SkyLux 70/700. Der Alptraum unterm Weihnachtsbaum, oder doch ein brauchbares Einsteigerteleskop?

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MeisterDee

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Hallo Leute,
angeregt von zwei Themen über ausgesprochen niedrigpreisige Teleskope möchte ich Euch von einem Teleskop berichten, das man mir kürzlich brachte:

Ein SkyLux 70/700.

„Der Bub hat das vor Jahren geschenkt bekommen, einmal durchgeschaut, seither steht es im Keller rum und immer im Weg. Dietmar, du kennst dich doch damit aus, guck doch mal, was man damit machen kann“ So kam es zu mir.

Und so könnte das damals ausgesehen haben:


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Auch wenn ich mich mit so etwas doch nicht besonders gut auskenne, habe ich es mir mal angesehen. Ich sage es gleich: viel erwartet habe ich nicht.

Es handelt sich also um einen 70mm Refraktor mit 700mm Brennweite, auf einem EQ1-Nachbau, darunter ein Alu-Dreibein mit ausziehbaren Beinen. (Beinchen)
Im Zubehörpack:
1. Anleitung in deutscher Sprache
2. CD mit einer Planetariumssoftware für PC
3. 1,25“ Zenitspiegel
4. Okular 20mm
5. Okular 4 mm
6. 1,5x Barlowlinse, bildaufrichtend
7. 30mm Sucher

Das Teleskop
An dem sehr leichten Tubus mit fester Taukappe fällt sofort der äusserst wackelige
Okularauszug auf. Alles aus Plastik. Die Verchromung des Auszugsrohres soll wohl etwas Wertigkeit suggerieren, aber es bleibt billigstes Plastik.
Bei einem Öffnungsverhältnis von f/10 macht das Gewackel allerdings nicht viel aus, doch schön ist das auf keinen Fall. Liebhaber feiner Mechaniken würden weinen.

Die Montierung
Der EQ-1 Nachbau macht auf den ersten Blick einen einigermaßen soliden Eindruck. Die über biegsame Wellen betätigten Antriebe der Achsen laufen angenehm satt und so gut wie spielfrei. Die Lagerung hat auch so gut wie kein Spiel. Soweit ganz OK.
Die doppelte Rohrschelle aus Leichtmetall nimmt das Rohr gut auf, es läßt sich gut verschieben und auch gut fixieren. Für das leichtgewichtige Teleskop in Ordnung.
Azimuth- und Polhöheneinstellung ist sehr einfach gehalten, aber brauchbar.

Das Stativ
Das Alustativ stellt erwartungsgemäß einen echten Schwachpunkt dar.
Es gibt bei geringster Belastung nach, schwingt, federt, lässt sich verdrehen.
Das Anziehen der Schrauben in den Plastikgelenken tut weh, die Flügelmuttern sind scharfkantig und eigentlich viel zu klein. Sie erfüllen ihren Zweck nicht. Wie so Manches an dem ganzen Set...
Auch mit einer Zange angezogen läßt sich keine ausreichende Stabilität erreichen.

Das Beobachten
Der erste Beobachtungsversuch findet am Tage statt. Keine gute Idee.
Abgesehen davon, dass das Teleskop bei jeder Berührung zappelt und sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit beruhigt, ist das Beobachten absolut kein Genuss:
Das Teil ist offenbar tagblind. Obwohl der Tag hell, sonnig und klar ist, sehe ich Alles nur im Nebel. Eine Taube auf dem Dach gegenüber, die Kaminabdeckung eines anderen Nachbarn. Nichts wird richtig dargestellt. Das Bild flau, kontrastlos, wie im Nebel. Hier zeigt sich die miese Qualität der Okulare. Das Billigste vom Billigen.
Mit dem 20mm Okular ist noch etwas zu erkennen, flau eben. Doch das 4mm fällt komplett durch. Die Linse ist so klein, dass man nicht glauben möchte, dass da überhaupt Licht durchkommt. Ein winziger Lichtpunkt, nur mit Mühe zu erkennen,
und auch nur in einer ganz bestimmten Position. Nur ein Hauch zu nah, oder zu weit weg, oder nur ein klein wenig aus der Mitte, und das Bild wird psychedelisch.
Das produziert nur eins: Kopfschmerzen.
Nochmal das 20mm, aber mit 1,5x Barlow: nicht besser. Ich schaue in eine Röhre. Am Ende ein schwer zu definierender Lichtpunkt. Das ist Müll.

OK, nochmal am Nachthimmel.
Ich starte mit dem Mond, der als kräftige zunehmende Sichel am Himmel steht.
Als das Teleskop nach Scharfstellen aufgehört hat zu zappeln stimmt der Blick durch das 20mm Okular etwas versöhnlich. Der Erdtabant ist eigentlich ganz gut abgebildet, was möglicherweise daran liegen kann, dass ich absolut nichts erwartet habe. Die Barlowlinse war bei Tag Müll, sie ist auch jetzt Müll. Völlig unbrauchbar.
Ich probiere das Ganze mit dem 4mm Okular und der Boden hat mich wieder.
Das Teleskop kommt einfach nicht zur Ruhe. Wahrscheinlich sende ich Gravitationswellen aus, die das Teleskop zum Schwingen bringen........
Wenn es dann doch mal einigermaßen still steht, ist das Bild katastrophal.
Helligkeit ist weg, Schärfe nicht hinzubekommen.
An der Luft liegt es nicht. Eine so klare Nacht hatten wir lange nicht!
Mit dem 80mm APO daneben erscheint die Mondoberfläche selbst bei Vergrößerung 87-Fach - knackscharf.
Ich probiere noch einmal mit dem 25mm Superplössl, das unserem C9,25 beilag.
Das Ergebnis: viel besser. Aber nicht berauschend. Selbst wenn der Anblick des jetzt etwas kleineren Mondes ganz nett ist, macht jede Berührung, jedes Scharfstellen mit dem unweigerlich folgenden Gezappel jeden beginnenden Ansatz von Spaß sofort wieder zunichte.

