SLT Mount + Raspberry Pi Cam / Reducer oder kleiner Refraktor um mehr zu sehen?

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AstroM

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Hey Leute,

erstmal ein Hallo in die Runde!

Bei einer Reise auf Ebay-Kleinanzeigen bin ich irgendwie spontan der Meinung gewesen, dass ich statt einem neuen Regal, um die Garage aufzuräumen, viel eher mal ein Teleskop besitzen sollte. Und so kam ich zu einer Celestron Nexstar 130 SLT-Goto Halterung. Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass die SLT Serie wohl nicht das Nonplusultra ist, aber das Paket mit Zubehör war sehr billig und macht mir Spaß. Als ich dann nach Low-Budget Möglichkeiten gesucht habe ein Bild zu machen, stieß ich auf die Idee eine Raspberry Pi Camera (HQ mit IX477 Sensor) zu nutzen. Das ist für mich Ideal (nur 50 Euro) und ich hatte noch einen älteren Raspi (2B) in der Schublade liegen.

Also habe ich einen Adapter von C auf 1.25 bei ebay gekauft und habe die Kamera in ein kleines Schraubendöschen gesteckt, das sieht natürlich eher lustig aus, aber was solls. Mein Bildtest an einem entfernten Funkmasten war erst eine Entäuschung (kein Fokus), aber mit ein paar M5 Schrauben aus dem Baumarkt für wenige Cents konnte ich den Spiegel etwas nach vorne schieben, wie es hier im Forum empfohlen wurde.

pihq.jpg
Schrauben_130SLT.jpg


Man muss dazusagen, ich bin astrotechnisch absoluter Neuling. Was ihr da macht und hier so im Forum hochladet sind wirklich Kunstwerke, tolle Fotografien und technische Meisterleistungen. Mein Anspruch war wirklich nur ein kleines Spaßprojekt, einfach irgendwie ein Bild zu machen.. Vom Ergebnis war ich überrascht - als das erste mal (in einer relativ kurzen Wolkenlücke) der Orionnebel durch längere Belichtung ablichten konnte, war ich hoch erfreut :D ein paar Aufnahmen später und mit dem DSS zusammengefügt habe ich immerhin das Innere des Nebels als Bild gehabt:

orion1.jpg


Besonders gut hat mir gefallen, dass alles draußen stand und ich drinnen auf dem Sofa saß und im Warmen alles remote mit dem Notebook steuern konnte :D ich freue mich schon darauf, wenn das Wetter mitmacht und ich mal nicht nur 10 Bilder, sondern richtig viele machen kann. Ich bin gespannt, ob dann noch mehr von Nebel auftaucht.

Und nun meine eigentliche Frage:

Überall lese ich, dass ein Reducer an einem Newton keinen Sinn macht, wobei ich das nicht ganz verstehe - gleicht er nicht sogar Verzerrungen aus? Ich hatte überlegt mir für wenige Euro einen 0.5 Reducer zuzulegen, um ein wenig mehr Sichtfeld zu haben, was ja derzeit durch den Sensor eingeschränkt ist. Die "Anfängerziele" (groß und hell) bekomme ich derzeit kaum drauf. Ich will auf alle Fälle Low-Budget bleiben - macht also ein 0.5 Reducer eventuell doch Sinn, um etwas mehr zu sehen oder würde ein billiger Refraktor, welchen ich auf die SLT Halterung schraube mehr Spaß bringen (70/350 oder 80/400 habe ich teilweise extrem günstig gebraucht gesehen)? Was meint ihr?

Danke und Grüße,
Matthias
 
Naja unsere Bilder sind vielleicht tiefer aber Respekt, das du deine erste astrocam einfach selbst baust ???

Ich hab mit so ner hq respberry cam ne allsky gebaut, noch nicht ganz fertig.

Clear skies Felix
 

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Ich nutz die HQ Cam auch als AllSky.

Es macht meiner Meinung nach nicht sinnvoll zu solch einem kleinen Sensor mit noch kleineren Pixeln die Optik zu paaren, auch wenn die Kamera als ggf. auch eine gebrauchte Optik günstig zu haben ist.

