Speer Waler Zoom 5-8mm

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BernhardSchneid

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Hallo zusammen - ich bin am Suchen nach einem Okular mit kurzer Brennweite für meinen 6" Refraktor F8. Es soll sie ja geben, die Tage an denen alles passt - und dafür stelle ich mir ein 5mm Okular vor. Zur Zeit erwäge ich einerseits das Nagler mit 5mm. Und andererseits das 5-8mm Zoom von SW.
Hat jemand mit dem Zoom Erfahrungen? Oder bin ich mit meinen Überlegungen falsch unterwegs? Gerne auch andere Vorschläge.
Ich freue mich über jeden Tip, jede Erfahrung. Danke -Bernhard
 
Hallo,

Das 5-8mm Zoom ist mein meistverwendetes Okular. Allerdings habe ich im Vergleich zu einem Meade UWA Okular mit 8,8mm Brennweite festgestellt, dass die Sternfarben und der Kontrast im Meade schon deutlich besser waren.
 
Hallo Bernhard,

Zitat von BernhardSchneid:
Es soll sie ja geben, die Tage an denen alles passt - und dafür stelle ich mir ein 5mm Okular vor.

Auch wenn die Bedingungen nicht perfekt sind, ein Zoomokular eignet sich hervorragend um sich an die Grenze des machbaren heran zu tasten.
Ich benutze das SW Zoom an einem 8'' Dobs und bin sehr zufrieden damit. Sicher hat es hier und da Schwächen, doch was Preis/Leistung angeht ist es einfach Top!

http://www.svenwienstein.de/HTML/speers_waler_zoom_5-8mm.html

LG & CS
Basti
 
Moin,
vorab möchte ich sagen, daß ich ebenfalls mit meinem SW-Zoom höchst zufrieden bin.

Allerdings gelang es mir anfangs nicht, bei meinem 120/600 Achromaten in den Fokus zu kommen. :teufelgrr:

Abhilfe schaffte erst das hier:

Abhilfe :hochachtung:

Gruß
Knut
 
Hallo Bernhard,

man müsste Mal wissen, wie Deine Okularreihe ausschaut.

Ein "Loch" zwischen irgendwas um 10 mm und den gewünschten 5 mm spricht ganz klar gegen eine Festbrennweite mit 5 mm Brennweite, da hast Du von dem 8-5 mm Zoom eindeutig mehr.

Mit einem 5 mm Okular bist Du auf 240fach und 0,6 mm AP festgenagelt. Das geht nicht immer (seeing) und bietet auch wenn es geht, nicht an jedem Objekt den optimalen Anblick.
Die stufenlose Wahl zw. 1 mm AP (150fach) und 0,6 mm AP ist eine sehr nützliche Sache für die Praxis.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Danke für Eure Meinung. Ich bin sehr minimalistisch unterwegs. D.h. ich habe ein 35mm von Scopos (einfach genial und mein absoluter Favorit) und das Zoom von Baader. Damit fühle ich mich ganz gut ausgestattet, da ich in der Dunkelheit ungern Okulare wechsel, sondern lieber mich aufs betrachten konzentriere.
Aber wie gesagt, für die optimalen Momente hätte ich gerne etwas mehr Vergrösserung. -Bernhard
 
Hallo Bernhard,

dann doch erst recht das Speers Zoom.
Drei Okulare, nahtloser Übergang vom Hyp.-Zoom auf das Speers, und fertig.
Wenn Dir das Hyperion Zoom passt, dann sollte das Speers erst recht passen.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hallo Bernhard,
6" f8 Refraktor - auf welcher Montierung hast du das Teil?

Falls parallaktisch montiert (da würde ich allerdings nicht mehr von minimalistisch unterwegs sprechen) bist du mit einem kleinen aber feinen Satz festbrennweitiger Okulare von Takahashi optisch wesentlich besser bedient als mit allen Zoomkrämpfen. Allerdings bieten die Taks keinen Spacewalkeffekt.

