Skywatcher Teleskop

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Bjoern

Neues Mitglied
Möchte mir dieses Teleskop Sky-Watcher 130/900 EQ-2 kaufen.
Könnt ihr mir da vielleicht sagen wie dieses Teil ist?
Bin nämlich Einsteiger und habe zwar ein 70/700mm Bresser teleskop aber das ist nicht so toll finde ich.
Montierung wackelt und die Okulare sind auch nicht so super. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Oder welches Gerät würdet ihr mir empfehlen? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />
Könnte bis zu 250€ ausgeben.
Gruß Björn
 
Hi Björn ,
auch die vorgestellte Kombination wird dich in puncto Stabilität eher in den Wahnsinn treiben, denn zufrieden stellen. Unter ein solches Gerät gehört etwas in der Klasse EQ3 und dann wird es mit dem Budget schnell eng.
Wie ist denn der Bresser montiert?
Evtl würde das Gerät anders montiert und mit anderem Zubehör schon eher Freude machen.
CS
 
Neues Teleskop

Hallo Bjoern und herzlich Willkommen im Forum,

ich hoffe bzw. wünsche Dir, daß Du Anschluß zu Sternfreunden in Deiner Nähe gefunden hast. Vor Ort unterm Sternenzelt ergibt sich schnell ein hilfreiches Gespräch mit den Kollegen und Du kannst Geräte und Okulare ausprobieren, das ist eigentlich praktisch unersetzlich.

Wichtig zu wissen für eine hilfreiche und fundierte Beratung, was eine ergänzende Neuanschaffung angeht, wäre:

1. Deinen angedachten Anwendungsbereich/Objektklassen (Planeten/Deepsky/Allroud...)

2. Deine Beobachtungsbedingungen (Stadt/über Dächer/Landhimmel...)

3. Deine Transportanforderungen (Gewicht, max. Länge für Autotransport...)

4. Dein anzudenkendes Paket (nur Teleskop oder auch Okulare, wenn nicht Dobson: auch Montierung? etc.)

5. Deine jetzige okularseitige Bestückung.

6. Ob auch Gebrauchtkauf, warten/sparen und zuschlagen bei Aktionen/Messen/Teleskoptreffen in Frage kommt. Da kann man verständlicherweise mit gesteigertem Preis/Leistungsverhältnis investieren und mit Deinem genannten Budget läßt sich schon eine kluge Erweiterung der Möglichkeiten erzielen.

Um mal kurz ins Blaue zu schießen - ohne daß Deine Anforderungen bisher bekannt sind: im Budgetrahmen liegt meines Erachtens durchaus eine Primäroptik mit klarer Leistungssteigerung, vielleicht ist etwas Geduld auf ein gutes Angebot angebracht. Solltest Du mit Deinem Budget einen Allrounder als Ergänzung zum 70/700 haben wollen, ein Gerät also, daß sowohl in der Lage ist, große Felder weitwinklig, als auch freudvolle Hochvergrößerung zu leisten, wäre das ein bewährter 8"-f/6-Dobson (200/1200). Der dürfte gebraucht für die genannte Summe zu haben sein und kann schon eine Menge mehr als der 70/700. Allerdings verlangt das Gerät dann geradezu nach dem ein oder anderen Okular. Zumindest ein langbrennweitiges 2"-WW wäre noch dringend zu empfehlen, was natürlich auch etwas kostet. Allerdings ist das genannte f/6-Gerät recht harmlos, was das Okulardesign angeht, das muß also nicht hochpreisig sein. Budgetpassende neu erwerbbare Newtons, die keinen 2"-OAZ haben, bringen entweder nicht wirklich Geringvergrößerungs-Weitwinkel oder nicht kostengünstig freudvoll. Daher empfinde ich die 8"-Dobsons als "absolute ernsthafte" Allrounder-Einstiegsklasse. Für 100 Euro weniger nimmt die Leistungfähigkeit allroundbezogen in der Regel stark ab. Das kommt mir immer so vor, um ein fiktives Beispiel zu geben, als würde man bis 299 Euro nur einen Taschenrechner bekommen, für 300 dann aber einen richtigen Computer (welcher nicht schrottig ist). Der eine Taschenrechner kann dieses gut, der andere jenes. Manche können auch eigentlich alles, aber halt nicht vergleichbar gut mit dem PC. So gibt es als visuelle Primäroptiken (Teleskope fürs Auge) im Niederpreisbereich so manchen Spezialisten, aber erst der 8"-f/6 ist wirklich ein markantes Gerät. Als Dobson brauchbar und unschlagbar günstig montiert geht das Geld in die Optik. Er ist schon geringer abgeschattet vom Fangspiegel, gut und relativ leicht zu "tunen" und kommt mit recht kostengünstigen Okularen zurecht. Manch anderes Gerät hat da irgendwo Abstriche (für andere Qualitäten - ist halt die Frage, worum es geht).