Noch ein Versuch am Stern.
Schwenk nach Nord-Ost, weg vom Mond. Eingestellt: Irgendetwas. Ich will die Darstellung von Sternen sehen. Ich nehme wieder das 20mm, und bekomme keinen Stern punktförmig eingestellt. Das 4mm Probier ich gar nicht erst.
Mit dem 25mm Superplössl werden Sterne schon deutlich besser abgebildet,
Feiner (auch wegen der 5mm mehr Brennweite) aber auch nie richtig punktförmig.
Die Versuche endlich ordentlich zu fokussieren machen mich ungeduldig, und meine Laune wird schlechter. Ich stelle mir gerade vor, Kinder gehen mit dem Teil erstmals voller Erwartung raus, und erleben das. Jetzt weiß ich genau, warum das Ding im Keller landete, und schließlich bei mir „entsorgt“ wurde.....
Ein paar Minuten noch mit dem APO, und ich bin wieder gut gelaunt.
Ich breche aber ab, weil es kalt geworden ist. Zu kalt für Badelatschen........

Mein Fazit
Auch wenn ich mir ganz sicher bin, dass die Herren Galilei oder Keppler verrückt geworden wären vor Freude, wenn sie mit diesem Teleskop hätten arbeiten können:
Diese Set kann ich heute niemandem empfehlen.
Keinem Einsteiger. Keinen Kindern. Auch Keinem mit knappem Budget.
Selbst für kleines Geld ist heutzutage mehr möglich.
Nur sehr Wenigen, würde das Spielen mit dem Ding Spaß bereiten.
Und die müssten schon viel Interesse mitbringen, und wissen, worauf sie sich einlassen.

Das Sinnvollste, was mir mit dem Ding zu tun einfällt, ist, es fein säuberlich zu zerlegen, und möglichst sortenrein dem Recycling zuzuführen.

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

schau mal hier: Skylux 70/700

Vielleicht beantwortet das Deine Frage.

CS.Oli
 
Hallo Dietmar,

bevor Du den Skylux entsorgst, schicke ihn lieber mir zu. Das ist nämlich ein ganz tolles Teleskop um daran herum zu basteln. Und das ist noch die gute „alte“ Version mit der blauen Metalltaukappe. Meiner tut schon seit Jahren in verschiedensten Positionen und Einzelteilen bei mir seinen Dienst: der Tubus war erst Leitrohr für meinen 80/560 ED und ist seit ein paar Jahren als Optik für meinen PST-Mod im Einsatz: der 70/700 „Sunlux“ aus meiner Signatur. Die biegsamen Wellen sind an meine Vixen Porta migriert und die Monti wird bei Gelegenheit in eine azimutale Monti mit Feintrieben umgebaut.

Jeder Astro sollte einen Skylux haben. Nicht um damit zu beobachten, sondern um ihn zu schlachten! :LOL:
Natürlich müssen die üblichen Modifikationen durchgeführt werden. Tubus und vor allem OAZ-Rohr mit Velours auskleiden, OAZ optimieren und mit einem Laser bestmöglich justieren. Dann aber liefert der Skylux ein überraschen gutes Bild für seinen kurzen Preis.

Also: entweder behalten und optimieren oder an einen anderen Sternfreund weitergeben. Wie gesagt, wenn Du ihn loswerden willst, ich nehme ihn Dir ab. Versandkosten und ein Extra für den Aufwand bekommst Du natürlich von mir.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Dietmar,

die heutigen Skyluxe sind glaube ich noch viel schlimmer. Anfangs wurden sie mal mit einer Astro 3 Montierung (oder Nachbau) verkauft, welche das Gerät noch recht stabil trug.

Heute sieht es so gruselig aus:


Das tut mir schon beim Ansehen weh.

Dennoch, da die Objektive meist was taugen, ist die Optik fürs Wegwerfen zu schade.


VG
Klaus
 
Hallo Dietmar,
das Teleskop selbst soll eigentlich ganz gut sein. Wir nennen es "Lidl-Scope". Benötigt eine stabilere Montierung...
Clear Skies
Dietrich
 
"Vergrößerung: 35x – 525x "

:rolleyes: Kopfschüttel...

CS.Oli
 
„Hochleistungsteleskop“

:unsure: Noch mehr Kopfschüttel......

