SpaceX-Gefahr d. Starlink

pem.bn

Mitglied
Diese App braucht man gar nicht, weil eine Satellitenspur nicht stört, wenn man mehrere Überdeckungen (Einzelbilder) hat. Es hängt auch immer davon ab, ob der Satellit von der Sonne (oder Erde) angestrahlt wird oder nicht. Wenn nicht, ist er ohnehin (optisch) unsichtbar. Ich glaube, für uns Amateurastronomen sind die Satelliten nicht das Problem. Die Spuren lassen sich ja mühelos eliminieren.

Die Lichtverschmutzung (auch durch den Mond!) allerdings nicht. Aber auch hier können wir ja gute Ergebnisse erzielen, auch wenn man durch die Lichtverschmutzung nicht so tief kommt wie gewünscht.

Der Weltraumschrott kann uns aus reiner Sicht des Amateuastronomen egal sein. Man kann sich zwar darüber aufregen, das verbessert aber die Bilder nicht. Deswegen kann man es auch lassen. Das ist eher ein Anliegen der Industrie und Wirtschaft, die aus reinem Eigeninteresse dafür sorgen muß, dass es im Orbit keine "Zwischenfälle" gibt. Das wird ansonsten sehr teuer.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

- Das mit dem Weltraumschrott ... und trifft auch entsprechende Maßnahmen, hoffen wir dass die letztendlich auch funktionieren.
Hoffen wir? Hoffen funktioniert bei sowas leider nicht. Wenn nur 10% der Satelliten vorzeitig ausfallen - und das wäre schon eine tolle Zuverlässigjkeit verglichen mit anderen Missionen - dann bleiben alle 5 Jahre 1200 neue Satelliten da oben, die sich nicht mehr kontrolliert zum Wiedereintritt bringen lassen.

Dafür braucht es allerdings Transportkapazität à la Superheavy/Starship und die wird eben finanziert durch... Starlink.
Das werden wir erst noch sehen, ob Starlink irgendetwas finanziert. Den bisherigen Satellitenkommunikationssystemen ist es noch nicht gelungen, nennenswerte Gewinne einzufahren. Eine schwarze Null am Jahresende ist schon ganz toll, und auch die gibt es nur, weil irgenwelche Sponsoren (Militär, Regierung, Ölprinz) die Löcher stopfen und/oder die Dinger wieder aus der Insolvenz herauskaufen. Aber vielleicht erschliesst Herr Musk in der ihm eigenen Genialität neue Märkte, welche die erfofften (schon wieder müssen wir hoffen!) Multimilliarden abwerfen? Ein Problem ist nur, dass dort wo das Geld ist, schon lange flächendeckendes drahtloses Internet verfügbar ist. Und in der Mongolischen Steppe oder im Südpazifik wo das fehlt gibt es leider kein Geld...

Grüße
Maximilian
 

Auriga_HH

Mitglied
- Vielleicht erledigt sich das Problem der Megakonstellations in LEO ja in ein paar Jahrzehnten, wenn sie durch sehr grosse (500m) Antennen im GEO ersetzt werden. Dafür braucht es allerdings Transportkapazität à la Superheavy/Starship und die wird eben finanziert durch... Starlink.
Der GEO ist für schnelles Internet ungeeignet wegen der knapp 0,3 Sekunden Zeitversatz durch die lange Strecke.

