Skywatcher oder Astro?

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Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Der Refraktor hat 90mm Öffnung, der Dobson 150mm.
Dazwischen liegen Welten!
Allerdings auch in der Transportabilität.

Der Dob mit 150 mm hat eine zentrale lineare Abschattung von 20%. Nun kann man die Zmeksche Faustformel nicht allgemeingültig verwenden, soweit ich weiß, sind kleine Obstruktionen (ca. 16%) noch fast nicht wahrnehmbar, aber mit zunehmender Abschattung verschlimmert sich der Effekt exponentiell. Da 20% eine relativ übliche Größe ist, kann man sie ja trotzdem mal ansetzen, und kommt für 20%-igen Kontrast (den Zmek betrachtet hat) auf einen "Kontrast-Durchmesser" von ca. 120 mm. Das relativiert die Öffnung auf Planeten bezogen ein wenig, wobei 20% Abschattung keinen allzugroßen Einfluss haben sollten, und "nur" 120 mm "Kontrast-Durchmesser" sind besser als 90 mm.

Mehr Licht ist ohne Zweifel da (obwohl natürlich zwei Billig-Spiegel pro Fläche deutlich mehr Licht schlucken, als zwei preiswerte Linsen.)

Rechnet man beim 90 mm FH mit 95%, sowie 95% beim Prisma, und normiert das Licht auf 1, bietet der GSO-Newton bei 81% Reflektivität pro Spiegel, und 6,25% Flächen-Abschattung etwa 90% mehr Licht.

Soweit, sogut <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Von GSO gibts allerdings einen 90-mm-Refraktor mit 2"-OAZ. Imo wäre das ein großer Pluspunkt, was die Vielseitigkeit angeht. Dass die Leistung ansonsten nicht den 150 mm f/8 erreicht, weder am Planten und schon gar nicht beim Deep Sky, ist ja unbestritten.
 
Zubehör

Hallo burki!


Als Ergänzung zum Himmelsatlas ist eine drehbare Sternkarte wichtig.
Mit dem Atlas alleine kann man sich nämlich am Himmel nicht orientieren.

Mit der drehbaren Sternkarte sucht man sich am Himmel erstmal Sternbilder raus, die günstig (hoch am Himmel) stehen.
Dann kann man sich im Atlas diese Sternbilder genauer ansehen und sich Objekte aussuchen, die man beobachten will.

So mache ich das immer ich habe bisher noch fast alles gefunden.

Für den Anfang ist eine große drehbare Sternkarte besser. Später reicht dann auch so eine Miniversion, die man sich sogar als "Lesezeichen" in den Himmelsatlas legen kann.

Bei Objekten, die nicht auf Sternkarten sind (z.b. Planeten) ist ein Computerprogramm hilfreich, mit dem man sich Karten ausdrucken kann.
Ich verwende die Demoversion von Skymap Pro.



Gruß Harald
 
Re: Meine Erfahrungen von klein nach groß

Hallo aths!


Dass die Leistung ansonsten nicht den 150 mm f/8 erreicht, weder am Planten und schon gar nicht beim Deep Sky, ist ja unbestritten.
Das ist der entscheidende Punkt.

Alle andern Vor- und Nachteile sind m. M. nebensächlich.
Auch der 6" Dob ist transportabel, er kühlt schnell aus und er läßt sich nachträglich auch par. montieren.
Der OAZ ist kein großer Nachteil, weil das Öffnungsverhältnis größer ist.
Die Monti für den Dob wäre zwar nicht billig, eine ordentliche Monti (wackelfrei) für den Refraktor wäre aber auch nicht günstiger, zumal der Refraktor ein höheres Stativ braucht - was wieder teuer und schwer wird, wenn es nicht wackeln soll.

Der allergrößte Unterschied zwischen dem Refraktor und dem Dob ist die optische Leistung.
Und da liegt der Dob eben weit vorne.


Gruß Harald
 
Oh, Kerle ...

... tu mir einen Gefallen: Schneide Dir aus einem Stück schwarzer Pappe einen Kreis mit ca. 25mm Durchmesser aus. Nimm zwei dünne Drähte, spanne diese über Kreuz über die Taukappe Deines obstruktionslosen Refraktors. Nun klebe das Stück Pappe zentrisch an dem Kreuz vor Deiner Linse auf. Und schau durch - einmal mit der beschriebenen Konstruktion und einmal ohne. In mehreren Nächten, um den Unterschied auch wirklich dingfest zu machen. Und dann berichte. Und schreibe nochmals von Zmeks Faustformel - deren Aussage im Übrigen bei einem guten Spiegel - wenn schon, denn schon - nur mit einem Apo zum Vergleich herangezogen werden könnte. "Bitte kommen Sie in meine Praxis" sprach die Hobbyastronomie.

