Sonne mit Fernglas Jenoptem 10x50 afokal

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Sternbrot

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Hallo Sonnenfreunde,

ich habe die Möglichkeit die Sonne mithilfe eines Fernglases zu fotografieren mal ausprobiert. Als Kamera diente ein einfaches Nokiahandy. Das alte Jenoptem von Zeiss Jena wurde mit Sonnenfilterfolie versehen und ein Handyhalter an die Okularseite angebracht, die keine Feinfokusierung besitz. Handy auf manuell Mode und die Schärfe mit dem Mitteltrieb eingestellt. Habe etwas probieren müssen, aber dann war es relativ einfach die Sonne einzufangen und Belichtungszeit, Timer und Fokus abzustimmen. Ich war erstaunt wie gut es damit funktioniert und man so zu guten Übersichtsfotos der Sonne kommt, ohne gleich einen Fuhrpark an Geräten zu benutzen. Hoffe ihr macht das nicht nach und zeigt das euren Kindern!;)


IMG_20230421_165057.jpg


hier ein Single shoot: Die bilder sind leider nur als JPGs zu erstellen.
06_IMG_20230421_best.jpg


Und hier mit Fitswork 26 Bilder gemittelt und bearbeitet:

2023-04-21_1640MESZ sonne afokal jenoptem 10x50 forum.jpg


Hoffen wir auf sonnige Tage und klare Nächte!
VG Frank
 

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Hat jemand Erfahrung mit dieser Methode? Ich habe den macro Modus am Handy verwendet. Wäre unendlich Fokus besser gewesen ?
 
Hallo Frank, ja unendlich Modus ist eigentlich das richtige. Die Art zu fotografieren nennt sich ja auch afokale Fotografie. Die Kamera mit Objektiv auf unendlich tritt hier an die Stelle des Auges. Das ist auch in der Mikroskopfotographie ein bewährtes Verfahren.
Viele Grüsse Kay
 
Hallo Kay,
meine Denke war , das mein Auge beim Blick ins Fernrohr das nahe virtuelle Bild betrachtet, also auf Nah steht. Deshalb habe ich das Handy in den Modus Makro geschaltet und die Scharfstellung erfolgte dann mittels Fernglas. Beim nächsten Mal probiere ich unendlich. Danke für deinen Tipp!
VG Frank
 
Hallo Frank, etwas vereinfacht erklärt...das Fernrohr-Objektiv erzeugt ein Bild eines unendlich weit entfernten Objekts (Stern) in seinem Brennpunkt. Dieses Bild schaue ich mir mit einem Okular vergrößert an. Dabei treffen der Brennpunkt des Objektivs und der (objektivseitige) Brennpunkt des Okulars genau zusammen. Aus der Augenlinse des Okulars treten daher die Strahlen wieder parallel aus (= afokal, d.h. ohne Fokuspunkt, bzw. Fokuspunkt im unendlichen). Das auf unendlich akommodierte Auge erzeugt dann aus dem parallelen Strahlenbündel, welches aus dem Okular in Richtung Auge austritt, wieder ein Bild auf der Netzhaut. Nun wird einfach das Auge (System Linse-Netzhaut) durch die Kamera (System Linse-Film(Chip)ebene) ersetzt. Also muss in dieser Konstellation auch das Kamera-Objektiv (welches dem Auge entspricht) auf unendlich fokussiert sein.
War das so einigermaßen verständlich erklärt und Du kannst die Analogien erkennen?

Viele Grüße
Kay
 
Hallo Frank,
Hat jemand Erfahrung mit dieser Methode? Ich habe den macro Modus am Handy verwendet. Wäre unendlich Fokus besser gewesen
du kennst ja meine "Smartphone-Besessenheit", Fokus-Stellung "Auto" (einfaches "Foto" auf den Sonnenfleck) bringt eigentlich immer direkt gute Ergebnisse, Stellung "∞" finde ich irgendwie schwieriger, da kann man aber zum Fokussieren etwas zoomen. Wichtig finde ich den Selbstauslöser (meist so 3 oder 10 sec).

Hier nochmal meine Smartphone-Erfahrungen:

Funktioniert auch am Fernglas:
klemme_c.jpg specht_2.jpg :)
Wenn die Linse der Smartphone-Kamera nicht genau zentrisch über der optischen Achse des Okulars sitzt, wird die Helligkeitsverteilung des Sonnenbildes sofort unsymmetrisch oder die Sonne verformt sich sogar leicht oval.
 
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du kennst ja meine "Smartphone-Besessenheit", Fokus-Stellung "Auto" (einfaches "Foto" auf den Sonnenfleck) bringt eigentlich immer direkt gute Ergebnisse, Stellung "∞" finde ich irgendwie schwieriger, da kann man aber zum Fokussieren etwas zoomen. Wichtig finde ich den Selbstauslöser (meist so 3 oder 10 sec).
Hallo Volker,
beim Auto-Fokus läuft die Schärfe innerhalb des selbauslosers immer weg. Habe deshalb auf Makro gestellt. Zoomen muss ich vorher auch. Die Idee mit dem Blendkäppchen ist gut, das probiere ich aus. Ohne Zoom erkennt man die Reflexe des Kameraobjektivs. Dieses Konstrukt ist sehr gut für Tieraufnahmen! Da braucht man im Gelände keine Fotoausrüstung und kommt trotzdem zu schönen Aufnahme!
Wenn die Linse der Smartphone-Kamera nicht genau zentrisch über der optischen Achse des Okulars sitzt, wird die Helligkeitsverteilung des Sonnenbildes sofort unsymmetrisch
Das ist wirklich schwer einzustellen. Hab das vorher gemessen und Papierschablonen mit Mittelkreuz drunter gelegt. Die verkippung ist am schlimmsten einzustellen.
VG Frank

210520183578.jpg
 
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