Sonnenbeobachtung mit Fernglas

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Apollo17

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Hallo,

für die Sonnenfleckenbeobachtung habe ich Sonnenfilter vorbereitet (für Fernglas) - die Baader Sonnenfilterfolie muß nur noch eingeklebt werden.

Welche Beobachtungen an der Sonne sind denn mit einfach herzustellenden Hilfsmitteln noch möglich?

Für Hinweise dankt im voraus

Peter aus dem Sachsenland
 
Hallo Peter!"
Ich besitze seit gestern einen Glassonnenfilter un´d habe die Sonne mit meinem Teleskop schon beobachtet. Wenn Sonnenflecken auf der Sonne sind, erkennt man sie. Wie es bei nem Fernglas ist weiß ích nicht. Welche Vergrößerung hat dein FG. Mein Astrolehrer sagte, dass man ab einer 3-fachen Vergrößerung Sonnenflecken sehen kann.
Granulation lässt sich beim Teleskop gut erkennen, beim FG weiß ich es nicht.
Viel Glück bei deine FG-Sonnenbeobachtung!
 
Hallo Peter,
ich dachte immer man baut/kauft sich etwas, weil man etwas bestimmtes damit sehen möchte. Aber O.K, Du machst den Ansatz eben andersrum.
Mit einem Fernglas und der Baaderfolie gibt es auf der Sonne außer Sonnenflecken und ev. Transits nix weiter zu sehen. Das ist aber natürlich auch schon spannend.
Sonnenflecken kann man bei entspr. Größe sogar schon mit bloßem Auge durch die Baaderfolie erkennen.
 
Hallo Sebi,

vielen Dank für Deine Zeilen. Mit meinem TS 15x70 LE, also 15fache Vergrößerung, sieht man an der Sonne schon einiges. Würde aber außer Sonnenflecken gerne noch Anderes beobachten wollen (z. B. andere Wellenlängenbereiche, Randerscheinungen - sofern mit einfach herzustellenden Hilfsmitteln möglich).

Gruß, Peter
 
Servus Peter,

um die Granulation auf der ungestörten Photosphäre erkennen zu können braucht man meiner Erfahrung nach eine Vergrößerung ab ca. 100x. Ab dann zeigt sich bei gutem seeing das Netzwerk der Granulation.

Strukturen und Details in den Sonnenflecken wie ich sie hier auf meiner Seite beschrieben habe (im Weißlicht) erfordern eine mittlere bis hohe Vergrößerung und ein wirklich gutes seeing.

Ich beobachte die Sonne teilweise bis zu einer Vergrößerung von 210x, die ich aber noch steigern werde.

Dafür ist aber eine nachgeführte Montierung vom großen Vorteil.

Die Sonne in H- Alpha (die anderen Wellenlängenbereiche) siehst du entweder nur mit speziellen Teleskopen (PST/Coronado oder Lunt) oder im Selbstbau mit umgebauten PST´s oder mit Teleskopen die du mit einem Etalon und Blockfilter ausstattest.

Das gleiche gilt auch für die Protuberanzen (die Randerscheinungen). Die kann man auch mit einem Protuberanzen- Ansatz sehen, die es aber fast nicht mehr zu kaufen gibt, und die auch zum jeweiligen Fernrohr passen müssen.

Diese beiden Methoden sind aber nicht mehr günstig, sondern erfordern einiges an Investition. Die speziellen Filter dazu kosten...

Mit einfachen Mitteln ist nur die Weißlichtbeobachtung möglich, aber auch hier ist ja nach Interesse und Anspruch eine Investition in die Technik unumgänglich.

Gruß
*entfernt*
 
Liebe Kollegen,

herzlichen Dank für Eure Beiträge.

Mein TS 15x70 LE, erst vor kurzem erworben, ist kein Spitzenglas, aber nicht schlecht! Vorwiegend für DS und terrestrisch auf Stativ gekauft, kann man aber auch am Rande mal Mond, große Planeten und Sonne beobachten.

Ein Rest Folie von einem Astrofreund für 8,00 Euro, etwas straffe Pappe, Klebeband, Leim und die „Bauanleitung für eine Objektivfassung mit Baader Sonnenfilterfolie“ ergeben preiswerte und solide Fernglas-Filter.

Wünsche allen gute Beobachtungsbedingungen und eine angenehme Weihnachtszeit.

Freundliche Grüße

Peter
 
Moin Peter!
Andere Wellenlängen kannste vergessen, das unser Auge nur die Regenbognfarb durchlässt. Witergehen würde es dann mit Ultraviolett und Infrarot. Das ist mit unserem Auge nicht sichtbar
 
Moin,

ich glaube mit Wellenlängenbereiche meinte er nicht nichtsichbares Licht, sondern Bereiche wie Licht speziell nur im H_[alpha] Band, Kalium oder Ähnliches.

Gruß Thomas
 
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