Stabilisiertes Fernglas für Brillenträger?

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timkomm

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Da ich eine heftige Hornhautverkrümmung habe und nur mit Brille punktförmige Sterne sehe macht es, glaube ich, Sinn auf ein Fernglas zu setzen, dass auch für Brillenträger geeignet ist. Zudem finde ich die stabilisierten Gläser interessant. Daher meine o.g. Frage. Hab jemand eine Empfehlung?

CS Tim
 
Hi Tim, ich besitze das Canon 10x42L IS WP. Das Fernglas ist uneingeschränkt brillenträgertauglich. Ich benutze es selbst mit Brille, da ich ebenfalls nen Asti an beiden Augen habe. Die Okulare sind herausdrehbar. Ich habe folgendes auf meiner Webseite geschrieben.

"Das bildstabilisierte und durch die Stickstofffüllung absolut wasserdichte Fernglas von Canon habe ich mir im Mai 2020 gekauft, mit dem die astronomische Freihandbeobachtung erst richtig Spaß macht, da das Verwackeln durch den Bildstabilisator nahezu perfekt kompensiert wird. Außerdem hat das Fernglas hervorragende Transmissionswerte und erzeugt nadelfeine Sterne bis zum Rand. Durch die hohe Qualität der Gläser gibt es keinen sichtbaren Farbsaum. Die bildstabilisierte und kontrastreiche Beobachtung der Mondsichel am Abendhimmel ist einfach ein Traum. Das Fernglas zeigt mir auch die einzelnen Farben der Sterne am deutlichsten. Durch die relativ hohe Vergrößerung sind viele helle Sternhaufen bereits in Einzelsterne aufgelöst. Das Fernglas ist durch die herausdrehbaren Augenmuscheln uneingeschränkt brillenträgertauglich. Allerdings ist es mit 1.110 g relativ schwer und ergonomisch nicht gerade ein Handschmeichler. Das Canon ist nun das Standardglas für meine nächtlichen Ausflüge mit dem Teleskop."


Weiterer Nachteil neben dem Gewicht und der eher unhandlichen Form: Die Objektive sind kaum vor Feuchtigkeit und Fingerabdrücken geschützt. Außerdem ist die Abdeckung der Objektive gewöhnungsbedürftig. Ich habe es deshalb mit Streulichtblenden etwas "modifiziert". Übrigens können auch die handelsüblichen 2" Nebelfilter (UHC, O-III, H-Beta) für Okulare adaptiert werden via Step-Down-Adapter von 52 mm auf 48 mm.
 
Hallo Andreas,
das hört sich schon mal gut an. Weißt Du, ob es bei den anderen IS-Canons auch so ist?
CS Tim
 
Hallo Tim,

ich hab die gleiche Problematik mit meinen Augen wie du und nutze das Canon 15x50 IS. Ich kann es dir uneingeschränkt empfehlen. Beim 15x50 muss man die Augenmuschel umklappen, dann ist es mit Brille voll nutzbar.

Gruß und CS
Thomas
 
Hi Tim, ich besitze das Canon 10x42L IS WP. Das Fernglas ist uneingeschränkt brillenträgertauglich. Ich benutze es selbst mit Brille, da ich ebenfalls nen Asti an beiden Augen habe. Die Okulare sind herausdrehbar. Ich habe folgendes auf meiner Webseite geschrieben.

"Das bildstabilisierte und durch die Stickstofffüllung absolut wasserdichte Fernglas von Canon habe ich mir im Mai 2020 gekauft, mit dem die astronomische Freihandbeobachtung erst richtig Spaß macht, da das Verwackeln durch den Bildstabilisator nahezu perfekt kompensiert wird. Außerdem hat das Fernglas hervorragende Transmissionswerte und erzeugt nadelfeine Sterne bis zum Rand. Durch die hohe Qualität der Gläser gibt es keinen sichtbaren Farbsaum. Die bildstabilisierte und kontrastreiche Beobachtung der Mondsichel am Abendhimmel ist einfach ein Traum. Das Fernglas zeigt mir auch die einzelnen Farben der Sterne am deutlichsten. Durch die relativ hohe Vergrößerung sind viele helle Sternhaufen bereits in Einzelsterne aufgelöst. Das Fernglas ist durch die herausdrehbaren Augenmuscheln uneingeschränkt brillenträgertauglich. Allerdings ist es mit 1.110 g relativ schwer und ergonomisch nicht gerade ein Handschmeichler. Das Canon ist nun das Standardglas für meine nächtlichen Ausflüge mit dem Teleskop."