Helmut
 

Okke_Dillen

Mitglied
Moin,

ich sehe folgende wesentliche Aspekte:
- Zunahme der Angriffsfläche für Weltraumschrott-Partikel sowie die üblichen Mini-Meteoriten à la Perseiden, Leoniden, Geminiden, etc.... in Zukunft dann auch Muskoiden :rolleyes:
- es gibt zwar die Wiedereintrittsantriebe zum De-Orbiting, die bei Malfunction automatisch oder per Befehl von der Kontrollstation kommen sollen (oder Häckern) und einen gezielten Wiedereintritt einleiten. Als Bremse dient das Krypton-Ionen-Triebwerk, das natürlich samt Steuerung einen Impakt übersteht und den kontrollierten Wiedereintritt durchführt...
- sollte dennoch entgegen den Bekundungen des Betreibers das EOL-Deorbiting nicht funktionieren (weil beschädigt durch Partikeleinschläge), vagabundiert da ein größeres Stück Schrott rum und das im dichtbevölkerten LEO, zumal im selben Level wie die anderen Starlinker (ja, es soll 3 Levels geben, 340, 550 und 1100km über der Erde).
- die erste Kollision in diesem dichtbevölkerten Korridor leitet die Kettenreaktion ein, der Kessler-Effekt. Starlink wird die dafür nötige kritische Dichte überschreiten. Danach ist erst mal für eine laaaange Zeit Zwangspause mit Raumfahrt. Nix SpaceX zum Mars, nix GPS, nix Glonass etc, nix ISS, nix SpaceShuttle, etc, alles kaputt.
- Sternschnuppen wird es viele geben. Man wird sie Muskoiden nennen, ganzjährig zu bestaunen.
- Strichspuren rausrechnen bedarf einer hohen Anzahl an Frames, damit es gut funktioniert, aus bisheriger Erfahrung ab 15 Frames oder mehr. Erst dann greift das Sigma-Clipping gut. Da gibt es bestimmt noch Luft nach oben.

Der Vergleich mit Lichtverschmutzung ist wie Äpf.... nein: Erdnüssen mit Birnen. Der Lichtverschmutzung kann man ausweichen solange unsere Landwirte nicht auf die glorreiche Idee kommen, Äcker und Wiesen desnächtens zu beflutlichten!
Starlink nicht!! Bei Starlink nützt auch die Flucht aufs Land oder ins Gebirge nichts!

Und nein, ich weise die Sichtweise "an Lichtverschmutzung sind wir alle beteiligt" entschieden und vehement zurück!! Aus "wir alle" kann ich mich zB schonmal ausnehmen und bestimmt etliche andere auch, konsequent!
Nicht predigen, sondern einfach machen! Es geht ohne Lebensqualitätsverlust, probierts mal ;)

Die Qualitätseinbußen bei unserem Hobby sind noch die harmloseste Konsequenz aus Starlink. Weit weniger harmlos sind die mechanischen Auswirkungen auf die Raumfahrt und die LEO-"Bevölkerung"! Hier gibts einen 3min-Ausblick darauf, wie man sich das vorstellen kann (mal abgesehen von zahlreichen anderen Regiefehlern): "Gravity" continuous shot. Opening Scene. Space debris hits Explorer

Gruß und CS!!
Okke
 

Inaktiver Benutzer 123

Wenn man bedenkt, wie viel "Klingeldraht" mit den aufgewendeten Resourcen verlegt werden könnte, ist das Projekt Starlink eine ökonomische Katastrophe. Nicht mehr und nicht weniger. Vom geschwundenem "Klassenkampf" a la "Wir können eh nichts daran ändern", ganz zu schweigen. Wir können ändern! Frei nach Marcel Reich-Ranicki: "Ich nehme diesen Preis nicht an"!

Grüße
Michael
 

pem.bn

Mitglied
Ich habe mir mal angeschaut, was passiert, wenn in jedem meiner Bilder eine Satellitenspur zu sehen ist. Dazu habe ich ein Pythonprogramm geschrieben, das nur normalverteiltes Rauschen enthält und per Zufallsgenerator in jedes Bild eine "Satelliten"-Linie hereingerechnet. Diese Linien haben ein Signal-zu-Rauschverheältnis von 100. Also ganz dicke Dinger.

