Teleskop
Hallo Felix,
mit den unter allen Bedingungen bewährten, wirklich visuell allroundfähigen und kostenschonenden Dobsons 200/1200 (Achtzoll-f/6) gelingen freudvolle Beobachtungen, und kaum wird je jemand ein solches Instrument wegen Unzufriedenheit wieder dringend loswerden wollen (eher wegen weiterem Aufstieg). Ich habe selbst einen solchen und kenne so einige Sternfreunde, die auch voll zufrieden sind. Das Gerät bietet auch bei Bastelwillen Möglichkeiten zur Leistungssteigerung, das sind aber nur Optionen, auch ohne ist es ein solides Leistungsgerät. Bis man wirklich alles, was damit möglich ist am Himmel gesehen hat, kann man schon Uropa werden...
Das Gerät hat im Vergleich zu vielen kleineren Geräten im Budgetrahmen einige Vorteile, die ich mal kurz aufführen möchte:
- viel Geld geht in die Optik, kaum etwas in die solide brauchbare Montierung (Rockerbox, sozusagen "Möbelstück")
- 200 mm Öffnung bieten ordentliche Auflösung und Vergrößerungspotential. (Bei anderen geringer öffnenden Geräten im Budget wird schnell das Ende der Fahnenstange erreicht.) Öffnungs-Preis-Leistung ungeschlagen.
- mit f/6 ist das Gerät a) okularunkritisch (auch niederpreisigere Okulare arbeiten gut), b) universell einsetzbar (von richtiger Geringvergrößerung bei großen Feldern bis zur Hoch- und Höchstvergrößerung geht alles; andere bes. kompakte Geräte können oft nicht so gut weite Felder; vollständig nutzbarer AP-Bereich im Vergleich zu vielen anderen Geräten im Budget von 7mm-0,8mm ca.) c) justierbar, relativ justierstabil und justierunkritisch (gegenüber "schnelleren" Geräten: f/5...f/4)
- durch den Zwei-Zoll-Okular-Auszug können weitwinklige Zwei-Zoll-Okulare verwendet werden, die sehr freudvolle Spaziergänge am Firmament ermöglichen.
All diese bekannten und gern genutzten Vorteile haben dem Gerät zu DEM Allrounder für geringe Budgets in der Freizeitastronomieszene gemacht, der er heute ist. Entsprechend groß ist auch die Konkurrenz, das Marktangebot, die Häufigkeit auf dem Gebrauchtmarkt, die sehr gute Preis-Leistung und überhaupt der relativ geringe Kostenrahmen.
Du schreibst von einem Budget von rund 600 Euro:
NACHFRAGE:
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Sollen in den 600 Euro auch Okulare enthalten sein?
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Das wäre dann ein noch wichtig zu klärender Punkt, besonders, weil das typischerweise beigelegte 25er in der Regel durch Wandel und Kauf mehrerer angepaßter Okus eher überflüssig ist, eine wenig genutzte Zwischenvergrößerung. Auch wenn durch Wandel nicht viel Budget gewonnen wird, so kann dieses doch besser eingesetzt werden, meiner Einschätzung nach.
Ich möchte schließlich noch auf 2 Dinge hinweisen:
1. wie ein Kollege schon schrieb: nimm Kontakt zu Sternfreunden in der Nähe auf. Dies könnte durch unser Treffpunktforum gelingen, über unsere Mailfreundschaften (Astronomie.de-Portalseite links in der Linkleiste, nicht auf der Foren-Start-Seite) oder über unser Vereinsverzeichnis zur Freizeitastronomie
hier (GAD). Ein lockeres Gespräch und Ausprobieren von Geräten und Setups unter dem Sternenzelt klärt und erklärt vieles, ist extrem hilfreich und kaum zu ersetzten.
2. Bei Aktionen von Händlern (Biete-Forum hier, die grauen Namen), auf Messen oder Teleskoptreffs sind oftmals noch günstigere Preise zu erzielen. Ein gewisses Zuwarten kann hier helfen Investitionsvolumen einzusparen. Auch gibt es in der Regel bei einem Paket (egal ob auf einer Messe oder bei Bestellung bei Händlern) - sprich: Teleskop plus Zubehör wie Okulare und Karkoschka-Taschenhimmelsatlas - nochmals Preisnachlässe. Dies würde ich gegebenenfalls nutzen.
Klare Himmel, Top-Bedingungen und einen nachhaltig freudvollen Einstieg wünscht
Matthias.