Nun ist das SLT 130 da, ich würde eingach die vorhandene DSLR nutzen oder falls keine zur Hand und es trotzdem low budget bleiben soll, eine gebrauchte EOS 1000D schießen. Ich hab die letzten Tage mal geschaut, ab und an sind welche für €50,- zu ergattern.
Damit hättest einen deutlich größeren Chip für kleines Geld. Das Sampling wäre mit 1,8"/px zwar etwas undersampled, aber dafür wirkt das Bild recht scharf.
Über Koma oder Sphärische Aberration in den Ecken des Chips musst Du Dir weniger Sorgen machen, da das Bild beim Stacken eh gecroppt werden muss, da die Montierung Bildfeldrotation ins Spiel bringt.

CS, Ralf
 
Hallo Felix, Hallo Ralf,

danke für euer Feedback. Ja, das ganze ist etwas improvisiert :D aber wenn ich ehrlich bin ist das auch ein wenig der Spaß für mich... ich fand auch diesen Bierdosenastronomie-Thread reizvoll... wenn ich so ein kleines Newton mal für wenige Euro sehe, versuche ich das vielleicht auch mal in Kombination mit der HQ-Cam.

Euren Allsky Kamera Thread hatte ich auch schon entdeckt - sehr cooles Projekt. Beim Rumsuchen im Forum kam mir ja erst die Idee mit der Raspi Kamera, wobei mir hier der Zusammenhang zwischen Brennweite, Sensorgröße und Bildausschnitt noch nicht ganz bewusst war. Das Ganze wurde mir erst beim Benutzen von Stellarium so richtig klar. Eine DSLR ist leider nicht vorhanden. Aber klar, würde so eine DSLR einen wahnsinns Bildausschnitt liefern, da hast du wohl absolut recht. Allerdings kommt auch hier wieder ein Adapter, Akkus, Kabel etc dazu... Ich finde den Gedanken mit der Raspberry Kamera irgendwie auch so reizvoll, da ich die Kamera von Innen und mit Bash-Skripten oder eigener Software steuern kann, was irgendwie cool ist. Da es ja nur bewölkt ist habe ich gestern das IR-Filterglas der Raspberry Kamera entfernt :oops: ich bin gespannt, ob das vielleicht noch was bringt. Bisher sieht das Bild auf alle Fälle sehr rosa aus :D

Aber so ganz Grundsätzlich könnte ich aber die HQ-Cam auch an einen kleinen Refraktor hängen oder gibt das dann gar kein Bild, weil die qualitativ nicht gut sind und 70 oder 80 als Öffnung viel zu wenig ist? Der Vorteil wäre, dass ich dann etwas handliches hätte, um auch mal rauszufahren und laut Stellarium wäre der Bildausschnitt dann auch deutlich größer. Laut Datenblatt sind die ja sehr leicht und müssten an die SLT Halterung auch passen. (Wie gesagt einen Preis mit den Bildern will ich ja nicht gewinnen, ich bin schon froh wenn es, wie oben, was zeigt ;))

vg,
Matthias
 
Hallo Matthias,

Warum willst du die HQ Cam mit Bash-Scripten steuern? Wenn doch eh ein Pi läuft, bügel da doch Astroberry drauf; die HQ-Cam wird unterstützt (selber bereits getestet).

Wenn es ein Refraktor sein soll, 200-300 mm Brennweite passen ganz gut, nicht nur vom Bildausschnitt, sondern auch vom Sampling.
Wenn Du eine ED-Optik bekommst wäre das super (Skywatcher EvoGuide?). 70/80er Öffnung wäre passabel, es gibt viele Guidescopes in diesem Bereich; immer wieder auch gebraucht.
Ich hätte den IR-Cut erstmal drin gelassen, denn jetzt brauchst bei Verwendung eines Fraunhofer-Refraktors meiner Meinung nach zwingend einen IR-Cut-Filter sonst gibt es etwas aufgeblähte Sterne. Aber vielleicht bist Du auch so "leidtolerant" dass dich das gar nicht stört ... Getreu der Divise: Ausprobieren!