Wie gut ist dein Refraktor? Wäre es ein Apo würdest du wohl nicht an Speers-Walers rumstudieren, sondern hättest beim Kauf gleich noch ein paar Nagler und Ethos obendrauf gelegt :-)
Bei Achromaten mit 6" Oeffnung kommt bei f8 schon recht viel Farbe ins Spiel, da macht Vergrösserung am Limit keinen Spass mehr. Mehr als 150 fache Vergrösserung wäre da kaum sinnvoll. Probier das doch erst mal mit kurzbrennweitigen Okus eines Astrokollegen aus.
Viele Grüsse
Peter
 
Hallo Peter,

och, das ist doch ein Widerspruch in sich. Erst kommen die Tak-Okulare als "Edelstücke", dann fällt zufällig auf, dass da wo die Edelstücke wirklich einen Abbildungsvorteil haben (wo sie sonst schon mit Tunnelblick die Ästhetik eines Weitwinkel nicht bieten können), der Farbfehler des Achromaten schlicht die Vorteile dieser Okulare egalisiert.

Warum wohl wird das 35mm als genial empfunden? Bestimmt nicht, weil die positiven Eigenschaften der Tak-Okulare mit dessen Leistungsstärken übereinstimmen. Es dürfte genau umgekehrt sein.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von BernhardSchneid:
Danke für Eure Meinung. Ich bin sehr minimalistisch unterwegs. D.h. ich habe ein 35mm von Scopos (einfach genial und mein absoluter Favorit) und das Zoom von Baader. Damit fühle ich mich ganz gut ausgestattet, da ich in der Dunkelheit ungern Okulare wechsel, sondern lieber mich aufs betrachten konzentriere.
Aber wie gesagt, für die optimalen Momente hätte ich gerne etwas mehr Vergrösserung. -Bernhard

Hallo Bernhard,

für Deine Wünsche gibt es eine ganz einfache Lösung: 2x Barlow für Dein Baader Hyp Zoom. Dann hast Du alle Brennweiten bis herunter zu 4 mm.

Das Baader Zoom funktioniert hervorragend mit einer Barlow, und Du bleibst bei Deiner minimalistischen Linie.

Andreas.
 
Hallo Bernhard,

nun laufen hier also die Extreme auf.

Die "Zoomkrämpfe" unterhalb von Takahashi, Nagler und Ethos Niveau auf der einen Seite und die Empfehlung irgendeine namenlose Zweifachbarlow zwecks "hervorragender" Ergebnisse vor das Hyperion Zoom zu schrauben, andererseits.

Differenziert betrachtet kann der preisliche Mittelweg, von der Beobachtungsqualität und Praxistauglichkeit her, durchaus der Königsweg sein.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Erst einmal Danke für die angeregte Fachdiskussion.
Mit minimalistisch meine ich eine GIRO als Montierung. Damit habe ich in zwei Minuten aufgebaut und kann loslegen.
Ich besitze keinen Apo, nutze aber einen Cromacor, somit versuche ich die Farbe zu reduzieren, was erstaunlich gut gelingt und
ein für mich befriedigendes Ergebnis bringt.
Dazu meine Sternkarten und die angegebenen zwei Okulare.
Warum denke ich an 82 Grad? Weil ich ohne Nachführung da länger beobachten kann.
Und das dürfte mit einer Barlow am Baader nur noch schwerer werden. Viele Grüße -Bernhard
 
Hallo Bernhard,

na, wenigstens so langsam klare Ansage wohin die Reise geht! Großes Feld bietet das Hyperion Zoom nicht, nur im kurzbrennweitigen Bereich wird es wirklich weitwinklig. Natürlich ist es weitwinkliger als eine ganze reihe anderer Zooms dieses Brennweitenbereichs, aber es kommt eben nicht in die hier gefragten Größenordnungen, schlechte Barlow hin, gute Barlow her!

