Spiegellinsen Teleskop zu Spiegel Teleskop umbauen. Möglich?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Kaldun

Mitglied
Hallo Zusammen,

Ich habe ein altes TS-Optics 150/1400 Teleskop erworben. Die Linse, die Brennweite erhöht, mach das Bild unscharf. Ich würde gerne eine Mittelmarkierung, auf dem Hauptspiegel anbringen, um eventuell besser zu justieren. Oder daraus einen Spielteleskop bauen.

1. Wie macht man am geschicktestem die Miielmarkierung?

2. Wie berechnet man Abstand zwischen den beiden Spiegeln, unter Berücksichtigung des Okularauszuges? Mein Plan: ein von Durchmesser passendes Rohr als Tubus nehmen.

2.1. Muss ich bei "Neubau" auf noch etwas achten?

Danke im Voraus
Vitali
 

Anhänge

  • 20221008_192827.jpg
    20221008_192827.jpg
    211,7 KB · Aufrufe: 119
Moin,

wenn im Okularauszug eine Linse steckt, kann es sein, dass nur ein einfacher Kugelspiegel verbaut ist, der ist bei dem Durchmesser ohne den Korrektor, den die Linse im Okularauszug darstellt, weitgehend unbrauchbar. Die Anbringung einer Mittelmarkierung zwecks besserer Justage ist hingegen sinnvoll.

CS
Jörg
 
Die Linse muss bleiben, sie erhöht massiv die Brennweite, ja, aber sie korrigiert auch die sphärische Aberration des Hauptspiegels, da dort ein Kugelspiegel statt eines Parabolspiegels verbaut ist. Lässt du diese weg, bekommst du überhaupt kein sinnvolles Bild mehr.
An sich sind solche Jones Bird Newtons ein ziemlich geiles Design, aber leider sind die Korrektoren in aller Regel qualitativ unter aller s a u.

LG
Olli
 
Hallo,

zum Thema Mittenmarkierung: ich würde mit einem Zirkel einen Kreis auf ein Stück Papier zeichnen, der genau den Durchmesser des Spiegels hat. Dann den Kreis ausschneiden. Das ausgeschnittene Stück (vorsichtig) bündig auf den Spiegel legen und ggf. fixieren (ein Helfer mit weiteren zwei Händen ist hier sehr praktisch). Wo die Zirkelspitze war, ist ein kleines Loch im Papier. Dieses mit Edding ausmalen. Auf dem Spiegel sollte danach in der Mitte ein schwarzer Punkt sein. Fertig.

Gruß
Thomas
 
Auf dem Spiegel sollte danach in der Mitte ein schwarzer Punkt sein.
exakt genau so
fast XD
ich würde an der stelle dann einen Lochverstärkerring (zum Abheften von Papieren) aufkleben, gerne auch einen schwarzen, so einen mini edding punkt in der nacht zu erkennen ist schwierig, und teilweise macht edding komische dinge mit dem laserpunkt.

LG
Olli
 
Noch eine Frage zur Justierung.

Ohne Linse (im Okularauszug) ist Laser ganz normal punktförmig. Dagegen mit der Linse sind es eher zwei große, verwischene Flecken (habe probiert es zu fotografieren, bilder sind unten).

Ist es normal mit der Linse?
Macht es Sinn ohne Linse zu justieren? Mit der Linse ist genaues Justierung nicht möglich.

Gruß Vitali
 

Anhänge

  • 20221008_235630.jpg
    20221008_235630.jpg
    77,7 KB · Aufrufe: 112
  • 20221008_235734.jpg
    20221008_235734.jpg
    37,3 KB · Aufrufe: 94
  • 20221008_235630.jpg
    20221008_235630.jpg
    77,7 KB · Aufrufe: 103
Hallo zusammen,

das ist das was ich weiß, von diesen katadioptrischen Newton.
Die Justage soll recht schwierig sein
 
Kann ich aus eigener Anschauung nichts zu sagen.
Kenne nur Erfahrungsberichte von Usern die solch ein Teleskop auch ihr Eigen nennen und da ging draus hervor das die Justage kniffelig sein sol.
Da müsstest Du mal die Suchfunktion hier bemühen.
Vielleicht schreibt noch jemand hier noch was dazu.
 
Hallo Vitali,

das wesentliche ist schon gesagt. Der Umbau zum Newton macht keinen Sinn. Die Mittenmarkierung auf dem Hauptspiegel wird dir allerdings auch nicht viel helfen, weil der Bird-Jones Korrektor aus deinem Laserstrahl ein diffuses Lichtbündel macht. Ich selbst habe 3 von diesen Dingern in verschiedenen Größen, allerdings in noch recht guter alter Ausführung. Die zu justieren ist ein Graus und final auch nur am Stern möglich.

Dave Trott aus den USA hat gerade erst ein paar Teleskope dieser Bauart vorgestellt und geht beim Vixen ausführlich auf die Justierung ein. Suche mal nach "Dave Trott Telescope". Ich habe auf seinen Seiten schon viel gelernt!

CS und viel Glück Gerhard
 
Also dass der Korrwktor aus dem Laserpunkt einen großen Fleck macht ist normal, aber dass er zwei draus macht ist alles andere als normal :oops:

LG
Olli
 
Moin zusammen,
.
nun da ist ja schon etwas weiterführendes von Gerhard/ @Schmitti :y:.
 
Ich bin von eure Hilfsbereitschaft begeistert!!! Danke an Alle!!!

