Sinnvolles Zubehör (Okulare, Filter...) Dobson 8"?

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zerwas

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Hallo Forum,

Nach den ersten Versuchen mit einem schon recht lange vorhandenen Lidlscope musste was Besseres her.
Ich habe mir dann vor einiger Zeit ein Galaxy Dobson 8" f/6 Teleskop gekauft. Beiliegend waren ein Galaxy SV 42mm und ein Galaxy PL 9mm Okular.
Für die Azimuth Bewegung das Gleitlager Upgrade und als Sucher fungiert ein Telrad.
Das Teleskop wurde für mich direkt im Laden justiert.

Der Beobachtungsplatz ist ca 20km von Ulm entfernt und es besteht dort keine Sichtverbindung zu künstlichen Lichtquellen.
Ich habe mich nun einige Zeit mit der Theorie beschäftigt und auch die ersten Beobachtungen waren erfolgreich. Jupiter, Mond sowie einige Messier Objekte(M13,M31,M27,M57) konnten beobachtet werden.

Jedoch konnten die Objekte nicht so wie auf dieser Seite gesehen werden:
http://www.binoviewer.at/beobachtungspraxis/teleskopvergleich_deepsky.htm
M31 war eher eine verschwommene Scheibe und bei M57 ist der Ring weitaus nicht so klar abgegrenzt. Auch wurde M13 nicht so klar aufgelöst wie auf den Bildern zu sehen.

Nun frage ich mich an was es liegt. Schaffen bessere Okulare mit kleinerer Abstufung Verbesserung? Liegt es an mangelnder Übung? Sind Umgebungsparameter (Luftfeuchtigkeit) verantwortlich?
Auch frage ich mich was die nächste sinnvolle Anschaffung wäre. Die Seite "Okulare für den 8" Dobson" habe ich gelesen.

Ich liebäugle mit dem Speers Waler Zoom 5mm-8mm aber der Preis ist für mich als Student schon sehr happig und Alternativen scheinen schwer zu finden.
Für Planeten habe ich mir ein TS-Planetary HR ausgekuckt. Die Frage ist ob hier ein 4mm zur Anwendung kommen kann oder es besser wäre erstmal ein 5mm oder 6mm zu kaufen.
Auch habe ich den Eindruck, dass die Lücke zwischen 42mm und 9mm viel zu gross ist.

Meine Interessen liegen sowohl bei Planeten Beobachtungen als auch bei DeepSky Objekten.

Ein UHC bzw OIII Filter befindet sich ebenfalls in Planung.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß
Dennis

 
Zitat von zerwas:
Ich liebäugle mit dem Speers Waler Zoom 5mm-8mm aber der Preis ist für mich als Student schon sehr happig und Alternativen scheinen schwer zu finden.
Für Planeten habe ich mir ein TS-Planetary HR ausgekuckt. Die Frage ist ob hier ein 4mm zur Anwendung kommen kann oder es besser wäre erstmal ein 5mm oder 6mm zu kaufen.
Auch habe ich den Eindruck, dass die Lücke zwischen 42mm und 9mm viel zu gross ist.

Hallo Dennis,

das 5-8 mm Speers Waler Zoom ist ein gutes Okular und mein Standardokular ab 200-fach am 12" Dobson. Bevor du dich mit Planetarys eindeckst, spare lieber etwas länger und hole dir das Speers Waler. Du wirst dich freuen, wenn du das erste Mal durchschaust. Und 84° GF sind grade bei hohen Vergrößerungen echt klasse.

Das 42 er Okular ergibt an deinem Teleskop die max. AP von 7mm. Dafür brauchst du einen wirklich dunklen Himmel. Wenn der Himmel etwas aufgehellt ist, sind 5mm AP sinnvoll (~ 30mm Okular). Weiterhin solltest du nach Okularen um die 3mm AP (Okularbrennweite ~17mm) und 2mm AP (Okularbrennweite ~12mm) ausschau halten. Aber das muss ja nicht alles sofort sein. Wenn du mal einige Zeit beobachtet hast, wirst du schnell merken, welche Brennweiten dir fehlen und welche Okulartypen du bevorzugst.

Viele Grüße

Carsten
 
Hi Dennis
es gibt zu viele Faktoren die den Beobachtungserfolg beeinflussen. Welcher oder welche bei Dir mitspielen ist schwer aus der Ferne zu sagen, bis auf die Erfahrung, die steht fest.

Ebenso wie die Notwendigkeit das Zubehör zu erweitern.
Ein Filter ist gewinnbringend und weitere Okulare ebenso
um die richtige, die passende Vergrößerung zu erreichen.

Was steht denn als Budget im Raum und welche Anforderungen an die Okulare werden gemacht.

CS
 
Hallo Dennis,

Nun frage ich mich an was es liegt. Schaffen bessere Okulare mit kleinerer Abstufung Verbesserung? Liegt es an mangelnder Übung? Sind Umgebungsparameter (Luftfeuchtigkeit) verantwortlich?
Auch frage ich mich was die nächste sinnvolle Anschaffung wäre. Die Seite "Okulare für den 8" Dobson" habe ich gelesen.

Alles möglich. Bevor Du Geld investierst, würde ich mal weiter probieren. Vielleicht lags tatsächlich an den Bedingungen. Noch ein paar mal testen, dann siehst Du schon. War die Justage tatsächlich korrekt? Newtons muß man schon ab und an mal nachjustieren, manche machen das vor jedem Beobachten. Mit relativ wenig Budget kann man das Teleskop mit Veloursfolie auskkleiden, das hebt den Kontrast noch etwas.