Noch was: Wenn _Einsteiger_, bei denen auf Grund ihre Postings abzusehen ist, dass sie wirklich noch gar nicht so genau wissen, auf was sie sich einlassen, schreiben, sie möchten "hauptsächlich Planeten beobachten" ignoriere ich das mittlerweile. Weil:

1. Viel Spass mit dem neuen Fernrohr, gerade jetzt, am Planeten ...

2. Viel Spass ab November oder so, bei der stundenlangen Beobachtung von max. 1,5 über einen längeren Zeitraum interessanten Planeten - und das, wenn's in den Fingern juckt, im Weltraum etwas zu entdecken ...

3. Sicher, der Mond, den gibt's auch noch ... schätzungsweise an 7 Tagen im Monat? Danach braucht man schon etwas mehr Ausdauer.

4. Natürlich gibt's auch noch die Sonne. Macht auch Spaß.

5. Und dann noch 100+ M-Objekte und diverse NGCs/ICs et al. Aber die will er ja hauptsächlich gar nicht sehen.


Das kingt jetzt vielleicht arrogant, ich bin aber der Meinung, der o.g. Einsteiger kann das so noch gar nicht richtig einschätzen. Deshalb Dobson! Und der GSO 580 ist sicher keine schlechte Wahl für 300 Euro und leichter zu transportieren als so manches Refraktorsetup.




 
Re: Oh, Kerle ...

Noch was: Wenn _Einsteiger_, bei denen auf Grund ihre Postings abzusehen ist, dass sie wirklich noch gar nicht so genau wissen, auf was sie sich einlassen, schreiben, sie möchten "hauptsächlich Planeten beobachten" ignoriere ich das mittlerweile.
Sehe ich genau so.
Und: Burki hat bereits "zugegeben", dass er sich noch nicht festgelegt hat. Von daher ist ein reines Planetenscope gar nicht gewünscht vom Fragesteller.

Mal abgesehen davon, dass ein 90mm f/10 FH kein Planetenscope ist. Es ist ein sperriger Allrounder mit kleiner Öffnung und Farbfehler.


Gruß Harald
 
Re: Oh, Kerle ...

Ich finde es interessant, wenn Erfahrene aus ihrer persönlichen Erfahrung ableiten, was andere wollen. Burki hat sich jetzt den Karkoschka gekauft und wird bei der Lektüre erfahren, dass es außer Planeten noch anderes gibt, und Tipps bekommen welche Öffnungen erforderlich sind.
Wenn ernsthaft Interesse am Planeten besteht, die ganze Zeit nachdobson? Wenn der Fragestellende das mal selbst ausprobiert hat und ok findet, ist das natürlich ok. Einige Plantenfans scheinen in der Tat Dobsons zu haben, hier kommt man ja auch, Komfort hin oder her, sehr preiswert zu leistungsstarken Geräten.

Ansonsten meine ich wäre doch zur parallaktischen Montierung zu raten. Jemand, der sein Budget zunächst auf 200 € setzt, aber scheinbar auch bis 300 gehen würde, ein Teleskop zu empfehlen wo parallaktische Montierung und Stativ noch mal mit mindestens 500 € zubuche schlagen...

Bei 174x rannte der Mars bei mir irre schnell weg, trotz immerhin 50° scheinbarem Gesichtsfeld. Was war ich froh, prinzipiell einachsig nachführen zu können (aufgrund ungenauer Einnordung war nach einigen Durchläufen eine Regelung auch der Dec-Achse notwendig.) Für mich persönlich ist klar: Für Planeten braucht's einen Nachführmotor.
 
Re: Oh, Kerle ...

Jemand, der sein Budget zunächst auf 200 € setzt, aber scheinbar auch bis 300 gehen würde, ein Teleskop zu empfehlen wo parallaktische Montierung und Stativ noch mal mit mindestens 500 € zubuche schlagen...
Den 90mm FH bekommt man ordentlich parall. montiert auch nicht komplett für 300.-.
Die Summe kannst Du locker verdoppeln oder verdreifachen, wenn es weitestgehend wackelfrei sein soll und eine el. Nachführung dazugehören soll.
Das Budget von 300.- reicht also nicht.

Im Gegensatz dazu ist der Dobson mit 300.- komplett und stabil montiert.