Habe noch eine Frage zu Justage von meinem 8" 1200 Dobson.
Wenn ich meinen Dobson mit dem Cheschir- Okular (gebraucht gekauft, mit dem Aufkleber "INTES Russia") exakt justiere, ist der Laserpunkt auf dem Hauptspiegel nich in der Mitte und im Laser-Okular auch nicht in der Mitte.
Wenn ich mit dem Laser-Okular exakt justiere, verschwindet, im Cheschir- Okular, eins von drei FixierungsPunkte des Hauptspiegels deutlich früher und Mittelmarkierung ist auch nicht in der Mitte.
Mache ich Fehler? Oder macht ein von den beiden Justier-Okulare sein Job nicht korrekt?

Gruß Vitali
 
Es ist denkbar, dass die Mittenmarkierung nicht in der Mitte ist, wäre nicht das erste mal. Und wenn der Fangspiegel zwar korrekt ausgerichtet ist, aber dessen Offset oder generelle Position nicht passt, dann ist eine Seite des Hauptlspiegels schlicht außerhalb des "Erfassungsbereiches" des Fangspiegels, trotz korrekter justage der optischen Achse.

LG
Olli
 
Hallo,

mein Standard Justage Hilfsmittel ist eine alte Kleinbild Filmdose mit Loch in der Mitte. Das reicht zum groben Justieren, den Rest mache ich dann am Stern.

Die katadioptrischen Newton waren bisher aber immer nur wenig dejustiert. Trotzdem war dann die Verbesserung am Stern eine echte Fummelarbeit. Das Ergebnis ist aber akzeptabel; die Röhren zeigen dann, was sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten können. Ein echter Newton gleicher Größe mit entspanntem Öffnungsverhältnis ist aber deutlich besser und bedieningsfreundlicher.

CS Gerhard
 
Moin,

ich nutze für meine beiden Katadiopter ein Concenter für die Grobjustage (alte Kleinbild-Filmdose tut's auch), der Rest am künstlichen (oder echten) Stern. Windparks können echt praktisch sein... Rote Sterne, aber was soll's.

Ich fand jetzt nicht, dass das über-fummelig war, man muß nur einfach mit Geduld an die Sache rangehen und beim Verstellen vorsichtig vorgehen. Meine beiden sind kleiner, einmal 76, einmal 114, aber die Spiegelhalterung ist ganz normal aufgebaut, so dass das Prinzip wie beim normalen Newton funktioniert.
Den "Kleinen" nehme ich mir aber in eine feste Halterung, auf der Montierung war das beim 114er kein Spaß, der war aber von Anfang an schon gut eingestellt. Hatte damals in Saarbrücken keine Möglichkeit ihn irgendwie anders aufzubauen.

Jemand sagte mir mal, man solle den eingeschraubten Jones-Korrektor zum Justieren rausnehmen, das ist aber m.E. Quatsch, einmal muss er hinterher ja wieder rein, und jedes Mal, wenn man den OAZ raus- und wieder rein nimmt, verändert man die Position des Korrektors, das halte ich für wenig zielführend.

Der Revue aus Japan, den ich habe, bildet sehr ordentlich ab, (Halt was man in den 70er Jahren hatte, das waren damals ja alles andere als "Billigteleskope"), ich nehme ihn mit modernen Okularen (Zoom auf der Messe in Essen geschossen, sonst Plössl-Set 70€-Klasse) für den Mond her, das macht richtig Freude, zumal er leicht ist. Da ich visuell durch meine Augen begrenzt bin reicht mir das zum Vergnügen.

Wenn der kleine Bruder mit neuer Scheibe vorne fertig ist, auch Japan, wird der für EAA hergerichtet und kommt zum Revue auf die Montierung, der ist so leicht, dass ich das der Montierung noch zutraue.

Taukappen habe ich wegen dem Gewicht aktuell aus schwarzer Pappe, für den 114er ist nun eine im Druck, mal sehen, was das wird. Wegen der Planplatte vorne braucht man die, und ausreichend lang, sonst fängt man sich von jeder Lichtquelle der Umgebung Streulicht ein. Ich denke, ausgehend von dem was ich vor der Demontage damit gesehen habe, dass der seine Arbeit auch machen wird.

CS
Jörg
 
letzteres, man bekommt dann nur ein bissl vignettierung, nix was flats nicht lösen können
 
Moin,

Flats sind Kalibrierbilder:

Flat = Aufnahme einer gleichmäßig beleuchteten Fläche, Himmel oder beleuchtete Wand oder Leuchtfolie mit exakt dem Aufbau mit dem man auch fotografiert. Darin bilden sich Abschattungen aber auch Staubkringel usw. ab. Das Light, also das Nutzbild, wird durch das Flat dividiert, womit die Helligkeitsunterschiede ausgeglichen werden. Das machen entsprechende Aufnahmeprogramme automatisch, man muss die Flats nur machen.

Das Kalibrieren von Fotos mit Flats, Darks und Bias gehört zum Grundhandwerk. Es gibt z.B. bei Astrophotocologne von Frank Sackenheim dazu sehr gute Tutorials bei Youtube. Auch im Forum und im Web gibt's dazu eine ganze Menge Info's zum lesen.

CS
Jörg
 
Danke für den Rat: "justieren am Stern". Mein Laser hat den Dobson die ganze Zeit dejustiert (besser gesagt: ich war es!).
Nach der Justierung mit dem Cheschir- Okular, habe zu ersten Mal am Stern kontroliert. Die Justierung war perfekt!
Trotz den Vollmond konnte ich mehr Deteis am Jupiter und Saturn erkennen, am M13 konnte ich nicht richtig vergleichen (wegen Vollmond).

Ihr seid Alle Super!!!
Danke
Vitali
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben