Skywatcher 114/500 als Rucksackteleskop

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Heljerer

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Hallo zusammen,

ich habe mir vor ungefähr 2 Jahren einen kleinen gebrauchten Reflektor (Skywatcher 114/500) gekauft, den ich eigentlich als Sucher für meinen 18-Zoll-Dobson verwenden wollte.

Dieses Gerät: http://www.astroshop.de/skywatcher-teleskop-n-114-500-skyhawk-eq-1/p,5011

Ich habe es natürlich ohne Montierung gekauft. Nachdem das mit der Verwendung als Sucher aus Gleichgewichtsgründen leider nicht geklappt hatte, habe ich den Skywatcher zum Rucksackteleskop umfunktioniert. Bisher allerdings immer nur mit geringer Vergrößerung. Heute Abend habe ich das Gerät zum ersten Mal einfach an ein 3,7mm Ethos gehängt, um mal die Auflösung an epsilon Lyrae zu testen.

Das, was ich gesehen habe, hatte meine Erwartungen bei weitem übertroffen: Alle Komponenten richtig sauber getrennt! Das sind ein bisschen mehr als 2 Bogensekunden. Nach meinem Eindruck hätte das Gerät auch noch deutlich engere Doppelsterne getrennt.

Jetzt mal zu meinen Fragen:
1.) Bei Astroshop steht einmal "sphärischer Spiegel" und auf der gleichen Seite einmal "parabolischer Spiegel". Was ist denn nun richtig? Eine Gurke scheint das Teil jedenfalls nicht zu sein.

2.) Außerdem habe ich irgendwo (?) gelesen, dass der Spiegeldurchmesser tatsächlich kleiner ist (ca. 100 mm anstatt 114 mm) und dass die Brennweite auch nur 450mm (anstatt 500mm) beträgt. Stimmt das?

3.) Gibt es noch jemanden, der das Gerät als Rucksackteleskop benutzt und eventuell über seine Erfahrungen (insbesondere Auflösungsvermögen) berichten kann?

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

da ist gerade dieser aktuelle Thread

http://forum.astronomie.de/phpapps/...96/Altes_Newton-Spiegelset_Kugel_#Post1304396

für dich interessant.
Was Du schilderst spricht für einen der gar nicht so seltenen guten Parabolspiegel.

Ich an Deiner Stelle würde mal Hauptspiegelgröße, Fangspiegelgröße, Brennweite pp nachmessen.
Bei diesen Teilen, die ja einen relativ kurzen 1 1/4" OAZ haben war es auch mal Mode, die Fangspiegel deutlich zu klein auszulegen, was zu Öffnungsverlust führte.
Daher könnte das "Gerücht" rühren, dass nur 100 mm...... Spiegelgröße vorhanden sind......Öffnung genutzt werden.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin Wolfgang!

> Außerdem habe ich irgendwo (?) gelesen, dass der Spiegeldurchmesser tatsächlich kleiner ist (ca. 100 mm anstatt 114 mm) und dass die Brennweite auch nur 450mm (anstatt 500mm) beträgt

Der Hauptspiegelduurchmesser beträgt 114 mm brutto, abzüglich 1 mm Fase rundherum macht effektiv 112 mm. Das Ganze mal 4 (f/4) macht 448 mm (450 mm) Brennweite. So ist das gedacht.
500 mm Brennweite habe ich noch nicht erlebt. Die Brennweite läßt sich ja leicht überprüfen.
"Kleinere effektive Öffnung" ist mit den 100 mm gemeint. Genau das, was Günther andeutet. Viele Varianten dieses Teleskops besitzen einen zu kleinen Fangspiegel, der den Hauptspiegel nicht komplett ausleuchtet. Bei f/4 und dem langen Okularauszug müßte so ein Fangspiegel um 40 mm Durchmesser kl. Achse haben. Ich hab' aber schon Modelle gesehen mit FS runter bis 27 mm - sowas "funktioniert" natürlich nicht und ist konstruktiver Nonsens.

