Stabiles Stativ für spätere Aufrüstungen

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Alex1981

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Hallo zusammen !

Ich möchte hier einmal mein erstes Selbstbauprojekt vorstellen, ein masives Stativ dass auch für die fernere Zukunft genug Kapazitäten aufweist sollte ich einmal eine schwerere Montierung anschaffen und ein größeres Teleskop.

Im Moment ist es nur ein 150/900 Newton auf einer NEQ5 SynScan.
Auf die Montierung selbst möchte ich jetzt nicht eingehen, das Stativ aber hat meiner Meinung nach auch schon zu wenig Steifigkeit um Schwingungen aufzunehmen aber auch nicht genügened fixierbare Verstellmöglichkeiten um bei jeder Aufstellung exakt gleich zu stehen, auch wenn man mit Bodenmarkierungen arbeitet.

Ausserdem ist eine Höhenverstellung nur über die Ausziehfüße für mich eher unzureichend.

Daher habe ich mit dem Entwurf eines Stativ´s angefangen das sehr dem Stativ der EQ8 (oder ähnlichen) ähnelt, dabei aber auf ein Detail verzichtet wird. (Verstellung des Polblocks über eine umgelenkte Rändelschraube)


Da es anscheinend in der Astroszene schon den ein oder anderen Rechtsstreit gab und man immer auf der Hut sein sollte:
Ich weiße ausdrücklich darauf hin dass ich keinerlei kommerziellen Ziele mit dem Bau dieses Stativs verfolge und es ein Nach-/Eigenbau rein für private Zwecke und nur zur Eigennutzung werden wird !


Erster Entwurf:
Geplantes Material ist Aluminium für die meisten Teile, die Beine werden aus Edelstahl, Schrauben, Stifte und Bolzen aus Stahl 8.8 oder 10.9 bzw. auch Edelstahl.

Das Kernstück ist wie man sieht ein Aluminiumrohr 120mm Durchmesser Wandung 5mm (ev. Auch 10mm). Die Höhe wird so groß dimensioniert das eine maximale Rohrlänge erreicht wird und so klein dass die Verstell-Möglichkeit in der Höhe ausreichend ist für jede Anwendung. (Sollte das später in der Höhe nach oben nicht reichen wäre natürlich ein Verlängerungsrohr möglich)
Oben und unten werden Ronden aufgeschweißt die entsprechenden Bohrungen vorher gefräßt oder gebohrt.

Der Clou: Für die aktuelle Nutzung der EQ5 wird eine dickere zweite Platte gefertigt die mit 3 versenkten Innensechskantschrauben durch den Ausschnitt im Rohr mit der oberen fixen Platte verschraubt wird. Der Adapter sozusagen. Sollte ich mir irgendwann eine andere Montierung zulegen, muss ich nur die entsprechende Adapterplatte nachfertigen.

Die Adapterplatte für die NEQ5 wird mittig mit der großen Bohrung (entsprechend konisch) versehen um einen exakten mittigen sitz zu gewährleisten. Um die Montierung abzunehmen, wird wie beim original ein Gewindebolzen mit Sterngriff verwendet. Dieser sitzt denn im Hauptrohr und kann durch die Öffnung bedient werden. (ob es hier noch eine bessere Lösung gibt müsste ich nochmal überdenken.)
Um die Ausrichtung Azimut wegen gelösten Schrauben zu vereinfachen wird am Polblock und an der Adapterplatte eine Markierung angebracht.
Die Beine werden unten konische und recht spitze Endstücke bekommen.

Die Gegenstücke bilden nach innen konisch zulaufende Stahlronden die
auf der Unterseite eine Art feste Gummimatte haben. Eine Markierung am Boden oder gar ein aufkleben auf den Boden ermöglichen dann ein einfaches einsetzen der Beine in die Konus und die Ausrichtung ist fast perfekt.

Ausserdem wirkt der Gummi schwingungsdämpfend.

Die Verbindung der Beine zum Hauptrohr bildet ein Stahlring der über zwei Sterngriff-Schrauben gelöst werden kann um den Ring und damit auch das Stativ in der Höhe zu verstellen. Ausserdem kann man den Umfang beim Abbau auf ein Minimum verringern um das ganze demontiert in eine Ecke zu stellen.