CS, Ralf
 
Hallo Ralf,

danke für die Tipps. Das mit dem Astroberry werde ich mir noch mal genauer anschauen. Es war für mich als Anfänger ein wenig viel an Features. Bisher lief das reine Bildermachen in der Konsole und per Bash noch ganz gut, aber die Möglichkeiten sind natürlich super - ich denke da geht die Reise letztendlich hin.

Ich hätte den IR-Cut erstmal drin gelassen, denn jetzt brauchst bei Verwendung eines Fraunhofer-Refraktors meiner Meinung nach zwingend einen IR-Cut-Filter sonst gibt es etwas aufgeblähte Sterne.

Beim Lösen aus dem Gehäuse ist der Filter bei mir nicht gebrochen - ich kann ihn also bei Bedarf wieder einsetzen... hoffe ich :D

Ich denke ich werde dann vielleicht noch bei einem günstigen Refraktor zuschlagen, wenn sich was ergibt und einfach weiter ausprobieren! Ich melde mich vielleicht noch mal, wenn ich mit meinem low-budget Setup ein "schönes" Bild gemacht habe :D!

Danke für die Hilfe und Grüße,
Matthias
 
Hallo Matthias,

ja bitte halt uns auf dem Laufenden ich finde diesen Ansatz "keep it simple, keep it cheap", aber trotzdem viel Freude an der Sache zu haben sehr schön. Es müssen nicht immer die Bilder fürs Astro-Magazin sein.

In diesem Sinne:

CS, Ralf
 
Hi,

nur noch zum Verständnis, falls es unklar ist.

Bei einem Spiegel-Teleskop kannst du den IR-Filter prinzipiell entfernen, da der Spiegel grundsätzlich keine chromatische Aberration (Begriff für Farb-Abweichung zum Angeben ;) ) hat und wenn du keine zusätzliche, korrigierende Linsen-Elemente im optischen Weg hast.

Bei einem Linsen-Teleskop hast du chromatische Aberration und die ist besonders hoch in den Bereichen, wo das Teleskop nicht mehr korrigiert ist, zB IR.

Der zweite Effekt eines IR-Filters ist beim Seeing.
Das habe ich aber gerade nicht parat, ob es jetzt im IR grösser ist oder sogar kleiner. ;)
Sprich du handelst dir ev. ohne Filter schlechteres Seeing ein.

Gruß
Peter
 
Lange Wellen des (N)IR sind weniger Seeing-belastet als der VIS-Bereich, weshalb man ja auch z.T. bei der Planetenfotografie NIR als Luminanz nutzt.

Am Spiegel braucht es keinen IR cut, es sei denn Du bringst brechende Medien in den Stahlengang: Flattener, Komakorrektoren, Barlows ...

CS, Ralf
 
Hi Ralf,

danke, also das Seeing wird kleiner/besser.
Könnte ich mir endlich mal merken. Bin aber kein Planeten Fotograf. ;)

Gruß
Peter
 
Hi,

prinzipiell finde ich das mit der RasPi HQ Cam schon sehr interessant.

Ich denke, dass der Trend weiter zu kleineren, aber auch empfindlicheren Pixeln/Sensoren gehen wird.
Das hat den Vorteil, dass man dann keine grossen Optiken mehr braucht und damit auch die Montierungen kleiner werden können.
Und dass das Feld klein genug ist, dass man sogar keine Korrektoren mehr braucht.

Das Hauptproblem ist wohl mM im Moment noch, dass die Sensoren aus dem Smartphone Bereich zwar super Auflösung und kleine Pixel haben und günstig sind, aber für Astrofotografie zu unempfindlich sind.

Ich bin da mal gespannt. ;)

Könnte ähnlich wie mit dem Guiding laufen. Das ist auch nicht mehr wirklich notwendig, ausser bei super tiefen Bildern.
Irgendwann hat man nur noch eine edle Micro-Optik (aus dem Smartphone Bereich) mit Micro-Montierung.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

danke für die ergänzenden Infos. Ich bin schon an einem kleinen Refraktor mit kürzerer Brennweite (als das Newton) dran und werde die Raspi-Cam dann mit hoffentlich größerem Sichtfeld noch mal testen. Daher habe ich auch versucht, ob ich den IR-Filter wieder einsetzen kann -> das ging ohne Probleme. Die von Ralf erwähnten "aufgeblähten" Sterne (ohne IR-Filter am Refraktor) würde ich dann doch gerne vermeiden. Mein Setup ist zwar alles zum Sparpreis, aber das Bild muss ja nicht schlechter sein, als es sein könnte :D daher bin ich für solche Tipps natürlich dankbar!