> Bei Astroshop steht einmal "sphärischer Spiegel" und auf der gleichen Seite einmal "parabolischer Spiegel".

Frag doch mal beim Astroshop nach! ...und berichte uns über das Ergebnis. Das wäre doch mal interessant. (209 EUR ist aber ein strammer Preis!)

BTW: Ich habe gerade bei TS gesehen, daß es das Modell von Skywatcher sowohl mit parabolischen als auch sphärischen Hauptspiegel gibt. Bis auf den Preis unterscheiden sich die Geräte äußerlich nicht, soweit ich das gesehen habe..

BTW2: Nochwas - TS gibt den FS-Durchmesser an: 34 mm! :augenrubbel:
 
Hallo zusammen,

nun sind die Straßenlampen aus und der Nebel ist zeitgleich da. :smiley55:

Aber ja, das sind diese Teile. Der Tubus des Okularauszugs ist zwar mit rund 50 mm Länge gar nicht so extrem lang, aber bis man dann fertig ist, liegt der Fokus doch 70-80 mm über dem Teleskoptubus.
Damit beschneidet der spiegelseitige Durchlass des OAZ zwar noch nicht zwingend den Strahlengang, aber an der Position die der Fangspiegel dann hat kommt man mit einem 34er auf etwa 90 mm Nettoöffnung, also von der Ausleuchtung her auf positive Vorzeichen.

Für volle Öffnung (112 mm) ist ein 40er FS schon sehr knapp.

Interessant ist, dass man für gute Ausleuchtung schon einen 44er FS bräuchte und nebenbei dann auch locker auf einen niedrigen 2" OAZ umrüsten kann.
Klar, 40% Obstruktion linear und runde 15% auf die Fläche (Lichtverlust), aber die volle Auflösung von 112 mm Öffnung bei f/4. Das braucht die richtigen Okulare, aber die könnten ja am großen Dobs vorhanden sein.
Da kommen 90 mm Öffnung mit dem 34er FS auch nur auf ähnliche Obstruktionswerte, allerdings bei f/5.

Das alles beruht auf den bekannten Daten und einigen Schätzwerten (z.B.beim OAZ). Man kanndas auch nachmessen und z.B. "MyNewton" mal mit den Daten füttern.

Bessere Abbildung und mehr Details wären nach dem was wir haben mit voller Öffnung und 2" Ausstattung zu erwarten.
Verhindern könnte das nur ein miserabeler Rand des HS, also z.B. eine fette abgesunkene Kante, die halt durch den zu kleinen FS "abgeblendet" wird.

Das alles bleibt natürlich unabhängig davon, dass man das Teleskop, wenn es so wie es ist gefällt und genügt, eigentlich auch so lassen kann.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,
hallo Micha,

danke für eure schnellen Antworten. Super!

Das hat mir schon mal sehr gut weiter geholfen. Ich werde heute Abend mal den Fangspiegeldurchmesser nachmessen.

Günther, der Thread, den du verlinkt hast, ist irgendwie an mir vorbei gegangen. (Merkwürdig, normalerweise verfolge ich solche Dikussionen.) Dort schreibt Andreas (Andreas68):
"Wenn man mit dem Gerät Epsilon Lyrae trennen kann, ist es ok."

Bei meinem Gerät geht das weit über nur "trennen können" hinaus. Alle Komponenten sind glasklar getrennt. Ich werde mir mal eine Liste von noch engeren Doppelsternen mit aufs Feld nehmen und systematisch testen.

Demnächst muss ich mir nur noch ein rucksacktaugliches Okular mit kurzer Brennweite besorgen. Denn das Ethos ist mir dafür eindeutig zu schwer und zu teuer.

Gruß
Wolfgang


 
Hallo Wolfgang,

ja man kann Epsilon Lyrae sehr gut und sauber mit 90 mm Öffnung trennen, das geht gut.

Mess mal alles nach. Wenn dann tatsächlich rauskommt, dass Du zwar einen 114er Spiegel hast, aber mit 90 mm oder 95 mm Öffnung unterwegs bist, kannst Du die Leistung zutreffend einschätzen. Wenn Du uns daran teilhaben lässt, können wir das dann auch und wissen wieder ein wenig mehr darüber, was da geboten wird.

