Skywatcher APO-Refraktor EQUINOX 100/900

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District

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Hallo,

hab vor längerer Zeit mal angefragt wie ich am besten den Einstieg in die Atronomie finde... für mich war eigentlich klar mit einem guten Dobson einzusteigen und nächstes Jahr wirds auch soweit sein.
Nun hat sich ein Freund von mir das obige Teleskop besorgt. Wollte mal wissen was ihr davon haltet. Was damit alles möglich ist und in welches zubehör man noch investieren sollte...

MFG


EDIT: Um ganz genau zu sein handelt es sich um dieses:
LINK
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

dein Link zeigt aber nicht auf den EQUINOX 100/900 sondern auf den 100/900 ED. Das ist mechanisch eine etwas einfachere Variante. Ob auch optisch ein Unterschied vorhanden ist, kann ich nicht sagen. Ich habe die "einfachere" Variante und bin sehr zufrieden damit. Sie zeigt halt das, was man mit 100mm Öffnung erwarten kann in guter Qualität. Ein Dobson ist halt etwas ganz anderes. Daher ist deine Frage so ohne weiteres nicht zu beantworten. Da aber dein Freund ja das Teleskop hat, kannst du bei ihm ja sehen, ob du damit Glücklich würdest.


Gruß Oliver
 
Ein 100er Apo ist ein sehr gutes Einstiegsgerät. Mit 2-Zoll-Okularen wird ein sehr großes Bildfeld erzeugt, so daß großflächige Nebel und Milchstraßenwolken wunderbar abgebildet werden.
Wenn das Gerät einigermaßen das hält, was der Name Apo verspricht, dann leistet er auch an Planeten beachtliches. An den meisten Abenden wird man in solch einem Instrument das sehen, was die Himmelsruhe hergibt.
Tja, was braucht man noch? Eine stabiles Stativ und vernünftige Montierung, eine Eq5 ist nicht überkandidelt. Und ein paar Okulare, die den Vergrößerungsbereich abdecken. Vielleicht noch einen Leuchtpunktsucher, aber u.U. reicht das große Bildfeld zum Aufsuchen.
 
Hallo "Mfg",

ein 100mm ED ist ein vielseitiges Gerät. Seine Stärken hat es sicher bei der Beobachtung von Mond und Planeten. Es wird auch die Deepsky-Objekte der Messier-Liste gut zeigen, einigermaßen dunklen Himmel vorausgesetzt.
Eine Schwäche beim Thema Deepsky ist das Öffnungsverhältnis von 1:9 (was für Mond und Planeten wiederum eine Stärke ist). Die von Uwe beschriebenen großflächigen Nebel lassen sich mit dem Gerät daher "nur" mit einer AP von 6mm bei einer Vergrößerung von 17x beobachten. Die maximale Bildhelligkeit, die man mit 7mm AP bei 14x hätte, bekommt man mit normal käuflichen Okularen nicht hin. Außerdem ist bei den beschriebenen 17x ein Weitwinkelanblick im Okular nicht möglich, was eine Einschränkung bezüglich der Bildästhetik ist. Weitwinkel ginge erst ab etwa 21x, also mit 2" Okularen um 40mm.
Diese Einschränkung ist nicht sehr groß, aber bemerkbar an einigen ausgedehnten aber eher schwachen Nebeln. Die Paradebeispiele dafür sind der Zirrus-Nebel und der Nordamerikanebel, die sich dadurch mit Filter deutlich blasser zeigen werden (aber sie werden nicht unbeobachtbar).

Ein Einsteigerteleskop sollte von jeder "Disziplin" etwas erlauben, so dass man selbst merkt, worauf man am meisten Lust hat. Das leistet der 100/900 ED definitiv und sicherlich auch sehr ästhetisch. Aber das hat auch seinen Preis, der mit den von Dir verlinkten 1850 Euro inklusive Montierung sehr, sehr hoch ist!
Du solltest nicht erwarten, dass Du einen optischen Leistungsgewinn gegenüber dem 200/1200 Dobson für um 300 Euro erhältst. Wenn Du Dich mit dem Dobson beschäftigst, und die Justage gut machst, wirst Du mit diesem Gerät im "Werkszustand" mehr sehen, wenn es um Deepsky-Objekte, Sternhaufen und auch Planeten geht. Einzig bei der Übersicht wird der 200/1200 Dobson einfach um soviel schlechter aussehen, wie 1200mm Brennweite länger als 900mm sind. Der überblickbare Himmelsausschnitt wird also kleiner, bei 1200mm aber durchaus handhabbar und 900mm machen auch noch kein wirkliches Übersichtsteleskop. Das hätte ideal eher 600mm.

Wesentlich für das Funktionieren eines Einsteigerpakets ist eine solide Montierung (beim Dobson integriert, hier mit der EQ-5 auch vorhanden) und eine passende Zubehörkombination. Das bedeutet zuallererst Okulare, dann aber auch weitere Kleinteile.
Auf lange Sicht wird man in Okulare mehr Geld investieren, als in das Teleskop und oft genug auch mehr, als in Teleskop und Montierung zusammen. So muss und sollte aber eine Einsteigerausstattung nicht aussehen, weil Okulare sehr individuell sind. Würdest Du ohne Erfahrung nur sehr teure Okulare anschaffen, könntest Du gerade solche Wählen, deren Eigenschaften für Dich nicht optimal sind, während andere zum selben Preis für Dich richtig gewesen wären. Dadurch kann man eine Menge Geld verheizen.
Trotzdem darf eine Okularpalette auch nicht zu billig ausfallen, weil man sonst die mögliche Leistung seines Teleskopes nicht zu Gesicht bekommt.
So ganz nebenbei gilt es natürlich auch, die Okulare passend zum Teleskop auszuwählen. f/9 stellt da andere bzw. auch weniger Anforderungen, als f/6.

Bevor Du ein derart teures Einsteigerpaket zusammenstellst, rate ich Dir dringend, beide Geräte einmal verglichen zu haben. Das heißt Deinen zunächst geplanten Dobson und eben ein Apo um 100mm Öffnung.

Clear Skies
Sven
 
hallo beinanda,

Sven bringts wieder mal auf den Punkt: 200mm sammeln 4x soviel Licht wie 100mm. Einzig bei Luftunruhe (und Tubusseeing) punktet der 100mm ED-Apo weil er nicht so anfällig dafür ist und die feinere Abbildung hat. Ansonsten wird er von der Öffnung des 200er Dobs schlicht "erschlagen".

also: durchgucken vor dem Kauf.

lg Tommy
 
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