Als sinnvolle Sofortanschaffung in Deinem Fall könnte ich mir ein Oku um die 13mm vorstellen. Wenns mit Geld knapp ist, vielleicht ein 15mm tswa, Goldkante oder wies auch genannt wird. Die gibts auch in 9mm und 6mm Brennweite, öfters auch gebraucht zu kriegen. Damit kannst Du Erfahrungen sammeln und dann sehen, an welcher Stelle Du mehr Geld investieren willst.


Jedoch konnten die Objekte nicht so wie auf dieser Seite gesehen werden:

Naja, das sind schon eher Sehergebnisse, die es bei optimalen Bedingungen gibt. Wenn Du das gleich beim ersten Mal nicht so siehst würde ich mir jetzt keinen so großen Kopf machen. Einfach weiterprobieren.

CS

Klaus
 
Hallo Dennis,

die äußeren Bedingungen können etwas ausmachen - das Seeing wäre ein Beispiel. Eine weitere Beobachtungsnacht hilft da.
Auch die Justage - insbesondere, wenn diese noch nie überprüft wurde - kann bei hoher Vergrößerung des Bild 'unsauberer' machen.
Wenn du dich mit einigen Objekten länger auseinander setzt, dann kommen vielleicht ebenfalls Details hinzu, welcher dir bei kommenden Beobachtungen dann gleich/schneller auffallen.

Ein besseres Okular ist immer mit Kosten verbunden und wenn man sicher sein will, dann nimmt man was gutes (teures). Aber das geht vielleicht nicht immer.

An diesem Wochenende habe ich zusammen mit einem Kumpel den M13 angeschaut. Sein 8" hatte bisher nur Plössl-Okulare, welche okay waren. Das Bild und Einblickverhalten eines älteren TSWA15 hatte ihn aber so überzeugt, dass er es spontan behalten hat. Das TSSW15 (Blaukante) halte ich für ein kleinwenig besser - macht den Kohl aber nicht fett. Es kostet 40-50€ (neu) und füllt bei dir die Lücke zum 9mm. An f/6 sollte es schon ganz brauchbar sein, was es die Randschärfe betrifft. Es ist die schnelle Lösung, wenn das Geld knapp und der Wille nach einem Okular dieser Brennweite groß ist.

Um Erfahrung am Himmel zu sammeln und sich an den Objekten in guter Qualität zu erfreuen ist es ausreichend. Wenn du das letzte aus deinem Gerät herausholen möchtest sicherlich nicht.

Das Risiko ist, dass du nach z.B. einem Jahr was noch besseres haben möchtes und dann nochmals Geld in die Hand nehmen müsstest.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dennis,

schau zuerst mal nach, in welchem Zustand die Justierung ist. Beim Transport des Gerätes kann da einiges passieren. Besorge Dir die notwendigen Justierutensilien, denn ein Newtonteleskop muß in jedem Fall häufig (ich mache es vor jeder Beobachtung) überprüft und wenn erforderlich, neu Justiert werden.

Gruß

Kurt
 
Hallo,

Vielen Dank an alle für die wirklich netten und hilfreichen Worte!

Carsten:
Der Himmel am Beobachtungsort ist ziemlich dunkel. Vielen Dank für die Empfehlungen bezüglich der Okularbrennweiten, werde sie im Hinterkopf behalten.

Antares:
Nächsten Monat hatte ich ein Budget mit einer maximalen Obergrenze von ca 300€ eingeplant. Aus diesem will ich natürlich das Beste herausholen.
Die Okulare sollten ein möglichst gutes Preis/Leistungsverhältnis haben aber auch etwas sein was qualitätsmässig länger verwendet werden kann. Ich möchte vor allem erstmal meine grossen Vergrösserungen erweitern um eventuell mehr Details von Planten und DeepSky Objekten sehen zu können. Gerne auch mit weitem Gesichtsfeld.

Klaus:
Ich werde die Justage vor der nächsten Nacht nochmal überprüfen. Der Tip mit dem 15mm tswa hört sich gut an.

Stefan:
Der anfänglichen Nacht sind mittlerweile 2 weitere gefolgt und heute Nacht gehts wohl wieder aufs Feld. Die Bedingungen und die Beobachtungen habe ich als sehr ähnlich empfunden. Ich versuche bei jeder Nacht immer auch einige schon gesehene Objekte mitzubeobachten und manchmal meine ich auch mehr Details erkennen zu können. Das ist dann der zweite Typ für ein TSWA15 als Zwischenlösung und gefällt mir immer besser für diesen Brennweiten Bereich. Falls in einem Jahr in diesem Bereich etwas Besseres her muss sind ~50€ ja auch nicht zuviel, die man davor investiert hat.

Kurt:
Ein Justierokular besitze ich. Werde gleich das Teleskop damit prüfen.

Also erster Plan sieht so aus:
Justage des Teleskops prüfen.
Dann erstmal ein TSWA15 und nächsten Monat dann ein Speers Waler Zoom 5mm-8mm wenn das Geld reicht. Ein UHC Filter danach wenn wieder etwas Geld vorhanden ist.

Gruß
Dennis
 
Hi Dennis

ok verstanden. Wie schauts aus mit dem Thema Augenabstand? Brauchst da was besonderes bzw kommst mit dem 9er Plössl hin?

Generell ist die Frage was Du weiter verfolgst und wie sich das Thema Budget entwickeln wird. Danach solltest schaun und weiter Überlegungen anstellen.