Die Innenseite des Gleitrings bekommt eine Filz- oder Gleitfolie um ausreichende Gleitfähigkeit zu erlangen und um Kratzer zu verhindern.
(Im Moment ist auf der Zeichnung noch die schwache Variante zu sehen, dies wird im Moment virtuell überarbeitet)

Das Hauptrohr bekommt bei erstmaliger exakter Ausrichtung eine Markierung über die gesamte Höhe (von oben nach unten), damit man die Position des Gleitrings an der Klemmöffnung kontrollieren kann. (Exakte Ausrichtung der Beine zum Rohr, und damit die Nordausrichtung)
Die Verbindung der Beine zum Rohr unten, geschieht über angeschweißte Laschen und einem Doppelarm der Langlöcher besitzt. Begrenzt durch zwei Bolzen und fixiert durch Schrauben mit Sterngriff oder Flügelmuttern kann so die Ausrichtung ins Lot geschehen, bzw der Winkel der Beine angepasst werden. Ein anlegen der Beine ganz an das Hauptrohr ist somit auch möglich.

Eine Verstellung über ausziehbare Beine wäre wohl doppelt gemoppelt.
Am unteren Ende des Hauptrohrs wird ein herausdrehbarer Bolzen gefertigt an dem man Gegengewichte anbringen kann. Entweder selbst gefertigte oder die Gegengewichte einer Montierung könnten dabei verwendet werden.

Ich erhoffe mir dass das Stativ dadurch noch mehr Standfestigkeit da mehr Masse bekommt und der Schwerpunkt wird nach unten verlagert. Auch über eine pendelnde Version hab ich schon nachgedacht.


Warum das Ganze?

Tja erstens habe ich den Drang danach endlich mal wieder Konstruktionstechnisch etwas zu entwerfen und das Ganze auch zu bauen. Zweitens möchte ich hierbei Erfahrungen sammeln, vielleicht schaffe ich es ja irgendwann einen Montierungskopf samt Nachführung zu bauen oder nachzubauen.

Ausserdem bekomme ich wenn ich nur die reinen Materialkosten rechne kein derartiges Stativ für diesen Preis. Das ganze Material bekomme ich relativ günstig, zu einer konventionellen Drehmaschine habe ich selbst Zugriff, die Fräßarbeiten lasse ich einen guten Bekannten via CNC oder konventionell machen. Kostet mich wahrscheinlich ein oder zwei oder drei Kisten Bier. :smiley47:

Einzig die Pulverbeschichtung muss ich mir noch ein Angebot kommen lassen, aber auch das hält sich im Rahmen da das eig. nicht viel Material ist.

Warum ich das hier gerne rein schreibe?

Auf jeden Fall bin ich offen für Kritik und Anregungen, vielleicht hat der eine oder andere schon Erfahrung damit und sieht gleich einen Schwachpunkt.

Ausserdem rege ich vielleicht jemanden dazu an auch mal wieder was selbst zu bauen…
Und natürlich um einfach ein wenig zu protokllieren wie das ganze voran geht und da ich keine eigene Website habe mache ich das eben hier.

Da leider ein großer Teil der Nächte nicht geeignet sind für Beobachtung sucht man, wenn einen der Virus gepackt hat, trotzdem Möglichkeiten sich mit Hobby zu bescbäftigen.

Ich könnte natürlich auch ein Berlenbach, ein eq8 Stativ oder sonstiges einfach kaufen wenn es soweit ist und dringend gebraucht wird, aber es reizt mich total damit zu beginnen eine größere Hauptkomponente einer Balkonsternwarte selbst zu bauen, auch wenn das Grundprinzip mehr oder weniger abgespickelt ist.

So das war´s mal fürs erste und heute, bin auf eure ersten Eindrücke gespannt und freue mich über jeden Einwand oder Kommentar.

Viele Grüße und clear skys
Alex
 

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So hier nochmal 3 Detailansichten.....
 