Selbst wenn letztlich der Dobson parall. montiert wird und er dann insgesamt vielleicht 300.- mehr kostet (1000.- gegenüber 700.-), ist das in anbetracht der Mehrleistung immer noch wesentlich mehr Leistung fürs Geld als bei dem Refraktor.


Gruß Harald
 
Re: Oh, Kerle ...

Wenn in erster Linie die Leistung zählt, sind Linsenteleskope den einfachen Spiegelbauarten grundsätzlich unterlegen, das hatten wir doch schon <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> Der Refraktor punktet eben mit dem Einblick hinten (ok, das bieten auch einige Spiegel, und ist ja nicht immer ein Vorteil, wegen der Notwendigkeit zur Strahlenumlenkung), mit dem Kontrast für die gegebene Öffnung (wenn es denn mindestens ein echter Achromat ist) und natürlich mit der wesentlich geringeren Justage-Anfälligkeit, die bei besseren 4"-Geräten wohl = 0 ist (mit wenigen Ausnahmen, die die Regel bestätigen) und mit dem geringerem Tubus-Seeing-Problem.

Da das wetterbedingte Seeing bei kleineren Geräten weniger Auswirkungen hat, kann es ja auch ein Weg kein, es mit kleiner, aber "guter" Öffnung zu versuchen. Dass in Dingen Deep Sky die Photonendichte zählt ist (weshalb man für die größere Öffnung lieber zum Spiegel greifen sollte) bestreitet ja keiner <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Die Vehrenberg KG hat mich leider wochenlang hängen lassen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> was die Rücksendung der verklemmten Reduzierringe betrifft, ansonsten hätte ich inzwischen was zum Thema "Deep Sky in der Stadt mit 4 Zoll" verfassen können. Bin mal gespannt, wie der Orion-Nebel aussieht.
 
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Guten Morgen

die Diskussion scheint wohl ein bisschen umzuschlagen was jeder so persöhnlich empfiehlt. Aber schon alles sehr interressant auch wenn ich nur die hälfte verstehe.

Nun TS scheint mich per Mail wohl nicht zu beraten, mal sehen ob die wenigstens meine Frage nach der Verfügbarkeit von 3 Systemen beantworten können:

Celestron Astro Reflektor 114/900mm mit EQ3 Nr.Astro 114 EQ3
Reflektor Skywatcher 114/910mm mit EQ3 Nr.1149 EQ3
mit 6*30 Sucher Nachrüstung (falls das geht)

das TS Astro 114/900mm mit 6*30 Sucher gibt es nicht!

Refraktor Astro 90/900 mit Astro3 Nr.Astro 90/900 Astro 3
(der Einblick hinten gefällt mir)

Kein Dobson. Warum? Nun ich habe es nach den Hinweisen verstanden das das Dobson vorrangig mit der Rockerbox für Deepsky ist. Wenn man die Planeten sehen möchte braucht man eine Nachführung und ein teures Stativ. Ich denke das ein Einsteiger zu Anfang wohl Planeten und Sterne sehen und diese evtl. auch fotograhieren möchte (ich jedenfalls). Deshalb habe ich bei den genannten Systemem für max. 348 Euro ein EQ3 Stativ,(ihr seht ich bin schon über die 200Euro) was ja wohl das Minimum darstellt. Ein EQ2 wollte ich nicht nehmen, hier passt wohl kein Polsucher, Kamera....dran und scheint nicht so "stabil" zu sein.

Es gibt immer was besseres, nur was soll ein Einsteiger kaufen.... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Oh, Kerle ...

Ich finde es interessant, wenn relativ Unerfahrene aus ihrer persönlichen Erfahrung ableiten wollen, was andere wirklich brauchen.
Immerhin kenne und habe ich beide Systeme. Wenn ich mich hauptsächlich ausführlich dem Mond, der Sonne oder einem Planeten widmen möchte, greife ich durchaus zu meiner GP mit Nachführung. Darum geht's hier aber nicht. Alles andere lässt sich eigentlich aus meinem ersten Posting ablesen.
 
Re: Oh, Kerle ...

Michael_at_night schrieb in einem anderen Thread:

Aber die Geschichte, dass Refraktoren schlechtere Planetengeräte sind, sollte man in Hinblick auf die Zielgruppe hier doch noch mal etwas relativieren.