Wenn Dir gefällt, was Du siehst, ist es von der praktischen Seite her wirklich eine Überlegung wert, es als Rucksackteleskop zu lassen wie es ist.
Ein größerer FS nutzt zwar eventuell die volle Öffnung, macht aber dann auch aus f/5 ein Öffnungsverhältnis von f/4.
Kleine, leichte "Wanderokulare" fallen bei solchen Veränderungen schon mal gerne ins "astigmatische Koma".

Ich hatte das mal bei einem 102mm f/5 FH, dem ich eine eine Blende raussägte, die ihn auf etwa 85nn f/5,9 einbremste.
Mit voller Öffnung bei f/5 war das Übersichtserfle merklich schlechter.

Gruß
*entfernt*


 
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Hallo Günther,

Zitat von *entfernt*GMS:
ja man kann Epsilon Lyrae sehr gut und sauber mit 90 mm Öffnung trennen, das geht gut.

Das ist schon klar, so lange das Teil keine Gurke ist.

Zitat von *entfernt*GMS:
Wenn dann tatsächlich rauskommt, dass Du zwar einen 114er Spiegel hast, aber mit 90 mm oder 95 mm Öffnung unterwegs bist, kannst Du die Leistung zutreffend einschätzen. Wenn Du uns daran teilhaben lässt, können wir das dann auch und wissen wieder ein wenig mehr darüber, was da geboten wird.
Ich halte euch auf dem Laufenden. Ich hoffe, dass der Doppelsterntest heute Abend klappt. (Hab leider noch andere Sachen zu tun.) Ich kann allerdings nur ca. 120fach vergrößern, da ich kein Okular mit weniger als 3,7 mm habe.

Zitat von *entfernt*GMS:
Wenn Dir gefällt, was Du siehst, ist es von der praktischen Seite her wirklich eine Überlegung wert, es als Rucksackteleskop zu lassen wie es ist.
Ja, davon gehe ich im Moment aus.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

mein Skywatcher hat einen 34mm Fangspiegel. Ich habe den Skywatcher mit einer Blende auch auf F/5 "eingebremst", wie Günther oben sagt.
Fotografisch gibt das bei kleinen Chips noch eine relativ gleichmäßige Ausleuchtung. Das verbessert leicht die Komabildung, die Vignettierung und das Fokusieren. Irgendwo habe ich in einem alten Thread gelesen, daß die Randbereiche der kleinen Spiegel auch oft qualitativ abfallen. Da hilft das dann auch.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo zusammen,

ich komme gerade vom Spaziergang zurück. Der Himmel war etwas dunstig und dadurch auch stark aufgehellt. Schlechte Bedingungen für Deepsky aber gutes Seeing.
Teleskop und Okular wie gestern:

- Skywatcher 114/500 (450) Skyhawk
- Ethos 3,7 mm

Ich habe zuerst nochmal eps Lyrae eingestellt. Wie gestern: wunderbar getrennt.

Dann pi Aquilae:
6,1/6,9 mag
1,4" Abstand

Auch diesen Doppelstern konnte ich zweifelsfrei trennen. Ich konnte aber auch sehen, dass dem ganzen mehr Vergrößerung gut getan hätte. Daher grenzwertig, aber (ich schwöre) vollkommen eindeutig. Leider ist bei meinen Okularen bei 120facher Vergrößerung Schluss. Mal schauen, ob mir jemand demnächst vielleicht was ausleihen kann.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

für den Kleinen (nicht nur) wäre eine alte komakorrigierende Klee-Barlow ideal, nicht nur, aber auch wenn Du ihn recht gerne so hoch ziehst. Die gibt es ab und zu mal gebraucht, da ist aber nur die 2,8er empfehlenswert, die 2,2er hat leider ein Streulichtproblem wegen nicht abgedecker, unpolierter Linsenränder.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

die Klee-Barlow muss man auf dem Gebrauchtmarkt erst mal finden. Wäre die APM-Barlow 2.7 eine Alternative?