Mit 300 könntest alle Brennweiten abdecken, aber sicher nicht wirklich hochwertig. Mit den 300 könntest aber auch erste Brennweite/n schon sehr gut besetzen und damit etwas kaufen was Zukunft hat sprich lange im Gebrauch sein wird.

Welchen Ansatz verfolgst Du?

Meine Meinung zum Thema nach einer jahrenlangen Odyssee durch alle möglichen Okulare und Güten ist: Kauf lieber in Etappen aber gleich etwas mit Zukunft. Vorausgesetzt Du hast die Eigenschaften wie Augenabstand etc schon für Dich definieren können, die die Okus haben sollen.

CS
 
Hallo,

Justage des Teleskops wurde gestern geprüft und minimal korrigiert. Danach wieder aufs Feld. Einige Objekte konnten eventuell einen Tick schärfer gesehen werden, kann aber auch daran liegen, dass ich sie jetzt schon öfters gesehen habe.

Habe dann noch auf den Aufgang des Orions gewartet und konnte den Orionnebel trotz horizontnaher Lage wunderbar mit den Trapezsternen sehen. War davon echt begeistert.

Neptun konnte ich nicht sicher finden, eventuell vergrössert das 9mm dafür zu wenig. Hatte aber keine Sternkarte mit Position des Neptuns sondern hab mir die Position davor bei Stellarium angesehen und abgezeichnet. Werde weiterprobieren.

Daniel:
Ok Danke. Werde mal nach dem Speerswaler 13,4mm Ausschau halten.

Antares:
Von der Benutzung her komme ich mit dem 9mm Plössl zurecht. Was halt nervt ist, dass wegen dem geringen Augenabstand das Okular immer von den Wimpern verschmiert und öfters pro Nacht geputzt werden muss. Das will ich bei einem teureren Okular eigentlich vermeiden, so dass ich einen grösseren Augenabstand vorziehen würde.

Ich würde erstmal lieber wenige Brennweiten höherwertig besetzen. Ich hab so im Gefühl, dass dies nicht das lezte Teleskop gewesen ist was ich mir gekauft habe ;) Also dann defintiv lieber in die Richtung höherwertige Okulare auch für die Zukunft aufbauen auch wenn es länger dauert bis man alle wichtigen Brennweiten abgedeckt hat.

Gruß
Dennis
 
Hallo Dennis,

ich mag alleine dastehen, aber anfangs hat jeder Hobbyastronom doch eine Phase, in welcher die Orientierung stattfindet. Das betrifft den Himmel und die Geräte.

Gleich auf das Beste setzen und viel Geld in die Okulare stecken, das wird eigentlich in keinem Hobby so gehandhabt. Ich halte es für einen Okular-Hype.

Ich hatte schon Leute am Okular, die konnten zwischen einem TSSWM20 und einem Panoptik19 keinen Unterschied an einem ca. f/8-Gerät erkennen.

Man steigert sich, bis das Teure klar geschätzt werden kann und garantiert zu dem vorhandenen Equipment und den Interessen passt.

Da gehöre ich zu denen die sagen: Hol' dir einen Dobson, ein paar Okulare in der Klasse 50 - 100€, sowie einiges Zubehör (z.B. Sternenkarten) und dann ab ins Freie und möglichst viel gucken. Und wenn du weißt was du willst, dann ergänze es um weiteres Zubehör (z.b. Telrad-Sucher, Filter etc.).

Dann weißt du, wieviel Geld du in welches Teil stecken möchtest und kannst überlegen, ob ein teures Okular in Frage kommt oder was anderes.

CS,
Stefan
 
Hi Stefan,

Danke für Deine Antwort. Den gleichen Gedankengang wie Du hatte ich natürlich auch schon. Ich hatte noch nie den Vergleich zwischen einem günstigeren Okular und einem im recht teuren Segment. Deshalb weiss ich nicht ob es sich für mich lohnt. Natürlich ist dies vermutlich individuell unterschiedlich.

Allerdings möchte ich auf der anderen Seite folgendes vermeiden:

Zitat von stefand:
Das Risiko ist, dass du nach z.B. einem Jahr was noch besseres haben möchtes und dann nochmals Geld in die Hand nehmen müsstest.

Mal sehen ist ja noch Zeit. Eventuell finde ich bis dahin eine Möglichkeit mal selbst durch verschiedene Okulare zu sehen.

Gruß
Dennis
 
Hallo Dennis,

es hat eine Weile gebraucht, aber ich habe nun schon längere Zeit meinen 8" F/6 Dobson im Griff.
Justierung, Streulichtunterdrückung, thermische Beherrschung sind die Eckpfeiler für einen guten Newton, dazu kommt dann das ausgewogene, auf den Beobachter angepasste Handling der Box.
Auch wenn Du da noch einiges an Potenzial finden kannst und wirst wenn Du willst (Tuning ist da angesagt), mach Dir Mal keinen Kopf, wenn die eigenen Beobachtungen noch(!9 hinter den verlinkten Ansichten im ersten Beitrag des Threads zurückstehen.
Solche optimale Ansichten hat man unter optimalen äußeren Bedingungen, also wenn alles passt. Das kommt nicht allzu oft vor. Auch wenn ich inzwischen bessere Okulare habe und wirklich alles am Gerät gut getuned ist, bei einer der genialsen Saturnsichtungen die mir je gelungen ist, war der Dobs noch fast im Urzustand und das Okular war ein doppelt verbarlowtes 5-8 mm Speers Waler Zoom, Also ein sehr gutes Okular mit 80° Feld sehr suboptimal mit einer zusätzlichen günstigen 2fach-Barlow kombiniert. Das wäre heute ein "No Go" für mich aber damals hat es gepasst und ich hatte nichts Anderes und die so selten mögliche 400fache Vergrößerung zu erreichen.
Mit den verschiedenen Tunings kann man das noch merklich steigern, fast wichtiger ist aber, dass man öfter in den Bereich guter Beobachtungsmöglichkeiten (auch für höhere Vergrößerungen) vordringen kann, weil das Teleskop immer im Optimalzustand ist und nicht mehr als zusätzlicher begrenzender Faktor (über die gerätebedingte Öffnungs- und Qualitätsbegrenzung an sich hinaus) wirkt.