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

im Kopf habe ich zum Skylux folgende Fehlerquellen:

1. Asti durch Taukappe. Die zu enge Taukappe quetscht (auch durch Kälte bedingt) das darunterliegende Objektiv derart zusammen, dass die Optik übelsten Asti bekommt. Test: Draußen einfach mal die Taukappe abziehen. Kann man sie ohnehin nur "runter würgen", weiß man's eigentlich schon...
2. Die Tagblindheit wird ja von irgendwoher kommen. Je nach Lidl-Version ist das Ding mit einer Blende vorn am OAZ auf 50mm abgblendet. Der Link oben beschreibt schon das Absägen, wenn der Auszug auch ohne Blende weiter vignettiert. Die Tagblindheit wird von irgendeiner blanken Fläche herrühren, die im Streiflicht beleuchtet wird: Mit Veloursfolie versorgen.
3. Shifting: Schauen, ob der OAZ "Gleitstreifen" hat und diese mit ein paar Lagen Tesafilm unterkleben, bis das Ding stramm läuft. Kann sein, dass man nach einiger Zeit dieses "Ventilspiel" nochmal nachstellen muss.
4. Nur für Leute, die schon keine Angst mehr vor einem Totalverlust haben: Das Lidlscope wird nicht rotationskollimiert. Leute mit Spaß an der Freud nehmen das Ding auseinander (kriegen Juckreiz bei der Konstruktion der Linseneinfassung) und verdrehen die Linsen mal um 30°, bauen es zusammen, bewerten ob besser oder schlechter, bei besser geht man nochmal 30° weiter, bei schlechter 60° zurück... usw... Wenn man eine gute Position gefunden hat, macht man sich hübsch einen Bleistiftstrich über beide Linsenränder als Positionsmarke für die Zukunft.

Am Ende kann es sogar sein, dass man das Ding beugungsbegrenzt hinbekommt. Dann lehrt es einem 80mm Apo nicht das fürchten, könnte aber mit einer brauchbaren Montierung an einen Einsteiger weitegereicht werden, der eine echte Chance haben soll, das Hobby kennenzulernen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

also ich kann auch nur zum Basteln animieren. Viel versauen kann man da ja eh nicht, aber um so mehr dazu lernen.

Vielleicht ist das ja bekannt, aber die mögliche Vignettierung durch den Okularauszug kann man gut zeichnerisch überprüfen. Den Lichtkegel am besten 1:1 aufzeichnen und schauen, wie weit der Durchlass an der Stelle sein müsste, an dem der Okularauszug im Fokus ist.

Viele Grüße
Peter
 
Jeder Astro sollte einen Skylux haben. Nicht um damit zu beobachten, sondern um ihn zu schlachten! :LOL:
Dem kann ich nur beipflichten - wobei, wenn man es "tuned", kann man sogar damit beobachten.
Nach meinem ETX-90, dass ich schnell entnervt wieder verkauft habe, war das Lidl-Scope mein zweites Telekop vor vielen Jahren. Und da hab ich mich richtig dran ausgetobt, alle Anleitungen im Web dazu verschlungen.
Taukappe lockern, Velourfolie wo immer es ging, OAZ absägen und Lauf optimieren, Objektiv kollimieren, Teleskop justieren, Stativbeine mit Sand füllen und massivere Schrauben am Kopf, zweite Beinklemme und einiges mehr...
Das hat Spaß gemacht, ich hab viel dabei gelernt, später Teleskope selber gebaut und man konnte wirklich gut damit beobachten. Ein paar vernünftige Okulare waren natürlich Pflicht.
Das Ding lebt heute noch - nach Umbau auf eine Einarm-Rockerbox hab ich es dem Nachbarsjungen geschenkt.
 
Hallo zusammen,
ganz sicher sind an dem Set auch Teile verbaut, die man grundsätzlich als "brauchbar" bezeichnen kann.
Die Gläser werden, wenn ich richtig lese, gern für Bastelprojekte und Eigenbauten genommen, und auch die Montierung ist -zumindest für diese Preisklasse- absolut nicht schlecht.
Der Rest ist einfach nur ................ (maximal verächtlicher Ausdruck in Fäkalsprache)

@Sven_Wienstein
Versierte Tüftler, lernbegierige Bastler und Andere mit viel Freizeit können so einem Set sicher einiges an Spass abgewinnen, wenn sie es für Lau in die Finger bekommen, und freuen sich -mit Recht- über brauchbare Ergebnisse.

Aber:
Gehören diese zu der Käuferzielgruppe des Anbieters /Herstellers? Sicher nicht.
Verkauft wird vornehmlich an gutgläubige Anfänger, Ahnungslose, die etwas "Tolles" verschenken wollen, und an die armen Teufel, die nicht viel Geld haben und sich von den überschäumenden Werbeaussagen einwickeln lassen.

Wer von denen hat denn noch einen alten Tubus, einen Okularauszug, ein gutes Stativ, einen Koffer voll Okulare usw. im Keller rumliegen, und dazu die Lust, das Werkzeug und die Fertigkeiten, das Alles mit entsprechendem Aufwand zu einem halbwegs brauchbaren Teleskop zusammen zu frickeln? Niemand.

Die wollen keine Überaschungsbox "Finde heraus, welche Teile davon brauchbar sind".

Die wollen ein "Hochleistungsteleskop". Die wollen Auspacken und den Himmel erobern. Sofort.

