Siril-unterschiedl Workflows oder Schrottwichteln NGC 7000

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SkyBob

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Hallo Zusammen.
Ich habe mal verschiedene Workflows in Siril durchlaufen lassen und dann in Affinity alle gleich per Script bearbeitet.
Es waren natürlich Unterschiede im Endewrgebnis da.
Welches besser oder schlechter ist, kann ich nicht beurteilen ^^
Soll aber nur mal eine Übersicht zeigen was dabei raus kam.

Schrottwichteln lässt das schon schlechte Basismaterial erahnen.
Aber leider habe ich nur noch diesen Datensatz auf der Platte.

Gestackt wurden:
- Lights - 40x 90sek bei ISO 800
- Bias - 50x bei ISO 800
- Darks - 20x 90sek bei ISO 800
- Flats leider (obwohl eigentlich am wichtigsten) KEINE

EOS 200Da
200mm Pentacon bei f/5

Angewandt habe ich 6 verschiedene Workflows. (das umwandeln von CR2 in fit erspare ich uns mal)
Eigentlich nur 3 Workflows.
Bias only, Darks only, Darks+Bias.
Es folgte immer nur der Unterschied mit und ohne FWHM- hintergrundrauschen Gewichtung (als bemerkung in orange geschrieben)

1+2:
- Bias median gestacked zu Masterbias (natürlich NICHT normalisiert)
- Lights pre process (pp) mit MasterBias
- pp_Lights debayert (db)
- db_pp_Lights registriert (r)
- r_db_pp_Lights gestacked (durchschnittswert stacking mit Ausschluss - Winsorized Sigma clipping)
- r_db_pp_Lights gestacked (durchschnittswert stacking mit Ausschluss - Winsorized Sigma clipping + FWHM)

3+4:
- Darks median gestacked zu MasterDark (natürlich NICHT normalisiert)
- Lights pre process (pp) mit MasterDark
- pp_Lights debayert (db)
- db_pp_Lights registriert (r)
- r_db_pp_Lights gestacked (durchschnittswert stacking mit Ausschluss - Winsorized Sigma clipping)
- r_db_pp_Lights gestacked (durchschnittswert stacking mit Ausschluss - Winsorized Sigma clipping + FWHM)

5+6:
- Bias median gestacked zu Masterbias (natürlich NICHT normalisiert)
- Darks pre process (pp) mit MasterBias
- pp_Darks median gestacked zu pp_MasterDark (natürlich NICHT normalisiert)
- Lights pre process (pp) mit Bias + pp_MasterDark und kosmetischer Korrektur über Masterdark (vorgegebene Einstellung)
- pp_Lights debayert (db)
- db_pp_Lights registriert (r)
- r_db_pp_Lights gestacked (durchschnittswert stacking mit Ausschluss - Winsorized Sigma clipping)
- r_db_pp_Lights gestacked (durchschnittswert stacking mit Ausschluss - Winsorized Sigma clipping + FWHM)

Danach gings in Affinity Photo weiter.
Da ich ein absoluter Berabeitungs-Noob bin und eine gleiche Bearbeitung gewärleisten wollte,
habe ich lediglich 2 scripte von James Ritson AstroMakros v8 verwendet.
Danach habe ich bei jedem Bild noch eine Gradiationskurve angewand, in der ich die jeweils 2 höheren Histogrammberge
auf den niedrigsten zurück geschoben habe, das alle Berge übereinander liegen. (Es waren immer nur minimale Unterschiede)

Eines vorweg. Am geringsten waren die Bergversätze bei DARK+BIAS.

Jedes Bild wie folgt behandelt.
- Zuschnitt auf 5900 x 3900 pixel aus der der Mitte des Bildes herraus,
um stackingränder zu entfernen.
- Color preserved Tone stretching
- Normalised Tone Stretching
- Gradiationskurve zur Histogrammanpassung angelegt

Danach alle Bilder verkleinert zusammengefügt und als JPG mit 80% quallität exportiert.

Und das kam dabei herraus:

OneForAll.jpg


Gruß
Markus

P.S. bei Bedarf sind alle rohstacks noch vorhanden.
 
Hi Markus,

bin auch EBV Noob. ;)

Also die unterste Reihe hat deutlich mehr Kontrast und Details.

