Skywatcher Skymax-180 Maksutov 180/2700mm

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Geist2010

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Wer Erfahrungen mit dem Skywatcher Skymax-180 Maksutov 180/2700mm gemacht, bin dabei mir ein neues Teleskop zu kaufen, das Teleskop hat ja gerade mal gute 7kg, ist es geeignet für (Planeten und DeepSky) Astrofotografie? usw.
 
Hallo Geist,

den 180er Skywatcher-Mak habe ich zwar nicht, aber ich hatte den kleinen 90er und jetzt den 127er, vielleicht sind meine Erfahrungen also nicht uninteressant, wenn du dir deren großen Bruder zulegen willst. Der Vorteil dieser Maksutovs besteht halt in ihrer leichten Transportierbarkeit - sie sind nicht nur relativ leicht, sondern auch so kurz, dass sie nur eine geringe Hebelwirkung ausüben und somit auch für leichte, reisetaugliche Montierungen gut passen (Wobei der 180er da natürlich schon ganz andere Anforderungen stellt wie mein halb so schwerer 127er. Den 127er kann ich noch sehr stabil auf einer AZ4 benutzen, der 180er wird schon eine weitaus schwerere Montierung brauchen.). Ich benutze/benutzte beide Maks als mobile Mond- und Planetenspezialisten für Beobachtung in der Stadt, und für dieses Spezialgebiet finde ich sie beeindruckend gut, Mond und Jupiter sind schon im 127er eine Pracht und im 180er wohl erst recht. Aber dir muss klar sein, dass das keine Universalteleskope sind: Die extreme Brennweite macht es mit handelsüblichen Okularen kaum bis gar nicht möglich, ausreichend große Gesichtsfelder für wirklich genussreiche Deep Sky-Beobachtung zu erreichen - einige kompakte Objekte wie Kugelsternhaufen und planetarische Nebel machen schon Spaß, aber Mond und Planeten sind ganz klar die Spezialität von Maks. Dazu kommt, dass durch Korrekturplatte und den notwendigen Zenitspiegel einiges an Licht geschluckt wird, Deep Sky-Objekte also wahrnehmbar dunkler werden als bei einem Newton mit nominell gleicher Öffnung. Ein weiteres Problem stellt die nötige lange Auskühlzeit dar: Bevor ich mit meinem 127er sinnvoll hohe Vergrößerungen einsetzen kann, muss er jetzt im Winter schon 1-1,5 Stunden auskühlen, beim 180er wird das noch deutlich länger dauern. Zu Astrofotografie kann ich als rein visueller Beobachter aus eigener Erfahrung nichts sagen, nur soviel, dass Maks zwar oft für Mond- und Planetenfotografie verwendet werden, Deep Sky-Aufnahmen mit solchen Brennweiten aber schon eine sehr sportliche Herausforderung darstellen dürften.

Alles in allem also kein so empfehlenswertes Haupt- oder Universalteleskop, aber ein guter Spezialist für Mond, Planeten und kompakte Deep Sky-Objekte, wenn leichte Transportierbarkeit so wichtig ist, dass man bereit ist, dafür einige Kompromisse in Kauf zu nehmen.

CS,
Fabian
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi "Geist",

Wer Erfahrungen mit dem Skywatcher Skymax-180 Maksutov 180/2700mm gemacht, bin dabei mir ein neues Teleskop zu kaufen, das Teleskop hat ja gerade mal gute 7kg, ist es geeignet für (Planeten und DeepSky) Astrofotografie? usw.

ich habe den 150/1800er Mak von Skywatcher und bin mit ihm als Planetengerät mehr als zufrieden. Sehr kompakt, recht leicht, und erstaunlich gut in der Abbildung. :super:

Auf Anhieb fallen mir aber auch 3 Nachteile ein:

- Minimum 2 Stunden Auskühlzeit, wenn er von warmen Wohnzimmer auf den Balkon raus getragen wird
- ohne extra Taukappe beschlägt die Schmidtplatte sehr schnell in feuchten Nächten
- Spiegelshifting durch Innenfokussierung (stört nur beim Planetenfotografieren etwas, visuell kein Thema)

Visuell geht der 180er Mak auf ner AZ4, fotografisch muß er auf ne HEQ5. Dann lassen sich wirklich tolle Planeten- und Mondvideos machen. Deepsky-Objekte wie Planetarische Nebel, Kugelsternhaufen und Galaxien würde ich damit aber nicht machen wollen.