Was bekommen sie? Einen einzigen Mangel. Mangel, weil das Teil die vereinbarten bzw. zugesicherten Eigenschaften nicht aufweisen kann. (ich denke da nur an 525-fache Vergrößerung............525-fach!!!!!)
Für das zweite 525-fach habe ich ca. 150 Dezibel vorgesehen, das ist aber hier leider nicht darstellbar........

Selbst diejenigen, die wissen, was Werbeversprechen wert sind, und von vorn herein die Hälfte abziehen, sind über den Tisch gezogen. Denn selbst von der Hälfte der versprochenen Leistung sind die Dinger so weit weg, dass es für die Beschreibung des Abstandes kein passendes Superlativ gibt.

Ich muss aufhören..........mein Blutdruck..........

Ach nee, eins hab ich noch:
Ich überlege, den SkyLux nicht zu verschrotten, sondern in der Sternwarte zu schauen, ob Platz für eine Ecke mit "Toxischen Gerätschaften" ist. Zum Abschrecken. Wie auf Zigarettenschachteln, nur echt. Dann können Interessierte selbst probieren. Einmal durchgeschaut, einmal verglichen, und die wissen sofort, was sie NICHT wollen.

CS

Dietmar
 
Moin zusammen!

Ich glaube zunächst nicht, daß oben überhaupt ein echter Lidl-Skylux "getestet" wurde.
Begründung:
- Die Montierung wurde als modifizierte EQ-1 bezeichnet. Das stimmt so nicht, die Lidl-Montierung war u.a. wesentlich schwerer. Gewichtsmäßig schon auf dem Niveau einer GP - ich hatte beide Montis seinerzeit wiegetechnisch miteinander verglichen. Die schwarze Monti der zweiten Lidl-Version war nur halb so schwer und hatte statt des Alu- ein Stahlrohrstativ. Der Motor der Lidl-Montierung waren auch nicht mit dem der EQ-1 kompartibel, soweit ich mich erinnere.
- Es ist die Rede von einer "doppelten Rohrschelle aus Leichtmetall". Kenner der Materie wissen, daß der Lidl seinerzeit eine einteilige Kunststoff-RS zum Aufklappen besaß (wie auch oben auf dem Foto zu sehen!).

Von der oben beschrieben "Wackeligkeit" kann ich kaum was bestätigen. Aber wahrscheinlich hat sich unser "Tester" nur die Fingerchen an den "viel zu kleinen Flügelschräubchen" geklemmt, anstatt die ordentlich festzuziehen. Ein Dreh mit dem Schraubenzieher hätte auch den dauerwackelnden OAZ ruhiggestellt.

Weiter werde ich auf diesen vernichtenden Bericht oben nicht eingehen. Auch ich habe mehrere "out-of-the-box"-Lidls besessen und kann so einiges, was oben geschrieben wurde, nicht nachvollziehen. Das meiste "Wahre" wurde zum Lidl vor 15-20 Jahren bereits geschrieben. (Siehe Link unten)
Jetzt nach dieser langen Zeit noch einen derart vernichteneden Report abzulassen, ist völlig überflüssig. Genausogut kann man sich über die Technik eines 60er-Jahre-Käfers aufregen.


Die Okulare 20 mm und "4 mm" waren einfache Kellner-Okulare. Das "4er" war - wie Vergleichsbeobachungen seinerzeit ergaben - eher ein Okular mit 6 mm Brennweite. Wer damit (117fach, 0,6 mm AP) nichts erkennen konnte, sollte mal seinen Augenarzt aufsuchen. (Das flaue Bild konnte man dem Lidl mit einfachen, aber notwendigen Tuningmaßnahmen austreiben.) Klar, das so ein Teleskop nichts für Grobmotoriker ist, aber als bastelnder Anfänger (auch als Kind!) lernt man wenigstens so noch etwas über die Optik und Mechanik.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Dietmar,

wieso geht dieser Brüll an mich?

Hallo Winnie,

hm, hinter welchem Mond hast Du Dich verkrochen? Das Ding ist Charge um Charge schlechter geworden! Und das haben wir in diesem Forum auch immer hübsch besprochen, bis es vor ein paar Jahren eigentlich nur gänzlich durch war. Danach gab es keine Updates mehr.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Micha,
Wo Du Recht hast, hast Du Recht, Die Rohrschelle ist tatsächlich aus Kunststoff.
Ich habe mich wohl von der Hammerschlaglackierung irre führen lassen.
Doppelt bezeichnete ich sie, weil sie über zwei (gut funktionierende) Auflageringe verfügt.
Aber das hätte ich in der Tat besser anders beschreiben können.

Allerdings ist die Montierung, die ich als EQ1-Nachbau bezeichnet habe , von meiner Kritik
überhaupt nicht betroffen. Ganz im Gegenteil.
Die Montierung ist von Allem noch das am besten Funktionierende.

Ganz anders aber das Stativ. Da muss ich Dir widersprechen:
Ich habe die Schrauben mit einer Zange angezogen, ohne Erfolg. Die Schrauben sind auch gar nicht
die Schwachstelle. Es sind die Kunststoffenden der Beine, die Teil des Scharniers sind,
sowie die Aluprofile der Beine selbst. Der Kunsstoff ist zu weich, das Aluprofil zu dünn,
Alles gibt nach; bei geringster Belastung verwindet sich das Ganze. Das geht doch nicht.......