Wenn Du also als Ergänzung im Budget zum 70/700 einen Dobson möchtest, würde ich dringend einen 200/1200-Dobs empfehlen. Du wirst zwar noch vermutlich das ein oder andere Okular zukaufen, bist aber direkt in einer soliden Allroud-Leistungsklasse. Durch gewisse Basteleien läßt sich die Leistung nochmals merklich erhöhen (Lüfter zur Auskühlung und Koordinierung der Strömung im Rohr, Tiefschwärzung, Wärmeisolation, himmelseitige Tubusverlängerung). Nur 100 Euro weniger oder ein edleres Okular und eine andere Optik und die mögliche Ausbeute an Allround-Leistung nimmt rapide ab (i. d. R., es kann ja immer auch echte Schnäppchen geben).

Wenn Du allerdings etwas hochtransportables suchst, oder einen Weitfeldspezialisten wird die Empfehlung wohl anders werden. Es kommt halt auf Deine Bedingungen und Anforderungen an. Ich bin gespannt auf Deine Antwort,

klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht neben einem schönen Einstieg

Matthias.
 
Re: Neues Teleskop

@:Matthias
Also dann versuche ich einmal die fragen zu beantworten:

1.Möchte gerne Deepsky machen.
2.Beobachte in der Stadt von einem Balkon aus.Könnte aber auch rausfahren.
4.Am besten würde mir ein Newton gefallen.Dobson sind zu groß.
5.Meine Okulare sind SR4mm,H12,5mm,H20mm
6.Gegen ein gutes gebrauchtes ist nichts einzuwenden könnte da auch noch warten.

@:Antares
Ich glaube mein Teleskop kennst du es ist von Tchibo habe ich 1999 oder 2000 gekauft.
Die Montierung ist bescheiden um es harmlos auszudrücken finde ich.
Würde der Skywatcher denn mit einer EQ3 Montierung besser sein?
Wie sind die Skywatcher Teleskope überhaupt?
 
Re: Neues Teleskop

Hi Björn,
DS ist das Zeil. Ich sage mal so, im Moment verbaust Du Dir das auf 2 Seiten:
1. 70mm sind für DS sehr wenig, das ermöglichst nur wenige Objekte mit Details. Umso mehr, je besser die 70mm sind.
2. Stadt und Balkon = Seeing und Helligkeit. Beides sind Feinde der DS-Erfolgs.

Die Okus sind wahrlich unterste Einstiegsecke und tragen sich er auch zum Ergebnis bei. Im Budget müssen also fast zwangsläufig auch Okus unter gebracht werden.