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Hallo Alex,

dein Entwurf ist ziemlich gut aber noch nicht richtig gut: die Säule kann fast ungehindert um die eigene Achse drehen. Es fehlt die torsionale Stabilität. Als perfekte Konstruktion würde ich das Eagle-Stativ vom Astro-Physics als Inspirationsquelle nehmen. (Es gibt selbstverständlich viele andere Beispiele)

Viele Grüße,
Horia
 
Hallo,

also schön das es wenigstens ein wenig Zuspruch findet. :-)

Nun der Gleitring oben an dem die Beine verschraubt sind wird (wie auf dem 3. bild zu sehen ist) mit einer Schraube versehen. Damit ist meiner Meinung nach eine feste Verbindung gegeben zwischen Säule und den 3 Beinen.
Dieser Klemmring kann ja wenn er gelöst wird verschoben werden, ist er festgeklemmt ist die Höhe fix und die Torsion eig. auch.
Zugegeben ist dieser noch ein wenig schwach. Daher möchte ich diesen mind. doppelt so breit ausführen und mit 2 Klemmschrauben mit Sterngriff versehen.
Außerdem wird dieser nicht aus Alu sondern aus Stahl bzw. Edelstahl.

Am unteren Bereich an den verstellbaren doppelten Armen bin ich auch noch am überlegen wie ich hier im Bezug zur Torsion noch zusätzlich mehr unterstützung rein bekomme.

Die Schrauben sieht man hier in den Bildern leider noch nicht.... ich bin aber dran :-)



Viele Grüße und cs

Alex
 
Hallo Alex,

der Schwachpunkt ist auch bei deinem Stativ wie bei vielen Konstruktionen in Bild 3 sichtbar, solche Stativbein - Verbindungen so klein ausgelegt, sind der Hauptgrund für Torsion!

Alle auf dem Markt befindlichen Alu und Stahlrohr Stative von EQ 3 - EQ 6 und zwei gute Holzstative mit solchen Beinbefestigungen zeigten bei meinen Messungen, mit einen FH 90 / !000 mm durch 500gr seitlichen Zug am wagerechten Tubus von 8° - 3° Verwindungen!

Ein STATIV UNI 8 ASTRO Stativ zeigte dabei noch 1,7°

Lediglich ein Losmandy G11 HD-Stativ zeigte bei dem Versuch nur 0,3°
https://www.intercon-spacetec.de/media/image/thumbnail/3L0101_0_720x600.jpg


Vielleicht kannst Du das ja noch berücksichtigen!


Gruß Günter
 
Hallo Alex,

eine schöne Idee, Dein Stativ. Aber auch ich würde das Teil lieber eine Nummer stabiler konzipieren, gerade um nach oben etwas Reserve zu haben. Deine Verstellelemente, also die flachen Schienen zu den Stativbeinen sind m.E zu dünn. Die Torsion ist ja bereits angesprochen worden, deshalb würde ich hier entweder dickeres Material nehmen oder (zwecks Gesichtsersparnis) versuchen durch ein geeignetes Profil (z.B. T-Profil o.Ä., mit Langlöchern links und rechts vom Steg) mehr Steifigkeit rein zu bekommen. Auch die Anschraublaschen, da wo diese Streben am Stativkopf und den Beinen befestigtsind, würde ich etwas dicker dimensionieren.

Gruß, Jürgen
 
Hallo zusammen,

erst mal Danke für eure konstruktive Kritik.

Update 1:

Natürlich hab ich mich gleich mal ein wenig an den oberen Schwachpunkt an den 3 Gelenken der Beine gemacht.

Wie man im Bild sehen kann hab ich die Stärke des Gleitrings angehoben, und die Höhe so angepasst das 2 Schrauben M10 oder M12
zur Klemmung dienen.
Die doppelten Flachteile mit den Bohrungen wurden auch größer dimensioniert und später ringsum WIG-verschweißt. Hier dient eine M12 Schraube zur Klemmung.
Die Flächen innen an denen sich das Gelenk-Teil des Rohrs mit den verschweißten Flachteil berührt werden noch mit irgendetwas ausgestattet das eine Bewegung ohne verschleiss möglich
ist und die Steifigkeit dabei aber trotzdem gegeben ist. (gleitender Kunstoffring oder flächig angebrachter Kunststoff)

Die Stärke der flachen Stücke die den Rohrenden sitzen wurde von 10 auf 14mm angehoben.


Vermutlich werde ich den selben Ring unten nochmal anbringen um hier nicht mit Gelenkarm zu arbeiten sondern eine steifere Version mit nur 1 Teil das aber verstellbar sein wird.


Fortzsetzung folgt....


Viele Grüße und cs,

Alex
 

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Hallo Alex,


mach die Anbindung von den Beinen zur Säule so breit wie irgend möglich. Hier die Verwertung eines Normtisches der aus 30x30x2mm Vierkantstahlrohr gebaut war und einer 10 Liter Schutzgasflasche während der Metamorphose zur Dreibeinsäule. Gewinnt sicher keinen Schönheitspreis ist aber stabil. Gewicht ist etwa 20 Kg, Belastbarkeit weiß ich nicht.


