Software zur Verwaltung / Planung der Astroaufnahmen

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markusd112

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Hallo,

ich lege derzeit meine Lights und technischen Aufnahmen, sowie die gestackten und nachbearbeiteten Ergebnisse in einer Ordnerstruktur ab, die Ordner benannt meist nach Aufnahmedatum & Objekt.

Langsam aber sicher blicke ich da nicht mehr durch und würde es gerne etwas strukturierter angehen. Dafür bin ich auf der Suche nach einer Software oder sonstigen "Verwaltungslösung":

- Sammlung von Beobachtungsobjekten mit Katalogbezeichnungen, "Rufnamen", Kategorisierungsmöglichkeiten nach Jahreszeit/Monat, mit/ohne Filter & welche Filter, geeignet für bestimmte Teleskop & Kamera-Kombinationen, Art des Objektes, Schwierigkeit, etc.
- Sammlung von Informationen welcher dieser Objekte ich bereits aufgenommen habe mit Links zu den Dateien

Gibt es eine solche Softwarelösung oder wie verwaltet Ihr Eure Aufnahmen und plant sie?

Viele Grüße

Markus
 
Verwaltung über SQLite Datenbank. Mit Link auf Ordnerstruktur. Zur schnellen Suche Lightroomkatalog mit Verschlagwortung.
 
Hallo Markus,

schau dir mal CCD Guide an. Insbesondere im planner kann man Kommentare eingeben und nach diesen auch suchen.

LG, Markus
Danke Markus, ich habe mir den mal bestellt.

Verwaltung über SQLite Datenbank. Mit Link auf Ordnerstruktur. Zur schnellen Suche Lightroomkatalog mit Verschlagwortung.
Ja, irgendwas selber basteln kann man natürlich auch, aber ich habe die Hoffnung, dass es schon irgendwas brauchbares fertiges gibt. Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden ;)
 
Also ich mache mir lieber selbst eine Lösung und die auf meine individuellen Bedürfnisse. In meinem Fall, habe ich mit FileMaker eine kleine Datenbank, mit den für mich wichtigen Informationen angelegt.
 

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Hallo Harald,
ja, eine eigene Lösung ist sicherlich am flexibelsten, aber mit entsprechendem Aufwand verbunden. FileMaker wäre dann aber vermutlich nicht meine präferierte Plattform, allein schon wegen der Preisgestaltung: 25 EUR pro Monat und Benutzer oder Kauflizenz 685 EUR.

Vielleicht Kexi

Oder MS Access o.ä. Evtl. tut's auch eine simple Excel-Liste, aber bei so vielen Relationen ist man dann doch besser bei einer echten Datenbank aufgehoben.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

mit Access von MS kann man auch sehr schöne Datenbanken entwickeln. Dort braucht man nur eine Lizenz auf allen anderen Rechnern wird dann die kostenlose Runtime Version von MS eingesetzt. Filemaker nutze ich nur auf einem Mac und update aller paar Jahre mal zum halben Preis. Eigentlich hänge ich nur daran, da man für die mobilen Appel Geräte schöne kleine Datenbanken entwickeln kann (Eigenbedarf).
 
Den CCD-Guide 2021 traue ich mich nicht zu installieren, da liefert VirusTotal ein paar Meldungen... Vielleicht sind es false positives, aber so ganz geheuer ist es mir nicht...

Screenshot_ccd_guide_01.PNG


Screenshot_ccd_guide_02.PNG
 
Das Schöne bei Kexi: es ist Open Source und für alle gängigen Plattformen verfügbar. Ich hab's mir mal runtergeladen und probiere es mal aus.
 
Die Kollegen vom Astronomischen Arbeitskreis Salzkammergut haben die Meldungen von virustotal nochmal gründlich unter die Lupe genommen: das scheinen alles false positives zu sein und die Scanergebnisse, die Virustotal da genutzt/gezeigt hat, waren auch schon ziemlich alt von 2019 :y::y:
 
Hallo,
der CCD-Guide ist ein recht umfangreiches Tool, aber so ganz "warm" bin ich bisher noch nicht damit geworden. Ich bin mittlerweile so weit, mir selbst eine kleine MS Access DB zu basteln, die meine Anforderungen erfüllt.
Bei der Definition der Datenstruktur der relationen Datenbank knobele ich schon die ganze Zeit, wie ich sinnvoll die Liste der existenten Beobachtungsobjekte hinterlege, da zahlreiche DSO Einträge in mehreren Katalogen haben, d.h. sie haben auch untereinander eine Relation. Eine solche Designentscheidung nachher wieder zu revidieren ist umständlich, so dass ich sie mit Bedacht machen möchte.