Aus den Diskussionen zu diesem Thema in letzter Zeit hier, habe ich für mich folgendes Fazit gezogen:

1. Reflektoren sind tatsächlich für die Planetenbeobachtung besser geeignet als Refraktoren. Voraussetzung hierfür ist eine Optimierung des Tubus (Auskleidung etc.) und eine perfekte Justage. Beides verlangt vom Teleskopbesitzer eine hohe Sachkenntnis und einen gewissen Aufwand. Selbst erfahrene Hobbyastronomen haben damit offenbar ihre Probleme. Hab gestern in einem Thread von Binoviewer (hoffe er war das auch) gelesen (und Sven hat sowas ähnliches auch schon mal gesagt), dass bei 100 Newtons auf der ITT mal einer so gut justiert ist, dass man mit ihm diese Erleuchtung auch bekommt. Wenn einer mit seinem Teleskop zur ITT geht, dann hat in der Regel schon eine hohe Sachkenntnis. Um sein Gerät aber optimal für Planeten einzustellen, dafür reicht es aber bei der überwältigenden Mehrheit trotzdem noch nicht

2. Mit einem Refraktor habe ich diese Probleme offenbar nicht. Dafür seh ich zudem noch mehr am Planeten als durch die 99 nicht für Planetenbeobachtung optimierten Newtons. Solche Probleme, wie sie hier z.B. im Marsforum immer beschrieben werden ("ich kann die Polkappe nicht sehen" oder "hab noch nie Oberflächenstrukturen gesehn") hatte ich noch nie, auch nicht bei schlechtem Seeing. Ich stell meinen Refraktor auf, halte ihn auf den Mars und nach 15 Minuten auskühlen seh ich die Polkappe und auch Teile der Oberfläche. Und nicht nur ich. Meine Spechtelfreunde hier haben alle Spiegelsysteme und sind seit etlichen Jahren dabei. Vor jedem beobachten werden die Geräte justiert. Diese Feld-Justage reichte jedoch bisher nicht aus, um mehr am Mars zu sehn, als ich das mit meinem Refraktor tu.

Zusammenfassend: Reflektoren bleiben die besseren Geräte für die Planetenbeobachtung, sind aber in dieser Hinsicht nicht besonders anwenderfreundlich. Man kann sie so einstellen, dass man mehr am Planeten als im Refraktor sieht, aber kaum einer kann das.
Insofern bin ich mit meinem Gerät hochzufrieden, da ich ja in erster Linie unkompliziert beobachten will, weil ich zu der Gruppe der Sternfreunde gehöre, die tagsüber beruflich was anderes tun. Dafür muss ich auf die Durchsicht durch einen hervorragend optimierten Newton zwar verzichten und mich damit abfinden, dass in meiner Abbildung etwas verborgen bleibt. Durch ein normal justierten Newton seh ich diesen Unterschied allerdings auch nicht (eher weniger), ausser ich betreibe dafür einen nicht erheblichen Aufwand um mir Kenntnisse zur Feinoptimierung anzueignen, die nur eine verschwindend geringe Minderheit unter uns wohl überhaupt besitzt.

Irgendwie fehlt mir immer dieser Hinweis, wenn Ihr über "Refraktoren/Reflektoren am Planeten" schreibt. Ich finde das führt normale Sterngucker wie mich irgendwie auf die falsche Fährte und vielleicht zu auch enttäuschten Planetenbeobachtern, die sich aufgrund der Diskussionen hier einen Reflektor kaufen und dann nicht mal die Polkappe sehen, weil sie nicht in der Lage sind, ihre Geräte perfekt zu optimieren.

Das finde ich eine Superaussage! Ich hoffe er verzeiht mir, daß ich seine Aussage hier reinkopiert habe... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Und wenn man dann noch bedenkt, daß sich ein Refraktor auch für DeepSky eignet, wenn auch nicht so sehr wie ein öffnungsgrößerer Newton, dann kann ich jeden verstehen, der sich einen Refraktor anschaffen will. Zumindest der Einsteiger, der noch gar nicht weiß, was er will, und trotzdem vernünftig was sehen mag.