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

ja die Klee wird selten angeboten, aber sie ist halt schön leicht und kurz.
Die APM-Düring hat an dem kleinen Teleskop den Nachteil, dass sie sehr lang baut (etwa 120 mm optischer Weg). Die lange Adapion legt einen ordentlichen Hebel an den OAZ der, wie ich diese Teile kenne, kein Stabilitätswunder ist.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Wolfgang,

Du schreibst oben, Du kannst pi Aquilae mit 1.4" Abstand bei 120-facher Vergrößerung trennen mit dem Skywatcher. Du mußt wirklich Adleraugen haben und einen Topspiegel erwischt haben um das zweifelsfrei zu trennen. Sicher daß Du die zweite Komponente gesehen hast und nicht einen Nachbarstern?
Das menschliche Auge hat bestenfalls 2'-4' Auflösungsvermögen. Das sind bei 120-facher Vergrößerung 1"-2" am Himmel. Auch das theoretische beugungsbegrenzte Auflösungsvermögen bei 112mm Spiegeldurchmesser ist nur knapp über 1". Vom Seeing in unseren Breiten nicht zu reden.
Da muß wirklich alles gepasst haben. Mehr Vergrößerung bringt Dir dann auch nichts.

Viele Grüße

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

Zitat von DocHighCo:
Sicher daß Du die zweite Komponente gesehen hast und nicht einen Nachbarstern?

ich kann dir wirklich versichern, dass ich es genau so gesehen habe wie beschrieben. Es gibt auch keinen Nachbarstern mit einem Abstand in der Größenordnung weniger Bogensekunden! Wenn ich das nicht zweifelsfrei beobachtet hätte, hätte ich den Beitrag so nicht geschrieben.

Ich hatte mich vor der Beobachtung nicht um den Positionswinkel des Sternpaares gekümmert. Erst während der Beobachtung habe ich den Positionswinkel anhand des benachbarten Sternes SAO 105290 (6,5 mag) abgeschätzt. Später habe ich mir dann die Lage in Stellarium angeschaut und festgestellt, dass tatsächlich alles mit meiner Beobachtung übereinstimmt.

Die Beobachtung ist auch im Vergleich zu eps Lyrae durchaus stimmig: Abstand pi Aquilae ca. halb so groß wie bei eps Lyrae.

Leider war ich nur mit Hund und Rucksack aber ohne Dobson unterwegs. Sonst hätte ich mal damit draufgehalten.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

ich glaube es Dir. Du hast dann wirklich einen guten Spiegel. Aber wie gesagt, das müsste auflösungsmässig an der Grenze sein - mehr Vergrösserung und Du siehst nur noch Beugungsscheibchen.

Gruss

*entfernt*

 
Hallo Leute,

ich habe mir einen Bresser Pluto gekauft. Der Fangspiegel wa so klein, dass er geschätzt 80mm Spiegel ausleutete. Nun auf meine Anfrage an den Verkäufer wurde mir gesagt, dass da nichts geändert werden sollte, dass wird alles optimal abgestimmt.
Nun natürlich habe ich einen größeren Fangspiegel montiert. Dann war die Optik Totalschrott. D.h. Nicht nur der Randbereich war Müll auch der mittlere. Nur mit einer Blende vorne am Tubus wurde das Bild wieder halbwegs scharf. Also wird ein Teleskop mit einer Öffnung angeboten, die zwar so offen ist, aber nicht genutzt. Und das auch top abgestimmt.

Darauf hab ich den Skywatcher gekauft, der schon mal im Zentrum voll den Spiegel abdeckt. Fotografisch, wie oben diskutiert, stark vignettiert. Deshalb wieder größeren Fangspiegel rein (glaube 45mm sinds) und tolle Ausleuchtung. Aber nun hatten die Sterne bei längerer Belichtung einen leichten Hof. Deshalb hab ich den Rand des Hauptspiegels etwas durch eine Blende abgeschattet. Nun hab ich nicht mehr f4, aber das ganze ist gut zu nutzen.