Wenn du also am Dobson zu guten Beobachtungen kommen willst, sieh zu, dass Du Okulare mit einigermaßen großem Feld anschaffst, gerade für die Übersicht, aber eben auch für hohe Vergrößerungen, denn großes Feld erleichtert das Suchen der Objekte und auch das Halten während der Beobachtung.
Es müssen keine Nagler oder Ethos sein, aber schon die günstigeren Speers bieten ebenfalls Nagler-Feld, bei nicht zwingend schlechterer Leistung in anderen Disziplinen wir Augenabstand, Transmission, Randschärfe, Achsschärfe.
Es müssen auch keine Speers sein, die LVW bieten eine sehr scharfe Alternative, allerdings bei "nur" 65° Feld und die Kopie dieser LVW nennt sich Hyperion, ist bei den langen Brennweiten deutlich schwächer, im einstelligen Brennweitenbereich kaum schwächer, aber deutlich günstiger als das Original.
Das wären Okular mit denen man langfristig zufrieden sein kann, es gibt noch mehr in dieser Preislage, aber darunter wird es schon enger mit der Langzeitzufriedenheit. Weitwinkelokulare um 50 € zeigen schon mehr Rand- und auch Achsschärfeschwächen, wenn man genauer und mit erfahrenerem Auge hinschaut, sehr offensichtlich, wenn sie 80° Feld bieten, undramatischer bei 70, 67, 60°.
Schließlich gibt es mit den Planetarys und einigen anderen Kandidaten im kurzbrennweitigen Bereich Okulare um 50 €, die durchaus gute Achs- und Randschärfe bei 55-60° Feld bieten, ohne nun wirklich an die Leistung teurerer Weitwinkel oder auch teurer Okulare mit kleinem Feld und wenigen Linsen, wie man sie gerne für Planetenbeobachtung an nachgeführten Teleskopen benutzt, heran zu kommen.

Lange Rede, kurzer Sinn:
Du liegst mit dem Speers-Zoom nicht schlecht, wenn es geht, bleib dabei.
Dazu noch ein Übersichtsokular in 2" für die am bevorzugten Beobachtungsplatz vorherrschende Himmelsqualität, also z.B. unter 5 Mag Himmel ein 30 mm Okular für 5 mm AP.
In dem Bereich wird man meistens die optimale Besetzung nicht sofort angehen und auf mehr oder weniger lange Bank schieben müssen, dann sie heißt 31er Nagler. Ein WA aus der Erfle-Familie mit etwa 70° wird den Job machen dürfen/müssen und da kann man in der 100 € Klasse inzwischen fast kaufen was man will, es ist ziemlich egal, was drauf steht, man hat DAS Okular. Im preislichen Mittelfeld versucht sich so Einiges zu positionieren, Aspherics, UWANS, UWAs und SWAs, mit gefällt mein 28er UWAN nicht schlecht und es ist deutlich besser als die Vorgenannten, aber 300 € für immer noch nicht randscharf an F/6 und auch immer noch kein Nagler, das muss man selbst entscheiden.
Dazwischen noch was Gutes um 13-17 mm Brennweite. Das ist m.E. ein wenig abhängig vom Feld, also bei 80° eher 13 mm, bei 60° eher 17 mm und dann geht es los.

Der Rest, also drunter, dazwischen, drüber, das hat Zeit und kommt schon mit dem selbst erkannten Bedarf, im Laufe der gesammelten Beobachtungserfahrungen.
Ein guter O III oder UHC in 2" erschließt eine ganze Objektklasse neu (Gasnebel) und so kann es geschehen, dass vor weiteren Okularen zunächst die Anschaffung weiterer Filter ansteht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Dennis,

das von mir geschriebene Zitat kannst du so stehen lassen, aber im Vorwege so eine Entwicklung zu vermeiden hieße wieder auf dem Besten aufzusetzen. Sozusagen auf Nummer sicher gehen.

Aber es gibt da auch andere Risiken - ein größeres Skope, Fotografie, ..., die kosten auch Geld.

Jetzt anfangen und gucken und du wirst dich entwickeln, das lasse ich aus meiner persönlichen Sicht stehen.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Stefan,

Okulare und Foto passen nicht zusammen, denn sie haben wenig miteinander zu tun. Auch wenn es Okularprojektion gibt so wird ein ernsthafter Anspruch an Fotografie diesen Weg nicht gehen.

Deinen Ansatz kann man gehen, aber die auf Dauer wird man wechseln. Spätestens wenn man es selbst gesehen hat. Es macht auch Sinn, denn wer am Okular spart besch.. sich selbst um Leistung. Die Unterschiede sind auffällig wenn man vergleicht. Auch für Anfänger. Hat man keinen Vergleich so wird man grade am Anfang eher geneigt sein mit dem Okular das man hat erst mal zufrieden zu sein, einfach weil man es nicht besser weiß.
Das meine ich völlig wertneutral.