Aber ist da nicht auch noch überall Hintergrund drin?
Also ich mache jedenfalls immer auch eine Background Subtraction.
In SiriL starte ich mit Background Subtraction. Danach Color Calibration. Da ist mM auch die Background Neutralisation gut. Zum Schluss dann noch Color Saturation.

Genial ist Filters ->Astrophotography ->Remove Background in Affinity Photo. Da kann man mit einem Background Sampler (Stichproben Nehmer) auf dem Bild herumfahren und man sieht sofort wie dann entsprechend der Background abgezogen wird.

Gruß
Peter
 
Ja Peter.

Das fehlt hier noch komplett.

Ich übe mit Siril noch.
Habe heute mal Franks Video zu siril 9.9.6 oder so gesehen.
Irgendwas mit "Was ist neu in Siril".

Da habe ich die Schritte mit den ganzen Filtern und anpassungen auch gesehen.
Werde ich noch mal nacharbeiten.
Mir ging es nur um die Unterschiede, die entstehen wenn man WAS womit kombiniert.
Ich hoffe ich komme bald dazu Flats umzusetzen.
Ich glaub die bringen echt am meisten.

Affinity kommt bei mir auch zum einsatz.
Aber ich prügel mich noch mit dem Ebenenhändling im Unterschied zu PS CS2 ^^

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

danke dass du die Ergebnisse deiner Testreihe zeigst, ich bin auch gerade am Einarbeiten in Siril.
Auf ein Update mit Flats freue ich mich schon.

Grüße

Dietmar
 
Hallo Markus,

auch ich bin noch am Fummeln mit Siril. Grundsätzlich mache ich folgende Schritte:
Wenn ich keine Darks habe, wie hier im Beispiel
- Umrechnung mit Denbayern
- Registrieren
- Grafischer Plot (die schlechtesten Einzelbilder ausschließen)
- Stacking
- Photometrische Bildbearbeitung
- Histogramm Transformation (automatisch und Übernahme der Einstellung)
- Bild als 32 Bit Tiff speichern (siehe Bild Test-Siril)

- in Affinity weitere Anpassungen
- Makro von JR Normalised Tone Stretch bzw. Logaritmic Tone Stretch, Golden Boost, Highlight Brilliance
- Rauschen reduzieren
- Helligkeit / Kontrast

Wenn ich Darts habe, ist der erste Schritt ja anders.
Hauptproblem ist sicher immer unser Ausgangsmaterial, welches dann auch die Bearbeitung teilweise erheblich beeinflussen kann.
 

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Hi Harald.


ich vermute mal, das das die einzelbilder mit Pre-processing, also BIAS abzug einschließt?

- Grafischer Plot (die schlechtesten Einzelbilder ausschließen)
das versuche ich mit dem FWHM zu händeln. Werde ich aber auch mal testen.
Bei der FFWHM gewichtung halt die % zahl einstellen die gewünscht ist. (z.B. 85% beste Bilder).

Das versagt bei meinem Nordamerikanebel total über Apas katalog. Egal was ich Einstelle.
Evtl. muss ich mal die Hintergrundoptionen verändern.
Über NOMAD Katalog geht es, aber das Bild wird sehr bläulich.

Bei einem Datensatz vom Herznebel (leider zu wenig Belichtungszeit) funktioniert der Apas katalog.


Den Rest muss ich mal schauen, was ich da noch anwenden kann.
Denn generell sind die Nebelstrukturen ja vorhanden beim NGC 7000er
 
Die Bias, kannst du jederzeit nachträglich machen Harald.
Sogar ohne Optik.

Musst nur die gleiche ISO einstellen wie bei den lights und darauf achten, das kein Licht auf den Chip kommt.

Bei ner DSLR z.b. camerabody Deckel drauf. Liveview aus, Sucher und Led abdunkeln und in einer Box/Tasche/Kühlschrank legen und 40-50x mit kürzester Belichtungszeit auslösen.
 
Ich habe mir das mit dem Plott mal angesehen.
Aber ich ralls einfach nicht :D :p

Auch nicht mit der englischen anleitung.
Was sagen mir diese Plotts nun genau.

plott.jpg


Ich habe einfach mal intuitiv die Frames mit den höchsten und niedrigsten ausschlägen entfernt.
Und es scheint auch etwas zu bringen.
Aber ich würde gerne wissen was ich mache und nicht nur (gar falsch) intuitiv (nichtswissend) da rum klicken.