Und mal ehrlich: Findest Du den Blick durch das K 4mm in irgendeiner Weise gut?

Ob es sich bei dem Exponat um ein Teleskop von Lidl handelt, weiß ich nicht.
Der Name Lidl taucht weder am Teleskop , noch irgendwo in der Dokumentation auf.
Daher habe ich auch darauf verzichtet, den Laden zu erwähnen.

Auch wenn ich mich jetzt wiederhole:
Mit Bastelarbeit kann man eine Menge herausholen. Stimmt. Doch das passiert in den seltensten Fällen.
Meistens durchlaufen die Teile doch die Stationen, die auch das hier Beschriebene durchlaufen hat:
1. Gekauft als "Hochleistungsteleskop"
2. Tolles Geschenk
2. Feldtest mit Enttäuschung
3. Keller
4. Sperrmüll (Hochleistungssperrmüll)

Das ist das, worauf ich hinaus wollte.

CS

Dietmar
 
Hi Dietmar,
ich denke Du hast ein schlechtes Exemplar erwischt. Das was Du optisch beschreibst wäre in der Tat zu wenig, deckt sich aber nicht mit meinen Erfahrungen aus 2002/2003 als das Ding im Handel neu zu kaufen war. Nachzulesen wäre es hier: Deepsky Brothers

Verbessert mit normalen ZS und normalen Okularen waren damit Mondschatten auf Jupiter und zahlreiche Strukturen auf Mars während der Opposition teils gut sichtbar. 0,5 AP war kein Thema.

Wo ich bei Dir bin, ist die irreführende Werbung mit den 525 x . Auch wenn es ob der Ausstattung technisch erreichbar ist/wäre, bleibt die Anwendung unsinnig, was die Bewerbung ad absurdum führt.

Wer Glück hatte, und damals waren beim Gurkenlotto im Niederpreissegment viel mehr Nieten im Spiel, ein gutes Skylux zu erwischen und davon berichteten hier viele, der konnte viel Spaß haben.

CS
 
Hallo zusammen,

was man mit so einem Teil machen kann und wie man es ausstatten muss wissen WIR.
Super Sache!

Hier

.....„Der Bub hat das vor Jahren geschenkt bekommen, einmal durchgeschaut, seither steht es im Keller rum und immer im Weg. Dietmar, du kennst dich doch damit aus, guck doch mal, was man damit machen kann“ So kam es zu mir.
Und so könnte das damals ausgesehen haben:


Den Anhang 123588 betrachten
.........

steht die Zielgruppe des Marketings und das was im Regelfall unweigerlich damit passiert, dass es noch nicht zum Müll ging ist ein Wuder und dass es nach Jahren für einen Kundigen hervor geholt wird ist auch absolut nicht der Regelfall.
Ob der es hinbekommt und seine Freizeit dranhängt ist immer noch fraglich.

Daher ist, wie schon öfter angemerkt, der größte Teil dieser Geschenke als absolute Ressourcenverschwendung zu bewerten und zwar nicht nur diverse Beilagen oder Teile, sondern komplett.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Günther,

letztes Jahr im Sommer habe ich die Nummer mit einem Noname 60/800 gehabt, das haben Kinder beim Nachbarn vom Container abgegriffen. Beim Sucher gab es kein Unendlich, weil der Kitt-Achromat verkehrtrum drin lag, den 1" Okularauszug habe ich gegen den von meinem zersägten Tchibo-Torpedo getauscht und einen China-Adapter auf 1,25" bestellt, damit ein 22mm Dispenseable zusammen mit einem 10mm Super eine brauchbare Minimalausstattung darstellen.

Clear Skies
Sven
 
Moin Sven!

> Das Ding ist Charge um Charge schlechter geworden!

Das bestreitet ja auch keiner und war auch nicht Thema meines letzten Posts. Ich habe mich auf das Modell "Lidl Skylux", 2. Version (Skylux-Logo auf dem Tubus, blaue Blechtaukappe, Alu-Stativ und parallakt. Montierung bezogen) - und auf nichts anderes. Lies mal genau. Mir sind die Veränderungen, die dieses Modell im Laufe der Jahre erfahren hat, durchaus bekannt. Ich lese hier auch schon "etwas länger" mit.

Mein Beitrag sollte ein kleines Gegengewicht gegen den Feldzug sein, denDietmar im Moment gegen dieses Bressermodell führt - oder gegen die Bresser-Werbung überhaupt - was weiß ich? Nicht mehr und nicht weniger.
 
Hallo Micha,

das hier ist die Version 2? Ich dachte immer die Version 1 erkennt man an der blauen Taukappe und V. 2 an der schwarzen aus Kunststoff. Täusche ich mich da oder gibt es vielleicht mehrere Versionen mit blauer Metall-Taukappe?

Neugierig:
Marcus
 
Hallo zusammen,

der Startbeitrag enthält ein Foto des Teils, genau wie beschrieben, oder täusche ich mich da!?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo zusammen,

ich fand das alte Skylux damals gar nicht so schlecht, erst recht zu dem Preis und eben für die Zeit.
Schlimm finde ich nur die "Verbesserung":
Statt der noch brauchbaren Montierung gibt es jetzt eine schon auf den Bildern klapprig aussehende Alt/Az mit Polhöhenwiege. Die hat allerdings nur einen Grobtrieb und für die Höhe bzw. nur eine Klemmung und zur Ausrichtung nach Norden muss man das komplette Stativ verdrehen.
Geblieben ist dafür das unsägliche Zubehörpaket - das 20H ist zwar tunnelig, aber immerhin verwendbar. Der Rest ist Schrott.