Viele Grüße Felix
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ich hatte mal ein Vermessungsstativ und war damit sehr zufrieden. Das hat sich vor allem durch extrem breite Scharniere der Stativbeine ausgezeichnet. Das ist ein wunder Punkt bei vielen Stativen.
 
Hallo Alex,

du halst bei deinem Update den entscheidenden Hinweis der Vorschreiber leider nicht umgesetzt. Die viel zu dünnen Scharnierstege sind der Schwachpunkt! Die Erhöhung von 10 auf 14 mm bringt nur wenig Zugewinn hinsichtlich der Torsionssteifigkeit.

... hab ich die Stärke des Gleitrings angehoben
Das bringt so gut wie gar nichts.

Ich würde den Kopf umgestalten mit mindestens 70 mm breiten Stegen, je mehr um so steifer bei kaum Mehrgewicht.
 
Zitat von Stathis_Kafalis:
Hallo Alex,

du halst bei deinem Update den entscheidenden Hinweis der Vorschreiber leider nicht umgesetzt. Die viel zu dünnen Scharnierstege sind der Schwachpunkt! Die Erhöhung von 10 auf 14 mm bringt nur wenig Zugewinn hinsichtlich der Torsionssteifigkeit.

... hab ich die Stärke des Gleitrings angehoben
Das bringt so gut wie gar nichts.

Ich würde den Kopf umgestalten mit mindestens 70 mm breiten Stegen, je mehr um so steifer bei kaum Mehrgewicht.


Ja Ihr habt natürlich recht, und ich muss zugestehen ich hab das auch erst durch deinen Kommentar richtig durchschaut Stahtis, dass die Flächen größer sein müssen um die Torsion besser aufnehmen zu können.

Allerdings hab ich in der geplanten Art und Weise nichts vernünftiges konstruieren können. Scheint als wäre es eine Sackgasse...

Daher bin ich einfach mal in eine etwas andere Richtung gegangen wie es auch bei anderen guten Stativen gemacht wird. (Siehe Bild)

Die Verstellung des Rings in der Höhe wollte ich allerdings beibehalten und so landete ich nicht bei einer Verklemmung des Rings über den Umfang sondern über drei Schrauben die natürlich nicht Stahl auf Alu treffen sondern dort mit einem Ersatzmaterial gepuffert wird. Ähnlich wie bei der NEQ 5 an den Rutschkupplungen.


Was haltet ihr davon das eher in dieser Richtung zu gestalten?


Viele Grüße und clear sky´s

Alex

Nachtrag:
Es wäre dann denkbar in die Säule je an der Stelle an der die Feststellschrauben sitzen eine Nut zu fräsen damit auch beim verstellen des Rings der Winkel zur Säule immer exakt gleich bleibt.

Und noch eine Anmerkung: Mir eilt es nicht
mit der abschliessenden Herstellung und fange erst damit an wenn es letzlich in allen Punkten einen annehmbaren Kompromiss geben wird sonst macht das ja auch keinen Sinn sich die Mühe zu machen.
Vielleicht hab ich Glück und es kommt einen Wollmilcheierndelegesau dabei raus :-)
 

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Hallo Alex,

es sind die 4 Toleranzstellen pro Stativbein, die den Rest möglichen wacklens hervorrufen! Die Größe, spielt bei richtig dimensionierten Stativbeinen und Schrauben eine Untergeordnete Rolle und können so nicht beseitigt werden!

Hier eine schnelle Skizze:

Link zur Grafik: http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_P1040701_1.jpg

In solchen Halbrohrschalen angeschweißt an das Tragrohr, sollten deine jetzt nach oben ( Dein Halter umgedreht ) geklappten Stativbeine In Beobachtungsposition ruhen und mit einer M 12 mm Flügelschraube + gebogener großer U -Scheibe fixiert werden.
Sehe gerade die Halbrohrschalen könne auch von Oben schräg nach unten angeschweißt werden! Dann werden die Stativbeine nach oben in die Halbrohrschale gezogen!
Die Halbrohrschalen sollten noch mit kleinen Knotenblechen gestützt werden!