Und wie bestimme ich ein referenzbild ?

Gruß
Markus

P.S. Gibts da nicht auch was von Frasax-tiopharm ? xD

konnte ich mir nicht verkneifen
:ROFLMAO: :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,

zu FWHM (Full Width at Half Maximum, deutsch Halbwertsbreite) da ist ein Sprung zwischen den 12. und 13. Frame sieht aus als hättest du da nachfokussiert. Der FWHM Wert (violett) sagt aus wie gut die Sterne fokussiert sind, je besser der Fokus getroffen ist umso kleiner der Wert.
Bei wFWHM vermute ich weighted also irgendwie gewichtet.
Das würde auch für HFD (Half Flux Diameter ) gelten, die Werte wären nur etwas kleiner. Kennt man so auch von z.B. PHD2 im Sternprofil.

Die grüne Kurve zeigt die Qualität umgekehrt an und ist irgendwie geglättet oder gleitender Durchschnitt, hier ist es am oberen Rand des Graphen besser, im Prinzip sehr ähnliche Aussagen. Da macht es also Sinn nur die Frames 1-12 auszusortieren sollte man ab auch in der 100% Ansicht direkt sehen können.
Zur Rundheit kann ich nur raten, es könnten Abbildungsfehler gemeint sein wie z.B. hier (das ist eine 85mm Linse mit offener Blende)
rundheit.jpg

Als Referenzbild würde ich das mit dem geringsten FWHM wählen.
Ich bin schon immer froh wenn ich einen FWHM von 2,5 an einem helleren Stern hinbekomme. (Aber nicht so Brummer wie Rigel oder Alnitak) Man kann auch schnell reinfallen wenn keine größeren Sterne im Bild sind und FWHM kleiner 1 wird, dann ist es besser über die Anzahl Sterne gehen.

Grüße

Dietmar
 
Hallo,

FWHM wurde ja schon erklärt. Je kleiner der Wert, um so besser (schärfer).
Bei wFWHM steht das "w" tatsächlich für "weighted", also gewichtet. Hier geht neben dem eigentlichen FWHM Wert auch die Anzalhl der gefundenen Sterne ein. Normalerweise sieht der Verlauf sehr ähnlich zur FWHM Kurve aus, wFWHM ist aber wohl etwas verlässlicher als Qualitätsindikator - auch für die Wahl des Referenzframes.

"Rundheit" ist ein Maß dafür, wie rund die Sterne sind. Bei perfektem Tracking und perfekter Justage geht der Wert gegen 1 (Sterne sind genauso breit wie hoch), je kleiner der Wert wird, um so schlechter lief das Tracking.
Interessant, dass bei Dir die späteren Bilder zwar schärfer sind (kleinerer FWHM), aber die Rundheit schlechter aussieht. Kann sein, dass die Trackingfehler in den frühen Aufnahmen vom schlechten FWHM "verschmiert" wurden.

Die grüne Kurve zeigt die gleichen Werte wie die violette, aber hier nicht nach Zeit (oder Bildnummer) sortiert, sondern hier werden die Bilder vom besten zum schlechtesten sortiert. Dadurch kann man z.B. sehen, in welchem Bereich so die besten 2/3 der Bilder liegen, oder man kann sich visuell überlegen, wie viel Prozent der Bilder man im Stack verarbeiten möchte, und wo es zu schlecht wird.

Man kann übrigens noch weitere Plots machen, indem man die PSF Statistik für ein paar Sterne für die gesamte Sequenz berechnen lässt (siehe Photometrie-Tutorial). Dann kann man z.B. auch einen Plot über den Hintergrund-Level machen und bekommt so einen Anhaltspunkt, wie hell der Himmelshintergrund war. Das hilft, zu helle Aufnahmen wegen Dämmerung oder durchziehender Wolken auszusortieren.

Grüße,
Steffen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ahhhhh.. wieder etwas gelernt. Mühsam errnährt sich das Eichhörnchen.

Ich danke euch für die Erklärung.

Würde dann speziell für diesen Stack bedeuten, das bis Bild 12 die Lights eher unbrauchbar wären was die Quallität angeht.
Und aber auch, das ich (bevor ich den Plott kannte) intuitiv richtig gehandelt habe,
indem ich beim Stacking die Prozentzahl soweit runter gedreht habe, bis sich kaum was verändert hat bei der Frameanzahl.