Nicht umsonst haben viele langjährige Sternengucker auch heute noch ein Lidl-Scope oder sonst so ein kleines Ding, mit dem sie ausschließlich, oder nach langer Zeit, dann immer nochmal zwischendurch spechteln, wenn sie nicht gerade ihren 10-Zöller durch die Gegend schleppen wollen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
 
Das mir Szmeckt mir nicht so ganz

Hallo Arne,

Der Dob mit 150 mm hat eine zentrale lineare Abschattung von 20%. Nun kann man die Zmeksche Faustformel nicht allgemeingültig verwenden, soweit ich weiß, sind kleine Obstruktionen (ca. 16%) noch fast nicht wahrnehmbar, aber mit zunehmender Abschattung verschlimmert sich der Effekt exponentiell. Da 20% eine relativ übliche Größe ist, kann man sie ja trotzdem mal ansetzen, und kommt für 20%-igen Kontrast (den Zmek betrachtet hat) auf einen "Kontrast-Durchmesser" von ca. 120 mm. Das relativiert die Öffnung auf Planeten bezogen ein wenig, wobei 20% Abschattung keinen allzugroßen Einfluss haben sollten, und "nur" 120 mm "Kontrast-Durchmesser" sind besser als 90 mm.

gestern war es mir zu spät geworden (klar,aber lausiges Seeing) um auf diese Aussage von dir einzugehen.

Die Zmek-Formel ist empirisch gewonnen (paßt aber wohl gut) und sie soll eine Aussage für schwachkontrastige Objektdetails liefern.

Bei hochkontrastigen Details sieht die Sache für das obstruierte Teleskop deutlich freundlicher aus,hier ist praktisch kein Verlust erkennbar.

Eine sehr gute Seite zum Thema findest du hier .

Aber zurück zu schwachkontrastigen Planetendetails.
Beim 150/1200er Newton (Dobson) ziehst du die Obstruktion ab und schreibst daß er dann einen "Kontrastdurchmesser" von 120mm hat.
Das hat er aber nur,wenn die Optik ansonsten ideal ist.
Und keine Dejustage vorhanden ist,kein Tubusseeing,keine Abwärme des Beobachters den Strahlengang kreuzt,die Optik temperaturangepaßt.

Gerade diese von mir genannten Punkte sind es aber,die häufig die Leistung des Newton schmälern,aber immer auf dessen Obstruktion geschoben werden.

Zum anderen gönnst du dem 90mm Refraktor einen Kontrastdurchmesser von 90mm.
Das kann aber wieder nur für eine ideale Optik gelten,eine Optik ohne Fehler.
Und dann kommt dazu,daß der 90/900er Fh oder 90/1000er FH auch prinzipiell keine "ideale Optik" sein kann,wegen des vorhandenen Farblängsfehlers.
Daher kann bei schwachkontrastigen Details auch bei dieser unobstruierten Optik nicht der volle Durchmesser angesetzt werden.
Sven Wienstein hat ja eine sehr schöne Schilderung aus der Praxis gebracht,auf welche Weise ein Farbfehler die Kontrastwiedergabe verschlechtert.

Daher war seinerzeit auch mein Rat an dich statt des 90/1000 einen 90/1300er vorzuziehen,oder besser einen 102/1500er,wegen der Farbproblematik.
Mit deinem jetzigen ED-Teleskop wirst du aber wohl noch bessere Resultate erzielen können,bei allerdings gehobenerem Preis...

MfG,Karsten

 
Re: Das mir Szmeckt mir nicht so ganz

Die Zmek-Formel ist empirisch gewonnen (paßt aber wohl gut) und sie soll eine Aussage für schwachkontrastige Objektdetails liefern
Auf Zmek will ich gar nicht sonderlich herumreiten, nicht nur, weil die Formel nur empirisch gewonnen wurde. Soweit ich weiß, wächst der Einfluss der linearen Obstruktion exponentiell an (aber zumindest nicht linear) so dass Zmek für kleine Obstruktionen zu pessimistisch, für hohe Obstruktion zu optimistisch sein dürfte. Wenn der Einfluss von 37% Obstruktion kleingeredet wird, kann ich das z.B. nicht verstehen. Erfahrene Amateure berichten wiederum, dass etwa 15% praktisch nichts ausmachen, insofern sollten 20% noch keinen schlimmen Einfluss haben. Ich werde früher oder später wohl mal Obstruktionsexperimente mit meinem ED veranstalten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Richtig ist natürlich auch, das hatte ich sträflich unterschlagen, dass auch ein Achromat der tatsächlich achromatisch ist, wohl keinen "Kontrastdurchmesser" der vollen freien Öffnung hat.

Einige erfahrene Amateur-Astronomen, die Fraunhofer und Newtons (oder andere Spiegel) haben, können per guter Justage die Leistung des Spiegels wohl nahezu ausschöpfen. Andererseits lese ich so oft im Internet, dass ein Fraunhofer-Refraktor einen deutlich größeren Newton versägen würde. Das ist offensichtlich auf die mangelnde Justage des Newtons zurückzuführen.