Ohne Autoguiding hast Du bei f=15 nüscht verwertbares auf dem Chip. Da kommt einfach viel zu wenig Licht an. Stell Dich schon mal auf Belichtungszeiten von 15-20 Minuten pro Einzelbild bei Deepskyobjekten ein. Und dann 20 oder 30 davon, um das Rauschen zu minimieren. Und dann noch Darks und Flats. Das tut sich nur ein Masochist an, der ganz genau weiß, was er tut... Für Einsteiger in die Deepsky-Fotografie ein klares Nein!

Fazit:
- Sonne (mit Baaderfolie vor der Öffnung), Monddetails und Planeten: super
- Deepsky kannste knicken

 
Hallo

Habe mir den 180er Skymax letzten Winter gebraucht gekauft. Wiegen tut er allerdings 7,7kg "nackt". Zusammen mit der nötigen Tauschutzkappe, Zenitspiegel, Sucher und Okular bist da aber ratz fatz auf 8,7kg - bzw. noch mehr, wenn du einen Binoansatz benutzt. Somit kann ich den Einsatz auf einer AZ4 nicht empfehlen. Selber habe ich die HEQ5 und das haut hin. Wobei ich jetzt auch nicht das Gefühl habe, als ob die HEQ5 mit dem 180er unterfordert wäre.

Die oben genannten Nachteile kann ich so unterschreiben:
- lange Auskühlzeit -> kann mit einem Cat-Cooler beschleunigt werden. Zur Zeit experimentiere ich mit einer abnehmbaren Isolierung, aber bisher war das Seeing dafür nicht gut genug (um einen Unterschied zu sehen). Das Teleskop ist durch den geschlossenen Tubus auch empfindlich für Tubusseeing
- Spigelshifting ist ein Thema, aber zumindest bei meinem nicht so ausgeprägt (ca. 1/2 Jupiterdurchmesser)

Ansonsten ist das Gerät theoretisch für die Beobachtung von Planeten, Mond und kleineren DS-Objekten sehr gut geeignet. Die 180mm zeigen schon einiges und durch die lange Brennweite erreicht man hohe Vergrößerungen bereits mit langbrennweitigeren Okularen. Da kann man dann bequem Orthos benutzen und hat deren Vorteile ohne den Nachteil des knappen Augenabstandes.

In der Praxis schaut es bei mir so aus: Bisher habe ich von den Planeten nur Jupiter beobachtet - da sind schon gute Details sichtbar. Nur blieb ich da meistens bei der Vergrößerung mit 150x recht weit unter dem Machbaren. Das Problem war immer das Seeing oder aber Tubusseeing. Also wie du siehst, habe ich das Teleskop thermisch noch nicht im Griff - es ist in meinen Augen auch auf keinen Fall ein "grab-and-go-Teleskop". Man muss es zeitig rausstellen und solange die Lufttemperatur fällt, wirst du immer ein gewisses Tubusseeing haben.

In den nächsten Wochen will ich das Skymax 180 mit meinem 150mm Schiefspiegler vergleichen. Bin schon sehr gespannt welches Teleskop mir die besseren Bilder am Mond und den Planeten liefern wird.

LG Michael
 





guten tag...



ich habe stets gute erfahrungen gemacht, mit dem maki (als teleskop)
superscharfe kontrastreiche abbildung & kompaktheit sind die stärken..
ich konnte sogar mit meinem 127er den mond auf 375-fach vergrößern..
(und zwar mit top abbildung!)
-das ist mit 0,34mmAP.in der leistung mit keinem newton im maßstab
vergleichbar..

nachteilig fände ich vll.das relativ kleine sichtfeld bei f/15!
aber mit ca.70° okularen sollte das oki gehen.. ;)
ebenso die tatsache, dass man mit 80-fache vergrößerung die
mindestvergrößerung- u.damit eine max.helligkeit von "nur"
rund 2mmAP. (durch die oohz brennweite) hat.. also ein eher spezielles
teil..

zudem ist der seeing-fehler bei mak's höher..
2" okulare würden sich wohl nicht rentieren.. nachdem was ich
hier so las..
-viel erfolg..^^




-beste grüße..





 
Moin "faxfield"

auch wenn du sicherlich durch deine Erfahrung mit dem 127er Mak dem Fragesteller eine Hilfe sein kannst,

finde ich deinen Post (und nicht nur diesen hier) doch ein wenig fragwürdig, von der Schriftfarbe und der Vernachlässigung der Groß- und Kleinschreibung mal abgesehen. Das Forum lebt zwar von Erfahrungen, aber bitte sachlich und differenziert betrachtet und nicht stets so pauschalisiert.