Bleibe ich bei 250 Euro, wäre das hier vllt. ne Idee für Dich:
http://www.teleskop-service.de/CTeleskope/CTeleskopeNewton.htm#130650
Bitte auf EQ3 sonst wackelts zu sehr.
Mittelfristig wirst Du dann noch Okulare zukaufen wollen/müssen, aber für den Start geht nicht mehr.
Ectl kannst Du das 20mm Oku gegen 32iger tauschen und das vorh. 20iger mal vorerst weiter nutzen, bis das Portemonnaie sich erholt hat.
Aber auch mit 130mm ist unter Stadtbedingungen nicht sonderlich viel mit DS, je nach dem wie hell Dein Himmel ist. Du wirst transportieren müssen, willst Du mehr Erfolg haben.
Von daher, wäre es gut Du würdest mal live die Dinge sehen.
Ist Skywatcher gut? Das sind China/Taiwan Geräte mit entsprechenden Leistungen und entspr. Verarbeitung. Sie sind out of the box verwendbar, aber meist tuningbedürftig. Dafür sind sie preiswert.
CS
 
Re: Neues Teleskop

Hallo Bjoern,

Danke für die Nennung Deiner Ziele und Bedingungen.

Für DeepSky-Beobachtungen sind klare mondlose Nächte mit möglichst dunklem Himmel die Grundbedingung schlechthin. Erst der wirklich möglichst dunkle Himmel gibt den Kontrast am Himmel her, bei dem dann viele typische Flächenhelligkeitsquellen überhaupt erst - egal mit welchem Gerät - freudvoll zu beobachten sind. Von daher wirst Du wohl schnell eher Deinen Balkon verlassen und das Auto beladen.

Du schreibst, ein Dobson wäre Dir zu groß. Ich vermute mal, daß es um die Schlepperei zum Auto geht. Bei einem parallaktisch montierten Newton solltest Du bedenken, daß a) Geld und b) Schlepperei für die Einzelteile anfallen: Stativ, Montierungskopf, Gegengewichtsstange und Gegengewicht und vermutlich auch Akkupack und Steuerung. 2 Gänge zum Wagen sind das in beiden Fällen. Der Dobson kann vor Ort sofort mit Geringvergrößerung starten, der Newton muß kurz auf die Monti und grob eingenordet werden.

Im Budget liegt also etwa ein gebrauchter Achtzöller als Dobson mit 2"-Okularauszug und Möglichkeit für a) weitwinklig große Felder und b) freudvolle Hochvergrößerung (Planeten, Mond, Sternhaufen). Für dasselbe Budget ginge auch ein parallaktischer, deutlich kleinerer Newton. Der bietet in der Regel kaum einen 2"-OAZ, also ist mit allzugroßen Feldern nicht viel los. Für Planetenbeobachtung ist die Öffnung schnell etwas knapp (keine Reserven). Das Bild wird dann recht dunkel. Der Komfort der parallaktischen Nachführung wird also mit relativen Leistungseinbußen zum Dobson an beiden Enden erkauft: klare Abstriche im Vergleich bei Geringvergrößerung und Hochvergrößerung.

Das von Antares genannte Gerät hinreichend brauchbar montiert ist ein Parabol-Newton (gut) mit 130 mm Öffnung (Hochvergrößerungsknäpplich) mit f/5 (Okulare randscharf schon teurer als für den f/6-Dobson, Justierung schwieriger und empfindlicher, Obstruktion höher). Als Ergänzung zum 70/700 ist das Gerät sicher denkbar, wenngleich ich den Schritt als etwas gering ansehe: bloßes Auge: 7 mm Öffnung, dann 70 mm Öffnung (10x) und jetzt 130 (knapp Verdopplung nur).

Du wirst vielleicht mit Deinen Kollegen mal ein solches Gerät probieren können. Egal, ob es nun dieses oder ein ähnliches wird: wenn es ein Gerät mit 1,25"-Okualarauszug (leider dann meines Erachtens) werden sollte, würde ich ein etwaiges beiliegendes 25-mm Okular sofort gegen ein 32er wandeln. Die 25er Zwischengröße ist für budgetbegrenzte relativ suboptimal. Deine H-Okulare (Huygens) sind eingeschränkt (nicht randscharf) ab f/6 verwendbar, an f/5 wirds wohl arg haarig mit der Abbildung. (Davon ab ist ein 32er Pl mit 1,25" am f/5 in keiner Weise mit einem 35er WW in 2" zu vergleichen. Das kleine ist kein Weitwinkel und an f/5 randschärfemäßig klar überfordert, dafür geringpreisig, ein brauchbares 2" am 2"-OAZ ist allseitseits beliebt und dagegen ein Genuß, wenn auch kostspieliger. Ich empfinde das so: zwar 3x so teuer, aber 30x so freudvoll!)