Weiterer Nachteil neben dem Gewicht und der eher unhandlichen Form: Die Objektive sind kaum vor Feuchtigkeit und Fingerabdrücken geschützt. Außerdem ist die Abdeckung der Objektive gewöhnungsbedürftig. Ich habe es deshalb mit Streulichtblenden etwas "modifiziert". Übrigens können auch die handelsüblichen 2" Nebelfilter (UHC, O-III, H-Beta) für Okulare adaptiert werden via Step-Down-Adapter von 52 mm auf 48 mm.
Das mit der Brillentauglichkeit wird vmtl. bei weitsichtigen Personen wieder eingeschränkt, der AP-Abstand ist mit 16mm m.E. knapp. Ich hab das Glas seit 2009, und nutze es zu 90% bei der Ornitätigkeit. Dort draußen ist es den allerallermeisten Premiumdingern überlegen, wenn es um die Detailauswertung geht. Es ist super-robust, und liegt immer auf dem Beifahrersitz, glg. auch mal im Fußraum. Am Tage ist es randscharf, und hat ein schönes scheinbares Gesichtsfeld; gerade beim Schwenken macht sich der Stabi positiv bemerkbar, und man kann gut Wiesen-von Rohrweihen unterscheiden. Nachts ist es zu 95% randscharf, bei mir sind die Sterne fast punktförmig - helle Exemplare fransen ein ganz klein wenig aus. Kontrast ist auch sehr gut (Tag/Nacht), allerdings ist das Leica BN (hatte ich vorher) an Flächenobjekten etwas kontrastreicher. Farbrein ist das Canon auch nahezu, halt wie ein sehr guter Achromat/ED.
Über die Ergonomie lässt sich streiten - da ich es nahezu tagtäglich nutze, hab ich es natürlich 'im Griff', Neubesitzer werden es natürlich erstmal klobig finden. Die Gummierung ist auch nach mehr als fünfzehn Jahren vollig in Ordnung (ich hab aber auch nie Sonnencreme etc. an den Händen). Was mir auch sehr gut gefällt, ist die Fokussierbarkeit, die rel. kleine Walze hat seit Beginn absolut null Spiel, und macht auch keinen Reibungsunterschied bei Frost oder Hitze. Der dpt-Ausgleich ist simpel, aber hält gut (ich regel manchmal zwischen Morgengucken und Abendgucken nach, das liegt aber an der Trageeigenschaft meiner Kontaktlinsen. Der Durchmesser der AP liegt bei 4,05mm, das ist aber seit Erscheinen des Glases bekannt, und eher akademisch. Die Objektive sind sogar sehr gut vor Fingerabdrücken geschützt, den diese sind als Fokussierglied beweglich hinter den Klarglasscheiben. Dies Gläser liegen wirklich recht nahe am Rand, man kann sich aber entsprechende Blenden dran schrauben (z.B. von heliopan). An den Okulare habe ich Baader Augenmuscheln in 2"-Version - hilft bei seitlicher Sonnen am Tage ungemein, ist aber nix für Brille, klar. Vllt. sollte man auch noch erwähnen, dass das Glas an der Unterseite ein Fotogewinde hat, damit befestigt ist das natürlich noch etwas ruhiger als mit Stabi. Mein Glas ist im Laufe der Jahre zum Batteriefresser geworden - gerade in der Kälte gingen irgendwann nur noch Lithium-Batterien, und dann auch nicht Varta oder Philips, sondern ausschließlich Energizer. Mit den eneloop-Akkus bin ich nie glücklich geworden (1,2V), habe jetzt aber 1,5V-Akkus drin, die halten ganz gut. Ich würde immer ein zweites Paar mitnehmen. Mit einem 2"-UHC und 2"-OIII lassen sich mit den 6,5°wahrem Feld schon schon Gebiete anschauen.

csm
 
Na das hört sich doch alles gut an. Dann wird es eines der Canons werden. Vielen Dank allen zusammen!

CS Tim
 
Na das hört sich doch alles gut an. Dann wird es eines der Canons werden. Vielen Dank allen zusammen!