Man liest von vielen positiven Erfahrungen vor allem am Planeten oder Mond mit den SW-Maks und sicherlich lohnt es sich bis ans Maximum zu gehen, aber 375-fach bei einer AP von 0,34 eine "Top-Abbildung"? Da liegst du schon weit über der maximal sinnvollen Vergrößerung des 127-mm Maks, vom Seeing-Faktor (der unbestreitlich solche Vergrößerungen in Ausnahmefällen und an dafür geeigneten Teleskopen zulässt) und der sehr sehr kleinen AP mal abgesehen.


 
moijn kerlon..

so, dein eintrag ist nun ganz in weiß.... fein?
so gehe ich (teils zumind.) selbst auf unindividualisten wie dir
ein.. :D
375-fach für einen 127er maki.. jaja da guckst du gell..^^
doch tatsächlich.. dazu hatte ich übrigens TS PLANETARY u.einen
celestron amici.. alles auf CG3
die AP war freilich mini aber noch immer sauberes bild.. deswegen
schreib ich das ja.. weil es untypisch ist..
na gut...

tschüssiiiiiiiiii..








 
Hallo,

wenn bei einer extrem kleiner werdenden Austrittspupille immer noch mehr Details scharf sichtbar werden, hat das weniger mit der Qualität des Teleskops zu tun, als vielmehr mit dem Auflösungsvermögen der Augen des Beobachters. Gut auflösende Augen erkennen bereits bei mäßiger Vergrößerung sämtliche Feinheiten, die das Objektiv liefert. Der Übergang zur leeren Vergrößerung beginnt schon relativ früh. Je schlechter die Augen sind, um so höher muß vergrößert werden, um ebenso viele Details zu erkennen. Keine Optik kann besser auflösen, als es sich aus dem Durchmesser des Objektivs oder Spiegel ergibt.

Grüße

Kurt
 
Moin faxfield,

mein Kommentar war keineswegs persönlich gemeint, das hilft hier niemanden weiter. Du kannst natürlich Schriftart- und Farbe frei wählen und es kann in diesem Land auch jeder seine Meinung äußern.
Ich finde das allerdings eher für Dinge angebracht, die besonders hervorzuheben sind und womöglich bin ich es einfach nicht gewohnt, dass eine vermutlich erwachsene Person in so einem jugendlichen Slang schreibt.

Es mag sein, dass du ohne eine wahrgenommene Verschlechterung des Bildes so hoch vergößern konntest, du musst einen verdammt guten Standort mit Ausnahme-Seeing gehabt haben. Dennoch suggeriert dein Beitrag halt gerade dem unerfahrenen Mitleser, dass das genannte Gerät die Ursache für deine Beobachtung ist. Es ist jedoch so, dass 375-fach eine immense Leervergrößerung darstellt und der Mak ja auch eine nicht zu vernachlässigende Obstruktion aufweist und hierbei z.b einem guten Apo mit gleichem Objektivdurchmesser nicht überlegen sein kann. Wären damit dann bereits 600-fach drin gewesen?

Es wäre zumindest sinnvoll, wenn man sachlich bleibt und mit der genannten Beobachtung auch erwähnt, dass vielmehr die überdurchschnittlichen Bedingungen, als das Teleskop selbst, dies ermöglicht hat. Maks sind nicht ohne Grund sehr beliebt und reizen mich auch, aber auch sie stellen nun mal einen Kompromiss dar.


 
Hallo,

der Beitrag suggeriert doch nur, was Er tolles zu diesem Zeitpunkt damit beobachtet hat!
Man kann ja alles anzweifeln, Galilei hätte mit seinem Röhrchen, sicher auch eine Antwort darauf!
Wie kann sich der Galilei erdreisten, damals am Jupiter schon so viel damit gesehen zu haben, um ein Lebenswerk daraus zu machen!!!

Leider war aber Keiner mit einem "ja viel Listungstärkeren Apo" dabei!


Gruß Günter


 
Noch zu empfehlen ist die Seite von Thomas, der hier auch im Forum unterwegs ist uns dort was zu sieben verschiedenen Maks schreibt, leider nicht direkt über den 180mm Mak von SW. Da sollte der Fragesteller zumindest einige Informationen bekommen:

http://www.photoinfos.com/astronomie/Astronomie-Index.htm

Er schreibt übrigens nicht auch umsonst von Vergrößerungen "bis über 200-fach", dies spiegelt wohl eher die Erfahrungen der Mehrheit wider. Mein Satz mit den 600-fach war eine scherzhafte Übertreibung. Auch beim Apo mit 127 mm Objektiv ist wohl eine Vergrößerung über 300-fach nicht gewinnbringend.

Was auch gar nicht nötig ist, Mond und Planeten lassen sich wunderbar unter 200-fach beobachten.

Hier noch ein Link zum Erfahrungsbericht des 180 er Maks:

http://www.nightsky.at/Art/Skywatcher180Mak/




 
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