Ein anderer Weg könnte für Dich sein, erstmal ein gut brauchbares Okular um 12-16 mm und eins um 5-8 mm anzuschaffen für Deine jetzige Optik. Und später dann erst das zweite Teleskop. Da wäre wichtig zu wissen, wenn denn das spätere Teleskop ein f/5er (oder gar f/4er) wird oder werden könnte, daß die Okulare das gut hinkriegen (kostspieliger). Solltest Du niederpreisig kaufen wollen, ist das Angebot groß, auch mit schon Weitwinkligkeit, würde aber das folgende Scope auf f/6 (oder gar länger) festlegen.

Ich selbst habe einen GSO-Dobson (8"-f/6) und kenne weitere dieser Geräte. Ihre Besitzer und auch ich sind mit diesen Geräten sehr zufrieden. Fast alle Kollegen haben diesen getuned und auch ich bin im Prozess des Tunings. Die Leistungssteigerung ist klar merkbar. [Ich kann nicht genug wiederholen: daß zwar budgetbezogen die Schritte ab 250 Euro eher gering sind, in der möglichen optischen Leistung aber gewaltig. Mit Okularen und Gebrauchtmarkt/Messe/Aktion gesprochen: bis 450 Euro (nach und nach, muß ja nicht alles gleichzeitig sein) stößt man schnell immer an Grenzen, ab diesem Betrag etwa stößt man die Tür zur nachhaltig freudvollen Beobachtung in vielen Bereichen und Objektklassen auf. Das ist meine persönliche Meinung auf Erfahrungen basierend. Allzu eng abgestufte Geräte mit guter Performanz in Spezialgebieten halte ich für eher verzichtbar gegenüber wenigen Geräten mit großen Stärken auf vielen Einsatzgebieten. Vor allem diese Art "Sprungkante" sollte Dir bei Deiner Entscheidung bewußt sein. Am besten redest Du mit Sternfreunden in der Nähe und probierst mal unterschiedliche Geräte aus, dann wirst Du buchstäblich sehen, was ich meine.]

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Re: Neues Teleskop

Erstmal vielen dank für die Ratschläge! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" />
Wenn ich endlich mal ein paar Kolegen aus der nähe von Kulmbach kennenlernen würde konnte ich auch mal ein anderes teleskop ausprobieren.Aber irgendwie gibt es da nicht so viele in meiner nähe.
Jetzt habe ich noch eine Frage:
Welche Brennweite ist denn besser bei dem 130mm Teleskop.
650mm oder 900mm?
Gruß Björn
 
Re: Neues Teleskop

hallo björn,

wenn due den 130/900er skywatcher meinst, der hat glaube einen spärischen spiegel. der andere 130/650 hat einen parabolspiegel. parabolspiegel liefern grundsätzlich das bessere bild allerdings ist der hier genannte 130/650 ein f/5 da hast du wieder das problem mit den okularen und der justierung. nen 200/1200 skywatcher dobson gibts teilweise schon mit 2 okus 10mm und 25mm für 230 öre, den kann man auch noch schleppen und der passt auch noch auf ne autorückbank oder ein balkon. gerade da hast du evtl mit nem dobson mehr, weil je nachdem siehst du vom balkon aus den polarstern nicht (so wie ich das glück habe) dann ist mit einnorden essig. den dobson stell ich einfach nur am stück raus, kein aufbauen kein einnordern einfach loslegen

gruss jochen
 
Re: Neues Teleskop

Hallo Bjoern,

vielleicht wirst Du in Sachen Kontakte in der Nähe hier (GAD - Vereinsverzeichnis Amateurastronomie) fündig.