Das müsste nicht sein. Man könnte auch unter 200€ brauchbare Einsteigerpakete anbieten - die Montierung einen Ticken größer bzw. die Optik einen Ticken kleiner [wobei das beim alten Skylux eigentlich gepasst hat], statt dem Schrottzubehör gibt es unterschiedliche zukaufbare Pakete. Sozusagen eine Linie von "Premium-Einsteigerteleskopen". Teils schafft man das sogar mit den Listenpreisen, da nicht grundsätzlich Schrottzubehör beigegeben wird. Ein paar Knackpunkte gibt es aber selbst da:

1. Für den Höchstvergrößerungsbereich finden sich keine bequemen Okulare. Zumindest nicht unter 50€. Ansonsten ist man mit 20-30€ dabei. Mit einer billigen, aber brauchbaren 1,5-2x Barlow für 30€ kommt man da leider auch nicht hin. Das Element wäre ok, aber bräuchte unterschiedliche Abstandshüsen bis mindestens 3x; und die ansonsten brauchbare Billig-Barlow müsste das auch abkönnen.
2. Die Stativbeinchen und die Übergänge sind zu klapprig, um die Montierung mit einem Erdanker zu verspannen.
3. Es mangelt an billigen Optiken, die von kleineren bzw. billigeren Montierungen als einer EQ-3 getragen werden können. 70/700 reisst keinen vom Hocker, 114/440N ist nicht gerade ein Einsteigergerät und 130/650N ist schon grenzwertig und den Produktbildern nach mit sehr viel Optimierungsbedarf verbunden.
4. Dass man selbst als Einsteiger optimiert, ist ok. Aber dazu sollte nebst Kit auch eine Anleitung mitgegeben werden. Dass man massiv nachbessern muss, um das Teil überhaupt verwenden zu können, ist definitiv nicht ok.
5. Nicht jeder möchte einen Dobson. Wobei das Original schon saucool ausschaut, irgendwie Endzeitmäßig, und durch den Kettenantrieb wohl auch weit von der Urversion weg ist.

cs
Jürgen
 
@winnie
Lieber Micha,
ich führe keinen Feldzug gegen Bressermodelle oder Bresserwerbung.
Den Namen erwähne ich in meinen Beiträgen nicht. So, wie ich auch den Namen Lidl nicht erwähnt habe.

Ich habe lediglich meinen Eindruck von einem Teleskop beschrieben, welches in meinem Bekanntenkreis den typischen Weg eines Weihnachtsgeschenkes genommen hat, das mit den besten Absichten gekauft wurde, sich aber als unbrauchbar entpuppt hat.
Ich bin übrigens der Zweite, der mit genau diesem Teleskop zu genau diesem Ergebnis kommt. Und das Ergebnis regt mich eben auf.

Aus meiner eigenen Erfahrung mit dem Teil leite ich meine Empfehlung ab, das Teleskop nicht zu kaufen.
Jedenfalls dann nicht, wenn man ein Kind oder einen Interessierten ohne handwerkliches Geschick an die Astronomie heranführen möchte.

Es gibt einige User, die das Teil nach diversen Modifikationen gut finden. Das akzeptiere ich sofort.

Doch noch keiner hat geschrieben, dass er mit dem Teleskop genau so, wie es verkauft wurde , irgendwie zufrieden war.

Bitte beantworte mal meine Frage an Dich:
Könntest Du dieses Teleskop ohne Bedenken empfehlen?

CS

Dietmar
 
Hallo Dietmar,

Doch noch keiner hat geschrieben, dass er mit dem Teleskop genau so, wie es verkauft wurde , irgendwie zufrieden war.

ich hatte nichts verändert und war zufrieden. Lediglich die Taukappe hatte ich abgezogen, um zü prüfen, ob sie zu fest sitzt.

Die Montierung fand ich stabil und habe sie öfter für später gekaufte kleine Teleskope (90er MC, 80/400) benutzt. Selbst mein 114/900 war auf der Monti zu benutzen. Auf jeden Fall ist die Montierung besser als die EQ-2. Und es gab eine Prismenschiene, welch ein Komfort! Gestört haben mich die kleinen Verstellschrauben für die Achsen, die man auch mit der Schraube für die Prismenschiene im Dunkeln verwechseln konnte... :mad:

Die Optik war ok, allerdings war mir der Farbfehler zu groß (ich kannte bis dahin nur quasi farbreine Teleskope). Ich habe dann lieber mit meinem 60/800 auf AZ-1 beobachtet und auf den Öffnungsgewinn verzichtet :D

Der OAZ ist stabiler als bei dem 60/800. Außerdem hat der Skylux 1,25 Zoll, ein großer Vorteil. Der Sucher war besser als bei anderen Billig-Teleskopen. Er verstellte sich auch nicht so leicht.