Es spielt natürlich keine Rolle, das keine Sterne oder Nebel im Bild sind. Die befänden sich ja immer an der gleichen Stelle nach dem Alignment und würden in den Bildern nur überlagert zu sehen sein. Die Bilder sind 512x512 Pixel groß, die Satellitenspurbreite beträgt 3 Pixel. Ich habe nur 16 Bilder erzeugt, damit des nicht unübersichtlich wird.

satellites.png


Oben ist das Arithmetische Mittel aller 16 Einzelbilder, die jeweils eine Satellitenspur haben, zu sehen. Unten das Mediangemittelte Bild. Die Eigenschaft des Medianfilters ist es, die Extremwerte (hier die Satellitenspuren) zu auszusortieren. Man muß allerdings bei realen Bildern aufpassen, das die Bilder normiert sind und den gleichn Mittelwert über das Bild besizten. Wenn z.B durch Hochnebel die Bilder unterschiedliches Basisnivea haben, liefert der Median den falschen Wert. Das führt zu einer Rauscherhöhung.

Hier der Python-Code (Linux):

Python:
#!/usr/bin/env python

import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt

def line(amap):
    rows, cols = amap.shape
    y1 = rows*np.random.rand()
    y2 = rows*np.random.rand()
    dy = y2-y1
    dx = float(cols)
    dy = (y2-y1)/float(cols)
    for x in range(cols):
        y = int(y1 + dy*x) - 1
        amap[y, x] += 100.0
        y = int(y1 + dy*x)
        amap[y, x] += 100.0
        y = int(y1 + dy*x) + 1
        amap[y, x] += 100.0
    return amap

smap = []
Smap = []
for i in range(16):
    amap = np.random.normal(0.0, 1.0, (512,512))
    Smap.append(1*amap)
    amap = line(amap)
    smap.append(amap)
bmap = np.mean(smap, axis=0)
cmap = np.median(smap, axis=0)
dmap = np.median(Smap, axis=0)
emap = np.mean(Smap, axis=0)
print np.std(emap), np.std(dmap), np.std(cmap), (np.std(cmap)-np.std(dmap))/np.std(dmap) * 100

f, axes = plt.subplots(2)
axes[0].imshow(bmap, vmin=-1, vmax=1)
axes[1].imshow(cmap, vmin=-1, vmax=1)
plt.show()
"sat.py" 39L, 974C
 

_Rudi_

Mitglied
Bei allem was wir hier so diskutieren mit Menschen auf dem Mars oder wo auch immer, fällt mir ein ganz anderer Film ein, Herr Musk will die Welt verbessern ? Ich glaube eher er wird die Menschheit mit solchen Vorhaben teilen, einer der Vorredner erwähnte James Bond Moonraker, aber das trifft es meiner Meinung nach nicht, ich würde es eher mit dem Film Elysium vergleichen, in dessen Handlung nur der sehr gut betuchten Elite ein schönes Leben und eine eventuell Notwendige Medizinische Behandlung vorbehalten ist. Gut das ist ja zum Teil auch heute auf der Erde schon so, aber so wird das ganze auf ein neues Level gehoben. Die Anfänge können wir schon erleben, die NASA gibt die ISS für Weltraum Tourismus frei, ein Flug dorthin wird um die knappe 60 Millionen Dollar kosten, jeder Tag Aufenthalt nochmals je 30000 Dollar, bei geplanten 30 Tagen sind das nochmal rund 1 Million was obendrauf kommt. Also - wer kann sich so etwas leisten, doch nur die Bezos's, Musk's Gates' und Trump's dieser Welt, wobei, bei letzterem wären viele (ich auch) froh er würde dorthin gehen und am besten auch dort bleiben ...
 

pem.bn

Mitglied
Meine Antwort ist gestern was knapp ausgefallen. Bekam Besuch. Deshalb nun was ausführlicher. Die Ausgangsdaten sind ja klar: 16 Einzelkarten mit jeweils einer Satellitenspur. Wie sich letztlich die Satellitenspuren verteilen, ist auch egal. Ob nun drei in einem Bild zu sehen sind, und in zweien gar keine, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Spuren nicht alle die gleich Bahn auf den Bildern haben, also die gleichen Pixel belegen. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

Mit meiner Methode des Medianfilterns können die Spuren also ohne Überbleibsel eliminiert werden. Das geht sicher auch mit anderen Methoden. Der Medianfilter eignet sich aber besonders gut, weil er die Extrema aussortiert. Allerdings muß man beachten, dass die Einzelbilder normiert sind und auf dem gleichen Nullniveau. Das klappt es aber gut, wie man sieht.