Es bleibt spannend - aber derzeit machen mir die Wolken noch einen Strich durch die Rechnung...

Grüße,
Matthias
 
Hallo,

ich wollte noch mal Rückmeldung geben, wie die Sache weiterging: Ein günstiger Refraktor war dann schnell gefunden. Es ist ein Skywatcher ST80 Clon namens Travelscope 80 von Celestron geworden mit 80/400, der sich dann auch problemlos auf die Halterung schrauben ließ. Das Sichtfeld war trotz kleinem Raspi Kamera Sensor gleich deutlich größer, was super war. Gebilligheimert habe ich noch mal mit Unterlegepads (Wama-Matte) und einer selbst ausgeschnittenen Fokusiermaske :D Da ich eine Laterne in der Nähe habe, habe ich noch aus Pappe eine lange Taukappe gerollt, das muss ich aber noch verbessern, aber ich denke es hat etwas Seitenlicht verhindert.

Den ersten Versuch musste ich regenbedingt abbrechen aber dann war ab und zu eine Wolkenlücke und ich hab schnell alles auf den Balkon gezerrt. Die Bedingungen waren echt nicht optimal und mein Aufbau und Ausrichtung läuft irgendwie noch recht chaotisch o_O aber ich konnte immerhin 120 Aufnahmen a 25 Sekunden machen. Leider musste ich viel verwerfen, da der Wind so am Aufbau gerüttelt hat, das Flachbandkabel vom Raspi wirkte wie ein Segel, das musste ich erstmal großzügig mit Klebeband befestigen (was dann im Laufe des Abends zu einem zu kurzen Kabel führte :D ) - naja ich übe noch!

Aber vom Prinzip hat es funktioniert. Das Skript machte einfach alle 30 Sekunden eine RAW-Aufnahme und ich habe alle 15 Minuten manuell die Raspi Kamera im Teleskop mitgedreht.

Am Ende kam mit dem Low-Budget Setup was raus, was schon ein bisschen nach Orion aussieht (finde ich):

orion2_0702.jpg


Celestron SLT-Mount
Travelscope 80/400
Raspberry Pi HQ Camera
mit IR Filter
120x25 Sekunden
+20 Darks ,20 Offset

Gespannt bin ich mal auf eine richtig dunkle Nacht ohne Wind (und ohne Wolken) und ich hoffe dann ist noch mehr Schärfe und weniger Rauschen drin :D

Grüße,
Matthias
 
Ich finde das erste Bild schon klasse, sogar die Trapezsterne im Zentrum sind einzeln zu erkennen und nicht ausgebrannt. Wenn Du das Bild in S/W hättest würde es etwa dem entsprechen was man auch durchs größere Teleskop mit den Augen erkennen kann. Wünsche Dir weiter viel Spaß und Erfolg mit deinen Versuchen.
 
Hallo Matthias,

das macht doch schon mal richtig was her! Ich denk aus dem Rohmaterial ist mit Bearbeitung auch noch mehr rauszuholen.
Das Rauschen bekommst Du mit etwas mehr Darks und vor allem Dithern in den Griff. Manuell mit dem Script was Du nutzt ist das allerdings mühsam, weshalb ich Dir gern nochmal Astroberry ans Herz legen möchte. Rotation ist ein Problem, aber lässt sich offensichtlich manuell auch ganz gut kompensieren.
Die aufgeblasenen Sterne, trotz IR-Cut kommen vom Fraunhofer-Design des Refraktors und dem ontop schnellen Öffnungsverhältnis. Die Farbe könntest mit einer Maske korrigieren; zusätzlich würde sich anbieten das Bild vor dem Stretchen sternfrei zu machen und dann erstmal nur den Nebel zu bearbeiten und dann die Sterne als Layer wieder rein. Das sollte das Aufblähen etwas kompensieren.

