiner DSLR profitieren, das sieht dann richtig gut aus, plus stabiler Stromversorgung.

Mit einem Gruß,
CS, Martin
 

VMC_Andre

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Hallo,

ist doch alles gesagt : baut man ab kann man die Darks in der Zeit machen . Darks machen sollte logischer Weise gleich nach den Lights erfolgen , 1-5min später ist auch okay . Ist die Kamera am arbeiten , ist der unterschied vom ersten zum letzten zw.3-4C° . Ab den 3 Light etwa hats dann die höchst Temperatur erreicht .

Kann ja auch jeder selbst entscheiden und ausprobieren was ihm die Darks bringen . Muss man halt die gestackten Bilder kontrollieren .
 
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