So, das sind die Fakten. Leider entsprechen die nicht den Erwartungen einiger hier. Aber Fakten, die nicht den eigenen Erwartungen entsprechen, werden ja meist ignoriert. Jetzt, wo man sich so prächtig echauffiert hat. Vielleicht kann Okke noch einen weiteren Hollywood-Katastrophen Trailer bringen, als Dokument und Beweis, was alles passieren wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Optikus

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Hallo Okke,

dass Du jegliche Verantwortung für die Lichtverschmutzung von Dir weist ist Unfug, Lichtverschmutzung ist zunächst mal ein lokales Problem, dem man z.B. durch Engagement in der Lokalpolitik durchaus an den Kragen gehen kann. Das muss man nur machen. Den heutigen flächendeckenden Zustand hat das erreicht, weil es jahrzehntelang niemanden gestört hat. Dagegen vorzugehen heißt zwar auch, dicke Bretter zu bohren, die sind aber erreichbar und deutlich weniger dick als solche, die für uns unerreichbar entweder in Staaten liegen, denen ausländische Aktivitäten sowieso Wurst sind wie Russland und China oder das Problem einfach wegleugnen wie aktuell die USA.

Gegen Starlink oder die vielen anderen Satelliten ohne allgemeinerkennbaren Nutzen, weil z.B. von vorn herein geheim, machst Du erstmal nix, weil das, was wir z.B. hier in Deutschland denken und meinen weder in der ehem. SU noch in China oder Amerika irgendwen schert. Da müssen im Zweifel andere Regulative greifen als ein entrüsteter Schnaufer von ein paar Wissenschaftlern oder gar erst ein kleiner Pups von uns Sternguckern.

Den Schwachsinn, der uns von den eigenen Leuten vor unserer Nase eingebrockt wird, kannst Du mit ein wenig Wissen schon im Ansatz ersticken oder notfalls auch juristisch angehen, das ist möglich, wird und wurde schon erfolgreich durchgezogen und das ist etwas, was auch von uns, unseren Vereinen und Verbänden gemacht werden kann und Handeln statt Beklagen umsetzt. Bevor man das ganz große Weltrad zu drehen versucht sollte man an den Stellschrauben drehen, die man in die Hand bekommen kann.

CS
Jörg
 

pem.bn

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Man kann ja auch mal eine einfache Rechnung anstellen: Die Kugeloberfläche berechnet sich mit 4*pi*R^2
Wenn man den Erdradius R = 6400km setzt und noch eine Satellitenflughöhe von 100km ansetzt, erhällt man eine Fläche von 530929158.5 km^2 (531 Mio km^2). Wenn man die 12000 Satelliten gleichmäßig auf dieser Flache verteilt, hat jeder Satellit 44244km^2 Freiraum. Da ist die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes doch recht gering.

Aber die Vorstellung von 12000 Satelliten im All in unserer Fantasie ist eine andere. Das kennt man schon von Star Wars. Beim Flug durch die Asteroidengürtel liegen die Asteroiden so dicht, dass man nur mit Hollywoodgeschick durchfliegen kann. Der wahre Asteroidengürtel in unserem Sonnensystem erweist sich da als viel harmloser. Aber da wäre der Nervenkitzel gleich Null.

Anmerkung: Das Land NRW hat zum Vergleich eine Fläche von 34110.26 km^2
 
Zuletzt bearbeitet:

nobby

Mitglied
Man kann ja auch mal eine einfache Rechnung anstellen: Die Kugeloberfläche berechnet sich mit 4*pi*R^2
Wenn man den Erdradius R = 6400km setzt und noch eine Satellitenflughöhe von 100km ansetzt, erhällt man eine Fläche von 530929158.5 km^2 (531 Mio km^2). Wenn man die 12000 Satelliten gleichmäßig auf dieser Flache verteilt, hat jeder Satellit 44244km^2 Freiraum. Da ist die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes doch recht gering.
Hmm, 210km x 210km Fläche, bei einer Geschwindigkeit von 6-7 km/s und anisotroper Geschwindigkeitsverteilung, da wird es für ein einzelnes Objekt nach ein paar hundert bis tausend Orbits krachen. Google mal "freie Weglänge" und rechne mal nach.
Ohne die unterschiedliche Höhe wärs definitiv zu eng.
 