Ich habe nie einen Newton justiert <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" /> ja noch nicht mal durch einen Newton durchgesehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> und weiß leider nicht, ob der normale Einsteiger in der Lage ist, seinen Newton so zu justieren, dass wenigstens die Zmek'sche Faustformel erfüllt wird.
 
Re: Oh, Kerle ...

Es geht hier doch gar nicht darum, dem Anfänger den Refraktor auszureden. Und natürlich spielen persönliche Präferenzen eine große Rolle, wenn ich einen Dobson nahelege. Für mich gibt es z.B. nix leichteres, als einen 6" f/8 Newton zu justieren. Mir geht nur das andauernde Zmek-und-Obstruktionen-Gewäsch auf die Nerven. Birkmaier findet da bei mir durchaus offene Ohren, wenn hier aber immer wieder Hören-Sagen von Theoretikern nachgebetet wird ... und wenn dann einem Anfänger, der schreibt, er würde gerne "Planeten und Sterne" beobachten, sofort ein Refraktor auf parallaktischer Monti empfohlen wird, weil man unbedingt eine Nachführung zum Planeten beobachten braucht - da muss ich dann schon dagegen halten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ... übrigens: schon mal die Postings von den Anfängern gelesen, die sich mit dem Einnorden einer parallaktischen Montierung schwertun? Soller doch kaufen wasser will, meinen Segen hatter.


 
Re: Oh, Kerle ...

Hallo

Wie ist das denn nun wenn man z.b. den Mond beobachten möchte. In wieviel Sek. ist der aus der Bildmitte raus, oder gar ein weiter entfernter Planet? Also muss doch nachgeführt werden. Und das manuell zu machen, ich weiss nicht? (Dobson)

Falls ich denn nun den Mond fotographieren möchte, was würde mich eine gute Halterung des 6" Dobson kosten, sicher nicht wenig. Vom Transport möchte ich nun nicht sprechen.

Was spricht gegen den Reflektor mit EQ3 Montage? Das evtl. justieren der Optik? Was spricht gegen den Refraktor, nur das Deepsky nicht so dolle geht?

Nächste Woche kommen die Bücher...lesen und mal TS anrufen.

Vielleicht mache ich einen "Fehler" mit einem Reflektor oder Refraktor, das kann ich jetzt nicht wissen. Aber ich denke nicht, denn haben alle mit einem Dobson angefangen?

Eine Justierung kann man nur lernen wenn man einen Reflektor hat, oder?






 
Re: Oh, Kerle ...

1. Ja, beim Dobson ist Nachschubsen angesagt. Bei hoher Vergrößerung kann das je nach Gesichtsfeld und tatsächlicher Vergrößerung schon in Stress ausarten. Bei mir ist z.B. bei 240x in einem 5mm LV mit 45 Grad Gesichtsfeld der Spass nicht mehr so groß. Bei 160-fach und 50 Grad z.B. aber absolut kein Problem. Vorteil beim Dobson ist ja auch, Du kannst das Rohr anfassen und schieben oder auch fokussieren ohne das groß irgendwas wackelt oder schwingt, das Fernrohr ist nämlich richtig stabil montiert.
Zur parallaktischen Montierung: Hier kannst Du durch drehen an einer Welle das Fernrohr bequem nachführen. Beim Fokussieren dürfte das Bild mehr zittern als beim Dobson aber noch ok gehen. Beim Suchen eines Objektes am Himmel mußt Du normalerweise 2 Klemmungen öffnen, das Rohr in die entsprechende Richtung drehen und dann entweder "rühren" bis das Objekt im Sucher auftaucht, oder eben die Klemmungen feststellen um anschließend wieder mittels der Wellen zu suchen. Denk dran, dass die Klemmungen normalerweise nicht erreichbar sind, wenn Du hinten durch einen Refraktor schaust, das ist beim Newton g'schickter! Beim Dobson gibt's keine Klemmungen.
Am besten wär's natürlich, Du könntest das vorher ausprobieren. Du wohnst nicht zufällig in BW? Heute ist nämlich das SAFT.

2. Wenn Du fotografieren willst, kauf Dir keinen Dobson. Die Frage ist aber: willst Du wirklich (gleich) fotografieren? Hör Dich vorher um, welcher Aufwand hier z.T. betrieben werden muss, bevor Du die Möglichkeit zum Fotografieren als ein Argument für eine Kaufentscheidung Deines ersten Fernrohres mit einem Budget von 300 Euro zugrunde legst.