CS Tim
Nunja - das 10x42 hat die L-Objektive (roter Ring), das ist schon abbildungsmäßig ne andere Hausnummer, und mitnichten mit den anderen Canon-Konstruktionen zu vergleichen. Dass ein 15x oder 18x noch etwas mehr 'zeigt' am Sternenhimmel (speziell bei Flächenobjekten) mag ja sein, dafür ist die AP wieder merklich kleiner, und stabil halten kann man das m.E. schon gar nicht. Die Canonen oberhlab von 10x sind nicht 'upgescaled', da sollte man nicht zuviel erwarten. Wer da etwas mehr mit dem 10x42 sehen möchte, besorgt sich die Canon Telekonverter DC 52B (wenn erhältlich und dann noch gematched) - allerdings ist die Stabilisierung dafür auch nicht ausgelegt. Irgendwas ist immer.

csm
 

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Hallo Tim,

das Canon 10x42 ist ein fantastisches Astroglas. Handhabung und Ergonomie sind viel besser als häufig beschrieben bzw. beanstandet. Für mich ist es mit Abstand die wichtigste und meist verwendete Optik für den Sternenhimmel.

Eine ganz ordentliche Alternative ist für mich inzwischen das Leica Ultravid 7x42; mit 7 fach ist die Stabilisierung überflüssig, und dieses Glas ist ein Handschmeichler und nicht zu schwer… und auch brillentauglich.

CS Klaus
 
und stabil halten kann man das m.E. schon gar nicht.
Dem möchte ich wiedersprechen.
Ich würde es ehr so beschreiben/einordnen:
Wer ein Fernglas mit 8x Vergrößerung ruhig halten kann, kommt mit dem Canon 15x50 gut zurecht.
Wer ein Fernglas mit 10x Vergrößerung ruhig halten kann kann, kommt auch mit dem Canon 18x50 zurecht. Wobei die Stabilisierung beim 18fach Canon schon an ihre Grenzen kommt. Da ist die Stabilisierung von Zeiss, Fujinon oder Kite besser.

Gruß und CS
Thomas
 
Hi
so es ein gebrauchtes 10x42 L IS werden sollte, achte auf die AP.
Es gab Varianten mit einem inneren Ring der die AP auf 3,7 reduzierte, wo es doch 4,2 mm sein sollten.
CS
Meins ist aus 2009, das hat schon die AP von 4,05mm (wie die neueren); die ganz alten haben in der Tat 3,7mm. Das war mal ein großes Thema im Jülich-Forum, und WES hat das in einem ausführlichen Artikel beschrieben, um die 'abgeblendeten' zu erkennen. Das war durch den Einblick durch die Klarglasscheiben vor den Objektiven gut möglich.

csm
 
Das mit der Brillentauglichkeit wird vmtl. bei weitsichtigen Personen wieder eingeschränkt, der AP-Abstand ist mit 16mm m.E. knapp. Ich hab das Glas seit 2009, und nutze es zu 90% bei der Ornitätigkeit. Dort draußen ist es den allerallermeisten Premiumdingern überlegen, wenn es um die Detailauswertung geht. Es ist super-robust, und liegt immer auf dem Beifahrersitz, glg. auch mal im Fußraum. Am Tage ist es randscharf, und hat ein schönes scheinbares Gesichtsfeld; gerade beim Schwenken macht sich der Stabi positiv bemerkbar, und man kann gut Wiesen-von Rohrweihen unterscheiden. Nachts ist es zu 95% randscharf, bei mir sind die Sterne fast punktförmig - helle Exemplare fransen ein ganz klein wenig aus. Kontrast ist auch sehr gut (Tag/Nacht), allerdings ist das Leica BN (hatte ich vorher) an Flächenobjekten etwas kontrastreicher. Farbrein ist das Canon auch nahezu, halt wie ein sehr guter Achromat/ED.
Über die Ergonomie lässt sich streiten - da ich es nahezu tagtäglich nutze, hab ich es natürlich 'im Griff', Neubesitzer werden es natürlich erstmal klobig finden. Die Gummierung ist auch nach mehr als fünfzehn Jahren vollig in Ordnung (ich hab aber auch nie Sonnencreme etc. an den Händen). Was mir auch sehr gut gefällt, ist die Fokussierbarkeit, die rel. kleine Walze hat seit Beginn absolut null Spiel, und macht auch keinen Reibungsunterschied bei Frost oder Hitze. Der dpt-Ausgleich ist simpel, aber hält gut (ich regel manchmal zwischen Morgengucken und Abendgucken nach, das liegt aber an der Trageeigenschaft meiner Kontaktlinsen. Der Durchmesser der AP liegt bei 4,05mm, das ist aber seit Erscheinen des Glases bekannt, und eher akademisch. Die Objektive sind sogar sehr gut vor Fingerabdrücken geschützt, den diese sind als Fokussierglied beweglich hinter den Klarglasscheiben. Dies Gläser liegen wirklich recht nahe am Rand, man kann sich aber entsprechende Blenden dran schrauben (z.B. von heliopan). An den Okulare habe ich Baader Augenmuscheln in 2"-Version - hilft bei seitlicher Sonnen am Tage ungemein, ist aber nix für Brille, klar. Vllt. sollte man auch noch erwähnen, dass das Glas an der Unterseite ein Fotogewinde hat, damit befestigt ist das natürlich noch etwas ruhiger als mit Stabi. Mein Glas ist im Laufe der Jahre zum Batteriefresser geworden - gerade in der Kälte gingen irgendwann nur noch Lithium-Batterien, und dann auch nicht Varta oder Philips, sondern ausschließlich Energizer. Mit den eneloop-Akkus bin ich nie glücklich geworden (1,2V), habe jetzt aber 1,5V-Akkus drin, die halten ganz gut. Ich würde immer ein zweites Paar mitnehmen. Mit einem 2"-UHC und 2"-OIII lassen sich mit den 6,5°wahrem Feld schon schon Gebiete anschauen.