Inaktiver Benutzer 123

Auch gegen einen Elon kann man von hier aus etwas erreichen. Keine Teslas kaufen und schauen in welchen Produkten er noch die Finger hat. Aber es ist so wie bei allen Konsumenten, alle Vorteile genießen wollen und die Nachteile verdammen. Siehe Stromtrassen ausbau. Wer etwas haben will, muss zwangsläufig auch zu einem Verzicht bereit sein! Wenn die Straße dunkel ist, brauche ich ne Taschenlampe und muss mich um die Energie selbst kümmern. Schon geht das Gejammer los!

Grüße
Michael
 

Okke_Dillen

Mitglied
Hallo Okke,

dass Du jegliche Verantwortung für die Lichtverschmutzung von Dir weist ist Unfug, Lichtverschmutzung ist zunächst mal ein lokales Problem, dem man z.B. durch Engagement in der Lokalpolitik durchaus an den Kragen gehen kann. Das muss man nur machen. Den heutigen flächendeckenden Zustand hat das erreicht, weil es jahrzehntelang niemanden gestört hat.
Hallo Jörg,

daß du nichts davon mitbekommen hast, heißt nicht, daß es nicht stattfand! ;) Ich agiere lokal, im Kleinen und schreie (oder twittere) es auch nicht in die Welt hinaus. Du kennst mich nicht und kannst das auch nicht einschätzen. Deine Einschätzung "Unfug" ist reichlich weit aus dem Fenster gelehnt. Ohne Stütze zumal.;)
Du schreibst ja selbst vom großen Weltrad drehen... genau, das kann ich nicht. Aber ich habe einen (bescheidenen) Rahmen in dem ich etwas tun kann.

Gegen Starlink oder die vielen anderen Satelliten ohne allgemeinerkennbaren Nutzen, weil z.B. von vorn herein geheim, machst Du erstmal nix, weil das, was wir z.B. hier in Deutschland denken und meinen weder in der ehem. SU noch in China oder Amerika irgendwen schert. Da müssen im Zweifel andere Regulative greifen als ein entrüsteter Schnaufer von ein paar Wissenschaftlern oder gar erst ein kleiner Pups von uns Sternguckern.
"machst Du erstmal nix" - nun, ich mache das, was mir möglich ist: andere drauf aufmerksam machen. Das ist kein Hammer, klar, eher ein Tropfen. Aber wie war das gleich mit dem steten Tropfen? ;)
Und ich unterlasse das, was mir nicht möglich ist.;)

Man kann ja auch mal eine einfache Rechnung anstellen: Die Kugeloberfläche berechnet sich....
Längst geschehen. Guck mal hier, hatte ich bereits, etwas stärker gerundet: Trümmerwolke?
AUS DIESEM GRUND warb ich mehrfach für eine Zusammenlegung der Freds! Damit Informationen nicht unübersichtlich weit verstreut, sondern gebündelt verfügbar sind ;) Vielleicht hat die Forenverwaltung doch noch irgendwann ein Einsehen? Es ist nämlich auch in ihrem Interesse.;)

Solange alles zu 100% funktioniert, ist das Platz genug. Leider liegt die Fehlertoleranz auch nahe 0. Der erste Fehler wird kommen, wenn nicht von innen, dann von außen: Perseiden, Leoniden, Geminiden, etc....

Das Problem ist NICHT, daß es 12.000 Geschosse sind, sondern daß es 12.000 ZIELE sind!!
Erst NACHdem ein Ziel getroffen wurde, wird es selber zum Geschoss.

Die Orbits sind derart, daß sie in kurzer Zeit den gesamten Bereich regelrecht durchkämmen, abgrasen, leerfegen. Dumm ist, daß sie das "Fegen" nicht überstehen... zumindest nicht alle. Einer genügt.