Auch die Okulare waren besser als die kleinen Huygens von dem 60/800 oder den 50er-Röhren. Das Stativ ist nicht so dolle, reicht aber für das kleine Gerät aus.

Insgesamt war das Teleskop deutlich stabiler montiert als andere Billigteleskope. Und es hatte eine Schwalbenschwanzmontierung! Und die Montierung kann wahlweise parallaktisch und azimutal betrieben werden.

Der Neupreis lag bei 35,- EUR !! Dafür kriegst Du normalerweise eine Prismenschiene oder ein kleines Gegengewicht. Hersteller und Vertrieb haben sich hier bestimmt keine goldene Nase verdient! Meines Erachtens das am besten ausgestattete Billigteleskop, das es je gab und geben wird... :)

Freundliche Grüße
Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Zusammen,

ich seh das ganz trocken: Wer jetzt einen Bericht schreibt über ein Teleskop, der sollte auch damit rechnen, dass der Leser davon ausgeht, dass es sich dabei um eine Darstellung über das Modell handelt, welches man eben jetzt kaufen kann. Und der heutige Qualitätszustand sehr vieler "Schülerteleskope" rechtfertigt es, auf die Barrikaden zu gehen. Es hat eine Eitelkeit, sich auf ein eigenes Gerät mit Kaufdatum vor Jahrzehnten angesprochen zu fühlen, mit dem daraus folgenden Wunsch, das geliebte Altgerät vor Rufmord zu bewahren. Das Resultat ist schlecht: Wer seine real erfahrenen Probleme mit einem Gerät geschildert hat, egal ob nüchtern oder emotional, und dann eine Gegenrede bekommt, dass das alles nicht stimme, der hat den Fisch ins Gesicht bekommen, egal ob der stinkt, oder nicht. Und dann geht's los!

Was nützt es, wenn wir hier die Qualitäten eines Altgeräts darstellen, wenn dieses nur noch im Einzelfall und für den Einsteiger nicht sicher erkennbar überhaupt gebraucht zu bekommen ist? Dazu haben wir doch nebenan das Nostalgie-Board. Da steht "Astro Equipment für Einsteiger" hier oben drüber. Wenn also eine Gegenrede, dann mit klarer Darstellung "Hallo Einsteiger, vielleicht findest Du mal ein Altgerät, mit... zu erkennen..."
Micha, Du schreibst zwar, dass wahres zum Lidl vor 20 Jahren geschrieben wurde (und implizierst: Hier wird unwahres geschrieben), aber Du vergisst geflissentlich da schon zu erwähnen, dass Du ein Gerät verteidigst, um das es in diesem Thread gar nicht geht.

Und ich denke, dass man mit dieser Einstellung zur Sache den Einsteiger ins Boxhorn jagt. Wenn man sich jeden interessierten Nachwuchs durch solche Sentimentalitäten vergrault, kann man demnächst als einsamer Spinner allein durch die Lande ziehen, auf der Suche nach einer dunklen Ecke. Die jungen Leute machen dann etwas, das Spaß macht.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ch seh das ganz trocken: Wer jetzt einen Bericht schreibt über ein Teleskop, der sollte auch damit rechnen, dass der Leser davon ausgeht, dass es sich dabei um eine Darstellung über das Modell handelt, welches man eben jetzt kaufen kann. Und der heutige Qualitätszustand sehr vieler "Schülerteleskope" rechtfertigt es, auf die Barrikaden zu gehen. Es hat eine Eitelkeit, sich auf ein eigenes Gerät mit Kaufdatum vor Jahrzehnten angesprochen zu fühlen, mit dem daraus folgenden Wunsch, das geliebte Altgerät vor Rufmord zu bewahren. Das Resultat ist schlecht: Wer seine real erfahrenen Probleme mit einem Gerät geschildert hat, egal ob nüchtern oder emotional, und dann eine Gegenrede bekommt, dass das alles nicht stimme, der hat den Fisch ins Gesicht bekommen, egal ob der stinkt, oder nicht. Und dann geht's los!

Was nützt es, wenn wir hier die Qualitäten eines Altgeräts darstellen, wenn dieses nur noch im Einzelfall und für den Einsteiger nicht sicher erkennbar überhaupt gebraucht zu bekommen ist? Dazu haben wir doch nebenan das Nostalgie-Board. Da steht "Astro Equipment für Einsteiger" hier oben drüber. Wenn also eine Gegenrede, dann mit klarer Darstellung "Hallo Einsteiger, vielleicht findest Du mal ein Altgerät, mit... zu erkennen..."
Micha, Du schreibst zwar, dass wahres zum Lidl vor 20 Jahren geschrieben wurde (und implizierst: Hier wird unwahres geschrieben), aber Du vergisst geflissentlich da schon zu erwähnen, dass Du ein Gerät verteidigst, um das es in diesem Thread gar nicht geht.

In diesem Test wurde das alte Gerät getestet und beschrieben (siehe Bild). Es macht doch keinen Sinn dann als Replik das neue Gerät zu besprechen ???

Ich bin mir auch nicht sicher, ob die billigen Einsteigerteleskope früher besser waren, denn schlecht geschrieben wurden solche Geräte in diesem Forum schon immer. Es gibt genügend alte Beitrge in dem Archiv, die das zeigen.

