SpaceX-Gefahr d. Starlink | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

SpaceX-Gefahr d. Starlink

BosMak

Mitglied
Hallo Astrogemeinde

Welche Konsequenzen wird es in naher Zukunft durch die knapp 12.000 Starlink Satelliten für uns Hobbyastronomen geben?
Ist das überhaupt heute schon abschätzbar??

Cs Bosmak
 

Dysnomia

Mitglied
Starlink wird nicht die einzige Mega-Satellitenkonstellation sein. Andere Unternehmer wie Amazon und OneWeb stehen schon in den Startlöchern. Experten sagen, dass es demnächst 60.000+ neue Satelliten auf niedrigem Umlaufbahnen geben wird. Das Kessler-Syndrom lässt nett grüßen... ;)
 
ja kommen wir denn dann da noch zum Mond oder Mars ??
Ich hab gesehen da gibts auch Satelitten da kann man seinen Geburtstags Meteorschauer bestellen die lassen dann Staub ab...
Wird immer verrückter.
 

klawipo

Mitglied
Ich kann es nicht verstehen dass sowas erlaubt ist. Der Weltraum, auch der naheliegende Teil davon, gehört keinem Konzern. Ebensowenig wie das Meer irgendwelchen Müllverklapperern gehört. Was tun gegen diese Machtlosigkeit?

BTW Warum braucht es überhaupt so dermaßen viele Satelliten?

VG Klaus
 

Dysnomia

Mitglied
Die möchten jedem Nutzer 1GB Internet Download/Upload bereit stellen. Wie teuer das ganze wird und wie die Hardware aussehen wird (Skylink kompatible Smartphones, "Pizzaschachtel-Antennen" als Basisstation) steht noch in den Sternen.
 

klawipo

Mitglied
Doch die laufen schon Sturm und das Thema hat auch schon der Spiegel aufgenommen, immerhin. Wenigstens schwarz lackieren werden sie die Dinger - vielleicht.
 

Optikus

Mitglied
Moin,

hab ich auch mit bekommen, deswegen bleiben die Solar-Panele trotzdem und der Funkverkehr auch, mal sehen wie das weitergeht, wenn noch mehr Systeme etabliert werden. Wenn man sich die Möglichkeiten von 5G in der Telematik ansieht könnte man da schon etwas besorgt sein, denn das scheint mir der einzige Nutzen sein, warum man FLÄCHENDECKEND arbeiten muss, wie hier schon geschrieben dürfte über der Wüste oder dem Wasser die Nutzeranzahl ansonsten endlich sein ...

CS
Jörg
 

Optikus

Mitglied
Moin,

da bliebe dann nur eine transparent-Lackierung ...

So oder so - die Sache mag auf der einen Seite für die Nutzer hilfreich sein, für uns wird es eine Herausforderung, auch wenn man die "Nebenwirkungen" zu minimieren versucht. Die Teile sind da und sie werden ihre Anwesenheit nicht verbergen können.

Es lebe das Stacking ...

CS
Jörg
 

mbba18

Mitglied
Hallo Sternenfreunde,

Raumfahrt hin, Raumfahrt her, aber muss das sein?

Ich halte ja viel von wissenschaftlicher Raumfahrt (Mond, Mars, Jupiter (Monde), Saturn (Monde)), auch Satelliten sind notwendig (Wetter, Klimaforschung, Ozeanforschung etc.) , meinetwegen auch Militär ;), aber 12.000 Satelliten für's Internet? Um noch mehr Kohle zu verdienen?
Ich hatte den Mann für intelligenter gehalten!

Nicht nur Hobbyastronomen sind beeinträchtigt, sondern vor allem die wissenschaftlich/professionellen Astronomen.

 

klawipo

Mitglied
Einfach Milliardär werden, dann darfst du sogar die größten Naturwunder zumüllen, im ganz großen Stil. Aber wehe du grillst irgendwo im Park oder lässt noch ne Banananschale liegen, da ist das Ordnungsamt zur Stelle. Da stimmt doch was Grundsätzliches nicht.