So sehe ich das.

Gruß und CS!!
Okke
 

pem.bn

Mitglied
Hmm, 210km x 210km Fläche, bei einer Geschwindigkeit von 6-7 km/s und anisotroper Geschwindigkeitsverteilung, da wird es für ein einzelnes Objekt nach ein paar hundert bis tausend Orbits krachen. Google mal "freie Weglänge" und rechne mal nach.
Hast recht. Das habe ich nicht beachtet. Ich komme auf eine freie Weglänge von ca 25 Mio km, wenn ich 10m Satellitenradius annehme. Das ist natürlich nicht viel. Nach etwas mehr als 600 Orbits krachts wahrscheinlich. Das haben die aber berücksichtigt, in dem die alle unterschiedlichen Höhen haben.
Ohne die unterschiedliche Höhe wärs definitiv zu eng.
 

Auriga_HH

Mitglied
Da die untereinander per Laser kommunizieren, gehe ich davon aus, dass auch die Bahnabweichungen korrigiert werden können.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Da die untereinander per Laser kommunizieren, gehe ich davon aus, dass auch die Bahnabweichungen korrigiert werden können.
Solange alles bei allen Satelliten funktioniert schon. Wenn aber pro „Schale“ auf der sich diese Satelliten gruppenweise befinden jeweils nur einer ausfällt wird es schwierig. Denn durch äussere Einflüsse (Restatmosphäre, Strahlungsdruck) wird seine Umlaufbahn elliptisch und er fliegt bei jedem Umlauf unkontrollierbar durch viele solcher Schalen. Das ist so wie die Erdbahnkreuzer bei den Asteroiden.

Grüße
Maximilian
 

Inaktiver Benutzer 123

Es ist geradezu lächerlich und fahrlässig, bei der Masse, vom Idealzustand auszugehen. Da muss man kein Genius in Wahrscheinlichkeitsrechnung sein, um das Chaos zu sehen!

Grüße
Michael
 

Okke_Dillen

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Moin,

da wieder ein neuer Fred aufgemacht wurde, übertrage ich mal von dort:
Hallo miteinander,

die folgende Pressemitteilung gibt die VdS heute anläßlich der Beeinträchtigung (amateur)astronomischer Beobachtungen durch Satellitenkonstellationen wie Starlink heraus.

Viele Grüße
Caro

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Die Vereinigung der Sternfreunde e.V. (VdS) und ihre Mitglieds-Sternwarten der haben in den vergangenen zwei Wochen eine Vielzahl von teils besorgten Anfragen von Sternfreundinnen und Sternfreunden, aber auch aus der allgemeinen Bevölkerung erhalten. Hintergrund sind 60 Satelliten der vom US-Raumfahrtunternehmen SpaceX geplanten Satellitenkonstellation „Starlink“, die am 24. Mai 2019 in eine Erdumlaufbahn gebracht wurden. Insbesondere in den Tagen unmittelbar nach dem Start waren die Satelliten als eine extrem auffällige Kette von über den Himmel ziehenden, hellen Lichtpunkten wahrnehmbar und lösten dadurch entsprechende Aufmerksamkeit und Verunsicherung aus. Zwar haben sich die einzelnen Satelliten mittlerweile räumlich verteilt und ihre Helligkeit hat durch das Anheben und Stabilisieren ihrer Umlaufbahnen nachgelassen, dennoch sind sie nach wie vor sporadisch als helles Aufblitzen sichtbar und durchgehend fotografisch nachweisbar.

SpaceX will mit Starlink eine satellitenbasierte Infrastruktur für Hochgeschwindigkeits-Internetanbindungen weltweit bereitstellen. Hierfür sind im endgültigen Ausbau der Konstellation etwa 12.000 Satelliten vorgesehen, was die Zahl aller sich zur Zeit in der Erdumlaufbahn befindlichen Satelliten bei weitem übersteigt. Weitere Unternehmen wie Amazon planen ähnliche Konstellationen, hier steht der Start der ersten Satelliten jedoch noch aus. Die VdS ist sich der Bedeutung des Internets und der Entwicklungschancen durch die Anbindung auch weniger privilegierter Regionen der Erde bewusst. Gleichwohl birgt der anstehende gewaltige Zuwachs an künstlichen Satelliten in der Erdumlaufbahn auch Risiken, mit denen verantwortungsvoll umgegangen werden muss.

Für die VdS ist als bundesweitem Interessenverband der Amateurastronominnen und Amateurastronomen in Deutschland der Schutz des Anblicks des gestirnten Himmels als einzigartigem Kulturerbe der Menschheit ein zentrales Anliegen. Das Erleben dieses Naturwunders ist bereits jetzt in großen Teilen der Erde in höchstem Maße durch ineffiziente und übermäßige künstliche Beleuchtung stark beeinträchtigt und würde durch die Vielzahl an zu erwartenden neuen künstlichen Satelliten möglicherweise auch in bislang von der Lichtverschmutzung weitgehend unbehelligten Regionen der Erde irreparablen Schaden erleiden. Bereits vor dem Start der ersten Starlink-Satelliten waren am Nachthimmel unzählige künstliche Satelliten beobachtbar. Mit zehntausenden zusätzlichen Objekten in der Erdumlaufbahn ist es kein unrealistisches Szenario mehr, dass am Nachthimmel mehr über das Firmament ziehende Satelliten als Sterne zu sehen sind. Dies könnte unser Bild des Nachthimmels, der die Menschheit seit Anbeginn begleitet, für immer verändern. Zudem werden die Beiträge von Amateurastronominnen und Amateurastronomen zur Erforschung des Universums ähnlich wie die der Kolleginnen und Kollegen aus der professionellen Astronomie beeinträchtigt. Zu nennen sind hier beispielsweise Zeitreihen von Helligkeitsmessungen lichtschwacher oder ausgedehnter Objekte oder Verfolgung von Kleinkörpern im Sonnensystem. Auch fotografische Aufnahmen von Himmelsobjekten, die seit jeher die Faszination der Astronomie in die Bevölkerung tragen und einen Beitrag zur Allgemeinbildung leisten, sind betroffen.

Die VdS befasst sich im Rahmen der Arbeit des gesamten Vereins auf allen Ebenen und insbesondere in ihrer Fachgruppe Dark Sky mit dem Schutz des nächtlichen Sternhimmels. Aus diesem Grunde möchten wir unsere Besorgnis zum Ausdruck bringen und gleichzeitig dazu aufrufen, beim zukünftigen Ausbau von Satellitenkonstellationen wie Starlink den Schutz des Nachthimmels als menschliches Kulturgut zu gewährleisten und durch Aufnahme eines Dialoges die Belange von Amateur- wie Profiastronomie miteinzubeziehen.
 

Gotthard

Mitglied
Hallo zusammen,

Okke hat mich gebeten, diesen Link auch noch hier im thread zu posten:


Diese Petition bei change.org gegen die Überflutung des Himmels mit Satelliten hat leider noch zu wenig Unterstützung ... was sich ja ändern könnte!

Mittlerweile hat dieser Diskussionsfaden schon 3 Seiten Umfang. Das finde ich persönlich extrem unübersichtlich und für Neueinsteiger auch eher abschreckend ... bis man das alles gelesen hat ... hat man das, was man sucht, eher nicht gefunden ...

Mein Vorschlag wäre, die Thematik sachlich zu gliedern und in Einzelfäden aufzulösen.
Z.B.:
1. Aktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit, um die Politik (bis hin zur UNO) zum Handeln zu bewegen
2. Technische Aspekte und Details der für das "Internet" eingesetzten Gerätschaften im All
3. Umgang mit den Strichspuren in der Astrophotographie und Bildbearbeitung.
4. Informationen über die professionelle Astronomie und deren Umgang mit der sich immer massiver anbahnenden Vermüllung des Erd-Orbits
5. Gefahren: Absturzrisiken für die Erdbewohner und Trefferquoten im wirtschaftlich und forschend genutzten Weltraum
....

CS !!! :) für Alle! LG Gotthard
 
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