Auch das Zukunftsthema greift nicht wirklich. Zukunft heißt fast immer mehr Öffnung und damit wird es ein tendenziell schnelles Gerät, das eben zur guten Gesamtabbildung erst Recht die wertigen Okus braucht. Habe ich diese gleich, bin ich gerüstet für die Zukunft. Auch wenn es vllt. ein kleiner Reiseapo wird. An dem tun es Nagler auch wunderbar.

Was man allerdings sicher sagen kann wer ohne Vergleich als Beginner hochwertige Okus kauft wird sie vllt nicht so schätzen können, aber das ist sicher kein Drama.

Ich halte es daher nicht für einen Hype, wenn ich mit dem Anspruch und den Möglichkeiten gleich gute Okulare kaufe. Es ist vielmehr konsequentes handeln aus dem Wunsch heraus so viel wie möglich zu sehen. Und das von Anfang an.

Ich weiß es ist schwer sich zu überweinden viel Geld in die hand zu nehmen - ich habe es auch lange nicht gemacht - aber im Nachhinein war ich dumm. Ich hätte mehr gesehen und viel Geld gespart, hätte ich mir die Odysee durch Kellner, Plössl, TSWA, LVW etc gespart und gleich konsequent auf das gesetzt was ich heute habe.

CS
 
Hi Dennis
das mit dem 9er ist ein wichtiger Punkt. Augenabstand ist ein wichtiges Kriterium beim Okular.
D.h ca. 8mm Abstand sind zu wenig. ok.
Gehst Du den Weg gleich bessere Okus zu kaufen umgehtst Du das Thema gleich mit, denn die Okus haben i.d.R. Abstände zwischen 12/13 bis 20mm je nach Typ und Hersteller.

CS
 
Hallo Antares,

natürlich ging ich nicht von einer Okularprojektion bei Fotografie aus. Lange rede kurzer Sinn, im Nachhinein mag es einem erscheinen, dass man doch gleich das Beste hätte kaufen sollen. Aber es ist nicht die natürliche Entwicklung einer Sache, denn erst später weißt du, was dein Weg war.

Cs,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Antares,

Gehst Du den Weg gleich bessere Okus zu kaufen umgehtst Du das Thema gleich mit, denn die Okus haben i.d.R. Abstände zwischen 12/13 bis 20mm je nach Typ und Hersteller.

Diesen Augenabstand haben aber auch preiswertere/mittlere Okular, wie ein TSSWM (Blaukante), Planetary oder Hyperion.

Warum bringst du es nicht auf den Punkt und beschreibst den Unterschied zwischen einem preiswerten und einem von dir empfohlenen Spitzenokular hinsichtlich der optischen Leistung, wie er von dir empfunden und erlebt wurde?

CS,
Stefan
 
Hi Stefan

weil man den Anblick durch verschiedene Okulare nur schwerlich treffend, umfassend und allgemeingültig beschreiben kann. Schon gar nicht so, dass es ein Newbie wirklich greifen kann. Die meisten Neulinge tun sich ja schon schwer sich das Thema Gesichtsfeld vorzustellen. Was bringt es da von Transmission, Koma, Okularastigmatismus, Randschärfe etc. zu reden und einen Neuen zu erschlagen.

Man muß es sehen und dann erübrigt sich jeder weitere Beschreibungsversuch.
Das habe ich z.B grade letzt auf dem Feld mit einem Neuling gemacht. Einfach mal selbst durch 2 3 verschiedene Okulargüten gucken lassen. Nur gucken lassen und gar nicht weiter beschreiben oder gar Typen nennen.

Welche Okulare wirklich gut sind und wofür taugen ist doch bekannt. Wer es kann wird sie sich kaufen. Der eine früher der andere später, aber aufrüsten tun die meisten, wenn sie können. Das ist ein allgemeiner Trend und der hat berechtigte Gründe.

Es geht nicht darum einfachere Typen schlecht zu reden. Natürlich kann man damit gucken und auch Spaß haben, aber es sprich ganz sicher nichts dagegen, wenn man glaubt gefestigt genug im Thema und dem Wunsch Astronomie zu betreiben ist, gleich leistungsstarkes Equipment zu kaufen.
Sonst müßten auch alle Fotografieinteressierten die Finger von den tollen DSLR lassen und erst mal mit ner 70 Euro Digiknipse anfangen.

Letztlich macht jeder was er will. Ich gebe nur meine jahrelange Erfahrung weiter und dementpsrechende Anregungen.

CS




 
Re: Sinnvolles Zubehör (Okulare, Filter...) Dobson

Hallo zusammen!

Jetzt muss ich doch noch meinen Senf dazugeben. :erschreck:

Ich bin absoluter Newbie und auch ich musste feststellen, dass vieles "Gefühlssache" ist. Gerade als Anfänger weisst du noch nicht, was du willst.

"Ich will möglichst alles am Besten sehen" ist, denke ich mir, bei jedem das Einstiegsgredo. Das das aber nur Wunschdenken ist, wird auch bald klar.

Ich habe mit einem 2" Übersichtsokular 32mm gekauft (ich denke TSWA), ein 17er Hybrid von Skywatcher und ein modifiziertes 6er Planetary.

Das ich das eine oder andere in Zukunft stanzen werde, ist im Bereich des möglichen. Aber momentan habe ich auch in noch kein Nagler geblickt.....

Was erwartest du? Das ist die Frage, über die sich jeder Newbie im Klaren sein soll. Ich bin absolut begeistert mit meinen Okularen und das in Zukunft noch einiges investiert wird, steht für mich (eigentlich für meine Frau und mich) auch schon fest.