Habt Ihr eine Idee? Bzw. wie habt Ihr das in Euren selbstgebauten Lösungen gemacht?

@edit: eine weitere Sache ist: wie strukturiere ich die Aufnahmesessions am sinnvollsten, insbesondere wenn ich mehrere Nächte belichte, so dass ich dann auch die nachbearbeiteten Ergebnisse verwalten kann, aber auch die einzelnen Aufnahmesessions.... Ein ganz schön aufwändiges Unterfangen, wenn man nicht nur eine simple Liste pflegen und alle Szenarien unterbringen möchte _affeaugen:

Viele Grüße
Markus
 
Zuletzt bearbeitet:
So könnte ich mir eine Struktur vorstellen, nur habe ich alles berücksichtigt?
Screenshot_AstrofotoDB_01.PNG

In der Tabelle "tab_Objekte" werden alle Beobachtungsobjekte gesammelt, mit ObjAlias kann ich mehrere Katalognamen hinterlegen. Den Objekten zugeordnet werden dann beliebig viele Aufnahmen. Über die Tabelle "tab_Bearbeitungen" kann ich dann verschiedene Nachbearbeitungen hinterlegen, wobei ich mehrere Aufnahmen dann zusammenfassen kann (mehrtägige Sessions)....
 
Hallo Markus,

wir können hier ja nur deine DB Struktur sehen, ohne Feldeigenschaften. Aber hast du schon einmal ein paar Datensätze in deine DB eingetragen? Ich glaube deine Verknüpfungen enthalten Fehler bzw. du verwendest gleiche Feldnamen für differenzierte Inhalte, das ist für die Zukunft verwirrend, wenn du mal die DB erweitern möchtest.

Beispiel: tab_Objekte - ID wird mit tab_Bearbeitung - ref_Objekt verknüpft obwohl eine Datenfeld ID vorhanden ist, dieses wiederum mit der tab_Mapping_Bearbei.. - ref_Bearbeitung

Grundsätzlich finde ich die Idee etwas eigenes zu machen klasse, weil man da direkt auf die eigenen Bedürfnisse eingehen kann. Aber wie du schon selbst geschrieben hast, darf keine "Überverwaltung" entstehen. Wenn die Datenerfassung zu aufwendig wird, besteht die Gefahr, es einfach nicht mehr zu machen.
Ich habe mir eine Datenbank mit dem Ziel angelegt, die schon oder noch zu fotografierenden Objekte aufzulisten. Auf die vielen technischen Daten habe ich verzichtet. Pro Datensatz habe ich des "Beste" Foto und ein beschriftetes Foto abgelegt. Was ich allerdings noch gern hätte, wäre eine Verlinkung zu Stellarium um die Aufnahmeregion aus der DB aufzurufen. Ich habe dazu aber noch keine Lösung gefunden.
 
Hi Markus,

das mit der Katalogisierung/Strukturierung von Dateien ist ja ein uraltes Problem. Ich habe es an verschiedenen Stellen, zB auch bei Musiknoten.

Ich habe bisher und das seit Jahrzehnten (!) nicht wirklich etwas gutes gefunden, allerdings habe ich nur im Open Source Bereich geschaut.
Eine zeitlang habe ich auch Datei Tagger benutzt.
Eins der Grundprobleme ist meistens, dass meine Dateien meistens über mehrere Rechner/Festpplatten verteilt/kopiert sind und daher die Pfade nur realtiv sind. Schon daran scheitern viele Tools. Und die Datenbank muss natürlich auch verteilbar sein und überall funktionieren. Daran scheitern die nächsten Tools.

Lange Rede, kurzer Sinn, nach meiner jetzigen Erfahrung würde ich auch einfach eine Datenbank selber machen. Kann eigentlich oft auch nur eine Tabelle sein (Open Office).
MS Access wäre für mich durchaus auch eine Wahl.
Ist ja eigentlich schnell angelegt (wenn man zB mit Tabellen oder Access schon gearbeitet hat), man hat die volle Kontrolle, kann jederzeit erweitern, erstmal ganz einfach anfangen und ganz wichtig, bei einem System-Wechsel hat man weiterhin die volle Datenhoheit.