OK ... somit scheidet Affinity für mich in Sachen Stacking dann aus und dient nur noch zur Nachbearbeitung.
Auch wenn Affinity ja auch eine quallitätskontrolle hat. Die meiner Meinung nach ziemlich lahmar....ig ist.
Denn sobald man da die Prozentzahl verändert dauert es immer ewig bis da analysiert ist.
Als wenn bei JEDER Veränderung alles neu gecheckt wird und die Analyse nicht zwischengespeichert wird.

In Siril könnte ich jetzt noch her gehen und die Sequenz laden und hätte alle Daten wieder da.

Aber man mus auch fair bleiben. Affinity ist halt nun mal eine Fotosoftware und keine Stackingsoftware.
Und da liefert es wohl gute Arbeit.
 
Man kann übrigens noch weitere Plots machen, indem man die PSF Statistik für ein paar Sterne für die gesamte Sequenz berechnen lässt (siehe Photometrie-Tutorial).

Da sind wir dann wieder bei dem Englisch xD.

Je mehr man lernt, desto durchsichtiger wird die Komplexität des ganzen.
Denn was nutzt es einem sich stundenlang mit der Nachbearbeitung rumzuschlagen,
wenn das Summenbild schon wenig taugt.

Leuchtet einem natürlich ein (auch schon vorher). Aber wenn man lernt, was taugt und was nicht,
dann lichtet sich nach und nach der Dschungel.
 
@Markus,

in Affinity kannst du angeben viele Prozent der Bilder zum stacken verwendet werden sollen (Beste Lightframes), in deinem Fall müsste die Angabe von etwa 66% ausreichen.
 
Ich finde die Plot Funktion klasse, als ich letztens 300 Einzelbilder hatte, waren schnell 5 Übeltäter gefunden.
 
@Markus,

in Affinity kannst du angeben viele Prozent der Bilder zum stacken verwendet werden sollen (Beste Lightframes), in deinem Fall müsste die Angabe von etwa 66% ausreichen.

Ja das ist korrekt. aber wie schon weiter oben erwähnt ist die analyse schon recht träge.
Und man weis nicht wie Affinity gewichtet. Also nach welchen werten es Aussortiert.

Aber trotzdem danke für den Hinweis, falls das oben nicht so Eindeutig rüber kam.


Ich finde die Plot Funktion klasse, als ich letztens 300 Einzelbilder hatte, waren schnell 5 Übeltäter gefunden.
:ROFLMAO: Wenn ich meine Plotts anschaue, habe ich 5 vernünftige und der Rest sind alles Übeltäter xD.

Wobei der Aspekt Rundheit natürlich auch schwer ist bei nicht korrigierten Linsen, wie z.B. Low-Budget Objektiven.
Der schmale Graat der Entscheidung ... abblenden oder mehr Licht.
 
hast du einen Link zur Doku? In der offiziellen Doku steht das so nicht drin. Macht aber total Sinn.
Leider ist die Doku noch sehr unvollständig und teilweise veraltet.
Die Tutorials sind ganz brauchbar und aktuell. Vieles steht in den Tool-Tips, die sind auf jeden Fall eine wichtige Informationsquelle!
Einiges darüber, wie neue Features funktionieren (oder dass es sie überhaupt gibt...) bekomme ich auch nur mit, weil ich mir regelmäßig die neuen Änderungen im Sourcecode anschaue.

Grüße,
Steffen
 
Hallo Zusammen,

da ich mit Siril bisher ganz gut zurecht kam, aber bisher nur Darks von den Light abgezogen habe, wollte ich den vollständigen Siril Workflow exakt abarbeiten. Da ich im englischen nicht so alles gleich gerafft hatte, habe ich mir den kompletten Text übersetzt und versucht danach zu handeln. Beim ersten mal bin ich durcheinander gekommen, da die Anleitung nicht vollständig ist und man daher um die Ecken denken muss. Aber beim zweiten Durchlauf stimmte das Ergebnis.

Ein Software Neueinsteiger würde es wahrscheinlich wieder aufgeben. Zum Glück habe ich schon längere Zeit damit gearbeitet. Ich brauchte aber erst einmal einen vollständigen Datensatz mit Light, Bias, Dark und Flats. Gestern war für ein paar Stunden offener Himmel und natürlich 99% Mond. Aber für Sternhaufen musste das gehen. Also etwas gegenüber dem Mond rausgesucht. Ich bin erst einmal zufrieden.