csm
Wo/wie befestigst du 2" Filter ?

CS,
Sven
 
Hi
4,05 wäre aber auch zu wenig. Da fehlen dann halt 0,15. 42x10 müssen 4,2 ergeben.

CS
Ja, aber die fehlenden 7,5/100mm pro Auge haben mir noch nie 'gefehlt'. Es ist zu 90% als Tagglas eingesetzt, da brauche ich die 4,2mm eh nicht, und am Nachthimmel brächte die Differenz zu den Normwerten im Vergleich zu den sonstigen Qualitäten vmtl. auch nur mimin besseres Sehen an Grenzobjekten. Auf der Seite testrapporten.nl. wurden mal die AP von Mittelklasse bis Premium gemessen, da hinkte auch manches Glas hinterher. Ich denke mal, dass Canon dies bewusst so gewählt/abgeblendet hat, um das randscharfe und auch so gut wie ebene Bildfeld zu erhalten.

csm
 
Hi,

mein 10x42 wird durch einmalige drücken aktiviert und bleibt dann dauerhaft eingeschaltet. Beim 12x36 IS welches ich auch hatte musste ich den Taster gedrückt halten, was ich ziemlich nervig fand.
Mein 10x42 hat die 4,xmm AP, was ich eben kurz nachgemessen habe. Das finde ich ziemlich beschämend was Canon da abliefert! Anonsten bin ich mit dem Glas sehr zufrieden für Astro, wenngleich es fürs Tageslicht kontrastreichere Gläser gibt.

Gruß Markus
 
Hi,

mein 10x42 wird durch einmalige drücken aktiviert und bleibt dann dauerhaft eingeschaltet. Beim 12x36 IS welches ich auch hatte musste ich den Taster gedrückt halten, was ich ziemlich nervig fand.
Mein 10x42 hat die 4,xmm AP, was ich eben kurz nachgemessen habe. Das finde ich ziemlich beschämend was Canon da abliefert! Anonsten bin ich mit dem Glas sehr zufrieden für Astro, wenngleich es fürs Tageslicht kontrastreichere Gläser gibt.

Gruß Markus
Ich hatte auf testrapporten (und m.W. auch trektellen) hingewiesen, da glänzten auch andere Premiumdinger mit kleineren AP, klar das ist natürlich was zum Schämen, obschon die Birder da völlig generös drüber hinweg sehen. Mir haben die paar Hundertstel nie gefehlt (irgendeine blöde Dämmerungssituation wird's immer geben, auch mit 4,20mm AP), und die Detailgenauigkeit plus Randschärfe war mir da weeesentlich wichtiger. Dass Canon da ein Glas abliefert, was (bei mir) seit 2009 ohne Schonung einfach zur voll(st)en Zufriedenheit sorgt, hat bei mir jeden Schamgedanken unterdrückt. Klar, die Vergütung ist jetzt auch schon sechzehn Jahre alt, da wird's leicht besseren Kontrast iwo geben, aber auch mit Stabi? Und für den Preis? Mein Leica BN 10x42 liefert nachts z.B. an Flächenobjekten etwas mehr Kontrast, ja - aber eben ohne Stabi, ohne Randschärfe und ohne das präzise Fokusrad.

csm
 
Hi,

Da hast du natürlich vollkommen recht. Die Verarbeitung, die Randschärfe und der Stabi ist schon sehr gut da gibt es nichts zu meckern. Ich benutze das Glas gerne und oft. Ich kann hier eine klare Kaufempfehlung geben.

