Sky Atlas 2000

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MDoering

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Hallo,

ich überlege mir als Ergänzung zum Karkoschka den Sky Atlas 2000 zuzulegen.
Nur welche Version ist für den Feldeinsatz am besten geeignet?
Über Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.

Clear Skies,

Mike
 
Hallo,

ich besitze die laminierte Version mit weißen Sternen auf schwarzem Grund ("Field edition"?) und würde gerade zur anderen mit schwarzen Sternen auf weißem Grund raten. Grund: die schwarzen Karten sind zwar bzgl. Dunkeladaption prima, aber man sieht weder aufgelegte Gradnetzschablonen noch kann man mit wasserlöslichem OHP-Marker irgendwas auf die Karten zeichnen.

Selbstverständlich ist eine gute Rotlichtlampe Pflichtausstattung - die allermeisten Modelle sind m.E. viel zu hell <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />

Gruß,
Tom
 
Hallo Tom,

vielen Dank für die schnelle Antwort. Ist die schwarz/weiß-Version noch übersichtlich?
Dachte eventuell an die Deluxe Version, aber wie sieht die im Rotlicht aus? Frage über Fragen.
Gruß,
Mike
 
Hallo Mike,

die Wirkung der Farbe unter Rotlicht beim SA kenne ich zwar nicht, aber der "Cambridge Star Atlas 2000" von Tirion ist farblich ähnlich gehalten und gefällt mir unter Rotlicht nur bedingt. Nachts ist bekanntermaßen das Farbensehen sehr reduziert.

Was meinst du mit "übersichtlich?" Die Deluxe-Edition ist m.W. etwas größer vom Format her, aber ich halte das eher für einen Atlas für drinnen statt für den Feldeinsatz. Vielleicht berichtet ja noch jemand von diesbzgl. Erfahrungen.

Gedruckte Atlanten kämpfen alle mit denselben Zielkonflikten: Handlichkeit bedingt kleinen Maßstab und geringe Grenzgröße. Detailtreue heisst, zwei oder gar drei dicke Schinken, die auch noch eine Menge Geld kosten. Irgendwo zwischen Karkoschka und Uranometria / Millennium liegt der SkyAtlas 2000. Er ist ein guter Kompromiss, aber für ambitionierte Beobachter mit Teleskopen von 8 Zoll und mehr ist er schnell ausgereizt. Das merkt man gerade bei der Aufsuche von schwachen Objekten, wenn dann die stellare Grenzgröße einfach nicht ausreicht. Z.B. wird man es nicht schaffen, den Pluto mit Hilfe eines gedruckten Atlas (egal welcher!) zu identifizieren. Da braucht man eine vorgefertigte Aufsuchkarte - oder eine mit geeigneter Software selbst erstellte. Sinngemäß dasselbe würde ich auch bei vielen Deep Sky Objekten sagen.

Gruß,
Tom
 
Hallo Mike,
Dachte eventuell an die Deluxe Version, aber wie sieht die im Rotlicht aus?
Ich benutze die Deluxe Version:
Bei Tageslicht - zur Beobachtungsvorbereitung - ist sie wesentlich übersichtlicher als die schwarz/weiss-Version.
Bei Rotlicht erscheinen Galaxien - wie bei der schwarz/weiss-Version - nur mit ihrer Umrißlinie, die Nebel und die Milchstraßenteile sind aber deutlich dunkler abgesetzt, was mir gut gefällt.
Ich ziehe die Farbversion jederzeit vor.
Zur Beobachtungsvorbereitung nehme ich aber auf keinen Fall einen wasserlöslichen Stift, da die laminierte Karte oft klatschnass wird und von den Eintragungen nicht viel übrig bleibt. Ich nehme wasserfeste Stifte und benutze zum Abwischen etwas Spiritus.
 
Hi Mike!

Ich hatte hier vor knapp fünf Wochen eine ähnliche Frage wie Du gestellt.

Bedenke, dass der Sky Atals eine Sterngrenzgröße von 8.5m besitzt, die Detailkarten des Karkoscha allerdings schon 9.0m haben, was wohl schon eine Menge ausmacht! Diese 0.5m möchte ich beim Aufsuchen von Deep Sky Objekten via 8x50 Sucher (in Verbindung mit dem Rigel Finder) nicht missen.

Trotz des zurückliegenden Threads konnte mich bislang immer noch nicht für ein neues Kartenwerk entschieden und nutze z. Z. noch den Karkoscha + Deep Sky Reiseführer in Verbindung mit CdC.

Tja, später kommt wohl doch noch eine professionelles Software wie beispielsweise Guide hinzu und im Papierformat auch wohl eher die Uranometria statt des Sky Atlas.
Aber ehrlich gesagt bin ich mir immer noch nicht 100%ig sicher, sonst hätte ich auch schon bestellt. Vielleicht ist ja auch der Sky Atlas in Verbindung mit einer guten Kartensoftware die richtige Wahl!?!

Ich weiß nicht, ob die laminierte Version des Sky Atlas für den Feldeinsatz das non plus ultra ist. Das Format ist schon arg groß und läßt sich im Gegensatz zur den unlaminierten Versionen nicht falten. Auf jeden Fall würde ich immer die Desk Vesion (schwarze Sterne - weißer Hintergrund) der Field Version (weiße Sterne - schwarzer Hintergrund) vorziehen. Also entweder die (unfarbige) Desk Version und diese evtl. dann selbst binden lassen oder ggf. doch besser die unlaminierte Deluxe Version, wie Peter schon schrieb.