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Hi,

mal ne Frage. :)
Ich habe auch schon Stacks mit SiriL probiert und es hat soweit geklappt, aber nur mit Lights.

Was passiert eigentlich wenn man nur eine Sorte von Kallibrations Bilder angibt, also zB nur Flats?
Wird dann automatisch dieses "Bias Gedöns" korrekt berücksichtigt , also passt sich der Workflow automatisch an?

Es sah bei mir in SiriL nicht so aus. Die Bilder waren jedenfalls nicht ok, aber ich habe noch nicht genug Erfahrung.

Im Gegensatz dazu Affinity Photo. Da kam mit den gleichen Bildern bei einem Stack nur mit Light und Flat sofort etwas sinnvolles heraus.

Ich will ja nur ein bisschen EBV nach einer EAA Session machen und dazu keinen super aufwendigen Prozess mit vielen Kallibrations Bildern benutzen.
Flats sind, finde ich, halt am wichtigsten, das sie die Vignettierung und Staub-Fehler vermindern und sie sind ja schnell und einfach gemacht.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,
also ich habe auch schon nur Dark abgezogen, da ich bei meiner ASI294MC schnell mal Sensorglühen habe. Das geht. Mit nur Flat, wird vermutlich auch funktionieren. Aber offensichtlich ist die Stärke von Siril mit allen Zusatzdateien zu arbeiten und nach deren Anleitung. Ich habe jetzt schon das zweite Bild M31 von gestern Abend nach dieser Anleitung bearbeitet und ich bin begeistert. In Affinity musste ich kaum noch etwas machen (siehe Anhang). Klar der Mond mit 99%.

Wenn man aber bei gutem Wetter 2-3h aufnehmen kann, kommen bestimmt gute Ergebnisse.

Für M31 hatte ich nur 24min. da ich gestern Abend hauptsächlich nur Test (Guiding Parameter angepasst) gemacht habe.
 

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Was passiert eigentlich wenn man nur eine Sorte von Kallibrations Bilder angibt, also zB nur Flats?
Wird dann automatisch dieses "Bias Gedöns" korrekt berücksichtigt , also passt sich der Workflow automatisch an?

Es sah bei mir in SiriL nicht so aus. Die Bilder waren jedenfalls nicht ok, aber ich habe noch nicht genug Erfahrung.
Zunächst: Nur Lights und Flats wird nicht funktionieren.
Für eine funktionierende Flat-Korrektur müssen sowohl die Flats als auch die Lights mindestens vom Offset befreit werden.
D.h. man braucht mindestens Lights + Bias + Flats.
Besser ist es natürlich, die Lights korrekt mit Darks, und die Flats korrekt mit Bias oder Flat-Darks zu kalibrieren.

Eine kleine Ausnahme: Siril unterstützt auch den Abzug eines konstanten Wertes als Offset.
Wenn Du den für Deine Kamera und Deine Aufnahme-Parameter genau kennst, kannst Du Dich um Bias-Frames herummogeln.

Bias-Frames sind aber wirklich am schnellsten von allen gemacht, und lange wiederverwendbar. Ich habe einmal ein Bias-Master gemacht und verwende das jetzt zum Kalibrieren.

Der zweite Teil Deiner Frage - mit dem "automatisch berücksichtigen" ist mir nicht klar.
Entweder Du machst die Kalibration, also das Preprozessing selbst (etwa nach diesem Tutorial), oder Du nutzt Siril-Skripte. In beiden Fällen muss Dir klar sein, welche Kalibrationsfiles Du hast, und musst sie an entsprechender Stelle anwenden oder eben in den richtigen Ordner legen.
Siril kann sich kein "Bias Gedöns" selbst ausdenken ;)

Grüße,
Steffen
 
Hi Harald @Harald. ,

du hast Hintergrund. ;)

Den bekommst du sehr schön und einfach in Affinity durch Filters->Astrophotography->Remove Background weg (vorher einen neuen Pixel Layer anlegen).
Man kann für Gradienten auch merhrere Sample-Punkte setzen.
Wenn du die JR-Macros hast kannst du auch das non-destructive "Live Background Subtraction" benutzen.
Aber das weisst du ja wahrscheinlich.