Gruß Markus
 
Moin,

nochmal zur Brillenträgertauglichkeit des Canon 10x42 IS!

Pinac hat 12mm. gemessen... Canon 10×42 IS WP – Binoculars Today Roger Vine hat 13mm. gemessen... Canon 10x42L IS Review

Es gibt sehr viele Berichte auf CN. von Brillenträgern die nicht das komplette GF. überblicken können, ich hatte einmal die Chance durchzuschauen...no-way, dass Canon hat never-ever 16mm. Augenabstand.

Es sollte also individuell getestet werden ob es passt, die Herstellerangaben sind definitiv Unsinn.

Andreas
 
Da hast du natürlich vollkommen recht. Die Verarbeitung, die Randschärfe und der Stabi ist schon sehr gut da gibt es nichts zu meckern. Ich benutze das Glas gerne und oft. Ich kann hier eine klare Kaufempfehlung geben.
Hallo Markus,

in Bezug auf die Verarbeitung und Langzeitbeständigkeit kann ich das so nicht uneingeschränkt bestätigen (falls es um das Canon Stabi geht): Ich habe ein Canon Stabi 10x30 seit ca. 12 Jahren. Vor ein paar Monaten haben sich am Gehäuse mehrere der scheinbar gummierten Teile in eine Art klebrige Masse verwandelt. Das Fernglas war absolut trocken und in der zugehörigen Tasche aufbewahrt worden. Eine Bekannte hat das Canon 10x42. Gleiche Geschichte nach knapp über 10 Jahren.

Optisch ist das Fernglas auch jetzt noch o.k., und der Stabilitätsmechanismus funktioniert ebenso noch, keine Ahnung jedoch, was mit dem Material nach den 12 Jahren passiert ist. Einige Stellen habe ich aufwändig mit Aceton entfernen müssen. Wer möchte bei der Benutzung in ein klebriges etwas greifen wollen…

P.S.: In Bezug auf die Brillenträgertauglichkeit…Daumen nach oben. Man muss die Augenmuscheln nur umklappen. ;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

mein 12x36 hatte das gleiche Problem mit der Gummierung. Das war wohl auch der Verkaufsgrund und für mich mit 50 Euro ein Schnapper und der Einstieg in die Welt der stabilisierten Ferngläser. Ich habe die komplette Gummierung entfernt.
Zu diesem Thema findest Du viele Infos, auch hier:

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

oha, das war mir nicht bekannt! Danke dir für die wertvolle Info. :y:

Viele Grüße
Werner
 
Hi,

weiß jemand ob man anhand der Seriennummer das Alter des Glases bestimmen kann? Ich habe im Netz dazu nichts gefunden.

Gruß Markus
 
Hallo zusammen,

Ich bin mit meinem 15x50 auch sehr zufrieden. Habe es seit zwei Jahren. Mit Brille klappe ich die Augenmuschel runter und kann dann das ganze Feld überblicken. Ohne Brille empfehle ich, die Augenmuscheln diagonal zum Nasenbein abzuklappen. Aus zwei Gründen: 1. Die Augenmuscheln sind derart steif und unergonomisch, dass sie an der Augenhöhle drücken, wenn man so nah Ran geht, dass man das ganze Feld überblickt. 2. Mit diagonal geklappten Augenmuscheln beschlägt die Linse nicht so leicht, weil mehr Luft beim Beobachten durchströmen kann.
Ich habe im Netz schon ein Foto gesehen, bei dem sich jemand die Augenmuscheln diagonal abgeschnitten hat. Das ist eben irreversibel. Das diagonale Abklappen kann man auch einfach mit einem strammen Haushaltsgummi fixieren (auch ein Tipp aus dem Internet).