Damit wirst Du dort ähnliche Stabilität erzielen wie bei der Losmandy
Die Stativbeine ruhen nun fest in der Halbrohrschale
Die Scharnieren können dann für M8 oder 10 mm ausgelegt werden da sie nicht mehr das allein tragende Element sind!

Durch diese Fixierung ist das Wackeln und die Resttorrision eliminiert und nur noch von der Materialsteifigkeit abhängig!

Ich hoffe Du wirst meier kleinen Skizze schlau!

Gruß Günter
 
Hallo Alex,


die Anlenkung ist so schon erheblich steifer da die schmalen Stege wegfallen.

Wenn Du die Steifigkeit weiter deutlich verbessern möchtest versuche die Beine von oben gesehen breiter zu machen. Bei der oben von mir gezeigten etwas rustikalen Konstruktion bewegt sich praktisch nichts mehr wenn erstmal ordentlich Gewicht drauf ist. Ich selber habe eine alte Wachtermontierung die mit Gegengewicht und ebenfalls rustikalem 8"f6 Newton im Hartpapiertubus so um die 55-60 Kilo auf die Waage bringt. Damit fängt die Säule an schön stabil zu stehen. Beschwert man das ganze weiter wie oben zu sehen mit einer Starterbatterie und anderem Ballast oder einer massiveren Montierung gibt es fast Betonsäulenfeeling.

Hier noch einige Links zum inspirieren lassen:

http://abenteuer-astronomie.de/euro-emc-saeulenstativ/

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p7154_Altair-Starbase---Ultrastabiles-Saeulenstativ--hochbelastbar-und-

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1019464/Re:_Skywatcher_EQ8#Post1019464


Ein fester Anschlag für die Beine ist nicht nötig wenn alles spielfrei oder unter Belastung handfest verschraubt wird.

Was ich noch überdenken würde ist die Höhenverstellung. Ist zwar sehr komfortabel macht die Konstruktion aber aufwändiger. Muß das stufenlos sein oder reicht auch eine bei Bedarf eingesetzte Verlängerung?


Viele Grüße Felix
 
Hallo zusammen,

ich konnte mir wieder mal die Zeit nehmen über das Ganze nachzudenken unter anderem auch durch den Einfluss eurer Ideen und Bedenken hat sich da viel getan in der Grundidee.

Zitat von G2_Astro:
Hallo Alex,

Ich hoffe Du wirst meier kleinen Skizze schlau!

Gruß Günter

Ja ich hoffe ich verstehe dich da richtig. Im Prinzip eine Mischung aus der Scharnierversion die ich da gerne hätte und der Version mit Halbrohrschalen wie es z.b. beim Losmandy-Stativ gelöst wird.
Ich sehe ein das bei einer Schale die viel größere Formschlüssigkeit einen erheblichen Vorteil bringt.
Allerdings ist das beim entwerfen sehr komplex geworden. Feste Halbrohrschalen am Hauptrohr verhindern ja eine Stufenlose Einstellung, einen zweiten verstellbaren Ring mit den Halbrohrschalen habe ich auch wieder verworfen da das irgendwann zu viel Material wird.



Zitat von Felix42:
Was ich noch überdenken würde ist die Höhenverstellung. Ist zwar sehr komfortabel macht die Konstruktion aber aufwändiger. Muß das stufenlos sein oder reicht auch eine bei Bedarf eingesetzte Verlängerung?


Viele Grüße Felix

Stufenlos nicht unbedingt, eine Aufsetzsäule wäre unter Umständen auch eine Alternative.

Allerdings bin ich im Moment noch von einer Verstellung über den Gleitring überzeugt.

Deswegen bin ich nun einen mal diesen Weg gegangen (siehe Bilder), ich nenne es ab jetzt "Frankenstein´s Stativ".

Spaß bei Seite: Was noch fehlt sind die Knotenbleche unter den Halbrohrschalen. Hier werde ich 2 pro Halbrohr vorsehen in zwei verschiedene Richtungen.


Fortsetzung folgt.....

Viele Grüße und cs
Alex
 

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Und noch eins obendrauf:

 

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Hallo Alex,

ein torsionsstabile Ausführung hast du immer noch nicht umgesetzt. Ich Empfehle dir daher den Kauf eines gebrauchten Militärstativs

http://hegeroptik.de/index.php?route=product/product&product_id=98

Daran kannst bzw. musst du sogar weiter herumbasteln. Ich habe das bereits vor Jahren gemacht und bin absolut zufrieden. Das Teil ist stabil und hat zur späteren Aufrüstung noch genug Steifigkeitsreserven. Entscheidender Vorteil sind unter anderem die Einstellschrauben zur feinfühligen Nivelierung der Montierung mit Teleskop. Das findest du sonst nirgends.