Es ist wirklich die Qual der Wahl und letztendlich wird man es wohl selber eine Zeit lang in der Praxis ausprobieren müssen, um zu sehen was einem am ehesten liegt.

Im übrigen finde ich es gut, dass der Sky Atlas ein Begleitbuch - den Sky Atlas Companion- hat. Würde ich auf jeden Fall mitbestellen, wenn es der Sky Atlas werden sollte.

An den guten Peter Krebs noch folgende Frage: Ich habe gerade auf Deiner Homepage gelesen, dass Du mit einem 12.5" Dobson beobachtest. Den Sky Atlas sowie zumindest den Nordteil der Uranometria und auch den Night Sky Observers Guide nennst Du ebenfalls Dein Eigen. Welches der Kartenwerke hast Du denn am häufigsten neben Deinem Teleskop liegen bzw. reicht Dir der Sky Atlas denn bei einem 12.5 Zöller überhaupt noch von der Grenzgröße?

Grüße,

Gerrit.


 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

hört sich gut an. Ich hatte erst ein paar Bedenken bezüglich des Rotlichts.
Ich tendiere auch lieber zur fabigen Ausgabe, weil sie mir übersichtlicher erscheint.
Der Atlas ist zwar kein Schnäbschen, aber was tut man nicht alles für sein Hobby.
@Osho:
Mein Karkoscha ist durch Taubeschlag schon ganz unansehnlich. Die Grenzgröße ist kein Problem,
da ich hauptsächlich aus der Stadt spechtle und da reichen 8.5 mag
Ich brauche einfach eine Karte, die mir zeigt was in meiner Umgebung gerade zu sehen ist.
Dafür ist das Kartenformat des Karkoscha leider etwas klein.
Danke für den Tipp mit dem Companion. Die Deluxe (laminiert)und das Companion ist zwar teurer
als Guide 8.0, aber dafür für den Feldeinsatz geeignet.

Nochmals Danke für die Antworten.

CS
Mike
 
Hallo Gerrit,
am häufigsten ist der SkyAtlas im Einsatz, weil der immer dabei ist.
Aber für die Suche nach schwierigen Objekten - die im SkyAtlas gar nicht mehr verzeichnet sind, steht nebenan immer noch die Kiste mit Uranometria N+S (+ DeepSky Field Guide) sowie der Millennium Star Atlas. Aber zuerst versuche ich immer, mit möglichst wenig Aufsuchehilfe die Objekte zu finden, also mit Hilfe des SkyAtlas.
Der Nignt Sky Observers Guide ist beim Spechteln nicht dabei.
Aber immer die drehbare Sternkarte. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Hallo Mike,

ich habe die laminierte Deluxe-Ausgabe und finde das Kartenbild mit den Farben tagsüber wesentlich schöner als nur schwarzweiß. Nachts sieht man unter Rotlicht natürlich (fast) nichts von den Farben, aber die Objekte sind dennoch gut erkennbar und unterscheidbar.
Durch das Einlaminieren ist der Atlas ziemlich unverwüstlich, aber ganz ohne Nachteile ist es leider imho auch nicht:

Zum einen -das ist ja wohl klar- ist der Atlas ziemlich sperrig. Dazu braucht man nix mehr sagen.
Zum anderen aber noch etwas, das nie Erwähnung findet, mich aber ab und zu stört: Beim nächtlichen Betrachten mit ner (Rotlicht)lampe kann man sich leicht blenden, weil die einlaminierten Karten das Licht supertoll reflektieren. Natürlich ist dass ganze einfach zu verhindern, indem man mit schrägem Einfallswinkel auf die Karten leuchtet, aber trotzdem passiert es mir noch oft genug.

Abschließend noch eine allgemeine Meinung zum Sky Atlas:
Je größer die Optik ist, desto besser lässt er sich einsetzten.

Der Grund ist imho einleuchtend: In einem großen Teleskop kann man die verzeichneten Objekte meist leicht erkennen, also reicht eine Karte, mit der man bis auf einen Gesichtsfeldurchmesser genau ins Ziel kommt. Bei einer kleinen Optik, mit der die meisten Beobachtungen grenzwertig sind, ist es besser, mehr Sterne fürs Starhopping zu haben. Außerdem sind mit kleiner Optik viele Objekte garnicht sichtbar und wenn man dann nicht auch den Companion hat, dann sucht man sich evtl. an Galaxien ab, die man garnicht sehen kann.

Deshalb würde ich den Skyatlas für kleine Teleskope (4") weniger empfehlen als für größere (>= 8")

Ich mache es so, dass ich den Sky-Atlas an meinem 12"er für die helleren Objekte (= Großteil der Objekte im SA) auschließlich verwende und für schwächere Sachen auf ausgedruckte Detailkarten zurückgreife, wobei der SA dann nur für das grobe Suchen verwendet wird. Damit komme ich bisher gut zurecht.

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

Dein Einwand bzüglich Blendung ist interessant.
Die bisherigen Antworten bestätigen, dass die Deluxe Version mit Companion keine Fehlinvestition ist.

Er läßt sich wohl auf gut für die Beobachtungsplannung nutzten. Zu Hause in Ruhe die Objekte aussuchen
und markieren. Im Feld keine Zettelwirtschaft mehr und anschließend die Karten wieder sauber wischen.

Ich denke die Anschaffung ist eine beschlossenen Sache.

CS
Mike
 
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