Bezüglich der Gummiarmierung: vorsorglich lagere ich das Fernglas möglichst nicht dort, wo noch andere Kunststoffe oder Lösungsmittel ausgasen könnten. Zudem vermeide ich es nach Möglichkeit, das Fernglas mit Sonnencreme an den Händen anzufassen. Ob es was bringt, keine Ahnung. Schaden wird es nicht.

VG,
Sven
 
Hi,

das Thema mit der Gummierung kommt ja immer wieder auf. Nicht nur bei Canon Gläsern auch bei z.B. Sigma Objektiven. Ich hoffe das die Hertseller das irgendwannin den Griff bekommen haben und meines nicht davon betroffen ist. Sonnencreme sollte man in jedem Fall vermeiden. Ich habe eigentlich immer etwas schwitzige Hände. Das ist sicherlich auch nicht gut mit den Mineralien und Salzen die da mit ausgeschwitzt werden.
Bei mir liegt das gerne auch mal ein paar Tage offen im Auto, die Kids haben es auch immer wieder in der Hand usw. Es ist und bleibt ein Gebrauchsgegenstand.

Aber zurück zum Thema. Meine Frau kommt mit Brille auch gut mit dem 10x42 klar. Aber anhand ihrer Beschreibung würde ich sagen das sie nicht das gesammte Bildfeld sieht. Sieht man das komplette Bildfeld ist die Abgrenzung sehr scharf. Sieht man es nicht ist es eine weiche Kante.

Gruß Markus
 
P.S.: In Bezug auf die Brillenträgertauglichkeit…Daumen nach oben. Man muss die Augenmuscheln nur umklappen. ;)
Aha, Danke für den Tipp, nach 100 jahren Fernglasnutzung wusste ich noch gar nicht dass das auch möglich geht.:rolleyes:

Das ignoriert halt die etlichen Berichte von Brillenträgern bei denen das Canon 10x42 nur suboptimal funktioniert!
Es hängt halt von vielen Faktoren ab, Gesichtsform, Gläserdicke, Brillengestell, weit,-kurzsichtig etc..p.p.

Soweit die Messungen von 12-13mm. Augenabstand und die zusätzlichen Berichte von etlichen Nutzern korrekt sind ist das Canon eben nur bedingt Brillenträgerkompatibel, eine eindeutige Aussage Pro/Contra halte ich hier für gewagt, gerade bei Ferngläsern die mal passen, mal aber eben auch nicht.

Andreas
 
Mit Step-down Ringen kommt man von den FG-Gewinde 52mm auf M48.

Wie Manne bereits geschrieben hat, hat das Canon 10x42 L IS ein 52-mm-Filtergewinde. Zur Montage von 2-Zoll-Filtern benötigt man einen Step-down-Adapter von 52 mm auf M48.

Dazu möchte ich nur ergänzen, dass in Foren für das Fernglas oft die Verwendung einer zusätzlichen Gegenlichtblende empfohlen wird, beispielsweise hier in unserem Forum-Link. Das habe ich bei meinem Canon 10x42 auch so gemacht und halte es für sehr sinnvoll. Man dann kann "richtige" Canon-Objektivdeckel befestigen und berührt die Frontlinse seltener. Außerdem wird das Fernglas besser im Gegenlicht. Optisch (also im Aussehen) finde ich das Glas so auch gelungener. Einziger Nachteil ist, dass die mitgelieferte Fernglastasche dann nicht mehr passt. Durch die Gegenlichtblende erhält man ein 58-mm-Gewinde und benötigt einen Step-Down-Ring von 58 mm auf M48.

Im Bild unten zeige ich beide Varianten nebeneinander. Da die Adapter nur wenige Euro kosten, habe ich mir beide zugelegt und muss mich noch entscheiden, welche Variante ich besser finde.

P7254132.jpg
 
Das ignoriert halt die etlichen Berichte von Brillenträgern bei denen das Canon 10x42 nur suboptimal funktioniert!
Es hängt halt von vielen Faktoren ab, Gesichtsform, Gläserdicke, Brillengestell, weit,-kurzsichtig etc..p.p.

Mit Brille sehe ich beim Canon 10x42 auch bei eingefahrenen Augenmuscheln nur knapp über 50° Gesichtsfeld (eben nochmal getestet). Wie geschrieben, ist das Thema sehr individuell. Am Okular ist es bei mir ähnlich: Brillenkompatibel beginnt bei mir bei einem Augenabstand von 18 mm+. Deshalb beobachte ich fast immer mit Kontaktlinsen.
 
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