Das Speers-Waler Zoom 5-8 ist das einzige Ultra-Weitwinkel-Zoom in diesem Brennweitenbereich. Somit gibt es keine Alternative wenn Zoom gefragt ist.
An Festbrennweiten käme das Spektrum aus UWAN, Meade UWA S.5000 und "Parallelprodukte" (von Klonen kann man bei gleichem Herstellern kaum sprechen), Speers Festbrennweiten, Nagler, Ethos in Frage. Das Speers Waler Zoom hat dabei den Vorteil, vom Kontrast her wirklich im Bereich der Festbrennweiten wie UWA/UWAN mitzuspielen. Natürlich können Edelokulare mehr erzielen, auf Kosten der Zoomfähigkeit und bei höherem Preis.
Das ist im Prinzip so das Spektrum in dem Du Dich positionieren musst. Das Okular, was Deiner Position am nächsten kommt, wäre also herauszufinden. Ich glaube auch, dass es das Speers Zoom ist, aber Deinen eigenen Standpunkt kennst Du selbst am genauesten.

Ich denke es wäre an der Zeit für Dich, mit den Vorschlägen in Klausur zu gehen, bevor das hier der Marathon der abstrusen Vorschläge wird.

Clear Skies
Sven
 
Klausur klingt zwar nicht schön, aber du hast Recht. Ich habe nun ne Menge an Informationen und dafür ein herzliches "Danke" an Euch alle. Bester Gruß -Bernhard
 
Hallo Sven,
hast du schon einmal durch ein Tak LE 5mm geschaut? Der Begriff Tunnelblick ist wie alles relativ. Für mich hat ein Monozentrische Okular nach Steinheil zwar eine ganz hervorragende Abbildung, aber mit 30° tatsächlich einen arg engen Blick. Die 52° des Tak sind dagegen ein Riesengesichtsfeld.

Korrekt ist allerdings, dass ich, um Fehlinterpretationen auszuschliessen, zuerst nach Apo oder Achro hätte fragen sollen, und erst hinterher, im Apo-Fall, die Taks vorschlagen. Nun, ich dachte, diese "Subroutine" kann der (wohl-)geneigte Leser selbst vornehmen, da ja irgendwie logisch.

Zu bemerken ist übrigens, dass im Vergleich zu Weitwinkel-Edelokularen (und ich bin bekennender Fan von Nagler und Ethos) die hervorragenden Taks mit vergleichsweise moderaten Preisen aufwarten -guter Refraktor vorausgesetzt.
Schöne Grüsse
Peter
 
Hallo Bernhard,

auch ich kann das SW Zoom absolut empfehlen - zumal wenn man versucht mit möglichst wenigen Okularen auszukommen.

Ich nehme auf Reisen ebenfalls bevorzugt meine Zoom's mit und das wären neben dem SW 5-8mm Zoom noch das 3-6mm Nagler Zoom sowie das 10-25mm Zeiss Zoom.

Als Nachteil bei den SW allgemein würde ich das Gewicht und die recht großen Dimensionen nennen - ansonsten empfinde ich diese Okulare vom Einblick und Augenabstand besser als die kurzbrennweitigen Nagler (di ich auch mal hatte aber alle verkaufte).
In der Praxis haben sich Nagler und Speers Waler nicht viel getan - die Schärfe und die Kontrastübertragung war wirklich gut.

Gruß

sunspot
 
Hallo Peter,

Deine Einwände bezüglich der SW Okulare kann ich absolut nicht nachvollziehen. Diese Oklare machen an meinem TMB eine tolle Figur - die kurzbrennweitigen Nagler waren definitiv nicht besser. Natürlich ist das finish bei den Naglern sehr hochwertig und sie sehen edel aus - aber optisch den SW nicht überlegen.

Und was ei guter 6"f8 FH leisten kann hat mir meiner in Namibia bewiesen - da waren auch Vergrößerungen weit jenseits der 150-fach "Grenze" einfach nur genial.

Gruß

sunspot
 
Hallo,

also ich habe das Speers Waler Zoom an meinem 12" Dobson und bin sehr Zufrieden damit. Auch am 7" Starfire unserer Sternwarte hat es eine sehr gute Figur gemacht. Aus meiner Sicht wirklich zu empfehlen.

Viele Grüße

Carsten
 
hallo,

damits auch ne Gegenstimme gibt:
ich bin jener welcher das Speers Zoom nicht empfehlen kann...