Auch im Spektrum-Artikel zeigt sich: Es gibt keine rechtliche Handhabe gegen diese ausgelebten Allmachtsphantasien. Unglaublich.

VG Klaus
 

mbba18

Mitglied
Hallo,

der Mann hat sicherlich einen Traum, neben dem, noch mehr Kohle zu machen ;).
Aber eine komplette Abdeckung des Internets über den ganzen Globus, inklusive Ozeane (was'n Quatsch), Wüsten (noch größerer Quatsch), die Pole o_O und ähnlich dicht bevölkerte Gegenden.
Schiffe haben eh Satelliten-Empfang (sonst wüsten die ja gar nicht wohin die schippern), die Wissenschaftler an den Polen sind sicherlich bestens versorgt und die Inuit, weiß ich zwar nicht genau, aber da denke ich mal, dass die auch versorgt sind.
Man sollte erst mal dafür sorgen, dass das erdgebundene Internet flächendenkend funktioniert. Wenn ich da so an die Kleinstadt, denke in der ich bis vor zwei Jahren gewohnt habe, da hast Du 2,5 Km außerhalb DSL-(extra)Light ;):eek: gehabt. Und an die Funklöcher auf dem Weg zur Arbeit gar nicht zu denken. Was nutzt mir die schönste Abdeckung aus dem All, wenn's unten auf der Erde nicht weiter gebracht wird :rolleyes:?
Mal ganz davon abgesehen, dass da Oben genug unnützes Zeugs rumfliegt.
Dann noch 12.000 mehr!!
Sehr wahrscheinlich werden die dann so gesteuert, dass die dann "Elon Musks" an den Himmel schreiben :p und nicht so eine langweilige Kette bilden.
Und wer weiß, wer da noch so alles nachzieht? Amazon, damit deren Paketdrohnen genauer ankommen o_O? "Alexa" noch besser alles und jeden ausspionieren kann? Google noch besser das "schöne, tolle" Smart-Home sammeln kann?
Die NSA hat eh schon alles Oben was sie braucht :D.
Das mit dem Auto, na ja, Ok, kann man unter die Abteilung "Gag" einsortieren und ich weiß jetzt auch warum kein Alien die Erde besucht.
 

mbba18

Mitglied
Hallo Oli,

na ich weiß nicht was da teurer kommt.
Das Internet ist ja hauptsächlich bodengebunden, bis auf hi und da mal Satelliten-Internet, was teuer war/ist und eine besondere Technik voraussetzt um es zu bekommen.
Ich muss ja das Internet (Bodenstation(en)) vom Boden zu den Satelliten schaffen und von da aus zum Verbraucher/User wieder auf den Boden zurück.
Entweder wird es irgendwo eingespeist und dann wieder bodengebunden, oder meinet wegen auch per Funk (Richtfunk z.B. kann ordentlich Daten schaufeln, nur blöd wenn was im Weg steht ;)), weiter verteilt werden. Oder der Verbraucher kann es direkt abgreifen.
Wenn der Verbraucher es selbst abgreifen kann, setzt das neuen Technikeinsatz für den Verbraucher voraus.
Wenn es dann wieder in eine Bodenstation, wo auch immer, wieder eingespeist wird, so bin ich nach wie vor auf die Infrastruktur auf dem Boden angewiesen. Und da die Infrastruktur, auch in D'land, zu wünschen übrig lässt, bin ich wieder da wo ich vor her war. OK, ich erreiche durch die Satelliten jeden noch so entfernten Punkt auf dem Globus, aber wenn da nicht's oder zu wenig ist zum empfangen und verteilen, ob nun selbst oder durch Bodenstation, was soll das dann?
Ich glaube nicht, dass der Musks aus lauter Menschenfreundlichkeit Bodenstationen für lau baut und dann Strippen zieht um es zum Verbraucher zu bringen, oder wenn man es selbst abgreifen kann, die passende Technik verschenkt.
Und was nutzt mir die ganze Geschwindigkeit?
Die Bodenstation, oder die "Selbst-Technik" bläst mir das mit was weiß ich wieviel Mbit in die Wohnun/Hütte/Zelt zu irgendeinem Gerät (SAT-Router??) an das ich Notebook oder PC anbinden muss. Wie binde ich es an? SAT-Netzwerkkarte(??)
im Notebook oder PC? Die normalen CAT 6 und/oder CAT 7 Kabel packen die Geschwindigkeit nicht. Also Glasfaser in die Wohnung? Das Zeugs ist nach wie vor teuer für den Endverbraucher.
Ist genau das Gleiche, wie wenn ich mir jetzt Glasfaser an meine Hütte legen lasse. Das bläst dann meinetwegen mit 500Mbit rein auf meinen Glasfaser-Router und dann? Da muss ich mir eine Glasfaser-Netzwerkkarte beschaffen und Glasfaser um NB und/oder PC anzuschließen. Oder ich setzt nen Wandler dazwischen der mir das Ganze wieder auf 8-Adriges, verdrilltes Kupferkabel runter dröselt. Dann ist aber nix mehr mit Glasfasergeschwindigkeit.
Ist ja wie früher bei ISDN.
ISDN in die Hütte gelegt und dann nen a/b-Wandler angeschafft damit ich meine Geräte anschließen konnte.
 