Ein angedachter 130er Newton auf parallaktischer Montierung im Budget als Neukauf hat meines Erachtens so einige Abstriche gegenüber einem gebrauchten 200/1200 Dobson:

1. Kein 2"-OAZ, also ist mit großen Feldern weitwinklig nicht viel los.

2. Da nur 130 mm Öffnung also auch Hochvergrößerung nur sehr knäpplich machbar. Für Planeten nicht wirklich genug, für andere Objekte schnell wenig Licht. Bei krampfhafter "Hochpowerung" der Vergrößerung durch ein zu extrem kurzbrennweitig gewähltes Okular (gleich welcher Qualität) sind stellare Objekte schnell pfannkuchengroße Beugungsscheiben, am Planeten aufgeblasen gräulicher Weichzeichner ohne neue Details, im Gegenteil: wegen Lichtmangel schalten womöglich im Auge die zum Farbsehen nötigen Zapfenzellen wegen zu wenig Licht ab und die schlecht auflösenden Stäbchen übernehmen. Nicht freudvoll und nicht anzuraten.

3. Somit bleibt nur der mittlere Bereich in der Vergrößerung und der Mond (, welcher mit praktisch allen Optiken sehr dankbar beobachtet werden kann).

Ich empfinde diese Einschränkungen als recht massiv. Zumal, wenn man bedenkt wieviel mehr mit einem echten Allrounder wie einem 8"-f/6 (als Dobs) für ein wenig mehr Geld bzw. warten/Gebrauchtkauf/Aktion/Messe zu machen ist. Für ein paar Taler mehr kannst Du x-mal so viel machen, nachhaltig freudvoll. X ist zweistellig!

Als transportablere Ergänzung, für das Wochenendhaus, bei Eltern/Kindern abgestellt oder sonstwas ist ein 130er sicher ein sinnvolles Gerät, aber als ständige Hauptoptik bei den heutigen Preisen für einen gebrauchten 200/1200?

Wenn es denn nun - wie auch immer - ein 130er sein würde: die beste (=kostspieligste) angebotene Paketmonti reicht meiner Abschätzung nach für visuell (Hochvergrößerung ist da eh nicht so der Einsatzbereich) bei Windstille und wenn die Monti in der Serienstreuung nicht im unteren Bereich liegt.

Leider kommen hier dann bei den konkret angesprochenen 130ern (f/5: 130/650 und f/6,9: 130/900) noch einige eher unschöne "Nebenwirkungen" zum tragen:

Der f/5 ist wegen des geringeren Hebels besser montiert, verlangt aber wie auch Jochen schon ansprach nach kostspieligeren Okularen. Schon ist mit dem Budget eher Essig. Hinzukommt, daß die eh schon eher knappe Öffnung noch einen größeren Fangspiegel bedingt, was für visuell nicht so gut ist, besonders bei der relativ geringen Öffnung nicht.

Der f/6,9 ist - falls nicht parabolisch sondern als Kugelspiegel (sphärisch) - gerade so eben beugungsbegrenzt (wenn die Qualität der Flächen perfekt ist, was bei dem Preis schon eine Leistung ist) und hat einen recht langen Hebelarm. Da sollte dann die Montierung gern noch eine Nummer größer sein. Schon ist mit dem Budget eher Essig.