Der Augenabstand ist so klein, dass die Linse ständig verschmutzt, Kidneybeaning ist sehr stark (tagsüber unbrauchbar). Die Hülsen haben gegeneinander etwa 1mm Spiel, und die Zoomverstellung geht so schlecht dass man beim Ziehen aufpassen muss sich das Ding nicht ins Auge zu hauen. Dabei habe ich die Feder die das Kugerl in die Löcher drückt schon gelockert. Wenn man den Punkt findet ist es schon ein schön grosses Gesichtsfeld, vielleicht lerne ich ja noch dazu...

lg Tommy

 
Hallo sunspot (Name leider unbekannt)
die Physik in Namibia ist dieselbe wie in Mitteleuropa. Der Farbfehler ist bei uns der gleiche wie in der südlichen Hemisphäre. Ein Zweilinser mit Luftspalt hat physikalische Grenzen, die sich nicht wegdiskutieren lassen. Mit einem Filter kann man natürlich einen Farbanteil des Lichtes rausschneiden, und somit Farbfehler reduzieren. Aber das hast du sicher nicht gemeint. Wie stark uns der Farbfehler stört hängt von der Helligkeit des beobachteten Objektes ab, bei Deepsky ist er kaum bis gar nicht sichtbar. Da ist nur der mit dem Farbfehler einhergehende Kontrastverlust vorhanden, und der ist nicht so leicht erkennbar.
Und letztendlich stört den einen, was jemand anderer als durchaus noch gut empfindet.
Hoffe geholfen zu haben.
Viele Grüsse, Peter
 
Hallo Tommy,

Du hast mit der Zoomverstellung nicht ganz unrecht. Ich hatte daher auf einer Astromesse eines in dieser Hinsicht gut gängigen Modells gewählt. Da gab es auch Exemplare die entweder sehr schwergängig oder zu leichtgängig waren. Somit hast Du ggf. mit Deinem Zoom etwas Pech gehabt ?!
Die Fertigungstoleranz scheint hier recht großzügig bemessen zu sein.
Die Tageslichttauglichkeit kann ich nicht beurteilen, da ich mit diesen Okularen eh nur nachts unterwegs bin.
Bezüglich des Augenabstandes habe ich andere Erfahrungen gemacht - diesen finde ich völlig ok. Brillenträger (die es auch astronomisch sein müssen) werden aber hier ggf. Probleme erhalten.
Insgesamt betrachtet aber ein für mich und viele Mitbeobachter ein tolles Teil - zumal mir keine Alternativen (als Zoom) bekannt sind.
 
Hallo Peter,

alles soweit korrekt - ich habe lediglich darauf hingewiesen, das dieser FH weit mehr als 150-fach verträgt - und das tut er nicht nur in Namibia ;-)
Das die hellen Planeten und Sterne ein sek. Spektrum (und nicht Farbfehler) erzeugen ist klar - gegenteiliges wurde nicht behauptet ;-) Aber die Leistung insgesamt ist für einen f8 Zweilinser - aus meiner Sicht - wirklich gut. Zumal sich dieses Gerät wunderbar auf der Giro2 montieren lässt und damit auch noch ohne GG auskommt. Dieses ist/war meine Reisemonti und wird es in Kombination auch bleiben.

Gruß

sunspot
 
hallo Sonnenfleck,

rein technisch gesprochen ist das "sekundäre Spektrum" bei einem Linsenteleskop folgendes: Ein visuell korrigierter Refraktor ist optimiert auf Grün (550nm), dort ist die Brennweite am kürzesten, und die Farbkorrektur wird so gelegt, dass die F-Linie (486nm) und die C-Linie (656nm) den selben Brennpunkt haben - dieser untescheidet sich aber vom Grün-Brennpunkt um einen gewissen Betrag, sagen wir mal 0,0005xBrennweite, und den nennt man "sekundäres Spektrum". Je nach Design und Glassorten kriegt man das besser oder schlechter hin.