3. "Nur das DeepSky nicht so dolle geht"
Du wirst Deepsky machen wollen. Punkt. Du hast doch den Karkoschka, oder? Möchtest Du die darin beschriebenen Objekte sehen? Wenn Du Deepsky-Objekte suchst, wirst Du Dir mit einer Montierung ohne Klemmungen leichter tun. Die Vergrößerungen sind hier auch eher moderat, wodurch sich das Problem der Nachführung deutlich entschärft.

Ich finde Deine Entscheidung, einen Refraktor oder einen Reflektor auf einer parallaktischen Montierung zu kaufen nicht falsch, ganz und gar nicht. Ich würde es aber (heute) anders machen und mir einen Dobson als Erstgerät zulegen. Eigentlich will ich mich in solche Threads auch gar nicht mehr einmischen ... mir gingen hier aber mal wieder die Aussagen auf den Senkel, dass Leute, die noch nie durch einen Newton geschaut haben und noch niemals einen Dobson bewegt haben

a) hier wieder rumtheorisieren, dass ein Reflektor am Planeten lt. Zmek durch die Obstruktion Nachteile hat und

b) dass man zum Beobachten von Planeten unbedingt eine parallaktische Montierung braucht.

Zmek wird häufig zitiert, weil er in einem Katalog eines hiesigen Fernrohrhändlers erwähnt wird. Falls Du dessen Seiten noch nicht kennst: Intercon-Spacetec Dort stehen einige (gute) Tips für den ersten Fernrohrkauf.
 
Re: Oh, Kerle ...

Ja ist hier ganz schön verwirrend, was? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Bei starker Vergrößerung (150 fach) dauert es etwa eine Minute, bis ein Stern durch das gesamte Bildfeld gezogen ist. Es gibt aber auch welche, die vergrößern 700fach, da benötigt man eine gute Kondition. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Die Justage ist unterschiedlich schwierig. Bei einem f/4 Reflektor darf man sich nicht mal um einen Millimeter vertun, um die Abbildungsqualität zu beinträchtigen. Ich finde das verflucht wenig, und ich halte das bestimmt nicht ein. Bei einem f/8 hat man dagegen schon knapp 10 mm Toleranz, das hält man in der Tat leicht ein, auch mit Justagefehler vom Laser und Spiel im Okularauszug.
Umgekehrt sind f/4 Reflektoren für Fotografie sehr geeignet, während f/8 Montierungen der Oberklasse verlangen. Am besten IMHO man kauft zwei Röhren, wenn man fotografieren und beobachten möchte.

Wie ich oben schon geschrieben habe, ist es schwer einen konkreten Tipp zu geben, da ich nicht weiß, was Dich in der Astronomie am meisten fasziniert.
Wenn du Galaxien in etwa so sehen willst wie in den Zeitschriften, dann hol dir ein 20 Zöller für etwa eine Fantastillion. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
Kugelsternhaufen sind im 8 Zöller schon wunderschön.
Willst du konkret harte Kontraste sehen und findest du den Mond mit seinen Schattenwürfen, Tälern, Kratern faszinierend, dann reicht ein Lidlscope (Lidl-Refraktor) allemal, der vielleicht demnächst wieder in den Lidl-Märkten rauskommt. Kugelsternhaufen sind dagegen im Lidl ein gräulicher Nebelfleck, ich schau sie mir trotzdem ganz gerne auch im Lidlscope an, obwohl ich auch einen 6 Zöller besitze.

Und wieweit das Wackeln der Monti stört, das hängt ganz massiv von der Geduld und den handwerklichen Fähigkeiten des Besitzers ab.
 
Re: Oh, Kerle ...

Hallo Hugo

Du bestätigst mich! Da man nicht genau weiss man man nachher möchte, halt irgendwo mit anfangen, was einem z.Zt. wohl am besten zusagt.
 
Re: Oh, Kerle ...

Hallo Burki

Ich habe bei Dir das Gefühl das Du nie zu einem Teleskop kommst.Du schreibst mittlerweile im zweiten Forum und alles verschiedene Antworten.Das Du jetzt schön verwirrt bist liegt auf der Hand.Also jetzt erst mal durchatmen und die ganzen Antworten verarbeiten.Ich kann Dir schreiben wie es mir gegangen ist.Ein Astroforum kannte ich noch nicht und habe es mir schon gekauft und das war im Februar.Die Fragen und auch die Antworten kamen später.Leute ich habe das Teleskop was kann ich damit machen?So zumindest konnte schon mal in den Himmel gesehen werden und das mit einer paralaktischen Montierung.Anschließend habe ich damit gelernt um zu gehen,weil ich das Instrument habe.Dann kamen die Ratschläge.Schließlich habe ich Freunde getroffen die praktische Ratschläge gegeben haben.Für Dich ist beste Methode Augen zu und durch.Instrument kaufen und dann fragen.Wenn Du mich fragen würdest:Hol Dir ein Instrument mit einer 114 Öffnung und einer Brennweite ab 500
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Das mir Szmeckt mir nicht so ganz

>Ich habe nie einen Newton justiert ja noch nicht mal >durch einen Newton durchgesehen

Dann schreib doch bitte auch nicht darüber!!