Aber das ist das schöne am Hobby. Man entwickelt sich weiter.

Lg und Cs
Markus
 
Re: Sinnvolles Zubehör (Okulare, Filter...) Dobson

Hallo Markus,

damit ist ja auch ein erfolgreicher, guter Einstieg in die Beobachtung am Dobson garantiert, zumindest wirst Du nicht an Deinen Okularen scheitern.
Wer die Kohle für ein 31er Nagler kurzfristig locker machen kann, der hätte mit dem 32er WA Geld zum Fenster hinaus geworfen.
Wer langfristig mit einem 25er oder auch 32er Plössl am 8" F/6 Dobson beobachtet hat eventuell nichts für große Felder übrig. Tut er das, weil er über Jahre auf ein Nagler spart und keines dieser 2" Okulare aus der "Erfle-Gruppe" dazwischen schieben will, verzichtet er m.E. zu lange auf sehr viel mit relativ geringen Einatz erreichbares Potenzial.
Ähnlich, aber nicht ganz so extrem (wenn man von den Ethos absieht) sieht es im mittleren und unteren Brennweitenbereich aus.
Dabei ist auch immer zu bedenken, dass nicht Jeder der durch ein entsprechendes Nagler blickt, sein Speers oder LVW oder Planetary gleich wegwirft. Man kann durchaus auch zu dem Schluss kommen, seine Okulare zu behalten und ganz persönlich sagen: "Das ist mir den Mehrpreis nicht wert."

Es ist also durchaus eine gute Entscheidung, mit drei mittelpreisigen Okularen einzusteien wenn man aufs Geld schauen muss/will, z.B. so wie Du es gemacht hast. Damit kommt man an das Potenzial des Dobsons so weit heran, dass man nicht von Anfang an unter großen Einschränkungen leidet.
Das macht also richtig Spass und der Rest kommt schon mit den eigenen Erfahrungen, Wünschen und Anforderungen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Re: Sinnvolles Zubehör (Okulare, Filter...) Dobson

Hallo Günther!

Genau meine Meinung. Optisches Empfinden liegt eben im Auge des Betrachters.

Und das ist das tolle an unserem Hobby. Ein Hobby das man nicht an "Bits und Bytes" festmachen kann, also nichts Absolutes ist, bringt viel mehr Spass auch im diskutieren mit anderen.

So kann ein Betrachter mit einem 7/300 Newton absolut begeistert sein und der andere wird mit einem 16" Newton noch unzufrieden sein.

Dank einiger Einrichtungen, wie dieses Forum hier, findet man eine gewisse Richtung vorgezeigt, den Rest macht man selber und wird lernen.

Gruß und CS
Markus
 
Hallo Forum,

Erstmal vielen Dank für die Rege Diskussion in diesem Thread. Eure Beiträge sind für mich sehr interessant und bringen mir wirklich viel.

Ich denke die nächste Investition bleibt ein Speers Waler Zoom Okular. Ich freue mich auf das große Gesichtsfeld und auf die Möglichkeit verschiedene Brennweiten einzustellen. Ersetzt mir ja quasi 2-3 Okulare im kurzbrennweitigen Bereich so dass das mit dem Preis schon passt.

Wie es dann mit den nächsten Okularen aussieht bleibt abzuwarten. Anregungen habe ich ja zur genüge bekommen.

Gestern konnte ich noch einen kleinen Blick auf den Neptun erhaschen bevor der Himmel endgültig zuzog. Ich habe zum ersten mal eine Sternkarte so richtig benutzt und war erstaunt wie einfach man die Objekte per Starhopping finden kann.

CS euch allen.
Dennis
 
Hallo Dennis!

Herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Das ist das Wichtigste. Eine persönliche Entscheidung mit der man glücklich ist.

Vielleicht schreibst du mal, wie dein Eindruck vom Zoom ist (gibt es zwar schon viele Berichte, aber man liest sich da gerne durch).

CS
Markus
 
Hallo Dennis,

nun ist dieser Thread schon etwas älter, ich möchte aber noch auf den Vergleich zwischen Fotos und visueller Beobachtung eingehen.
Das ist nicht so leicht möglich, wie es hier erscheint, ich finde den Hinweis wichtig. Zum einen werden Fotos hauptsächlich in Wellenlänge ("Farben") aufgenommen, die der visuelle Beobachter gar nicht nutzen kann. Fotos zeigen meist viel rot bei Nebeln, das ist H-Alpha, oft auch SII des Schwefels und für viele unbemerkt ist auch noch OI und OII da drin. Das Auge hingegen sieht nur die blaugrünen Bildanteile, nämlich OIII und H-Beta. Die fallen in den meisten Fotos ziemlich gering aus, außer bei nicht umgebauten DSLRs, die H-Alpha "abwürgen". Das Auge bekommt also schonmal einen anderen Nebel zu sehen, quasi den OIII-Nebel im Gesamtnebel. Dadurch ändern sich die sichtbaren Strukturen.