Das "sekundäre Spektrum" ist also genau der Terminus Technicus für den Farbfehler eines Refraktors. Im Violetten kann der Farbfehler, ebenfalls je nach Glassorten und Design, noch viel grösser sein, vielleicht meinst du das.

lg Tommy
 
Hi Zusammen,

ich halte es für sinnvoll, wenn man mal so langsam (viel zu spät) damit anfängt, eine Art "Problemsammlung" zum Speers Waler Zoom II 5-8mm aufzuziehen.
Viele Befürworter des Zooms sind ja noch im Besitz der ersten Variante im schwarzen Gehäuse. Hier gibt es kein Problem mit Spiel, aber zum Beispiel ist das Gehäuse ja im gezoomten Zustand offen durch den Führungsschlitz der Einstellschraube für den Schiebemechanismus.
Die Lieferprobleme zu Beginn der Serie (Muschelbrüche) sind uns allen noch in Erinnerung. Es konnte ja nie abschließend geklärt werden, ob hier die ganze Lieferung verunfallt ist, so dass es sich um Transportschäden handelt, oder ob sie schnell-schnell und zu stramm gefasst ausgeliefert wurden.
Natürlich geht auch das zu Lasten des Herstellers, denn dass es eine Nachfrage nach diesem Okular gibt, war ja schon beim Auslaufen der schwarzen Variante klar. Da hat wohl das Geld gelockt, das man spart, wenn die erste Charge des neuen Okulars wegen "aufgestauter Nachfrage" gleich komplett verkauft wird. Besser hätte man wohl die alte Variante noch einmal in nötiger Stückzahl nach produziert bis das neue Okular ausgereift ist.
Spiel beim Schiebemechanismus hier klingt 1mm nach sehr viel. Ich sehe das Risiko der Verkippung des Okularteils zum "Barlow"-Teil.
Ich finde also man sollte mal sammeln, was es noch so zu beanstanden gibt. Ich glaube, dass es weiterhin von der Optik her keine Alternative gibt, aber wenn man mechanische Probleme mal publik macht, ist zu überlegen, was man selbst nachbessern kann und wo man vielleicht auch Nachbesserungen für die Zukunft fordert.
Man sollte ohnehin mehr ein Auge darauf haben, wie sich heutige Produkte in ihrer Qualität verhalten. Die erste Charge in Top-Qualität an die Artikelschreiber auszustreuen wird ja kein Problem sein, diese Qualität dann aber auch zu halten, wenn der VK sich nach ein paar Monaten mal so um z.B. 30 Euro oder 30% reduziert, ist eine andere Sache. Wer sieht's denn? Ich halte das Speers Zoom zwar nicht davon betroffen, wenn ich aber solche Beobachtungen allgemein wünsche, muss sich eben auch das Speers Zoom (genauso wie ein Nagler) der Frage stellen.

@Peter: Es gibt ja nun auf dem Markt praktisch kein Okular, was die 30° unterschreitet. 50° ist verbreiteter und befindet sich nunmal noch recht am Ende des Spektrums an scheinbaren Gesichtsfeldern. Viele Sternfreunde empfinden ein 60° Okular schon "entspannt" und sprechen ab 65° z.B. von "angenehm weitwinklig". Natürlich ist auch da der Schritt zum 82° Okular enorm und der nächste zum 100° schlägt ähnlich beeindruckend zu Buche, aber darum geht es ja hier nicht.
Ganz grob muss man abwägen Weitwinkel gegen Kontrast. Mit Ausreißern auf beiden Seiten nach oben wie nach unten. Bei dieser Anfrage würde ich die Tak-Okulare nicht als Antwort sehen. Es gibt Anfragen, da sollte man eher mal auf diese gern übersehenen Okulare eingehen. Ich kenne sie nicht richtig, einmalig auf einem Teleskoptreffen durchgeblickt aber ohne es gegen ein anderes Okular positionieren zu können.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ich habe mal eben mein Speers Zoom (II Generation) auf den Schreibtisch geholt. In voll ausgefahrenem Zustand (5mm) lässt sich das Ende des inneren Gehäuses um 2mm verkippen. Wenn das innere Gehäuse voll eingefahren ist (8mm) lässt sich auf dem Millimeterpapier keine Verkippung messen aber man fühlt, dass sich da was tut ich schätze es wird sich da im Zehntel Bereich abspielen.
Beim Nächsten mal wenn ich durch das Speers beobachte, werde ich genau darauf achten, wie sich die Verkippung in der Bildqualität bemerkbar macht.