All diese Probleme hat ein 200/1200-Dobson nicht. Die Montierung als "Möbelstück" ist kostengünstig, min. gut brauchbar und das Geld geht in die Optik. Die bietet Öffnung, also Auflösung und Licht, wenig Abschattung und geringe Anforderungen an aufwendige Okulare. Hochvergrößerung geht prima und schöne Geringvergrößerung mit großem Feld, hoher AP und in 2-Zoll ebenso. Nicht nur irgendwas in der Mitte. Eine ganz andere Liga, obwohl recht wenig kostspieliger - wenn überhaupt (Gebrauchtmarkt). Viel mehr Objektklassen und Objekte, viel nachhaltigerer Spaß. Deshalb haben sich die 200er Dobs ja auch völlig zu recht so gut etabliert in der Freizeitastronomie-Szene und auch auf dem Markt. Glücklicherweise fiel dadurch der Preis enorm und die Geräte kommen häufig im Gebrauchtmarkt vor zu nochmals günstigeren Einstiegskosten.

Ideal wäre - nicht nur für Dich - ein 150 bis 170mm-f/6-Parabol-Newton auf gut brauchbarer parallaktischer Monti mit 2"-OAZ und zu unschlagbarem Preis. Leider gibt es das nicht - da haben wohl (eine Vermutung von mir) die Anbieter zu viel "Angst" davor, daß sie sich damit so einiges an Folgekäufen entgehen ließen. So bleibt Dir nur : a) sparen und warten, b) Richtung Dobs (bewährt, hohe visuelle Leistung und gute Preisleistung) oder c) ein ins Budget passendes, klar suboptimales Setup mit merklichen bis schmerzhaften Abstrichen, ein späterer Kauf eines dann wirklich allroundfähigen und leistungsfähigen Geräts, womit die Erstkosten für den Suboptimalen reine "Unkosten" wären.

Ich weiß, ich bin da jetzt relativ beharrlich, aber denke an meinen Vergleich mit dem Taschenrechner und Computer oder an meine Ausführungen zur Leistungsstufe. Lieber was "Richtiges" und das ein oder andere Okular nachansparen als sofort und neu und komplett und im Budget aber alles nicht wirlich nachhaltig freudvoll. Ich finde der Sternhimmel mit all seinen Objekten da draußen ist es wert, schlau und informiert etwas leistungsfähiges in allen Belangen zu haben und keine allzu faulen Kompromisse. Besonders nicht, wenn nur ein paar Taler oder etwas Warten dazwischenliegen.

Klare Himmel, Top-Bedingungen und Anschluß an Kollegen wünscht

Matthias.
 
Re: Neues Teleskop

Wäre denn dieses Telskop denn besser?
Web Seite
Oder ist denn so ein 130mm Newton wirklich nichts für einen Anfänger?
Denn mit meinem Teleskop kann man halt nicht so viel sehen.
Jupiter z.B. ist nicht sonderlich gut zu erkennen bei wirklich gutem seeing kann ich zwei Wolkenbänder erahnen mehr aber auch nicht.Oder wenn ich DS machen will sieht man meistens nur trübe felder aber nichts scharfes.
Möchte mich doch erst mal richtig am Himmel auskennen und dann würde ich mir ein gutes Teleskop kaufen!

Gruß Björn
 
Re: Neues Teleskop

Hallo Bjoern,

ich kann Antares nur beipflichten. Knüfpe Kontakte. Schau Dir Einsteigerseiten an, z. B. die schöne Seite vom Antares (siehe seine Signatur), die wunderbaren
Einsteiger-Seiten von Sven Wienstein.

Auch die Portal-Seite von Astronomie.de hält viele wissenswerte Informationen bereit. Einfach mal ausgiebig durchklicken.

Nutze die Suchfunktion für Deinen Lidl 70/700. Auch da gibt es Interessantes zum Gerät, zur Beobachtung damit und mögliche Verbesserungen.

Das nun neuerlich vorgeschlagene Teleskop N-150/750 scheint mir eher fotographisch ausgelegt zu sein, obwohl da dann irgendwie auch nicht der 1,25"-Okularauszug so recht paßt (Vignettierung). Für visuell würde ich das Gerät durch die erhöhte Obstruktion als suboptimal einschätzen. Selbst für visuell braucht das Gerät schon eine stabile und damit kostspieligere Montierung. Da es ein f/5er ist, sind die Anforderungen an die Okulare höher, diese werden kostspieliger.