Beim Kugelsternhaufen trägt noch etwas anderes wesentlich bei, nämlich die Belichtungszeit. Es ist kein Problem, mit einem 8-Zöller fotografisch in wenigen Sekunden die 13. Größenklasse abzubilden und viele Aufnahmen gehen auch mit kleineren Optiken deutlich über die 15. Größenklasse hinaus.
Visuell hingegen braucht man schon wirklich guten Himmel, um mit dem 8-Zöller die 12. Größenklasse zu erreichen. Beim Kugelsternhaufen heißt das effektiv, dass auf dem Foto viel mehr schwache Randsterne des Haufens zu sehen sind, als visuell erkennbar werden. Der Kugelsternhaufen ist also auf dem Foto größer mit mehr Randbereichen, die natürlich auch lockerer sind und daher besser aufgelöst werden. Mit dem Auge sieht man quasi den inneren Teil des Kugelsternhaufens auf dem Foto. Dort stehen die Sterne dichter und sie sind auch schwieriger aufzulösen. Indirektes Sehen spielt da eine große Rolle (was auch über Monate und Jahre erlernt werden muss). Man neigt also dazu, den Kugelsternhaufen auf dem Foto mit dem gesehenen gleichzusetzen, eigentlich aber sieht man mit dem Auge nur den Zentrumsbereich des Fotos. Es ist sinnvoll, das einmal mit den umliegenden Sternen (M13 ist da ja ausgestattet) abzugleichen.

Was Okulare angeht - ich widerspreche da nicht der Einstellung, das jeder selbst durchschauen muss. Das ist wirklich das Beste. Aber ich sehe es sehr kritisch, dass viele Sternfreunde praktisch nur ihre Okulare kennen und sich dann zu der Aussage hinreissen lassen, diese Okulare seien "gut", um es mal bescheiden auszudrücken. Das kann man wirklich erst dann behaupten, wenn man einmal den Vergleich hatte. Nur beim Vergleich fallen Probleme wie schlechte Transmission deutlich auf. Und auch die Erwartungen an die Randabbildung und die größe der Sternpünktchen in der Mitte hängen davon ab, was man in diesen Disziplinen überhaupt kennengelernt hat. Genauso schwer zu beurteilen ist, ob die Schwärzung und Verblendung eines Okulars wirklich ausreicht. Ohne einen direkten Vergleich weiß man einfach nicht, wieviel Kontrast verloren geht, weil ein Okular den Himmelshintergrund durch innere Reflexe unnötig aufhellt.
Ich gehe da also ganz konform mit Armin und Günther und meine, dass es durchaus Sinn macht, gleich mit hochwertigen Okularen anzufangen, wenn man sich sicher ist, das Hobby längerfristig zu betreiben. Das müssen keine Nagler-Okulare sein, denn es gibt noch ein Leistungsspektrum oberhalb der günstigen Fernost-Okulare. Das fängt bei der Serienstreuung an.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

wollte eigentlich nichts mehr zu diesem Thread schreiben, wir werden uns im Kreise drehen und die Entscheidung ist ja auch gefallen.

Aber das Aufzählen, warum ein sehr gutes und teures Okular genau besser ist, als ein preiswertes trifft nicht ganz den Kern meiner Aussage. Sich aber immer das Beste oder fast das Beste gleich beim Einstieg anzuschaffen ist eine manchmal riskante Sache.

Wenn wir in ein Hobby einsteigen, dann meistens mit einer Grundausstattung, welche natürlich ordentlich sein darf. Wir sammeln Erfahrung und wissen irgendwann das bessere zu schätzen, wenn wir unseren Weg in dem Hobby gefunden haben. Die unterschiedlichen Ausprägungen jeden Hobbies lassen Spielraum in verschiedene Richtungen.

Sollte ich mit einigen Okularen in der Klasse bis 100€ den Himmel kennengelernt haben, so entscheide ich mich vielleicht für ein größeres Teleskop, weil mich das Öffnungsfieber gepackt hat. Dann stehen auch mal gute Okulare im Weitwinkelbereich an, aber vielleicht ist mir der Sprung von 8" auf 16" wichtiger, als der Sprung von einem Hyperion auf ein Nagler.

Da man diese Entwicklung vorneweg nicht sehen kann, wäre ich perönlich bei der Beobachtungserfahrung von Markus eben noch andere Wege gegangen.

Anyway - er wird seine Freude an sehr guten Okularen haben.

CS,
Stefan
 
Hallo Sven!

Eigentlich möchte ich auch nicht mehr wirklich hier noch viel posten - Dennis hat sich entschieden und man muss ihm einfach zu einer Entscheidung gratulieren, denn meiner Erfahrung nach ist der Weg zur Entscheidung ein Steiniger.

Ja, du hast Recht, ich habe in noch kein "gutes" Okular geblickt.

Ich habe aber mit meinem anderen Hobby in eine Richtung Erfahrung gemacht, die ich auch auf dieses Hobby umlege. (Ob es stimmt oder nicht sei dahingestellt.)

Eines ist für mich wichtig: Es gibt nur selten die absolute Meinung - und die wird in diesem Forum oft gesucht.
Leider wird auch viel Streit gesucht. Das muss nicht sein.
Jeder Mensch geht seinen eigenen Weg - den muss ich ihm nicht vermiesen. (soll keine Anspielung auf dich sein, Sven, wollte ich einfach mal gesagt haben)

Dennis wird richtige und falsche Entscheidungen treffen (aus seiner späteren Sicht), auch ich werde richtige und falsche Entscheidungen treffen, aber daraus setzt sich das Leben zusammen.

"Aber ich sehe es sehr kritisch, dass viele Sternfreunde praktisch nur ihre Okulare kennen und sich dann zu der Aussage hinreissen lassen, diese Okulare seien "gut", um es mal bescheiden auszudrücken. Das kann man wirklich erst dann behaupten, wenn man einmal den Vergleich hatte." Zitat von Sven (weiß leider nicht wie das anders geht)

Ich gebe dir vollkommen Recht: der Vergleich machts aus.
Vielleicht gibt es aber auch welche die im Hobby nicht die absolute Perfektion von Anfang an anstreben - ich persönlich bin so einer. Ich mache Fehler und dazu stehe ich.