Also weiter so. ;)

Was ich allerdings noch gern hätte, wäre eine Verlinkung zu Stellarium um die Aufnahmeregion aus der DB aufzurufen. Ich habe dazu aber noch keine Lösung gefunden.
Stimmt, so etwas wäre die Kirsche auf dem ...
Geht so etwas nicht mit den alten Mechanismen, wie MS ActiveX, VB-Script ... ?

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

es gibt ja in Stellarium die Suchmaske "Position" wo man die Koordinaten eingeben kann, aber es fehlt mir die Möglichkeit des parametisierten Programmaufrufs von Stellarium. Da weiß ich nicht wie man ran kommen soll. Ich hatte mir schon überlegt die Entwickler anzuschreiben.
 

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Hallo,

wir können hier ja nur deine DB Struktur sehen, ohne Feldeigenschaften. Aber hast du schon einmal ein paar Datensätze in deine DB eingetragen? Ich glaube deine Verknüpfungen enthalten Fehler bzw. du verwendest gleiche Feldnamen für differenzierte Inhalte, das ist für die Zukunft verwirrend, wenn du mal die DB erweitern möchtest.
Mir geht's nur um die Strukturierung der Tabellen und der Relationen.
Beispiel: tab_Objekte - ID wird mit tab_Bearbeitung - ref_Objekt verknüpft obwohl eine Datenfeld ID vorhanden ist, dieses wiederum mit der tab_Mapping_Bearbei.. - ref_Bearbeitung
Mit der Art von Benamung fahre ich schon seit längerem ganz gut. Referenziere ich auf einen Primärschlüssel, so benenne ich das Feld mit "Ref".


das mit der Katalogisierung/Strukturierung von Dateien ist ja ein uraltes Problem. Ich habe es an verschiedenen Stellen, zB auch bei Musiknoten.
Ja, dafür suche ich auch noch eine Lösung. Hatte auch schon mal angefangen, mit Access was zu bauen. Aber es scheiterte an der Zeit, auch das Ganze dann einzutippen...

Eins der Grundprobleme ist meistens, dass meine Dateien meistens über mehrere Rechner/Festpplatten verteilt/kopiert sind und daher die Pfade nur realtiv sind. Schon daran scheitern viele Tools.
Ich habe seit längerem alles zentral auf einer NAS liegen. Das vereinfacht die Datenhaltung, Verlinkung und Backup enorm.

Und die Datenbank muss natürlich auch verteilbar sein und überall funktionieren. Daran scheitern die nächsten Tools.
Das wäre schön, aber mir würde erstmal überhaupt eine Verwaltungslöung reichen, auch wenn sie nur am PC läuft. Die Access-DB liegt bei mir auch auf der NAS, d.h. ich kann zumindest dann mit jedem Rechner drauf zugreifen und sie starten.

Lange Rede, kurzer Sinn, nach meiner jetzigen Erfahrung würde ich auch einfach eine Datenbank selber machen. Kann eigentlich oft auch nur eine Tabelle sein (Open Office).
MS Access wäre für mich durchaus auch eine Wahl.
Wenn's nur eine Tabelle wäre, würde ich schlicht und einfach zu Excel o.ä. greifen. Die Vorteile ergeben sich bei der mir vorschwebenden Lösung durch die Relationen zwischen den einzelnen Datensätzen (Objekte, Planer, Aufnahmen, Sessions, Dateien, etc.). Das ist dann mit einer simplen Liste nicht mehr sinnvoll machbar. Der große Vorteil ist, dass alles sehr gut strukturierbar und flexibel ist.