Dieses ewige herumreiten auf irgendwelchen theoretischen Werten bringt doch niemanden weiter. Sieh Dir einfach einmal verschieden obstruierte Newtons an, dann kommen gewiß kompetentere Meldungen zustande!

Ganz nebenbei: einen Newton zu justieren ist wirklich für jeden erlernbar!

CS Wolfgang
 
Re: Oh, Kerle ...

Denk dran, dass die Klemmungen normalerweise nicht erreichbar sind, wenn Du hinten durch einen Refraktor schaust
Ich erreiche jene Klemmungen ohne großartige Verrenkungen, dazu muss ich mich nichtmal vom Sitz hochbequemen. Das "rumrühren" im Himmel wird natürlich mit gelösten Klemmen gemacht.
Ja, das wird wird jeder machen wollen. (Siehe meinen neuen Beobachtungsbereicht — M42 war fantastisch. Einmal sowas gesehen, und man leckt Blut...) Die Frage ist, wo die Prioritäten liegen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> (Jupiter hat auch seinen Reiz.)
hier wieder rumtheorisieren, dass ein Reflektor am Planeten lt. Zmek durch die Obstruktion Nachteile hat
Na soweit ich weiß (sofern man den meisten Leuten Glauben schenken darf) bringt Obstruktion Nachteile. Welche man durch mehr Öffnung ausgleichen kann.
 
TS wieder da

Hallo Burki,

wir waren bis heute am ITT in Kärnten, deshalb sind wir nicht dazugekommen, Dich zu beraten.

Tipp:
ruf mich am Montag ab 10h an und stelle Deine Fragen, dann bekommst Du gerne die Auskunft, die Du brauchst.

Wolfi Ransburg
Teleksop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de

PS: Gerne beraten wir Dich aber oft geht es halt nicht so schnell, wie man gerne möchte. Wir sind auch nur Menschen und wenn ich das ITT veranstalte, kann ich zugleich nicht woanders sein - vielen Dank für Dein Verständnis.
 
Re: TS wieder da

Hallo Wolfi

Sorry, aber ich habe dann auch auf der TS Seite gelesen das der 3 Tage Termin war!
Aber man hat nunmal so seine Erfahrungen mit anderen Firmen gemacht. Nur man sollte dies halt nicht immer auf andere übertragen.

 
Re: Oh, Kerle ...

>Na soweit ich weiß

Woher denn?

Zwischen "wissen " und "gehört haben " gibt es einen nicht unwichtigen Unterschied!

CS Wolfgang
 
Re: TS wieder da

Hallo, imo macht für Tagesbeobachtungen ein Amici-Prisma auf jeden Fall Sinn. Das Zenitprisma sorgt zwar auch für ein aufrecht stehendes, aber nicht für ein seitenrichtiges Bild. Ich habe ein 60° Amici-Prisma, da bei waagerechter Ausrichtung des Refraktors der "Knick" ja nicht gleich so doll sein muss.

Für die Nacht kann ich das jedoch nicht empfehlen, mein Prisma erzeugt an hellen Sternen zwei "Spikes", hier wäre das Zenitprisma anzuraten.
 
Re: TS wieder da

Hallo aths!


Ich finde auch 60° bei Tagbeobachtung ideal.
Mein Bino hat 60° und das ist sehr komfortabel.

Siehst Du mit dem Amici tagsüber keine Qualitätseinbußen gegenüber keinem Amici?


Gruß Harald
 
Re: Refraktoren - Reflektoren

Hallo,

genau so ist es richtig, der Farbfehler wird erst bei größerer Vergrößerung sichtbar, was aber
nicht heißt, daß er nicht auch schon bei kleinerer Vergrößerung da ist und den Kontrast
kaputt macht. Fraunhofer sind Teleskope mit einem Öffnungsverhältnis von > f/12-15. Alles
darunter ist eigentlich schon das, was man heute so schön euphemistisch mit Rich Field bezeichnet.
 
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