Zuletzt bearbeitet:

VisuSCor

Mitglied
es gibt sicher Leute, die da kompetenter sind als ich und das korrekt beantworten können:

ich war der Meinung, dass durch Starlink eben diese terrestrische Infrastruktur wegfallen soll...

CS Oli
 

mbba18

Mitglied
Hallo,

ich hab mal ein bisschen recherchiert.
Die Satelliten sollen sich, später nach der Testphase, über Laserstrahl miteinander "unterhalten". Jeder Satellit kann sich dann mit vier weiteren verbinden.
Für den Empfang, also soll es wohl ein Abgriff für jeden Einzelnen werden, wird ein "spezieller Anschluss" (Starlink-Empfangsgerät) benötigt, der ca. 200,- Dollar kosten soll.
Die Satelliten sollen per Antennenstrahl gesteuert werden.
Zuerst sollen wohl Ost / West Verbindungen bevorzugt werden. Nor /Süd Verbindungen werden nicht so schnell sein, da die Datenübertragung im Zickzack erfolgt. Also nicht so schnell wie Glasfaser.
Für Kurzstrecken ist nach wie vor Glasfaser schneller.
Das Ganze ist dann wohl auch mehr was für Finanz- und Telekommunikationsunternehmen. Normale Internetnutzer werden aufgrund der begrenzten Kapazität wahrscheinlich keinen großen Vorteil bemerken.
Pro Satellit können wohl 1.100 Nutzer bei Streaming eines Videos in 4k versorgt werden.

Mal grob zusammengefasst.
Genaueres hier:
Starlink

Wie die Daten zu den Satelliten kommen, hab ich noch nichts gefunden :rolleyes:.
 

DocHighCo

Mitglied
Hallo,

das Perverse daran ist, daß irgendwann (wahrscheinlich relativ schnell) Starlink kommunikationstechnisch wieder überholt sein wird. Die Satelliten werden uns aber wahrscheinlich über viele weitere Jahre erhalten bleiben. :mad:

Gruß

Heiko
 

mbba18

Mitglied
Hallo,

die müssen, wenn ich das richtig verstanden habe, eh regelmäßig, auf Grund der niedrigen Umlaufbahnen, ausgetauscht werden.
So das so ca. alle 5 Jahre der ganze Satz Satelliten ausgetauscht ist.
 

DocHighCo

Mitglied
Das heißt, jeden Tag kommen 6-7 von den Dingern wieder runter. Prima, noch mehr Lightshow.
Und was ist, wenn es nur 1% (vielleicht mehr) davon mißlinkt zu deorbiten. Die sammeln sich dann aber auch an und schwirren lange unkontrolliert im tiefen Erdorbit rum. Und wozu?
"Während Finanz- und Telekommunikationsunternehmen von Starlink profitieren, würden normale Internetnutzer aufgrund der begrenzten Kapazität wahrscheinlich keinen großen Vorteil bemerken ..."