CS
Dirk
 
Also ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht ganz wo hier noch größere Schwachpunkte sein sollen.

-Der Ring hat Nut/Feder zum Hauptrohr bekommen.
- Der Ring wird mit 3 M12 oder 14 Schrauben in den Bohrungen im Hauptrohr verschraubt und nicht mehr geklemmt.
-Die Halbrohrschalen sind mit dem Ring ringsum verschweißt und bekommen nach unten je 2 Knotenbleche schräg zur eig. Achse der Beine.
-Dann wird das Bein mit einer M12 oder M14 Schraube in den Halbrohren verschraubt.
-Die Beine haben Einlagen an den oberen Enden damit die Schraubverbindung auch fest angezogen werden kann ohne dass das Rohr zerquetscht wird.

-Die Halbrohrschalen bekommen den selben Innendurchmesser wie die Beine Außen,sitzen also Formschlüssig zur Seite hin.

Ja die Knotenbleche sollte ich mal noch fertig konstruieren damit man das besser sehen kann.

Gruß Alex


 
Hallo Alex,


Genau so wars gemeint! :super:

Der Ring kann auch einseitig geklemmt werden, das hält mit 2 x M12 genug!

Zum leichteren lösen, kann man die Befestigungslaschen, mit größerem Abstand zu einander ausführen, dort kann man dann je Schraube 2-4 Tellerfedern > 12,2mm Tellerfedern < in )( )( Position anbringen, die dann die Tragschelle zum verstellen wieder aufdrücken!
So wurden an Ständer - Bohrmaschinen die verstellbaren Bohrtische geklemmt!


Gruß Günter
 
Mit der Konstruktionsempfehlung von Felix weiter oben

mach die Anbindung von den Beinen zur Säule so breit wie irgend möglich.

hättest du die bestmögliche Steifigkeit erreicht. Mit den angeschweißten Halbrohrschalen brauchst du zusätzliche Knotenbleche, die dir das Transportgewicht erhöhen.

Unterhalb der Halbrohrschalen bringst du bereits 2 Knotenbleche an. Gut so. Eines davon in der Mitte angebracht würde auch vollkommen genügen. Das was dir noch fehlt ist jetzt die Torsionssteifigkeit in horizontaler Richtung. Wenn du von oben auf die Säule siehst, fehlt dir jeweils links und rechts in beiden Richtungen noch ein Knotenblech. Damit würdest du eine gewisse Verwindungssteifigkeit in horizontaler Richtung herstellen.

CS
Dirk
 
Hallo zusammen,

also ich denke hiermit ist das Thema Torsionssteifigkeit fast vom Tisch.

Die Bleche nehmen hier ja auch Torsion auf die vom Ring kommt.



Was ich mir hier sparen will ist eine weiter Konstruktion die die Beien nochmals mit der Säule verbinden.
Eventuell muss ich den Ring noch etwas höher ausführen.

Viele Grüße und cs,

Alex


Edit: Momentan errechnte Masse: 22kg, ohne Füße in den Beinen (die ich noch umändern will)
 

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Hallo Alex,

vielleicht überlegst Du mal, den 3 Fußrohren den doppelten Durchmesser zu geben, bei 1/3 der jetzigen Wandstärke.
Erhöht die Steifigkeit bei etwas reduziertem Gewicht!

Wenn die Schrauben, für den Säulenring alle in Gewinde greifen, ist die Befestigung gut, aber sehr aufwendig!
Ist nur an der Nut Gewinde im Eingriff und die Anderen drücken nur aufs Rohr, sind unnötige Beschädigungen in Reichweite!

Wird das Rohr länger über die Beinbefestigungen hinausgeführt, kann man dieses Stück als Klemmring ausführen, dafür das Rohr halb einsägen, bis zu den 2 zuvor dort an jedem Ende angebrachten 8mm Bohrungen! Oder einen solchen Klemmring oben darüber anschweißen.