Was nützt es, wenn wir hier die Qualitäten eines Altgeräts darstellen, wenn dieses nur noch im Einzelfall und für den Einsteiger nicht sicher erkennbar überhaupt gebraucht zu bekommen ist? Dazu haben wir doch nebenan das Nostalgie-Board.

Die neue Version gibt es erst seit ein paar Jahren neu zu kaufen. Die Gebrauchtgeräte auf eBay KA sind meist die alte Version. Das Gerät ist auch nicht historisch. Die Montierung wird noch heute bei Neugeräten verkauft.

Wenn man sich jeden interessierten Nachwuchs durch solche Sentimentalitäten vergrault, kann man demnächst als einsamer Spinner allein durch die Lande ziehen, auf der Suche nach einer dunklen Ecke. Die jungen Leute machen dann etwas, das Spaß macht.
:beobachten: :unsure: ???

Abschreckend für potentiell Interessierte kann auch das Schlechtreden sein.

Freundliche Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

ich hatte so'n Teil vor ein paar Jahren auch als "Geschenke-Entsorgung" bekommen, ich kann mich Sven nur anschließen, das war gruselig, inklusive Sonnenfilter für's Okular, wirklich alles Plastik, EQ1 (damals anscheinend das Original, hab ich noch im Quasi Neuzustand samt Motor und Batteriekiste als Regalschmuck), der Rest Vollplastik, da ich damals kein Bastler war und auch die Forenwelt als Informationsquelle noch nicht kannte ging das ganze nach ein oder zwei Versuchen wie es war in die Tonne, das Doublet verendete als Briefbeschwerer bis es irgendwann mal verloren ging.

Wenn der Normalnutzer davon ausgeht, dass er out of the box ein Teleskop und keinen Bastelbausatz (ohne Anleitung) in die Finger bekommt, ist er da falsch. Die mechanische Qualität, das Wackelstativ, das optische Zubehör - letztlich kommt man damit nicht voran. Man müsste erstmal Okulare kaufen, dann eine Menge pimpen und optimieren - das ist das Teil einfach in meinen Augen nicht wert. Das Teil schafft nur Frust und Enttäuschung. Wer mit etwas Erfahrung sowas zum Basteln kauft weiß was er sich antut - dann kann sich da durchaus ein Einsatzzweck finden. Wer das Teil auspackt und sich z.B. den Mond ansehen will - außer Wischiwaschi sieht er nix. Über das Thema Plastiksonnenfilter muss man hier glaube ich gar kein Wort verlieren. Und mit dem Stativ macht man nix - abgesehen von der fehlenden Verbindung, damit kann man nicht mal ne normale Fotokamera halten.

Für den unbedarften Käufer der jemanden damit eine Freude machen will ist das definitiv nix, da kann man argumentieren wie man will.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg,

ich hatte so'n Teil vor ein paar Jahren auch als "Geschenke-Entsorgung" bekommen, ich kann mich Sven nur anschließen, das war gruselig, inklusive Sonnenfilter für's Okular, wirklich alles Plastik, EQ1 (damals anscheinend das Original, hab ich noch im Quasi Neuzustand samt Motor und Batteriekiste als Regalschmuck), der Rest Vollplastik,

das muss dann ein anderes Teleskop als das hier besprochene gewesen sein. Skylux hatte keine EQ-1, keinen Motor dabei, ebenso auch keinen Sonnfilter.

Wenn der Normalnutzer davon ausgeht, dass er out of the box ein Teleskop und keinen Bastelbausatz (ohne Anleitung) in die Finger bekommt, ist er da falsch. Die mechanische Qualität, das Wackelstativ, das optische Zubehör - letztlich kommt man damit nicht voran. Man müsste erstmal Okulare kaufen, dann eine Menge pimpen und optimieren - das ist das Teil einfach in meinen Augen nicht wert. Das Teil schafft nur Frust und Enttäuschung.

Ich habe mehrere von diesen Billig-Teleskopen. Frustriert und enttäuscht war ich von keinem. Dass man für mehr Geld mehr Öffnung und ein stabilere Montierung/Stativ bekommt, war mir aber immer klar.

Wer das Teil auspackt und sich z.B. den Mond ansehen will - außer Wischiwaschi sieht er nix.
o_Oo_O
Dann muss Dein Test-Gerät defekt gewesen sein!! Der Mond sah selbst mit den kleinsten Röhren nie "wischiwaschi" aus (was auch immer Du darunter versehst).

Die Aussage erinnert mich an das, was ich vor meinem ersten Teleskopkauf hier gelesen hatte. Da wurde behauptet, dass man mit einem 76/700 Spiegel von Aldi den Saturnring niemals sehen könnte. Und wenn man das doch glauben würde, hätte man nicht richtig scharf gestellt!

So ein Unfug!!! :mad::mad::mad:
Der Saturnring war mit dem Aldi-Teil wunderbar zu sehen. Auch mein 50/600 zeigt ihn bereits ab 24facher Vergrößerung klar und deutlich.

Nur weil man selbst mehr Geld in sein Hobby investiert, muss man nicht den anderen alles madig machen. Ich muss gerade an einen Kumpel denken, der sich vor Kurzem ein Auto mit 400 PS gekauft hat. Seitdem spricht er nur verächtlich über Autos mit weniger als 400 PS... :rolleyes:

FG
Christian
 
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