Hallo zusammen,
ich lese den Beitrag mit großem Interesse. Ich habe auch die Herausforderung die Spektroskopie in NINA automatisieren zu wollen.
Ich habe den Bedarf in einer Nacht mehrere Ziele zu spektroskopieren oder zwischen Spektroskopie und „normaler“ Fotografie wechseln
zu können. Das ganze an zwei unterschiedlichen Teleskopen.
Setup 1: CDK14 mit Baader Instrumentenwechsler IMP85 an dem ein DADOS am seitlichen Ausgang hängt und eine QHY600 am gradlinigen Ausgang.
Setup 2: AZ1000 mit mehreren Nasmyth Ports. An einem hängt ein eShel Spektrograf und an den anderen Kameras.
Vorweg, ich habe noch nicht all zu lang mit „Experimenten“ begonnen die Spektroskopie zu automatisieren. Was im Advanced Sequenzer von NINA natürlich möglich ist der Wechsel zwischen den Ports des IMP85 bzw. der Nasmyth Ports als auch das Umschalten der „Hauptkamera“ die ich mit der NINA Instanz verbinde. Es ist somit möglich das Teleskop mit einer „normalen“ Kamera zu positionieren, dann auf die Spaltkamera des Spektrografen umzuschalten um dort ggf. ein Slew Center & Rotate auszuführen bevor man diese wieder umschaltet und für das Guiding „frei gibt“.
Soweit so gut.
Die oben genannte Herausforderung, dass die Position des Spaltes bzw. die Eintrittsöffnung der Glasfaser nicht exakt in der Mitte des Kamerasensors liegt, ist auch für mich zu lösen. Beim DADOS mit den 3 Spaltöffnungen unterschiedlicher Breite gäbe es sogar 3 Positionen auf die man positionieren können möchte.
Am CDK mit dem IMP85 habe ich die Hoffnung, dass ein Platesolving via Spaltkamera grundsätzlich möglich ist. Es bleibt also die Problematik des Versatzes ggf. Abhängig vom Positionswinkels des Bildfeldrotators.
Am AZ1000 habe ich jedoch eine weitere Herausforderung. Die Spaltkamera hat eine vorgeschaltete Barlowlinse, so dass ich für die kleine ASI174 eine Brennweite von 10,5m habe. Das Bildfeld ist somit extrem klein und das Platesolving nicht immer möglich. Es ist dann einfach eine Herausforderung für ASTAP.
Ich wollte nun am AZ1000 ausprobieren ob sich der Versatz zwischen dem Port der Hauptkamera und dem Port des Spektrografen bestimmen lässt und ob dieser konstant ist wenn man den Positionswinkel am Himmel z.B. immer auf 0° hält was im Falle des „Loches“ des Glasfasereinganges machbar wäre, man braucht hier ja keine Bildfeldrotation um die Richtung des Spaltes zu rotieren.
Wenn der Versatz konstant wäre wäre zu prüfen ob man mit NINA 3.3 und dem Sequencer+ Plug-In den Versatz direkt im Eingabefeld der Objektkoordinaten bei Slwe Center and Rotate mit einrechnen lassen könnte. Im Moment geht das meines Wissens nach nicht, die Eingabefelder der Koordinaten sind (noch) nicht befähig mit Expressions umzugehen, ich muss mal den letzten Stand von NINA 3.3 updaten. Leider gibt es aber Sequencer+ derzeit noch nicht für die 3.3. An diesem Punkt bin ich derzeit ins Stocken gekommen.
Wenn man die Koordinaten errechnen lassen könnte wäre zu prüfen ob man einen hoffentlich konstanten Versatz über die definierbaren globalen Konstanten des Sequencer+ Plug-Ins abbilden könnte.
Grundsätzlich wäre es einfach wünschenswert die Koordinaten eines Slew Center and Rotate auf eine andere Position als die Sensormitte ausführen zu können. Darin stecken aber vermutlich schon einige Stolpersteine. Sitzt doch die Sensormitte in der Regel ohnehin nicht exakt auf der optischen Achse des Systems. Bei Systemen mit Bildfeldrotator oder gar AZ Systemen mit Derotatoren wird das dann vermutlich noch etwas komplexer.
Soweit zu meinem Stand und den Überlegungen die ich bisher angestellt habe.
@astro_alex80 falls du hier eine Entwicklung planst lass es mich bitte wissen. Gerne stehe ich als Tester mit EQ und AZ Montierungen mit Spalt und Echelle Spektrograf zur Verfügung.
CS
Christof