Weiter so, gefällt mir gut!

CS, Ralf
 
Hallo,

vielen Dank für euer nettes Feedback. Also es macht wirklich Spaß muss ich sagen, vor 2 Wochen wusste ich noch gar nicht was Astrofotografie ist und auf einmal laufe ich abends alle 15 Minuten raus und drehe einen Kamerasensor im Kreis... :LOL: ich persönlich finde mein Orionbild auch echt cool, wobei mir aber natürlich im Vergleich zu den Profiaufnahmen klar ist, dass hier noch viel Luft nach oben ist :D

Ich hatte irgendwo gelesen, dass im Prinzip 15 Darks ausreichen, aber dann mach ich das nächste mal einfach mehr, das ist ja keine Arbeit. Das mit dem Dithering habe ich mir jetzt mal durchgelesen. Es macht Sinn, aber hier stoße ich mit libcamera-still wirklich an die Grenze. Astroberry bzw. vorallem KStars habe ich auf dem Schirm - ich wollte schon den neuen Raspberry 4 mit 8GB in den Warenkorb werfen musste dann aber ganz erstaunt feststellen, dass die gerade in Gold aufgewogen werden. Da muss ich mich noch etwas gedulden bis sie wieder normal lieferbar sind. Mein derzeitiges Arbeitsgerät ist ein früher Raspberry 2 und ich mache alles über SSH in der Konsole, damit es schnell genug läuft :D

Die aufgeblasenen Sterne, trotz IR-Cut kommen vom Fraunhofer-Design des Refraktors und dem ontop schnellen Öffnungsverhältnis.
Ja, ich denke, dass muss ich in einfach Kauf nehmen...halb so wild. Ich bin ja bewusst low-budget unterwegs. Und bei vielen Zielen wechsle ich dann ja wieder auf das 130/650, welches beim Mount mit dabei war.

Mit der Bearbeitung des Rohmaterials hast du natürlich Recht. Das Ganze ist eher spontan abgelaufen a la "Mehr knallige Farben!" "Mehr Kontrast!" "Mehr von allem!" Hier muss ich mir mal ein paar Tutorials anschauen, wie man das überhaupt angeht. Die Idee die Sterne auf eine andere Ebene zu nehmen und die Nebelstruktur einzeln zu bearbeiten klingt schon mal sinnvoll.

Ich bin gestern am Ende noch mal den Flammennebel angefahren und konnte ihn ganz schwach auf den Aufnahmen sehen - echt spannend!

Grüße,
Matthias
 
Hi Matthias,

ich hab hier gerade den dritten Astroberry bzw. Stellarmate als "Teststation". Mangels RPi4 8GB auch auf einem 2er Pi. Das geht schon ... gemütlich. Ein Pi3B+ wäre allerdings besser.

Auf den Aufnahmen muss man nicht zwingend sofort etwas sehen, ein Histogramm ist deutlich aussagekräftiger. Für Dich gilt es ja einen Kompromiss aus Rotation und Dynamik/Signal zu finden)
Sternfrei machen kannst Du z.B. mit der Freeware Starnet++ V2, die gerad letzte Woche in V2 rauskam. Da solltest Du auch viel Videomaterial bei YouTube finden.
Den Hintergrund bekommst Du mit einer "Backgroundextraction" gesäubert; kann z.B. Siril.
(Da dies ein LowBudget-Projekt sein soll empfehle ich ausschließlich Freeware)

Bei der Menge der Verwendeten Darks gibt es eine Sättigungskurve, welcher Terrorernie hier ermittelt hat.
Bias kann man sich sparen, wenn Deine Darks die gleiche Integrationszeit (und Temperatur!) haben wie die Lights. Einen ordentlichen Push geben nochmal Flatframes; meiner Meinung nach die wichtigsten Kalibrierframes.

Hervorragende Tutorials zu so vielen Themen gibt es von Frank Sackenheim.

Ich bin gespannt wo die Reise hin geht.

CS, Ralf
 
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