Bei meiner Astro - Säule, 3 Teile: Rohr Dm 130mm mit 4 mm Wandstärke , Fuß und Ablage Feuerverzinkt, ist die als Klemmschelle, für Fuß und Tischträger direkt so gebogen mit zwei Klemmlaschen ausgeführt worden.

http://www.g2-astronomie.de/images/seule1.jpg ca. 50 Kg

http://www.g2-astronomie.de/images/gallery/4/saeulenzb1.jpg

Die linke Säule steht seit 19 Jahre so ungeschützt auf meiner Terrasse, wird von Zeit zu Zeit mit EQ 5 oder der Wachter Astronom II bestückt.
http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_P1040460_1.jpg > ruhig ranzoomen ins Bild!
die Rechte verlängerte TAL Säule, oben abgedeckt seit 2 Jahren draußen und trägt mein C8. Beim beobachten kommen unten nur noch 3 Sandsäcke je 10Kg auf die Füße!

Mittlerweile habe ich 7 solcher Säulen für Astrofreunde besorgen können.


Gruß Günter
 
Hallo liebe Gemeinde der Astroinfizierten!

Um das man nicht glaubt das Thema hier sei gestorben hier ein kleines Update mit einer Änderung die zwangsweise ist...

Da wir im Februar Nachwuchs erwarten musste eine größere Wohnung her.
:-)
Nun ist das dort so das ein Balkon und ein Garten (Rasen) vorhanden sind.
Der Balkon ist zwar 12 Meter breit aber nur knapp 1,4m tief.
Gewohnt war ich seither ein Balkon der knappe 5 * 3 meter war.

Auf was will ich hinaus? Also ein 3-Bein Stativ ist zumindest auf dem Balkon eher hinderlich da ich,
1. kaum um das Stativ herum komme
und
2. die wohnliche Gegebenheit mich dazu zwingen das Teleskop nicht wie gewohnt samt Montierung auf dem Stativ in der Wohnung aufgebaut trocken zu lagern, sonder alles muss demontiert werden.
Ein loses Stativ auf dem Balkon macht auch wenig Sinn.

Also denke ich das hier eine Säule auf einem Betonklotz mehr Sinn macht.

Das wird dann auch der erste Schritt sein, der zweite dann nach einiger Zeit eine feste Säule im Garten.
Hier hätte ich dann die Option auch etwas verschiedene Himmelsbereiche
einzusehen, der Balkon ist im 1. Stock hat aber ein Dach, der Garten ist zwar von Häusern umgeben die aber relativ niedrig sind.


Das Stativ möchte ich irgendwann später jedoch trotzdem in Angriff nehmen da ich mittlerweile auf eines von einigen Wunschzielen gekommen bin, der Fotografie von Galaxien und es da natürlich fast unumgänglich ist in die düstere Pampa zu fahren.

Da ich aber sehr oft die kurzen freien Abendstunden nutze zum beobachten von allen möglichen Wundern da oben oder auch zum experimentieren und dazu lernen, will ich natürlich zuhause die bestmöglichen, machbaren und mir erschwinglichen Optionen nutzen.


Eine Säule hat natürlich den Vorteil das sie technisch einfacher realisierbar ist und einmal ausgerichtet für immer so steht wie sie soll.



Für den Balkon hab ich mir also überlegt eine Stahlsäule zu basteln, verdübelt mit 2K-Ankern in einem Betonklotz, gefüllt mit Sand, ausgestattet mit Nivellierteller am Kopf und einem Adapter für die Montierung der samt Montierung schnell demontiert werden kann.
Der Adapter soll an der Montierung verbleiben damit ich nicht jedes mal wieder neu einscheinern muss. (Eventuell geringfügig zur kontrolle via Software).


Und so stell ich mir das Ganze vor:






 

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Noch ein wenig Nachtrag:

Der Betonklotz soll 600 * 400 * 180mm groß werden, auf einer dünnen
Gummiunterlage stehen und ca. 100kg wiegen.
Fest verbohren in den Boden ist dort eher ungeeignet da Feinsteinzeug verlegt ist.
Schalung bauen und betonieren wird alles vor Ort erledigt um Rückenbeschwerden zu vermeiden....

Eine Frage wäre ob ich davon ausgehen kann dass der Klotz schwer genug und von den Dimensionen passend genug ist um genügend Standhaftigkeit zu gewähren?
Es sei angemerkt dass ich zwischenzeitlich von EQ5 auf AZ-EQ6 aufgestiegen bin, und dann irgendwann etwas mehr als 150/900 Newton darauf Platz nehmen wird.

VG und CS

Alex
 
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