Gruß
Peter
 
Hi Steffen,

danke für deine Hinweise.
Zunächst: Nur Lights und Flats wird nicht funktionieren.
Für eine funktionierende Flat-Korrektur müssen sowohl die Flats als auch die Lights mindestens vom Offset befreit werden.
D.h. man braucht mindestens Lights + Bias + Flats.
Besser ist es natürlich, die Lights korrekt mit Darks, und die Flats korrekt mit Bias oder Flat-Darks zu kalibrieren.
Das hatte ich befürchtet.
Aber warum sah das dann in Affinity auch nur mit Flat völlig richtig aus? Vignettierung und Staub war weg.

Eine kleine Ausnahme: Siril unterstützt auch den Abzug eines konstanten Wertes als Offset.
Wenn Du den für Deine Kamera und Deine Aufnahme-Parameter genau kennst, kannst Du Dich um Bias-Frames herummogeln.
Wo gibt man das an?

Bias-Frames sind aber wirklich am schnellsten von allen gemacht, und lange wiederverwendbar. Ich habe einmal ein Bias-Master gemacht und verwende das jetzt zum Kalibrieren.
Alles klar. Dann muss ich wohl doch auch noch Bias Frames machen.

Der zweite Teil Deiner Frage - mit dem "automatisch berücksichtigen" ist mir nicht klar.
Entweder Du machst die Kalibration, also das Preprozessing selbst (etwa nach diesem Tutorial), oder Du nutzt Siril-Skripte. In beiden Fällen muss Dir klar sein, welche Kalibrationsfiles Du hast, und musst sie an entsprechender Stelle anwenden oder eben in den richtigen Ordner legen.
Siril kann sich kein "Bias Gedöns" selbst ausdenken ;)
Ich hatte gedacht, dass der Prozess eben berücksichtigt, dass nur ein Flat angegeben ist und dann die Bias Problematik irgendwie automatisch "rausgerechnet" wird.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

Den konstanten Offset-Wert kannst Du im Pre-Processimg-Tab in das Feld neben "Offset benutzen" eintragen, indem Du dort statt einer Datei (also dem Master-Bias) eine konstante Zahl mit Gleichheitszeichen eingibst, also z.B. "=2048".
Siehe dazu auch Synthetic biases

Ich hatte gedacht, dass der Prozess eben berücksichtigt, dass nur ein Flat angegeben ist und dann die Bias Problematik irgendwie automatisch "rausgerechnet" wird.
Was meinst Du mit "dass nur ein Flat angegeben ist"?

Du arbeitest immer mit einer Bilder-Sequenz.
Zuerst arbeitest Du mit der Sequenz der Bias-Frames. Diese kannst Du zu einem Master-Bias stacken.

Dann arbeitest Du mit der Sequenz der Flat-Frames. Diese kannst Du kalibrieren, indem Du im "Pre-Processing" Tab bei "Offset benutzen" das eben erstellte Master-Bias auswählst. Wenn das Pre-Processing fertig ist, erhältst Du eine neue Sequenz der kalibrierten Flats, die Du zum Master-Flat stacken kannst.

Dann kommt die Sequenz der Darks (wenn Du welche hast). Die kannst Du zu einem Master-Dark stacken.

Dann die Sequenz der Lights. Die kalibrierst Du, indem Du im "Pre-Processing" Tab das Master-Dark bei "Dark-Frame benutzen" auswählst. Wenn Du kein Dark hast, dann alternativ das Master-Bias bei "Offset benutzen" auswählen. Dann noch das Master-Flat auswählen, je nach Quell-Material noch "Vor dem Speichern die Bilder Debayern" einschalten, und Pre-Processing starten.
Das ergibt wieder eine neue Sequenz mit den kalibrierten Lights, die nun registriert und gestackt werden können.

Siril muss da nichts berücksichtigen. Du sagst dem Programm, was es machen soll.

Die Alternative ist die Verwendung eines vorgefertigten Skripts. Da musst Du ein Skript auswählen, was genau für Deinen Satz an vorhandenen Kalibrationsfiles passt. Dann erwartet das Skript die richtigen Files im richtigen Ordner. Auch hier gibt es nichts zu "merken" oder "automatisch berücksichtigen".

Grüße,
Steffen
 
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