Du hast recht - ich werde mich in Zukunft etwas zurückhalten, um bei anderen Anfängern nicht noch mehr zur Verunsicherung beizutragen - die Posts sind aber nach besten Wissen und Gewissen entstanden.

Egal - Hauptsache wir alle haben nach unseren Wegen und Mitteln Freude am Hobby.

Vielleicht trifft man sich mal in einer Spechtlnacht und kann so wertvolle Erfahrungen austauschen (oder einfach nur bekommen)

Lg und CS an alle.
Markus
 
hallöchen,

on the top, da ich grad das Speers Zoom 5-8mm bekommen habe: Um das ganze Gesichtsfeld zu überblicken, muss ich so nahe ran dass ich die Augenmuschel zurückklappen muss und mit dem Auge fast an der Linse klebe und die Wimpern berühren das Glas. Das Okular ist schwer und riesig, besonders im ausgefahrenen Zustand. Die Ausziehhülse hat etwa einen halben Millimeter Spiel und wackelt ziemlich, der Jupiter macht dabei Bocksprünge um das mehrfache seines Durchmessers. Das Ding hat einen Klickstopmechanismus der so hart geht dass es man leicht beim Zoomen das ganze Fernrohr verstellt. Wenn man den Gummi abstreift kommt eine simple Andruckfeder zum Vorschein die von zwei Schrauberln fixiert wird und ein Kügelchen zum EInrasten in Löcher drückt. Jetzt habe ich eine Schraube gelockert, damit die Feder weniger Druck hat, aber ob das auf Dauer so bleibt ist eine andere Frage.

5-8mm Zoom ist ein Brennweitenbereich der zu einem f/7 oder f/8 Apo fürs Herantasten an Maximalvergrösserung passt, bei einem f/5 oder f/6 Newton kommt es in diesen interessanten Bereich genau nicht hinein und bedarf weiterer Hülsen und Hilfsmittel.

Kurz: Die Verarbeitung ist unter chinesischem Niveau, und das Bild muss mir erst beweisen dass es besser als in einem Planetary ist. Ob das zu dem Preis empfehlenswert ist? Oder habe ich da ein Mängelexemplar? Was sagen die Speers Benützer dazu?

lg Tommy
 
Nachtrag: Jetzt tagsüber kann ich beim Speers Zoom nicht das ganze GF von einer Augenposition aus überblicken, selbst wenn ich dranklebe. Dafür gibts das ausgeprägtete Kidney-Beaning das ich je gesehen habe. Das 5-8mm Planetary (dank Günther *entfernt* habe ich jetzt ein Zoom) zeigt etwa dasselbe GF und überhaupt kein Kidneybeaning. Was'n da los?

lg Tommy

 
Hallo Tommy,

mit Deinem Zoom stimmt etwas ganz und gar nicht.

1. Der beschriebene "Wacklizismus" ist bei den Zooms die ich kenne in ganz geringem Umfang im äußerster Zoomstellung vorhanden, bringt aber einen Planeten keinesfalls zum "Springen" im Bild.
-Für mich hört es sich fast so an als würde die Lagerstreifen im Schiebemechanismus fehlen-

2. Man muss nahe an die Augenlinse ran und auch ich beobachte am liebsten in einem Abstand, bei dem sich die Gummiaugenmuschel einseitig (an der Nasenwurzel) etwas einklappt. Ich überblicke das komplette Feld zwar schon früher, aber erst wenn ich so dicht dran bin schirmt die Augenmuschel seitliches Streulicht komplett ab.
-Da gibt es sehr starke individuelle Unterschiede, schon allein bedingt durch die unterschiedlichen Formen von Augenhöhlen bei Menschen. So gibt es Leute, die mit Brille das komplette Feld überblicken, Andere schaffen es schon ohne Brille nicht ganz. Selbst bei meiner Gewohnheit, sehr eng ran zu gehen bleiben 9-10 mm Augenabstand übrig. Auch ich muss nach jeder zweiten bis dritten intensiven Beobachtung die Augenmuschel reinigen, weil man dabei ab und zu mit den Wimpern "aneckt". Die etwas größere Augenlinse des neuen Zoom (ich habe das "Alte") ist diesbezüglich eher anfälliger.-

3.Der Fall, dass sich das Feld auf Planetray-Maß reduziert, wurde allerdings m.W. noch nie erreicht und berichtet.
-Bei mir ist der Unterschied gigantisch und entspricht voll den Erwartungen bei 60° bzw 82° Herstellerangabe für das scheinbare Feld.
Ich bewerte allerdings immer das tatsächlich gebotene Feld am Himmel, da habe ich derzeit, gerade was diese beiden Okulare betrifft, sehr viele Vergleiche an unterschiedlichsten Objekten.-

4. Kidney-Bean und sonstige Abschattungen kenne ich von dieser Okularserie nicht. Die Okulare verhalten sich sehr gutmütig diesbezüglich, auch am Tage.

Nehme ich die mechanischen Mängel, das geringe gebotene Feld Deines Exemplars, den offensichtlich extrem geringen Augenabstand und das Kidney-Bean zusammen, kann ich mir nur vorstellen, dass dieses Okular nicht so zusammengebaut wurde, wie vom Design und der Mechanik her vorgesehen.
Da stimmt was nicht.

Gruß und CS
*entfernt*
 
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