Hallöchen Hermine
Zur Theorie
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Ich versuche die Zusammenhänge der Sonne mal ganz grob zu Umrahmen:
Durch Kernfusion im Inneren der Sonne werden die ungeheuren Energiemengen erzeugt, die die Sonne so hell strahlen lassen. Damit wir von der innen erzeugten Energie etwas haben können, muss diese erst (in der Regel durch Konvektion) an die Oberfläche der Sonne gelangen. Durch Störungen im Magnetfeld, wird dieser Wärmetransport an einigen Stellen (den Sonnenflecken) behindert, wodurch die Sonnenoberfläche an diesen Stellen "kühler" ist als in der Umgebung. Mit "kühler" meine ich, dass auch in Sonnenflecken die Temperatur noch so hoch ist, dass die Materie weißglühend sind (Sonnenflecken sind also keineswegs dunkel - auch sie strahlen Licht ab). Erst durch die starke Dämpfung, die wir zur gefahrlosen Beobachtung benötigen, wirken sie dann als dunkle Flecken.
Wie bereits angesprochen, hängen die Sonnenflecken unmittelbar mit dem Magnetfeld der Sonne zusammen. Die Sonne hat nun die lustige Eigenschaft, dass sie sich am Äquator schneller um ihre eigene Achse dreht als an den Polen (wir lernen also: 1. auch die Sonne dreht sich um ihre Achse; 2. Mit den Unterschiedlichen Rotationsgeschwindigkeiten kann sie kein starrer Körper sein). Daduch "wickeln" sich ihre Magnetfeldlinien mit der Zeit immer weiter auf. Nach ca. 11 Jahren werden dann die Spannungen zwischen den verwurstelten Magnetfeldlinien so groß, dass sie wieder in die Ursprunglage zurückspringen.
Dementsprechend kann man bei Sonnenflecken einen 11-jährigen Rhytmus in ihrer Häufigkeit un Position erkennen.
Der neue Sonnenzyklus (Nr.24) ist nun gerade dabei zu Beginnen. Am Anfang befindet sich dabei die Aktivität in einem Minimum (d.h. nur wenig Sonnenflecken) und wird erst in ein paar Jahren zur vollen Blüte wieder angewachsen sein.
Zum Klimawandel
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Die Sonne als der zentrale Energielieferant für die Erde ist selbstverständlich direkt mit unserem Klima verknüpft. Schwankungen in der Sonnenaktivität (die sind zum Glück aber relativ gering) oder im Erdorbit (hier sind die Schwankungen deutlich größer - agieren aber nur langsam auf seeeehr großen Zeitskalen) wirken sich daher in nachvollziehbarer Weise auf unser Klima aus. Das große Problem vor dem wir stehen, ist das sich das Klima gegenwärtig durch den menschlichen Einfluss abweichend von den natürlichen Faktoren verhält und in sehr kurzen Zeiträumen sehr große Sprünge macht - und das ist gar nicht gut.
Zum Beobachten:
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Eingangs wurdest du ja schon auf die Gefahren bei Sonnenbeobachtungen hingewiesen. Es kann viel Spaß machen, die Sonne zu erkunden, man muss sich aber strikt an ein paar grundlegende Sicherheitshinweise halten.
Ohne dein Equipment (du schreibst etwas von Fernglas + altes Kaufhausteleskop) genau zu kennen, kann man natürlich nicht endgültig beraten, ich würde damit aber eher von der Sonnenprojektion abraten (wenn die Okulare nicht für dafür geeignet sind, können diese beschädigt werden).
Kauf dir stattdessen lieber ein Stück visuelle (D=5) Sonnenfilterfolie von Baader (DIN A4 ca.20€) und bastle dir daraus Filter zum vorne draufstecken (für's Fernglas musst du eben zwei Filter basteln oder auf der einen Seite einen lichtdichten Deckel draufmachen).
Gruß
Andy