Aha, alles klar!

Gruß

Heiko
 

VisuSCor

Mitglied
Ein Feature neuer Satelliten ist, dass sie am Ende der vorgesehenen Lebenszeit kontrolliert zum Absturz gebracht werden, um zusätzlichen Weltraumschrott zu vermeiden. Bisher fallen dabei wohl noch unverglühte Teile davon zur Erde. Das soll sich in den nächste Jahren noch ändern.

CS Oli
 

Dysnomia

Mitglied
Mit Amazon, OneWeb Telestar und andere Unternehmen sind sogar bis zu 60.000 neue Satelliten im niedrigen Erdorbit geplant. Und dann gibts solche Schwachmaten, die für viel Geld ihre Werbung wie Coca Cola in den Weltraum bringen möchten. Und dann gibts da noch die Chinesen, die ihre Großstädte auch in der Nacht mit riesigen Weltraumspiegeln beleuchten möchten.

Ja wir werden in Zukunft noch ne Menge Spaß haben, wenn der ganze Mist nicht irgendwann von der UN reguliert wird.
 

maximilian

Mitglied
Hallo!

Ein Feature neuer Satelliten ist, dass sie am Ende der vorgesehenen Lebenszeit kontrolliert zum Absturz gebracht werden, um zusätzlichen Weltraumschrott zu vermeiden. ...
Nur oft genug wird auch jetzt schon das Ende der vorgesehenen Lebenszeit von Satelliten aufgrund vorzeitiger Defekte nicht erreicht. Und wenn sie dann kaputt sind ist auch nichts mehr mit kontrolliertem Absturz. Bei 12.000 Satelliten ist die Wahscheinlichkeit dafür ungemein größer, da sie als Massenprodukt beim günstigsten Anbieter eingekauft werden. Heutige Satelliten sind dagegen teure Einzelstücke die unzählige Tests jeder einzelnen Komponente hinter sich haben. Und trotzdem fallen sie aus.

Grüße
Maximilian
 

Dysnomia

Mitglied
Ich habe mal gelesen, dass die Muskschen Satelliten 200.000 $ und später sogar nur 100.000 $ kosten werden.
 

DocHighCo

Mitglied
Jupp,

dann kann man davon ausgehen, daß uns ein guter Teil davon im Orbit erhalten bleibt, weil dort irgendetwas versagt (Hall-Thruster, Energieversorgung, Empfänger ... ).

Heiko
 

MiMeDo

Mitglied
Sie haben sich für den billigsten Anbieter entschieden, das war in diesem Fall eine Firma namens SpaceX. Die sind auch sehr billig was Raketenstarts angeht, deshalb werden die Starlink Satelliten auch von denen gestartet. Die benutzen vor allem angekokelte und mehrfach gebrauchte Raketen die sonst keiner will.

(Jetzt ernsthaft weiter)

Was das "Versagen" und Produktion von Weltraumschrott betrifft, das ist nicht wirklich ein Problem. Wegen der relativ niedrigen Umlaufbahnen kommen die ohne aktiven Antrieb nach wenigen Jahren von selbst herunter.

Gruß
Thorsten
 

maximilian

Mitglied
Tach!

Was das "Versagen" und Produktion von Weltraumschrott betrifft, das ist nicht wirklich ein Problem. Wegen der relativ niedrigen Umlaufbahnen kommen die ohne aktiven Antrieb nach wenigen Jahren von selbst herunter.
Die sind aber nicht alle für niedrige Umlaufbahnen geplant. In 1200km Höhe sollen viele von denen kreisen. Da dauert es Jahrhunderte, bis sie von alleine herunterkommen.

Das ganze Projekt ist ein gigantischer und in meinen Augen sogar krimineller Riesenschwachsinn. Zum Glück erleben wir das Ende davon nicht, weil wir alle lange vorher an den Abgasen von hunderten von Raketenstarts erstickt sein werden. Und wir werden nichtmal gefragt, ob wir das überhaupt brauchen oder wollen. Das ist für mich der größte Skandal dabei.

Grüße
Maximilian
 
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