Ist ja eigentlich schnell angelegt (wenn man zB mit Tabellen oder Access schon gearbeitet hat), man hat die volle Kontrolle, kann jederzeit erweitern, erstmal ganz einfach anfangen und ganz wichtig, bei einem System-Wechsel hat man weiterhin die volle Datenhoheit.
Ich stecke im Vorfeld lieber etwas Energie in das Design der Datenstruktur, denn sind die ersten Daten drin und man merkt, dass man den falschen Ansatz gewählt hat, ist das mühsam, das im Nachhinein wieder zu "reparieren". Dann lieber vorher etwas Gehirnschmalz reinstecken. ;)

es gibt ja in Stellarium die Suchmaske "Position" wo man die Koordinaten eingeben kann, aber es fehlt mir die Möglichkeit des parametisierten Programmaufrufs von Stellarium. Da weiß ich nicht wie man ran kommen soll. Ich hatte mir schon überlegt die Entwickler anzuschreiben.
Leider bietet Stellarium keine Kommandozeilenparameter, um eine bestimmte Koordinate beim Start anzufahren. Man kann aber ein Script starten, wie man dem Script aber die Koordinaten übergeben soll ist mir nicht klar.

Aber mit Carte du Ciel geht das via Kommandozeile:


@edit: oder über Stellarium Web: da kann man URL-Parameter direkt Objekte aufrufen, evtl. lassen sich auch Koordinaten übergeben?

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Markus,

danke für den Hinweis, ich hatte mir gestern das Handbuch auch schon vorgenommen und bin an der Stelle hängen geblieben. Ich werde dies mal ausprobieren.
 
Das sind X, Y, Z Koordinaten. Ich habe mich noch nicht im Detail damit beschäftigt, vermutlich muss man das erst umrechnen. Auf der o.g. Wiki-Seite findet man das unter View --> Post Actions


view​

Parameters: j2000 (Vec3d) | jNow (Vec3d) [ ref (on|off|auto) ] | altAz (Vec3d) | (az (Number) alt (Number))
Sets the view direction. When the j2000 parameter is given (interpreted as JSON Number Array of size 3), it sets the view in J2000 coordinates (see StelMovementMgr::setViewDirectionJ2000). When the jNow parameter is given (interpreted as JSON Number Array of size 3), it sets the view in coordinates of current date. An optional parameter ref governs refraction mode, default auto. When the altAz parameter is given, the 3-element vector is interpreted as if in the rectangular surface direction frame centered on the current location. For example, [1,0,0] would point the view directly south, and [0,1,0] directly east. The last parameter style provides the view in altitude/azimuth spherical coordinates/angles. az and alt must be given in radians. Omitting one value will keep the relevant coordinate unchanged.

Bin mir gerade auch nicht sicher, ob man damit evtl. nur die Blickrichtung in der Stellarium Ansicht festlegen kann, oder auch direkt RA/DEC-Koordinaten angeben kann, vermutlich muss man das erst umrechnen.
 
Danke, das war schon mal eine Hilfe. Wenn ich eine Lösung habe, schreibe ich sie hier rein.
 
Ich weiß nicht, ob es noch für euch interessant ist, ich hatte aber ein anderes Problem. Wollte RA/DEC eingaben an Stellarium senden die aus meinem Plate solving Programm rauskamen. Herausgekommen ist ein kleines Pythonskript.

Tricky war eigentlich, dass die API Dokumentation von Stellarium nicht angibt, dass diese den Radianten und nicht den Winkel in Grad haben will.

Vielleicht hilft der Ansatz ja bei eurem Problem, der code ist recht einfach.

CS

Python:
import requests
import math

url = 'http://localhost:8090/api/main/view'

#Example output from current Stellarium position
#http://localhost:8090/api/main/view

RA_h = input("RA H:")
RA_m = input("RA M:")
RA_ss = input("RA SS:")
DEC_degree = input("DEC:")

#Calculate HHMMSS to Degree
RA_degree = 15*(int(RA_h)+(1/60)*int(RA_m)+(1/3600)*int(RA_ss))
print(RA_degree)

#Stellarium needs radians
RA = math.radians(float(RA_degree))
DEC = math.radians(float(DEC_degree))

#Stellarium Position Format
#x=    cos(DEC)*cos(RA)
#y= cos(DEC)*sin(RA)
#z= sin(DEC)

x=    math.cos(DEC)*math.cos(RA)
y=  math.cos(DEC)*math.sin(RA)
z=  math.sin(DEC)

print(math.asin(DEC))

j2000 = "jNow=["+ str(x) + "," + str(y) + ","+ str(z)+"]"

print(j2000)

x = requests.post(url, data = j2000)

print(x)
 
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