Sicherlich ist ein 130er oder auch ein 114er - wenn er nach den Regeln der Kunst gefertigt ist - eine Möglichkeit für ein Erstgerät. Allerdings meine ich, daß bei Deinem Budget eben mehr geht. Außerdem hast Du ja schon den Lidl, somit wäre das dann die zweite "Erstoptik", warum nicht dann schon ein dauerhaftes und wirklich allroundmäßig leistungsfähiges Gerät, wenn es doch ins Budget paßt?

Jupiter steht recht tief, das wird sich auch erstmal nicht ändern. Sein Licht muß nun im flachen Winkel durch die Erdatmosphäre einen weiten Weg zurücklegen. Dabei wird die Wellenfront häufig gestört: das Bild wird nicht recht scharf und wabert stark. Für Planetenbeobachtung schlechte Bedingungen. Unabhängig vom Instrument. Zudem wird das Licht noch durch den langen Weg geschwächt (Staubabsorption) und teilweise farblich unterschiedlich gebrochen (atmosphärische Refraktion): oben bläulich, unten rötlich, was auch die zarten Farbinformationen ordentlich durcheinanderwirbelt.

Leider ist mit Planeten für längere Zeit (viele Monate) nicht mehr allzu viel los für uns hier auf der Nordhalbkugel. Jupiter bleibt südlich (horizontnah), Saturn steigt ebenfalls bei geringer werdender Ringöffnung ab und Mars mit seinen 2-jährlichen Oppositionen bleibt unangenehm klein.

Für Deep-Sky-Objekte am besten nach aktuellen Beobachtungstipps im Internet suchen oder in einer Zeitschrift/Jahrbuch/Karkoschka-Taschenhimmelsatlas. Scharfstellen immer am Stern. Zenitnah bei guter Dunkelanpassung (halbe Stunde im Dunkeln) hellere DS-Objekte mit dem Lidl aufsuchen: z. B. M13 im Hercules, h und Chi beim Perseus. Eventuell mal probieren, ob das Bild ohne den Zenitspiegel deutlich besser ist (dann hat dieser vielleicht nicht die gewünschte Qualität). Zum Lidl passt recht gut ein 32er Super-Plössl (Geringvergrößerung, Übersicht, größere AP mit mehr Licht für flächige Objekte) oder auch eins der von mehreren Anbietern sehr günstig angebotenen 8-24-Zooms, die von ca. 16-8 mm ein bereits ordentliches Gesichtsfeld (größer als Plössl, bei 8 mm wohl ca. 60 Grad) liefern. Nimm Dir Zeit mit Deinem Lidl und sieh genau hin.

Zur Orientierung am Himmel sind Himmelsansichten (z. B. Astronomie.de-Portalseite), Planetarien-Software (kostenlos z. B. Stellarium 0.8.0), Himmelsführer und -atlanten und auch drehbare Sternscheiben sehr hilfreich. Auch hilft ein Feldstecher sehr und zeigt schon viele Objekte. Mit dem bloßen Auge orientieren grob einpeilen, mit dem Feldstecher den Überblick und dann mit dem Lidl unter Ruhe hinsehen.

Die nächste Stufe wäre dann ein Gerät mit visueller Auslegung und schon einer beträchtlichen Öffnung. Aber das wirst Du bei Kollegen vor Ort am besten besprechen und erleben können.

Klare Himmel und Top-Bedingungen wünscht

Matthias.
 
Re: Neues Teleskop

Ok ihr habt nich überzeugt!
Werde jetzt erst mal kein neues Teleskop kaufen.
Werde meines jetzt erstmal weiterbenutzen.Kaufe mir bessere Okulare.
Und werde versuchen Astrokollegen in meiner nähe zu finden.
Für eure ratschläge bin ich sehr dankbar!

Gruß Björn
 
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