Grüße
Gerald
 
Hallo Gerald,

der Bresser ist im Gegensatz zu den Skywatcher Varianten immer ein Kugelspiegel, der als 114/450er grandios an der Beugungsgreze scheitert, die ein 114/900er mit f/8 gut halten kann.
Allein von daher ist die Abblendung auf mindestens 80 mm Öffnung für passable Abbildung fast schon zwingend erforderlich.
Das hast Du mit Deinem Versuch mehr von der Öffnung zu nutzen voll bestätigt, ohne dass man jetzt große, exakte Berechnungen anstellen oder auf fragliche Qualitätsfeinheiten (FS/HS und so weiter) eingehen muss.

Ene interessante Nebensache ist allerdings, dass allein durch die Feststellung, dass hier vielfach, auch bei den Parabolspiegeln, die Öffnung doch sehr deutlich abgeblendet wird, einige alte (Vor)urteile sehr ins Wanken geraten.
Mit dieser teils massiven Abblendung sinkt natürlich auch die Lichtsammelleistung der Spiegel, die sich ja in erster Linie aus der Fläche ergibt.
Zur Erklärung von Beobachtungen eines recht dunklen Bildes dieser 114er (und auch anderer betroffener Spiegel) z.B. gegenüber Refraktoren der gleichen Öffnungsklasse ganz allgemein wurden/werden immer wieder massiv Reflektions- und Obstruktionsverluste durch die Fangspiegel ins Feld geführt.

Da ich das dunklere Bild bei meinen Eigenbauten nie und schon gar nicht so massiv bestätigen konnte, opponiere ich natürlich auch dagegen und suche nach nachvollziehbaren Gründen für alle Beobachtungen.

Ein 80er Spiegel mit einem beispielhaften 34er FS hat bei Weitem nicht die halbe lichtsammelne Fläche eines 114er Spiegels (mit 112 mm wirksamem Durchmesser).
Das ist z.B. ein sehr nachvollziehbarer Grund.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerald,

interessant, daß noch mehr Leute die Kombination Bresser Pluto und Skywatcher haben. Bei mir war es ähnlich, erst der Pluto - dann der Skywatcher. Bei meinem Pluto war aber von Anfang an der Fangspiegel sogar größer als beim Skywatcher. Vielleicht gibt es da verschiedene Versionen.

Das Abblenden direkt am Spiegel ist besser. Vorne am Tubus reduziert man hauptsächlich die Lichtmenge. Schräg einfallende Strahlen treffen sonst immer noch den ganzen Spiegel und wenn der Randbereich schlecht abbildet (wie beim sphärischen Spiegel des Pluto), sieht man das dann immer noch. Warum ein größerer Fangspiegel den Zentralbereich verschlechtert hat, verstehe ich nicht. Wenn er halbwegs in Ordnung, d.h. plan ist, sollte er das Licht ja lediglich umlenken und er schattet halt mehr ab.

Meinst Du mit dem Hof vielleicht die Koma, die man bei schnellen Newtons leider hat? Durch Abblenden reduziert sich das und hat ja anscheinend auch bei Dir funktioniert. Die Vignettierung kann man fotografisch gut durch die Flatfieldbilder kompensieren.
Mit was hast Du denn fotografiert?

Gruß

*entfernt*
 
Hallo zusammen,

bei meinem Skywatcher-Rucksackteleskop ist ja schon das kuriose, dass es von allem im Rucksack das billigste Teil ist. Selbst "Kleinteile" wie UHC-Filter sind teurer. Von daher bin ich von dem Teleskop erst mal sehr positiv überrascht.

Trotzdem: Ich verstehe nicht, wie man so eklatante Konstruktionsfehler machen kann, dass der Fangspiegel nicht auf den Hauptspiegel angepasst ist. Ich habe keinen Marktüberblick, was die kleinen Newtons betrifft. Gibt es denn ein anderes Produkt, bei dem zumindest alles "O.K." ist?

Gruß
Wolfgang
 
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