LG & CS
Basti
 
Hallo Basti,

es wäre gut zu wissen, ob die Verkippung leicht geschieht, so dass schon das normale Auflegen auf die Augenmuschel sie provoziert, oder ob man dazu mit Kraft zu Werke gehen muss.
Hier spielen natürlich auch Beobachtungsgewohnheiten eine Rolle, vom zu leichtgängigen Click-Stop haben wir ja auch schon gehört.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,
es ist korrekt, mit dem 6 Zöller f8 auf einer azimutalen Montierung griffe ich auch zum Weitwinkel. Zum Zeitpunkt meines Postings war von der Montierung noch nicht gesprochen worden. Deshalb habe ich dort danach gefragt und als entscheidungskritisches Argument einführen wollen.

Zu den Tak LE Okularen: Auf dem Papier nüchtern betrachtet wirken sie wirklich unspektakulär. Das 5mm Tak LE haben wir mit dem Nagler Zoom in 5mm Stellung sorgfältig verglichen. Der Unterschied war markant. Das Gesichtsfeld im Tak ist WESENTLICH grosszügiger, obwohl Takahashi für ihr Oku 52° und TeleVue 50° hinschreibt. Ohne das wirklich gemessen zuhaben, liegt das GF des Tak gefühlsmässig näher bei einem Radian. Welche Firma hier die Gesichtsfelder wie deklariert wissen wir nicht. Das Tak ist übrigens auch nicht völlig frei von Problemen, ein solches Okular muss erst gebaut werden. Beim 5mm und vor allem beim 7,5mm Tak LE hat man bei der Beobachtung in Mondnächten oder bei sonstwie aufgehelltem Himmel am äussersten Rand des Gf eine leichte Aufhellung zu tolerieren. Schade bei einem sonst wirklich tollen Teil. Der Einblick ist bei diesen Okularen aber wirklich absolut mustergültig und erlaubt langes entspanntes Beobachten, das ist für mich auch viel wert.
Grüsse
Peter
 
Hallo Peter,

also das alte (weiter erhältliche) Nagler Zoom, ich glaube 3-6mm hat das, kann es mir nie merken, habe ich auch nicht wie 50° in Erinnerung.

Die Aufhellung ganz auf den Rand beschränkt würde ich tolerieren, auch wenn man sie natürlich erwähnt.
Vielleicht ergibt sich mal Gelegenheit - sie sind eben recht selten zu finden.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ich hab mir das jetzt nochmal genauer angeschaut. Auf der Unterseite (insofern ein rundes Okular ein hat) ist die Einrastvorrichtung für das Click-Stop angebracht. Hält man diese, wie gesagt, nach unten lässt sich die innere Hülse nur nach oben verkippen, nicht nach unten. Hält man die Unterseite nach oben, lässt sich die Innenhülse wieder NUR in die gleiche Richtung verkippen. Also ist schon mal eine feste Position gegeben egal wie herum man das Okular hält.
Um eine Vorstellung zu bekommen wie viel Kraft nötig ist um das Ganze zum verkippen zu bringen habe ich eine Briefwaage genommen. Ein Newtonmeter habe ich leider nicht:

- Okular waagerecht gehalten mit der Einrastvorrichtung nach unten;
Druck von unten an das Ende der inneren Hülse;
bei 200g beginnt die Verkippung

-Okular waagerecht gehalten mit der Einrastvorrichtung nach unten;
Druck von Vorn auf die Augenmuschel (also so wie man vermutlich Druck ausübt wenn man das Auge gegen das Okular drückt);
bei 500g beginnt die Verkippung; max. Verkippung nun nur noch 1mm da vorher das Click-Stop nachgibt

Alle Messungen wurden im komplett ausgefahrenem Zustand vorgenommen (5mm).

Ach übrigens, bei der II Generation ist im voll ausgefahrenem Zustand kein Spalt im Gehäuse zu sehen. Alles bleibt geschlossen und vor Staub geschützt.

LG & CS
Basti
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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